Abitur NRW Mathematik 2022 · GK · Nachtermin · GTR

Abiturprüfung Mathematik in Nordrhein-Westfalen 2022, GK · Nachtermin · GTR: 36 Aufgaben mit Lösungen. Themen: Funktionen und ihre Eigenschaften. Kostenlos.

Themen der Prüfung: Funktionen und ihre Eigenschaften · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte · Graphen von f, f′ und F deuten · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben) · Integralrechnung: Flächen und Bestände · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen · Längen, Winkel und Abstände im Raum · Mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen · Beurteilende Statistik: Tests und Intervalle

Aufgabe A1 a · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Gegeben ist die Funktion ff mit f(x)=(2x+10) e5x+3,x∈Rf(x) = (2x+10)\,\mathrm{e}^{5x+3}, \quad x \in \mathbb{R}.

Das Umweltbundesamt erfasst regelmäßig, wie viel Stickstoffdioxid in der Luft enthalten ist. In Düsseldorf wurde über zehn Stunden ab 8 Uhr (Beobachtungsbeginn) gemessen; die Messwerte werden durch die folgende Funktion kk mit

k(t)=0,75t2−8t+60,t∈R,0≤t≤10k(t) = 0{,}75t^2 - 8t + 60, \quad t \in \mathbb{R}, \quad 0 \le t \le 10

beschrieben. Dabei gibt tt die seit Beobachtungsbeginn vergangene Zeit in Stunden an und k(t)k(t) die Stickstoffdioxidkonzentration zum Zeitpunkt tt in μg/m3\mu\text{g}/\text{m}^3.

(1)

Bestimmen Sie, wie hoch die Stickstoffdioxidkonzentration um 18 Uhr ist.

(2)

Berechnen Sie den Wert des Terms k(10)−k(8)10−8\dfrac{k(10)-k(8)}{10-8} und interpretieren Sie den Wert im Sachzusammenhang.

(3)

Berechnen Sie k′(8)k'(8) und interpretieren Sie das Ergebnis im Kontext der Aufgabe.

Aufgabe A1 b(1) - Funktionen · Funktionen und ihre Eigenschaften

Gegeben ist die Funktion ff mit f(x)=(2x+10) e5x+3,x∈Rf(x) = (2x+10)\,\mathrm{e}^{5x+3}, \quad x \in \mathbb{R}.

(1) Geben Sie sowohl die Nullstelle von ff als auch den Punkt an, in dem der Graph von ff die yy-Achse schneidet.

a)

x=x =

b)

Aufgabe A1 b(2) - Ableitung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Gegeben ist die Funktion ff mit f(x)=(2x+10) e5x+3,x∈Rf(x) = (2x+10)\,\mathrm{e}^{5x+3}, \quad x \in \mathbb{R}.

(2) Bestimmen Sie, welche Steigung der Graph von ff an der Stelle x=−2x = -2 besitzt.

a)

f′(x)=f'(x) =

b)

f′(−2)=f'(-2) =

Aufgabe A1 c(1) - Integral · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Betrachtet wird die auf R\mathbb{R} definierte Funktion ff mit f(x)=2x3−x2−4x+1f(x) = 2x^3 - x^2 - 4x + 1.

Abbildung 1 zeigt den Graphen von ff.

(1)

Berechnen Sie ∫−11f(x) dx\int_{-1}^{1} f(x)\,\mathrm{d}x.

Aufgabe A1 c(2) - Stammfunktion · Graphen von f, f′ und F deuten

Betrachtet wird die auf R\mathbb{R} definierte Funktion ff mit f(x)=2x3−x2−4x+1f(x) = 2x^3 - x^2 - 4x + 1.

Abbildung 1 zeigt den Graphen von ff.

(2)

Die Abbildungen 2a und 2b zeigen die Graphen der Funktionen AA und BB.

Nur eine der beiden Funktionen ist keine Stammfunktion von ff.

Begründen Sie mithilfe der Funktionsgraphen, bei welcher der Funktionen AA und BB es sich nicht um eine Stammfunktion von ff handelt.

Aufgabe A1 d(1) - Punktprobe · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen

Es seien Q(−2∣4∣−1)Q(-2|4|-1) und die Gerade g:x⃗=OQ⃗+t⋅(623),  t∈Rg: \vec{x} = \vec{OQ} + t \cdot \begin{pmatrix} 6 \\ 2 \\ 3 \end{pmatrix}, \; t \in \mathbb{R} vorgegeben.

(1)

Zeigen Sie, dass die Gerade gg durch den Punkt P(10∣8∣5)P(10\mid 8\mid 5) verläuft.

Aufgabe A1 d(2) - Abstand · Längen, Winkel und Abstände im Raum

Es seien Q(−2∣4∣−1)Q(-2|4|-1) und die Gerade g:x⃗=OQ⃗+t⋅(623),  t∈Rg: \vec{x} = \vec{OQ} + t \cdot \begin{pmatrix} 6 \\ 2 \\ 3 \end{pmatrix}, \; t \in \mathbb{R} vorgegeben.

(2)

Bestimmen Sie die Koordinaten sämtlicher Punkte der Geraden gg, deren Entfernung vom Punkt QQ 3535 LE beträgt.

P1(P_1( ∣\mid ∣\mid ))

P2(P_2( ∣\mid ∣\mid ))

Aufgabe A1 e · Längen, Winkel und Abstände im Raum

Gegeben ist die Funktion ff mit f(x)=(2x+10) e5x+3,x∈Rf(x) = (2x+10)\,\mathrm{e}^{5x+3}, \quad x \in \mathbb{R}.

e) Der Koordinatenursprung OO sowie die Punkte AA, BB und CC bilden ein Parallelogramm OABCOABC. Abbildung 3 zeigt dieses Parallelogramm OABCOABC samt seinen Diagonalen ee und ff.

(1)

Es seien die Vektoren u⃗=OA⃗+AB⃗\vec{u} = \vec{OA} + \vec{AB} und v⃗=OA⃗−AB⃗\vec{v} = \vec{OA} - \vec{AB} betrachtet.

Einer dieser beiden Vektoren u⃗\vec{u} und v⃗\vec{v} verläuft entlang der Diagonalen ee, der andere entlang der Diagonalen ff.

Geben Sie an, welcher der beiden Vektoren der Diagonalen ff zuzuordnen ist.

u⃗\vec{u}

v⃗\vec{v}

Für die weiteren Teilaufgaben gilt: Die Eckpunkte AA und BB besitzen die Koordinaten A(2∣0∣23)A(2|0|2\sqrt{3}) und B(4∣−3∣33)B(4|-3|3\sqrt{3}).

(2)

Zeigen Sie, dass der Eckpunkt CC bei C(2∣−3∣3)C(2|-3|\sqrt{3}) liegt.

(3)

Zeigen Sie, dass die Diagonalen ee und ff aufeinander senkrecht stehen.

Aufgabe A2 a · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Betrachtet wird die Funktion ff mit f(x)=(2x+10)⋅e5x+3,x∈Rf(x) = (2x + 10) \cdot e^{5x+3}, \quad x \in \mathbb{R}.

Das Umweltbundesamt erfasst fortlaufend, wie hoch die Stickstoffdioxidkonzentration in der Luft ist. In Düsseldorf wurden über zehn Stunden ab 8 Uhr (Beobachtungsbeginn) Messwerte erhoben, die durch die folgende Funktion kk mit

k(t)=0,75t2−8t+60,t∈R,  0≤t≤10k(t) = 0{,}75t^2 - 8t + 60, \quad t \in \mathbb{R},\; 0 \le t \le 10

modelliert. Dabei steht tt für die seit Beobachtungsbeginn vergangene Zeit in Stunden und k(t)k(t) für die Stickstoffdioxidkonzentration zum Zeitpunkt tt in μg/m3\mu\text{g}/\text{m}^3.

(1)

Bestimmen Sie, wie hoch die Stickstoffdioxidkonzentration um 18 Uhr ist.

µg/m³

(2)

Berechnen Sie den Wert des Terms k(10)−k(8)10−8\frac{k(10)-k(8)}{10-8} und interpretieren Sie ihn im Sachzusammenhang.

(3)

Berechnen Sie k′(8)k'(8) und interpretieren Sie das Ergebnis im Sachzusammenhang.

Aufgabe A2 b(1) - Funktionen · Funktionen und ihre Eigenschaften

Betrachtet wird die Funktion ff mit f(x)=(2x+10)⋅e5x+3,x∈Rf(x) = (2x + 10) \cdot e^{5x+3}, \quad x \in \mathbb{R}.

(1) Geben Sie sowohl die Nullstelle von ff als auch den Punkt an, in dem der Graph von ff die yy-Achse schneidet.

a)

x =

b)

Aufgabe A2 b(2) - Ableitung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Betrachtet wird die Funktion ff mit f(x)=(2x+10)⋅e5x+3,x∈Rf(x) = (2x + 10) \cdot e^{5x+3}, \quad x \in \mathbb{R}.

(2) Bestimmen Sie, welche Steigung der Graph von ff an der Stelle x=−2x = -2 besitzt.

m =

Aufgabe A2 c(1) - Integral · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Betrachtet wird die auf R\mathbb{R} definierte Funktion ff mit f(x)=2x3−x2−4x+1f(x) = 2x^3 - x^2 - 4x + 1.

In Abbildung 1 ist der Graph von ff zu sehen.

(1)

Berechnen Sie ∫−11f(x) dx\displaystyle \int_{-1}^{1} f(x)\,\mathrm{d}x.

Aufgabe A2 c(2) - Stammfunktion · Graphen von f, f′ und F deuten

Betrachtet wird die auf R\mathbb{R} definierte Funktion ff mit f(x)=2x3−x2−4x+1f(x) = 2x^3 - x^2 - 4x + 1.

In Abbildung 1 ist der Graph von ff zu sehen.

(2) Die Abbildungen 2a und 2b zeigen die Graphen der Funktionen AA und BB. Von diesen beiden Funktionen ist genau eine keine Stammfunktion von ff.

Begründen Sie mithilfe der Graphen, bei welcher der beiden Funktionen AA und BB es sich nicht um eine Stammfunktion von ff handelt.

Aufgabe A2 d · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

Betrachtet wird die Funktion ff mit f(x)=(2x+10)⋅e5x+3,x∈Rf(x) = (2x + 10) \cdot e^{5x+3}, \quad x \in \mathbb{R}.

Eine Firma erstellt einen Test, der aus mehreren Fragen besteht. Bei jeder Frage liegt die Wahrscheinlichkeit, die Antwort durch Raten richtig zu treffen, bei 14\frac{1}{4}.

Jonas bearbeitet den Test, obwohl er sich nie mit dem Thema befasst hat; er rät daher bei jeder Frage.

Die Zufallsgröße XX beschreibt, wie viele Fragen richtig beantwortet werden, und wird als binomialverteilt angenommen.

Bedingt durch den Aufbau des Tests ist zu erwarten, dass Jonas beim Raten sechs Fragen richtig beantwortet.

(1)

Ermitteln Sie die Anzahl der Fragen, aus denen der Test besteht.

(2)

Geben Sie einen Term an, mit dem sich die Wahrscheinlichkeit berechnen lässt, dass Jonas von 24 Fragen genau sechs richtig beantwortet.

(3)

Jonas will mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 80 % mindestens eine Frage richtig beantworten.

Ermitteln Sie mithilfe der folgenden Histogramme, wie viele Fragen Jonas dafür mindestens bearbeiten muss:

Aufgabe A2 e · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

Betrachtet wird die Funktion ff mit f(x)=(2x+10)⋅e5x+3,x∈Rf(x) = (2x + 10) \cdot e^{5x+3}, \quad x \in \mathbb{R}.

e) Die Zufallsgröße XX folgt einer Binomialverteilung mit n=4n = 4 und p=0,5p = 0{,}5.

(1)

Ermitteln Sie die Werte, die in der nachstehenden Tabelle noch fehlen.

kk

0

1

2

3

4

P(X=k)P(X = k)

116\frac{1}{16}

116\frac{1}{16}

Von den beiden folgenden Abbildungen 3 und 4 zeigt nur eine die kumulierten Werte P(X≤k)P(X \le k) der Zufallsgröße XX. Die andere Abbildung gehört zu einer anderen Zufallsgröße.

(2)

Entscheiden Sie begründet, welcher der beiden Abbildungen 3 und 4 die Zufallsgröße XX zuzuordnen ist.

Aufgabe A3 a · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Betrachtet wird die Funktion ff mit f(x)=(2x+10)⋅e5x+3,x∈Rf(x)=(2x+10)\cdot e^{5x+3},\quad x \in \mathbb{R}.

Das Umweltbundesamt erfasst in regelmäßigen Abständen, wie hoch die Stickstoffdioxidkonzentration in der Luft ist. In Düsseldorf wurden über zehn Stunden ab 8 Uhr (Beobachtungsbeginn) Messwerte erhoben, die durch die folgende Funktion kk mit

k(t)=0,75t2−8t+60,t∈R, 0≤t≤10k(t) = 0{,}75t^2 - 8t + 60, \quad t \in \mathbb{R}, \ 0 \le t \le 10

beschrieben werden. Dabei steht tt für die seit Beobachtungsbeginn vergangene Zeit in Stunden und k(t)k(t) für die Stickstoffdioxidkonzentration zum Zeitpunkt tt in μg/m3\mu\text{g}/\text{m}^3.

(1)

Bestimmen Sie, wie hoch die Stickstoffdioxidkonzentration um 18 Uhr ist.

μg/m3\mu\text{g}/\text{m}^3

(2)

Berechnen Sie, welchen Wert der Term k(10)−k(8)10−8\frac{k(10)-k(8)}{10-8} annimmt, und interpretieren Sie dieses Ergebnis im Sachzusammenhang.

(3)

Berechnen Sie k′(8)k'(8) und interpretieren Sie das Ergebnis im Kontext der Sachsituation.

Aufgabe A3 b(1) - Funktionen · Funktionen und ihre Eigenschaften

Betrachtet wird die Funktion ff mit f(x)=(2x+10)⋅e5x+3,x∈Rf(x)=(2x+10)\cdot e^{5x+3},\quad x \in \mathbb{R}.

(1) Geben Sie sowohl die Nullstelle von ff als auch den Punkt an, in dem der Graph von ff die yy-Achse schneidet.

•

x=x =

•

Aufgabe A3 b(2) - Ableitung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Betrachtet wird die Funktion ff mit f(x)=(2x+10)⋅e5x+3,x∈Rf(x)=(2x+10)\cdot e^{5x+3},\quad x \in \mathbb{R}.

(2) Bestimmen Sie, welche Steigung der Graph von ff an der Stelle x=−2x = -2 hat.

•

Aufgabe A3 c(1) - Integral · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Betrachtet wird die auf R\mathbb{R} definierte Funktion ff mit f(x)=2x3−x2−4x+1f(x) = 2x^3 - x^2 - 4x + 1.

Den Graphen von ff zeigt Abbildung 1.

(1)

Berechnen Sie ∫−11f(x) dx\int_{-1}^1 f(x)\,\mathrm{d}x.

Aufgabe A3 c(2) - Stammfunktion · Graphen von f, f′ und F deuten

Betrachtet wird die auf R\mathbb{R} definierte Funktion ff mit f(x)=2x3−x2−4x+1f(x) = 2x^3 - x^2 - 4x + 1.

Den Graphen von ff zeigt Abbildung 1.

(2) Die Abbildungen 2a und 2b zeigen die Graphen der Funktionen AA und BB.

Nur eine dieser beiden Funktionen ist keine Stammfunktion von ff.

Begründen Sie mithilfe der Graphen, welche der beiden Funktionen AA und BB keine Stammfunktion von ff ist.

Aufgabe A3 d(1) - Punktprobe · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen

Es seien Q(−2∣4∣−1)Q(-2|4|-1) und die Gerade g:x⃗=OQ⃗+t⋅(623),  t∈Rg: \vec{x} = \vec{OQ} + t \cdot \begin{pmatrix} 6 \\ 2 \\ 3 \end{pmatrix}, \; t \in \mathbb{R} vorgegeben.

(1)

Zeigen Sie, dass die Gerade gg durch den Punkt P(10∣8∣5)P(10|8|5) verläuft.

t =

Aufgabe A3 d(2) - Abstand · Längen, Winkel und Abstände im Raum

Es seien Q(−2∣4∣−1)Q(-2|4|-1) und die Gerade g:x⃗=OQ⃗+t⋅(623),  t∈Rg: \vec{x} = \vec{OQ} + t \cdot \begin{pmatrix} 6 \\ 2 \\ 3 \end{pmatrix}, \; t \in \mathbb{R} vorgegeben.

(2)

Bestimmen Sie die Koordinaten sämtlicher Punkte der Geraden gg, deren Entfernung zum Punkt QQ 35 LE35\,\text{LE} beträgt.

( | |)

( | |)

Aufgabe A3 e · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

Betrachtet wird die Funktion ff mit f(x)=(2x+10)⋅e5x+3,x∈Rf(x)=(2x+10)\cdot e^{5x+3},\quad x \in \mathbb{R}.

e) Ein Unternehmen erstellt einen Test aus mehreren Fragen. Bei jeder Frage liegt die Wahrscheinlichkeit, die richtige Antwort zu erraten, bei 14\frac{1}{4}.

Jonas bearbeitet den Test, ohne sich jemals mit dem Thema befasst zu haben; er wählt daher bei jeder Frage seine Antwort zufällig.

Die Zufallsgröße XX beschreibt die Anzahl der richtig beantworteten Fragen und wird als binomialverteilt angenommen.

Wegen der Konstruktion des Tests ist zu erwarten, dass Jonas durch Raten sechs Fragen richtig beantwortet.

(1)

Ermitteln Sie die Anzahl der Fragen, aus denen der Test besteht. [1 Punkt]

(2)

Geben Sie einen Term zur Berechnung der Wahrscheinlichkeit an, dass Jonas von 24 Fragen genau sechs richtig beantwortet. [2 Punkte]

(3)

Jonas will mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 80 % mindestens eine Frage richtig beantworten.

Ermitteln Sie mithilfe der folgenden Histogramme, wie viele Fragen Jonas hierfür mindestens bearbeiten muss. [2 Punkte]

Aufgabe B1 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Aufgabenstellung:

Bei einem Beschleunigungsrennen, auch Dragsterrennen genannt, treten Autos oder Motorräder im Motorsport an und müssen nach dem Start eine gerade Strecke in möglichst kurzer Zeit bewältigen. Üblicherweise beträgt die Streckenlänge eine Viertel- oder eine Achtelmeile. Gefahren wird mit sogenannten Dragstern, deren Leistung bis zu mehreren tausend PS bzw. kW reichen kann.

Die Geschwindigkeit eines solchen Dragsters während eines Rennens wird in der Beschleunigungsphase bis zum Erreichen der Höchstgeschwindigkeit durch die Funktion ff mit der Gleichung

f(t)=35t⋅e−16t,t∈Rf(t) = 35t \cdot \mathrm{e}^{-\frac{1}{6}t}, \quad t \in \mathbb{R}

beschrieben. Hierbei bezeichnet tt die seit dem Start vergangene Zeit in Sekunden (s) und f(t)f(t) die Momentangeschwindigkeit in Meter pro Sekunde (m/s).

Den Zeitpunkt, an dem der Dragster die Höchstgeschwindigkeit erreicht, liefert die lokale Maximalstelle tmax⁡t_{\max} der Funktion ff. Die lokale Maximalstelle der Funktion ff ist zugleich die globale Maximalstelle der Funktion ff. [Nachweis nicht erforderlich.]

Die folgende Abbildung 1 zeigt den Graphen der Funktion ff.

Teilaufgabe a)

(1)

Geben Sie den Wert an, den ff an der Stelle 2 annimmt, und erläutern Sie, was dieser Wert im Sachzusammenhang bedeutet.

Im weiteren Verlauf darf ohne Herleitung verwendet werden: f′′(t)=−356⋅(2−16t)⋅e−16tf''(t) = -\frac{35}{6}\cdot\left(2 - \frac{1}{6}t\right)\cdot\mathrm{e}^{-\frac{1}{6}t}.

(2)

Ermitteln Sie durch Rechnung die Stelle tmaxt_{\text{max}}, an der ff maximal wird, und geben Sie an, welche höchste Geschwindigkeit der Dragster erreicht.

[Zur Kontrolle: tmax=6t_{\text{max}} = 6.]

(3)

Als Beschleunigung bezeichnet man die momentane Änderungsrate der Geschwindigkeit.

Bestimmen Sie die Beschleunigung des Dragsters zu Beginn des Rennens und weisen Sie rechnerisch nach, dass sie zu diesem Zeitpunkt ihren größten Wert erreicht.

Aufgabe B1 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Aufgabenstellung:

Bei einem Beschleunigungsrennen, auch Dragsterrennen genannt, treten Autos oder Motorräder im Motorsport an und müssen nach dem Start eine gerade Strecke in möglichst kurzer Zeit bewältigen. Üblicherweise beträgt die Streckenlänge eine Viertel- oder eine Achtelmeile. Gefahren wird mit sogenannten Dragstern, deren Leistung bis zu mehreren tausend PS bzw. kW reichen kann.

Die Geschwindigkeit eines solchen Dragsters während eines Rennens wird in der Beschleunigungsphase bis zum Erreichen der Höchstgeschwindigkeit durch die Funktion ff mit der Gleichung

f(t)=35t⋅e−16t,t∈Rf(t) = 35t \cdot \mathrm{e}^{-\frac{1}{6}t}, \quad t \in \mathbb{R}

beschrieben. Hierbei bezeichnet tt die seit dem Start vergangene Zeit in Sekunden (s) und f(t)f(t) die Momentangeschwindigkeit in Meter pro Sekunde (m/s).

Den Zeitpunkt, an dem der Dragster die Höchstgeschwindigkeit erreicht, liefert die lokale Maximalstelle tmax⁡t_{\max} der Funktion ff. Die lokale Maximalstelle der Funktion ff ist zugleich die globale Maximalstelle der Funktion ff. [Nachweis nicht erforderlich.]

Die folgende Abbildung 1 zeigt den Graphen der Funktion ff.

a)(4)

Mit F(t)F(t) soll die Strecke modelliert werden, die der Dragster in der Beschleunigungsphase vom Start bis zu einem Zeitpunkt tt zurücklegt. Dabei muss die Funktion FF die Bedingung F′(t)=f(t)F'(t)=f(t) erfüllen.

(i) Begründen Sie, dass FF allein durch die Bedingung F′(t)=f(t)F'(t)=f(t) noch nicht eindeutig bestimmt ist.

(ii) Geben Sie eine zusätzliche Bedingung an, die FF neben F′(t)=f(t)F'(t)=f(t) erfüllen muss, damit FF durch beide Bedingungen eindeutig festgelegt ist.

b)

Parallel zur Rennstrecke bewegt sich ein Kamerafahrzeug mit der konstanten Geschwindigkeit 45 m/s45\text{ m/s}. Im Moment des Starts des Dragsters befindet es sich unmittelbar neben ihm. Diese konstante Geschwindigkeit wird durch eine Funktion gg modelliert; g(t)g(t) ist die Geschwindigkeit und tt die Zeit seit dem Start des Dragsters.

(1)

Zeichnen Sie den Graphen von gg in Abbildung 1 ein und ermitteln Sie, für welche Dauer innerhalb der ersten sechs Sekunden das Kamerafahrzeug schneller als der Dragster ist.

(2)

Geben Sie an, welche Strecke das Kamerafahrzeug in den ersten vier Sekunden nach dem Start zurücklegt.

(3)

Nach diesen Modellierungen legen das Kamerafahrzeug und der Dragster in den ersten vier Sekunden nach dem Start ungefähr gleich lange Strecken zurück. Begründen Sie dies mithilfe von Abbildung 1.

(4)

Bestimmen Sie den Wert des Integrals ∫01(g(t)−f(t)) dt\int_0^1 (g(t)-f(t))\,\mathrm{d}t und erläutern Sie, was dieser Wert im Sachzusammenhang bedeutet.

c)

Abbildung 2 zeigt die Geschwindigkeit des Dragsters während der ersten sechs Sekunden nach dem Start.

Hat der Dragster seine Höchstgeschwindigkeit erreicht, behält er diese noch zwei weitere Sekunden bei. In dieser Zeit passiert er die Ziellinie. Die Rennstrecke ist 402 m402\text{ m} lang.

(1)

Stellen Sie die Geschwindigkeit des Dragsters in der Phase mit konstanter Geschwindigkeit in Abbildung 2 grafisch dar. Bestimmen Sie, wie viele Sekunden nach dem Start der Dragster die Ziellinie überquert. [Zur Kontrolle: Etwa 6,9 Sekunden nach dem Start überquert der Dragster die Ziellinie.]

Der Fahrer leitet acht Sekunden nach dem Start das Bremsen ein. Ab diesem Zeitpunkt beschreibt eine lineare Funktion bb die Geschwindigkeit des Dragsters. Nach 2020 Sekunden steht der Dragster.

(2)

Stellen Sie die Geschwindigkeit des Dragsters während des Bremsvorgangs in Abbildung 2 grafisch dar. Bestimmen Sie rechnerisch eine Gleichung für die Funktion bb.

(3)

Hinter der Ziellinie schließt sich eine „Bremszone“ mit der Länge 805 Metern805\text{ Metern} an. Zeigen Sie, dass der Dragster innerhalb dieser Zone zum Stehen kommt.

Aufgabe B2 - Steckbriefaufgabe · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben)

Betrachtet wird die ganzrationale Funktion ff vierten Grades, die durch f(x)=18x4−34x2f(x) = \frac{1}{8}x^4 - \frac{3}{4}x^2 (x∈Rx \in \mathbb{R}) gegeben ist.

Den Graphen von ff zeigt Abbildung 1 dargestellt:

a)

Betrachtet wird eine ganzrationale Funktion ff vierten Grades. Ihr Graph verläuft durch den Koordinatenursprung und ist symmetrisch bezüglich der yy-Achse. Der Punkt W2(1 | −58)W_2\left(1\,\middle|\,-\frac{5}{8}\right) ist ein Wendepunkt des Graphen von ff.

Mit diesen Informationen lässt sich eine Funktionsgleichung von ff bestimmen.

Ermitteln Sie eine Gleichung der Funktion ff. (5 Punkte)

[Zur Kontrolle: f(x)=18⋅x4−34⋅x2,  x∈Rf(x) = \frac{1}{8}\cdot x^4 - \frac{3}{4}\cdot x^2,\; x \in \mathbb{R}.]

Vergleichen Sie Ihren Lösungsweg mit der offiziellen Musterlösung.

Aufgabe B2 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Betrachtet wird die ganzrationale Funktion ff vierten Grades, die durch f(x)=18x4−34x2f(x) = \frac{1}{8}x^4 - \frac{3}{4}x^2 (x∈Rx \in \mathbb{R}) gegeben ist.

Den Graphen von ff zeigt Abbildung 1 dargestellt:

b)

Ermitteln Sie auf rechnerischem Weg die Koordinaten der lokalen Extrempunkte des Graphen der Funktion ff. [5 Punkte]

d) (1)

Weisen Sie durch Rechnung nach, dass der Graph der Funktion tt mit t(x)=−916x−27128t(x) = -\frac{9}{16}x - \frac{27}{128}, x∈Rx \in \mathbb{R}, den Graphen von ff im Punkt (32  |  f(32))\left(\frac{3}{2} \;\middle|\; f\left(\frac{3}{2}\right)\right) tangential berührt. [2 Punkte]

Aufgabe B2 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Betrachtet wird die ganzrationale Funktion ff vierten Grades, die durch f(x)=18x4−34x2f(x) = \frac{1}{8}x^4 - \frac{3}{4}x^2 (x∈Rx \in \mathbb{R}) gegeben ist.

Den Graphen von ff zeigt Abbildung 1 dargestellt:

Teilaufgabe c

Die Sekante, die durch die beiden Wendepunkte des Graphen von ff verläuft, ist der Graph der Funktion ss mit s(x)=−58s(x) = -\frac{5}{8}.

c)(1)

Zeichnen Sie die Sekante in Abbildung 1 ein.

Die Sekante und der Graph von ff besitzen außerdem Schnittpunkte bei x=−5x = -\sqrt{5} und x=5x = \sqrt{5}.

[Dies muss nicht nachgewiesen werden.]

c)(2)

Weisen Sie rechnerisch nach: ∫−55(s(x)−f(x)) dx=0\int_{-\sqrt{5}}^{\sqrt{5}} (s(x)-f(x))\,\mathrm{d}x = 0.

c)(3)

c)(4)

Geben Sie jetzt ohne zusätzliche Rechnung die Werte der folgenden Integrale an und begründen Sie Ihre Angaben (z. B. mithilfe von Abbildung 1):

Teilaufgabe d(2)

d)(2)

Zwischen den Graphen der Funktionen ff und tt liegt eine Fläche, die sich aus zwei Teilflächen zusammensetzt. Eine Schülerin vermutet, dass die größere Teilfläche mehr als das Achtfache der kleineren Teilfläche beträgt. Prüfen Sie, ob diese Vermutung stimmt.

Teilaufgabe e

Für jede reelle Zahl a>0a > 0 schließen der Graph der Funktion pap_a mit der Gleichung pa(x)=a⋅x2p_a(x) = a\cdot x^2 und der Graph der Funktion ff im Bereich x≥0x \ge 0 eine Fläche ein. Diese Fläche wird durch die xx-Achse unterteilt.

Abbildung 2 auf dieser Seite dient als Arbeitshilfe und entspricht inhaltlich Abbildung 1.

e)(1)

Zeichnen Sie in Abbildung 2 den Graphen von p0,3p_{0{,}3} (mit a=0,3a=0{,}3) ein:

e)(2)

Ermitteln Sie in Abhängigkeit von aa die Stellen x1x_1, x2x_2 und x3x_3, an denen gemeinsame Punkte der Graphen von pap_a und ff liegen.

[Zur Überprüfung: x1=−6+8⋅a, x2=0, x3=6+8⋅ax_1 = -\sqrt{6+8\cdot a},\, x_2 = 0,\, x_3 = \sqrt{6+8\cdot a}.]

e)(3)

Ermitteln Sie einen Ansatz, mit dem sich der Wert von aa berechnen lässt, für den die xx-Achse die eingeschlossene Fläche in zwei gleich große Teile teilt.

Aufgabe B3 - Geraden und Ebenen · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen

Aufgabenstellung:

Von dem Tenzing-Hillary Flughafen in Lukla (Nepal) aus starten Bergtouren in die Region um den Mount Everest. Er zählt zu den gefährlichsten Flughäfen weltweit. Die Landebahn misst nur ca. 527 m in der Länge und ca. 20 m in der Breite und ist geneigt. Gelandet wird ausschließlich bergauf, gestartet ausschließlich bergab: Bei der Landung rollen die Flugzeuge auf eine Felswand zu, beim Start auf eine tiefe Schlucht. Die Häuser des Ortes reichen direkt bis an die Landebahn heran.

¹ © Frank Kehren

In Abbildung 2 wird die rechteckige Landebahn in einem kartesischen Koordinatensystem durch die Eckpunkte A(523∣0∣0)A(523 \mid 0 \mid 0), B(523∣20∣0)B(523 \mid 20 \mid 0), CC und D(0∣0∣65)D(0 \mid 0 \mid 65) dargestellt; eine Längeneinheit steht dabei für einen Meter in der Realität.

a) (3)

Stellen Sie eine Parametergleichung für diejenige Ebene EE auf, in der die Punkte AA, BB und DD liegen.

b)

Damit eine Landung sicher verläuft, muss das Flugzeug im ersten Viertel der Landebahn aufsetzen. Als Orientierungshilfe für den Piloten dient eine geradlinige Markierungsstrecke ss mit einer Länge von 20 m20\text{ m}, die quer zur Landebahn verläuft (siehe Abbildung 2). Sie teilt die Landebahn im Verhältnis 1:31:3.x⃗=(392,25016,25)+t⋅(0200),t∈[0;1], ist eine Parameterform der Strecke s.\vec{x} = \begin{pmatrix} 392{,}25 \\ 0 \\ 16{,}25 \end{pmatrix} + t \cdot \begin{pmatrix} 0 \\ 20 \\ 0 \end{pmatrix}, \quad t \in [0;1], \text{ ist eine Parameterform der Strecke } s.Ein Flugzeug fliegt im Landeanflug entlang der Geradeng:x⃗=(6701022)+r⋅(−15,50−1),r∈R.g: \vec{x} = \begin{pmatrix} 670 \\ 10 \\ 22 \end{pmatrix} + r \cdot \begin{pmatrix} -15{,}5 \\ 0 \\ -1 \end{pmatrix}, \quad r \in \mathbb{R}.Prüfen Sie rechnerisch, ob das Flugzeug aufsetzt im ersten Viertel der Landebahn, wenn es seinen Kurs beibehält.

Ja

Nein

c) (1)

Damit Landungen sicher bleiben, wird die Landebahn regelmäßig überprüft. Hierfür soll eine Drohne auf einer Geraden hh fliegen, die parallel zur Geradenm:x⃗=(523100)+n⋅(−523065),n∈R, im Abstand von 12 m zur Landebahn fliegen.m: \vec{x} = \begin{pmatrix} 523 \\ 10 \\ 0 \end{pmatrix} + n \cdot \begin{pmatrix} -523 \\ 0 \\ 65 \end{pmatrix}, \quad n \in \mathbb{R}, \text{ im Abstand von } 12\text{ m zur Landebahn fliegen.}Beschreiben Sie, wie die Gerade mm im Sachzusammenhang liegt.

Aufgabe B3 - Längen und Abstände · Längen, Winkel und Abstände im Raum

Aufgabenstellung:

Von dem Tenzing-Hillary Flughafen in Lukla (Nepal) aus starten Bergtouren in die Region um den Mount Everest. Er zählt zu den gefährlichsten Flughäfen weltweit. Die Landebahn misst nur ca. 527 m in der Länge und ca. 20 m in der Breite und ist geneigt. Gelandet wird ausschließlich bergauf, gestartet ausschließlich bergab: Bei der Landung rollen die Flugzeuge auf eine Felswand zu, beim Start auf eine tiefe Schlucht. Die Häuser des Ortes reichen direkt bis an die Landebahn heran.

¹ © Frank Kehren

In Abbildung 2 wird die rechteckige Landebahn in einem kartesischen Koordinatensystem durch die Eckpunkte A(523∣0∣0)A(523 \mid 0 \mid 0), B(523∣20∣0)B(523 \mid 20 \mid 0), CC und D(0∣0∣65)D(0 \mid 0 \mid 65) dargestellt; eine Längeneinheit steht dabei für einen Meter in der Realität.

a) (1)

Geben Sie die Koordinaten für den Punkt CC an.

∣|

∣|

))

a) (2)

Weisen Sie rechnerisch nach, dass die Landebahn eine Länge ∣AD‾∣|\overline{AD}| von ca. 527 m527\text{ m} besitzt.

a) (4)

Berechnen Sie den Winkel, um den die Landebahn gegenüber der Horizontalen ansteigt, sowie die prozentuale Steigung der Landebahn.

c) (2)

Zeigen Sie, dass v⃗=(650523)\vec{v} = \begin{pmatrix} 65 \\ 0 \\ 523 \end{pmatrix} sowohl auf (52365−65)\begin{pmatrix} 523 \\ 65 \\ -65 \end{pmatrix} als auch auf (−523−2065)\begin{pmatrix} -523 \\ -20 \\ 65 \end{pmatrix} senkrecht steht.

c) (3)

Der Vektor v⃗\vec{v} ist orthogonal zur Ebene EE.

Ermitteln Sie rechnerisch eine Parametergleichung einer passenden Geraden hh.

[Hinweis: Der Abstand ist senkrecht zur Landebahn zu messen.]

Aufgabe B4 - Bedingte Wahrscheinlichkeiten · Mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Aufgabenstellung:

Jede Person gehört zu einer der vier Blutgruppen (0, A, B und AB). Zusätzlich gibt es mit dem Rhesusfaktor ein weiteres Blutmerkmal, das entweder positiv oder negativ ausfällt. Wie sich die Blutmerkmale auf die Bevölkerung verteilen, unterscheidet sich von Land zu Land.

In Deutschland ergibt sich für die Bevölkerung ungefähr die folgende Verteilung 1:

1 Blutspende-Magazin des DRK-Blutspendediensts https://magazin.blutspende.de/von-a-bis-0/blutgruppen-verteilung-in-der-bevoelkerung (Zugriff: 13.02.2021)

a) Um Komplikationen bei einer Bluttransfusion zu vermeiden, müssen die Blutmerkmale Blutgruppe und Rhesusfaktor berücksichtigt werden. Gemeinsam legen beide Merkmale fest, welche Person für welche andere als Blutspender infrage kommt.

(1)

Weisen Sie nach, dass von den Personen mit der Blutgruppe B etwa 18,2 %18{,}2\,\% den Rhesusfaktor negativ haben.

(2)

Aus den Personen der Blutgruppe B werden zufällig zwei ausgewählt.

Aufgabe B4 - Zufallsgrößen und Binomialverteilung · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Aufgabenstellung:

Jede Person gehört zu einer der vier Blutgruppen (0, A, B und AB). Zusätzlich gibt es mit dem Rhesusfaktor ein weiteres Blutmerkmal, das entweder positiv oder negativ ausfällt. Wie sich die Blutmerkmale auf die Bevölkerung verteilen, unterscheidet sich von Land zu Land.

In Deutschland ergibt sich für die Bevölkerung ungefähr die folgende Verteilung 1:

1 Blutspende-Magazin des DRK-Blutspendediensts https://magazin.blutspende.de/von-a-bis-0/blutgruppen-verteilung-in-der-bevoelkerung (Zugriff: 13.02.2021)

b) Für die folgenden Teilaufgaben gilt bei jeder Blutgruppe die Annahme, dass die Zahl der Personen mit dieser Blutgruppe in einer Zufallsauswahl von 200 Personen binomialverteilt ist. Die relativen Häufigkeiten der Tabelle auf Seite 1 sind dabei als Wahrscheinlichkeiten zu verwenden.

(1)

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass unter den 200 zufällig ausgewählten Personen mindestens 20 die Blutgruppe B haben. [2 Punkte]

(2)

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit für das folgende Ereignis EE:

EE: Die Zahl der Personen mit Blutgruppe A unter 200 zufällig ausgewählten Personen liegt höchstens 1,5-Standardabweichungen von ihrem Erwartungswert entfernt. [4 Punkte]

c) Blut der Blutgruppe 0 mit dem Rhesusfaktor negativ hat eine besondere Bedeutung. Wegen seiner guten Verträglichkeit kommt es in Notfällen besonders oft zum Einsatz.

Bestimmen Sie, wie viele zufällig ausgewählte Personen mindestens Blut spenden müssen, damit man mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 95 % mindestens 20 Spenden der Blutgruppe 0 mit dem Rhesusfaktor negativ erhält. [4 Punkte]

Aufgabe B4 - Hypothesentest · Beurteilende Statistik: Tests und Intervalle

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Aufgabenstellung:

Jede Person gehört zu einer der vier Blutgruppen (0, A, B und AB). Zusätzlich gibt es mit dem Rhesusfaktor ein weiteres Blutmerkmal, das entweder positiv oder negativ ausfällt. Wie sich die Blutmerkmale auf die Bevölkerung verteilen, unterscheidet sich von Land zu Land.

In Deutschland ergibt sich für die Bevölkerung ungefähr die folgende Verteilung 1:

1 Blutspende-Magazin des DRK-Blutspendediensts https://magazin.blutspende.de/von-a-bis-0/blutgruppen-verteilung-in-der-bevoelkerung (Zugriff: 13.02.2021)

d) Die Blutgruppenzugehörigkeit kann Einfluss auf die Schwere des Verlaufs von Erkrankungen haben. Bei einer speziellen Erkrankung liegt die Wahrscheinlichkeit eines schweren Verlaufs in der Gesamtbevölkerung bei 10 %10\,\%. Eine Wissenschaftlerin vermutet, dass bei Menschen mit Blutgruppe A eine geringere Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf dieser Erkrankung vorliegt. Sie möchte dies überprüfen. Hierzu betrachtet sie die Krankheitsverläufe von 1 0001\,000 zufällig ausgewählten Personen mit Blutgruppe A, die an dieser Krankheit erkrankt sind, und sie stellt die Anzahl der Personen mit einem schweren Verlauf fest.

Nur wenn in der Stichprobe höchstens 8484 Personen einen schweren Krankheitsverlauf hatten, geht sie davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf bei Erkrankten mit Blutgruppe A unter 10 %10\,\% liegt.

(1)

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Wissenschaftlerin eine geringere Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf bei Personen mit Blutgruppe A annimmt, obwohl diese in Wirklichkeit 10 %10\,\% beträgt.

[2 Punkte]

(2)

Nun sei angenommen, dass die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf bei Personen mit Blutgruppe A in Wirklichkeit nur 8 %8\,\% beträgt.

Bestimmen Sie unter dieser Annahme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Wissenschaftlerin dennoch schlussfolgert, die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf bei Personen mit Blutgruppe A sei nicht kleiner als 10 %10\,\%.

[3 Punkte]

Aufgabe B5 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Als Wüstentiere müssen Dromedare oft mit starken Temperaturwechseln in ihrer Umgebung zurechtkommen und finden zudem nur unregelmäßig Trinkwasser. Deshalb wird bei durstenden Dromedaren die Körpertemperatur so gesteuert, dass sie weniger schwitzen und dadurch möglichst wenig Wasser verlieren.

Untersucht wird, wie sich die Körpertemperatur eines durstenden Dromedars an einem Wüstentag von 0 Uhr bis 20 Uhr verändert.

Für 0≤t≤200 \le t \le 20 wird die Körpertemperatur dieses Dromedars näherungsweise durch die Funktion kk modelliert mit

k(t)=−1120t3+14t2−779480t+2978mit t∈R.k(t) = -\frac{1}{120}t^3 + \frac{1}{4}t^2 - \frac{779}{480}t + \frac{297}{8} \quad \text{mit } t \in \mathbb{R}.

Dabei gibt tt mit 0≤t≤200 \le t \le 20 die Zeit in Stunden nach Mitternacht und k(t)k(t) die Körpertemperatur in Grad Celsius an. Der Graph von kk ist in Abbildung 1.

a)

(1)

Ermitteln Sie die Zeitdauer, während der die Körpertemperatur des Dromedars im betrachteten Zeitraum mindestens 38 °C erreicht oder übersteigt.

(2)

Als Temperaturspanne bezeichnet man den Unterschied zwischen höchster und niedrigster Körpertemperatur. Bei durstenden Dromedaren fällt sie aufgrund ihrer Anpassung an die Wüste deutlich größer aus als beim Menschen.

Bestimmen Sie rechnerisch, wie groß die Temperaturspanne des Dromedars im betrachteten Zeitraum ist.

(3)

Ermitteln Sie, zu welchem Zeitpunkt die Körpertemperatur des Dromedars im betrachteten Zeitraum am stärksten zunimmt.

Aufgabe B5 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Als Wüstentiere müssen Dromedare oft mit starken Temperaturwechseln in ihrer Umgebung zurechtkommen und finden zudem nur unregelmäßig Trinkwasser. Deshalb wird bei durstenden Dromedaren die Körpertemperatur so gesteuert, dass sie weniger schwitzen und dadurch möglichst wenig Wasser verlieren.

Untersucht wird, wie sich die Körpertemperatur eines durstenden Dromedars an einem Wüstentag von 0 Uhr bis 20 Uhr verändert.

Für 0≤t≤200 \le t \le 20 wird die Körpertemperatur dieses Dromedars näherungsweise durch die Funktion kk modelliert mit

k(t)=−1120t3+14t2−779480t+2978mit t∈R.k(t) = -\frac{1}{120}t^3 + \frac{1}{4}t^2 - \frac{779}{480}t + \frac{297}{8} \quad \text{mit } t \in \mathbb{R}.

Dabei gibt tt mit 0≤t≤200 \le t \le 20 die Zeit in Stunden nach Mitternacht und k(t)k(t) die Körpertemperatur in Grad Celsius an. Der Graph von kk ist in Abbildung 1.

b)

Der durchschnittliche Wert einer Funktion ff im Intervall [a;b][a; b] lässt sich mit 1b−a∫abf(x) dx\frac{1}{b-a}\int_a^b f(x)\,\mathrm{d}x bestimmen.

Berechnen Sie für den Zeitraum von 0 Uhr bis 20 Uhr die mittlere Körpertemperatur des Dromedars.

Aufgabe B5 - Funktionenscharen · Funktionen und ihre Eigenschaften

Als Wüstentiere müssen Dromedare oft mit starken Temperaturwechseln in ihrer Umgebung zurechtkommen und finden zudem nur unregelmäßig Trinkwasser. Deshalb wird bei durstenden Dromedaren die Körpertemperatur so gesteuert, dass sie weniger schwitzen und dadurch möglichst wenig Wasser verlieren.

Untersucht wird, wie sich die Körpertemperatur eines durstenden Dromedars an einem Wüstentag von 0 Uhr bis 20 Uhr verändert.

Für 0≤t≤200 \le t \le 20 wird die Körpertemperatur dieses Dromedars näherungsweise durch die Funktion kk modelliert mit

k(t)=−1120t3+14t2−779480t+2978mit t∈R.k(t) = -\frac{1}{120}t^3 + \frac{1}{4}t^2 - \frac{779}{480}t + \frac{297}{8} \quad \text{mit } t \in \mathbb{R}.

Dabei gibt tt mit 0≤t≤200 \le t \le 20 die Zeit in Stunden nach Mitternacht und k(t)k(t) die Körpertemperatur in Grad Celsius an. Der Graph von kk ist in Abbildung 1.

c) Für weitere Dromedare lässt sich die Körpertemperatur für 0≤t≤200 \leq t \leq 20 näherungsweise mithilfe von Funktionen faf_a modellieren mit

fa(t)=a⋅(−1120t3+14t2−779480t)+2978,a>0.f_a(t) = a \cdot \left(-\frac{1}{120} t^3 + \frac{1}{4} t^2 - \frac{779}{480} t\right) + \frac{297}{8}, \quad a > 0.

Hierbei steht tt mit 0≤t≤200 \leq t \leq 20 für die Zeit in Stunden nach Mitternacht und fa(t)f_a(t) für die Körpertemperatur in Grad Celsius. Der Wert von aa hängt von der Wasserversorgung des einzelnen Dromedars und von der Umgebungstemperatur ab.

(1)

Abbildung 2 zeigt neben dem Graphen von kk auch die Graphen von faf_a für a=0,2a = 0{,}2, a=0,5a = 0{,}5 und a=1,5a = 1{,}5.

Geben Sie an, welchem Wert von aa der jeweilige Graph zugeordnet ist.

Graph I: a=a =

Graph II: a=a =

Graph III: a=a =

(2)

Der Graph von faf_a hat für alle a>0a > 0 das Maximum im Intervall [0;20][0; 20] an der Stelle t≈15,92t \approx 15{,}92.

Selbst unter extremen Bedingungen übersteigt die Körpertemperatur eines gesunden Dromedars 42 ∘C42\text{ }^\circ\text{C} nicht.

Ermitteln Sie, für welche Werte von a>0a > 0 diese Bedingung durch die Funktion faf_a im Intervall 0≤t≤200 \leq t \leq 20 erfüllt wird.

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