Abitur NRW Mathematik 2022 · GK · Nachtermin · CAS · Weiterbildungskolleg

Abiturprüfung Mathematik in Nordrhein-Westfalen 2022, GK · Nachtermin · CAS · Weiterbildungskolleg: 23 Aufgaben mit Lösungen. Mit automatischer Korrektur.

Themen der Prüfung: Funktionen und ihre Eigenschaften · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte · Graphen von f, f′ und F deuten · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben) · Integralrechnung: Flächen und Bestände · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen · Längen, Winkel und Abstände im Raum · Mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen · Beurteilende Statistik: Tests und Intervalle

Aufgabe a · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Das Umweltbundesamt erfasst fortlaufend die Stickstoffdioxidkonzentration in der Luft. In Düsseldorf wurden die Konzentrationswerte über zehn Stunden ab 8 Uhr (Beobachtungsbeginn) gemessen und durch die folgende Funktion kk mit

k(t)=0,75t2−8t+60,t∈R,  0≤t≤10k(t) = 0{,}75t^2 - 8t + 60, \quad t \in \mathbb{R}, \; 0 \le t \le 10

modelliert. Dabei steht tt für die seit Beobachtungsbeginn vergangene Zeit in Stunden und k(t)k(t) für die Stickstoffdioxidkonzentration zum Zeitpunkt tt in μg/m3\mu\text{g}/\text{m}^3.

(1)

Bestimmen Sie, wie hoch die Stickstoffdioxidkonzentration um 18 Uhr ist.

(2)

Berechnen Sie, welchen Wert der Term k(10)−k(8)10−8\dfrac{k(10)-k(8)}{10-8} annimmt, und interpretieren Sie dieses Ergebnis im Sachzusammenhang.

(3)

Berechnen Sie k′(8)k'(8) und interpretieren Sie das Ergebnis im Kontext der Aufgabe.

Aufgabe b(1) - Funktionen und ihre Eigenschaften · Funktionen und ihre Eigenschaften

Betrachtet wird die Funktion ff mit f(x)=(2x+10)⋅e5x+3,x∈Rf(x) = (2x + 10) \cdot e^{5x+3}, \quad x \in \mathbb{R}.

(1)

Geben Sie sowohl die Nullstelle von ff als auch den Punkt an, in dem der Graph von ff die yy-Achse schneidet.

Aufgabe b(2) - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Betrachtet wird die Funktion ff mit f(x)=(2x+10)⋅e5x+3,x∈Rf(x) = (2x + 10) \cdot e^{5x+3}, \quad x \in \mathbb{R}.

(2)

Bestimmen Sie, welche Steigung der Graph von ff an der Stelle x=−2x = -2 besitzt.

Aufgabe c(1) - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Betrachtet wird die auf R\mathbb{R} definierte Funktion ff mit der Gleichung f(x)=2x3−x2−4x+1f(x) = 2x^3 - x^2 - 4x + 1.

In Abbildung 1 ist der Graph von ff zu sehen.

(1)

Berechnen Sie ∫−11f(x) dx\int_{-1}^1 f(x)\,\mathrm{d}x.

Aufgabe c(2) - Graphen von f, f' und F deuten · Graphen von f, f′ und F deuten

Betrachtet wird die auf R\mathbb{R} definierte Funktion ff mit der Gleichung f(x)=2x3−x2−4x+1f(x) = 2x^3 - x^2 - 4x + 1.

In Abbildung 1 ist der Graph von ff zu sehen.

(2)

Die Abbildungen 2a und 2b zeigen die Graphen der Funktionen AA und BB.

Genau eine der beiden Funktionen ist keine Stammfunktion von ff.

Begründen Sie mithilfe der Graphen, welche der beiden Funktionen AA und BB keine Stammfunktion von ff ist.

Aufgabe d(1) - Geraden und Ebenen · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen

Es seien Q(−2∣4∣−1)Q(-2|4|-1) und die Gerade g:x⃗=OQ⃗+t⋅(623),  t∈Rg: \vec{x} = \vec{OQ} + t \cdot \begin{pmatrix} 6 \\ 2 \\ 3 \end{pmatrix}, \; t \in \mathbb{R} vorgegeben.

(1)

Zeigen Sie, dass die Gerade gg durch den Punkt P(10 ∣ 8 ∣ 5)P(10\,|\,8\,|\,5) verläuft.

t=t =

Aufgabe d(2) - Längen, Winkel und Abstände im Raum · Längen, Winkel und Abstände im Raum

Es seien Q(−2∣4∣−1)Q(-2|4|-1) und die Gerade g:x⃗=OQ⃗+t⋅(623),  t∈Rg: \vec{x} = \vec{OQ} + t \cdot \begin{pmatrix} 6 \\ 2 \\ 3 \end{pmatrix}, \; t \in \mathbb{R} vorgegeben.

(2)

Bestimmen Sie die Koordinaten sämtlicher Punkte der Geraden gg, deren Entfernung vom Punkt QQ 35 LE35\text{ LE} beträgt.

P1(P_1( | |)

P2(P_2( | |)

Aufgabe e · Längen, Winkel und Abstände im Raum

e) Der Koordinatenursprung OO sowie die Punkte AA, BB und CC bestimmen ein Parallelogramm OABCOABC. Die nachfolgende Abbildung 3 zeigt dieses Parallelogramm OABCOABC mit seinen Diagonalen ee und ff.

(1)

Es seien die Vektoren u⃗=OA⃗+AB⃗\vec{u} = \vec{OA} + \vec{AB} und v⃗=OA⃗−AB⃗\vec{v} = \vec{OA} - \vec{AB} gegeben.

Einer dieser beiden Vektoren u⃗\vec{u} und v⃗\vec{v} gehört zur Diagonalen ee, der andere zur Diagonalen ff.

Geben Sie an, welchem der beiden Vektoren die Diagonale ff zugeordnet ist.

u⃗\vec{u}

v⃗\vec{v}

Für die weiteren Teilaufgaben besitzen die Eckpunkte AA und BB die Koordinaten A(2∣0∣23)A(2 \mid 0 \mid 2\sqrt{3}) und B(4∣−3∣33)B(4 \mid -3 \mid 3\sqrt{3}).

(2)

Zeigen Sie, dass für den Eckpunkt CC gilt: C(2∣−3∣3)C(2 \mid -3 \mid \sqrt{3}).

(3)

Zeigen Sie, dass die Diagonalen ee und ff aufeinander senkrecht stehen.

Aufgabe B1 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Aufgabenstellung:

Bei einem Beschleunigungsrennen, auch Dragsterrennen genannt, treten Autos oder Motorräder an und müssen nach dem Start eine gerade Strecke so schnell wie möglich durchfahren. Traditionell misst die Strecke eine Viertel- oder Achtelmeile. Die dafür eingesetzten Fahrzeuge, sogenannte Dragster, erreichen Leistungen von bis zu mehreren tausend PS bzw. kW.

Die Geschwindigkeit eines solchen Dragsters während eines Rennens wird in der Beschleunigungsphase bis zum Erreichen der Höchstgeschwindigkeit durch die Funktion ff mit der Gleichung

f(t)=35t⋅e−16t,t∈Rf(t) = 35t \cdot \mathrm{e}^{-\frac{1}{6}t}, \quad t \in \mathbb{R}

beschrieben. Hierbei bezeichnet tt die seit dem Start vergangene Zeit in Sekunden (s) und f(t)f(t) die Momentangeschwindigkeit in Meter pro Sekunde (m/s).

Den Zeitpunkt, an dem der Dragster seine Höchstgeschwindigkeit erreicht, liefert die lokale Maximalstelle tmax⁡t_{\max} der Funktion ff. Diese lokale Maximalstelle der Funktion ff ist zugleich die globale Maximalstelle der Funktion ff. [Ein Nachweis ist nicht erforderlich.]

Die folgende Abbildung 1 zeigt den Graphen der Funktion ff.

a)

(1)

Geben Sie an, welchen Funktionswert ff an der Stelle 2 besitzt, und erläutern Sie, was dieser Wert im Sachzusammenhang bedeutet.

(2)

Ermitteln Sie rechnerisch, an welcher Stelle tmax⁡t_{\max} die Funktion ff ihr Maximum annimmt, und geben Sie die größte Geschwindigkeit des Dragsters an.

[Zur Kontrolle: tmax⁡=6t_{\max} = 6.]

(3)

Als Beschleunigung bezeichnet man die momentane Änderungsrate der Geschwindigkeit.

Bestimmen Sie die Beschleunigung des Dragsters zu Beginn des Rennens und weisen Sie rechnerisch nach, dass sie zu diesem Zeitpunkt ihren größten Wert annimmt.

Aufgabe B1 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Aufgabenstellung:

Bei einem Beschleunigungsrennen, auch Dragsterrennen genannt, treten Autos oder Motorräder an und müssen nach dem Start eine gerade Strecke so schnell wie möglich durchfahren. Traditionell misst die Strecke eine Viertel- oder Achtelmeile. Die dafür eingesetzten Fahrzeuge, sogenannte Dragster, erreichen Leistungen von bis zu mehreren tausend PS bzw. kW.

Die Geschwindigkeit eines solchen Dragsters während eines Rennens wird in der Beschleunigungsphase bis zum Erreichen der Höchstgeschwindigkeit durch die Funktion ff mit der Gleichung

f(t)=35t⋅e−16t,t∈Rf(t) = 35t \cdot \mathrm{e}^{-\frac{1}{6}t}, \quad t \in \mathbb{R}

beschrieben. Hierbei bezeichnet tt die seit dem Start vergangene Zeit in Sekunden (s) und f(t)f(t) die Momentangeschwindigkeit in Meter pro Sekunde (m/s).

Den Zeitpunkt, an dem der Dragster seine Höchstgeschwindigkeit erreicht, liefert die lokale Maximalstelle tmax⁡t_{\max} der Funktion ff. Diese lokale Maximalstelle der Funktion ff ist zugleich die globale Maximalstelle der Funktion ff. [Ein Nachweis ist nicht erforderlich.]

Die folgende Abbildung 1 zeigt den Graphen der Funktion ff.

a) (4)

Die Funktion F(t)F(t) soll die Strecke beschreiben, die der Dragster in der Beschleunigungsphase vom Start bis zum Zeitpunkt tt zurückgelegt hat. Dabei muss für FF die Bedingung F′(t)=f(t)F'(t) = f(t) erfüllt sein.

(i) Begründen Sie, warum die Bedingung F′(t)=f(t)F'(t) = f(t) allein die Funktion FF noch nicht eindeutig bestimmt.

(ii) Geben Sie eine weitere Bedingung an, die FF zusätzlich zu F′(t)=f(t)F'(t) = f(t) erfüllen muss, damit FF durch beide Bedingungen eindeutig bestimmt ist.

b)

Parallel zur Rennstrecke bewegt sich ein Kamerafahrzeug mit der konstanten Geschwindigkeit 45 m/s45\text{ m/s}. Im Moment des Dragster-Starts befindet es sich unmittelbar neben diesem. Die Funktion gg modelliert die konstante Geschwindigkeit des Kamerafahrzeugs; dabei ist tt die Zeit seit dem Start des Dragsters und g(t)g(t) die Geschwindigkeit.

(1) Zeichnen Sie den Graphen von gg in das Koordinatensystem (Abbildung 1) ein und ermitteln Sie, für welche Dauer das Kamerafahrzeug in den ersten sechs Sekunden eine höhere Geschwindigkeit als der Dragster hat.

(2) Geben Sie an, welche Strecke das Kamerafahrzeug in den ersten vier Sekunden nach dem Start zurücklegt.

(3) Nach diesen Modellierungen legen das Kamerafahrzeug und der Dragster in den ersten vier Sekunden nach dem Start etwa gleich lange Strecken zurück.

Begründen Sie dies mithilfe von Abbildung 1.

(4) Bestimmen Sie den Wert des Integrals ∫01(g(t)−f(t)) dt\int_0^1 (g(t) - f(t))\,\mathrm{d}t und erläutern Sie, was dieser Wert im Sachzusammenhang bedeutet.

c)

Abbildung 2 zeigt die Geschwindigkeit des Dragsters während der ersten sechs Sekunden nach dem Start.

Hat der Dragster seine Höchstgeschwindigkeit erreicht, behält er diese noch zwei weitere Sekunden bei. In dieser Zeit passiert er die Ziellinie. Die Rennstrecke ist 402 m402\text{ m} lang.

(1) Stellen Sie die Geschwindigkeit des Dragsters während der Phase mit konstanter Geschwindigkeit in Abbildung 2 grafisch dar.

Bestimmen Sie, wie viele Sekunden nach dem Start der Dragster die Ziellinie überquert.

[Zur Kontrolle: Etwa 6,9 Sekunden nach dem Start überquert der Dragster die Ziellinie.]

Acht Sekunden nach dem Start leitet der Fahrer den Bremsvorgang ein. Von da an beschreibt eine lineare Funktion bb die Geschwindigkeit des Dragsters. Nach 20 Sekunden20\text{ Sekunden} steht der Dragster still.

(2) Stellen Sie die Geschwindigkeit des Dragsters während des Bremsvorgangs in Abbildung 2 grafisch dar.

Bestimmen Sie rechnerisch eine Gleichung der Funktion bb.

(3) Hinter der Ziellinie schließt sich eine „Bremszone“ mit einer Länge von 805 Metern805\text{ Metern} an. Zeigen Sie, dass der Dragster innerhalb dieser Zone anhält.

Aufgabe B2 - Steckbriefaufgaben · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben)

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Betrachtet wird eine ganzrationale Funktion ff vierten Grades. Ihr Graph verläuft durch den Koordinatenursprung und ist symmetrisch bezüglich der yy-Achse. Der Graph von ff besitzt im Punkt W2(1|−58)W_2\left(1 \middle| -\frac{5}{8}\right) einen Wendepunkt.

Der Graph von ff wird in der nebenstehenden Abbildung 1 gezeigt.

Mithilfe dieser Informationen lässt sich eine Gleichung der Funktion ff bestimmen.

Ermitteln Sie eine Gleichung der Funktion ff.

[Zur Kontrolle: f(x)=18⋅x4−34⋅x2f(x) = \frac{1}{8} \cdot x^4 - \frac{3}{4} \cdot x^2, x∈Rx \in \mathbb{R}]

f(x)=f(x) =

Aufgabe B2 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Betrachtet wird eine ganzrationale Funktion ff vierten Grades. Ihr Graph verläuft durch den Koordinatenursprung und ist symmetrisch bezüglich der yy-Achse. Der Graph von ff besitzt im Punkt W2(1|−58)W_2\left(1 \middle| -\frac{5}{8}\right) einen Wendepunkt.

Der Graph von ff wird in der nebenstehenden Abbildung 1 gezeigt.

b)

Ermitteln Sie durch Rechnung die Koordinaten aller lokalen Extrempunkte des Graphen von ff. [5 Punkte]

d) (1)

Weisen Sie durch Rechnung nach, dass der Graph der Funktion tt mit t(x)=−916⋅x−27128, x∈Rt(x) = -\frac{9}{16}\cdot x - \frac{27}{128},\ x \in \mathbb{R}, den Graphen von ff im Punkt (32  |  f(32))\left(\frac{3}{2} \;\middle|\; f\left(\frac{3}{2}\right)\right) tangential berührt. [2 Punkte]

e)

Für jedes uu mit 0<u<60 < u < \sqrt{6} sind die Punkte P(0∣0)P(0\mid 0), Qu(u∣0)Q_u(u\mid 0) und Ru(u∣f(u))R_u(u\mid f(u)) die Eckpunkte eines Dreiecks PQuRuPQ_uR_u.

(1) Weisen Sie nach, dass der Flächeninhalt A(u)A(u) des Dreiecks PQuRuPQ_uR_u folgendermaßen gegeben ist: A(u)=−116⋅u5+38⋅u3A(u) = -\frac{1}{16}\cdot u^5 + \frac{3}{8}\cdot u^3 [2 Punkte]

(2) Ermitteln Sie den Wert von uu mit 0<u<60 < u < \sqrt{6}, für den der Flächeninhalt des Dreiecks PQuRuPQ_uR_u maximal ist. [2 Punkte]

Aufgabe B2 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Betrachtet wird eine ganzrationale Funktion ff vierten Grades. Ihr Graph verläuft durch den Koordinatenursprung und ist symmetrisch bezüglich der yy-Achse. Der Graph von ff besitzt im Punkt W2(1|−58)W_2\left(1 \middle| -\frac{5}{8}\right) einen Wendepunkt.

Der Graph von ff wird in der nebenstehenden Abbildung 1 gezeigt.

c)

Die Sekante, die die beiden Wendepunkte des Graphen von ff verbindet, ist der Graph der Funktion ss mit s(x)=−58s(x) = -\frac{5}{8}.

(1) Zeichnen Sie diese Sekante in Abbildung 1 ein.

Die Sekante und der Graph von ff schneiden sich außerdem bei x=−5x = -\sqrt{5} und x=5x = \sqrt{5}. [Dies muss nicht nachgewiesen werden.]

(2) (i) Ermitteln Sie ∫−55(s(x)−f(x)) dx\int_{-\sqrt{5}}^{\sqrt{5}} (s(x)-f(x))\,\mathrm{d}x und ∫15(s(x)−f(x)) dx\int_{1}^{\sqrt{5}} (s(x)-f(x))\,\mathrm{d}x. [2 Punkte]

(ii) Geben Sie nun ohne zusätzliche Rechnung die Werte der Integrale an und begründen Sie Ihre Angaben: [3 Punkte]

d) (2)

Zwischen den Graphen der Funktionen ff und tt liegt eine Fläche, die sich aus zwei Teilflächen zusammensetzt. Eine Schülerin vermutet, dass die größere Teilfläche mehr als das Achtfache der kleineren Teilfläche beträgt. Prüfen Sie, ob diese Vermutung zutrifft. [5 Punkte]

f) (2)

Für jedes a>0a > 0 schließen der Graph von pap_a (pa(x)=a⋅x2p_a(x) = a\cdot x^2) und der Graph der Funktion ff im Bereich x≥0x \ge 0 eine Fläche ein. Diese Fläche wird durch die x-Achse unterteilt. Ermitteln Sie den Wert von aa, für den die x-Achse die eingeschlossene Fläche halbiert. [5 Punkte]

Aufgabe B2 - Funktionen und ihre Eigenschaften · Funktionen und ihre Eigenschaften

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Betrachtet wird eine ganzrationale Funktion ff vierten Grades. Ihr Graph verläuft durch den Koordinatenursprung und ist symmetrisch bezüglich der yy-Achse. Der Graph von ff besitzt im Punkt W2(1|−58)W_2\left(1 \middle| -\frac{5}{8}\right) einen Wendepunkt.

Der Graph von ff wird in der nebenstehenden Abbildung 1 gezeigt.

Für jede reelle Zahl a>0a > 0 ist durch die Gleichung pa(x)=a⋅x2p_a(x) = a \cdot x^2 eine Funktion pap_a gegeben.

Beispielhaft zeigt Abbildung 2 neben dem Graphen von ff auch den Graphen von p0,3p_{0{,}3} (a=0,3a = 0{,}3).

f)

(1) Der Graph von p38p_{\frac{3}{8}} (a=38)\left(a = \frac{3}{8}\right) und der Graph von ff besitzen die drei gemeinsamen Punkte MM, NN und O(0∣0)O(0|0).

Berechnen Sie, wie groß der Umfang des Dreiecks MNOMNO ist.

U≈U \approx

[LE]

Aufgabe B3 - Geraden und Ebenen · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen

Aufgabenstellung:

Vom Tenzing-Hillary Flughafen in Lukla (Nepal) aus starten Bergtouren in die Mount Everest Region. Er zählt zu den gefährlichsten Flughäfen weltweit. Die Landebahn misst nur ca. 527 m in der Länge und ca. 20 m in der Breite und ist geneigt. Gelandet wird ausschließlich bergauf, gestartet ausschließlich bergab; dabei rollen die Flugzeuge bei der Landung auf eine Felswand zu, beim Start dagegen auf eine tiefe Schlucht. Die Ortsbebauung reicht direkt an die Landebahn heran.

¹ © Frank Kehren

In Abbildung 2 wird die rechteckige Landebahn in einem kartesischen Koordinatensystem durch die Eckpunkte A(523∣0∣0)A(523 \mid 0 \mid 0), B(523∣20∣0)B(523 \mid 20 \mid 0), CC und D(0∣0∣65)D(0 \mid 0 \mid 65) modelliert; eine Längeneinheit entspricht dabei einem Meter in der Wirklichkeit.

a)

(3) Stellen Sie für die Ebene EE, in der die Punkte AA, BB und DD liegen, eine Parametergleichung auf.

b)

Für eine sichere Landung muss ein Flugzeug im ersten Viertel der Landebahn aufsetzen. Als Orientierungshilfe für den Piloten dient eine 20 m20\text{ m} lange, geradlinige Markierungsstrecke ss, die quer über die Landebahn verläuft (siehe Abbildung 2). Sie unterteilt die Landebahn im Verhältnis 1:31:3.

x⃗=(392,25016,25)+t⋅(0200),t∈[0;1], ist eine Parameterform der Strecke s.\vec{x} = \begin{pmatrix} 392{,}25 \\ 0 \\ 16{,}25 \end{pmatrix} + t \cdot \begin{pmatrix} 0 \\ 20 \\ 0 \end{pmatrix}, \quad t \in [0;1], \text{ ist eine Parameterform der Strecke } s.

Ein Flugzeug befindet sich im Landeanflug und fliegt entlang der Geraden

g:x⃗=(6701022)+r⋅(−15,50−1),r∈R.g: \vec{x} = \begin{pmatrix} 670 \\ 10 \\ 22 \end{pmatrix} + r \cdot \begin{pmatrix} -15{,}5 \\ 0 \\ -1 \end{pmatrix}, \quad r \in \mathbb{R}.

Prüfen Sie durch Rechnung, ob das Flugzeug bei gleichbleibendem Kurs im ersten Viertel der Landebahn aufsetzt.

Ja

Nein

c)

Damit Landungen sicher bleiben, wird die Landebahn regelmäßig überprüft. Hierfür soll eine Drohne längs einer Geraden hh fliegen, die parallel zur Geraden

m:x⃗=(523100)+n⋅(−523065),n∈R, im Abstand von 12 m zur Landebahn fliegen.m: \vec{x} = \begin{pmatrix} 523 \\ 10 \\ 0 \end{pmatrix} + n \cdot \begin{pmatrix} -523 \\ 0 \\ 65 \end{pmatrix}, \quad n \in \mathbb{R}, \text{ im Abstand von } 12\text{ m zur Landebahn fliegen.}

[Hinweis: Der Abstand ist senkrecht zur Landebahn zu messen.]

(1) Beschreiben Sie, wie die Gerade mm im Sachzusammenhang liegt.

Der Vektor v⃗=(650523)\vec{v} = \begin{pmatrix} 65 \\ 0 \\ 523 \end{pmatrix} ist orthogonal zur Ebene EE.

(3) Ermitteln Sie durch Rechnung eine Parametergleichung für eine passende Gerade hh.

Aufgabe B3 - Längen, Winkel und Abstände im Raum · Längen, Winkel und Abstände im Raum

Aufgabenstellung:

Vom Tenzing-Hillary Flughafen in Lukla (Nepal) aus starten Bergtouren in die Mount Everest Region. Er zählt zu den gefährlichsten Flughäfen weltweit. Die Landebahn misst nur ca. 527 m in der Länge und ca. 20 m in der Breite und ist geneigt. Gelandet wird ausschließlich bergauf, gestartet ausschließlich bergab; dabei rollen die Flugzeuge bei der Landung auf eine Felswand zu, beim Start dagegen auf eine tiefe Schlucht. Die Ortsbebauung reicht direkt an die Landebahn heran.

¹ © Frank Kehren

In Abbildung 2 wird die rechteckige Landebahn in einem kartesischen Koordinatensystem durch die Eckpunkte A(523∣0∣0)A(523 \mid 0 \mid 0), B(523∣20∣0)B(523 \mid 20 \mid 0), CC und D(0∣0∣65)D(0 \mid 0 \mid 65) modelliert; eine Längeneinheit entspricht dabei einem Meter in der Wirklichkeit.

a) (1)

Geben Sie die Koordinaten von Punkt CC an.

C(C(

∣|

∣|

))

a) (2)

Weisen Sie mithilfe einer Rechnung nach, dass die Strecke ∣AD‾∣|\overline{AD}|, also die Landebahn, ungefähr 527 m527\text{ m} misst.

a) (4)

Berechnen Sie, welchen Winkel die Landebahn mit der Horizontalen einschließt, sowie die Steigung der Landebahn in Prozent.

°

%

c) (2)

Zeigen Sie, dass der Vektor v⃗=(650523)\vec{v} = \begin{pmatrix} 65 \\ 0 \\ 523 \end{pmatrix} sowohl zu (52365−65)\begin{pmatrix} 523 \\ 65 \\ -65 \end{pmatrix} als auch zu (−523−2065)\begin{pmatrix} -523 \\ -20 \\ 65 \end{pmatrix} senkrecht verläuft.

Aufgabe B4 - Mehrstufige Zufallsexperimente und b… · Mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten

Jeder Mensch gehört einer der vier Blutgruppen (0, A, B und AB) an. Zusätzlich gibt es mit dem Rhesusfaktor ein weiteres Blutmerkmal, das entweder positiv oder negativ ausgeprägt ist. Wie häufig die einzelnen Blutmerkmale auftreten, unterscheidet sich von Land zu Land.

Für die Bevölkerung Deutschlands gilt näherungsweise die folgende Verteilung 1:

1 Blutspende-Magazin des DRK-Blutspendediensts https://magazin.blutspende.de/von-a-bis-0/blutgruppen-verteilung-in-der-bevoelkerung (Zugriff: 13.02.2021)

a) Um Komplikationen bei einer Bluttransfusion zu vermeiden, müssen die Blutmerkmale Blutgruppe und Rhesusfaktor berücksichtigt werden. Gemeinsam legen diese beiden Merkmale fest, welche Person für welche andere als Blutspender infrage kommt.

(1)

Weisen Sie nach, dass bei Personen mit der Blutgruppe B etwa 18,2 % den Rhesusfaktor negativ haben.

(2)

Zwei Personen mit der Blutgruppe B werden zufällig ausgewählt.

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die beiden Personen denselben Rhesusfaktor haben.

Aufgabe B4 - Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeit… · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

Jeder Mensch gehört einer der vier Blutgruppen (0, A, B und AB) an. Zusätzlich gibt es mit dem Rhesusfaktor ein weiteres Blutmerkmal, das entweder positiv oder negativ ausgeprägt ist. Wie häufig die einzelnen Blutmerkmale auftreten, unterscheidet sich von Land zu Land.

Für die Bevölkerung Deutschlands gilt näherungsweise die folgende Verteilung 1:

1 Blutspende-Magazin des DRK-Blutspendediensts https://magazin.blutspende.de/von-a-bis-0/blutgruppen-verteilung-in-der-bevoelkerung (Zugriff: 13.02.2021)

b)

In den nachstehenden Teilaufgaben gilt für jede Blutgruppe die Annahme, dass die Anzahl der Personen mit dieser Blutgruppe unter 200 zufällig ausgewählten Personen binomialverteilt ist.

Die relativen Häufigkeiten der Tabelle auf Seite 1 sind dabei als Wahrscheinlichkeiten zu verwenden.

(1)

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass unter den 200 zufällig ausgewählten Personen mindestens 20 die Blutgruppe B haben.

(2)

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit für das nachstehende Ereignis EE:

EE: Die Anzahl der Personen mit Blutgruppe A unter 200 zufällig ausgewählten Personen liegt höchstens 1,5-Standardabweichungen von ihrem Erwartungswert entfernt.

c)

Blut der Blutgruppe 0 mit Rhesusfaktor negativ hat eine besondere Bedeutung. Wegen seiner guten Verträglichkeit wird es in Notfällen besonders oft verwendet.

Bestimmen Sie, wie viele zufällig ausgewählte Personen mindestens Blut spenden müssen, damit mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 95 %95\,\% wenigstens 20 Spenden der Blutgruppe 0 mit Rhesusfaktor negativ vorliegen.

Aufgabe B4 - Beurteilende Statistik: Tests und In… · Beurteilende Statistik: Tests und Intervalle

Jeder Mensch gehört einer der vier Blutgruppen (0, A, B und AB) an. Zusätzlich gibt es mit dem Rhesusfaktor ein weiteres Blutmerkmal, das entweder positiv oder negativ ausgeprägt ist. Wie häufig die einzelnen Blutmerkmale auftreten, unterscheidet sich von Land zu Land.

Für die Bevölkerung Deutschlands gilt näherungsweise die folgende Verteilung 1:

1 Blutspende-Magazin des DRK-Blutspendediensts https://magazin.blutspende.de/von-a-bis-0/blutgruppen-verteilung-in-der-bevoelkerung (Zugriff: 13.02.2021)

d) Die Blutgruppe kann sich auf den Schweregrad von Krankheitsverläufen auswirken. Für eine bestimmte Erkrankung beträgt die Wahrscheinlichkeit eines schweren Verlaufs in der Gesamtbevölkerung 10 %10\,\%. Eine Wissenschaftlerin vermutet, dass diese Wahrscheinlichkeit bei Personen mit Blutgruppe A niedriger ist, und möchte dies überprüfen. Dafür betrachtet sie die Krankheitsverläufe von 1 0001\,000 zufällig ausgewählten, an dieser Krankheit erkrankten Personen mit Blutgruppe A und stellt fest, wie viele von ihnen einen schweren Verlauf hatten.

Nur wenn in der Stichprobe höchstens 8484 Personen einen schweren Verlauf hatten, schließt sie daraus, dass die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf bei Erkrankten mit Blutgruppe A kleiner als 10 %10\,\% ist.

(1)

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Wissenschaftlerin eine geringere Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf bei Personen mit Blutgruppe A annimmt, obwohl diese in Wirklichkeit 10 %10\,\% beträgt. [2 Punkte]

(2)

Nun sei angenommen, dass die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf bei Personen mit Blutgruppe A tatsächlich nur 8 %8\,\% beträgt.

Bestimmen Sie unter dieser Annahme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Wissenschaftlerin dennoch folgert, die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf bei Personen mit Blutgruppe A sei nicht kleiner als 10 %10\,\%. [3 Punkte]

Aufgabe B5 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Aufgabenstellung:

Als Wüstentiere müssen Dromedare oft starke Schwankungen der Umgebungstemperatur aushalten und finden nur unregelmäßig Trinkwasser. Deshalb regelt der Körper durstender Dromedare die Körpertemperatur so, dass die Tiere weniger schwitzen und dadurch weniger Wasser verlieren.

Betrachtet wird der Verlauf der Körpertemperatur eines durstenden Dromedars an einem Wüstentag zwischen 0 Uhr und 20 Uhr.

Für 0≤t≤200 \le t \le 20 wird die Körpertemperatur dieses Dromedars näherungsweise durch die Funktion kk modelliert mit

k(t)=−1120t3+14t2−779480t+2978mit t∈R.k(t) = -\frac{1}{120}t^3 + \frac{1}{4}t^2 - \frac{779}{480}t + \frac{297}{8} \quad \text{mit } t \in \mathbb{R}.

Hierbei steht tt mit 0≤t≤200 \le t \le 20 für die Zeit in Stunden seit Mitternacht und k(t)k(t) für die Körpertemperatur in Grad Celsius. Abbildung 1 zeigt den Graphen von kk.

Teilaufgabe a)

a) (1)

Ermitteln Sie, wie lange die Körpertemperatur des Dromedars im betrachteten Zeitraum mindestens 38 ∘C38\ ^\circ\text{C} beträgt. [2 Punkte]

a) (2)

Als Temperaturspanne bezeichnet man den Unterschied zwischen höchster und niedrigster Körpertemperatur. Bei durstenden Dromedaren fällt sie aufgrund ihrer Anpassung an das Wüstenleben deutlich größer aus als beim Menschen.

Bestimmen Sie rechnerisch die Temperaturspanne der Körpertemperatur des Dromedars im untersuchten Zeitraum. [6 Punkte]

a) (3)

Ermitteln Sie, zu welchem Zeitpunkt die Körpertemperatur des Dromedars im untersuchten Zeitraum am stärksten zunimmt. [3 Punkte]

Aufgabe B5 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Aufgabenstellung:

Als Wüstentiere müssen Dromedare oft starke Schwankungen der Umgebungstemperatur aushalten und finden nur unregelmäßig Trinkwasser. Deshalb regelt der Körper durstender Dromedare die Körpertemperatur so, dass die Tiere weniger schwitzen und dadurch weniger Wasser verlieren.

Betrachtet wird der Verlauf der Körpertemperatur eines durstenden Dromedars an einem Wüstentag zwischen 0 Uhr und 20 Uhr.

Für 0≤t≤200 \le t \le 20 wird die Körpertemperatur dieses Dromedars näherungsweise durch die Funktion kk modelliert mit

k(t)=−1120t3+14t2−779480t+2978mit t∈R.k(t) = -\frac{1}{120}t^3 + \frac{1}{4}t^2 - \frac{779}{480}t + \frac{297}{8} \quad \text{mit } t \in \mathbb{R}.

Hierbei steht tt mit 0≤t≤200 \le t \le 20 für die Zeit in Stunden seit Mitternacht und k(t)k(t) für die Körpertemperatur in Grad Celsius. Abbildung 1 zeigt den Graphen von kk.

Teilaufgabe b)

Der Mittelwert einer Funktion ff auf dem Intervall [a;b][a; b] lässt sich mit 1b−a∫abf(x) dx\frac{1}{b-a}\int_a^b f(x)\,\mathrm{d}x berechnen.

Bestimmen Sie die mittlere Körpertemperatur des Dromedars für den Zeitraum von 0 Uhr bis 20 Uhr. [2 Punkte]

Aufgabe B5 - Steckbriefaufgaben · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben)

Aufgabenstellung:

Als Wüstentiere müssen Dromedare oft starke Schwankungen der Umgebungstemperatur aushalten und finden nur unregelmäßig Trinkwasser. Deshalb regelt der Körper durstender Dromedare die Körpertemperatur so, dass die Tiere weniger schwitzen und dadurch weniger Wasser verlieren.

Betrachtet wird der Verlauf der Körpertemperatur eines durstenden Dromedars an einem Wüstentag zwischen 0 Uhr und 20 Uhr.

Für 0≤t≤200 \le t \le 20 wird die Körpertemperatur dieses Dromedars näherungsweise durch die Funktion kk modelliert mit

k(t)=−1120t3+14t2−779480t+2978mit t∈R.k(t) = -\frac{1}{120}t^3 + \frac{1}{4}t^2 - \frac{779}{480}t + \frac{297}{8} \quad \text{mit } t \in \mathbb{R}.

Hierbei steht tt mit 0≤t≤200 \le t \le 20 für die Zeit in Stunden seit Mitternacht und k(t)k(t) für die Körpertemperatur in Grad Celsius. Abbildung 1 zeigt den Graphen von kk.

c) Auch bis zum Tagesende um 24 Uhr nimmt die Körpertemperatur des durstenden Dromedars weiter ab. Für 20≤t≤2420 \le t \le 24 wird dieser Verlauf durch eine lineare Funktion gg beschrieben, deren Graph im Punkt (20∣k(20))(20 \mid k(20)) ohne Knick an den Graphen von kk anschließt.

(1)

Berechnen Sie eine Gleichung für die lineare Funktion gg.

(2)

Um 24 Uhr liegt die Körpertemperatur dieses Dromedars bei ungefähr 37 °C.

Prüfen Sie, ob der mit gg modellierte Temperaturwert zu der um 24 Uhr gemessenen Körpertemperatur passt.

°C

Passt die Modellierung zur gemessenen Temperatur?

Ja

Nein

Aufgabe B5 - Funktionen und ihre Eigenschaften · Funktionen und ihre Eigenschaften

Aufgabenstellung:

Als Wüstentiere müssen Dromedare oft starke Schwankungen der Umgebungstemperatur aushalten und finden nur unregelmäßig Trinkwasser. Deshalb regelt der Körper durstender Dromedare die Körpertemperatur so, dass die Tiere weniger schwitzen und dadurch weniger Wasser verlieren.

Betrachtet wird der Verlauf der Körpertemperatur eines durstenden Dromedars an einem Wüstentag zwischen 0 Uhr und 20 Uhr.

Für 0≤t≤200 \le t \le 20 wird die Körpertemperatur dieses Dromedars näherungsweise durch die Funktion kk modelliert mit

k(t)=−1120t3+14t2−779480t+2978mit t∈R.k(t) = -\frac{1}{120}t^3 + \frac{1}{4}t^2 - \frac{779}{480}t + \frac{297}{8} \quad \text{mit } t \in \mathbb{R}.

Hierbei steht tt mit 0≤t≤200 \le t \le 20 für die Zeit in Stunden seit Mitternacht und k(t)k(t) für die Körpertemperatur in Grad Celsius. Abbildung 1 zeigt den Graphen von kk.

d) Die Körpertemperatur einiger anderer Dromedare wird für 0≤t≤200 \leq t \leq 20 (näherungsweise) durch Funktionen faf_a beschrieben mit

fa(t)=a⋅(−1120t3+14t2−779480t)+2978,a>0.f_a(t) = a \cdot \left(-\frac{1}{120}t^3 + \frac{1}{4}t^2 - \frac{779}{480}t\right) + \frac{297}{8}, \quad a > 0.

Hierbei steht tt mit 0≤t≤200 \leq t \leq 20 für die Zeit in Stunden seit Mitternacht und fa(t)f_a(t) für die Körpertemperatur in Grad Celsius. Wie groß aa ist, hängt von der Wasserversorgung des einzelnen Dromedars und von der Umgebungstemperatur ab.

(1)

Abbildung 2 zeigt neben dem Graphen von kk auch die Graphen von faf_a für a=0,2a = 0{,}2, a=0,5a = 0{,}5 und a=1,5a = 1{,}5.

Geben Sie an, welchem Wert von aa welcher Graph zuzuordnen ist.

Graph I:

Graph II:

Graph III:

(2)

Der Graph von faf_a hat für alle a>0a > 0 das Maximum im Intervall [0;20][0; 20] an der Stelle t≈15,92t \approx 15{,}92.

Selbst unter extremen Bedingungen übersteigt die Körpertemperatur eines gesunden Dromedars 42 ∘C42\ \mathrm{^\circ C} nicht.

Ermitteln Sie, für welche Werte von a>0a > 0 diese Bedingung durch die Funktion faf_a im Intervall 0≤t≤200 \leq t \leq 20 erfüllt wird.

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