Abitur NRW Mathematik 2022 · LK · Nachtermin · GTR

Abiturprüfung Mathematik in Nordrhein-Westfalen 2022, LK · Nachtermin · GTR: 24 Aufgaben mit Lösungen. Themen: Funktionen und ihre Eigenschaften. Kostenlos.

Themen der Prüfung: Funktionen und ihre Eigenschaften · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte · Graphen von f, f′ und F deuten · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben) · Integralrechnung: Flächen und Bestände · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen · Längen, Winkel und Abstände im Raum · Mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen · Beurteilende Statistik: Tests und Intervalle

Teil A - Teilaufgabe a · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Aufgabenstellung:

a) Das Umweltbundesamt erfasst in regelmäßigen Abständen, wie hoch die Stickstoffdioxidkonzentration in der Luft ist. In Düsseldorf wurden über zehn Stunden ab 8 Uhr (Beobachtungsbeginn) Messwerte erhoben, die durch die folgende Funktion kk mit

k(t)=0,75t2−8t+60,t∈R, 0≤t≤10k(t) = 0{,}75t^2 - 8t + 60, \quad t \in \mathbb{R}, \ 0 \le t \le 10

beschrieben werden. Dabei steht tt für die seit Beobachtungsbeginn vergangene Zeit in Stunden und k(t)k(t) für die Stickstoffdioxidkonzentration zum Zeitpunkt tt in μg/m3\mu\text{g}/\text{m}^3.

(1)

Bestimmen Sie, wie hoch die Stickstoffdioxidkonzentration um 18 Uhr ist. [1 Punkt]

(2)

Berechnen Sie den Wert des Terms k(10)−k(8)10−8\dfrac{k(10)-k(8)}{10-8} und interpretieren Sie den Wert im Sachzusammenhang. [2 Punkte]

(3)

Berechnen Sie, zu welchem Zeitpunkt die Stickstoffdioxidkonzentration momentan um 4 μg/m34\ \mu\text{g}/\text{m}^3 pro Stunde zunimmt. [2 Punkte]

Teil A - Teilaufgabe b · Integralrechnung: Flächen und Bestände

b) Betrachtet wird die Funktion f(x)=−12x2+x+32f(x) = -\frac{1}{2}x^2 + x + \frac{3}{2}, deren Nullstellen x1=−1x_1 = -1 und x2=3x_2 = 3 sind.

(1)

Berechnen Sie den Inhalt der Fläche, die der Graph von ff und die xx-Achse begrenzen.

(2)

Gegeben ist die Funktionenschar gag_a mit ga(x)=a⋅f(x+2)g_a(x) = a \cdot f(x+2), a∈Ra \in \mathbb{R}, a>1a > 1.

Geben Sie mit Begründung an, wie sich der Inhalt der Fläche zwischen dem Graphen von gag_a und der xx-Achse gegenüber dem Flächeninhalt aus (1) verändert.

Teil A - Teilaufgabe c(1) · Funktionen und ihre Eigenschaften

Gegeben ist die Funktionenschar faf_a mit fa(x)=(a⋅x−a2)⋅e−1ax+3f_a(x) = (a \cdot x - a^2) \cdot \mathrm{e}^{-\frac{1}{a}x + 3}, x∈R,a>0x \in \mathbb{R}, a > 0.

(1)

Geben Sie an, in welchem Punkt der Graph von faf_a die yy-Achse schneidet.

Teil A - Teilaufgabe c(2) · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Gegeben ist die Funktionenschar faf_a mit fa(x)=(a⋅x−a2)⋅e−1ax+3f_a(x) = (a \cdot x - a^2) \cdot \mathrm{e}^{-\frac{1}{a}x + 3}, x∈R,a>0x \in \mathbb{R}, a > 0.

(2)

Die Funktion faf_a hat für jedes aa genau einen Extrempunkt EE.

Bestimmen Sie die Koordinaten von EE in Abhängigkeit von aa.

[Hinweis: Eine hinreichende Bedingung muss nicht nachgewiesen werden.]

Teil A - Teilaufgabe d(1) · Graphen von f, f′ und F deuten

Betrachtet wird die auf R\mathbb{R} definierte Funktion ff mit f(x)=2x3−x2−4x+1f(x) = 2x^3 - x^2 - 4x + 1.

Abbildung 1 zeigt den Graphen von ff.

(1)

Die Abbildungen 2a, 2b, 2c und 2d zeigen die Graphen der Funktionen AA, BB, CC und DD. Von diesen Funktionen sind genau zwei keine Stammfunktionen von ff.

Begründen Sie unter Verwendung der Graphen, welche der Funktionen AA, BB, CC und DD nicht als Stammfunktionen von ff in Frage kommen.

Wählen Sie die zwei Funktionen aus, die keine Stammfunktionen von ff sind:

Funktion

Teil A - Teilaufgabe d(2) · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Betrachtet wird die auf R\mathbb{R} definierte Funktion ff mit f(x)=2x3−x2−4x+1f(x) = 2x^3 - x^2 - 4x + 1.

Abbildung 1 zeigt den Graphen von ff.

(2)

Geben Sie eine Funktionsgleichung einer Stammfunktion von ff an.

F(x)=F(x) =

Teil A - Teilaufgabe e (Geometrie) · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen

Betrachtet werden die Ebene E:5⋅x1+2⋅x2−x3=−4E: 5\cdot x_1 + 2\cdot x_2 - x_3 = -4 und die Punkte A(2∣1∣2)A(2|1|2) sowie Bu(u∣2u∣u)B_u(u|2u|u) mit u∈Ru \in \mathbb{R}. Dabei gehört AA nicht zu EE.

(1)

Zu jedem u∈Ru \in \mathbb{R} gehört eine Gerade gug_u, die die Punkte AA und BuB_u verbindet.

Bestimmen Sie den Wert von uu, für den gug_u parallel zu EE liegt.

(2)

Geben Sie eine Parameterdarstellung derjenigen Ebene FF an, in der der Punkt AA und sämtliche Punkte BuB_u mit u∈Ru \in \mathbb{R} liegen.

Teil A - Teilaufgabe f (Geometrie) · Längen, Winkel und Abstände im Raum

Der Koordinatenursprung OO sowie die Punkte A(a1∣a2)A(a_1|a_2), BB und C(c1∣c2)C(c_1|c_2) mit reellen Zahlen a1a_1, a2a_2, c1c_1 und c2c_2 legen in der x1x2x_1x_2-Ebene ein Parallelogramm OABCOABC fest.

Zusätzlich seien die Vektoren u⃗=(a1+c1a2+c2)\vec{u} = \begin{pmatrix}a_1 + c_1\\a_2 + c_2\end{pmatrix} und v⃗=(a1−c1a2−c2)\vec{v} = \begin{pmatrix}a_1 - c_1\\a_2 - c_2\end{pmatrix} gegeben.

Abbildung 3 zeigt das Parallelogramm OABCOABC.

(1)

Von den Vektoren u⃗\vec{u} und v⃗\vec{v} gehört der eine zur Diagonalen ee und der andere zur Diagonalen ff.

Geben Sie an, welcher der beiden Vektoren der Diagonalen f=CA‾f = \overline{CA} zugeordnet ist.

u⃗\vec{u}

v⃗\vec{v}

(2)

Als Raute bezeichnet man ein Viereck mit vier gleich langen Seiten.

Beweisen Sie: Stehen u⃗\vec{u} und v⃗\vec{v} senkrecht aufeinander, so ist das Parallelogramm eine Raute.

Teil A - Teilaufgabe e (Stochastik) · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

e) Eine Firma konzipiert einen Test aus mehreren Fragen. Bei jeder Frage liegt die Wahrscheinlichkeit, die richtige Antwort zu erraten, bei 14\frac{1}{4}.

Jonas bearbeitet den Test, ohne sich jemals mit dem Thema befasst zu haben; er gibt daher bei jeder Frage eine zufällige Antwort.

Die Zufallsgröße XX beschreibt die Anzahl der richtig beantworteten Fragen und wird als binomialverteilt angenommen.

Wegen der Struktur des Tests ist zu erwarten, dass Jonas durch Raten sechs Fragen richtig beantwortet.

(1)

Ermitteln Sie die Anzahl der Fragen, aus denen der Test besteht.

(2)

Jonas will mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 80 % wenigstens eine Frage richtig beantworten.

Ermitteln Sie mithilfe der folgenden Histogramme, wie viele Fragen Jonas hierfür mindestens bearbeiten muss.

(3)

Auch bei einem weiteren Test beträgt die Wahrscheinlichkeit, eine Frage durch Raten richtig zu beantworten, 14\frac{1}{4}. Die Anzahl der richtigen Antworten lässt sich hier durch eine binomialverteilte Zufallsgröße YY modellieren. Die Standardabweichung von YY beträgt 3.

Berechnen Sie, wie viele Fragen dieser Test enthält.

Teil A - Teilaufgabe f (Stochastik) · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

f) Die Zufallsgröße XX ist binomialverteilt mit n=4n = 4 und p=0,5p = 0{,}5.

(1)

Ermitteln Sie die Werte, die in der nachstehenden Tabelle noch fehlen.

kk

0

1

2

3

4

P(X=k)P(X = k)

116\frac{1}{16}

116\frac{1}{16}

Nur eine der beiden folgenden Abbildungen 3 und 4 stellt die kumulierten Werte P(X≤k)P(X \le k) der Zufallsgröße XX dar. Die andere Abbildung bezieht sich auf eine andere Zufallsgröße.

(2)

Entscheiden Sie mit Begründung, welche der Abbildungen 3 und 4 zu XX passt.

Abbildung 3

Abbildung 4

Aufgabe B1 - Teilaufgabe a · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben)

Bei einem Beschleunigungsrennen, auch Dragsterrennen genannt, treten Autos oder Motorräder in einem Motorsportwettbewerb an und müssen nach dem Start eine gerade Strecke so schnell wie möglich durchfahren. Üblicherweise misst die Strecke eine Viertel- oder eine Achtelmeile. Gefahren wird mit sogenannten Dragstern, deren Leistung bis zu mehrere tausend PS bzw. kW betragen kann.

Für Rennen verschiedener Dragster wird die Geschwindigkeit während der Beschleunigungsphase, bis die jeweilige Höchstgeschwindigkeit erreicht ist, durch Funktionen hkh_k mit

hk(t)=35⋅t⋅e−k⋅t,t,k∈R,k>0h_k(t) = 35 \cdot t \cdot \mathrm{e}^{-k \cdot t}, \quad t, k \in \mathbb{R}, k > 0 beschrieben. Hierbei bezeichnet tt die seit dem Start vergangene Zeit in Sekunden (s) und hk(t)h_k(t) die momentane Geschwindigkeit des betrachteten Dragsters in Meter pro Sekunde (m/s).

Den Zeitpunkt, an dem der jeweilige Dragster seine Höchstgeschwindigkeit erreicht, liefert die lokale Maximalstelle der zugehörigen Funktion hkh_k.

a) Ein Dragster erreicht schon nach zwei Sekunden eine Geschwindigkeit von 50 m/s50\text{ m/s}.

(1)

Bestimmen Sie den zugehörigen Wert von kk.

(2)

Bei einem zweiten Dragster ist k=0,2k = 0{,}2.

Während der ersten vier Sekunden erreicht keines der beiden Fahrzeuge seine Höchstgeschwindigkeit. In diesem Zeitraum ist stets eines der beiden Fahrzeuge schneller als das andere.

Entscheiden Sie, welcher der beiden Dragster in diesen vier Sekunden die größere Geschwindigkeit hat, und begründen Sie Ihre Entscheidung mithilfe der Funktionsterme.

Aufgabe B1 - Teilaufgaben b(1) und b(2) · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Bei einem Beschleunigungsrennen, auch Dragsterrennen genannt, treten Autos oder Motorräder in einem Motorsportwettbewerb an und müssen nach dem Start eine gerade Strecke so schnell wie möglich durchfahren. Üblicherweise misst die Strecke eine Viertel- oder eine Achtelmeile. Gefahren wird mit sogenannten Dragstern, deren Leistung bis zu mehrere tausend PS bzw. kW betragen kann.

Für Rennen verschiedener Dragster wird die Geschwindigkeit während der Beschleunigungsphase, bis die jeweilige Höchstgeschwindigkeit erreicht ist, durch Funktionen hkh_k mit

hk(t)=35⋅t⋅e−k⋅t,t,k∈R,k>0h_k(t) = 35 \cdot t \cdot \mathrm{e}^{-k \cdot t}, \quad t, k \in \mathbb{R}, k > 0 beschrieben. Hierbei bezeichnet tt die seit dem Start vergangene Zeit in Sekunden (s) und hk(t)h_k(t) die momentane Geschwindigkeit des betrachteten Dragsters in Meter pro Sekunde (m/s).

Den Zeitpunkt, an dem der jeweilige Dragster seine Höchstgeschwindigkeit erreicht, liefert die lokale Maximalstelle der zugehörigen Funktion hkh_k.

In den nachstehenden Teilaufgaben sei k=16k = \frac{1}{6}. Die Funktion h16h_{\frac{1}{6}} trägt dabei die Bezeichnung ff.

In Abbildung 1 ist der Graph der Funktion ff dargestellt.

Ohne Beweis dürfen Sie im Weiteren folgende Gleichung benutzen: f′′(t)=−356⋅(2−16t)⋅e−16tf''(t) = -\frac{35}{6}\cdot\left(2 - \frac{1}{6}t\right)\cdot\mathrm{e}^{-\frac{1}{6}t}.

b) (1)

(i) Untersuchen Sie rechnerisch, an welchen Stellen die Funktion ff lokale Extrema besitzt.

(ii) Geben Sie an, welche maximale Geschwindigkeit der Dragster erreicht.

[Zur Kontrolle: Für die Maximalstelle von ff gilt tmax=6t_{\text{max}} = 6.]

b) (2)

Als Beschleunigung bezeichnet man die momentane Änderungsrate der Geschwindigkeit.

Bestimmen Sie die Beschleunigung des Dragsters zu Beginn des Rennens und weisen Sie rechnerisch nach, dass sie in diesem Moment ihren größten Wert annimmt.

Aufgabe B1 - Teilaufgaben b(3), c und d · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Bei einem Beschleunigungsrennen, auch Dragsterrennen genannt, treten Autos oder Motorräder in einem Motorsportwettbewerb an und müssen nach dem Start eine gerade Strecke so schnell wie möglich durchfahren. Üblicherweise misst die Strecke eine Viertel- oder eine Achtelmeile. Gefahren wird mit sogenannten Dragstern, deren Leistung bis zu mehrere tausend PS bzw. kW betragen kann.

Für Rennen verschiedener Dragster wird die Geschwindigkeit während der Beschleunigungsphase, bis die jeweilige Höchstgeschwindigkeit erreicht ist, durch Funktionen hkh_k mit

hk(t)=35⋅t⋅e−k⋅t,t,k∈R,k>0h_k(t) = 35 \cdot t \cdot \mathrm{e}^{-k \cdot t}, \quad t, k \in \mathbb{R}, k > 0 beschrieben. Hierbei bezeichnet tt die seit dem Start vergangene Zeit in Sekunden (s) und hk(t)h_k(t) die momentane Geschwindigkeit des betrachteten Dragsters in Meter pro Sekunde (m/s).

Den Zeitpunkt, an dem der jeweilige Dragster seine Höchstgeschwindigkeit erreicht, liefert die lokale Maximalstelle der zugehörigen Funktion hkh_k.

Teilaufgabe b(3)

Mit F(t)F(t) soll die Länge des Weges modelliert werden, den der Dragster in der Beschleunigungsphase vom Start bis zu einem Zeitpunkt tt zurücklegt. Die Funktion FF muss dabei die Bedingung F′(t)=f(t)F'(t) = f(t) erfüllen.

(i)

Begründen Sie, warum die Bedingung F′(t)=f(t)F'(t) = f(t) allein die Funktion FF noch nicht eindeutig bestimmt. [1 Punkt]

(ii)

Geben Sie eine zusätzliche Bedingung für FF an, mit der FF zusammen mit F′(t)=f(t)F'(t) = f(t) eindeutig bestimmt ist. [1 Punkt]

Teilaufgabe c

Parallel zur Rennstrecke bewegt sich ein Kamerafahrzeug mit der konstanten Geschwindigkeit 45 m/s45\ \mathrm{m/s}. Beim Start des Dragsters ist es genau auf gleicher Höhe mit ihm. Die Funktion gg modelliert diese konstante Geschwindigkeit; dabei ist g(t)g(t) die Geschwindigkeit und tt die Zeit seit dem Start des Dragsters.

(1)

Zeichnen Sie den Graphen von gg in Abbildung 1 ein und bestimmen Sie die Koordinaten des Schnittpunktes der Graphen von ff und gg für 0≤t≤tmax⁡0 \leq t \leq t_{\max}. [3 Punkte]

((

∣\mid

))

(2)

Für a=1a = 1 beträgt das Integral ∫0a(g(t)−f(t)) dt\int_0^a (g(t) - f(t))\,\mathrm{d}t ungefähr 29,329{,}3. Erläutern Sie, was dieser Wert im Sachzusammenhang bedeutet. [2 Punkte]

(3)

Erläutern Sie im Sachzusammenhang und ohne weitere Rechnung, bei welchem Wert von aa im Intervall [0;6][0;6] das Integral aus c)(2) maximal wird, und geben Sie dieses Maximum an. [3 Punkte]

(4)

Für genau einen Wert von aa mit 0<a<60 < a < 6 gilt ∫0a(g(t)−f(t)) dt=0\int_0^a (g(t) - f(t))\,\mathrm{d}t = 0. Bestimmen Sie diesen Wert von aa und erläutern Sie, welche Bedeutung er im Sachzusammenhang hat. [4 Punkte]

Teilaufgabe d

Abbildung 2 zeigt die Geschwindigkeit des Dragsters während der ersten sechs Sekunden nach dem Start.

Sobald der Dragster seine Höchstgeschwindigkeit erreicht hat, behält er diese noch zwei weitere Sekunden bei und überquert in dieser Zeit die Ziellinie. Die Rennstrecke ist 402 m402\ \mathrm{m} lang.

(1)

Stellen Sie in Abbildung 2 die Geschwindigkeit des Dragsters während der Phase konstanter Geschwindigkeit grafisch dar. Bestimmen Sie, wie viele Sekunden nach dem Start der Dragster die Ziellinie überquert. [4 Punkte]

s

Der Fahrer beginnt acht Sekunden nach dem Start zu bremsen. Ab diesem Zeitpunkt beschreibt eine lineare Funktion bb die Geschwindigkeit des Dragsters. Nach 2020 Sekunden steht der Dragster still.

(2)

Stellen Sie in Abbildung 2 die Geschwindigkeit des Dragsters während des Bremsvorgangs grafisch dar. Bestimmen Sie rechnerisch eine Gleichung für die Funktion bb. [4 Punkte]

(3)

Im Anschluss an die Ziellinie liegt eine „Bremszone“ mit einer Länge von 805 Metern805\ \mathrm{Metern}. Zeigen Sie, dass der Dragster innerhalb dieser Zone zum Stillstand kommt. [4 Punkte]

Aufgabe B2 - Teilaufgabe a · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben)

Betrachtet wird die ganzrationale Funktion ff mit f(x)=18x4−34x2,x∈Rf(x) = \frac{1}{8} x^4 - \frac{3}{4} x^2, \quad x \in \mathbb{R}In der Abbildung ist der Graph von ff zu sehen:

Aufgabenstellung:

a) Es sei ff eine ganzrationale Funktion vierten Grades. Ihr Graph verläuft durch den Koordinatenursprung und ist symmetrisch bezüglich der yy-Achse. Außerdem ist der Punkt W2(1|−58)W_2\left(1\middle|-\frac{5}{8}\right) ein Wendepunkt des Graphen von ff.

Mit diesen Informationen lässt sich eine Funktionsgleichung von ff bestimmen.

Ermitteln Sie anhand der gegebenen Angaben eine Funktionsgleichung für ff.

[Zur Kontrolle: f(x)=18⋅x4−34⋅x2f(x) = \frac{1}{8} \cdot x^4 - \frac{3}{4} \cdot x^2, x∈Rx \in \mathbb{R}.]

f(x)=f(x) =

Aufgabe B2 - Teilaufgabe b · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Betrachtet wird die ganzrationale Funktion ff mit f(x)=18x4−34x2,x∈Rf(x) = \frac{1}{8} x^4 - \frac{3}{4} x^2, \quad x \in \mathbb{R}In der Abbildung ist der Graph von ff zu sehen:

b) Für jedes uu mit 0<u<60 < u < \sqrt{6} sind die Punkte P(0∣0)P(0 \mid 0), Qu(u∣0)Q_u(u \mid 0) und Ru(u∣f(u))R_u(u \mid f(u)) die Eckpunkte eines Dreiecks PQuRuPQ_uR_u.

(1)

Weisen Sie nach, dass sich der Flächeninhalt A(u)A(u) des Dreiecks PQuRuPQ_uR_u darstellen lässt als:

A(u)=−116⋅u5+38⋅u3A(u) = -\frac{1}{16}\cdot u^5 + \frac{3}{8}\cdot u^3

(2)

Ermitteln Sie den maximalen Flächeninhalt des Dreiecks PQuRuPQ_uR_u mit 0<u<60 < u < \sqrt{6}.

FE

Aufgabe B2 - Teilaufgaben c und d · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Betrachtet wird die ganzrationale Funktion ff mit f(x)=18x4−34x2,x∈Rf(x) = \frac{1}{8} x^4 - \frac{3}{4} x^2, \quad x \in \mathbb{R}In der Abbildung ist der Graph von ff zu sehen:

Teilaufgabe c

Der Graph der Funktion ss mit s(x)=−58s(x) = -\frac{5}{8} stellt die Sekante dar, die die beiden Wendepunkte des Graphen von ff verbindet.

(1)

Zeichnen Sie die Sekante in die Abbildung ein.

Die Sekante schneidet den Graphen von ff außerdem an den Stellen x=−5x = -\sqrt{5} und x=5x = \sqrt{5}.

[Dies muss nicht nachgewiesen werden.]

(2)

Weisen Sie rechnerisch nach: ∫−55(s(x)−f(x)) dx=0\int_{-\sqrt{5}}^{\sqrt{5}} (s(x) - f(x))\,dx = 0.

(3)

Begründen Sie mithilfe dieses Ergebnisses (z. B. anhand der Abbildung) ohne zusätzliche Rechnung:∫−11(f(x)−s(x)) dx=2⋅∫−5−1(s(x)−f(x)) dx\int_{-1}^{1} (f(x) - s(x))\,dx = 2 \cdot \int_{-\sqrt{5}}^{-1} (s(x) - f(x))\,dx

Teilaufgabe d

(1)

Zeigen Sie: Für jedes b∈Rb \in \mathbb{R} ist der Graph von tbt_b mittb(x)=(12b3−32b)⋅x−38b4+34b2,x∈R,t_b(x) = \left(\frac{1}{2}b^3 - \frac{3}{2}b\right) \cdot x - \frac{3}{8}b^4 + \frac{3}{4}b^2, \quad x \in \mathbb{R},die Tangente an den Graphen von ff im Punkt Pb(b∣f(b))P_b(b \mid f(b)).

(2)

Die Stellen, an denen gemeinsame Punkte der Graphen von ff und tbt_b liegen, sind die Nullstellen der Differenzfunktion dbd_b mit db(x)=tb(x)−f(x)d_b(x) = t_b(x) - f(x).

Es gilt: db(x)=−18(x−b)2⋅(x2+2bx+3b2−6)d_b(x) = -\frac{1}{8}(x - b)^2 \cdot (x^2 + 2bx + 3b^2 - 6).

[Die Gleichung der Differenzfunktion können Sie ohne Nachweis verwenden.]

Ermitteln Sie rechnerisch in Abhängigkeit von bb die Stellen, an denen gemeinsame Punkte der Graphen von ff und tbt_b liegen.

(3)

(i) Geben Sie für b=1b = 1 die Stellen x1x_1, x2x_2 und x3x_3 an, an denen gemeinsame Punkte der Graphen von ff und t1t_1 liegen, und zeichnen Sie den Graphen von t1t_1 in die Abbildung ein.

(ii) Ermitteln Sie den Inhalt der Fläche, die von den Graphen von ff und t1t_1 eingeschlossen wird.

(4)

(i) Neben b=1b = 1 gibt es noch drei weitere Werte von bb, für die die Graphen der Funktionen ff und tbt_b eine Fläche einschließen, die aus nur einem Teilstück besteht.

Ermitteln Sie diese Werte.

(ii) Begründen Sie, dass die Graphen der Funktionen ff und tbt_b für b<−3b < -\sqrt{3} und für b>3b > \sqrt{3} keine Fläche einschließen.

(5)

Die Funktion t32t_{\frac{3}{2}} hat die Gleichung t32(x)=−916x−27128, x∈Rt_{\frac{3}{2}}(x) = -\frac{9}{16}x - \frac{27}{128},\ x \in \mathbb{R}.

[Diese Funktionsgleichung kann ohne Nachweis verwendet werden.]

Die Graphen der Funktionen ff und t32t_{\frac{3}{2}} schließen eine Fläche ein, die aus zwei Teilstücken besteht.

Eine Schülerin behauptet, dass die größere der beiden Teilflächen mehr als achtmal so groß ist wie die kleinere Teilfläche.

Prüfen Sie, ob diese Behauptung zutrifft.

(6)

Im Bereich 1<b<31 < b < \sqrt{3} gilt für die Stellen x1x_1, x2x_2 und x3x_3 (siehe d)(2)), an denen gemeinsame Punkte der Graphen von ff und tbt_b liegen: x2<x3<x1x_2 < x_3 < x_1.

Die Graphen von ff und tbt_b schließen für 1<b<31 < b < \sqrt{3} eine Fläche ein, die aus zwei Teilstücken besteht. Eines dieser Teilstücke liegt unterhalb des Graphen von tbt_b und das andere Teilstück liegt oberhalb des Graphen von tbt_b.

[Diese Aussagen können Sie ohne Nachweis verwenden.]

Es gibt genau einen Wert von bb mit 1<b<31 < b < \sqrt{3}, für den diese beiden Teilstücke den gleichen Flächeninhalt besitzen.

Geben Sie einen Ansatz zur Berechnung dieses Wertes an.

Aufgabe B3 - Geraden und Ebenen · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen

Aufgabenstellung:

Von dem Tenzing-Hillary Flughafen in Lukla (Nepal) aus starten Bergtouren in die Region um den Mount Everest. Er zählt zu den gefährlichsten Flughäfen weltweit. Die Landebahn misst nur etwa 527 m in der Länge und etwa 20 m in der Breite und ist geneigt. Gelandet wird ausschließlich bergauf, gestartet ausschließlich bergab; dabei rollen die Flugzeuge bei der Landung auf eine Felswand zu und beim Start auf eine tiefe Schlucht zu. Die Bebauung des Ortes reicht direkt an die Landebahn heran.

¹ © Frank Kehren

Abbildung 2 zeigt die rechteckige Landebahn als Modell in einem kartesischen Koordinatensystem mit den Eckpunkten A(523∣0∣0)A(523|0|0), B(523∣20∣0)B(523|20|0), CC und D(0∣0∣65)D(0|0|65); eine Längeneinheit steht dabei für einen Meter in der Wirklichkeit.

Abbildung 2 zeigt die rechteckige Landebahn als Modell in einem kartesischen Koordinatensystem mit den Eckpunkten A(523∣0∣0)A(523|0|0), B(523∣20∣0)B(523|20|0), CC und D(0∣0∣65)D(0|0|65); eine Längeneinheit steht dabei für einen Meter in der Wirklichkeit.

a)

(1) Geben Sie die Koordinaten von Punkt CC an. [1 Punkt]

(2) Weisen Sie durch eine Rechnung nach, dass die Landebahn eine Länge ∣AD‾∣|\overline{AD}| von etwa 527 m527\text{ m} hat. [2 Punkte]

(3) Stellen Sie eine Koordinatengleichung derjenigen Ebene EE auf, in der die Punkte AA, BB und DD liegen.

[Mögliche Lösung: 65⋅x1+523⋅x3=3399565\cdot x_1 + 523\cdot x_3 = 33995] [4 Punkte]

(4) Berechnen Sie den Winkel, den die Landebahn mit der Horizontalen einschließt, sowie die Steigung der Landebahn in Prozent. [3 Punkte]

b)

(1) Für eine sichere Landung muss ein Flugzeug im ersten Viertel der Landebahn aufsetzen. Als Orientierungshilfe für den Piloten gibt es eine 20 m20\text{ m} lange gerade Markierungsstrecke ss, die quer zur Landebahn verläuft (siehe Abbildung 2) und die Landebahn im Verhältnis 1:31:3 teilt.

Stellen Sie die Strecke ss in Parameterform dar. [3 Punkte]

(2) Ein Flugzeug fliegt im Landeanflug auf einem Kurs längs der Geraden

ga:x⃗=(6701022)+r⋅(−15,50a),r∈R,g_a: \vec{x} = \begin{pmatrix}670 \\ 10 \\ 22\end{pmatrix} + r\cdot \begin{pmatrix}-15{,}5 \\ 0 \\ a\end{pmatrix},\quad r\in\mathbb{R},

welche die Ebene EE im Punkt SS mit S(6528911046a−2015+670  |  10  |  −42122a1046a−2015+22)S\left(\frac{652891}{1046a-2015} + 670 \;\middle|\; 10 \;\middle|\; \frac{-42122a}{1046a-2015} + 22\right) schneidet. [Nachweis nicht erforderlich]

(i) Geben Sie an, zwischen welchen Werten die x1x_1-Koordinate des Schnittpunktes SS liegen muss, damit das Flugzeug bei unverändertem Kurs im ersten Viertel der Landebahn aufsetzt. [1 Punkt]

≤x1≤\le x_1 \le

(ii) Ermitteln Sie sämtliche Werte von aa, für die die x1x_1-Koordinate des Schnittpunktes SS zwischen den Werten aus (i) liegt. [3 Punkte]

Aufgabe B3 - Längen, Winkel und Abstände · Längen, Winkel und Abstände im Raum

Aufgabenstellung:

Von dem Tenzing-Hillary Flughafen in Lukla (Nepal) aus starten Bergtouren in die Region um den Mount Everest. Er zählt zu den gefährlichsten Flughäfen weltweit. Die Landebahn misst nur etwa 527 m in der Länge und etwa 20 m in der Breite und ist geneigt. Gelandet wird ausschließlich bergauf, gestartet ausschließlich bergab; dabei rollen die Flugzeuge bei der Landung auf eine Felswand zu und beim Start auf eine tiefe Schlucht zu. Die Bebauung des Ortes reicht direkt an die Landebahn heran.

¹ © Frank Kehren

Abbildung 2 zeigt die rechteckige Landebahn als Modell in einem kartesischen Koordinatensystem mit den Eckpunkten A(523∣0∣0)A(523|0|0), B(523∣20∣0)B(523|20|0), CC und D(0∣0∣65)D(0|0|65); eine Längeneinheit steht dabei für einen Meter in der Wirklichkeit.

Abbildung 2 zeigt die rechteckige Landebahn als Modell in einem kartesischen Koordinatensystem mit den Eckpunkten A(523∣0∣0)A(523 \mid 0 \mid 0), B(523∣20∣0)B(523 \mid 20 \mid 0), CC und D(0∣0∣65)D(0 \mid 0 \mid 65). Dabei steht eine Längeneinheit für einen Meter in der Wirklichkeit.

a) (1)

Geben Sie an, welche Koordinaten der Punkt CC hat.

a) (2)

Weisen Sie durch eine Rechnung nach, dass die Landebahn eine Länge ∣AD‾∣|\overline{AD}| von etwa 527 m527\text{ m} hat.

a) (3)

Stellen Sie eine Koordinatengleichung für die Ebene EE auf, in der die Punkte AA, BB und DD liegen.

[Mögliche Lösung: 65⋅x1+523⋅x3=3399565\cdot x_1 + 523\cdot x_3 = 33995]

a) (4)

Berechnen Sie sowohl den Winkel, um den die Landebahn gegenüber der Horizontalen ansteigt, als auch ihre Steigung in Prozent.

c) (1)

Damit Landungen sicher sind, wird die Landebahn regelmäßig überprüft. Hierfür fliegt eine Drohne in einer Ebene KK, die zur Ebene EE den Abstand 12 m12\text{ m} hat. Bestimmen Sie rechnerisch einen Punkt der Ebene KK.

c) (2)

Während das Flugzeug ausrollt, verläuft die rechte Tragflächenspitze auf einer Strecke der Geraden h:x⃗=(35518,524)+s⋅(−523065),s∈Rh: \vec{x} = \begin{pmatrix} 355 \\ 18{,}5 \\ 24 \end{pmatrix} + s\cdot \begin{pmatrix} -523 \\ 0 \\ 65 \end{pmatrix}, s \in \mathbb{R}. Rechts neben der Landebahn steht ein großer Baum, dessen Astspitze bei Q(300∣28∣31)Q(300 \mid 28 \mid 31) liegt.

Bestimmen Sie rechnerisch, wie weit die Gerade hh vom Punkt QQ entfernt ist.

Aufgabe B4 - Teilaufgabe a · Mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten

Aufgabenstellung:

Jeder Mensch gehört zu einer der vier Blutgruppen (0, A, B oder AB). Zusätzlich gibt es mit dem Rhesusfaktor ein weiteres Blutmerkmal, das entweder positiv oder negativ ausfällt. Wie häufig die einzelnen Blutmerkmale auftreten, unterscheidet sich von Land zu Land.

Für die Bevölkerung Deutschlands gilt näherungsweise diese Verteilung 1:

1 Blutspende-Magazin des DRK-Blutspendediensts

https://magazin.blutspende.de/von-a-bis-0/blutgruppen-verteilung-in-der-bevoelkerung (Zugriff: 13.02.2021)

a) Um Komplikationen bei einer Bluttransfusion zu vermeiden, sind die Blutmerkmale Blutgruppe und Rhesusfaktor zu berücksichtigen. Gemeinsam legen diese beiden Merkmale fest, welche Person für welche andere als Blutspender infrage kommt.

(1)

Weisen Sie nach, dass etwa 18,2 % der Personen mit der Blutgruppe B den Rhesusfaktor negativ haben.

(2)

Aus den Personen der Blutgruppe B werden zufällig zwei ausgewählt.

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass beide ausgewählten Personen denselben Rhesusfaktor haben.

Aufgabe B4 - Teilaufgaben b und c · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

Aufgabenstellung:

Jeder Mensch gehört zu einer der vier Blutgruppen (0, A, B oder AB). Zusätzlich gibt es mit dem Rhesusfaktor ein weiteres Blutmerkmal, das entweder positiv oder negativ ausfällt. Wie häufig die einzelnen Blutmerkmale auftreten, unterscheidet sich von Land zu Land.

Für die Bevölkerung Deutschlands gilt näherungsweise diese Verteilung 1:

1 Blutspende-Magazin des DRK-Blutspendediensts

https://magazin.blutspende.de/von-a-bis-0/blutgruppen-verteilung-in-der-bevoelkerung (Zugriff: 13.02.2021)

b) Für die folgenden Teilaufgaben gilt für jede Blutgruppe die Annahme, dass die Anzahl der Personen mit dieser Blutgruppe in einer Stichprobe von 200 zufällig ausgewählten Personen binomialverteilt ist. Die relativen Häufigkeiten der Tabelle sind dabei als Wahrscheinlichkeiten zu verwenden.

(1)

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass unter den 200 zufällig ausgewählten Personen mindestens 20 die Blutgruppe B haben.

(2)

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit für das folgende Ereignis EE:

EE: Die Anzahl der Personen mit Blutgruppe A unter 200 zufällig ausgewählten Personen liegt höchstens 1,5-Standardabweichungen von ihrem Erwartungswert entfernt.

(3)

Die Abbildungen 1 – 3 zeigen die Wahrscheinlichkeitsverteilungen dreier binomialverteilter Zufallsgrößen. Eine davon beschreibt die Anzahl der Personen mit der Blutgruppe B unter 200 zufällig ausgewählten Personen.

Begründen Sie für jede der beiden nicht passenden Abbildungen, weshalb sie nicht die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Anzahl der Personen mit der Blutgruppe B unter 200 zufällig ausgewählten Personen darstellen kann.

c) Blut der Blutgruppe 0 mit dem Rhesusfaktor negativ ist besonders wichtig. Wegen seiner guten Verträglichkeit wird es in Notfällen sehr oft verwendet.

Bestimmen Sie, wie viele zufällig ausgewählte Personen mindestens Blut spenden müssen, damit man mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 95 % mindestens 20 Blutspenden der Blutgruppe 0 mit dem Rhesusfaktor negativ erhält.

Aufgabe B4 - Teilaufgabe d · Beurteilende Statistik: Tests und Intervalle

Aufgabenstellung:

Jeder Mensch gehört zu einer der vier Blutgruppen (0, A, B oder AB). Zusätzlich gibt es mit dem Rhesusfaktor ein weiteres Blutmerkmal, das entweder positiv oder negativ ausfällt. Wie häufig die einzelnen Blutmerkmale auftreten, unterscheidet sich von Land zu Land.

Für die Bevölkerung Deutschlands gilt näherungsweise diese Verteilung 1:

1 Blutspende-Magazin des DRK-Blutspendediensts

https://magazin.blutspende.de/von-a-bis-0/blutgruppen-verteilung-in-der-bevoelkerung (Zugriff: 13.02.2021)

d) Die Blutgruppe kann sich darauf auswirken, wie schwer Erkrankungen verlaufen. Für eine bestimmte Erkrankung beträgt die Wahrscheinlichkeit eines schweren Verlaufs in der gesamten Bevölkerung 10 %10\,\%. Eine Wissenschaftlerin nimmt an, dass diese Wahrscheinlichkeit bei Menschen mit Blutgruppe A niedriger ist. Bevor sie veröffentlicht, testet sie ihre Annahme mit einem Hypothesentest zum Signifikanzniveau 5 %5\,\%. Dazu untersucht sie die Krankheitsverläufe von 1 0001\,000 zufällig ausgewählten Personen mit Blutgruppe A, die an dieser Krankheit erkrankt sind (im Folgenden: Erkrankte), und ermittelt, wie viele von ihnen einen schweren Verlauf haben.

Sie legt als Nullhypothese fest: H0:p≥0,1H_0: p \ge 0{,}1.

(1)

Erläutern Sie, vor welchem Fehler sich die Wissenschaftlerin mit der gewählten Nullhypothese schützen möchte.

(2)

Von 1 0001\,000 zufällig ausgewählten Erkrankten mit Blutgruppe A haben 8585 einen schweren Verlauf dieser Erkrankung.

Beurteilen Sie, ob die Wissenschaftlerin aufgrund dieses Ergebnisses annehmen sollte, dass Personen mit Blutgruppe A eine geringere Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf dieser Erkrankung haben.

Aufgabe B5 - Teilaufgabe c(1) · Funktionen und ihre Eigenschaften

Aufgabenstellung:

Als Wüstentiere müssen Dromedare oft starke Schwankungen der Umgebungstemperatur aushalten. Zudem steht ihnen Trinkwasser nur unregelmäßig zur Verfügung.

Deshalb regulieren durstende Dromedare ihre Körpertemperatur so, dass sie weniger schwitzen und dadurch weniger Wasser verlieren.

Im Folgenden wird die Schwankung der Körpertemperatur eines durstenden Dromedars von 0 Uhr bis 20 Uhr an einem Wüstentag betrachtet.

Die Körpertemperatur dieses Dromedars wird für 0≤t≤200 \le t \le 20 (näherungsweise) durch die Funktion kk beschrieben mit

k(t)=−1120t3+14t2−779480t+2978mit t∈R.k(t) = -\frac{1}{120}t^3 + \frac{1}{4}t^2 - \frac{779}{480}t + \frac{297}{8} \quad \text{mit } t \in \mathbb{R}.

Hierbei steht tt mit 0≤t≤200 \le t \le 20 für die Zeit in Stunden nach Mitternacht und k(t)k(t) für die Körpertemperatur in Grad Celsius. Abbildung 1 zeigt den Graphen von kk.

c) Die Körpertemperatur weiterer Dromedare lässt sich für 0≤t≤200 \leq t \leq 20 näherungsweise durch Funktionen faf_a modellieren mit

fa(t)=a⋅(−1120t3+14t2−779480t)+2978,a>0.f_a(t) = a \cdot \left(-\frac{1}{120}t^3 + \frac{1}{4}t^2 - \frac{779}{480}t\right) + \frac{297}{8}, \quad a > 0.

Dabei steht tt mit 0≤t≤200 \leq t \leq 20 für die Zeit in Stunden nach Mitternacht und fa(t)f_a(t) für die Körpertemperatur in Grad Celsius. Welchen Wert der Parameter aa annimmt, hängt von der Wasserversorgung des jeweiligen Dromedars und von der Umgebungstemperatur ab.

(1)

Abbildung 2 zeigt neben dem Graphen von kk auch die Graphen von faf_a für a=0,2a = 0{,}2, a=0,5a = 0{,}5 und a=1,5a = 1{,}5.

Geben Sie an, welchem Wert von aa jeder der Graphen entspricht.

Graph I:

→

Graph II:

→

Graph III:

→

Aufgabe B5 - Teilaufgaben a und c(2) · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Aufgabenstellung:

Als Wüstentiere müssen Dromedare oft starke Schwankungen der Umgebungstemperatur aushalten. Zudem steht ihnen Trinkwasser nur unregelmäßig zur Verfügung.

Deshalb regulieren durstende Dromedare ihre Körpertemperatur so, dass sie weniger schwitzen und dadurch weniger Wasser verlieren.

Im Folgenden wird die Schwankung der Körpertemperatur eines durstenden Dromedars von 0 Uhr bis 20 Uhr an einem Wüstentag betrachtet.

Die Körpertemperatur dieses Dromedars wird für 0≤t≤200 \le t \le 20 (näherungsweise) durch die Funktion kk beschrieben mit

k(t)=−1120t3+14t2−779480t+2978mit t∈R.k(t) = -\frac{1}{120}t^3 + \frac{1}{4}t^2 - \frac{779}{480}t + \frac{297}{8} \quad \text{mit } t \in \mathbb{R}.

Hierbei steht tt mit 0≤t≤200 \le t \le 20 für die Zeit in Stunden nach Mitternacht und k(t)k(t) für die Körpertemperatur in Grad Celsius. Abbildung 1 zeigt den Graphen von kk.

a)

(1)

Ermitteln Sie rechnerisch die Dauer, während der die Körpertemperatur des Dromedars im betrachteten Zeitraum mindestens 38 ∘C38\ ^\circ\text{C} beträgt.

Stunden

(2)

Als Temperaturspanne bezeichnet man den Unterschied zwischen höchster und niedrigster Körpertemperatur. Bei durstenden Dromedaren ist sie aufgrund ihrer Anpassung an das Leben in der Wüste deutlich größer als beim Menschen.

Bestimmen Sie rechnerisch die Temperaturspanne des Dromedars für den betrachteten Zeitraum.

°C

c)

Die Körpertemperatur einiger anderer Dromedare wird für 0≤t≤200 \leq t \leq 20 (näherungsweise) durch Funktionen faf_a beschrieben mit

fa(t)=a⋅(−1120t3+14t2−779480t)+2978,a>0.f_a(t) = a \cdot \left(-\frac{1}{120}t^3 + \frac{1}{4}t^2 - \frac{779}{480}t\right) + \frac{297}{8}, \quad a > 0.

Hierbei steht tt mit 0≤t≤200 \leq t \leq 20 für die Zeit in Stunden seit Mitternacht und fa(t)f_a(t) für die Körpertemperatur in Grad Celsius. Der Parameter aa hängt von der Wasserversorgung des jeweiligen Dromedars sowie von der Umgebungstemperatur ab.

(2)

Selbst unter extremen Bedingungen liegt die Körpertemperatur eines gesunden Dromedars weder über 42 ∘C42\ ^\circ\text{C} noch unter 34 ∘C34\ ^\circ\text{C}.

(i)

Begründen Sie ohne zusätzliche Rechnung, dass faf_a und die Funktion kk dieselben Extremstellen besitzen, nämlich t1≈4,08t_1 \approx 4{,}08 und t2≈15,92t_2 \approx 15{,}92.

(ii)

Ermitteln Sie, für welche Werte von aa die Funktionswerte fa(t)f_a(t) im Intervall 0≤t≤200 \leq t \leq 20 weder über 42 noch unter 34 liegen.

Hinweis: Die Randwerte müssen hier nicht betrachtet werden.

Aufgabe B5 - Teilaufgabe b · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Aufgabenstellung:

Als Wüstentiere müssen Dromedare oft starke Schwankungen der Umgebungstemperatur aushalten. Zudem steht ihnen Trinkwasser nur unregelmäßig zur Verfügung.

Deshalb regulieren durstende Dromedare ihre Körpertemperatur so, dass sie weniger schwitzen und dadurch weniger Wasser verlieren.

Im Folgenden wird die Schwankung der Körpertemperatur eines durstenden Dromedars von 0 Uhr bis 20 Uhr an einem Wüstentag betrachtet.

Die Körpertemperatur dieses Dromedars wird für 0≤t≤200 \le t \le 20 (näherungsweise) durch die Funktion kk beschrieben mit

k(t)=−1120t3+14t2−779480t+2978mit t∈R.k(t) = -\frac{1}{120}t^3 + \frac{1}{4}t^2 - \frac{779}{480}t + \frac{297}{8} \quad \text{mit } t \in \mathbb{R}.

Hierbei steht tt mit 0≤t≤200 \le t \le 20 für die Zeit in Stunden nach Mitternacht und k(t)k(t) für die Körpertemperatur in Grad Celsius. Abbildung 1 zeigt den Graphen von kk.

Der Ausdruck 1b−a∫abf(x) dx\frac{1}{b-a}\int_a^b f(x)\,\mathrm{d}x liefert den Mittelwert einer Funktion ff auf dem Intervall [a;b][a;b].

b) (1)

Berechnen Sie die mittlere Körpertemperatur des Dromedars für den Zeitraum von 0 Uhr bis 20 Uhr.

b) (2)

Nun sollen Zeiträume der Länge zwei Stunden [u;u+2][u; u+2] mit dem Startzeitpunkt uu untersucht werden.

Bestimmen Sie diejenigen Werte von uu, für die die mittlere Körpertemperatur des Dromedars mindestens 40 ∘C40\,^\circ\mathrm{C} beträgt.

umin≈u_{\text{min}} \approx

umax≈u_{\text{max}} \approx

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