Abitur NRW Mathematik 2022 · LK · Nachtermin · CAS · Weiterbildungskolleg

Abiturprüfung Mathematik in Nordrhein-Westfalen 2022, LK · Nachtermin · CAS · Weiterbildungskolleg: 21 Aufgaben mit Lösungen. Mit automatischer Korrektur.

Themen der Prüfung: Funktionen und ihre Eigenschaften · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte · Graphen von f, f′ und F deuten · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben) · Integralrechnung: Flächen und Bestände · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen · Längen, Winkel und Abstände im Raum · Mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen · Beurteilende Statistik: Tests und Intervalle

Teilaufgabe a · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Das Umweltbundesamt erfasst in regelmäßigen Abständen, wie hoch die Stickstoffdioxidkonzentration in der Luft ist. In Düsseldorf wurden über zehn Stunden hinweg, beginnend um 8 Uhr (Beobachtungsbeginn), Messwerte aufgenommen und mithilfe der folgenden Funktion kk mit

k(t)=0,75t2−8t+60,t∈R, 0≤t≤10k(t) = 0{,}75t^2 - 8t + 60, \quad t \in \mathbb{R},\ 0 \leq t \leq 10

modelliert. Dabei steht tt für die seit Beobachtungsbeginn vergangene Zeit in Stunden und k(t)k(t) für die Stickstoffdioxidkonzentration zum Zeitpunkt tt in μg/m3\mu\text{g/m}^3.

(1)

Bestimmen Sie, wie hoch die Stickstoffdioxidkonzentration um 18 Uhr ist.

(2)

Berechnen Sie den Wert des Terms k(10)−k(8)10−8\frac{k(10)-k(8)}{10-8} und interpretieren Sie den Wert im Sachzusammenhang.

(3)

Berechnen Sie, zu welchem Zeitpunkt die momentane Änderungsrate der Stickstoffdioxidkonzentration den Wert 4  μg/m34\;\mu\text{g/m}^3 pro Stunde annimmt.

Teilaufgabe b · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Betrachtet wird die Funktion f(x)=−12x2+x+32f(x) = -\frac{1}{2}x^2 + x + \frac{3}{2}, die die Nullstellen x1=−1x_1 = -1 und x2=3x_2 = 3 besitzt.

(1)

Berechnen Sie die Größe der Fläche, die vom Graphen von ff und der xx-Achse begrenzt wird.

(2)

Gegeben ist die Funktionenschar gag_a mit ga(x)=a⋅f(x+2)g_a(x) = a \cdot f(x+2), a∈Ra \in \mathbb{R}, a>1a > 1.

Geben Sie mit Begründung an, wie sich die Größe der Fläche zwischen dem Graphen von gag_a und der xx-Achse gegenüber dem Flächeninhalt aus (1) verändert.

Teilaufgabe c · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Betrachtet wird die Funktionenschar faf_a mit fa(x)=(a⋅x−a2)⋅e−1ax+3f_a(x) = (a \cdot x - a^2) \cdot e^{-\frac{1}{a}x + 3}, x∈Rx \in \mathbb{R}, a>0a > 0.

(1)

Geben Sie an, in welchem Punkt der Graph von faf_a die yy-Achse schneidet.

Sy(S_y( ∣| ))

(2)

Jede Funktion faf_a hat für alle aa genau einen Extrempunkt EE.

Bestimmen Sie die Koordinaten von EE in Abhängigkeit von aa.

[Hinweis: Eine hinreichende Bedingung muss nicht nachgewiesen werden.]

E(E( ∣| ))

Teilaufgabe d · Graphen von f, f′ und F deuten

d) Betrachtet wird die auf R\mathbb{R} definierte Funktion ff mit f(x)=2x3−x2−4x+1f(x) = 2x^3 - x^2 - 4x + 1.

Abbildung 1 zeigt den Graphen von ff.

(1)

Die Abbildungen 2a, 2b, 2c und 2d zeigen die Graphen der Funktionen AA, BB, CC und DD. Von diesen Funktionen sind genau zwei keine Stammfunktionen von ff.

Begründen Sie mithilfe der Graphen, bei welchen der Funktionen AA, BB, CC und DD es sich nicht um Stammfunktionen von ff handelt.

Funktion

(2)

Geben Sie für ff die Gleichung einer möglichen Stammfunktion an.

Teilaufgabe e · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen

Betrachtet werden die Ebene E:5⋅x1+2⋅x2−x3=−4E: 5\cdot x_1 + 2\cdot x_2 - x_3 = -4 und die Punkte A(2∣1∣2)A(2|1|2) sowie Bu(u∣2u∣u)B_u(u|2u|u), u∈Ru \in \mathbb{R}. Dabei befindet sich AA nicht in EE.

(1)

Zu jedem u∈Ru \in \mathbb{R} gehört eine Gerade gug_u, die AA und BuB_u verbindet.

Bestimmen Sie den Wert von uu, für den gug_u parallel zu EE ist.

(2)

Geben Sie eine Parameterdarstellung derjenigen Ebene FF an, in der der Punkt AA und sämtliche Punkte BuB_u mit u∈Ru \in \mathbb{R} liegen.

Teilaufgabe f · Längen, Winkel und Abstände im Raum

Der Koordinatenursprung OO sowie die Punkte A(a1∣a2)A(a_1|a_2), BB und C(c1∣c2)C(c_1|c_2) mit reellen Zahlen a1a_1, a2a_2, c1c_1 und c2c_2 legen in der x1x2x_1x_2-Ebene ein Parallelogramm OABCOABC fest.

Zudem seien die Vektoren u⃗=(a1+c1a2+c2)\vec{u} = \begin{pmatrix} a_1+c_1 \\ a_2+c_2 \end{pmatrix} und v⃗=(a1−c1a2−c2)\vec{v} = \begin{pmatrix} a_1-c_1 \\ a_2-c_2 \end{pmatrix} gegeben.

Abbildung 3 zeigt das Parallelogramm OABCOABC.

(1)

Von den Vektoren u⃗\vec{u} und v⃗\vec{v} gehört einer zur Diagonalen ee und der andere zur Diagonalen ff.

Geben Sie an, welcher der beiden Vektoren die Diagonale f=CA‾f = \overline{CA} beschreibt.

u⃗\vec{u}

v⃗\vec{v}

(2)

Als Raute bezeichnet man ein Viereck mit vier gleich langen Seiten.

Beweisen Sie: Stehen u⃗\vec{u} und v⃗\vec{v} senkrecht aufeinander, so ist das Parallelogramm eine Raute.

Aufgabe B1 - Funktionsterme bestimmen · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben)

Aufgabenstellung:

Bei einem Beschleunigungsrennen, auch Dragsterrennen genannt, treten Autos oder Motorräder in einem Motorsportwettbewerb an und müssen nach dem Start eine gerade Strecke so schnell wie möglich durchfahren. Üblicherweise misst die Strecke eine Viertel- oder eine Achtelmeile. Gefahren wird mit sogenannten Dragstern, deren Leistung bis zu mehrere tausend PS bzw. kW betragen kann.

Für Rennen verschiedener Dragster wird die Geschwindigkeit während der Beschleunigungsphase, bis die jeweilige Höchstgeschwindigkeit erreicht ist, durch Funktionen hkh_k mit

hk(t)=35⋅t⋅e−k⋅t,t,k∈R,k>0h_k(t) = 35 \cdot t \cdot \mathrm{e}^{-k \cdot t}, \quad t, k \in \mathbb{R}, k > 0 beschrieben. Hierbei steht tt für die seit dem Start vergangene Zeit in Sekunden (s) und hk(t)h_k(t) für die Momentangeschwindigkeit des betreffenden Dragsters in Meter pro Sekunde (m/s).

Den Zeitpunkt, an dem der jeweilige Dragster seine Höchstgeschwindigkeit erreicht, liefert die lokale Maximalstelle der zugehörigen Funktion hkh_k.

a) Ein Dragster hat schon nach zwei Sekunden eine Geschwindigkeit von 50 m/s50\text{ m/s} erreicht.

(1)

Bestimmen Sie den zu dieser Angabe passenden Wert von kk.

(2)

Bei einem zweiten Dragster ist k=0,2k = 0{,}2.

Während der ersten vier Sekunden erreicht keines der beiden Fahrzeuge seine Höchstgeschwindigkeit. In diesem Zeitraum ist stets eines der beiden Fahrzeuge schneller als das andere.

Entscheiden Sie, welcher der beiden Dragster in diesem Zeitraum von vier Sekunden schneller ist, und begründen Sie Ihre Entscheidung mithilfe der Funktionsterme.

Aufgabe B1 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Aufgabenstellung:

Bei einem Beschleunigungsrennen, auch Dragsterrennen genannt, treten Autos oder Motorräder in einem Motorsportwettbewerb an und müssen nach dem Start eine gerade Strecke so schnell wie möglich durchfahren. Üblicherweise misst die Strecke eine Viertel- oder eine Achtelmeile. Gefahren wird mit sogenannten Dragstern, deren Leistung bis zu mehrere tausend PS bzw. kW betragen kann.

Für Rennen verschiedener Dragster wird die Geschwindigkeit während der Beschleunigungsphase, bis die jeweilige Höchstgeschwindigkeit erreicht ist, durch Funktionen hkh_k mit

hk(t)=35⋅t⋅e−k⋅t,t,k∈R,k>0h_k(t) = 35 \cdot t \cdot \mathrm{e}^{-k \cdot t}, \quad t, k \in \mathbb{R}, k > 0 beschrieben. Hierbei steht tt für die seit dem Start vergangene Zeit in Sekunden (s) und hk(t)h_k(t) für die Momentangeschwindigkeit des betreffenden Dragsters in Meter pro Sekunde (m/s).

Den Zeitpunkt, an dem der jeweilige Dragster seine Höchstgeschwindigkeit erreicht, liefert die lokale Maximalstelle der zugehörigen Funktion hkh_k.

In den nachstehenden Teilaufgaben sei k=16k = \frac{1}{6}. Die Funktion h16h_{\frac{1}{6}} wird dabei kurz ff genannt.

In Abbildung 1 ist der Graph von ff dargestellt.

b) (1) (i)

Untersuchen Sie rechnerisch, an welchen Stellen die Funktion ff lokale Extremstellen besitzt.

b) (1) (ii)

Geben Sie an, welche maximale Geschwindigkeit der Dragster erreicht.

[Zur Kontrolle: Die Maximalstelle von ff ist tmax⁡=6t_{\max} = 6.]

b) (2)

Als Beschleunigung bezeichnet man die momentane Änderungsrate der Geschwindigkeit.

Bestimmen Sie die Beschleunigung des Dragsters zu Beginn des Rennens und weisen Sie rechnerisch nach, dass sie zu diesem Zeitpunkt ihren maximalen Wert annimmt.

b) (3) (i)

Mit F(t)F(t) wird die Länge der Strecke modelliert, die der Dragster in der Beschleunigungsphase vom Start bis zu einem Zeitpunkt tt zurücklegt. Dabei muss für die Funktion FF die Bedingung F′(t)=f(t)F'(t) = f(t) gelten.

Begründen Sie, dass die Funktion FF durch die Bedingung F′(t)=f(t)F'(t) = f(t) allein noch nicht eindeutig bestimmt ist.

b) (3) (ii)

Geben Sie eine zusätzliche Bedingung für die Funktion FF neben F′(t)=f(t)F'(t) = f(t) an, durch die FF mit beiden Bedingungen eindeutig bestimmt ist.

Aufgabe B1 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Aufgabenstellung:

Bei einem Beschleunigungsrennen, auch Dragsterrennen genannt, treten Autos oder Motorräder in einem Motorsportwettbewerb an und müssen nach dem Start eine gerade Strecke so schnell wie möglich durchfahren. Üblicherweise misst die Strecke eine Viertel- oder eine Achtelmeile. Gefahren wird mit sogenannten Dragstern, deren Leistung bis zu mehrere tausend PS bzw. kW betragen kann.

Für Rennen verschiedener Dragster wird die Geschwindigkeit während der Beschleunigungsphase, bis die jeweilige Höchstgeschwindigkeit erreicht ist, durch Funktionen hkh_k mit

hk(t)=35⋅t⋅e−k⋅t,t,k∈R,k>0h_k(t) = 35 \cdot t \cdot \mathrm{e}^{-k \cdot t}, \quad t, k \in \mathbb{R}, k > 0 beschrieben. Hierbei steht tt für die seit dem Start vergangene Zeit in Sekunden (s) und hk(t)h_k(t) für die Momentangeschwindigkeit des betreffenden Dragsters in Meter pro Sekunde (m/s).

Den Zeitpunkt, an dem der jeweilige Dragster seine Höchstgeschwindigkeit erreicht, liefert die lokale Maximalstelle der zugehörigen Funktion hkh_k.

Teilaufgabe c)

Parallel zur Rennstrecke bewegt sich ein Kamerafahrzeug mit konstant 45 m/s. Im Moment des Dragster-Starts befindet es sich genau auf gleicher Höhe wie der Dragster. Seine gleichbleibende Geschwindigkeit wird durch eine Funktion gg beschrieben; dabei steht g(t)g(t) für die Geschwindigkeit und tt für die Zeit seit dem Start des Dragsters.

(1)

Zeichnen Sie den Graphen von gg in das Koordinatensystem (Abbildung 1) und bestimmen Sie die Koordinaten des Schnittpunkts der Graphen von ff und gg für 0≤t≤tmax⁡0 \le t \le t_{\max}.

( |)

(2)

Für a=1a = 1 beträgt das Integral ∫0a(g(t)−f(t)) dt\int_0^a (g(t) - f(t))\,\mathrm{d}t ungefähr 29,3.

Erläutern Sie, was dieser Wert im Sachzusammenhang bedeutet.

(3)

Erläutern Sie im Sachzusammenhang und ohne zusätzliche Rechnung, bei welchem Wert von aa im Intervall [0;6][0; 6] das Integral aus c)(2) maximal wird, und geben Sie dieses Maximum an.

(4)

Genau ein Wert aa mit 0<a<60 < a < 6 erfüllt ∫0a(g(t)−f(t)) dt=0\int_0^a (g(t) - f(t))\,\mathrm{d}t = 0.

Bestimmen Sie diesen Wert von aa und erläutern Sie, was er im Sachzusammenhang bedeutet.

Teilaufgabe d)

Abbildung 2 zeigt die Geschwindigkeit des Dragsters während der ersten sechs Sekunden nach dem Start.

Hat der Dragster seine Höchstgeschwindigkeit erreicht, behält er diese noch zwei weitere Sekunden bei. In dieser Zeitspanne passiert er die Ziellinie. Die Rennstrecke ist 402 m402\text{ m} lang.

(1)

Stellen Sie in Abbildung 2 die Geschwindigkeit des Dragsters während der Phase mit konstanter Geschwindigkeit grafisch dar.

Bestimmen Sie die Zeit nach dem Start, nach der der Dragster die Ziellinie überquert.

[Zur Kontrolle: Die Ziellinie wird etwa 6,9 Sekunden nach dem Start überquert.]

Der Fahrer leitet acht Sekunden nach dem Start das Bremsen ein. Ab dann beschreibt eine lineare Funktion bb die Geschwindigkeit des Dragsters. Nach 20 Sekunden steht der Dragster still.

(2)

Stellen Sie in Abbildung 2 die Geschwindigkeit des Dragsters während des Bremsvorgangs grafisch dar.

Bestimmen Sie rechnerisch eine Funktionsgleichung für bb.

(3)

Hinter der Ziellinie schließt sich eine „Bremszone“ der Länge 805 Metern805\text{ Metern} an.

Zeigen Sie, dass der Dragster noch innerhalb dieser Zone anhält.

Aufgabe B2 - Funktionsterme bestimmen · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben)

Die folgende Abbildung zeigt den Graphen der Funktion ff mit f(x)=18x4−34x2f(x) = \frac{1}{8}x^4 - \frac{3}{4}x^2 (x∈Rx \in \mathbb{R}):

a)

Betrachtet wird eine ganzrationale Funktion ff vierten Grades. Ihr Graph verläuft durch den Koordinatenursprung und ist symmetrisch bezüglich der yy-Achse. Außerdem ist der Punkt W2(1|−58)W_2\left(1 \middle| -\frac{5}{8}\right) ein Wendepunkt des Graphen von ff.

Mit diesen Informationen lässt sich eine Funktionsgleichung von ff bestimmen.

Ermitteln Sie eine Funktionsgleichung von ff.

[Zur Kontrolle: f(x)=18x4−34x2f(x) = \frac{1}{8}x^4 - \frac{3}{4}x^2, x∈Rx \in \mathbb{R}.] (5 Punkte)

Aufgabe B2 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Die folgende Abbildung zeigt den Graphen der Funktion ff mit f(x)=18x4−34x2f(x) = \frac{1}{8}x^4 - \frac{3}{4}x^2 (x∈Rx \in \mathbb{R}):

Teilaufgabe b

Zu jedem uu mit 0<u<60 < u < \sqrt{6} bilden die Punkte P(0∣0)P(0\mid 0), Qu(u∣0)Q_u(u\mid 0) und Ru(u∣f(u))R_u(u\mid f(u)) ein Dreieck PQuRuPQ_uR_u.

b) (1)

Weisen Sie nach, dass der Flächeninhalt A(u)A(u) des Dreiecks PQuRuPQ_uR_u durch folgenden Term gegeben ist:A(u)=−116⋅u5+38⋅u3.A(u) = -\frac{1}{16}\cdot u^5 + \frac{3}{8}\cdot u^3.

b) (2)

Ermitteln Sie den größtmöglichen Flächeninhalt des Dreiecks PQuRuPQ_uR_u für 0<u<60 < u < \sqrt{6}.

Teilaufgabe d

d) (1)

Zeigen Sie: Für jedes b∈Rb \in \mathbb{R} stellt der Graph von tbt_b mittb(x)=(12⋅b3−32⋅b)⋅x−38⋅b4+34⋅b2, x∈R,t_b(x) = \left(\frac{1}{2}\cdot b^3 - \frac{3}{2}\cdot b\right)\cdot x - \frac{3}{8}\cdot b^4 + \frac{3}{4}\cdot b^2,\ x \in \mathbb{R},die Tangente an den Graphen von ff im Punkt Pb(b∣f(b))P_b(b\mid f(b)) dar.

d) (2)(iii)

Ermitteln Sie rechnerisch den größten Abstand in yy-Richtung, den die Graphen von ff und t1t_1 im Intervall [−3;1][-3; 1] zueinander haben.

Aufgabe B2 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Die folgende Abbildung zeigt den Graphen der Funktion ff mit f(x)=18x4−34x2f(x) = \frac{1}{8}x^4 - \frac{3}{4}x^2 (x∈Rx \in \mathbb{R}):

Teilaufgabe c

Die Sekante, die durch die beiden Wendepunkte des Graphen von ff verläuft, ist der Graph der Funktion ss mit s(x)=−58s(x) = -\frac{5}{8}.

(1)

Zeichnen Sie die genannte Sekante in die Abbildung.

Die Sekante und der Graph von ff besitzen außerdem Schnittpunkte bei x=−5x = -\sqrt{5} und x=5x = \sqrt{5}.

[Dies muss nicht nachgewiesen werden.]

(2) (i)

Ermitteln Sie ∫−55(s(x)−f(x)) dx\int_{-\sqrt{5}}^{\sqrt{5}} (s(x) - f(x))\,dx.

(2) (ii)

Begründen Sie unter Nutzung Ihres Ergebnisses (z. B. anhand der Abbildung) ohne zusätzliche Rechnung:

∫−11(f(x)−s(x)) dx=2⋅∫−5−1(s(x)−f(x)) dx\int_{-1}^{1} (f(x) - s(x))\,dx = 2 \cdot \int_{-\sqrt{5}}^{-1} (s(x) - f(x))\,dx

Teilaufgabe d (ab (2))

Die Tangente tbt_b berührt den Graphen von ff im Punkt Pb(b∣f(b))P_b(b \mid f(b)) und ist gegeben durch:

tb(x)=(12b3−32b)x−38b4+34b2,x∈Rt_b(x) = \left(\frac{1}{2}b^3 - \frac{3}{2}b\right)x - \frac{3}{8}b^4 + \frac{3}{4}b^2, \quad x \in \mathbb{R}

Die gemeinsamen Punkte von ff und tbt_b liegen an den Stellen:

x1=b,x2=−b−6−2b2,x3=−b+6−2b2x_1 = b, \quad x_2 = -b - \sqrt{6 - 2b^2}, \quad x_3 = -b + \sqrt{6 - 2b^2}

(2) (i)

Geben Sie für b=1b = 1 die Stellen x1x_1, x2x_2 und x3x_3 an und zeichnen Sie außerdem den Graphen von t1t_1 in die Abbildung.

x1x_1:

x2x_2:

x3x_3:

(2) (ii)

Ermitteln Sie den Inhalt der Fläche, die die Graphen von ff und t1t_1 einschließen.

FE

(3) (i)

Außer für b=1b = 1 gibt es drei weitere Werte von bb, für die die Graphen von ff und tbt_b eine Fläche mit nur einem Teilstück einschließen.

Ermitteln Sie diese Werte.

(3) (ii)

Begründen Sie, dass die Graphen von ff und tbt_b für b<−3b < -\sqrt{3} sowie für b>3b > \sqrt{3} keine Fläche einschließen.

(4)

Zwischen den Graphen von ff und t32t_{\frac{3}{2}} liegt eine Fläche, die aus zwei Teilstücken besteht.

Eine Schülerin meint, die größere Teilfläche sei mehr als achtmal so groß wie die kleinere.

Prüfen Sie, ob diese Behauptung zutrifft.

(5)

Im Bereich 1<b<31 < b < \sqrt{3} gilt für die Werte x1x_1, x2x_2 und x3x_3: x2<x3<x1x_2 < x_3 < x_1.

Die Graphen von ff und tbt_b schließen für 1<b<31 < b < \sqrt{3} eine Fläche ein, die aus zwei Teilstücken besteht. Eines dieser Teilstücke liegt unterhalb des Graphen von tbt_b und das andere Teilstück liegt oberhalb des Graphen von tbt_b.

[Diese Aussagen können Sie ohne Nachweis verwenden.]

Es gibt genau einen Wert von bb mit 1<b<31 < b < \sqrt{3}, für den diese beiden Teilstücke den gleichen Flächeninhalt besitzen.

Geben Sie einen Ansatz an, mit dem sich dieser Wert berechnen lässt.

Aufgabe B3 - Geraden und Ebenen · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen

Aufgabenstellung:

Vom Tenzing-Hillary Flughafen in Lukla (Nepal) aus starten Bergtouren in die Region um den Mount Everest. Er zählt zu den gefährlichsten Flughäfen weltweit. Die Landebahn misst nur etwa 527 m in der Länge und etwa 20 m in der Breite und ist geneigt. Landungen sind ausschließlich bergauf und Starts ausschließlich bergab möglich: Beim Landen rollen die Flugzeuge auf eine Felswand zu, beim Starten auf eine tiefe Schlucht. Direkt an die Landebahn schließt die Bebauung des Ortes an.

In Abbildung 2 wird die rechteckige Landebahn in einem kartesischen Koordinatensystem durch die Eckpunkte A(523∣0∣0)A(523 \mid 0 \mid 0), B(523∣20∣0)B(523 \mid 20 \mid 0), CC und D(0∣0∣65)D(0 \mid 0 \mid 65) modelliert; dabei steht eine Längeneinheit für einen Meter in der Realität.

Teilaufgabe a (3)

(3)

Stellen Sie eine Koordinatengleichung für die Ebene EE auf, in der die Punkte AA, BB und DD liegen.

[Mögliche Lösung: 65⋅x1+523⋅x3=3399565\cdot x_1 + 523\cdot x_3 = 33995]

Teilaufgabe b

Für eine sichere Landung muss ein Flugzeug im ersten Viertel der Landebahn aufsetzen. Als Orientierungshilfe für den Piloten dient eine geradlinige, 20 m20\text{ m} lange Markierungsstrecke ss, die quer zur Landebahn verläuft (siehe Abbildung 2). Sie teilt die Landebahn im Verhältnis 1:31:3.

(1)

Stellen Sie die Strecke ss in Parameterform dar.

Ein Flugzeug befindet sich im Landeanflug und fliegt entlang der Geradenga:x⃗=(6701022)+r⋅(−15,50a),r∈R,g_a: \vec{x} = \begin{pmatrix} 670 \\ 10 \\ 22 \end{pmatrix} + r \cdot \begin{pmatrix} -15{,}5 \\ 0 \\ a \end{pmatrix}, \quad r \in \mathbb{R},die die Ebene EE im Punkt SS mit S(6528911046a−2015+670 ∣ 10 ∣ −42122a1046a−2015+22)S\left(\frac{652891}{1046a - 2015} + 670 \,\Big|\, 10 \,\Big|\, \frac{-42122a}{1046a - 2015} + 22\right) schneidet. [Nachweis nicht erforderlich]

(2) (i)

Geben Sie an, zwischen welchen Werten die x1x_1-Koordinate des Schnittpunktes SS liegen muss, damit das Flugzeug bei gleichbleibendem Kurs im ersten Viertel der Landebahn aufsetzt.

(2) (ii)

Ermitteln Sie alle Werte von aa, für die die x1x_1-Koordinate des Schnittpunktes SS zwischen den Werten aus (i) liegt.

Aufgabe B3 - Längen, Winkel und Abstände · Längen, Winkel und Abstände im Raum

Aufgabenstellung:

Vom Tenzing-Hillary Flughafen in Lukla (Nepal) aus starten Bergtouren in die Region um den Mount Everest. Er zählt zu den gefährlichsten Flughäfen weltweit. Die Landebahn misst nur etwa 527 m in der Länge und etwa 20 m in der Breite und ist geneigt. Landungen sind ausschließlich bergauf und Starts ausschließlich bergab möglich: Beim Landen rollen die Flugzeuge auf eine Felswand zu, beim Starten auf eine tiefe Schlucht. Direkt an die Landebahn schließt die Bebauung des Ortes an.

In Abbildung 2 wird die rechteckige Landebahn in einem kartesischen Koordinatensystem durch die Eckpunkte A(523∣0∣0)A(523 \mid 0 \mid 0), B(523∣20∣0)B(523 \mid 20 \mid 0), CC und D(0∣0∣65)D(0 \mid 0 \mid 65) modelliert; dabei steht eine Längeneinheit für einen Meter in der Realität.

a)

(1) Geben Sie an, welche Koordinaten der Punkt CC hat.

(

|

|

)

(2) Weisen Sie durch eine Rechnung nach, dass die Landebahn mit der Länge ∣AD‾∣|\overline{AD}| ungefähr 527 m527\text{ m} lang ist.

(4) Berechnen Sie den Winkel, mit dem die Landebahn gegenüber der Horizontalen ansteigt, sowie die prozentuale Steigung der Landebahn.

c)

(1) Damit Landungen sicher verlaufen, wird die Landebahn regelmäßig überprüft. Hierfür fliegt eine Drohne in einer Ebene KK, die von der Ebene EE den Abstand 12 m12\text{ m} hat. Bestimmen Sie rechnerisch einen Punkt, der in der Ebene KK liegt.

(

|

|

)

(2) Während das Flugzeug ausrollt, bewegt sich die rechte Tragflächenspitze auf einer Strecke der Geraden

h:x⃗=(35518,524)+s⋅(−523065),s∈R.h: \vec{x} = \begin{pmatrix} 355 \\ 18{,}5 \\ 24 \end{pmatrix} + s \cdot \begin{pmatrix} -523 \\ 0 \\ 65 \end{pmatrix}, \quad s \in \mathbb{R}.

Rechts neben der Landebahn steht ein großer Baum, dessen Astspitze bei Q(300∣28∣31)Q(300 | 28 | 31) liegt.

Bestimmen Sie rechnerisch, wie weit die Gerade hh vom Punkt QQ entfernt ist.

Aufgabe B4 - Mehrstufige Zufallsexperimente · Mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten

Aufgabenstellung:

Jede Person gehört zu einer der vier Blutgruppen (0, A, B oder AB). Zusätzlich gibt es mit dem Rhesusfaktor ein weiteres Blutmerkmal, das positiv oder negativ ausfällt. Wie sich die Blutmerkmale innerhalb der Bevölkerung verteilen, unterscheidet sich von Land zu Land.

Für die Bevölkerung Deutschlands gilt näherungsweise folgende Verteilung 1:

1 Blutspende-Magazin des DRK-Blutspendediensts

https://magazin.blutspende.de/von-a-bis-0/blutgruppen-verteilung-in-der-bevoelkerung (Zugriff: 13.02.2021)

a) Um Komplikationen bei einer Bluttransfusion zu vermeiden, müssen die Blutmerkmale Blutgruppe und Rhesusfaktor berücksichtigt werden. Gemeinsam bestimmen diese beiden Merkmale, welche Person für welche andere Blut spenden darf.

(1)

Weisen Sie nach, dass der Anteil der Personen mit Rhesusfaktor negativ an allen Personen der Blutgruppe B etwa 18,2 %18{,}2\,\% beträgt.

(2)

Aus der Gruppe der Personen mit Blutgruppe B werden zufällig zwei Personen ausgewählt.

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass beide Personen denselben Rhesusfaktor haben.

Aufgabe B4 - Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeit… · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

Aufgabenstellung:

Jede Person gehört zu einer der vier Blutgruppen (0, A, B oder AB). Zusätzlich gibt es mit dem Rhesusfaktor ein weiteres Blutmerkmal, das positiv oder negativ ausfällt. Wie sich die Blutmerkmale innerhalb der Bevölkerung verteilen, unterscheidet sich von Land zu Land.

Für die Bevölkerung Deutschlands gilt näherungsweise folgende Verteilung 1:

1 Blutspende-Magazin des DRK-Blutspendediensts

https://magazin.blutspende.de/von-a-bis-0/blutgruppen-verteilung-in-der-bevoelkerung (Zugriff: 13.02.2021)

Für alle Teilaufgaben gilt: Bei jeder Blutgruppe sei die Anzahl der Personen mit dieser Blutgruppe in einer Zufallsstichprobe von 200 Personen binomialverteilt. Die relativen Häufigkeiten der Tabelle sind dabei als Wahrscheinlichkeiten zu verwenden.

b)

(1)

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass unter 200 zufällig ausgewählten Personen mindestens 20 die Blutgruppe B haben.

(2)

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit für das nachstehende Ereignis EE:

EE: Die Anzahl der Personen mit Blutgruppe A unter 200 zufällig ausgewählten Personen weicht um höchstens 1,5-Standardabweichungen von ihrem Erwartungswert ab.

(3)

Die Abbildungen 1 – 3 zeigen die Wahrscheinlichkeitsverteilungen dreier binomialverteilter Zufallsgrößen. Eine davon beschreibt die Anzahl der Personen mit der Blutgruppe B unter 200 zufällig ausgewählten Personen.

Begründen Sie für jede der beiden übrigen Abbildungen, weshalb sie nicht die Verteilung der Anzahl der Personen mit der Blutgruppe B unter 200 zufällig ausgewählten Personen darstellen kann.

c)

Blut der Blutgruppe 0 mit Rhesusfaktor negativ ist besonders wichtig, da es wegen seiner guten Verträglichkeit in Notfällen sehr oft verwendet wird.

Bestimmen Sie, wie viele zufällig ausgewählte Personen mindestens Blut spenden müssen, damit man mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 95 % mindestens 20 Spenden der Blutgruppe 0 mit Rhesusfaktor negativ erhält.

Aufgabe B4 - Beurteilende Statistik · Beurteilende Statistik: Tests und Intervalle

Aufgabenstellung:

Jede Person gehört zu einer der vier Blutgruppen (0, A, B oder AB). Zusätzlich gibt es mit dem Rhesusfaktor ein weiteres Blutmerkmal, das positiv oder negativ ausfällt. Wie sich die Blutmerkmale innerhalb der Bevölkerung verteilen, unterscheidet sich von Land zu Land.

Für die Bevölkerung Deutschlands gilt näherungsweise folgende Verteilung 1:

1 Blutspende-Magazin des DRK-Blutspendediensts

https://magazin.blutspende.de/von-a-bis-0/blutgruppen-verteilung-in-der-bevoelkerung (Zugriff: 13.02.2021)

d) Die Blutgruppe kann die Schwere des Verlaufs von Erkrankungen beeinflussen. Für eine bestimmte Erkrankung beträgt die Wahrscheinlichkeit eines schweren Verlaufs in der Gesamtbevölkerung 10 %10\,\%. Eine Wissenschaftlerin nimmt an, dass diese Wahrscheinlichkeit bei Menschen mit Blutgruppe A kleiner ist. Bevor sie veröffentlicht, testet sie ihre Annahme mit einem Hypothesentest zum Signifikanzniveau 5 %5\,\%. Dazu untersucht sie die Krankheitsverläufe von 1 0001\,000 zufällig ausgewählten Personen mit Blutgruppe A, die an dieser Krankheit erkrankt sind (im Folgenden: Erkrankte), und zählt, wie viele von ihnen einen schweren Verlauf haben.

Als Nullhypothese setzt sie an: H0:p≥0,1H_0: p \ge 0{,}1.

(1)

Erläutern Sie, welchen Fehler die Wissenschaftlerin mit der Wahl dieser Nullhypothese vermeiden möchte. [2 Punkte]

(2)

Von 1 0001\,000 zufällig ausgewählten Erkrankten mit Blutgruppe A haben 8585 einen schweren Verlauf dieser Erkrankung.

Beurteilen Sie, ob die Wissenschaftlerin aufgrund dieses Ergebnisses annehmen sollte, dass die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf bei Personen mit Blutgruppe A geringer ist. [3 Punkte]

Ja

Nein

Aufgabe B5 - Funktionen und ihre Eigenschaften · Funktionen und ihre Eigenschaften

Aufgabenstellung:

Als Wüstentiere müssen Dromedare oft starke Temperaturwechsel in ihrer Umgebung aushalten und finden nur selten Trinkwasser. Deshalb wird die Körpertemperatur durstender Dromedare so gesteuert, dass sie weniger schwitzen und dadurch weniger Wasser verlieren.

Betrachtet wird nun, wie sich die Körpertemperatur eines durstenden Dromedars an einem Wüstentag zwischen 0 Uhr und 20 Uhr verändert.

Für 0≤t≤200 \le t \le 20 wird die Körpertemperatur dieses Dromedars näherungsweise durch die Funktion kk modelliert mit

k(t)=−1120t3+14t2−779480t+2978mit t∈R.k(t) = -\frac{1}{120}t^3 + \frac{1}{4}t^2 - \frac{779}{480}t + \frac{297}{8} \quad \text{mit } t \in \mathbb{R}.

Hierbei steht tt mit 0≤t≤200 \le t \le 20 für die Zeit in Stunden seit Mitternacht und k(t)k(t) für die Körpertemperatur in Grad Celsius. Abbildung 1 zeigt den Graphen von kk.

a) (1)

Ermitteln Sie rechnerisch die Dauer, während der die Körpertemperatur des Dromedars im betrachteten Zeitraum mindestens 38 ∘C38\ ^\circ\text{C} beträgt.

Für einige weitere Dromedare lässt sich die Körpertemperatur für 0≤t≤200 \leq t \leq 20 (näherungsweise) mithilfe von Funktionen faf_a modellieren mit

fa(t)=a⋅(−1120t3+14t2−779480t)+2978,a>0.f_a(t) = a \cdot \left(-\frac{1}{120}t^3 + \frac{1}{4}t^2 - \frac{779}{480}t\right) + \frac{297}{8}, \quad a > 0.

Hierbei steht tt mit 0≤t≤200 \leq t \leq 20 für die Zeit in Stunden nach Mitternacht und fa(t)f_a(t) für die Körpertemperatur in Grad Celsius. Der Parameter aa hängt von der Wasserversorgung des jeweiligen Dromedars sowie von der Umgebungstemperatur ab.

d) (1)

Abbildung 2 zeigt neben dem Graphen von kk auch die Graphen von faf_a für a=0,2a = 0{,}2, a=0,5a = 0{,}5 und a=1,5a = 1{,}5.

Geben Sie an, welchem Wert von aa jeder der Graphen entspricht.

Graph

Zugehöriger Parameter aa

Graph I

Graph II

Graph III

Aufgabe B5 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Aufgabenstellung:

Als Wüstentiere müssen Dromedare oft starke Temperaturwechsel in ihrer Umgebung aushalten und finden nur selten Trinkwasser. Deshalb wird die Körpertemperatur durstender Dromedare so gesteuert, dass sie weniger schwitzen und dadurch weniger Wasser verlieren.

Betrachtet wird nun, wie sich die Körpertemperatur eines durstenden Dromedars an einem Wüstentag zwischen 0 Uhr und 20 Uhr verändert.

Für 0≤t≤200 \le t \le 20 wird die Körpertemperatur dieses Dromedars näherungsweise durch die Funktion kk modelliert mit

k(t)=−1120t3+14t2−779480t+2978mit t∈R.k(t) = -\frac{1}{120}t^3 + \frac{1}{4}t^2 - \frac{779}{480}t + \frac{297}{8} \quad \text{mit } t \in \mathbb{R}.

Hierbei steht tt mit 0≤t≤200 \le t \le 20 für die Zeit in Stunden seit Mitternacht und k(t)k(t) für die Körpertemperatur in Grad Celsius. Abbildung 1 zeigt den Graphen von kk.

a) (2)

Als Temperaturspanne bezeichnet man den Unterschied zwischen höchster und niedrigster Körpertemperatur. Bei durstenden Dromedaren ist sie aufgrund ihrer Anpassung an das Wüstenleben erheblich größer als beim Menschen.

Bestimmen Sie die Temperaturspanne des Dromedars für den betrachteten Zeitraum durch eine Rechnung.

d) (2)

Für einige weitere Dromedare wird die Körpertemperatur im Bereich 0≤t≤200 \leq t \leq 20 näherungsweise durch Funktionen faf_a modelliert mit

fa(t)=a⋅(−1120t3+14t2−779480t)+2978,a>0.f_a(t) = a \cdot \left(-\frac{1}{120}t^3 + \frac{1}{4}t^2 - \frac{779}{480}t\right) + \frac{297}{8}, \quad a > 0.

Selbst unter extremen Bedingungen liegt die Körpertemperatur eines gesunden Dromedars weder über 42 ∘C42\text{ }^{\circ}\text{C} noch unter 34 ∘C34\text{ }^{\circ}\text{C}.

(i)

Begründen Sie, ohne weiter zu rechnen, dass faf_a die gleichen Extremstellen besitzt wie die Funktion kk, nämlich t1≈4,08t_1 \approx 4{,}08 und t2≈15,92t_2 \approx 15{,}92.

(ii)

Ermitteln Sie die Werte von aa, für die fa(t)f_a(t) im Intervall 0≤t≤200 \leq t \leq 20 weder größer als 4242 noch kleiner als 3434 ist.

Hinweis: Die Randwerte müssen hier nicht untersucht werden.

Aufgabe B5 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Aufgabenstellung:

Als Wüstentiere müssen Dromedare oft starke Temperaturwechsel in ihrer Umgebung aushalten und finden nur selten Trinkwasser. Deshalb wird die Körpertemperatur durstender Dromedare so gesteuert, dass sie weniger schwitzen und dadurch weniger Wasser verlieren.

Betrachtet wird nun, wie sich die Körpertemperatur eines durstenden Dromedars an einem Wüstentag zwischen 0 Uhr und 20 Uhr verändert.

Für 0≤t≤200 \le t \le 20 wird die Körpertemperatur dieses Dromedars näherungsweise durch die Funktion kk modelliert mit

k(t)=−1120t3+14t2−779480t+2978mit t∈R.k(t) = -\frac{1}{120}t^3 + \frac{1}{4}t^2 - \frac{779}{480}t + \frac{297}{8} \quad \text{mit } t \in \mathbb{R}.

Hierbei steht tt mit 0≤t≤200 \le t \le 20 für die Zeit in Stunden seit Mitternacht und k(t)k(t) für die Körpertemperatur in Grad Celsius. Abbildung 1 zeigt den Graphen von kk.

b) Der Ausdruck 1b−a∫abf(x) dx\frac{1}{b-a}\int_a^b f(x)\,\mathrm{d}x liefert den Mittelwert einer Funktion ff auf dem Intervall [a;b][a; b].

(1)

Bestimmen Sie die mittlere Körpertemperatur des Dromedars für den Zeitraum von 0 Uhr bis 20 Uhr.

(2)

Nun sollen Zeiträume der Länge zwei Stunden [u;u+2][u; u+2] mit dem Startzeitpunkt uu untersucht werden.

Bestimmen Sie diejenigen Werte von uu, für die die mittlere Körpertemperatur des Dromedars mindestens 40 ∘C40\ ^\circ\text{C} beträgt.

h

h

Aufgabe B5 - Funktionsterme bestimmen · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben)

Aufgabenstellung:

Als Wüstentiere müssen Dromedare oft starke Temperaturwechsel in ihrer Umgebung aushalten und finden nur selten Trinkwasser. Deshalb wird die Körpertemperatur durstender Dromedare so gesteuert, dass sie weniger schwitzen und dadurch weniger Wasser verlieren.

Betrachtet wird nun, wie sich die Körpertemperatur eines durstenden Dromedars an einem Wüstentag zwischen 0 Uhr und 20 Uhr verändert.

Für 0≤t≤200 \le t \le 20 wird die Körpertemperatur dieses Dromedars näherungsweise durch die Funktion kk modelliert mit

k(t)=−1120t3+14t2−779480t+2978mit t∈R.k(t) = -\frac{1}{120}t^3 + \frac{1}{4}t^2 - \frac{779}{480}t + \frac{297}{8} \quad \text{mit } t \in \mathbb{R}.

Hierbei steht tt mit 0≤t≤200 \le t \le 20 für die Zeit in Stunden seit Mitternacht und k(t)k(t) für die Körpertemperatur in Grad Celsius. Abbildung 1 zeigt den Graphen von kk.

Die Körpertemperatur des durstenden Dromedars nimmt bis 24 Uhr weiter ab. Um 24 Uhr liegt sie bei ungefähr 37 ∘C37\ ^\circ\text{C}.

Eine quadratische Funktion pp mit p(t)=a⋅t2+b⋅t+cp(t) = a \cdot t^2 + b \cdot t + c soll für 20≤t≤2420 \leq t \leq 24 den Verlauf der Körpertemperatur modellieren. Der Graph von pp soll im Punkt (20∣k(20))(20 \mid k(20)) knickfrei in den Graphen der Funktion kk übergehen. Ebenso soll der Punkt (24∣37)(24 \mid 37) auf dem Graphen der Funktion pp liegen.

c)

Geben Sie drei Gleichungen an, anhand derer sich die Funktion pp ermitteln lässt.

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