Abitur NRW Mathematik 2021 · LK · Nachtermin · GTR

Abiturprüfung Mathematik in Nordrhein-Westfalen 2021, LK · Nachtermin · GTR: 25 Aufgaben mit Lösungen. Themen: Funktionen und ihre Eigenschaften. Kostenlos.

Themen der Prüfung: Funktionen und ihre Eigenschaften · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte · Graphen von f, f′ und F deuten · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben) · Integralrechnung: Flächen und Bestände · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen · Längen, Winkel und Abstände im Raum · Mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen · Beurteilende Statistik: Tests und Intervalle

Aufgabe a - Funktionen und ihre Eigenschaften · Funktionen und ihre Eigenschaften

Betrachtet werden die drei Funktionen ff, gg und hh mitf(x)=(1−x2)⋅ex+1,x∈R,g(x)=(1+x2)⋅ex+1,x∈R,h(x)=(1−x2)⋅e−x2,x∈R.\begin{aligned}f(x) &= (1-x^2)\cdot e^{x+1},\quad x \in \mathbb{R}, \\g(x) &= (1+x^2)\cdot e^{x+1},\quad x \in \mathbb{R}, \\h(x) &= (1-x^2)\cdot e^{-x^2},\quad x \in \mathbb{R}.\end{aligned}In Abbildung 1 sind die Graphen von ff, gg und hh abgebildet.

(1) Geben Sie für zwei der drei Funktionen ff, gg und hh jeweils mit Begründung an, welchen der Graphen A, B bzw. C man der jeweiligen Funktion zuordnen kann.

Aufgabe a - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Betrachtet werden die drei Funktionen ff, gg und hh mitf(x)=(1−x2)⋅ex+1,x∈R,g(x)=(1+x2)⋅ex+1,x∈R,h(x)=(1−x2)⋅e−x2,x∈R.\begin{aligned}f(x) &= (1-x^2)\cdot e^{x+1},\quad x \in \mathbb{R}, \\g(x) &= (1+x^2)\cdot e^{x+1},\quad x \in \mathbb{R}, \\h(x) &= (1-x^2)\cdot e^{-x^2},\quad x \in \mathbb{R}.\end{aligned}In Abbildung 1 sind die Graphen von ff, gg und hh abgebildet.

(2)

Berechnen Sie h′(−1)h'(-1).

Aufgabe b - Funktionen und ihre Eigenschaften · Funktionen und ihre Eigenschaften

Zu jedem Parameterwert a∈Ra \in \mathbb{R} wird eine Funktion faf_a durch die folgende Gleichung festgelegt:

fa(x)=x2+(1−2a)⋅x−2a,x∈R.f_a(x) = x^2 + (1-2a)\cdot x - 2a, \quad x \in \mathbb{R}. In Abbildung 2 ist der Graph von f0f_0 mit f0(x)=x2+xf_0(x) = x^2 + x dargestellt.

(1)

Zeigen Sie, dass jede Funktion faf_a an der Stelle x=−1x = -1 eine Nullstelle besitzt.

(2)

Bestimmen Sie den Parameterwert aa so, dass faf_a zusätzlich an der Stelle x=−2x = -2 eine Nullstelle hat.

a=a =

Aufgabe b - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Zu jedem Parameterwert a∈Ra \in \mathbb{R} wird eine Funktion faf_a durch die folgende Gleichung festgelegt:

fa(x)=x2+(1−2a)⋅x−2a,x∈R.f_a(x) = x^2 + (1-2a)\cdot x - 2a, \quad x \in \mathbb{R}. In Abbildung 2 ist der Graph von f0f_0 mit f0(x)=x2+xf_0(x) = x^2 + x dargestellt.

(3)

In Abbildung 2 ist der Graph von f0f_0 mit f0(x)=x2+xf_0(x) = x^2 + x dargestellt.

Berechnen Sie den Flächeninhalt des Bereichs, der vom Graphen von f0f_0 und der xx-Achse begrenzt wird.

Hinweis: Die Nullstellen können aus der Abbildung entnommen werden.

A=A =

FE

Aufgabe c · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben)

c) Zum Graphen einer ganzrationalen Funktion ff sind die folgenden Angaben bekannt:

An der Stelle x=2x = 2 befindet sich ein lokales Extremum.

Der Punkt W(0∣4)W(0|4) ist ein Wendepunkt.

x=4x = 4 ist eine Nullstelle.

(1)

Begründen Sie, warum die gesuchte Funktion mindestens den Grad 3 haben muss.

(2)

Verwendet wird dieser Ansatz:

f(x)=ax3+bx2+cx+df(x) = ax^3 + bx^2 + cx + d, f′(x)=3ax2+2bx+cf'(x) = 3ax^2 + 2bx + c und f′′(x)=6ax+2bf''(x) = 6ax + 2b.

Zur Bestimmung der Gleichung der Funktion ff dient das folgende Gleichungssystem:

$\begin{aligned}

d &= 4 \\

64a + 16b + 4c + d &= 0 \\

12a + 4b + c &= 0 \\

2b &= 0

\end{aligned}$

Begründen Sie unter Verwendung der Informationen (i), (ii) bzw. (iii), wie die zweite und die dritte Gleichung des Gleichungssystems zustande kommen.

(3)

Bestimmen Sie die Lösung des Gleichungssystems. [1 + 2 + 2 Punkte]

a=a =

b=b =

c=c =

d=d =

Aufgabe d - Funktionen und ihre Eigenschaften · Funktionen und ihre Eigenschaften

Betrachtet wird die Funktion ff mit f(x)=e−x2+4⋅x,  x∈Rf(x) = e^{-x^2+4\cdot x},\; x \in \mathbb{R}.

Abbildung 3 zeigt den Graphen von ff.

(1)

Es ist bekannt, dass f(2−a)=e−a2+4f(2-a) = e^{-a^2+4} für jedes a∈Ra \in \mathbb{R} gilt.

Weisen Sie nach, dass für jedes a∈Ra \in \mathbb{R} die Gleichung f(2+a)=f(2−a)f(2+a) = f(2-a) erfüllt ist.

(2)

Interpretieren Sie, was die Gleichung f(2−a)=f(2+a)f(2-a) = f(2+a) geometrisch für den Verlauf des Graphen von ff bedeutet.

Aufgabe d - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Betrachtet wird die Funktion ff mit f(x)=e−x2+4⋅x,  x∈Rf(x) = e^{-x^2+4\cdot x},\; x \in \mathbb{R}.

Abbildung 3 zeigt den Graphen von ff.

(3)

Der Graph von ff enthält den Punkt P(4∣1)P(4|1).

Ermitteln Sie rechnerisch eine Gleichung der Tangente, die den Graphen von ff im Punkt P(4∣1)P(4|1) berührt.

Aufgabe e (A1) · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen

Betrachtet werden die Geradenschar gag_a sowie die Ebene EE mit den folgenden Gleichungen:ga:x⃗=(15−4)+r⋅(a−10,5),r∈R,a∈Rundg_a: \vec{x} = \begin{pmatrix} 1 \\ 5 \\ -4 \end{pmatrix} + r \cdot \begin{pmatrix} a \\ -1 \\ 0{,}5 \end{pmatrix}, \quad r \in \mathbb{R}, a \in \mathbb{R} \quad \text{und}E:x⃗=(15−4)+s⋅(024)+t⋅(1−21),s,t∈R.E: \vec{x} = \begin{pmatrix} 1 \\ 5 \\ -4 \end{pmatrix} + s \cdot \begin{pmatrix} 0 \\ 2 \\ 4 \end{pmatrix} + t \cdot \begin{pmatrix} 1 \\ -2 \\ 1 \end{pmatrix}, \quad s, t \in \mathbb{R}.

(1)

Bestimmen Sie aa so, dass die Gerade gag_a auf der Ebene EE senkrecht steht.

(2)

Ermitteln Sie für die Ebene EE eine Gleichung in Koordinatenform.

(3)

Geben Sie ein aa an, für das die Gerade gag_a vollständig in der Ebene EE liegt.

Aufgabe f (A1) · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen

Gegeben sind die Punkte A(−2∣1∣2)A(-2|1|2), B(−1∣1∣p)B(-1|1|p) und C(1∣p∣q)C(1|p|q) mit p,q∈Rp, q \in \mathbb{R}.

(1)

Der Parameter pp ist so zu wählen, dass die Gerade, die durch AA und BB verläuft, parallel zu einer der Koordinatenachsen ist.

Geben Sie den dazu passenden Wert von pp an und nennen Sie die Koordinatenachse, zu der die Gerade parallel ist.

(2)

Alternativ zu (1) lässt sich pp auch so wählen, dass der Punkt CC bei passendem qq auf der Geraden durch AA und BB liegt.

Bestimmen Sie die Werte von pp und qq, für die diese Bedingung erfüllt ist.

Aufgabe e (A2) · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

Für ein Spiel stehen die beiden unten abgebildeten Urnen zur Verfügung, die schwarze und weiße Kugeln enthalten:

In diesem Spiel werden nach den folgenden Regeln insgesamt zwei Kugeln gezogen:

Als Erstes wird zufällig eine Kugel aus Urne A entnommen.

Ist diese Kugel aus Urne A schwarz, folgt danach eine zufällige Ziehung einer Kugel aus Urne B.

Ist die zuerst aus Urne A gezogene Kugel dagegen weiß, wird ohne Zurücklegen zufällig eine zweite Kugel aus Urne A gezogen.

Die Zufallsgröße XX ist binomialverteilt mit den Parametern n=4n = 4 und p=0,2p = 0{,}2.

Entscheiden Sie bei jeder der nachstehenden Aussagen zur Zufallsgröße XX, ob sie wahr oder falsch ist, und begründen Sie Ihre Entscheidung jeweils.

(1)

Für die Zufallsgröße XX stimmen Erwartungswert und Standardabweichung überein.

wahr

falsch

(2)

Mit dem Ansatz P(X=2)=(42)⋅0,24⋅0,82P(X = 2) = \binom{4}{2} \cdot 0{,}2^4 \cdot 0{,}8^2 lässt sich die Wahrscheinlichkeit für genau zwei Erfolge berechnen.

wahr

falsch

(3)

Es gilt P(X=0)=P(X=1)P(X = 0) = P(X = 1).

wahr

falsch

Aufgabe f (A2) · Mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten

Für ein Spiel stehen die beiden unten abgebildeten Urnen zur Verfügung, die schwarze und weiße Kugeln enthalten:

In diesem Spiel werden nach den folgenden Regeln insgesamt zwei Kugeln gezogen:

Als Erstes wird zufällig eine Kugel aus Urne A entnommen.

Ist diese Kugel aus Urne A schwarz, folgt danach eine zufällige Ziehung einer Kugel aus Urne B.

Ist die zuerst aus Urne A gezogene Kugel dagegen weiß, wird ohne Zurücklegen zufällig eine zweite Kugel aus Urne A gezogen.

(1)

Zeigen Sie, dass bei diesem Spiel genau eine schwarze Kugel mit der Wahrscheinlichkeit 0,70{,}7 gezogen wird.

(2)

Das Spiel wird mehrfach wiederholt.

Geben Sie im Sachzusammenhang ein Ereignis EE an, das P(E)=(108)⋅0,78⋅0,32P(E) = \begin{pmatrix} 10 \\ 8 \end{pmatrix} \cdot 0{,}7^8 \cdot 0{,}3^2 erfüllt.

(3)

In Urne BB wird die Zahl der schwarzen Kugeln geändert. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit, bei einmaliger Durchführung des Spiels genau eine schwarze Kugel zu ziehen, von 0,70{,}7 auf 0,50{,}5.

Ermitteln Sie, wie viele schwarze Kugeln sich nun in Urne BB befinden.

Aufgabe B1 - Funktionen und ihre Eigenschaften · Funktionen und ihre Eigenschaften

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Aufgabenstellung:

Betrachtet wird die Schar der auf R\mathbb{R} definierten Funktionen faf_a mit der Gleichung

fa(x)=2ax⋅ea⋅x+1mit a∈R, a≠0.f_a(x) = 2ax \cdot e^{a \cdot x} + 1 \quad \text{mit } a \in \mathbb{R},\ a \neq 0\text{.}

Abbildung 1 zeigt die Graphen von faf_a für a=0,5a = 0{,}5 und für a=−1a = -1.

a)

Geben Sie an, welchem Wert von aa der jeweilige Graph zuzuordnen ist.

[1 Punkt]

Graph I:

Graph II:

Aufgabe B1 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Aufgabenstellung:

Betrachtet wird die Schar der auf R\mathbb{R} definierten Funktionen faf_a mit der Gleichung

fa(x)=2ax⋅ea⋅x+1mit a∈R, a≠0.f_a(x) = 2ax \cdot e^{a \cdot x} + 1 \quad \text{mit } a \in \mathbb{R},\ a \neq 0\text{.}

Abbildung 1 zeigt die Graphen von faf_a für a=0,5a = 0{,}5 und für a=−1a = -1.

Teilaufgabe b

b) (1)

Zeigen Sie: fa′(x)=2aeax⋅(1+ax)f_a'(x) = 2ae^{ax} \cdot (1 + ax).

Im weiteren Verlauf dürfen Sie ohne Beweis die zweite Ableitung von faf_a verwenden: fa′′(x)=2a2⋅eax⋅(2+ax)f_a''(x) = 2a^2 \cdot e^{ax} \cdot (2 + ax).

b) (2)

Ermitteln Sie rechnerisch, abhängig von aa, die lokalen Extremstellen von faf_a sowie deren Art.

b) (3)

Es existieren zwei reelle Zahlen ss und tt, s,t∈Rs, t \in \mathbb{R}, mit dem Abstand 1 zueinander, für die der Graph der Funktion f0,5f_{0{,}5} in den Punkten (s∣f0,5(s))(s \mid f_{0{,}5}(s)) und (t∣f0,5(t))(t \mid f_{0{,}5}(t)) dieselbe Steigung besitzt.

Bestimmen Sie ss und tt gerundet auf zwei Nachkommastellen und geben Sie die Steigung des Graphen von f0,5f_{0{,}5} an diesen Stellen an.

Teilaufgabe d

Für jedes a∈Ra \in \mathbb{R}, a≠0a \neq 0, ist Wa(−2a  |  1−4e2)W_a\left(-\frac{2}{a} \;\middle|\; 1 - \frac{4}{e^2}\right) der Wendepunkt des Graphen von faf_a.

[Hinweis: Dies muss nicht nachgewiesen werden.]

Mit dad_a wird die Entfernung des Wendepunktes WaW_a zum Schnittpunkt des Graphen von faf_a mit der yy-Achse bezeichnet.

d) (1)

Berechnen Sie einen Wert für den Parameter aa, bei dem da=5d_a = 5 gilt.

d) (2)(i)

Untersuchen Sie für a>0a > 0, wie sich die Lage des Wendepunktes verändert, wenn aa größer wird.

d) (2)(ii)

Für a>0a > 0 nähert sich der Abstand dad_a einem festen Wert, wenn aa immer größer wird. Geben Sie diesen Wert an.

Nachfolgend sei a=−2a = -2.

Der Graph der Funktion t−2t_{-2} ist die Tangente an den Graphen von f−2f_{-2} im Wendepunkt W−2W_{-2} und wird Wendetangente genannt.

d) (3)

Ermitteln Sie auf rechnerischem Weg eine Gleichung für die Funktion t−2t_{-2}.

Teilaufgabe e

Die Graphen zweier Funktionen berühren sich in einem gemeinsamen Punkt PP, wenn sie in PP die gleiche Steigung haben.

In Abbildung 3 sind die Graphen von f1f_1, f−2f_{-2} und einer weiteren Funktion kk dargestellt.

Der Graph der Funktion kk berührt den Graphen der Funktion f−2f_{-2} im Wendepunkt W−2(1  |  1−4e2)W_{-2}\left(1 \;\middle|\; 1 - \frac{4}{e^2}\right).

Der Graph von kk geht aus dem Graphen von f1f_1 hervor, indem dieser nacheinander in xx-Richtung und in yy-Richtung verschoben wird.

e)

Ermitteln Sie rechnerisch, mit welchen Verschiebungen aus dem Graphen von f1f_1 der Graph von kk hervorgeht, und geben Sie eine Gleichung der Funktion kk an.

[Hinweis: Der Funktionsterm von kk muss nicht vereinfacht werden.]

Aufgabe B1 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Aufgabenstellung:

Betrachtet wird die Schar der auf R\mathbb{R} definierten Funktionen faf_a mit der Gleichung

fa(x)=2ax⋅ea⋅x+1mit a∈R, a≠0.f_a(x) = 2ax \cdot e^{a \cdot x} + 1 \quad \text{mit } a \in \mathbb{R},\ a \neq 0\text{.}

Abbildung 1 zeigt die Graphen von faf_a für a=0,5a = 0{,}5 und für a=−1a = -1.

Teilaufgabe c

c) (1)

Zeigen Sie, dass die Funktion F−2F_{-2} mit der Gleichung

F−2(x)=2x⋅e−2x+e−2x+xF_{-2}(x) = 2x\cdot e^{-2x} + e^{-2x} + x

eine Stammfunktion von f−2f_{-2} darstellt.

c) (2)

Im Intervall [0;1][0;1] schneidet der Graph von f−2f_{-2} die xx-Achse nicht.

Berechnen Sie den Flächeninhalt des Bereichs, der im Intervall [0;1][0;1] vom Graphen von f−2f_{-2} und der xx-Achse eingeschlossen wird.

Teilaufgabe d (4)

In Abbildung 2 sind der Graph von f−2f_{-2} sowie die Wendetangente t−2t_{-2} dargestellt.

Die Graphen von f−2f_{-2} und t−2t_{-2} haben ausschließlich den Wendepunkt gemeinsam.

d) (4)

Betrachtet wird die Gleichung

∫zz+2(f−2(x)−t−2(x)) dx=0.\int_{z}^{z+2} \big(f_{-2}(x) - t_{-2}(x)\big)\,\mathrm{d}x = 0.

Begründen Sie mithilfe von Abbildung 2 und ohne zusätzliche Rechnung, dass genau ein Wert von zz diese Gleichung erfüllt.

Aufgabe B2 - Funktionen und ihre Eigenschaften · Funktionen und ihre Eigenschaften

Im Sommer setzt sich ein Bienenvolk aus zehntausenden Arbeiterinnen, mehreren hundert Drohnen und einer Königin zusammen. Eier legt allein die Königin; aus ihnen schlüpfen neue Bienen.

Für ein bestimmtes Bienenvolk wurde der Verlauf des Jahres 2019 genau beobachtet und anschließend modelliert. Weil fast alle Eier zu Arbeiterinnen werden, bleiben Drohnen und Königinnen im Modell unberücksichtigt. Vereinfachend werden die Arbeiterinnen „Bienen" genannt.

Die ersten jungen Bienen schlüpften am 4. März.

Die Zunahme der Bienenanzahl vom 4. März bis zum 21. Oktober durch schlüpfende Bienen wird für 0≤t≤2320 \leq t \leq 232 durch die Funktion ff mit

f(t)=1800000t4+17000t3−311t2+40t,t∈R,f(t) = \frac{1}{800000}t^4 + \frac{1}{7000}t^3 - \frac{3}{11}t^2 + 40t, \quad t \in \mathbb{R},

modelliert. Dabei entspricht t=0t=0 dem Beginn des 4. März. Bei t=1t=1 endet der 4. März und beginnt der 5. März usw. Der 21. Oktober endet somit bei t=232t = 232.

f(t)f(t) ist die (momentane) Zuwachsrate durch schlüpfende Bienen zum Zeitpunkt tt in der Einheit „Bienen pro Tag". Sterbende Bienen werden zunächst nicht berücksichtigt.

Abbildung 1 zeigt den Graphen von ff im Intervall [0;232][0;232].

Abbildung 1

In der gesamten Aufgabe müssen Zeitangaben nicht in Datumsangaben umgerechnet werden!

Für die gesamte Aufgabe gilt: Zeitangaben müssen nicht in Kalenderdaten umgerechnet werden!

a) (1)

Geben Sie die Zuwachsrate zum Ende des 22. April (t=50t = 50) an.

b) (1)

Ermitteln Sie für Ansatz A, in welchem Zeitraum die Gefahr eines Schwärmens der Bienen besteht.

von t1≈t_1 \approx bis t2≈t_2 \approx

c) (1)

Begründen Sie, dass sich für 35≤t≤21635 \le t \le 216 die Änderungsrate der Bienenzahl (in der Einheit „Bienen pro Tag“) durch die Funktion dd mit d(t)=f(t)−g(t)d(t) = f(t) - g(t) beschreiben lässt.

d) (1)

Geben Sie die erforderlichen Vorzeichen der Parameter aa und bb an und begründen Sie, dass die Funktion hh bei dieser Vorzeichenwahl alle oben genannten Anforderungen erfüllt.

Aufgabe B2 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Im Sommer setzt sich ein Bienenvolk aus zehntausenden Arbeiterinnen, mehreren hundert Drohnen und einer Königin zusammen. Eier legt allein die Königin; aus ihnen schlüpfen neue Bienen.

Für ein bestimmtes Bienenvolk wurde der Verlauf des Jahres 2019 genau beobachtet und anschließend modelliert. Weil fast alle Eier zu Arbeiterinnen werden, bleiben Drohnen und Königinnen im Modell unberücksichtigt. Vereinfachend werden die Arbeiterinnen „Bienen" genannt.

Die ersten jungen Bienen schlüpften am 4. März.

Die Zunahme der Bienenanzahl vom 4. März bis zum 21. Oktober durch schlüpfende Bienen wird für 0≤t≤2320 \leq t \leq 232 durch die Funktion ff mit

f(t)=1800000t4+17000t3−311t2+40t,t∈R,f(t) = \frac{1}{800000}t^4 + \frac{1}{7000}t^3 - \frac{3}{11}t^2 + 40t, \quad t \in \mathbb{R},

modelliert. Dabei entspricht t=0t=0 dem Beginn des 4. März. Bei t=1t=1 endet der 4. März und beginnt der 5. März usw. Der 21. Oktober endet somit bei t=232t = 232.

f(t)f(t) ist die (momentane) Zuwachsrate durch schlüpfende Bienen zum Zeitpunkt tt in der Einheit „Bienen pro Tag". Sterbende Bienen werden zunächst nicht berücksichtigt.

Abbildung 1 zeigt den Graphen von ff im Intervall [0;232][0;232].

Abbildung 1

In der gesamten Aufgabe müssen Zeitangaben nicht in Datumsangaben umgerechnet werden!

Bei dieser Aufgabe müssen Zeitangaben nicht in Datumsangaben umgerechnet werden!

a) (2)

Ermitteln Sie, zu welchen Zeitpunkten die Zuwachsrate am stärksten zunimmt bzw. am stärksten abnimmt.

a) (3)

Bestimmen Sie durch Rechnung die Koordinaten des absoluten Hochpunktes des Graphen von ff im Intervall [0;232][0; 232] und interpretieren Sie diese Werte anschließend im Sachzusammenhang.

Aufgabe B2 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Im Sommer setzt sich ein Bienenvolk aus zehntausenden Arbeiterinnen, mehreren hundert Drohnen und einer Königin zusammen. Eier legt allein die Königin; aus ihnen schlüpfen neue Bienen.

Für ein bestimmtes Bienenvolk wurde der Verlauf des Jahres 2019 genau beobachtet und anschließend modelliert. Weil fast alle Eier zu Arbeiterinnen werden, bleiben Drohnen und Königinnen im Modell unberücksichtigt. Vereinfachend werden die Arbeiterinnen „Bienen" genannt.

Die ersten jungen Bienen schlüpften am 4. März.

Die Zunahme der Bienenanzahl vom 4. März bis zum 21. Oktober durch schlüpfende Bienen wird für 0≤t≤2320 \leq t \leq 232 durch die Funktion ff mit

f(t)=1800000t4+17000t3−311t2+40t,t∈R,f(t) = \frac{1}{800000}t^4 + \frac{1}{7000}t^3 - \frac{3}{11}t^2 + 40t, \quad t \in \mathbb{R},

modelliert. Dabei entspricht t=0t=0 dem Beginn des 4. März. Bei t=1t=1 endet der 4. März und beginnt der 5. März usw. Der 21. Oktober endet somit bei t=232t = 232.

f(t)f(t) ist die (momentane) Zuwachsrate durch schlüpfende Bienen zum Zeitpunkt tt in der Einheit „Bienen pro Tag". Sterbende Bienen werden zunächst nicht berücksichtigt.

Abbildung 1 zeigt den Graphen von ff im Intervall [0;232][0;232].

Abbildung 1

In der gesamten Aufgabe müssen Zeitangaben nicht in Datumsangaben umgerechnet werden!

a)(4)

Der Wert des Integrals ∫910f(t) dt\int_{9}^{10} f(t)\,\mathrm{d}t entspricht der Zahl der Bienen, die am 13. März schlüpfen.

[Eine Begründung ist nicht nötig.]

Ermitteln Sie diese Zahl rechnerisch.

a)(5)

Bestimmen Sie, wie viele Bienen im Zeitraum vom Beginn des 4. März (t=0t = 0) bis zum Ende des 21. Oktober (t=232t = 232) im Mittel pro Tag schlüpfen.

b)(2)

Ermitteln Sie eine Gleichung, mit der sich Anfang und Ende der Schwarmzeit nach Ansatz B berechnen lassen.

Zeigen Sie, dass die Schwarmzeit nach Ansatz B von t1≈47t_1 \approx 47 bis t2≈104t_2 \approx 104 reicht.

c)(3)

Bis zum Ende des 7. April (t=35t = 35) sind schon 240 Bienen gestorben.

Zeigen Sie, dass am Ende des 5. Oktober (t=216t = 216) noch nicht alle Bienen tot sind, die vor dem 1. September (also bis t=181t = 181) geschlüpft sind.

Aufgabe B2 - Graphen von f, f' und F deuten · Graphen von f, f′ und F deuten

Im Sommer setzt sich ein Bienenvolk aus zehntausenden Arbeiterinnen, mehreren hundert Drohnen und einer Königin zusammen. Eier legt allein die Königin; aus ihnen schlüpfen neue Bienen.

Für ein bestimmtes Bienenvolk wurde der Verlauf des Jahres 2019 genau beobachtet und anschließend modelliert. Weil fast alle Eier zu Arbeiterinnen werden, bleiben Drohnen und Königinnen im Modell unberücksichtigt. Vereinfachend werden die Arbeiterinnen „Bienen" genannt.

Die ersten jungen Bienen schlüpften am 4. März.

Die Zunahme der Bienenanzahl vom 4. März bis zum 21. Oktober durch schlüpfende Bienen wird für 0≤t≤2320 \leq t \leq 232 durch die Funktion ff mit

f(t)=1800000t4+17000t3−311t2+40t,t∈R,f(t) = \frac{1}{800000}t^4 + \frac{1}{7000}t^3 - \frac{3}{11}t^2 + 40t, \quad t \in \mathbb{R},

modelliert. Dabei entspricht t=0t=0 dem Beginn des 4. März. Bei t=1t=1 endet der 4. März und beginnt der 5. März usw. Der 21. Oktober endet somit bei t=232t = 232.

f(t)f(t) ist die (momentane) Zuwachsrate durch schlüpfende Bienen zum Zeitpunkt tt in der Einheit „Bienen pro Tag". Sterbende Bienen werden zunächst nicht berücksichtigt.

Abbildung 1 zeigt den Graphen von ff im Intervall [0;232][0;232].

Abbildung 1

In der gesamten Aufgabe müssen Zeitangaben nicht in Datumsangaben umgerechnet werden!

c) (2)

Geben Sie anhand des Graphen von dd in Abbildung 2 einen Näherungswert für den Zeitpunkt an, zu dem das Bienenvolk die größte Anzahl an Bienen erreicht, und begründen Sie Ihre Angabe.

Aufgabe B2 - Funktionsterme bestimmen · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben)

Im Sommer setzt sich ein Bienenvolk aus zehntausenden Arbeiterinnen, mehreren hundert Drohnen und einer Königin zusammen. Eier legt allein die Königin; aus ihnen schlüpfen neue Bienen.

Für ein bestimmtes Bienenvolk wurde der Verlauf des Jahres 2019 genau beobachtet und anschließend modelliert. Weil fast alle Eier zu Arbeiterinnen werden, bleiben Drohnen und Königinnen im Modell unberücksichtigt. Vereinfachend werden die Arbeiterinnen „Bienen" genannt.

Die ersten jungen Bienen schlüpften am 4. März.

Die Zunahme der Bienenanzahl vom 4. März bis zum 21. Oktober durch schlüpfende Bienen wird für 0≤t≤2320 \leq t \leq 232 durch die Funktion ff mit

f(t)=1800000t4+17000t3−311t2+40t,t∈R,f(t) = \frac{1}{800000}t^4 + \frac{1}{7000}t^3 - \frac{3}{11}t^2 + 40t, \quad t \in \mathbb{R},

modelliert. Dabei entspricht t=0t=0 dem Beginn des 4. März. Bei t=1t=1 endet der 4. März und beginnt der 5. März usw. Der 21. Oktober endet somit bei t=232t = 232.

f(t)f(t) ist die (momentane) Zuwachsrate durch schlüpfende Bienen zum Zeitpunkt tt in der Einheit „Bienen pro Tag". Sterbende Bienen werden zunächst nicht berücksichtigt.

Abbildung 1 zeigt den Graphen von ff im Intervall [0;232][0;232].

Abbildung 1

In der gesamten Aufgabe müssen Zeitangaben nicht in Datumsangaben umgerechnet werden!

d) (2)

An der Stelle t=216t = 216 soll der Graph von hh ohne Knick an den Graphen der Funktion gg anschließen.

Geben Sie Gleichungen an, mit deren Hilfe sich die Parameter aa und bb bestimmen lassen.

[Hinweis: Eine Berechnung der Parameter ist nicht erforderlich.]

Aufgabe B3 - Geraden und Ebenen · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen

Aufgabenstellung:

Der größte Saal eines Kinokomplexes bietet mehr als 500 Sitzplätze und wird vereinfacht als Quader ABCDEFGH dargestellt. Abbildung 1 zeigt diesen Quader in einem kartesischen Koordinatensystem, dabei gilt:

A(0∣0∣0)A(0|0|0), B(20∣0∣0)B(20|0|0), D(0∣23∣0)D(0|23|0), E(0∣0∣9)E(0|0|9), G(20∣23∣9)G(20|23|9), H(0∣23∣9)H(0|23|9), J(20∣5∣0)J(20|5|0), K(20∣23∣6)K(20|23|6), L(0∣23∣6)L(0|23|6).

In diesem Koordinatensystem steht eine Längeneinheit für einen Meter. Die Leinwand des Kinos ist an der Wandfläche AEFB angebracht.

b) Die Punkte II, JJ, KK und LL befinden sich in der Ebene EJKLE_{JKL}, die in vereinfachter Form die Anordnung der Kinositze beschreibt.

(1)

Begründen Sie, dass

EJKL:x⃗=(2050)+r⋅(100)+s⋅(031)mit r,s∈RE_{JKL}: \vec{x} = \begin{pmatrix} 20 \\ 5 \\ 0 \end{pmatrix} + r \cdot \begin{pmatrix} 1 \\ 0 \\ 0 \end{pmatrix} + s \cdot \begin{pmatrix} 0 \\ 3 \\ 1 \end{pmatrix} \quad \text{mit } r, s \in \mathbb{R}

eine Parameterdarstellung der Ebene EJKLE_{JKL} ist.

(2)

Bestimmen Sie durch Rechnung eine Gleichung in Koordinatenform für die Ebene EJKLE_{JKL}. [Mögliche Lösung: EJKL:2x2−6x3=10E_{JKL}: 2x_2 - 6x_3 = 10]

Für eine Lasershow sind im Kinosaal zwei Projektoren installiert, die im Modell den Punkten GG und HH entsprechen.

c) Ausgehend vom Punkt HH werden Laserstrahlen in Richtung der Vektoren der Form (a3bb)\begin{pmatrix} a \\ 3b \\ b \end{pmatrix}, mit a,b∈R,a≥0,b≤0a, b \in \mathbb{R}, a \ge 0, b \le 0, gestrahlt.

(1)

Zeigen Sie, dass alle Laserstrahlen, die diese Bedingung erfüllen, in der Ebene ELaser:x2−3x3=−4E_{\text{Laser}}: x_2 - 3x_3 = -4 liegen.

(2)

Begründen Sie, dass EJKLE_{JKL} und ELaserE_{\text{Laser}} zueinander parallel, aber nicht identisch sind.

Aufgabe B3 - Längen, Winkel und Abstände · Längen, Winkel und Abstände im Raum

Aufgabenstellung:

Der größte Saal eines Kinokomplexes bietet mehr als 500 Sitzplätze und wird vereinfacht als Quader ABCDEFGH dargestellt. Abbildung 1 zeigt diesen Quader in einem kartesischen Koordinatensystem, dabei gilt:

A(0∣0∣0)A(0|0|0), B(20∣0∣0)B(20|0|0), D(0∣23∣0)D(0|23|0), E(0∣0∣9)E(0|0|9), G(20∣23∣9)G(20|23|9), H(0∣23∣9)H(0|23|9), J(20∣5∣0)J(20|5|0), K(20∣23∣6)K(20|23|6), L(0∣23∣6)L(0|23|6).

In diesem Koordinatensystem steht eine Längeneinheit für einen Meter. Die Leinwand des Kinos ist an der Wandfläche AEFB angebracht.

a)

Geben Sie an, welche Koordinaten der Punkt FF besitzt. [1 Punkt]

b)(3)

Berechnen Sie, wie lang die Kante JK‾\overline{JK} ist. [1 Punkt]

c)(3)

Bestimmen Sie durch Rechnung, wie weit die Ebene EJKLE_{JKL} von der Ebene ELaserE_{\text{Laser}} entfernt ist. [3 Punkte]

c)(4)

Es werden Laserstrahlen in Richtung der Vektoren v⃗a=(a−3−1)\vec{v}_a = \begin{pmatrix} a \\ -3 \\ -1 \end{pmatrix}, a≥0a \ge 0, ausgesendet.

Bestimmen Sie rechnerisch, für welchen Wert von aa ein Laserstrahl entsteht, der mit der Kante HG‾\overline{HG} einen Winkel von 60∘60^\circ einschließt. [4 Punkte]

d)(1)

Ausgehend vom Punkt GG werden Laserstrahlen längs der Geraden gk:x⃗=(20239)+t⋅(k−15−234−k2−4)g_k: \vec{x} = \begin{pmatrix} 20 \\ 23 \\ 9 \end{pmatrix} + t \cdot \begin{pmatrix} k - 15 \\ -23 \\ \sqrt{4 - k^2} - 4 \end{pmatrix}, t∈Rt \in \mathbb{R}, k∈Rk \in \mathbb{R} mit −2≤k≤2-2 \le k \le 2, ausgesendet.

Diese Strahlen erreichen die Wandfläche AEFBAEFB mit EAEFB:x2=0E_{AEFB}: x_2 = 0.

Bestimmen Sie die von kk abhängigen Koordinaten der Punkte SkS_k, in denen die Laserstrahlen die Wandfläche AEFBAEFB treffen, und zeigen Sie, dass die Punkte SkS_k vom Punkt M(5∣0∣5)M(5|0|5) stets einen von kk unabhängigen Abstand haben. [4 Punkte]

d)(2)

Für −2≤k≤2-2 \le k \le 2 bilden die Auftreffpunkte SkS_k der Laserstrahlen auf der Leinwand eine geometrische Figur. Begründen Sie, dass diese ein nach unten geöffneter Halbkreis ist. [3 Punkte]

Aufgabe B4 - Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeit… · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

In Deutschland werden E-Scooter (Elektro-Roller) immer beliebter. Wie lange ein einzelner E-Scooter im Einsatz ist, hängt jedoch stark davon ab, ob er verliehen oder privat genutzt wird. Ersten Studien zufolge ist ein Leihfahrzeug im Mittel nur 30 Tage in Gebrauch, ein privat genutzter E-Scooter dagegen im Mittel 365 Tage.

In dieser Aufgabe heißen alle Personen, die ab und zu einen E-Scooter fahren, E-Scooter-Nutzende. Zur Vereinfachung sei im Weiteren angenommen, dass die Zufallsgröße XX, welche die Anzahl der E-Scooter-Nutzenden in einer zufällig gewählten Personengruppe beschreibt, binomialverteilt ist.

Teilaufgabe a)

In Deutschland werden E-Scooter (Elektro-Roller) immer beliebter. Wie lange ein einzelner E-Scooter im Einsatz ist, hängt stark davon ab, ob er verliehen oder privat genutzt wird. Ersten Untersuchungen zufolge ist ein Leihfahrzeug durchschnittlich nur 30 Tage in Benutzung, ein privater E-Scooter dagegen durchschnittlich 365 Tage.

(1)

Ein Hersteller liefert 90 % seiner E-Scooter an Leihfirmen; die übrigen E-Scooter werden von privaten Haushalten verwendet.

(2)

Für die E-Scooter eines anderen Herstellers liegt die mittlere Nutzungsdauer bei 120 Tagen.

Teilaufgabe b)

In dieser Aufgabe heißen alle Personen, die ab und zu einen E-Scooter fahren, E-Scooter-Nutzende. Vereinfachend sei angenommen, dass die Zufallsgröße XX, welche die Anzahl der E-Scooter-Nutzenden in einer zufällig gewählten Personengruppe beschreibt, binomialverteilt ist.

Vor allem in Großstädten sind E-Scooter im Einsatz. In einer deutschen Großstadt nutzt eine zufällig ausgewählte Person mit einer Wahrscheinlichkeit von 10 % gelegentlich einen E-Scooter. Dort werden 200 zufällig ausgewählte Personen gefragt, ob sie gelegentlich einen E-Scooter nutzen.

(1)

Ermitteln Sie für jedes der folgenden Ereignisse die Wahrscheinlichkeit:

(2)

In der Abbildung ist die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße XX für n=200n = 200 und p=0,1p = 0{,}1 dargestellt.

(3)

Vier Studierende führen die Befragung durch. Dafür wird die Stichprobe von 200 Personen zufällig in vier unabhängige Gruppen mit je 50 Personen eingeteilt.

Teilaufgabe c)

Ein E-Scooter-Hersteller lässt in vielen Städten Gutscheine für eine kostenlose Probefahrt verteilen, um bekannter zu werden und mehr Menschen zur Nutzung zu bewegen. Eine Gruppe von acht Freunden bekommt zusammen 20 Gutscheine, die folgendermaßen verteilt werden:

Jeder der acht Freunde notiert seinen Namen auf einem Zettel. Sämtliche Zettel werden in eine Lostrommel gegeben, aus der 20-mal mit Zurücklegen gezogen wird. Wer jeweils gezogen wird, erhält einen Gutschein.

Bei diesem Verfahren kann also jeder Freund keinen oder bis zu 20 Gutscheine bekommen.

Es sei EE das Ereignis: „Eine ausgewählte Person erhält genau einen Gutschein.“

Nur einer der folgenden Ansätze eignet sich zur Berechnung der Wahrscheinlichkeit des Ereignisses EE.

Aufgabe B4 - Beurteilende Statistik · Beurteilende Statistik: Tests und Intervalle

In Deutschland werden E-Scooter (Elektro-Roller) immer beliebter. Wie lange ein einzelner E-Scooter im Einsatz ist, hängt jedoch stark davon ab, ob er verliehen oder privat genutzt wird. Ersten Studien zufolge ist ein Leihfahrzeug im Mittel nur 30 Tage in Gebrauch, ein privat genutzter E-Scooter dagegen im Mittel 365 Tage.

In dieser Aufgabe heißen alle Personen, die ab und zu einen E-Scooter fahren, E-Scooter-Nutzende. Zur Vereinfachung sei im Weiteren angenommen, dass die Zufallsgröße XX, welche die Anzahl der E-Scooter-Nutzenden in einer zufällig gewählten Personengruppe beschreibt, binomialverteilt ist.

d) Die in c) dargestellte Werbekampagne wird auch in einer weiteren deutschen Großstadt umgesetzt. Dort liegt die Wahrscheinlichkeit pp, dass eine zufällig gewählte Person gelegentlich einen E-Scooter nutzt, derzeit bei nur 6 %6\,\%. Nach der Kampagne wird eine Umfrage unter 150150 zufällig ausgewählten Personen dieser Stadt durchgeführt, um zu prüfen, ob die Kampagne erfolgreich war. Die Wahrscheinlichkeit, dass man irrtümlich eine erhöhte Wahrscheinlichkeit p>0,06p > 0{,}06 und somit einen Erfolg der Kampagne annimmt, darf höchstens 5 %5\,\% betragen.

Gesucht ist das größtmögliche Intervall, in dem die Anzahl der E-Scooter-Nutzenden unter den befragten Personen liegen darf, damit man unter Einhaltung der 5 %5\,\%-Vorgabe von einer erhöhten Wahrscheinlichkeit p>0,06p > 0{,}06 sprechen kann.

(1)

Ermitteln Sie dieses Intervall. [3 Punkte]

Gesuchtes Intervall: [

;

]

(2)

Angenommen, die Maßnahme möge erfolgreich gewesen sein und für die Wahrscheinlichkeit pp, dass eine zufällig ausgewählte Person gelegentlich einen E-Scooter benutzt, gelte p>0,06p > 0{,}06. Darüber hinaus betrage die Wahrscheinlichkeit, dass man mit dem in (1) ermittelten Intervall fälschlicherweise auf einen Misserfolg der Werbekampagne schließt, höchstens 20 %20\,\%.

Bestimmen Sie den kleinsten Wert von pp mit zwei Nachkommastellen mit 0,06<p≤1,000{,}06 < p \le 1{,}00, für den diese Annahmen zutreffen. [3 Punkte]

p=p =

Aufgabe B5 - Funktionen und ihre Eigenschaften · Funktionen und ihre Eigenschaften

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Wenn Muskeln körperlich beansprucht werden, bildet sich dort Laktat (Milchsäure). Mit einem Laktattest misst man die Laktatwerte im Blut und beurteilt so die Fitness eines Sportlers. Bei einem Laktatstufentest erhöht der Sportler in gleichmäßigen Zeitabständen seine Belastung, zum Beispiel auf einem Fahrrad-Ergometer.

Den Laktatwert eines bestimmten Sportlers während eines Laktatstufentests (im Folgenden kurz Laktatwert genannt) beschreibt man für 0≤x≤450 \leq x \leq 45 mithilfe der Funktion ff mit

f(x)=1100(−0,01x2+x−19)⋅e0,11x+1,3,x∈R,f(x)=\frac{1}{100}\left(-0{,}01x^2+x-19\right)\cdot e^{0{,}11x}+1{,}3,\quad x\in \mathbb{R},

Hierbei steht xx für die Zeit in Minuten und f(x)f(x) für den Laktatwert in mmol/l (Millimol pro Liter). Zum Zeitpunkt x=0x=0 beginnt der Laktatstufentest, er läuft 45 Minuten.

Der Graph von ff ist in Abbildung 1 auf der folgenden Seite dargestellt.

a) (1)

Ermitteln Sie die Laktatwerte zu Beginn und zum Abschluss des Laktatstufentests.

Aufgabe B5 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Wenn Muskeln körperlich beansprucht werden, bildet sich dort Laktat (Milchsäure). Mit einem Laktattest misst man die Laktatwerte im Blut und beurteilt so die Fitness eines Sportlers. Bei einem Laktatstufentest erhöht der Sportler in gleichmäßigen Zeitabständen seine Belastung, zum Beispiel auf einem Fahrrad-Ergometer.

Den Laktatwert eines bestimmten Sportlers während eines Laktatstufentests (im Folgenden kurz Laktatwert genannt) beschreibt man für 0≤x≤450 \leq x \leq 45 mithilfe der Funktion ff mit

f(x)=1100(−0,01x2+x−19)⋅e0,11x+1,3,x∈R,f(x)=\frac{1}{100}\left(-0{,}01x^2+x-19\right)\cdot e^{0{,}11x}+1{,}3,\quad x\in \mathbb{R},

Hierbei steht xx für die Zeit in Minuten und f(x)f(x) für den Laktatwert in mmol/l (Millimol pro Liter). Zum Zeitpunkt x=0x=0 beginnt der Laktatstufentest, er läuft 45 Minuten.

Der Graph von ff ist in Abbildung 1 auf der folgenden Seite dargestellt.

a)

(2) Weisen Sie die folgende Aussage nach:

Für die 1. Ableitung von ff gilt f′(x)=1100(−0,0011x2+0,09x−1,09)⋅e0,11xf'(x) = \frac{1}{100}(-0{,}0011x^2 + 0{,}09x - 1{,}09)\cdot e^{0{,}11x}.

(3) Ermitteln Sie, wie groß die momentane Zuwachsrate des Laktatwerts 30 Minuten nach Beginn ist.

(4) Bestimmen Sie rechnerisch, zu welchem Zeitpunkt der Laktatwert sein Minimum annimmt, und geben Sie diesen minimalen Laktatwert an.

Aus den Laktatwerten lässt sich ermitteln, zu welchem Zeitpunkt beim Laktatstufentest ein Sportler die sogenannte individuelle anaerobe Schwelle (kurz IAS) erreicht. Dann liegt die Leistung vor, die der Sportler über einen längeren Zeitraum höchstens erbringen kann. Zur Ermittlung dieses Zeitpunkts gibt es vielfältige Verfahren.

Zwei Verfahren werden im Folgenden näher betrachtet. Dabei bezeichnen S(0∣f(0))S(0\mid f(0)) und E(45∣f(45))E(45\mid f(45)) die zum Start und Ende des Laktatstufentests gehörenden Punkte des Graphen von ff.

b)

Bei Verfahren A wird zunächst eine Gerade gg durch die Punkte SS und EE gezeichnet. Anschließend wird eine Tangente an den Graphen von ff gelegt, die parallel zu gg verläuft. Als Zeitpunkt, zu dem die IAS erreicht wird, ergibt sich bei diesem Verfahren der xx-Wert des Berührpunkts zwischen dem Graphen von ff und dieser Tangente.

Ermitteln Sie, zu welchem Zeitpunkt nach Verfahren A die IAS erreicht wird.

Bei Verfahren B wird jeweils in SS und in EE eine Tangente an den Graphen von ff gelegt. Als Zeitpunkt, zu dem die IAS erreicht wird, ergibt sich bei diesem Verfahren der xx-Wert desjenigen Punktes auf dem Graphen von ff, welcher den kürzesten Abstand zum Schnittpunkt der beiden Tangenten hat (vgl. Abbildung 2).

c)

Die Gleichung der Tangente tSt_S im Punkt SS kann ohne Nachweis verwendet werden. Es gilt: tS:y=−0,0109x+1,11t_S: y = -0{,}0109x + 1{,}11.

(1) Ermitteln Sie rechnerisch eine Gleichung der Tangente in EE und bestimmen Sie den Schnittpunkt TT beider Tangenten, auf zwei Nachkommastellen gerundet. [Gerundete Kontrolllösung mit einer Nachkommastelle: T(36,6∣0,7)T(36{,}6\mid 0{,}7).]

(2) Bestimmen Sie eine Zielfunktion, die den Abstand eines Punktes des Graphen von ff zum Punkt TT beschreibt, und ermitteln Sie, zu welchem Zeitpunkt nach Verfahren B die IAS erreicht wird.

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