Abitur NRW Mathematik 2021 · GK · Nachtermin · GTR · Weiterbildungskolleg

Abiturprüfung Mathematik in Nordrhein-Westfalen 2021, GK · Nachtermin · GTR · Weiterbildungskolleg: 16 Aufgaben mit Lösungen. Mit automatischer Korrektur.

Themen der Prüfung: Funktionen und ihre Eigenschaften · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben) · Integralrechnung: Flächen und Bestände · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen · Längen, Winkel und Abstände im Raum · Mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

Aufgabe a - Funktionen und ihre Eigenschaften · Funktionen und ihre Eigenschaften

Betrachtet werden die drei Funktionen ff, gg und hh mit

f(x)=2x3+8x, x∈R,f(x)=2x^3+8x,\ x \in \mathbb{R},g(x)=2x3−8x, x∈R,g(x)=2x^3-8x,\ x \in \mathbb{R},h(x)=2x3+8x2, x∈R.h(x)=2x^3+8x^2,\ x \in \mathbb{R}.

Abbildung 1 zeigt die Graphen von ff, gg und hh.

(1) Geben Sie für eine der drei Funktionen ff, gg und hh mit Begründung an, welchen der Graphen AA, BB bzw. CC man ihr zuordnen kann.

Aufgabe a - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Betrachtet werden die drei Funktionen ff, gg und hh mit

f(x)=2x3+8x, x∈R,f(x)=2x^3+8x,\ x \in \mathbb{R},g(x)=2x3−8x, x∈R,g(x)=2x^3-8x,\ x \in \mathbb{R},h(x)=2x3+8x2, x∈R.h(x)=2x^3+8x^2,\ x \in \mathbb{R}.

Abbildung 1 zeigt die Graphen von ff, gg und hh.

(2) Berechnen Sie das Integral ∫−20g(x) dx\int_{-2}^{0} g(x)\,\mathrm{d}x und geben Sie dessen Wert an.

Aufgabe b - Funktionen und ihre Eigenschaften · Funktionen und ihre Eigenschaften

Die Funktion ff wird für einen Parameter a∈Ra \in \mathbb{R} durch folgende Gleichung festgelegt:

f(x)=x2+2ax,x∈R.f(x) = x^2 + 2ax, \quad x \in \mathbb{R}.

Abbildung 2 zeigt den Graphen von ff.

(1)

Ermitteln Sie den Wert des Parameters aa, indem Sie die Nullstellen von ff verwenden, die Sie in der Abbildung ablesen können.

a=a =

Aufgabe b - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Die Funktion ff wird für einen Parameter a∈Ra \in \mathbb{R} durch folgende Gleichung festgelegt:

f(x)=x2+2ax,x∈R.f(x) = x^2 + 2ax, \quad x \in \mathbb{R}.

Abbildung 2 zeigt den Graphen von ff.

(2)

FF bezeichnet jene Stammfunktion von ff mit f(x)=x2−4xf(x)=x^2-4x, die F(3)=1F(3)=1 erfüllt.

Ermitteln Sie eine Funktionsgleichung dieser Stammfunktion FF.

F(x)=F(x) =

Aufgabe c - Funktionsterme bestimmen · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben)

Zum Graphen einer ganzrationalen Funktion ff dritten Grades sind diese Angaben bekannt:

(i) An der Stelle x=2x = 2 hat der Graph ein lokales Extremum.

(ii) W(0∣4)W(0|4) ist ein Wendepunkt des Graphen.

(iii) Die Funktion hat bei x=4x = 4 eine Nullstelle.

(1)

Gewählt wird folgender Ansatz:

f(x)=ax3+bx2+cx+d,f′(x)=3ax2+2bx+cundf′′(x)=6ax+2b.f(x)=ax^3+bx^2+cx+d, \quad f'(x)=3ax^2+2bx+c \quad \text{und} \quad f''(x)=6ax+2b.Den Funktionsterm von ff erhält man über dieses Gleichungssystem:

d=464a+16b+4c+d=012a+4b+c=02b=0\begin{aligned} d &= 4 \\ 64a + 16b + 4c + d &= 0 \\ 12a + 4b + c &= 0 \\ 2b &= 0 \end{aligned}Begründen Sie unter Verwendung der Angaben (i), (ii) bzw. (iii), wie die zweite und die dritte Gleichung des Gleichungssystems zustande kommen.

(2)

Bestimmen Sie die Lösung des Gleichungssystems.

Aufgabe d - Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeits… · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

Gegeben ist die binomialverteilte Zufallsgröße XX mit den Parametern n=4n = 4 und p=0,2p = 0{,}2.

Entscheiden Sie bei jeder der folgenden Aussagen zu XX, ob sie wahr oder falsch ist, und begründen Sie jeweils Ihre Entscheidung.

(1)

Bei der Zufallsgröße XX stimmen der Erwartungswert und die Standardabweichung überein.

wahr

falsch

(2)

Die Wahrscheinlichkeit für genau zwei Erfolge lässt sich durch P(X=2)=0,22⋅0,82P(X = 2) = 0{,}2^2 \cdot 0{,}8^2 berechnen.

wahr

falsch

(3)

Die Zufallsgröße XX kann ein Zufallsexperiment beschreiben, bei dem aus einer Urne mit einer schwarzen Kugel und vier weißen Kugeln nacheinander vier Kugeln ohne Zurücklegen gezogen werden.

wahr

falsch

Aufgabe e - Mehrstufige Zufallsexperimente · Mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten

Für ein Glücksspiel stehen die beiden abgebildeten Urnen bereit, die schwarze und weiße Kugeln enthalten:

Im Spiel werden insgesamt genau zwei Kugeln gezogen, und zwar nach diesen Regeln:

Als Erstes wird aus Urne A zufällig eine Kugel entnommen.

Ist diese Kugel aus Urne A schwarz, so wird danach zufällig eine Kugel aus Urne B gezogen.

Ist die zuerst gezogene Kugel aus Urne A dagegen weiß, so wird ohne Zurücklegen zufällig eine zweite Kugel aus Urne A gezogen.

(1)

Zeigen Sie, dass bei diesem Spiel die Wahrscheinlichkeit, genau eine schwarze Kugel zu ziehen, 0,70{,}7 beträgt.

Aufgabe e - Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeits… · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

Für ein Glücksspiel stehen die beiden abgebildeten Urnen bereit, die schwarze und weiße Kugeln enthalten:

Im Spiel werden insgesamt genau zwei Kugeln gezogen, und zwar nach diesen Regeln:

Als Erstes wird aus Urne A zufällig eine Kugel entnommen.

Ist diese Kugel aus Urne A schwarz, so wird danach zufällig eine Kugel aus Urne B gezogen.

Ist die zuerst gezogene Kugel aus Urne A dagegen weiß, so wird ohne Zurücklegen zufällig eine zweite Kugel aus Urne A gezogen.

(2)

Man spielt das Spiel insgesamt 1010-mal.

Geben Sie einen Term an, mit dem sich die Wahrscheinlichkeit berechnen lässt, dass bei mindestens 99 der Spiele jeweils genau eine schwarze Kugel gezogen wird.

Aufgabe B1 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Aufgabenstellung:

Die Funktion ff ist durch folgende Gleichung festgelegt:

f(x)=−4x⋅e−2x+0,4 mit x∈R.f(x) = -4x \cdot e^{-2x} + 0{,}4 \text{ mit } x \in \mathbb{R}.

Der Graph von ff ist in Abbildung 1 zu sehen.

Im weiteren Verlauf können Sie ohne Nachweis folgende Aussage verwenden:

Die erste Ableitung von ff lautet: f′(x)=−4e−2x⋅(1−2x)f'(x) = -4e^{-2x} \cdot (1 - 2x).

a)

(1)

Bestimmen Sie durch Rechnung die Koordinaten sowie die Art der lokalen Extrempunkte des Graphen von ff.

(2)

Die Funktion ff hat im Intervall [0,5;2][0{,}5; 2] eine Nullstelle. Zeigen Sie, dass der Graph von ff in dieser Nullstelle nicht die größte Steigung besitzt.

c)

In Abbildung 3 sieht man neben dem Graphen der Funktion ff auch die Tangente gg an den Graphen von ff im Punkt P(2∣f(2))P(2 \mid f(2)).

(1)

Ermitteln Sie durch Rechnung eine Gleichung der Tangente gg. Geben Sie dabei sämtliche Zahlen der Gleichung auf vier Nachkommastellen gerundet an.

[Zur Kontrolle: y=0,22x−0,186y = 0{,}22x - 0{,}186 ist eine Gleichung von gg, bei der die Zahlen auf weniger Nachkommastellen gerundet sind.]

(3)

Wird der Graph der Funktion ff um eine passende Länge nach oben verschoben, erhält man den Graphen einer Funktion kk, an den gg ebenfalls tangential verläuft. In Abbildung 4 werden die Graphen von ff und kk zusammen mit der gemeinsamen Tangente gg gezeigt.

(i)

An den Graphen von ff lässt sich eine Tangente hh legen, die parallel zu gg ist. Zeichnen Sie diese Tangente in die Abbildung 4 ein.

(ii)

Den Berührpunkt von hh und dem Graphen von ff nennt man QQ. Bestimmen Sie die Koordinaten von Punkt QQ und runden Sie auf vier Nachkommastellen.

[Zur Kontrolle: Für die xx-Koordinate von QQ gilt xQ≈0,59x_Q \approx 0{,}59.]

(iii)

Ermitteln Sie, mit welcher Verschiebung der Graph von kk aus dem Graphen von ff entsteht, und geben Sie eine Gleichung für die Funktion kk an.

[Hinweis: Den Funktionsterm müssen Sie nicht vereinfachen.]

Aufgabe B1 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Aufgabenstellung:

Die Funktion ff ist durch folgende Gleichung festgelegt:

f(x)=−4x⋅e−2x+0,4 mit x∈R.f(x) = -4x \cdot e^{-2x} + 0{,}4 \text{ mit } x \in \mathbb{R}.

Der Graph von ff ist in Abbildung 1 zu sehen.

Im weiteren Verlauf können Sie ohne Nachweis folgende Aussage verwenden:

Die erste Ableitung von ff lautet: f′(x)=−4e−2x⋅(1−2x)f'(x) = -4e^{-2x} \cdot (1 - 2x).

b)

(1)

Zeigen Sie, dass FF mit der Gleichung F(x)=2x⋅e−2x+e−2x+0,4xF(x) = 2x\cdot e^{-2x} + e^{-2x} + 0,4x eine Stammfunktion von ff darstellt.

(2)

Berechnen Sie den Flächeninhalt des Bereichs, den der Graph von ff und die xx-Achse miteinander einschließen.

(3)

Betrachtet wird die Gleichung ∫0bf(x) dx=0.\int_{0}^{b} f(x)\,\mathrm{d}x = 0. Ihre beiden Lösungen b1b_1 und b2b_2 sind in Abbildung 2a bzw. Abbildung 2b veranschaulicht.

Erläutern Sie anhand der beiden Abbildungen, warum b1b_1 und b2b_2 die genannte Gleichung lösen.

c)

(2)

Zwischen dem Graphen von ff und der Tangente gg liegt eine eingeschlossene Fläche.

(i)

Bestimmen Sie den Flächeninhalt dieser Fläche.

(ii)

Bestimmen Sie den prozentualen Anteil dieser Fläche, der oberhalb der xx-Achse liegt.

%

Aufgabe B2 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Im Sommer setzt sich ein Bienenvolk aus mehreren zehntausend Arbeiterinnen, wenigen hundert Drohnen und einer Königin zusammen. Eier, aus denen neue Bienen hervorgehen, legt allein die Königin.

Ein bestimmtes Bienenvolk wurde im Jahr 2019 über das Jahr hinweg genau beobachtet, anschließend wurde seine Entwicklung modelliert. Weil fast alle Eier zu Arbeiterinnen werden, bleiben Drohnen und Königinnen im Modell unberücksichtigt. Vereinfachend heißen die Arbeiterinnen „Bienen".

Die ersten jungen Bienen schlüpften am 4. März.

Die Zunahme der Bienenanzahl vom 4. März bis zum 21. Oktober durch schlüpfende Bienen wird für 0≤t≤2320 \leq t \leq 232 durch die Funktion ff mit

f(t)=1800000t4+17000t3−311t2+40t,t∈R,f(t) = \frac{1}{800000}t^4 + \frac{1}{7000}t^3 - \frac{3}{11}t^2 + 40t, \quad t \in \mathbb{R},

modelliert. Dabei entspricht t=0t=0 dem Beginn des 4. März. Bei t=1t=1 endet der 4. März und beginnt der 5. März usw. Der 21. Oktober endet somit bei t=232t=232.

f(t)f(t) ist die (momentane) Zuwachsrate durch schlüpfende Bienen zum Zeitpunkt tt in der Einheit „Bienen pro Tag". Sterbende Bienen werden zunächst nicht berücksichtigt.

Abbildung 1 zeigt den Graphen von ff im Intervall [0;232][0;232].

In der ganzen Aufgabe müssen Ergebnisse nicht in Datumsangaben umgerechnet werden!

a) (1)

Geben Sie an, wie groß die Zuwachsrate am Ende des 22. April (t=50t=50) ist.

Bienen/Tag

a) (2)

Ermitteln Sie, zu welchen Zeitpunkten die Zuwachsrate am stärksten zunimmt bzw. am stärksten abnimmt.

a) (3)

Bestimmen Sie rechnerisch, welche Koordinaten der absolute Hochpunkt des Graphen von ff im Intervall [0;232][0;232] besitzt, und interpretieren Sie diese Werte im Sachzusammenhang.

b) (1)

Ermitteln Sie für Ansatz A, in welchem Zeitraum die Bienen Gefahr laufen zu schwärmen (Zuwachsrate über 1300 Bienen pro Tag).

Aufgabe B2 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Aufgabe B2 - Integralrechnung

Im Sommer setzt sich ein Bienenvolk aus mehreren zehntausend Arbeiterinnen, wenigen hundert Drohnen und einer Königin zusammen. Eier, aus denen neue Bienen hervorgehen, legt allein die Königin.

Ein bestimmtes Bienenvolk wurde im Jahr 2019 über das Jahr hinweg genau beobachtet, anschließend wurde seine Entwicklung modelliert. Weil fast alle Eier zu Arbeiterinnen werden, bleiben Drohnen und Königinnen im Modell unberücksichtigt. Vereinfachend heißen die Arbeiterinnen „Bienen".

Die ersten jungen Bienen schlüpften am 4. März.

Die Zunahme der Bienenanzahl vom 4. März bis zum 21. Oktober durch schlüpfende Bienen wird für 0≤t≤2320 \leq t \leq 232 durch die Funktion ff mit

f(t)=1800000t4+17000t3−311t2+40t,t∈R,f(t) = \frac{1}{800000}t^4 + \frac{1}{7000}t^3 - \frac{3}{11}t^2 + 40t, \quad t \in \mathbb{R},

modelliert. Dabei entspricht t=0t=0 dem Beginn des 4. März. Bei t=1t=1 endet der 4. März und beginnt der 5. März usw. Der 21. Oktober endet somit bei t=232t=232.

f(t)f(t) ist die (momentane) Zuwachsrate durch schlüpfende Bienen zum Zeitpunkt tt in der Einheit „Bienen pro Tag". Sterbende Bienen werden zunächst nicht berücksichtigt.

Abbildung 1 zeigt den Graphen von ff im Intervall [0;232][0;232].

In der ganzen Aufgabe müssen Ergebnisse nicht in Datumsangaben umgerechnet werden!

a) (4)

Das Integral ∫910f(t) dt\displaystyle\int_{9}^{10} f(t)\,\mathrm{d}t beschreibt, wie viele Bienen am 13. März schlüpfen. [Eine Begründung ist nicht nötig.] Ermitteln Sie diese Anzahl rechnerisch.

a) (5)

Bestimmen Sie, wie viele Bienen im Mittel pro Tag schlüpfen, und zwar vom Beginn des 4. März (t=0t=0) bis zum Ende des 21. Oktober (t=232t=232).

b) (2)

Die Gleichung ∫tt+21f(x) dx=30000\displaystyle\int_{t}^{t+21} f(x)\,\mathrm{d}x = 30000 besitzt im Beobachtungszeitraum die Lösungen t1≈47t_1 \approx 47 und t2≈104t_2 \approx 104. Außerdem gilt für 47≤t≤10447 \le t \le 104: ∫tt+21f(x) dx≥30000\displaystyle\int_{t}^{t+21} f(x)\,\mathrm{d}x \ge 30000.

Erläutern Sie, was das Integral im Sachzusammenhang bedeutet. Interpretieren Sie die in Teilaufgabe b) (2) angegebenen Informationen im Zusammenhang der Teilaufgabe b).

c) (1)

Begründen Sie, dass sich im Bereich 35≤t≤21635 \le t \le 216 die Änderungsrate der Bienenzahl (in der Einheit „Bienen pro Tag") durch die Funktion dd mit d(t)=f(t)−g(t)d(t) = f(t) - g(t) beschreiben lässt.

c) (2)

Geben Sie anhand des Graphen von dd in Abbildung 2 näherungsweise den Zeitpunkt an, zu dem das Bienenvolk die größte Bienenanzahl erreicht, und begründen Sie Ihre Angabe.

c) (3)

Bis zum Ende des 7. April (t=35t=35) sind schon 240 Bienen gestorben. Zeigen Sie, dass am Ende des 5. Oktober (t=216t=216) noch nicht alle Bienen tot sind, die vor dem 1. September (also bis t=181t=181) geschlüpft sind.

Aufgabe B3 - Geraden und Ebenen · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Aufgabenstellung:

Der größte Saal eines Kinokomplexes bietet mehr als 500 Sitzplätze; er wird vereinfacht als Quader ABCDEFGHABCDEFGH modelliert. Abbildung 1 zeigt diesen Quader in einem kartesischen Koordinatensystem, dabei gilt:

A(0∣0∣0)A(0|0|0), B(20∣0∣0)B(20|0|0), D(0∣23∣0)D(0|23|0), E(0∣0∣9)E(0|0|9), G(20∣23∣9)G(20|23|9), H(0∣23∣9)H(0|23|9), J(20∣5∣0)J(20|5|0), K(20∣23∣6)K(20|23|6), L(0∣23∣6)L(0|23|6).

Eine Längeneinheit entspricht im verwendeten Koordinatensystem einem Meter. Die Leinwand des Kinos ist an der Wandfläche AEFBAEFB angebracht.

b)

Die Punkte II, JJ, KK und LL befinden sich in einer gemeinsamen Ebene EJKLE_{JKL}, die die Position der Kinositze vereinfacht wiedergibt.

(1) Bestimmen Sie für die Ebene EJKLE_{JKL} eine Gleichung in Parameterform.

[Mögliche Lösung: EJKL:x⃗=(1050)+r⋅(100)+s⋅(031)E_{JKL}: \vec{x} = \begin{pmatrix} 10 \\ 5 \\ 0 \end{pmatrix} + r \cdot \begin{pmatrix} 1 \\ 0 \\ 0 \end{pmatrix} + s \cdot \begin{pmatrix} 0 \\ 3 \\ 1 \end{pmatrix} mit r,s∈Rr,s \in \mathbb{R}]

c)

Ausgehend vom Punkt HH werden Laserstrahlen mit den Richtungsvektoren v⃗a=(a−3−1),a≥0\vec{v}_a = \begin{pmatrix} a \\ -3 \\ -1 \end{pmatrix}, a \ge 0, ausgesendet.

(1) Zeigen Sie, dass diese Laserstrahlen zur Ebene EJKLE_{JKL} parallel sind.

(3) Für a=1a = 1 folgt ein von HH ausgehender Laserstrahl der Geraden

h:x⃗=(0239)+t⋅(1−3−1)mit t∈R,t>0.h: \vec{x} = \begin{pmatrix} 0 \\ 23 \\ 9 \end{pmatrix} + t \cdot \begin{pmatrix} 1 \\ -3 \\ -1 \end{pmatrix} \quad \text{mit } t \in \mathbb{R}, t > 0.

Berechnen Sie den Punkt, in dem die Gerade hh die x1x2x_1x_2-Ebene schneidet, und interpretieren Sie dessen Lage im Sachzusammenhang.

d)

Ein Laserstrahl geht vom Punkt GG aus und folgt der Geraden

g:x⃗=(20239)+s⋅(−2−3−1)mit s∈R,s>0.g: \vec{x} = \begin{pmatrix} 20 \\ 23 \\ 9 \end{pmatrix} + s \cdot \begin{pmatrix} -2 \\ -3 \\ -1 \end{pmatrix} \quad \text{mit } s \in \mathbb{R}, s > 0.

Der Laserstrahl von HH mit Richtung v⃗a\vec{v}_a wird so justiert, dass v⃗a\vec{v}_a senkrecht zur Geraden gg steht (dazugehöriger Wert a=5a = 5).

(2) Prüfen Sie rechnerisch, ob die beiden zueinander senkrechten Laserstrahlen einen Schnittpunkt im Inneren des Kinosaals haben.

Aufgabe B3 - Längen, Winkel und Abstände im Raum · Längen, Winkel und Abstände im Raum

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Aufgabenstellung:

Der größte Saal eines Kinokomplexes bietet mehr als 500 Sitzplätze; er wird vereinfacht als Quader ABCDEFGHABCDEFGH modelliert. Abbildung 1 zeigt diesen Quader in einem kartesischen Koordinatensystem, dabei gilt:

A(0∣0∣0)A(0|0|0), B(20∣0∣0)B(20|0|0), D(0∣23∣0)D(0|23|0), E(0∣0∣9)E(0|0|9), G(20∣23∣9)G(20|23|9), H(0∣23∣9)H(0|23|9), J(20∣5∣0)J(20|5|0), K(20∣23∣6)K(20|23|6), L(0∣23∣6)L(0|23|6).

Eine Längeneinheit entspricht im verwendeten Koordinatensystem einem Meter. Die Leinwand des Kinos ist an der Wandfläche AEFBAEFB angebracht.

a)

Geben Sie die Koordinaten von Punkt FF an.

b)(2)

Berechnen Sie, wie lang die Kante JK‾\overline{JK} ist.

Für eine Lasershow sind im Kinosaal zwei Projektoren installiert, die im Modell den Punkten GG und HH entsprechen.

Ausgehend von HH werden Laserstrahlen in Richtung der Vektoren v⃗a=(a−3−1),a≥0\vec{v}_a = \begin{pmatrix} a \\ -3 \\ -1 \end{pmatrix}, a \ge 0, gestrahlt.

c)(2)

Bestimmen Sie rechnerisch denjenigen Wert von aa, für den der Laserstrahl mit der Kante HG‾\overline{HG} einen Winkel von 60∘60^\circ einschließt.

Ausgehend vom Punkt GG verläuft ein Laserstrahl auf der Geraden

g:x⃗=(20239)+s⋅(−2−3−1) mit s∈R,s>0.g: \vec{x} = \begin{pmatrix} 20 \\ 23 \\ 9 \end{pmatrix} + s \cdot \begin{pmatrix} -2 \\ -3 \\ -1 \end{pmatrix} \text{ mit } s \in \mathbb{R}, s > 0.

Der Laserstrahl von HH in Richtung v⃗a\vec{v}_a wird so justiert, dass v⃗a\vec{v}_a senkrecht zur Geraden gg steht.

d)(1)

Bestimmen Sie durch Rechnung den dazu passenden Wert von aa.

Aufgabe B4 - Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeit… · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

E-Scooter (Elektro-Roller) werden in Deutschland immer beliebter. Wie lange ein einzelner E-Scooter im Einsatz ist, hängt jedoch stark davon ab, ob er verliehen oder privat genutzt wird. Erste Untersuchungen zeigen, dass ein Leih-E-Scooter durchschnittlich nur 30 Tage genutzt wird, ein privater E-Scooter dagegen durchschnittlich 365 Tage.

a) (1)

Ein Hersteller liefert 90 % seiner E-Scooter an Verleihfirmen, die übrigen E-Scooter werden privat genutzt. Bestimmen Sie die mittlere Nutzungsdauer der E-Scooter dieses Herstellers.

a) (2)

Bei einem anderen Hersteller liegt die mittlere Nutzungsdauer seiner E-Scooter bei 120 Tagen. Ermitteln Sie den Anteil der E-Scooter, die dieser Hersteller für private Haushalte herstellt.

In dieser Aufgabe heißen alle Personen, die gelegentlich einen E-Scooter fahren, E-Scooter-Nutzende. Vereinfachend sei angenommen, dass die Zufallsgröße XX, welche die Anzahl der E-Scooter-Nutzenden in einer zufällig gewählten Personengruppe beschreibt, binomialverteilt ist.

b) E-Scooter fährt man vor allem in Großstädten. In einer deutschen Großstadt nutzt eine zufällig gewählte Person mit einer Wahrscheinlichkeit von 10 % gelegentlich einen E-Scooter. In dieser Stadt werden 200 zufällig gewählte Personen gefragt, ob sie gelegentlich einen E-Scooter nutzen.

b) (1)

Mit dem folgenden unvollständigen Ansatz wird die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses im Sachzusammenhang der oben beschriebenen Stichprobe bestimmt:

P(X=__)=_____⋅0,115⋅_____P(X = \_\_) = \_\_\_\_\_ \cdot 0{,}1^{15} \cdot \_\_\_\_\_

b) (2) (i)

b) (2) (ii)

b) (2) (iii)

c) In einer anderen deutschen Großstadt liegt die Wahrscheinlichkeit pp, dass eine zufällig gewählte Person gelegentlich einen E-Scooter nutzt, derzeit nur bei 6 %. Ein E-Scooter-Hersteller will pp mit einer gezielten Werbekampagne steigern. Nach der Kampagne sollen 150 zufällig gewählte Personen dieser Stadt befragt werden, um zu prüfen, ob die Kampagne erfolgreich war. Das Unternehmen wertet die Kampagne als erfolgreich, wenn unter den 150 Befragten mindestens 12 E-Scooter-Nutzende sind.

c) (1)

c) (2)

Nach der Werbekampagne hat sich die Wahrscheinlichkeit pp, dass eine zufällig ausgewählte Person gelegentlich einen E-Scooter benutzt, verändert. Die Wahrscheinlichkeit, dass unter 50 zufällig ausgewählten Personen höchstens eine Person gelegentlich einen E-Scooter benutzt, beträgt nun 5 %. Der Wert von pp lässt sich über den folgenden Ansatz berechnen:

(1−p)50+50⋅p⋅(1−p)49=0,05(1-p)^{50} + 50 \cdot p \cdot (1-p)^{49} = 0{,}05

c) (3)

Aufgabe B5 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Wird der Körper sportlich belastet, bildet sich in den Muskeln Laktat (Milchsäure). Ein Laktattest misst die Laktatwerte im Blut und gibt so Aufschluss über den Trainingszustand eines Sportlers. Beim Laktatstufentest erhöht der Sportler dafür in gleichmäßigen Zeitabständen seine Leistung, etwa auf einem Fahrrad-Ergometer.

Zur Modellierung des Laktatwertes eines bestimmten Sportlers bei einem Laktatstufentest (im Folgenden kurz als Laktatwert bezeichnet) wird für 0≤x≤450 \leq x \leq 45 die Funktion ff mit f(x)=1100(−0,01x2+x−19)⋅e0,11x+1,3,x∈R,f(x)=\frac{1}{100}\left(-0{,}01x^2+x-19\right)\cdot e^{0{,}11x}+1{,}3, \quad x \in \mathbb{R}, verwendet. Dabei ist xx die Zeit in Minuten und f(x)f(x) der Laktatwert in mmol/l (Millimol pro Liter). Der Laktatstufentest startet zum Zeitpunkt x=0x=0 und dauert 45 Minuten.

Der Graph von ff ist in Abbildung 1 dargestellt.

a)

(1)

Ermitteln Sie den Laktatwert zu Beginn und zum Ende des Laktatstufentests.

(2)

Weisen Sie nach, dass die 1. Ableitung von ff lautet: f′(x)=1100(−0,0011x2+0,09x−1,09)⋅e0,11x.f'(x)=\frac{1}{100}\left(-0{,}0011x^2+0{,}09x-1{,}09\right)\cdot e^{0{,}11x}.

(3)

Bestimmen Sie rechnerisch, zu welchem Zeitpunkt der Laktatwert minimal ist, und geben Sie diesen Laktatwert an.

Aus den Laktatwerten lässt sich ermitteln, zu welchem Zeitpunkt beim Laktatstufentest ein Sportler die sogenannte individuelle anaerobe Schwelle (kurz IAS) erreicht. Dann liegt die Leistung vor, die der Sportler über einen längeren Zeitraum höchstens erbringen kann. Zur Ermittlung dieses Zeitpunkts gibt es vielfältige Verfahren.

Zwei Verfahren werden im Folgenden näher betrachtet. Dabei bezeichnen S(0∣f(0))S(0|f(0)) und E(45∣f(45))E(45|f(45)) die zum Start und Ende des Laktatstufentests gehörenden Punkte des Graphen von ff.

Bei Verfahren A wird zunächst eine Gerade gg durch die Punkte SS und EE gezeichnet. Anschließend wird eine Tangente an den Graphen von ff gelegt, die parallel zu gg verläuft. Als Zeitpunkt, zu dem die IAS erreicht wird, ergibt sich bei diesem Verfahren der xx-Wert des Berührpunkts zwischen dem Graphen von ff und dieser Tangente (vgl. Abbildung 2).

b)

(1)

Ermitteln Sie rechnerisch eine Funktionsgleichung der Geraden gg.

[Kontrolllösung: g:y=0,1846x+1,11g: y=0{,}1846x+1{,}11.]

(2)

Ermitteln Sie, zu welchem Zeitpunkt nach Verfahren A die IAS erreicht wird.

Bei Verfahren B wird jeweils in SS und in EE eine Tangente an den Graphen von ff gelegt. Als Zeitpunkt, zu dem die IAS erreicht wird, ergibt sich bei diesem Verfahren der xx-Wert desjenigen Punktes KK auf dem Graphen von ff, welcher den kürzesten Abstand zum Schnittpunkt der beiden Tangenten hat (vgl. Abbildung 3).

c)

Die Gleichung der Tangente tSt_S im Punkt SS kann ohne Nachweis verwendet werden. Es gilt: tS:y=−0,0109x+1,11t_S: y=-0{,}0109x+1{,}11.

(1)

Ermitteln Sie rechnerisch eine Funktionsgleichung der Tangente im Punkt EE und bestimmen Sie den Schnittpunkt TT der beiden Tangenten auf zwei Nachkommastellen gerundet.

[Gerundete Kontrolllösung mit einer Nachkommastelle: T(36,6∣0,7)T(36{,}6|0{,}7)]

(2)

Die mit diesem Verfahren ermittelte IAS wird nach 35,64 Minuten erreicht.

Ermitteln Sie die Entfernung zwischen dem dazugehörigen Punkt KK und TT.

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