Abitur NRW Mathematik 2023 · LK · Nachtermin · GTR

Abiturprüfung Mathematik in Nordrhein-Westfalen 2023, LK · Nachtermin · GTR: 21 Aufgaben mit Lösungen. Themen: Funktionen und ihre Eigenschaften. Kostenlos.

Themen der Prüfung: Funktionen und ihre Eigenschaften · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte · Integralrechnung: Flächen und Bestände · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen · Längen, Winkel und Abstände im Raum · Mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen · Beurteilende Statistik: Tests und Intervalle

Aufgabe a · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Gegeben ist die Funktion ff mit f(x)=16x3−2x2+283, x∈Rf(x) = \frac{1}{6}x^3 - 2x^2 + \frac{28}{3},\ x \in \mathbb{R}.

(1)

Weisen Sie nach, dass ff an der Stelle x=0x = 0 einen lokalen Hochpunkt seines Graphen besitzt.

(2)

Begründen Sie, dass der Punkt P(43∣283)P\left(\frac{4}{3} \Big| \frac{28}{3}\right) auf der Tangente liegt, die den Graphen von ff an der Stelle x=0x = 0 berührt.

(3)

Der Graph von ff enthält den Punkt Q(4∣−12)Q(4 \mid -12). Zeigen Sie, dass die Gerade durch PP und QQ den Graphen von ff im Punkt QQ tangential berührt.

Aufgabe b · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Gegeben ist eine Funktion ff mit f(x)=−x2⋅(x−k)f(x) = -x^2 \cdot (x-k), x∈Rx \in \mathbb{R}, k∈Rk \in \mathbb{R}, k>0k > 0.

(1)

Geben Sie in Abhängigkeit von kk die Nullstellen der Funktion ff an.

(2)

Bestimmen Sie denjenigen Wert von kk, für den die Fläche zwischen dem Graphen von ff und der xx-Achse den Inhalt 43 FE\frac{4}{3}\text{ FE} hat.

Aufgabe c(1) - Nullstellen · Funktionen und ihre Eigenschaften

Die Funktion ff ist gegeben durch die Gleichung $f(x) = (x^2 + 4

e

(1)

Berechnen Sie die Nullstellen der Funktion ff.

Aufgabe c(2) - Stammfunktion · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Die Funktion ff ist gegeben durch die Gleichung $f(x) = (x^2 + 4\ne

(2) Für a,b,c∈Ra, b, c \in \mathbb{R} ist die Funktion FF gegeben durch die GleichungF(x)=(a⋅x2+b⋅x+c)⋅ex,x∈R.F(x) = (a\cdot x^2 + b\cdot x + c)\cdot e^x, \quad x \in \mathbb{R}.Berechnen Sie F′(x)F'(x) und ermitteln Sie durch einen Vergleich mit f(x)f(x) die Gleichung einer Stammfunktion der Funktion ff.

Aufgabe d · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Betrachtet werden die Funktionen ff und gg mitf(x)=(2⋅x−1)⋅e2⋅x,x∈R,f(x) = (2\cdot x - 1)\cdot e^{2\cdot x}, \quad x \in \mathbb{R},undg(x)=−x⋅e2⋅x,x∈R.g(x) = -x\cdot e^{2\cdot x}, \quad x \in \mathbb{R}.Abbildung 1 zeigt die Graphen beider Funktionen.

(1)

Weisen Sie rechnerisch nach, dass sich die beiden Funktionsgraphen ausschließlich an der Stelle x=13x = \frac{1}{3} schneiden.

Außerdem sei die Funktion DD mit D(x)=(−32⋅x+54)⋅e2⋅x,x∈RD(x) = \left(-\frac{3}{2}\cdot x + \frac{5}{4}\right)\cdot e^{2\cdot x}, \quad x \in \mathbb{R}, vorgegeben.

(2)

Weisen Sie nach, dass DD eine Stammfunktion der Differenzfunktion dd mit d(x)=g(x)−f(x)d(x) = g(x) - f(x) darstellt.

(3)

Berechnen Sie den Inhalt der in Abbildung 1 schraffierten Fläche.

Aufgabe e (Geometrie) · Längen, Winkel und Abstände im Raum

e) Gegeben sind die Vektoren u⃗=(0pq)\vec{u} = \begin{pmatrix} 0 \\ p \\ q \end{pmatrix} und v⃗=(−221)\vec{v} = \begin{pmatrix} -2 \\ 2 \\ 1 \end{pmatrix} mit p,q∈Rp, q \in \mathbb{R}.

(1)

Für bestimmte Werte von pp und qq bilden die Vektoren u⃗\vec{u} und v⃗\vec{v} die Seiten eines Rechtecks.

Geben Sie dafür ein passendes Wertepaar an.

(2)

Für bestimmte Werte von pp und qq ist das Rechteck, das von u⃗\vec{u} und v⃗\vec{v} aufgespannt wird, ein Quadrat.

Ermitteln Sie sämtliche Werte von pp und qq, für die dies zutrifft.

Geben Sie die zwei Wertepaare (p,q)(p, q) als Lösung an:

Aufgabe f (Geometrie) · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen

Gegeben ist die Ebene E:x⃗=u⃗+r⋅v⃗+s⋅w⃗, r,s∈RE: \vec{x} = \vec{u} + r \cdot \vec{v} + s \cdot \vec{w},\ r, s \in \mathbb{R}.

Abbildung 2 zeigt einen Ausschnitt der Ebene EE.

(1) (i)

Das in Abbildung 2 dargestellte Parallelogramm liegt in der Ebene EE und lässt sich beschreiben durch

x⃗=u⃗+r⋅v⃗+s⋅w⃗, a≤r≤b, c≤s≤d\vec{x} = \vec{u} + r \cdot \vec{v} + s \cdot \vec{w},\ a \le r \le b,\ c \le s \le d,

Dabei sind a,b,ca, b, c und dd ganze Zahlen.

Geben Sie anhand von Abbildung 2 die Werte von a,b,ca, b, c und dd an.

(1) (ii)

Zeichnen Sie in Abbildung 2 diejenigen Punkte der Ebene EE ein, die entstehen, wenn für rr und ss alle Parameterwerte mit r≥0, s≥0r \ge 0,\ s \ge 0 und r+s=1r + s = 1 in die Parametergleichung von EE eingesetzt werden.

(2)

Es gilt: E:x⃗=(−67−8)+r⋅(2−10)+s⋅(001), r,s∈RE: \vec{x} = \begin{pmatrix} -6 \\ 7 \\ -8 \end{pmatrix} + r \cdot \begin{pmatrix} 2 \\ -1 \\ 0 \end{pmatrix} + s \cdot \begin{pmatrix} 0 \\ 0 \\ 1 \end{pmatrix},\ r, s \in \mathbb{R}.

Ermitteln Sie für EE eine Gleichung in Normalenform.

Aufgabe e (Stochastik) · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

e) Bei einer neuen Mandarinensorte hat eine zufällig gewählte Mandarine nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 10 %10\,\% Kerne. Die Zufallsgröße XX beschreibt die Anzahl der Mandarinen mit Kernen in einer Kiste mit 100100 Mandarinen.

(1)

Berechnen Sie sowohl den Erwartungswert als auch die Standardabweichung der Zufallsgröße XX.

(2)

Geben Sie im Sachzusammenhang ein Ereignis an, dessen Wahrscheinlichkeit sich mit dem Term (1004)⋅0,14⋅0,996\begin{pmatrix} 100 \\ 4 \end{pmatrix} \cdot 0{,}1^4 \cdot 0{,}9^{96} bestimmen lässt.

(3)

Begründen Sie mithilfe eines passenden Terms, dass es in einer Kiste mit 100100 Mandarinen nahezu sicher ist, dass mindestens eine Mandarine keine Kerne hat; die Wahrscheinlichkeit dafür ist also nahezu 11.

Aufgabe f (Stochastik) · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

f) Bei einem Schulfest gibt es an einer Würfelbude das folgende Spiel:

Nachdem man 0,50 €0{,}50\text{ €} eingezahlt hat, wirft man einen gewöhnlichen Würfel dreimal. Für jede geworfene 6 werden 1 €1\text{ €} ausgezahlt. Die Zufallsgröße XX beschreibt den ausgezahlten Betrag.

(1)

Geben Sie in der nachstehenden Tabelle die Wahrscheinlichkeiten P(X=k)P(X = k) an:

kk · 0 €0\text{ €} · 1 €1\text{ €} · 2 €2\text{ €} · 3 €3\text{ €}

P(X=k)P(X = k)

(2)

Ermitteln Sie den kleinsten Einsatz pro Spiel, bei dem die Betreiber der Würfelbude langfristig einen Gewinn erzielen.

€

Aufgabe B1 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Aufgabenstellung

Die Funktion ff ist durch folgende Gleichung definiert:

f(x)=(x+0,5)⋅(x−0,5)⋅ex,x∈Rf(x) = (x+0{,}5) \cdot (x-0{,}5) \cdot e^x, \quad x \in \mathbb{R}

Durch die folgende Gleichung wird eine Funktionenschar gag_a festgelegt:

ga(x)=(x+a)⋅(x−a)⋅ex=(x2−a2)⋅ex,x∈R,  a>0g_a(x) = (x+a) \cdot (x-a) \cdot e^x = (x^2 - a^2) \cdot e^x, \quad x \in \mathbb{R}, \; a > 0 In Abbildung 1 ist der Graph der Funktion g1g_1 zu sehen.

Die Funktion hh wird durch die folgende Gleichung beschrieben:

h(x)=(x−1)⋅x⋅ex−0,5,x∈Rh(x) = (x-1) \cdot x \cdot e^{x-0{,}5}, \quad x \in \mathbb{R}

Teilaufgabe a)

(1)

Der Graph von ff besitzt zwei lokale Extrempunkte. Bestimmen Sie die Koordinaten dieser Punkte.

E1(E_1(

∣\mid

))

E2(E_2(

∣\mid

))

(2)

Es gilt: f′′(x)=(x2+4⋅x+1,75)⋅exf''(x) = (x^2 + 4\cdot x + 1{,}75)\cdot e^x.

Untersuchen Sie rechnerisch, an welchen Stellen die Funktion ff Wendestellen besitzt; Werte oder Zusammenhänge, die aus Funktionsgraphen abgelesen wurden, dürfen dabei nicht genutzt werden.

xW1=x_{W1} =

,xW2=,\quad x_{W2} =

(3)

(i) Weisen Sie nach: f′(x)=(x2+2⋅x−0,25)⋅exf'(x) = (x^2 + 2\cdot x - 0{,}25)\cdot e^x.

(ii) Zeigen Sie rechnerisch: t:y=−e−1,5⋅x+0,5⋅e−1,5t: y = -e^{-1{,}5}\cdot x + 0{,}5\cdot e^{-1{,}5} ist die Tangente an den Graphen von ff im Punkt (−1,5∣f(−1,5))(-1{,}5 \mid f(-1{,}5)).

Teilaufgabe b)

(1)

Der Graph von gag_a hat an der Stelle xHx_H einen Hochpunkt und an der Stelle xTx_T einen Tiefpunkt. Es gilt: xH<xTx_H < x_T.

Zeigen Sie, dass sämtliche Tiefpunkte der Graphen der Schar auf dem Graphen der Funktion oo mit o(x)=−2⋅x⋅exo(x) = -2\cdot x\cdot e^x liegen.

(2)

Die Punkte P(−a∣0)P(-a \mid 0), Qz(z∣ga(z))Q_z(z \mid g_a(z)) und Rz(z∣0)R_z(z \mid 0) bilden für −a<z<a-a < z < a das Dreieck PQzRzPQ_zR_z.

(i) Begründen Sie, dass der Flächeninhalt BaB_a des Dreiecks PQzRzPQ_zR_z in Abhängigkeit von zz durch die Gleichung

Ba(z)=−0,5⋅(z+a)2⋅(z−a)⋅ezB_a(z) = -0{,}5\cdot (z+a)^2\cdot (z-a)\cdot e^z

berechnen lässt.

(ii) Bestimmen Sie für a=1a = 1 den größtmöglichen Flächeninhalt des Dreiecks PQzRzPQ_zR_z.

FE

Aufgabe B1 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Aufgabenstellung

Die Funktion ff ist durch folgende Gleichung definiert:

f(x)=(x+0,5)⋅(x−0,5)⋅ex,x∈Rf(x) = (x+0{,}5) \cdot (x-0{,}5) \cdot e^x, \quad x \in \mathbb{R}

Durch die folgende Gleichung wird eine Funktionenschar gag_a festgelegt:

ga(x)=(x+a)⋅(x−a)⋅ex=(x2−a2)⋅ex,x∈R,  a>0g_a(x) = (x+a) \cdot (x-a) \cdot e^x = (x^2 - a^2) \cdot e^x, \quad x \in \mathbb{R}, \; a > 0 In Abbildung 1 ist der Graph der Funktion g1g_1 zu sehen.

Die Funktion hh wird durch die folgende Gleichung beschrieben:

h(x)=(x−1)⋅x⋅ex−0,5,x∈Rh(x) = (x-1) \cdot x \cdot e^{x-0{,}5}, \quad x \in \mathbb{R}

Es gibt einen weiteren Punkt, in dem sich der Graph von ff und die Tangente tt schneiden.

(i)

Bestimmen Sie den Inhalt der Fläche AA, die vom Graphen der Funktion ff und der Tangente tt begrenzt wird.

(ii)

Die Fläche AA reicht teilweise unter die xx-Achse.

Bestimmen Sie, welchen prozentualen Anteil der Inhalt dieser Teilfläche am Inhalt der Fläche AA hat.

%

Aufgabe B1 - Funktionen und ihre Eigenschaften · Funktionen und ihre Eigenschaften

Aufgabenstellung

Die Funktion ff ist durch folgende Gleichung definiert:

f(x)=(x+0,5)⋅(x−0,5)⋅ex,x∈Rf(x) = (x+0{,}5) \cdot (x-0{,}5) \cdot e^x, \quad x \in \mathbb{R}

Durch die folgende Gleichung wird eine Funktionenschar gag_a festgelegt:

ga(x)=(x+a)⋅(x−a)⋅ex=(x2−a2)⋅ex,x∈R,  a>0g_a(x) = (x+a) \cdot (x-a) \cdot e^x = (x^2 - a^2) \cdot e^x, \quad x \in \mathbb{R}, \; a > 0 In Abbildung 1 ist der Graph der Funktion g1g_1 zu sehen.

Die Funktion hh wird durch die folgende Gleichung beschrieben:

h(x)=(x−1)⋅x⋅ex−0,5,x∈Rh(x) = (x-1) \cdot x \cdot e^{x-0{,}5}, \quad x \in \mathbb{R}

c) Die Funktion hh ist durch die folgende Gleichung festgelegt:

h(x)=(x−1)⋅x⋅ex−0,5,x∈Rh(x) = (x-1) \cdot x \cdot e^{x-0{,}5}, \quad x \in \mathbb{R}

(1)

Der Graph von hh geht durch eine Transformation aus dem Graphen der Funktion ff hervor. Geben Sie die Art dieser Transformation an.

(2)

Die Graphen von g1g_1 und hh haben den Schnittpunkt S(1∣0)S(1 \mid 0) sowie einen weiteren Schnittpunkt TT. Bestimmen Sie die Koordinaten von TT.

(3)

Der Graph von ff soll so transformiert werden, dass der entstehende Graph den Graphen von g1g_1 ebenfalls in S(1∣0)S(1 \mid 0) schneidet, jedoch nicht mit dem Graphen von hh übereinstimmt. Beschreiben Sie eine passende Transformation und geben Sie die zugehörige Funktionsgleichung an.

Aufgabe B2 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Aufgabenstellung:

In Abbildung 1 ist eine Holzliege zu sehen, deren geschwungene Liegefläche auf zwei Seitenteilen ruht. Für die Seitenteile wird Holz der Dicke 4 cm4\text{ cm} verwendet. Ein Volumen von 1 cm31\text{ cm}^3 dieses Holzes besitzt die Masse 0,75 g0{,}75\text{ g}.

Abbildung 2 zeigt modellhaft den Längsschnitt eines Seitenteils dieser Liege. Dessen oberer Rand wird vom Graphen einer Funktion gg beschrieben, der untere Rand vom Graphen einer Funktion hh.

In einem passenden Intervall werden der obere und der untere Rand durch die Graphen von gg und hh beschrieben. Dabei gilt:

g(x)=23x3−3x2+4x−710,x∈Rundh(x)=0,06x4−0,30x2+0,38,x∈R.g(x)=\frac{2}{3}x^3-3x^2+4x-\frac{7}{10}, \quad x \in \mathbb{R} \quad \text{und} \quad h(x)=0{,}06x^4-0{,}30x^2+0{,}38, \quad x \in \mathbb{R}.

Im Modell steht eine Längeneinheit für 40 cm40\text{ cm} in der Wirklichkeit.

In der Regel liegt eine Person so auf der Liege, dass im Längsschnitt betrachtet die Kniekehlen etwa in dem Punkt liegen, den im Modell der lokale Hochpunkt HH des Graphen von gg darstellt. Das Gesäß liegt dann etwa in dem Punkt, der im Modell dem lokalen Tiefpunkt TT des Graphen von gg entspricht (siehe Abbildung 2). Eine Liege ist bequem, wenn die Oberschenkellänge ungefähr dem Abstand dieser beiden Punkte entspricht (erste Bedingung). Zudem soll die Steigung zwischen diesen beiden Punkten Werte zwischen −0,7-0,7 und 0,70,7 annehmen (zweite Bedingung).

Teilaufgabe a

a) (1)

Ermitteln Sie die Koordinaten des Hochpunkts und des Tiefpunkts des Graphen von gg.

[Zur Kontrolle: Die Extremstellen liegen bei x=1x = 1 und x=2x = 2.]

H(H( ∣\mid ))

T(T( ∣\mid ))

a) (2)

Berechnen Sie die Entfernung zwischen Hochpunkt und Tiefpunkt.

a) (3)

Bestimmen Sie rechnerisch die Steigung des Graphen von gg an der Wendestelle, wobei keine am Graphen abgelesenen Werte oder Zusammenhänge verwendet werden dürfen.

a) (4)

Menschen mit 172 cm172\text{ cm} Körpergröße haben im Mittel eine Oberschenkellänge von 40 cm40\text{ cm}.

Beurteilen Sie, ob die Liege für eine solche Person beide Bedingungen für eine bequeme Liege erfüllt.

Teilaufgabe b

Bei dem Versuch, die Form der Liege zu optimieren, wurde festgestellt, dass es besser ist, die Form der Liegefläche im Kopfbereich gerade zu gestalten. Deshalb wird nun für x≥2,4x \geq 2{,}4 der Graph der Funktion gg durch die Tangente tt an den Graphen von gg im Punkt P(2,4∣g(2,4))P(2{,}4 \mid g(2{,}4)) ersetzt (siehe Abbildung 3).

b) (1)

Bestimmen Sie durch Rechnung eine Gleichung der Tangente tt.

[Zur Kontrolle: t:y=1,12x−1,852t: y = 1{,}12x - 1{,}852.]

Teilaufgabe c

Die Hersteller möchten zukünftig auch Liegen anbieten, die individuell an die jeweilige Körpergröße angepasst sind. Sie benutzen zur Modellierung des oberen Randes des Seitenteils für geeignete k>0k > 0 Funktionen gkg_k mitgk(x)=23k2x3−3kx2+4x−710k,x∈R.g_k(x) = \frac{2}{3}k^2x^3 - 3kx^2 + 4x - \frac{7}{10k}, \quad x \in \mathbb{R}.

c) (1)

Bestimmen Sie rechnerisch die lokalen Extremstellen des Graphen von gkg_k abhängig von kk; die hinreichende Bedingung muss nicht überprüft werden.

[Zur Kontrolle und weiteren Verwendung: Der Hochpunkt des Graphen von gkg_k hat die Koordinaten Hk(1k  |  2930k)H_k\left(\frac{1}{k} \;\middle|\; \frac{29}{30k}\right) und der Tiefpunkt die Koordinaten Tk(2k  |  1930k)T_k\left(\frac{2}{k} \;\middle|\; \frac{19}{30k}\right).]

c) (2)

Weisen Sie nach, dass der Abstand zwischen Hochpunkt und Tiefpunkt des Graphen von gkg_k folgenden Wert hat:dk=103k.d_k = \frac{\sqrt{10}}{3k}.

c) (3)

Bestimmen Sie kk so, dass die Liegefläche, modelliert mit gkg_k, die erste Bedingung für eine bequeme Liege für ein zehnjähriges Kind mit 140 cm140\text{ cm} Körpergröße und einer Oberschenkellänge von ca. 30 cm30\text{ cm} erfüllt.

c) (4)

Erläutern Sie, wie die Werte von kk variiert werden müssen, um bei Modellierung der Liegefläche mit gkg_k eine Liege für große bzw. kleine Menschen zu bekommen.

c) (5)

Zeigen Sie, dass die Steigung von gkg_k an der Wendestelle nicht von kk abhängt und dass jede mit einer Funktion gkg_k modellierte Liege die zweite Bedingung für bequeme Liegen erfüllt.

Aufgabe B2 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Aufgabenstellung:

In Abbildung 1 ist eine Holzliege zu sehen, deren geschwungene Liegefläche auf zwei Seitenteilen ruht. Für die Seitenteile wird Holz der Dicke 4 cm4\text{ cm} verwendet. Ein Volumen von 1 cm31\text{ cm}^3 dieses Holzes besitzt die Masse 0,75 g0{,}75\text{ g}.

Abbildung 2 zeigt modellhaft den Längsschnitt eines Seitenteils dieser Liege. Dessen oberer Rand wird vom Graphen einer Funktion gg beschrieben, der untere Rand vom Graphen einer Funktion hh.

In einem passenden Intervall werden der obere und der untere Rand durch die Graphen von gg und hh beschrieben. Dabei gilt:

g(x)=23x3−3x2+4x−710,x∈Rundh(x)=0,06x4−0,30x2+0,38,x∈R.g(x)=\frac{2}{3}x^3-3x^2+4x-\frac{7}{10}, \quad x \in \mathbb{R} \quad \text{und} \quad h(x)=0{,}06x^4-0{,}30x^2+0{,}38, \quad x \in \mathbb{R}.

Im Modell steht eine Längeneinheit für 40 cm40\text{ cm} in der Wirklichkeit.

Bei dem Versuch, die Liegenform zu optimieren, zeigte sich, dass es günstiger ist, die Liegefläche im Kopfbereich gerade zu gestalten. Deshalb wird nun für x≥2,4x \geq 2{,}4 der Graph der Funktion gg durch die Tangente tt an den Graphen von gg im Punkt P(2,4∣g(2,4))P(2{,}4 \mid g(2{,}4)) ersetzt (siehe Abbildung 3).

[Aus Teilaufgabe b(1) ist bekannt: t:y=1,12x−1,852t: y = 1{,}12x - 1{,}852]

b) (2)

Ermitteln Sie den Flächeninhalt des schraffierten Bereichs (siehe Abbildung 3) und geben Sie dabei die dafür notwendigen Integrale an.

[Zur Kontrolle: Der Inhalt der schraffierten Fläche beträgt ungefähr 1,25 FE1{,}25\text{ FE}.]

Linke Schnittstelle (Schnitt von gg und hh bei x<1x < 1): x1≈x_1 \approx

Rechte Schnittstelle (Schnitt von tt und hh bei x>2x > 2): x2≈x_2 \approx

A≈A \approx

FE

b) (3)

Berechnen Sie, welche Masse ein Seitenteil der optimierten Liege hat.

Aufgabe B3 - Geraden und Ebenen · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen

Abbildung 1 zeigt einen Pyramidenstumpf. Das Koordinatensystem wurde so festgelegt, dass die quadratische Grundfläche A1A2A3A4A_1A_2A_3A_4 in der x1x_1-x2x_2-Ebene liegt, während sich die quadratische Deckfläche in einer zur x1x_1-x2x_2-Ebene parallelen Ebene auf der Höhe 1010 befindet. Zudem geht die x3x_3-Achse durch die Diagonalenschnittpunkte dieser beiden Quadrate. Die Seitenlänge der quadratischen Deckfläche beträgt 44.

Es gilt A1(4∣4∣0)A_1(4 \mid 4 \mid 0), A2(−4∣4∣0)A_2(-4 \mid 4 \mid 0), A4(4∣−4∣0)A_4(4 \mid -4 \mid 0) und D(2∣2∣10)D(2 \mid 2 \mid 10).

Abbildung 2 zeigt einen Körper, der entsteht, wenn man die Deckfläche um 90∘90^\circ um die x3x_3-Achse dreht und die Grundfläche A1A2A3A4A_1A_2A_3A_4 dabei unverändert lässt. In Abbildung 3 ist dieser Körper von oben zu sehen. Für den in den Abbildungen 2 und 3 gezeigten Körper, auf den sich die folgenden Aufgaben beziehen, gilt:

A1(4∣4∣0)A_1(4 \mid 4 \mid 0), A2(−4∣4∣0)A_2(-4 \mid 4 \mid 0), A4(4∣−4∣0)A_4(4 \mid -4 \mid 0),

B1(−2∣2∣10)B_1(-2 \mid 2 \mid 10), B2(−2∣−2∣10)B_2(-2 \mid -2 \mid 10), B3(2∣−2∣10)B_3(2 \mid -2 \mid 10), B4(2∣2∣10)B_4(2 \mid 2 \mid 10).

b) (1)

Die Punkte A1A_1, A2A_2 und B1B_1 liegen in der Ebene EE.

(i)

Ermitteln Sie für die Ebene EE eine Gleichung in Koordinatenform.

(ii)

Untersuchen Sie durch Rechnung, ob B2B_2 ein Punkt der Ebene EE ist.

c) (1)

Die Kante A3B3‾\overline{A_3B_3} verläuft auf der Geraden A3B3:x⃗=(−4−40)+r⋅(6210),r∈RA_3B_3: \vec{x} = \begin{pmatrix} -4 \\ -4 \\ 0 \end{pmatrix} + r \cdot \begin{pmatrix} 6 \\ 2 \\ 10 \end{pmatrix}, r \in \mathbb{R}, und die Kante A4B4‾\overline{A_4B_4} auf der Geraden A4B4:x⃗=(4−40)+s⋅(−2610),s∈RA_4B_4: \vec{x} = \begin{pmatrix} 4 \\ -4 \\ 0 \end{pmatrix} + s \cdot \begin{pmatrix} -2 \\ 6 \\ 10 \end{pmatrix}, s \in \mathbb{R}.

Weisen Sie durch Rechnung nach, dass A3B3A_3B_3 und A4B4A_4B_4 zueinander windschief sind.

d) (1)

Der Punkt H1H_1 liegt auf der Kante A1B1‾\overline{A_1B_1} und befindet sich in der Höhe hh, 0<h≤100 < h \le 10.

Weisen Sie nach: H1(4−610⋅h  ∣  4−210⋅h  ∣  h)H_1\left(4 - \frac{6}{10}\cdot h \;\Big|\; 4 - \frac{2}{10}\cdot h \;\Big|\; h\right).

Aufgabe B3 - Längen, Winkel und Abstände · Längen, Winkel und Abstände im Raum

Abbildung 1 zeigt einen Pyramidenstumpf. Das Koordinatensystem wurde so festgelegt, dass die quadratische Grundfläche A1A2A3A4A_1A_2A_3A_4 in der x1x_1-x2x_2-Ebene liegt, während sich die quadratische Deckfläche in einer zur x1x_1-x2x_2-Ebene parallelen Ebene auf der Höhe 1010 befindet. Zudem geht die x3x_3-Achse durch die Diagonalenschnittpunkte dieser beiden Quadrate. Die Seitenlänge der quadratischen Deckfläche beträgt 44.

Es gilt A1(4∣4∣0)A_1(4 \mid 4 \mid 0), A2(−4∣4∣0)A_2(-4 \mid 4 \mid 0), A4(4∣−4∣0)A_4(4 \mid -4 \mid 0) und D(2∣2∣10)D(2 \mid 2 \mid 10).

Abbildung 2 zeigt einen Körper, der entsteht, wenn man die Deckfläche um 90∘90^\circ um die x3x_3-Achse dreht und die Grundfläche A1A2A3A4A_1A_2A_3A_4 dabei unverändert lässt. In Abbildung 3 ist dieser Körper von oben zu sehen. Für den in den Abbildungen 2 und 3 gezeigten Körper, auf den sich die folgenden Aufgaben beziehen, gilt:

A1(4∣4∣0)A_1(4 \mid 4 \mid 0), A2(−4∣4∣0)A_2(-4 \mid 4 \mid 0), A4(4∣−4∣0)A_4(4 \mid -4 \mid 0),

B1(−2∣2∣10)B_1(-2 \mid 2 \mid 10), B2(−2∣−2∣10)B_2(-2 \mid -2 \mid 10), B3(2∣−2∣10)B_3(2 \mid -2 \mid 10), B4(2∣2∣10)B_4(2 \mid 2 \mid 10).

Teilaufgabe a

(1)

Geben Sie die Koordinaten des Punktes A3A_3 an.

(2)

Berechnen Sie, welches Volumen der Pyramidenstumpf hat.

(3)

Berechnen Sie den Flächeninhalt FSF_S der quadratischen Fläche SS, in der der Pyramidenstumpf von der zur x1x_1-x2x_2-Ebene parallelen Ebene in der Höhe 5 geschnitten wird.

Teilaufgabe b (2)

(2)

Berechnen Sie die Größe des Winkels, den die Kante A1B1‾\overline{A_1B_1} mit der Grundfläche A1A2A3A4A_1A_2A_3A_4 des Körpers einschließt.

Teilaufgabe c (2)

Zu den Geraden A3B3A_3B_3 und A4B4A_4B_4 liegt die folgende Berechnung vor, die nur teilweise dokumentiert ist:

(I) OP⃗=(−4−40)+r⋅(6210),OQ⃗=(4−40)+s⋅(−2610),r,s∈R.\text{(I) } \vec{OP} = \begin{pmatrix} -4 \\ -4 \\ 0 \end{pmatrix} + r\cdot \begin{pmatrix} 6 \\ 2 \\ 10 \end{pmatrix}, \quad \vec{OQ} = \begin{pmatrix} 4 \\ -4 \\ 0 \end{pmatrix} + s\cdot \begin{pmatrix} -2 \\ 6 \\ 10 \end{pmatrix}, \quad r,s \in \mathbb{R}.

(II) PQ⃗=OQ⃗−OP⃗=…\text{(II) } \vec{PQ} = \vec{OQ} - \vec{OP} = \dots

(III) ∣PQ⃗⋅(6210)=0PQ⃗⋅(−2610)=0∣  ⟺  ∣r=…s=…∣.\text{(III) } \begin{vmatrix} \vec{PQ} \cdot \begin{pmatrix} 6 \\ 2 \\ 10 \end{pmatrix} = 0 \\ \vec{PQ} \cdot \begin{pmatrix} -2 \\ 6 \\ 10 \end{pmatrix} = 0 \end{vmatrix} \iff \begin{vmatrix} r = \dots \\ s = \dots \end{vmatrix}.

(IV) Einsetzen von r=… und s=… in PQ⃗ liefert den Vektor 13(48−4).\text{(IV) Einsetzen von } r = \dots \text{ und } s = \dots \text{ in } \vec{PQ} \text{ liefert den Vektor } \frac{1}{3} \begin{pmatrix} 4 \\ 8 \\ -4 \end{pmatrix}.

(V) ∣13(48−4)∣=4⋅63≈3,27.\text{(V) } \left| \frac{1}{3} \begin{pmatrix} 4 \\ 8 \\ -4 \end{pmatrix} \right| = \frac{4\cdot \sqrt{6}}{3} \approx 3{,}27.

(i)

Bestimmen Sie rr und ss mithilfe von (I), (II) und (III).

(ii)

Interpretieren Sie den Wert 4⋅63\frac{4\cdot\sqrt{6}}{3} geometrisch.

Teilaufgabe d (2)-(4)

(2)

Zeigen Sie: Für das Quadrat H1H2H3H4H_1H_2H_3H_4 in der Höhe hh gilt für den Flächeninhalt F(h)F(h) die Beziehung F(h)=45⋅h2−645⋅h+64F(h) = \frac{4}{5}\cdot h^2 - \frac{64}{5}\cdot h + 64.

(3)

Ermitteln Sie diejenige Höhe hh, für die das Quadrat H1H2H3H4H_1H_2H_3H_4 den kleinsten Flächeninhalt hat.

(4)

In einer bestimmten Höhe hh gilt α=45∘\alpha = 45^\circ. Ermitteln Sie diese Höhe hh.

Aufgabe B4 - Mehrstufige Zufallsexperimente · Mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Aufgabenstellung:

Mit Gesichtserkennungssystemen lassen sich Personen auf Fotos, in Videos oder live identifizieren. Das System gleicht dazu bestimmte Gesichtsmerkmale mit bereits gespeicherten Fotos ab. Ist die Ähnlichkeit ausreichend hoch, bewertet das System zwei Gesichter als dieselbe Person.

Eine Gesichtserkennungssoftware wird anhand von Aufnahmen freiwilliger Teilnehmender getestet. Von einem Teil dieser Personen liegen Fotos in einer Datenbank vor; sie heißen im Folgenden Zielpersonen. Teilnehmende, deren Fotos nicht in der Datenbank abgelegt sind, bezeichnet man als Kontrollpersonen.

Während einer Testphase vergleicht die Software Videos einzelner Personen, also von Zielpersonen und von Kontrollpersonen, mit den Fotos der Datenbank.

a) Während dieser Testphase erkennt die Software eine Zielperson in einem Video mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 % korrekt als Zielperson. Diese Wahrscheinlichkeit heißt im Folgenden Trefferwahrscheinlichkeit.

Eine Kontrollperson wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,1 % irrtümlich als Zielperson klassifiziert.

10 % der in der Testphase eingesetzten Videos zeigen Zielpersonen.

(1)

Erstellen Sie für die beschriebene Situation ein zweistufiges Baumdiagramm mit Beschriftung.

(2)

(i)

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Software die Person in einem zufällig gewählten Video als Zielperson einstuft.

(ii)

Die Software stuft die Person in einem zufällig gewählten Video als Zielperson ein.

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass es sich bei dieser Person in Wirklichkeit um eine Kontrollperson handelt.

Aufgabe B4 - Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteil… · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Aufgabenstellung:

Mit Gesichtserkennungssystemen lassen sich Personen auf Fotos, in Videos oder live identifizieren. Das System gleicht dazu bestimmte Gesichtsmerkmale mit bereits gespeicherten Fotos ab. Ist die Ähnlichkeit ausreichend hoch, bewertet das System zwei Gesichter als dieselbe Person.

Eine Gesichtserkennungssoftware wird anhand von Aufnahmen freiwilliger Teilnehmender getestet. Von einem Teil dieser Personen liegen Fotos in einer Datenbank vor; sie heißen im Folgenden Zielpersonen. Teilnehmende, deren Fotos nicht in der Datenbank abgelegt sind, bezeichnet man als Kontrollpersonen.

Während einer Testphase vergleicht die Software Videos einzelner Personen, also von Zielpersonen und von Kontrollpersonen, mit den Fotos der Datenbank.

b)

Für eine Werbebroschüre will die Softwarefirma Aussagen über die Qualität ihrer Gesichtserkennungssoftware sammeln. Hierfür sind Wahrscheinlichkeiten bestimmter Ereignisse erforderlich. Unter anderem wird angenommen, dass wie in der Testphase die Trefferwahrscheinlichkeit 80 % beträgt.

(1)

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit für das nachstehende Ereignis:

Von 50 zufällig ausgewählten Videos von Zielpersonen stuft die Software in mehr als 40 Videos die gezeigte Person richtig als Zielperson ein.

(2)

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass bei 100 zufällig ausgewählten Videos von Zielpersonen die Zahl der Videos mit richtiger Einstufung der gezeigten Person als Zielperson höchstens 1,5 Standardabweichungen vom Erwartungswert entfernt liegt.

(3)

Bestimmen Sie die kleinste Anzahl zufällig ausgewählter Videos von Zielpersonen, die mit der Datenbank abgeglichen werden müssen, damit mit mindestens 95 % Wahrscheinlichkeit in mindestens zehn dieser Videos die gezeigte Person richtig als Zielperson erkannt wird.

c)

Eine binomialverteilte Zufallsgröße XX mit den Parametern n=100n = 100 und p=0,8p = 0{,}8 hat den Erwartungswert μ=80\mu = 80 und die Standardabweichung σ=4\sigma = 4.

In der folgenden Abbildung ist ein Ausschnitt aus dem Histogramm der Wahrscheinlichkeitsverteilung von XX dargestellt. Darüber hinaus ist auch der Graph der Dichtefunktion φ80;4\varphi_{80;4} der Normalverteilung mit μ=80\mu = 80 und σ=4\sigma = 4 abgebildet.

Mithilfe der Dichtefunktion φ80;4\varphi_{80;4} lassen sich Wahrscheinlichkeiten der Zufallsgröße XX abschätzen.

Näherungsweise lässt sich die Wahrscheinlichkeit P100;0,8(74≤X≤86)P_{100;0{,}8}(74 \le X \le 86) durch∫73,586,5φ80;4(k) dk\int_{73{,}5}^{86{,}5} \varphi_{80;4}(k)\,\mathrm{d}kberechnen.

Erklären Sie mithilfe der Abbildung, warum diese Integrationsgrenzen gewählt werden.

e)

Ermitteln Sie die minimale Trefferwahrscheinlichkeit einer Gesichtserkennungssoftware, angegeben in Prozent ohne Nachkommastelle, sodass mit mindestens 95 % Wahrscheinlichkeit bei 100 zufällig ausgewählten Videos von Zielpersonen in mindestens 90 Videos die gezeigte Person richtig als Zielperson erkannt wird.

%

Aufgabe B4 - Beurteilende Statistik · Beurteilende Statistik: Tests und Intervalle

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Aufgabenstellung:

Mit Gesichtserkennungssystemen lassen sich Personen auf Fotos, in Videos oder live identifizieren. Das System gleicht dazu bestimmte Gesichtsmerkmale mit bereits gespeicherten Fotos ab. Ist die Ähnlichkeit ausreichend hoch, bewertet das System zwei Gesichter als dieselbe Person.

Eine Gesichtserkennungssoftware wird anhand von Aufnahmen freiwilliger Teilnehmender getestet. Von einem Teil dieser Personen liegen Fotos in einer Datenbank vor; sie heißen im Folgenden Zielpersonen. Teilnehmende, deren Fotos nicht in der Datenbank abgelegt sind, bezeichnet man als Kontrollpersonen.

Während einer Testphase vergleicht die Software Videos einzelner Personen, also von Zielpersonen und von Kontrollpersonen, mit den Fotos der Datenbank.

d) Auch ein weiterer Hersteller vertreibt eine Gesichtserkennungssoftware. Nach dessen Angabe liegt die Trefferwahrscheinlichkeit dieser Software bei 90 %90\,\%.

Eine Sicherheitsingenieurin möchte die Angabe des Herstellers mithilfe eines Hypothesentests auf dem Signifikanzniveau 10 %10\,\% überprüfen. Sie will dabei möglichst ausschließen, dem Hersteller fälschlich vorzuwerfen, die Trefferwahrscheinlichkeit liege unter dem angegebenen Wert, obwohl sie tatsächlich mindestens 90 %90\,\% beträgt.

(1)

Entscheiden Sie begründet, ob sich die Sicherheitsingenieurin für die Nullhypothese H0:p<0,9H_0: p < 0{,}9 oder die Nullhypothese H0:p≥0,9H_0: p \ge 0{,}9 entscheiden sollte. [2 Punkte]

H0:p≥0,9H_0: p \ge 0{,}9

H0:p<0,9H_0: p < 0{,}9

(2)

Zur Überprüfung ihrer Nullhypothese lässt die Sicherheitsingenieurin 200200 zufällig ausgewählte Videos von Zielpersonen durch die Software überprüfen.

Bestimmen Sie für den beschriebenen Hypothesentest eine Entscheidungsregel. [3 Punkte]

Videos

Aufgabe B5 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Aufgabenstellung:

Skoliose ist eine Erkrankung der Wirbelsäule, bei der diese nicht gerade verläuft, sondern ein Teil der Wirbel eine Krümmung bildet (siehe Abbildung 1). Auf Röntgenaufnahmen lässt sich diese Krümmung erkennen und anhand der Aufnahmen wird über die weitere Behandlung entschieden.

Ein Abschnitt der Wirbelsäule eines Skoliose-Patienten wird für −2≤x≤2-2 \le x \le 2 durch die Funktion ff beschrieben mit

f(x)=0,8⋅e−x2,  x∈R.f(x) = 0{,}8 \cdot \mathrm{e}^{-x^2},\; x \in \mathbb{R}. Eine Einheit im Koordinatensystem steht für einen Dezimeter (dm).

Die xx-Achse stellt den geraden Verlauf der Wirbelsäule einer gesunden Person ohne Skoliose dar.

Abbildung 2 zeigt das um 90∘90^\circ gedrehte Röntgenbild der Wirbelsäule zusammen mit dem Graphen von ff:

a)

(1) Zeigen Sie: f′(x)=−1,6x⋅e−x2f'(x) = -1{,}6x \cdot \mathrm{e}^{-x^2}.

Bestimmen Sie auf rechnerischem Weg die Koordinaten des Hochpunkts am Graphen von ff.

Deuten Sie die yy-Koordinate des Hochpunkts bezogen auf den Sachkontext.

(2) (i) Zeigen Sie durch eine Rechnung, dass der Graph von ff symmetrisch bezüglich der yy-Achse verläuft.

Der Punkt W1(−12  |  f(−12))W_1\left(-\frac{1}{\sqrt{2}} \;\middle|\; f\left(-\frac{1}{\sqrt{2}}\right)\right) ist der Wendepunkt des Graphen von ff im II. Quadranten.

(ii) Zeigen Sie, dass die Gerade t1t_1 mit t1:y=0,8⋅2⋅e−0,5⋅x+1,6⋅e−0,5t_1: y = 0{,}8 \cdot \sqrt{2} \cdot \mathrm{e}^{-0{,}5} \cdot x + 1{,}6 \cdot \mathrm{e}^{-0{,}5} die Tangente an den Graphen von ff im Punkt W1W_1 ist.

(iii) Geben Sie den zweiten Wendepunkt W2W_2 und eine Gleichung der Tangente t2t_2 an den Graphen von ff im Punkt W2W_2 an.

Um über weitere Behandlungsschritte zu entscheiden, wird der Winkel α\alpha zwischen den beiden Wendetangenten t1t_1 und t2t_2 bestimmt, der sogenannte Cobb-Winkel (siehe Abbildung 3).

Cobb-Winkel von mehr als 70∘70^\circ können als Nebenwirkung zu Kurzatmigkeit führen. Laut einer Studie ist bei einem Cobb-Winkel von kleiner als 70∘70^\circ nicht von einer Beeinträchtigung der Atemwege auszugehen.

(3) Der Cobb-Winkel kann mit der Formel

α=∢(t1,t2)=tan⁡−1(m1−m21+m1⋅m2)\alpha = \sphericalangle(t_1, t_2) = \tan^{-1}\left(\frac{m_1 - m_2}{1 + m_1 \cdot m_2}\right)

aus den Steigungen m1m_1 bzw. m2m_2 der Wendetangenten t1t_1 bzw. t2t_2 berechnet werden.

Berechnen Sie den Cobb-Winkel und beurteilen Sie, ob bei dieser Skoliose von einer Beeinträchtigung der Atemwege auszugehen ist.

^\circ

c)

Für einige weitere Skoliose-Patienten konnte der Verlauf der Wirbelsäule durch eine Funktion hkh_k mit

hk(x)=0,8⋅e−k⋅x2,k>0,  x∈Rh_k(x) = 0{,}8 \cdot \mathrm{e}^{-k \cdot x^2}, \quad k > 0, \; x \in \mathbb{R}

beschrieben werden.

In einem vereinfachten Ansatz zur Analyse der Skoliose soll die maximale Steigung des Graphen der Funktion hkh_k betrachtet werden. Diese liegt an der Stelle xW=−12kx_W = -\frac{1}{\sqrt{2k}} vor.

Wenn die maximale Steigung größer ist als 0,840{,}84, ist ein besonderes Therapieprogramm erforderlich.

(1) Berechnen Sie hk′(x)h_k'(x) und bestimmen Sie die maximale Steigung des Graphen von hkh_k abhängig von kk.

(2) Ermitteln Sie, für welche Werte von k>0k > 0 die maximale Steigung größer ist als 0,840{,}84.

d)

Ein Arzt überlegt, nicht den Cobb-Winkel zwischen den Tangenten in den Wendepunkten zu verwenden, sondern stattdessen den Winkel zwischen den Tangenten an den äußeren Kanten der Wirbel, auf denen die Wendepunkte liegen.

Das bedeutet: Statt der Tangente im Punkt W1W_1 wird die Tangente im Punkt P1P_1 verwendet, der weiter links auf dem Graphen von ff liegt. Ebenso wird statt der Tangente im Punkt W2W_2 die Tangente im Punkt P2P_2 verwendet, der weiter rechts auf dem Graphen von ff liegt (siehe Abbildung 6).

Beurteilen Sie ohne zusätzliche Rechnung, ob diese Änderung zu einem größeren oder einem kleineren Winkelwert führt.

Aufgabe B5 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Aufgabenstellung:

Skoliose ist eine Erkrankung der Wirbelsäule, bei der diese nicht gerade verläuft, sondern ein Teil der Wirbel eine Krümmung bildet (siehe Abbildung 1). Auf Röntgenaufnahmen lässt sich diese Krümmung erkennen und anhand der Aufnahmen wird über die weitere Behandlung entschieden.

Ein Abschnitt der Wirbelsäule eines Skoliose-Patienten wird für −2≤x≤2-2 \le x \le 2 durch die Funktion ff beschrieben mit

f(x)=0,8⋅e−x2,  x∈R.f(x) = 0{,}8 \cdot \mathrm{e}^{-x^2},\; x \in \mathbb{R}. Eine Einheit im Koordinatensystem steht für einen Dezimeter (dm).

Die xx-Achse stellt den geraden Verlauf der Wirbelsäule einer gesunden Person ohne Skoliose dar.

Abbildung 2 zeigt das um 90∘90^\circ gedrehte Röntgenbild der Wirbelsäule zusammen mit dem Graphen von ff:

b) Skoliosen können unter anderem mit einem Korsett behandelt werden. Bei dessen Herstellung kommt für den größten Teil des Bereichs, in dem die Wirbelsäule seitlich verschoben ist, ein spezielles Material zum Einsatz. Die Fläche, auf der dieses spezielle Material eingesetzt wird, ist in Abbildung 4 schraffiert eingezeichnet.

Bestimmen Sie den Flächeninhalt des Bereichs, auf dem das spezielle Material eingesetzt wird.

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