Abitur NRW Mathematik 2021 · GK · Haupttermin · GTR · Weiterbildungskolleg

Abiturprüfung Mathematik in Nordrhein-Westfalen 2021, GK · Haupttermin · GTR · Weiterbildungskolleg: 23 Aufgaben mit Lösungen. Mit automatischer Korrektur.

Themen der Prüfung: Funktionen und ihre Eigenschaften · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte · Graphen von f, f′ und F deuten · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben) · Integralrechnung: Flächen und Bestände · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen · Längen, Winkel und Abstände im Raum · Mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen · Beurteilende Statistik: Tests und Intervalle

Aufgabe a (1) - Funktionen und ihre Eigenschaften · Funktionen und ihre Eigenschaften

Betrachtet wird die auf R\mathbb{R} definierte Funktion ff mit der Funktionsgleichung f(x)=x3−xf(x) = x^3 - x.

(1) Genau einer der nachstehenden Graphen I, II und III gehört zu ff.

Geben Sie die Graphen an, die dafür nicht infrage kommen, und begründen Sie Ihre Angabe.

Aufgabe a (2) - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Betrachtet wird die auf R\mathbb{R} definierte Funktion ff mit der Funktionsgleichung f(x)=x3−xf(x) = x^3 - x.

(2) Berechnen Sie den Flächeninhalt des Gebiets, das vom Graphen von ff und der xx-Achse begrenzt wird.

Hinweis: Die Nullstellen können Sie aus der obigen Abbildung 1 ablesen.

Aufgabe b (1) - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

b) Betrachtet wird die Funktion ff mit f(x)=(x+2)⋅e−x+4,  x∈Rf(x) = (x+2) \cdot e^{-x+4}, \; x \in \mathbb{R}.

Abbildung 2 zeigt den Graphen von ff.

(1)

Die Funktion ff hat genau eine Extremstelle.

Ermitteln Sie, an welcher Stelle ff ihre Extremstelle hat.

Hinweis: Die hinreichende Bedingung muss nicht nachgewiesen werden.

Aufgabe b (2) - Graphen deuten · Graphen von f, f′ und F deuten

b) Betrachtet wird die Funktion ff mit f(x)=(x+2)⋅e−x+4,  x∈Rf(x) = (x+2) \cdot e^{-x+4}, \; x \in \mathbb{R}.

Abbildung 2 zeigt den Graphen von ff.

(2)

Skizzieren Sie den Graphen der Ableitungsfunktion von ff in Abbildung 2.

Hinweis: Auf die genauen Größen der yy-Werte kommt es dabei nicht an.

Aufgabe c (1)-(2) - Funktionen und ihre Eigenscha… · Funktionen und ihre Eigenschaften

Zu jedem a∈Ra \in \mathbb{R} wird mit der Gleichung

fa(x)=(x+2)(2x+a)ex,x∈R,f_a(x) = (x+2)(2x+a)e^x, \quad x \in \mathbb{R},

eine Funktion faf_a definiert.

(1)

Geben Sie für die Funktion f1f_1 mit f1(x)=(x+2)(2x+1)exf_1(x)=(x+2)(2x+1)e^x die Nullstellen an.

x1=x_1 =

x2=x_2 =

(2)

In Abbildung 3 ist der Graph der Funktion faf_a für ein konkretes aa abgebildet. Begründen Sie, dass für den Graphen in Abbildung 3 gilt: a=0a = 0.

Aufgabe c (3) - Funktionsterme bestimmen · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben)

Zu jedem a∈Ra \in \mathbb{R} wird mit der Gleichung

fa(x)=(x+2)(2x+a)ex,x∈R,f_a(x) = (x+2)(2x+a)e^x, \quad x \in \mathbb{R},

eine Funktion faf_a definiert.

(3)

Ermitteln Sie den Wert von aa, für den der Punkt P(3∣40e3)P(3 \mid 40e^3) auf dem Graphen von faf_a liegt.

a=a =

Aufgabe d - Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeits… · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

Gegeben ist die binomialverteilte Zufallsgröße XX mit den Parametern n=100n = 100 und p=0,5p = 0{,}5. Die Wahrscheinlichkeitsverteilung von XX verläuft symmetrisch zum Erwartungswert.

(1)

Berechnen Sie sowohl den Erwartungswert als auch die Standardabweichung der Zufallsgröße XX.

(2)

Für die Wahrscheinlichkeit P(X≥61)P(X \ge 61) gilt näherungsweise 2 %2\,\%.

Bestimmen Sie mithilfe dieses Wertes die Wahrscheinlichkeit P(40≤X≤60)P(40 \le X \le 60).

Aufgabe e (1) - Mehrstufige Zufallsexperimente · Mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten

In den folgenden Aufgaben werden immer zwei Würfel zusammen geworfen. Die Seiten jedes Würfels tragen die Zahlen von 1 bis 6.

(1)

Beide Würfel werden ein einziges Mal geworfen.

Begründen Sie, dass die Wahrscheinlichkeit dafür, dass dabei keine „6“ auftritt, 2536\frac{25}{36} beträgt.

Aufgabe e (2) - Zufallsgrößen und Wahrscheinlichk… · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

In den folgenden Aufgaben werden immer zwei Würfel zusammen geworfen. Die Seiten jedes Würfels tragen die Zahlen von 1 bis 6.

(2)

Man wirft die beiden Würfel 36-mal. Die binomialverteilte Zufallsgröße XX beschreibt, bei wie vielen dieser Würfe keine „6“ fällt.

Begründen Sie bei jeder der folgenden Abbildungen 4, 5 und 6, weshalb sie nicht die Wahrscheinlichkeitsverteilung von XX darstellt.

Aufgabe B1 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Betrachtet wird die Funktion ff mit der Gleichung

f(x)=10⋅(x−1)⋅e−x,x∈R.f(x) = 10 \cdot (x - 1) \cdot e^{-x}, \quad x \in \mathbb{R}. Abbildung 1 zeigt den Graphen von ff.

Außerdem sei die Funktion tt definiert durch

t(x)=−10⋅e−3⋅x+50⋅e−3,x∈R,t(x) = -10 \cdot e^{-3} \cdot x + 50 \cdot e^{-3}, \quad x \in \mathbb{R}, Ferner sei W(3∣f(3))W(3 \mid f(3)) der Wendepunkt des Graphen von ff. Im Intervall [1;5][1;5] schließen der Graph von ff, die Tangente tt und die xx-Achse eine Fläche FF ein (siehe Abbildung 2).

Teilaufgabe a)

a) (1)

Begründen Sie, weshalb ff ausschließlich bei x=1x=1 eine Nullstelle besitzt.

a) (2)

Zeigen Sie: f′(x)=10⋅(2−x)⋅e−xf'(x) = 10\cdot(2-x)\cdot e^{-x}.

a) (3)

Untersuchen Sie ff rechnerisch auf lokale Extremstellen. [Kontrolllösung: An der Stelle x=2x=2 liegt eine lokale Maximalstelle vor.]

a) (4)

Ermitteln Sie, für welche x∈Rx \in \mathbb{R} gilt: f(x)<0,1f(x) < 0{,}1.

Teilaufgabe b)

Pu(u∣f(u))P_u(u \mid f(u)) ist ein beliebiger Punkt auf dem Graphen von ff. PuP_u legt zusammen mit N(1∣0)N(1 \mid 0) und Fu(u∣0)F_u(u \mid 0) das Dreieck NFuPuNF_uP_u fest.

b) (1)

Zeichnen Sie in Abbildung 1 das Dreieck NFuPuNF_uP_u für den Fall ein, dass PuP_u der Hochpunkt des Graphen von ff ist.

b) (2)

Bestimmen Sie den Flächeninhalt des Dreiecks aus b) (1).

b) (3)

Untersuchen Sie, ob PuP_u so auf dem Graphen von ff gewählt werden kann, dass das zugehörige Dreieck NFuPuNF_uP_u den Flächeninhalt 2 FE2\text{ FE} hat.

Teilaufgabe c)

Gegeben ist die Funktion tt mit t(x)=−10⋅e−3⋅x+50⋅e−3t(x) = -10\cdot e^{-3}\cdot x + 50\cdot e^{-3}, x∈Rx \in \mathbb{R}, und der Wendepunkt W(3∣f(3))W(3 \mid f(3)) des Graphen von ff.

c) (1)

Weisen Sie rechnerisch nach, dass der Graph von tt im Punkt WW die Tangente an den Graphen von ff darstellt.

c) (2)

Die Schnittpunkte der in c) (1) gegebenen Tangente mit den beiden Koordinatenachsen legen zusammen mit dem Koordinatenursprung O(0∣0)O(0 \mid 0) ein Dreieck fest. Berechnen Sie den Umfang dieses Dreiecks.

c) (3)

Im Intervall [1;5][1;5] begrenzen der Graph von ff und die in c) (1) gegebene Tangente zusammen mit der xx-Achse eine Fläche FF (siehe Abbildung 2). Bestimmen Sie den Flächeninhalt von FF.

Teilaufgabe d)

Die Gerade mit der Gleichung y=xy=x wird als „1. Winkelhalbierende“ bezeichnet. Es gibt genau einen Punkt RR auf dem Graphen von ff, in dem die Tangente tRt_R an den Graphen von ff parallel zur 1. Winkelhalbierenden ist.

d) (1)

Ermitteln Sie rechnerisch eine Gleichung für die Tangente tRt_R. [Mögliche Lösung: Falls man auf vier Stellen nach dem Komma rundet, ergibt sich für die Tangente tRt_R als Gleichung y=x−0,3823y = x - 0{,}3823.]

d) (2)

Die Gerade mit der Gleichung y=−xy=-x wird als „2. Winkelhalbierende“ bezeichnet. Bestimmen Sie den Schnittpunkt der Tangente tRt_R mit der 2. Winkelhalbierenden.

d) (3)

Ermitteln Sie rechnerisch den Abstand, den die Tangente tRt_R von der 1. Winkelhalbierenden hat.

Aufgabe B1 (c3) - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Betrachtet wird die Funktion ff mit der Gleichung

f(x)=10⋅(x−1)⋅e−x,x∈R.f(x) = 10 \cdot (x - 1) \cdot e^{-x}, \quad x \in \mathbb{R}. Abbildung 1 zeigt den Graphen von ff.

Außerdem sei die Funktion tt definiert durch

t(x)=−10⋅e−3⋅x+50⋅e−3,x∈R,t(x) = -10 \cdot e^{-3} \cdot x + 50 \cdot e^{-3}, \quad x \in \mathbb{R}, Ferner sei W(3∣f(3))W(3 \mid f(3)) der Wendepunkt des Graphen von ff. Im Intervall [1;5][1;5] schließen der Graph von ff, die Tangente tt und die xx-Achse eine Fläche FF ein (siehe Abbildung 2).

(3)

Der Graph von ff, die in c) (1) angegebene Tangente und die xx-Achse schließen im Intervall [1;5][1; 5] eine Fläche FF ein (siehe Abbildung 2).

Bestimmen Sie den Inhalt der Fläche FF.

FE

Aufgabe B2 (a) - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

In der Abbildung ist der Graph der auf R\mathbb{R} definierten Funktion ff dargestellt, die gegeben ist durch f(x)=−516x4+5x3.f(x) = -\frac{5}{16}x^4 + 5x^3.

Zu jeder reellen Zahl aa gehört eine auf R\mathbb{R} definierte Funktion hah_a mit ha(x)=5ax2h_a(x) = 5ax^2.

Teilaufgabe a)

a) (1)

Zeigen Sie rechnerisch, dass (12∣2160)(12 \mid 2160) einen Hochpunkt des Graphen von ff darstellt und dass die Tangente an den Graphen von ff im Punkt (0∣0)(0 \mid 0) parallel zur xx-Achse liegt.

a) (2)

Bestimmen Sie eine Gleichung der Geraden gg, die die beiden Wendepunkte des Graphen von ff miteinander verbindet.

g(x)=g(x) =

Zeichnen Sie in die Abbildung eine zu gg parallele Gerade ein, die im Bereich 0≤x≤80 \le x \le 8 genau einen gemeinsamen Punkt mit dem Graphen von ff besitzt.

a) (3)

Die nachstehende Abbildung entspricht unverändert der Abbildung auf Seite 1:

Für jede reelle Zahl bb mit 0<b<160 < b < 16 legen die Punkte O(0∣0)O(0 \mid 0), B(b∣0)B(b \mid 0) und C(b∣f(b))C(b \mid f(b)) ein Dreieck OBCOBC fest.

Ermitteln Sie den Wert von bb, bei dem das Dreieck OBCOBC den größten Flächeninhalt hat, und geben Sie diesen Flächeninhalt an.

[Hinweis: Die Randwerte müssen nicht untersucht werden.]

b≈b \approx

Amax≈A_{\text{max}} \approx

FE

Aufgabe B2 (b1, b4) - Funktionen und ihre Eigensc… · Funktionen und ihre Eigenschaften

In der Abbildung ist der Graph der auf R\mathbb{R} definierten Funktion ff dargestellt, die gegeben ist durch f(x)=−516x4+5x3.f(x) = -\frac{5}{16}x^4 + 5x^3.

Zu jeder reellen Zahl aa gehört eine auf R\mathbb{R} definierte Funktion hah_a mit ha(x)=5ax2h_a(x) = 5ax^2.

Teilaufgabe b) (1) und b) (4)

b) (1)

Beschreiben Sie, auf welche Weise sich der Graph von h4h_4 aus dem Graphen von h3h_3 ergibt.

Faktor =

b) (4)

Ermitteln Sie die Stellen im Intervall [0;16][0; 16], an denen die Graphen der Funktionen ff und h3h_3 in vertikaler Richtung 250250 Längeneinheiten voneinander entfernt sind.

Runden Sie alle gefundenen Stellen im Intervall auf eine Nachkommastelle und geben Sie diese an.

x1≈x_1 \approx

x2≈x_2 \approx

x3≈x_3 \approx

Aufgabe B2 (b2) - Funktionsterme bestimmen · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben)

In der Abbildung ist der Graph der auf R\mathbb{R} definierten Funktion ff dargestellt, die gegeben ist durch f(x)=−516x4+5x3.f(x) = -\frac{5}{16}x^4 + 5x^3.

Zu jeder reellen Zahl aa gehört eine auf R\mathbb{R} definierte Funktion hah_a mit ha(x)=5ax2h_a(x) = 5ax^2.

Teilaufgabe b) (2)

Bestimmen Sie den Wert von aa, bei dem der Punkt (4∣f(4))(4 \mid f(4)) auf dem Graphen von hah_a liegt.

a=a =

Aufgabe B2 (b3) - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

In der Abbildung ist der Graph der auf R\mathbb{R} definierten Funktion ff dargestellt, die gegeben ist durch f(x)=−516x4+5x3.f(x) = -\frac{5}{16}x^4 + 5x^3.

Zu jeder reellen Zahl aa gehört eine auf R\mathbb{R} definierte Funktion hah_a mit ha(x)=5ax2h_a(x) = 5ax^2.

Teilaufgabe b) (3)

Die Gleichung f(x)=h3,75(x)f(x) = h_{3{,}75}(x) besitzt genau die drei Lösungen x1=0x_1 = 0, x2=6x_2 = 6 und x3=10x_3 = 10; außerdem gilt:

∫010(f(x)−h3,75(x))dx=0\int_{0}^{10} \left(f(x) - h_{3{,}75}(x)\right) \mathrm{d}x = 0

Erläutern Sie, was diese Aussage geometrisch für die Graphen von ff und h3,75h_{3{,}75} bedeutet.

Aufgabe B2 (c) - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

In der Abbildung ist der Graph der auf R\mathbb{R} definierten Funktion ff dargestellt, die gegeben ist durch f(x)=−516x4+5x3.f(x) = -\frac{5}{16}x^4 + 5x^3.

Zu jeder reellen Zahl aa gehört eine auf R\mathbb{R} definierte Funktion hah_a mit ha(x)=5ax2h_a(x) = 5ax^2.

Eine Firma bewahrt Glyzerin in einem Tank auf. Für 0≤x≤200 \le x \le 20 wird die momentane Änderungsrate des Tankinhalts durch die Funktion ff (aus a)) modelliert. Hierbei steht xx für die seit Beobachtungsbeginn verstrichene Zeit in Stunden und f(x)f(x) für die momentane Änderungsrate in Kilogramm pro Stunde. Zu Beginn der Beobachtung enthält der Tank 1200 kg Glyzerin.

(1)

Der Graph von ff enthält den Punkt (4 ∣ 240)(4\,|\,240). Interpretieren Sie die Koordinaten dieses Punktes im Sachzusammenhang.

(2)

Beurteilen Sie diese Aussage: „Zwölf Stunden nach Beobachtungsbeginn befindet sich im Tank die größte Menge Glyzerin.“

(3)

Bestimmen Sie, um wie viel der Tankinhalt im Zeitraum von acht bis zehn Stunden nach Beobachtungsbeginn zunimmt.

(4)

Berechnen Sie die Glyzerinmenge, die sich 20 Stunden nach Beobachtungsbeginn im Tank befindet.

Aufgabe B3 (a-b) - Geraden und Ebenen · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen

Aufgabenstellung:

Beim Secret Sharing wird ein Geheimnis in Teilgeheimnisse zerlegt und an mehrere Personen verteilt, sodass die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt ist. Dies ist z. B. bei einem geheimen Code zum Öffnen eines Tresors sinnvoll: Er soll nicht einer einzelnen Person bekannt sein, sondern nur von mehreren Personen zusammen bestimmt werden können.

Ein solches Verfahren lässt sich in Unternehmen z. B. geometrisch umsetzen. Dabei können Mitarbeitende, die die erforderlichen Teilgeheimnisse kennen, den geheimen Code bestimmen, indem sie ihre Teilgeheimnisse in ein Computersystem eintragen, das daraus geometrische Probleme löst.

Zur Vereinfachung soll der geheime Code im Folgenden stets aus drei Ziffern bestehen.

Dem Computersystem ist die Gerade gg bekannt:

g:x⃗=(134)+t⋅(4−2−1),t∈Rg: \vec{x} = \begin{pmatrix} 1 \\ 3 \\ 4 \end{pmatrix} + t \cdot \begin{pmatrix} 4 \\ -2 \\ -1 \end{pmatrix}, \quad t \in \mathbb{R}

Die Punkte A(0∣−3∣−1)A(0|-3|-1), B(4∣2∣1)B(4|2|1) und C(1∣−1∣−1)C(1|-1|-1) liegen in einer Ebene HH. Drei eingeweihte Mitarbeitende kennen jeweils die Koordinaten eines dieser Punkte als Teilgeheimnis. Den geheimen Code bilden die Koordinaten des Schnittpunktes SS von gg und HH.

Für a∈Ra \in \mathbb{R} sei die Gerade hah_a gegeben durch:

ha:x⃗=(−78−1)+s⋅(3a−7a),s∈Rh_a: \vec{x} = \begin{pmatrix} -7 \\ 8 \\ -1 \end{pmatrix} + s \cdot \begin{pmatrix} 3a \\ -7 \\ a \end{pmatrix}, \quad s \in \mathbb{R}

Der geheime Code besteht aus den Koordinaten des Schnittpunktes S(5∣1∣3)S(5|1|3) der Geraden gg und hah_a.

Teilaufgabe a)

(1)

Man gibt die Koordinaten der Punkte AA, BB und CC in das System ein.

Berechnen Sie, wie der geheime Code lautet. [5 Punkte]

(2)

Der Punkt SS befindet sich nicht auf der Geraden durch AA und BB. Eine vierte mitarbeitende Person bekommt den Punkt D(12∣12∣5)D(12|12|5) als Teilgeheimnis. Der Punkt DD ist in der Ebene HH enthalten.

Begründen Sie, weshalb das System den geheimen Code dennoch nicht ermitteln kann, wenn die Koordinaten der Punkte AA, BB und DD eingegeben werden. [2 Punkte]

(3)

Bestimmen Sie rechnerisch die Koordinaten eines Punktes EE, der sich von CC und SS unterscheidet, sodass sich der geheime Code aus den eingegebenen Koordinaten der Punkte AA, BB und EE ermitteln lässt. [3 Punkte]

Teilaufgabe b)

Für ein a∈Ra \in \mathbb{R} ist die Gerade ha:x⃗=(−78−1)+s⋅(3a−7a),s∈Rh_a: \vec{x} = \begin{pmatrix} -7 \\ 8 \\ -1 \end{pmatrix} + s \cdot \begin{pmatrix} 3a \\ -7 \\ a \end{pmatrix}, s \in \mathbb{R}, gegeben. Der geheime Code besteht aus den Koordinaten des Schnittpunktes S(5∣1∣3)S(5|1|3) der Geraden gg aus a) und der Geraden hah_a.

(1)

Bestimmen Sie a∈Ra \in \mathbb{R} so, dass SS der Schnittpunkt von gg und hah_a ist. [2 Punkte]

(2)

Eingeweihte Mitarbeitende erhalten als Teilgeheimnis jeweils die Koordinaten eines Punktes auf der Geraden h4h_4, der nicht mit SS übereinstimmt.

Geben Sie die Koordinaten eines Punktes PP an, der sich von (−7∣8∣−1)(-7|8|-1) und SS unterscheidet und als Teilgeheimnis infrage kommt. [1 Punkt]

Aufgabe B3 (c) - Längen, Winkel und Abstände im R… · Längen, Winkel und Abstände im Raum

Aufgabenstellung:

Beim Secret Sharing wird ein Geheimnis in Teilgeheimnisse zerlegt und an mehrere Personen verteilt, sodass die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt ist. Dies ist z. B. bei einem geheimen Code zum Öffnen eines Tresors sinnvoll: Er soll nicht einer einzelnen Person bekannt sein, sondern nur von mehreren Personen zusammen bestimmt werden können.

Ein solches Verfahren lässt sich in Unternehmen z. B. geometrisch umsetzen. Dabei können Mitarbeitende, die die erforderlichen Teilgeheimnisse kennen, den geheimen Code bestimmen, indem sie ihre Teilgeheimnisse in ein Computersystem eintragen, das daraus geometrische Probleme löst.

Zur Vereinfachung soll der geheime Code im Folgenden stets aus drei Ziffern bestehen.

Dem Computersystem ist die Gerade gg bekannt:

g:x⃗=(134)+t⋅(4−2−1),t∈Rg: \vec{x} = \begin{pmatrix} 1 \\ 3 \\ 4 \end{pmatrix} + t \cdot \begin{pmatrix} 4 \\ -2 \\ -1 \end{pmatrix}, \quad t \in \mathbb{R}

Die Punkte A(0∣−3∣−1)A(0|-3|-1), B(4∣2∣1)B(4|2|1) und C(1∣−1∣−1)C(1|-1|-1) liegen in einer Ebene HH. Drei eingeweihte Mitarbeitende kennen jeweils die Koordinaten eines dieser Punkte als Teilgeheimnis. Den geheimen Code bilden die Koordinaten des Schnittpunktes SS von gg und HH.

Für a∈Ra \in \mathbb{R} sei die Gerade hah_a gegeben durch:

ha:x⃗=(−78−1)+s⋅(3a−7a),s∈Rh_a: \vec{x} = \begin{pmatrix} -7 \\ 8 \\ -1 \end{pmatrix} + s \cdot \begin{pmatrix} 3a \\ -7 \\ a \end{pmatrix}, \quad s \in \mathbb{R}

Der geheime Code besteht aus den Koordinaten des Schnittpunktes S(5∣1∣3)S(5|1|3) der Geraden gg und hah_a.

c) Eine andere Firma nutzt als geheimen Code die ersten drei Nachkommastellen der nicht gerundeten Länge der Höhe hIJ‾h_{\overline{IJ}} eines gleichschenkligen Dreiecks IJKIJK, dessen Basis IJ‾\overline{IJ} ist.

Drei eingeweihte Mitarbeitende kennen jeweils als Teilgeheimnis die Koordinaten eines Eckpunktes des gleichschenkligen Dreiecks IJKIJK, nämlich I(4∣3∣2)I(4|3|2), J(8∣6∣−1)J(8|6|-1) und K(6∣5∣1)K(6|5|1).

(1)

Zeigen Sie, dass die Punkte II, JJ und KK ein gleichschenkliges Dreieck mit der Basis IJ‾\overline{IJ} bilden. [2 Punkte]

(2)

Berechnen Sie den geheimen Code des Unternehmens. [3 Punkte]

(3)

Ein weiterer Mitarbeitender soll die Koordinaten eines von KK verschiedenen Punktes LL erhalten, der wie KK zusammen mit den Punkten II und JJ ein gleichschenkliges Dreieck IJLIJL mit der Basis IJ‾\overline{IJ} bildet. Auch aus den Koordinaten von II, JJ und LL soll sich in gleicher Weise wie oben beschrieben der in c) (2) berechnete geheime Code ergeben.

Ermitteln Sie rechnerisch die Koordinaten eines passenden Punktes LL. [2 Punkte]

Aufgabe B4 (a) - Zufallsgrößen und Wahrscheinlich… · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

In Nordrhein-Westfalen fanden 2018 rund 390000 praktische Führerscheinprüfungen statt. Etwa 70 % dieser Prüfungen wurden bestanden.

a) Eine Fahrschulkette rechnet für ihren Standort Düsseldorf im Jahr 2021 mit insgesamt 250 praktischen Führerscheinprüfungen. Die Zufallsvariable XX gibt an, wie viele dieser 250 praktischen Prüfungen bestanden werden. Modellhaft wird vorausgesetzt, dass XX binomialverteilt mit p=0,7p = 0{,}7 ist.

(1)

Ermitteln Sie zu jedem der folgenden Ereignisse die zugehörige Wahrscheinlichkeit:

P(E1)=P(X≤160)≈P(E1) = P(X \le 160) \approx

P(E2)=P(X≥200)≈P(E2) = P(X \ge 200) \approx

P(E3)≈P(E3) \approx

(2)

Im Weiteren sei kk eine ganze Zahl mit 0≤k≤2500 \le k \le 250.

P(X≥165)≈P(X \ge 165) \approx

k≥k \ge

Aufgabe B4 (b) - Beurteilende Statistik · Beurteilende Statistik: Tests und Intervalle

In Nordrhein-Westfalen fanden 2018 rund 390000 praktische Führerscheinprüfungen statt. Etwa 70 % dieser Prüfungen wurden bestanden.

b) Eine Fahrschulkette beabsichtigt, im Jahr 2022 in Soest eine neue Filiale zu eröffnen. Die Zentrale fordert hinsichtlich der Ausbildungsqualität, dass durchschnittlich mindestens 70 %70\,\% der praktischen Prüfungen bestanden werden. Für Soest rechnet man damit, dass im Jahr 2022 200200 praktische Prüfungen stattfinden. Werden davon mindestens 140140 bestanden, nimmt die Zentrale an, dass in Soest wegen der Ausbildungsqualität jede Prüfung mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 70 %70\,\% bestanden wird. Modellhaft wird unterstellt, dass die Anzahl YY der bestandenen Prüfungen unter den 200200 erwarteten Prüfungen binomialverteilt ist.

(1)

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Zentrale annimmt, in Soest werde jede Prüfung mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 70 %70\,\% bestanden, obwohl die tatsächliche Bestehenswahrscheinlichkeit jeder Prüfung nur 65 %65\,\% beträgt.

(2)

Die Abbildung stellt das Histogramm zu P200;0,7(Y=k)P_{200;0{,}7}(Y = k) dar, das heißt für den Fall p=0,7p = 0{,}7.

Werden in Soest von den 200200 erwarteten praktischen Prüfungen z. B. nur 130130 bestanden, schließt die Zentrale daraus, dass jede Prüfung dort mit einer Wahrscheinlichkeit von weniger als 70 %70\,\% bestanden wird.

Erklären Sie anhand des Histogramms, weshalb der Zentrale mit dieser Einschätzung möglicherweise ein Irrtum unterlaufen ist.

Aufgabe B5 (a, e, f) - Funktionen und ihre Eigens… · Funktionen und ihre Eigenschaften

Aufgabenstellung:

In der Abbildung ist modellhaft der Längsschnitt einer aus drei Teilen bestehenden Holzbrücke für eine Spielzeugeisenbahn dargestellt. Die Züge haben die Möglichkeit, über die Brücke zu fahren oder unter ihr hindurchzufahren.

Den oberen Rand des Brückenlängsschnitts beschreibt der Graph der in R\mathbb{R} definierten Funktion ff mit f(x)=120x4−25x2+1f(x) = \frac{1}{20}x^4 - \frac{2}{5}x^2 + 1.

Die beiden Tiefpunkte des Graphen von ff stellen dabei die Endpunkte dieser Randlinie dar. Im zugrunde gelegten Koordinatensystem verläuft die xx-Achse horizontal; in der Realität entspricht eine Längeneinheit einem Dezimeter.

Der parabelförmige Teil der unteren Randlinie des Längsschnitts der Brücke kann mithilfe des Graphen einer in R\mathbb{R} definierten Funktion qaq_a mit qa(x)=0,8−a⋅x2q_a(x) = 0{,}8 - a \cdot x^2 mit a∈R,a>0a \in \mathbb{R}, a > 0 beschrieben werden.

a)

Begründen Sie, dass die obere Randlinie symmetrisch bezüglich der y-Achse verläuft. (1 Punkt)

Der parabelförmige Teil der unteren Randlinie des Längsschnitts der Brücke kann mithilfe des Graphen einer in R\mathbb{R} definierten Funktion qaq_a mit qa(x)=0,8−a⋅x2q_a(x) = 0{,}8 - a\cdot x^2 mit a∈R, a>0a \in \mathbb{R},\ a > 0 beschrieben werden.

e)

Die Länge einer der beiden Bodenflächen des mittleren Bauteils ist in der Abbildung mit ss gekennzeichnet.

Bestimmen Sie den Wert des Parameters aa, bei dem sich s=0,1 dms = 0{,}1\text{ dm} ergibt. (3 Punkte)

f)

Begründen Sie im Sachzusammenhang, weshalb beliebig große Werte von aa zur Beschreibung der unteren Randlinie nicht geeignet sind. (2 Punkte)

Aufgabe B5 (b-d) - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Aufgabenstellung:

In der Abbildung ist modellhaft der Längsschnitt einer aus drei Teilen bestehenden Holzbrücke für eine Spielzeugeisenbahn dargestellt. Die Züge haben die Möglichkeit, über die Brücke zu fahren oder unter ihr hindurchzufahren.

Den oberen Rand des Brückenlängsschnitts beschreibt der Graph der in R\mathbb{R} definierten Funktion ff mit f(x)=120x4−25x2+1f(x) = \frac{1}{20}x^4 - \frac{2}{5}x^2 + 1.

Die beiden Tiefpunkte des Graphen von ff stellen dabei die Endpunkte dieser Randlinie dar. Im zugrunde gelegten Koordinatensystem verläuft die xx-Achse horizontal; in der Realität entspricht eine Längeneinheit einem Dezimeter.

Der parabelförmige Teil der unteren Randlinie des Längsschnitts der Brücke kann mithilfe des Graphen einer in R\mathbb{R} definierten Funktion qaq_a mit qa(x)=0,8−a⋅x2q_a(x) = 0{,}8 - a \cdot x^2 mit a∈R,a>0a \in \mathbb{R}, a > 0 beschrieben werden.

b)

Bestimmen Sie durch Rechnung, wie hoch und wie lang die Brücke ist (vgl. Abbildung).

[Kontrolllösung: Ein Tiefpunkt des Graphen von ff hat die x-Koordinate 22.] (5 Punkte)

c)

Geben Sie an, was der Term f(2)−f(1)2−1\frac{f(2)-f(1)}{2-1} im Sachzusammenhang bedeutet, und bestimmen Sie seinen Wert. (2 Punkte)

d)

Bestimmen Sie die maximale Steigung, die man beim Überqueren der Brücke bewältigen muss. (2 Punkte)

Aufgabe B5 (g) - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Aufgabenstellung:

In der Abbildung ist modellhaft der Längsschnitt einer aus drei Teilen bestehenden Holzbrücke für eine Spielzeugeisenbahn dargestellt. Die Züge haben die Möglichkeit, über die Brücke zu fahren oder unter ihr hindurchzufahren.

Den oberen Rand des Brückenlängsschnitts beschreibt der Graph der in R\mathbb{R} definierten Funktion ff mit f(x)=120x4−25x2+1f(x) = \frac{1}{20}x^4 - \frac{2}{5}x^2 + 1.

Die beiden Tiefpunkte des Graphen von ff stellen dabei die Endpunkte dieser Randlinie dar. Im zugrunde gelegten Koordinatensystem verläuft die xx-Achse horizontal; in der Realität entspricht eine Längeneinheit einem Dezimeter.

Der parabelförmige Teil der unteren Randlinie des Längsschnitts der Brücke kann mithilfe des Graphen einer in R\mathbb{R} definierten Funktion qaq_a mit qa(x)=0,8−a⋅x2q_a(x) = 0{,}8 - a \cdot x^2 mit a∈R,a>0a \in \mathbb{R}, a > 0 beschrieben werden.

Bei der Brücke wird a=1,25a = 1{,}25 gesetzt. Alle drei Bauteile bestehen aus massivem Holz, wobei ein Volumen von 1 dm31\text{ dm}^3 dieses Holzes eine Masse von 800 Gramm800\text{ Gramm} besitzt. Die Breite der Brücke beträgt 0,4 dm0{,}4\text{ dm}.

g)

Bestimmen Sie die Nullstellen von q1,25q_{1{,}25} und ermitteln Sie anschließend, welche Masse das mittlere Bauteil hat. (5 Punkte)

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