Abitur NRW Mathematik 2021 · LK · Nachtermin · CAS · Weiterbildungskolleg

Abiturprüfung Mathematik in Nordrhein-Westfalen 2021, LK · Nachtermin · CAS · Weiterbildungskolleg: 13 Aufgaben mit Lösungen. Mit automatischer Korrektur.

Themen der Prüfung: Funktionen und ihre Eigenschaften · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben) · Integralrechnung: Flächen und Bestände · Längen, Winkel und Abstände im Raum · Mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

Aufgabe a) (1) - Funktionen und ihre Eigenschaften · Funktionen und ihre Eigenschaften

Betrachtet werden die drei Funktionen ff, gg und hh, die wie folgt definiert sind:

f(x)=(1−x2)⋅ex+1, x∈R,f(x)=(1-x^2)\cdot e^{x+1},\ x \in \mathbb{R},

g(x)=(1+x2)⋅ex+1, x∈R,g(x)=(1+x^2)\cdot e^{x+1},\ x \in \mathbb{R},

h(x)=(1−x2)⋅e−x2, x∈R.h(x)=(1-x^2)\cdot e^{-x^2},\ x \in \mathbb{R}.

Abbildung 1 zeigt die Graphen von ff, gg und hh.

(1) Geben Sie für zwei der drei Funktionen ff, gg und hh jeweils mit Begründung an, welchen der Graphen A, B bzw. C man der jeweiligen Funktion zuordnen kann.

Ihre Begründung wurde abgegeben. Vergleichen Sie Ihre Lösung mit der Musterlösung.

Aufgabe a) (2) - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Betrachtet werden die drei Funktionen ff, gg und hh, die wie folgt definiert sind:

f(x)=(1−x2)⋅ex+1, x∈R,f(x)=(1-x^2)\cdot e^{x+1},\ x \in \mathbb{R},

g(x)=(1+x2)⋅ex+1, x∈R,g(x)=(1+x^2)\cdot e^{x+1},\ x \in \mathbb{R},

h(x)=(1−x2)⋅e−x2, x∈R.h(x)=(1-x^2)\cdot e^{-x^2},\ x \in \mathbb{R}.

Abbildung 1 zeigt die Graphen von ff, gg und hh.

(2) Berechnen Sie h′(−1)h'(-1).

Aufgabe b) (1)-(2) - Funktionen und ihre Eigensch… · Funktionen und ihre Eigenschaften

Zu jedem a∈Ra \in \mathbb{R} wird eine Funktion faf_a durch folgende Gleichung festgelegt:

fa(x)=x2+(1−2a)⋅x−2a,x∈Rf_a(x) = x^2 + (1-2a) \cdot x - 2a, \quad x \in \mathbb{R}

In Abbildung 2 ist der Graph von f0f_0 mit f0(x)=x2+xf_0(x) = x^2 + x dargestellt.

(1)

Zeigen Sie, dass jede Funktion faf_a an der Stelle x=−1x = -1 eine Nullstelle besitzt.

(2)

Bestimmen Sie den Parameterwert aa so, dass faf_a an der Stelle x=−2x = -2 eine zusätzliche Nullstelle hat.

a=a =

Aufgabe b) (3) - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Zu jedem a∈Ra \in \mathbb{R} wird eine Funktion faf_a durch folgende Gleichung festgelegt:

fa(x)=x2+(1−2a)⋅x−2a,x∈Rf_a(x) = x^2 + (1-2a) \cdot x - 2a, \quad x \in \mathbb{R}

In Abbildung 2 ist der Graph von f0f_0 mit f0(x)=x2+xf_0(x) = x^2 + x dargestellt.

(3)

In Abbildung 2 ist der Graph von f0f_0 mit f0(x)=x2+xf_0(x) = x^2 + x dargestellt.

Berechnen Sie den Flächeninhalt der Region, die vom Graphen von f0f_0 und der xx-Achse vollständig eingeschlossen wird.

Hinweis: Die Nullstellen können Sie der Abbildung entnehmen.

A=A =

FE

Aufgabe c) - Steckbriefaufgaben · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben)

Zum Graphen einer ganzrationalen Funktion ff sind diese Angaben bekannt:

(i) An der Stelle x=2x = 2 liegt ein lokales Extremum vor.

(ii) W(0∣4)W(0|4) ist ein Wendepunkt des Graphen.

(iii) Die Funktion hat bei x=4x = 4 eine Nullstelle.

(1)

Begründen Sie, warum der Grad der gesuchten Funktion mindestens 3 betragen muss. [1 Punkt]

(2)

Man verwendet diesen Ansatz:

f(x)=ax3+bx2+cx+d,f′(x)=3ax2+2bx+cundf′′(x)=6ax+2b.f(x) = ax^3 + bx^2 + cx + d,\quad f'(x) = 3ax^2 + 2bx + c \quad \text{und} \quad f''(x) = 6ax + 2b.

Den Funktionsterm von ff erhält man über dieses Gleichungssystem:

d=464a+16b+4c+d=012a+4b+c=02b=0\begin{aligned} d &= 4 \\ 64a + 16b + 4c + d &= 0 \\ 12a + 4b + c &= 0 \\ 2b &= 0 \end{aligned}

Begründen Sie die zweite und die dritte Gleichung des Gleichungssystems jeweils anhand der Angaben (i), (ii) bzw. (iii). [2 Punkte]

(3)

Bestimmen Sie die Lösung des vorliegenden Gleichungssystems. [2 Punkte]

a=a =

b=b =

c=c =

d=d =

Aufgabe d) (1)-(2) - Funktionen und ihre Eigensch… · Funktionen und ihre Eigenschaften

Betrachtet wird die Funktion ff mit f(x)=e−x2+4x, x∈Rf(x) = e^{-x^2+4x},\ x \in \mathbb{R}.

Abbildung 3 zeigt den Graphen von ff.

(1)

Es gilt für jedes a∈Ra \in \mathbb{R}: f(2−a)=e−a2+4f(2-a) = \mathrm{e}^{-a^2+4}.

Weisen Sie nach, dass die Gleichung f(2+a)=f(2−a)f(2+a) = f(2-a) für jedes a∈Ra \in \mathbb{R} erfüllt ist.

(2)

Interpretieren Sie, was die Gleichung f(2−a)=f(2+a)f(2-a) = f(2+a) geometrisch für den Graphen von ff bedeutet.

Aufgabe d) (3) - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Betrachtet wird die Funktion ff mit f(x)=e−x2+4x, x∈Rf(x) = e^{-x^2+4x},\ x \in \mathbb{R}.

Abbildung 3 zeigt den Graphen von ff.

Der Graph von ff enthält den Punkt P(4∣1)P(4|1).

Ermitteln Sie durch Rechnung eine Gleichung der Tangente, die den Graphen von ff im Punkt P(4∣1)P(4|1) berührt.

Aufgabe e) - Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeit… · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

e) Gegeben ist die binomialverteilte Zufallsgröße XX mit den Parametern n=4n = 4 und p=0,2p = 0{,}2.

Entscheiden Sie bei jeder der folgenden Aussagen zur Zufallsgröße XX, ob sie wahr oder falsch ist, und begründen Sie jeweils Ihre Entscheidung.

(1)

Die Zufallsgröße XX hat einen Erwartungswert, der mit ihrer Standardabweichung übereinstimmt.

wahr

falsch

(2)

Die Wahrscheinlichkeit für genau zwei Erfolge lässt sich durch P(X=2)=(42)⋅0,24⋅0,82P(X = 2) = \binom{4}{2} \cdot 0{,}2^4 \cdot 0{,}8^2 berechnen.

wahr

falsch

(3)

Es gilt P(X=0)=P(X=1)P(X = 0) = P(X = 1).

wahr

falsch

Aufgabe f) (1), (3) - Mehrstufige Zufallsexperime… · Mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten

Für ein Spiel stehen die beiden abgebildeten Urnen zur Verfügung, die schwarze und weiße Kugeln enthalten:

In diesem Spiel werden nach diesen Regeln genau zwei Kugeln entnommen:

Als Erstes wird zufällig eine Kugel aus Urne A gezogen.

Ist diese Kugel aus Urne A schwarz, folgt danach eine zufällige Ziehung einer Kugel aus Urne B.

Ist die aus Urne A gezogene Kugel dagegen weiß, wird ohne Zurücklegen zufällig eine zweite Kugel aus Urne A gezogen.

(1)

Zeigen Sie, dass bei diesem Spiel die Wahrscheinlichkeit, genau eine schwarze Kugel zu ziehen, 0,70{,}7 beträgt.

(3)

In Urne BB wird die Anzahl der schwarzen Kugeln angepasst. Dadurch verändert sich die Wahrscheinlichkeit, beim einmaligen Spielen genau eine schwarze Kugel zu ziehen, von 0,70{,}7 auf 0,50{,}5.

Ermitteln Sie, wie viele schwarze Kugeln Urne BB nun enthält.

Aufgabe f) (2) - Zufallsgrößen und Wahrscheinlich… · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

Für ein Spiel stehen die beiden abgebildeten Urnen zur Verfügung, die schwarze und weiße Kugeln enthalten:

In diesem Spiel werden nach diesen Regeln genau zwei Kugeln entnommen:

Als Erstes wird zufällig eine Kugel aus Urne A gezogen.

Ist diese Kugel aus Urne A schwarz, folgt danach eine zufällige Ziehung einer Kugel aus Urne B.

Ist die aus Urne A gezogene Kugel dagegen weiß, wird ohne Zurücklegen zufällig eine zweite Kugel aus Urne A gezogen.

(2)

Man spielt das Spiel mehrere Male.

Geben Sie im Sachzusammenhang ein Ereignis EE an, für das P(E)=(108)⋅0,78⋅0,32P(E) = \binom{10}{8} \cdot 0{,}7^8 \cdot 0{,}3^2 zutrifft.

Aufgabe B1 · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Aufgabenstellung:

Gegeben ist die Schar der in R\mathbb{R} definierten Funktionen faf_a durch die Gleichung

fa(x)=2ax⋅ea⋅x+1mit a∈R,  a≠0.f_a(x) = 2ax \cdot e^{a\cdot x} + 1 \quad \text{mit } a \in \mathbb{R}, \; a \neq 0.

In Abbildung 1 sind die Graphen von faf_a für a=0,5a = 0{,}5 und a=−1a = -1 dargestellt.

a)

Geben Sie an, welchem Wert von aa der jeweilige Graph zuzuordnen ist. [1 Punkt]

Graph I: a=a =

Graph II: a=a =

b)

(1) Ermitteln Sie rechnerisch für den Graphen von faf_a in Abhängigkeit von aa die Koordinaten der lokalen Extrempunkte sowie deren Art. [6 Punkte]

(2) Es existieren zwei Zahlen ss und tt, s,t∈Rs, t \in \mathbb{R}, deren Differenz 11 beträgt, sodass der Graph der Funktion f0,5f_{0{,}5} in den Punkten (s∣f0,5(s))(s \mid f_{0{,}5}(s)) und (t∣f0,5(t))(t \mid f_{0{,}5}(t)) dieselbe Steigung aufweist.

Bestimmen Sie ss und tt, gerundet auf zwei Nachkommastellen, und geben Sie an, welche Steigung der Graph von f0,5f_{0{,}5} an diesen Stellen hat. [3 Punkte]

s=s =

t=t =

c)

(1) Zeigen Sie, dass man den Graphen der Funktion f−af_{-a} erhält, indem man den Graphen von faf_a an der y-Achse spiegelt. [2 Punkte]

(2) Die Funktion f~\tilde{f} ist gegeben durch f~(x)=2⋅f1(x)−1,  x∈R\tilde{f}(x) = 2 \cdot f_1(x) - 1, \; x \in \mathbb{R}.

Untersuchen Sie, ob f~\tilde{f} ein Mitglied der Schar der Funktionen faf_a ist, und geben Sie gegebenenfalls den passenden Wert von aa an. [2 Punkte]

Ja

Nein

d)

Für jedes a∈R,  a≠0a \in \mathbb{R}, \; a \neq 0, ist Wa(−2a  |  1−4e2)W_a\left(-\frac{2}{a} \;\middle|\; 1 - \frac{4}{e^2}\right) der Wendepunkt des Graphen von faf_a.

[Hinweis: Ein Nachweis ist nicht erforderlich.]

dad_a ist der Abstand des Wendepunktes WaW_a vom Schnittpunkt des Graphen von faf_a mit der y-Achse.

(1) Berechnen Sie sämtliche Werte des Parameters aa, für die da=5d_a = 5 gilt. [4 Punkte]

(2) (i) Untersuchen Sie für a>0a > 0, wie sich die Lage des Wendepunktes verändert, wenn aa größer wird. [3 Punkte]

(2) (ii) Für a>0a > 0 nähert sich der Abstand dad_a einem festen Wert, wenn aa immer größer wird. Geben Sie diesen Wert an. [1 Punkt]

Der Graph der Funktion hah_a ist die Tangente an den Graphen der Funktion faf_a im Wendepunkt WaW_a, im Folgenden Wendetangente genannt.

(3) Ermitteln Sie rechnerisch eine von aa abhängige Gleichung der Funktion hah_a. [3 Punkte]

Im Folgenden gilt a=−2a = -2. Abbildung 2 zeigt den Graphen von f−2f_{-2}, die Wendetangente an den Graphen von f−2f_{-2} und den Graphen der Funktion g−2g_{-2}, bei dem es sich um die Tangente an den Graphen von f−2f_{-2} im Punkt (0∣1)(0 \mid 1) handelt. Es gilt h−2(x)=4e2x+e2−8e2h_{-2}(x) = \frac{4}{e^2}x + \frac{e^2-8}{e^2} und g−2(x)=−4x+1g_{-2}(x) = -4x + 1. Die beiden Tangenten schließen zusammen mit dem Graphen von f−2f_{-2} eine Fläche ein.

(4) Bestimmen Sie den Flächeninhalt dieser eingeschlossenen Fläche. [5 Punkte]

(5) Gegeben ist die Gleichung ∫zz+3,5(h−2(x)−f−2(x)) dx=0\int_{z}^{z+3{,}5} (h_{-2}(x) - f_{-2}(x))\,dx = 0. Bestimmen Sie die Lösung der Gleichung und erläutern Sie anhand von Abbildung 2, was diese Lösung geometrisch bedeutet. [4 Punkte]

e)

Die Graphen zweier Funktionen berühren sich in einem gemeinsamen Punkt PP, wenn sie in PP die gleiche Steigung haben. In Abbildung 3 sind die Graphen von f1f_1, f−2f_{-2} und einer weiteren Funktion kk dargestellt. Der Graph der Funktion kk berührt den Graphen der Funktion f−2f_{-2} im Wendepunkt W−2(1  |  1−4e2)W_{-2}\left(1 \;\middle|\; 1 - \frac{4}{e^2}\right). Er entsteht dadurch, dass der Graph von f1f_1 nacheinander in x-Richtung und in y-Richtung verschoben wird.

Ermitteln Sie rechnerisch, mit welchen Verschiebungen der Graph von f1f_1 in den Graphen von kk übergeht, und geben Sie eine Gleichung der Funktion kk an. [6 Punkte]

[Hinweis: Eine Vereinfachung des Funktionsterms von kk ist nicht erforderlich.]

Aufgabe B2 · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Aufgabenstellung:

Im Sommer setzt sich ein Bienenvolk aus zehntausenden Arbeiterinnen, mehreren hundert Drohnen und einer Königin zusammen. Ausschließlich die Königin legt Eier, aus denen neue Bienen hervorgehen. Ein bestimmtes Bienenvolk wurde im Jahr 2019 über das Jahr hinweg genau beobachtet und anschließend modelliert. Weil sich fast alle Eier zu Arbeiterinnen entwickeln, bleiben Drohnen und Königinnen im Modell unberücksichtigt. Die Arbeiterinnen heißen vereinfachend „Bienen“.

Am 4. März schlüpften die ersten jungen Bienen.

Die Zunahme der Bienenanzahl vom 4. März bis zum 21. Oktober durch schlüpfende Bienen wird für 0≤t≤2320 \leq t \leq 232 durch die Funktion ff mit

f(t)=1800 000t4+17 000t3−311t2+40t,t∈R,f(t) = \frac{1}{800\,000} t^4 + \frac{1}{7\,000} t^3 - \frac{3}{11} t^2 + 40t, \quad t \in \mathbb{R}, modelliert. Dabei entspricht t=0t = 0 dem Beginn des 4. März. Bei t=1t = 1 endet der 4. März und beginnt der 5. März usw. Der 21. Oktober endet somit bei t=232t = 232.

f(t)f(t) ist die (momentane) Zuwachsrate durch schlüpfende Bienen zum Zeitpunkt tt in der Einheit „Bienen pro Tag“. Sterbende Bienen werden zunächst nicht berücksichtigt.

In der gesamten Aufgabe müssen Zeitangaben nicht in Datumsangaben umgerechnet werden!

a)

(1) Geben Sie die Zuwachsrate zum Ende des 22. April (t=50t = 50) an. [2 Punkte]

Bienen pro Tag

(2) Ermitteln Sie, wann die Zuwachsrate jeweils am stärksten zunimmt und wann sie am stärksten abnimmt. [3 Punkte]

(3) Bestimmen Sie rechnerisch die Koordinaten des absoluten Hochpunktes des Graphen von ff im Intervall [0;232][0;232] und interpretieren Sie diese im Sachzusammenhang. [6 Punkte]

[Hinweis: Bei manchen CAS dauert das Lösen einer Gleichung hier etwas länger (≈20 s\approx 20\,\text{s}).]

(4) Der Wert des Integrals ∫910f(t) dt\int_{9}^{10} f(t)\,\mathrm{d}t entspricht der Zahl der Bienen, die am 13. März schlüpfen. [Eine Begründung ist nicht nötig.] Ermitteln Sie diese Zahl. [1 Punkt]

Bienen

(5) Bestimmen Sie, wie viele Bienen vom Beginn des 4. März (t=0t = 0) bis zum Ende des 21. Oktober (t=232t = 232) im Mittel pro Tag schlüpfen. [2 Punkte]

Bienen pro Tag

b)

Wird ein Bienenvolk zu groß oder hat es zu wenig Platz für sein Nest, so teilt es sich auf und sucht nach neuen Nistplätzen – die Bienen schwärmen. Die meisten Imkerinnen und Imker versuchen dies zu vermeiden.

Ein Imker verwendet zwei verschiedene Ansätze, um vorherzusagen, wann die Gefahr besteht, dass die Bienen schwärmen („Schwarmzeit“):

Bei Ansatz A geht der Imker davon aus, dass die Bienen schwärmen könnten, wenn die Zuwachsrate mehr als 1300 Bienen pro Tag beträgt.

Bei Ansatz B geht der Imker davon aus, dass die Bienen schwärmen könnten, wenn in den nächsten 21 Tagen mindestens 30 000 Bienen schlüpfen werden.

(1) Ermitteln Sie für Ansatz A den Zeitraum, in dem ein Schwärmen der Bienen droht. [4 Punkte]

Von t1≈t_1 \approx

bis t2≈t_2 \approx

(2) Ermitteln Sie eine Gleichung, mit der man Anfang und Ende der Schwarmzeit nach Ansatz B berechnen kann. Bestimmen Sie anschließend die Schwarmzeit nach Ansatz B. [5 Punkte]

Von t3≈t_3 \approx

bis t4≈t_4 \approx

(3) Vergleichen Sie anhand Ihrer Ergebnisse aus (1) und (2) die Schwarmzeiten beider Ansätze. [1 Punkt]

c)

Die Lebenszeit einer Biene nach dem Schlüpfen beträgt im Frühjahr und Sommer wegen ihrer hohen Arbeitsbelastung durch die Brutpflege, die Wachsproduktion und das Sammeln von Nahrung durchschnittlich nur ca. 35 Tage („Sommerbienen“). Diese Lebenserwartung gilt für fast alle Bienen, die vor dem 1. September (t≤181t \leq 181) schlüpfen. Am Ende des 5. Oktober (t=216t = 216) sind die meisten Sommerbienen demnach gestorben. Die Sterberate (in der Einheit „Bienen pro Tag“) der Sommerbienen wird für 35≤t≤21635 \leq t \leq 216 mit der Funktion gg mit

g(t)=1800 000t4−130 000t3−518t2+59,25 t−1733,t∈R,g(t) = \frac{1}{800\,000} t^4 - \frac{1}{30\,000} t^3 - \frac{5}{18} t^2 + 59{,}25\,t - 1733, \quad t \in \mathbb{R}, modelliert.

(1) Begründen Sie, dass sich für 35≤t≤21635 \leq t \leq 216 die Änderungsrate der Bienenanzahl (in der Einheit „Bienen pro Tag“) durch die Funktion dd mit d(t)=f(t)−g(t)d(t) = f(t) - g(t) beschreiben lässt. [2 Punkte]

(2) Geben Sie anhand des Graphen von dd in Abbildung 2 näherungsweise an, zu welchem Zeitpunkt das Bienenvolk die größte Bienenanzahl hat, und begründen Sie Ihre Angabe. [4 Punkte]

(3) Bis zum Ende des 7. April (t=35t = 35) sind schon 240 Bienen gestorben. Zeigen Sie, dass am Ende des 5. Oktober (t=216t = 216) nicht alle Bienen tot sind, die vor dem 1. September (also bis t=181t = 181) geschlüpft sind. [4 Punkte]

d)

Bienen, die etwa ab dem 1. September schlüpfen („Winterbienen“), müssen im Herbst und Winter kaum arbeiten und haben deshalb eine sehr viel längere Lebenserwartung. Viele dieser Bienen überleben – gemeinsam mit ihrer Königin – den Winter und versorgen im nächsten Frühjahr die erste Brut, bevor sie sterben. Ab dem Ende des 5. Oktober (t=216t = 216) besteht das Volk in diesem Modell aus Winterbienen und einigen spät geschlüpften Sommerbienen mit erhöhter Lebenserwartung.

Eine Funktion hh soll die Sterberate der Bienen ab dem 6. Oktober modellieren. Für t≥216t \geq 216 soll hh nur positive Funktionswerte annehmen. Ihr Graph soll streng monoton fallen und sich auf lange Sicht dem Graphen der konstanten Funktion ll mit l(t)=20l(t) = 20 annähern.

(1) Bei passender Wahl der Parameter aa und bb eignet sich der Ansatz

h(t)=a⋅eb⋅t+20,t≥216h(t) = a \cdot \mathrm{e}^{b\cdot t} + 20, \quad t \geq 216 für eine Funktion hh, die die genannten Anforderungen erfüllt. Geben Sie an, welche Vorzeichen aa und bb haben müssen, und begründen Sie, dass hh mit dieser Vorzeichenwahl alle genannten Anforderungen erfüllt. [3 Punkte]

Vorzeichen von aa:

Vorzeichen von bb:

(2) Bestimmen Sie aa und bb so, dass der Graph von hh bei t=216t = 216 ohne Knick an den Graphen von gg anschließt. [3 Punkte]

a≈a \approx

b≈b \approx

Aufgabe B3 · Längen, Winkel und Abstände im Raum

Aufgabenstellung:

Der größte Saal eines Kinokomplexes bietet mehr als 500 Sitzplätze und wird vereinfacht als Quader ABCDEFGHABCDEFGH modelliert. Abbildung 1 zeigt diesen Quader in einem kartesischen Koordinatensystem mit folgenden Punkten:

A(0∣0∣0)A(0|0|0), B(20∣0∣0)B(20|0|0), D(0∣23∣0)D(0|23|0), E(0∣0∣9)E(0|0|9), G(20∣23∣9)G(20|23|9), H(0∣23∣9)H(0|23|9), J(20∣5∣0)J(20|5|0), K(20∣23∣6)K(20|23|6), L(0∣23∣6)L(0|23|6).

Eine Längeneinheit im Koordinatensystem steht für einen Meter. Die Leinwand des Kinos liegt auf der Wandfläche AEFBAEFB.

a)

Geben Sie die Koordinaten von Punkt FF an.

b)

Die Punkte II, JJ, KK und LL liegen in einer gemeinsamen Ebene EJKLE_{JKL}. Sie beschreibt vereinfacht, wo sich die Sitze im Kino befinden.

(1) Begründen Sie, weshalb EJKL:x⃗=(2050)+r⋅(100)+s⋅(031) mit r,s∈RE_{JKL}: \vec{x} = \begin{pmatrix} 20 \\ 5 \\ 0 \end{pmatrix} + r \cdot \begin{pmatrix} 1 \\ 0 \\ 0 \end{pmatrix} + s \cdot \begin{pmatrix} 0 \\ 3 \\ 1 \end{pmatrix} \text{ mit } r, s \in \mathbb{R} eine Parameterform der Ebene EJKLE_{JKL} ist.

(2) Bestimmen Sie rechnerisch eine Ebenengleichung der Ebene EJKLE_{JKL} in Koordinatenform. [Mögliche Lösung: EJKL:2x2−6x3=10E_{JKL}: 2x_2 - 6x_3 = 10]

(3) Berechnen Sie die Länge der Kante JK‾\overline{JK}.

Im Kinosaal befinden sich zwei Projektoren für eine Lasershow, welche im Modell durch die beiden Punkte GG und HH dargestellt werden.

c)

Vom Punkt HH aus werden Laserstrahlen in Richtung von Vektoren der Form (a3bb)\begin{pmatrix} a \\ 3b \\ b \end{pmatrix}, mit a,b∈Ra, b \in \mathbb{R}, a≥0a \ge 0, b≤0b \le 0, gestrahlt.

(1) Zeigen Sie, dass die Laserstrahlen mit dieser Bedingung in der Ebene ELaser:x2−3x3=−4E_{\text{Laser}}: x_2 - 3x_3 = -4 verlaufen.

(2) Begründen Sie, dass die Ebenen EJKLE_{JKL} und ELaserE_{\text{Laser}} parallel zueinander liegen und nicht identisch sind.

(3) Bestimmen Sie rechnerisch den Abstand der Ebene EJKLE_{JKL} zur Ebene ELaserE_{\text{Laser}}.

(4) Laserstrahlen werden in Richtung der Vektoren v⃗a=(a−3−1)\vec{v}_a = \begin{pmatrix} a \\ -3 \\ -1 \end{pmatrix}, a≥0a \ge 0, ausgestrahlt.

Bestimmen Sie rechnerisch, wie aa gewählt werden muss, damit ein Laserstrahl entsteht, welcher mit der Kante HG‾\overline{HG} einen Winkel von 60∘60^\circ bildet.

d)

Vom Punkt GG aus werden Laserstrahlen entlang der Geraden gk:x⃗=(20239)+t⋅(k−15−234−k2−4),t∈R, k∈R mit −2≤k≤2g_k: \vec{x} = \begin{pmatrix} 20 \\ 23 \\ 9 \end{pmatrix} + t \cdot \begin{pmatrix} k - 15 \\ -23 \\ \sqrt{4 - k^2} - 4 \end{pmatrix}, \quad t \in \mathbb{R},\, k \in \mathbb{R} \text{ mit } -2 \le k \le 2 ausgestrahlt.

Diese Laserstrahlen treffen auf die Wandfläche AEFBAEFB, mit EAEFB:x2=0E_{AEFB}: x_2 = 0. [Nachweis nicht erforderlich]

(1) Bestimmen Sie die von kk abhängigen Koordinaten der Punkte SkS_k, in welchen die Laserstrahlen auf die Wandfläche AEFBAEFB treffen.

Zeigen Sie, dass der Abstand der Punkte SkS_k zum Punkt M(5∣0∣5)M(5|0|5) unabhängig von kk ist.

(2) Die Punkte SkS_k, in denen die Laserstrahlen auf die Leinwand treffen, bilden für −2≤k≤2-2 \le k \le 2 eine geometrische Figur. Begründen Sie, dass es sich um einen nach unten geöffneten Halbkreis handelt.

Aufgabe B4 · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

Aufgabe B4 – E-Scooter

Zugelassene Hilfsmittel: CAS, Formelsammlung, Wörterbücher.

a)

In Deutschland werden E-Scooter (Elektro-Roller) immer beliebter. Wie lange ein einzelner E-Scooter im Einsatz ist, hängt jedoch stark davon ab, ob er verliehen oder privat genutzt wird. Ersten Studien zufolge ist ein Leihfahrzeug durchschnittlich nur 30 Tage in Gebrauch, ein privater E-Scooter dagegen durchschnittlich 365 Tage.

(1)

Ein Hersteller liefert 90 % seiner E-Scooter an Verleihfirmen, die übrigen E-Scooter werden privat genutzt. Bestimmen Sie die mittlere Nutzungsdauer der E-Scooter dieses Herstellers.

Tage

(2)

Für die E-Scooter eines anderen Herstellers beträgt die mittlere Nutzungsdauer 120 Tage. Ermitteln Sie, welchen Anteil seiner Produktion dieser Hersteller für private Haushalte herstellt.

%

b)

Alle Personen, die gelegentlich einen E-Scooter benutzen, werden in dieser Aufgabe als E-Scooter-Nutzende bezeichnet. Vereinfachend wird im Folgenden davon ausgegangen, dass die Zufallsgröße XX, die die Anzahl der E-Scooter-Nutzenden in einer zufällig ausgewählten Personengruppe angibt, binomialverteilt ist. E-Scooter werden vor allem in Großstädten benutzt. In einer deutschen Großstadt beträgt die Wahrscheinlichkeit 10 %, dass eine zufällig ausgewählte Person gelegentlich einen E-Scooter benutzt. In dieser Stadt werden 200 zufällig ausgewählte Personen befragt, ob sie gelegentlich einen E-Scooter benutzen.

(1)

Ermitteln Sie jeweils die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse: E1: Weniger als 17 der befragten Personen sind E-Scooter-Nutzende.

E2: Die Anzahl der E-Scooter-Nutzenden weicht um mehr als eine halbe Standardabweichung vom Erwartungswert der Zufallsgröße X ab.

(2)

Die Abbildung zeigt die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße X für n=200n=200 und p=0,1p=0{,}1.

Ermitteln Sie mithilfe der Abbildung einen möglichen Wert für kk so, dass P200;0,1(k≤X≤k+2)≈0,15P_{200;0,1}(k\le X\le k+2)\approx 0{,}15 ist, und erläutern Sie Ihr Vorgehen.

(3)

Die Befragung wird von vier Studierenden durchgeführt. Hierzu wird die Stichprobe von 200 Personen zufällig in vier unabhängige Gruppen von jeweils 50 Personen aufgeteilt. Ermitteln Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass in mindestens zwei der vier Gruppen mindestens 5 Personen E-Scooter-Nutzende sind.

c)

Um auf sich aufmerksam zu machen und um den Anteil der E-Scooter-Nutzenden zu erhöhen, lässt ein Hersteller von E-Scootern in vielen Städten Gutscheine für eine kostenlose Probefahrt verteilen. Eine Gruppe von acht Freunden erhält insgesamt 20 Gutscheine, die nach dem folgenden Verfahren verteilt werden: Jeder der acht Freunde schreibt seinen Namen auf einen Zettel. Alle Zettel kommen in eine Lostrommel, aus der 20-mal mit Zurücklegen gezogen wird. Nach jedem Zug bekommt derjenige, dessen Name gezogen wurde, einen Gutschein. Bei diesem Verfahren kann jeder der Freunde also entweder gar keinen oder bis zu 20 Gutscheine erhalten. Es sei EE das Ereignis: „Eine ausgewählte Person erhält genau einen Gutschein.“ Genau einer der folgenden Ansätze kann zur Berechnung der Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des Ereignisses E genutzt werden.

I

P(E)=20⋅120⋅(1920)19P(E)=20\cdot\frac{1}{20}\cdot\left(\frac{19}{20}\right)^{19}

II

P(E)=20⋅18⋅(78)19P(E)=20\cdot\frac{1}{8}\cdot\left(\frac{7}{8}\right)^{19}

III

P(E)=8⋅120⋅(1920)7P(E)=8\cdot\frac{1}{20}\cdot\left(\frac{19}{20}\right)^{7}

IV

P(E)=8⋅18⋅(78)7P(E)=8\cdot\frac{1}{8}\cdot\left(\frac{7}{8}\right)^{7}

d)

Die in c) beschriebene Werbekampagne soll auch in einer anderen deutschen Großstadt durchgeführt werden, in der die Wahrscheinlichkeit pp, dass eine zufällig ausgewählte Person gelegentlich einen E-Scooter benutzt, zurzeit nur 6 % beträgt. Nach der Durchführung der Werbekampagne soll durch eine Befragung von 150 zufällig ausgewählten Personen dieser Stadt getestet werden, ob die Kampagne erfolgreich war. Die Wahrscheinlichkeit, dass man fälschlicherweise von einer erhöhten Wahrscheinlichkeit p>0,06p>0{,}06 und damit von einem Erfolg der Kampagne ausgeht, soll höchstens 5 % betragen. Gesucht ist das größtmögliche Intervall, in dem die Anzahl der E-Scooter-Nutzenden unter den befragten Personen liegen darf, damit man unter Einhaltung der 5 %-Vorgabe von einer erhöhten Wahrscheinlichkeit p>0,06p>0{,}06 sprechen kann.

(1)

Ermitteln Sie das gesuchte Intervall.

(2)

Angenommen, die Maßnahme möge erfolgreich gewesen sein und für die Wahrscheinlichkeit pp, dass eine zufällig ausgewählte Person gelegentlich einen E-Scooter benutzt, gelte p>0,06p>0{,}06. Darüber hinaus betrage die Wahrscheinlichkeit, dass man mit dem in (1) ermittelten Intervall fälschlicherweise auf einen Misserfolg der Werbekampagne schließt, höchstens 20 %. Bestimmen Sie den kleinsten Wert von pp mit zwei Nachkommastellen mit 0,06<p≤1,000{,}06<p\le 1{,}00, für den diese Annahmen zutreffen.

Aufgabe B5 · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Aufgabenstellung:

Wenn Muskeln stark beansprucht werden, bildet sich dort Laktat (Milchsäure). Mit einem Laktattest misst man den Laktatgehalt im Blut und beurteilt so die Fitness eines Sportlers. Beim Laktatstufentest erhöht der Sportler dafür in gleichmäßigen Zeitabständen seine Leistung, etwa auf einem Fahrrad-Ergometer.

Zur Modellierung des Laktatwertes eines bestimmten Sportlers bei einem Laktatstufentest (im Folgenden kurz als Laktatwert bezeichnet) wird für 0≤x≤450 \leq x \leq 45 die Funktion ff mit

f(x)=1100(−0,01x2+x−19)⋅e0,11x+1,3,x∈R,f(x) = \frac{1}{100}(-0{,}01x^2 + x - 19)\cdot \mathrm{e}^{0{,}11x} + 1{,}3, \quad x \in \mathbb{R},

verwendet. Dabei ist xx die Zeit in Minuten und f(x)f(x) der Laktatwert in mmol/l (Millimol pro Liter). Der Laktatstufentest startet zum Zeitpunkt x=0x = 0 und dauert 45 Minuten. Der Graph von ff ist in Abbildung 1 dargestellt.

a)

(1) Ermitteln Sie den Laktatwert zu Beginn und am Ende des Laktatstufentests.

(2) Ermitteln Sie, wie groß die momentane Zuwachsrate des Laktatwerts 30 Minuten nach dem Beginn ist.

(3) Bestimmen Sie rechnerisch, zu welchem Zeitpunkt der Laktatwert minimal ist, und geben Sie diesen Wert an.

(4) In einem Zeitraum von fünf Minuten beträgt die mittlere Zuwachsrate des Laktatwerts 0,1 mmol/l pro Minute. Bestimmen Sie diesen Zeitraum.

Aus den Laktatwerten lässt sich ermitteln, zu welchem Zeitpunkt beim Laktatstufentest ein Sportler die sogenannte individuelle anaerobe Schwelle (kurz IAS) erreicht. Dann liegt die Leistung vor, die der Sportler über einen längeren Zeitraum höchstens erbringen kann. Zur Ermittlung dieses Zeitpunkts gibt es vielfältige Verfahren.

Zwei Verfahren werden im Folgenden näher betrachtet. Dabei bezeichnen S(0∣f(0))S(0\mid f(0)) und E(45∣f(45))E(45\mid f(45)) die zum Start und Ende des Laktatstufentests gehörenden Punkte des Graphen von ff.

Bei Verfahren A wird zunächst eine Gerade gg durch die Punkte SS und EE gezeichnet. Anschließend wird eine Tangente an den Graphen von ff gelegt, die parallel zu gg verläuft. Als Zeitpunkt, zu dem die IAS erreicht wird, ergibt sich bei diesem Verfahren der xx-Wert des Berührpunkts zwischen dem Graphen von ff und dieser Tangente.

b)

Ermitteln Sie den Zeitpunkt, zu dem nach Verfahren A die IAS erreicht ist.

Bei Verfahren B wird jeweils in SS und in EE eine Tangente an den Graphen von ff gelegt. Als Zeitpunkt, zu dem die IAS erreicht wird, ergibt sich bei diesem Verfahren der xx-Wert desjenigen Punktes auf dem Graphen von ff, welcher den kürzesten Abstand zum Schnittpunkt der beiden Tangenten hat (vgl. Abbildung 2).

c)

Die Gleichung der Tangente tSt_S im Punkt SS kann ohne Nachweis verwendet werden. Es gilt: tS:y=−0,0109x+1,11t_S: y = -0{,}0109x + 1{,}11.

(1) Ermitteln Sie rechnerisch eine Funktionsgleichung der Tangente im Punkt EE, und bestimmen Sie den Schnittpunkt TT der beiden Tangenten auf zwei Nachkommastellen gerundet.

[Gerundete Kontrolllösung mit einer Nachkommastelle: T(36,6∣0,7)T(36{,}6\mid 0{,}7).]

(2) Bestimmen Sie eine Zielfunktion, mit deren Hilfe der Abstand eines Punktes auf dem Graphen von ff zum Punkt TT berechnet werden kann, und ermitteln Sie den Zeitpunkt, zu dem nach Verfahren B die IAS erreicht ist.

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