Abitur NRW Mathematik 2021 · LK · Nachtermin · GTR · Weiterbildungskolleg

Abiturprüfung Mathematik in Nordrhein-Westfalen 2021, LK · Nachtermin · GTR · Weiterbildungskolleg: 21 Aufgaben mit Lösungen. Mit automatischer Korrektur.

Themen der Prüfung: Funktionen und ihre Eigenschaften · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben) · Integralrechnung: Flächen und Bestände · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen · Längen, Winkel und Abstände im Raum · Mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen · Beurteilende Statistik: Tests und Intervalle

Aufgabe a (1) - Funktionen und ihre Eigenschaften · Funktionen und ihre Eigenschaften

Betrachtet werden die drei Funktionen ff, gg und hh, die wie folgt definiert sind:

f(x)=(1−x2)⋅ex+1, x∈R,f(x)=(1-x^2)\cdot e^{x+1}, \ x\in \mathbb{R},

g(x)=(1+x2)⋅ex+1, x∈R,g(x)=(1+x^2)\cdot e^{x+1}, \ x\in \mathbb{R},

h(x)=(1−x2)⋅e−x2, x∈R.h(x)=(1-x^2)\cdot e^{-x^2}, \ x\in \mathbb{R}.

Abbildung 1 zeigt die Graphen von ff, gg und hh.

(1) Geben Sie zu zwei der drei Funktionen ff, gg und hh jeweils mit Begründung an, welchen der Graphen A, B bzw. C man ihnen zuordnen kann.

Aufgabe a (2) - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Betrachtet werden die drei Funktionen ff, gg und hh, die wie folgt definiert sind:

f(x)=(1−x2)⋅ex+1, x∈R,f(x)=(1-x^2)\cdot e^{x+1}, \ x\in \mathbb{R},

g(x)=(1+x2)⋅ex+1, x∈R,g(x)=(1+x^2)\cdot e^{x+1}, \ x\in \mathbb{R},

h(x)=(1−x2)⋅e−x2, x∈R.h(x)=(1-x^2)\cdot e^{-x^2}, \ x\in \mathbb{R}.

Abbildung 1 zeigt die Graphen von ff, gg und hh.

(2) Berechnen Sie h′(−1)h'(-1).

Aufgabe b (1)-(2) - Funktionen und ihre Eigenscha… · Funktionen und ihre Eigenschaften

Zu jedem a∈Ra \in \mathbb{R} wird eine Funktion faf_a durch die folgende Gleichung festgelegt:fa(x)=x2+(1−2a)⋅x−2a,x∈R.f_a(x) = x^2 + (1-2a)\cdot x - 2a, \quad x \in \mathbb{R}.

(1)

Zeigen Sie, dass jede Funktion faf_a an der Stelle x=−1x = -1 eine Nullstelle besitzt.

(2)

Bestimmen Sie den Parameterwert aa, für den faf_a zusätzlich an der Stelle x=−2x = -2 eine Nullstelle hat.

Aufgabe b (3) - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Zu jedem a∈Ra \in \mathbb{R} wird eine Funktion faf_a durch die folgende Gleichung festgelegt:fa(x)=x2+(1−2a)⋅x−2a,x∈R.f_a(x) = x^2 + (1-2a)\cdot x - 2a, \quad x \in \mathbb{R}.

(3)

Abbildung 2 zeigt den Graphen von f0f_0 mit f0(x)=x2+xf_0(x) = x^2 + x.

Berechnen Sie den Flächeninhalt des Gebiets, das vom Graphen von f0f_0 und der xx-Achse begrenzt wird.

Hinweis: Die Nullstellen können Sie der Abbildung entnehmen.

Aufgabe c - Funktionsterme bestimmen · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben)

c) Zum Graphen einer ganzrationalen Funktion ff sind diese Angaben bekannt:

Der Graph hat an der Stelle x=2x = 2 ein lokales Extremum.

W(0∣4)W(0 \mid 4) ist ein Wendepunkt des Graphen.

Die Funktion hat bei x=4x = 4 eine Nullstelle.

(1)

Begründen Sie, warum die gesuchte Funktion wenigstens den Grad 3 haben muss.

(2)

Als Ansatz dient:

f(x)=ax3+bx2+cx+df(x) = ax^3 + bx^2 + cx + d,   f′(x)=3ax2+2bx+cf'(x) = 3ax^2 + 2bx + c   und   f′′(x)=6ax+2bf''(x) = 6ax + 2b.

Zur Bestimmung der Gleichung der Funktion ff dient das folgende Gleichungssystem:

$\begin{aligned}

d &= 4 \\

64a + 16b + 4c + d &= 0 \\

12a + 4b + c &= 0 \\

2b &= 0

\end{aligned}$

Begründen Sie die zweite und die dritte Gleichung des Gleichungssystems anhand der Angaben (i), (ii) bzw. (iii).

(3)

Bestimmen Sie die Lösung des Gleichungssystems.

a=a =

b=b =

c=c =

d=d =

Aufgabe d (1)-(2) - Funktionen und ihre Eigenscha… · Funktionen und ihre Eigenschaften

Betrachtet wird die Funktion ff mit f(x)=e−x2+4⋅xf(x) = e^{-x^2+4\cdot x}, x∈Rx \in \mathbb{R}.

Abbildung 3 zeigt den Graphen von ff.

(1)

Für alle a∈Ra \in \mathbb{R} gilt: f(2−a)=e−a2+4f(2-a) = e^{-a^2+4}.

Weisen Sie nach, dass die Gleichung f(2+a)=f(2−a)f(2+a) = f(2-a) für jedes a∈Ra \in \mathbb{R} erfüllt ist.

(2)

Interpretieren Sie, was die Gleichung f(2−a)=f(2+a)f(2-a) = f(2+a) geometrisch für den Verlauf des Graphen von ff aussagt.

Aufgabe d (3) - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Betrachtet wird die Funktion ff mit f(x)=e−x2+4⋅xf(x) = e^{-x^2+4\cdot x}, x∈Rx \in \mathbb{R}.

Abbildung 3 zeigt den Graphen von ff.

(3)

Der Graph von ff enthält den Punkt P(4∣1)P(4 \mid 1).

Ermitteln Sie rechnerisch die Gleichung der Tangente, die den Graphen von ff im Punkt P(4∣1)P(4 \mid 1) berührt.

t(x)=t(x) =

Aufgabe e - Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeits… · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

Die Zufallsgröße XX folgt einer Binomialverteilung mit den Parametern n=4n = 4 und p=0,2p = 0{,}2.

Entscheiden Sie bei jeder der folgenden Aussagen zur Zufallsgröße XX, ob sie wahr oder falsch ist, und begründen Sie jeweils Ihre Entscheidung.

(1)

Die Zufallsgröße XX hat einen Erwartungswert, der mit der Standardabweichung übereinstimmt.

wahr

falsch

(2)

Die Wahrscheinlichkeit für genau zwei Erfolge kann man mit P(X=2)=(42)⋅0,24⋅0,82P(X = 2) = \binom{4}{2} \cdot 0{,}2^4 \cdot 0{,}8^2 berechnen.

wahr

falsch

(3)

Es gilt P(X=0)=P(X=1)P(X = 0) = P(X = 1).

wahr

falsch

Aufgabe f - Mehrstufige Zufallsexperimente · Mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten

f) Für ein Spiel stehen die beiden folgenden Urnen zur Verfügung, die schwarze und weiße Kugeln enthalten:

In diesem Spiel werden nach diesen Regeln genau zwei Kugeln gezogen:

Zuerst wird zufällig eine Kugel aus Urne A entnommen.

Ist diese Kugel aus Urne A schwarz, folgt danach eine zufällige Ziehung einer Kugel aus Urne B.

Ist die aus Urne A gezogene Kugel weiß, wird ohne Zurücklegen zufällig eine weitere Kugel aus Urne A gezogen.

(1)

Zeigen Sie, dass bei diesem Spiel mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,70{,}7 genau eine schwarze Kugel gezogen wird.

(2)

Das Spiel wird wiederholt gespielt.

Geben Sie im Sachzusammenhang ein Ereignis EE an, für das

P(E)=(108)⋅0,78⋅0,32P(E) = \binom{10}{8} \cdot 0{,}7^8 \cdot 0{,}3^2

gilt.

(3)

In Urne B wird die Anzahl der schwarzen Kugeln abgeändert. Hierdurch verändert sich die Wahrscheinlichkeit, bei einmaligem Spielen genau eine schwarze Kugel zu ziehen, von 0,70{,}7 auf 0,50{,}5.

Aufgabe B1 - Funktionen und ihre Eigenschaften · Funktionen und ihre Eigenschaften

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Aufgabenstellung:

Für die auf R\mathbb{R} definierte Funktionenschar faf_a gilt die Gleichung

fa(x)=2ax⋅eax+1 mit a∈R, a≠0.f_a(x) = 2ax \cdot e^{ax} + 1 \text{ mit } a \in \mathbb{R},\ a \neq 0. Abbildung 1 zeigt die Graphen von faf_a für a=0,5a = 0{,}5 sowie für a=−1a = -1.

a)

Geben Sie an, welchem Wert von aa welcher Graph zuzuordnen ist.

Aufgabe B1 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Aufgabenstellung:

Für die auf R\mathbb{R} definierte Funktionenschar faf_a gilt die Gleichung

fa(x)=2ax⋅eax+1 mit a∈R, a≠0.f_a(x) = 2ax \cdot e^{ax} + 1 \text{ mit } a \in \mathbb{R},\ a \neq 0. Abbildung 1 zeigt die Graphen von faf_a für a=0,5a = 0{,}5 sowie für a=−1a = -1.

Teilaufgabe b

b) (1)

Zeigen Sie: fa′(x)=2aeax⋅(1+ax)f_a'(x) = 2ae^{ax} \cdot (1 + ax). [2 Punkte]

Im Weiteren dürfen Sie ohne Nachweis verwenden:

Die zweite Ableitung von faf_a lautet: fa′′(x)=2a2⋅eax⋅(2+ax)f_a''(x) = 2a^2 \cdot e^{ax} \cdot (2 + ax).

b) (2)

Ermitteln Sie rechnerisch, abhängig von aa, die lokalen Extremstellen von faf_a sowie deren Art. [6 Punkte]

b) (3)

Es existieren zwei Zahlen ss und tt, s,t∈Rs, t \in \mathbb{R}, die sich um 1 unterscheiden, sodass der Graph der Funktion f0,5f_{0{,}5} in den Punkten (s∣f0,5(s))(s \mid f_{0{,}5}(s)) und (t∣f0,5(t))(t \mid f_{0{,}5}(t)) dieselbe Steigung besitzt. Bestimmen Sie ss und tt gerundet auf zwei Nachkommastellen und geben Sie die Steigung des Graphen von f0,5f_{0{,}5} an diesen Stellen an. [4 Punkte]

Teilaufgabe d

Für jedes a∈R,a≠0a \in \mathbb{R}, a \neq 0, ist Wa(−2a  |  1−4e2)W_a\left(-\frac{2}{a} \;\middle|\; 1 - \frac{4}{e^2}\right) der Wendepunkt des Graphen von faf_a. [Hinweis: Ein Nachweis ist nicht erforderlich.]

Mit dad_a wird die Entfernung zwischen dem Wendepunkt WaW_a und dem Schnittpunkt des Graphen von faf_a mit der yy-Achse bezeichnet.

d) (1)

Berechnen Sie einen Parameterwert aa, für den da=5d_a = 5 gilt. [4 Punkte]

d) (2)

(i) Untersuchen Sie für a>0a > 0, wie sich die Lage des Wendepunktes bei wachsendem aa ändert. [3 Punkte]

(ii) Für a>0a > 0 strebt der Abstand dad_a bei immer größer werdendem aa gegen einen festen Wert. Geben Sie diesen Wert an. [1 Punkt]

Es sei nun a=−2a = -2. Der Graph von t−2t_{-2} ist die Tangente an den Graphen von f−2f_{-2} im Wendepunkt W−2W_{-2}; sie wird im Weiteren Wendetangente genannt.

d) (3)

Ermitteln Sie auf rechnerischem Weg eine Gleichung der Funktion t−2t_{-2}. [4 Punkte]

Teilaufgabe e

Die Graphen zweier Funktionen berühren sich in einem gemeinsamen Punkt PP, wenn sie in PP die gleiche Steigung haben.

In Abbildung 3 sind die Graphen von f1f_1, f−2f_{-2} und einer weiteren Funktion kk dargestellt.

Der Graph der Funktion kk berührt den Graphen der Funktion f−2f_{-2} im Wendepunkt W−2(1  |  1−4e2)W_{-2}\left(1 \;\middle|\; 1 - \frac{4}{e^2}\right). Der Graph von kk geht aus dem Graphen von f1f_1 hervor, indem dieser nacheinander in xx-Richtung und in yy-Richtung verschoben wird.

Ermitteln Sie rechnerisch, welche Verschiebungen den Graphen von f1f_1 in den Graphen von kk überführen, und geben Sie eine Gleichung der Funktion kk an. [Hinweis: Der Funktionsterm von kk muss nicht vereinfacht werden.] [6 Punkte]

Aufgabe B1 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Aufgabenstellung:

Für die auf R\mathbb{R} definierte Funktionenschar faf_a gilt die Gleichung

fa(x)=2ax⋅eax+1 mit a∈R, a≠0.f_a(x) = 2ax \cdot e^{ax} + 1 \text{ mit } a \in \mathbb{R},\ a \neq 0. Abbildung 1 zeigt die Graphen von faf_a für a=0,5a = 0{,}5 sowie für a=−1a = -1.

c) (1)

Zeigen Sie, dass die Funktion F−2F_{-2} mit der Funktionsgleichung

F−2(x)=2x⋅e−2x+e−2x+xF_{-2}(x) = 2x\cdot e^{-2x} + e^{-2x} + x

eine Stammfunktion von f−2f_{-2} darstellt.

c) (2)

Im Intervall [0;1][0; 1] schneidet der Graph der Funktion f−2f_{-2} die xx-Achse nicht.

Berechnen Sie den Flächeninhalt des Bereichs, der im Intervall [0;1][0; 1] vom Graphen von f−2f_{-2} und der xx-Achse eingeschlossen wird.

FE

d) (4)

In Abbildung 2 sind der Graph von f−2f_{-2} sowie die Wendetangente t−2t_{-2} dargestellt. Die Graphen von f−2f_{-2} und t−2t_{-2} haben nur den Wendepunkt gemeinsam.

Betrachtet wird die Gleichung

∫zz+2(f−2(x)−t−2(x)) dx=0.\int_{z}^{z+2} (f_{-2}(x) - t_{-2}(x))\,dx = 0.

Begründen Sie mithilfe von Abbildung 2 und ohne zusätzliche Rechnungen, dass genau ein Wert für zz die Gleichung erfüllt.

Aufgabe B2 - Funktionen und ihre Eigenschaften · Funktionen und ihre Eigenschaften

Im Sommer setzt sich ein Bienenvolk aus mehreren zehntausend Arbeiterinnen, wenigen hundert Drohnen und einer Königin zusammen. Eier legt allein die Königin; aus ihnen gehen neue Bienen hervor.

Für ein bestimmtes Bienenvolk wurde der Verlauf des Jahres 2019 sorgfältig beobachtet und anschließend durch ein Modell beschrieben. Weil fast alle Eier zu Arbeiterinnen werden, bleiben Drohnen und Königinnen im Modell unberücksichtigt. Vereinfachend heißen die Arbeiterinnen „Bienen“.

Die ersten jungen Bienen schlüpften am 4. März.

Die Zunahme der Bienenanzahl vom 4. März bis zum 21. Oktober durch schlüpfende Bienen wird für 0≤t≤2320 \le t \le 232 durch die Funktion ff mit

f(t)=1800 000t4+17000t3−311t2+40t,t∈R,f(t) = \frac{1}{800\,000}t^4 + \frac{1}{7000}t^3 - \frac{3}{11}t^2 + 40t, \quad t \in \mathbb{R},

modelliert. Dabei entspricht t=0t = 0 dem Beginn des 4. März. Bei t=1t = 1 endet der 4. März und beginnt der 5. März usw. Der 21. Oktober endet somit bei t=232t = 232.

f(t)f(t) ist die (momentane) Zuwachsrate durch schlüpfende Bienen zum Zeitpunkt tt in der Einheit „Bienen pro Tag“. Sterbende Bienen werden zunächst nicht berücksichtigt.

Abbildung 1 zeigt den Graphen von ff im Intervall [0;232][0; 232].

Für die gesamte Aufgabe gilt: Eine Umrechnung in Datumsangaben ist nicht erforderlich!

Ist ein Bienenvolk zu groß geworden oder fehlt ihm der Platz im Nest, spaltet es sich auf und sucht neue Nistplätze – man spricht vom Schwärmen. Die meisten Imkerinnen und Imker wollen das verhindern.

Um vorherzusagen, wann ein Schwärmen der Bienen droht („Schwarmzeit“), nutzt ein Imker zwei unterschiedliche Ansätze:

Bei Ansatz A geht der Imker davon aus, dass die Bienen schwärmen könnten, wenn die Zuwachsrate mehr als 1300 Bienen pro Tag beträgt.

Bei Ansatz B geht der Imker davon aus, dass die Bienen schwärmen könnten, wenn in den nächsten 21 Tagen mindestens 30 000 Bienen schlüpfen werden.

Die Lebenszeit einer Biene nach dem Schlüpfen beträgt im Frühjahr und Sommer wegen ihrer hohen Arbeitsbelastung durch die Brutpflege, die Wachsproduktion und das Sammeln von Nahrung durchschnittlich nur ca. 35 Tage („Sommerbienen“). Diese Lebenserwartung gilt für fast alle Bienen, die vor dem 1. September (t≤181t \le 181) schlüpfen. Am Ende des 5. Oktober (t=216t = 216) sind die meisten Sommerbienen demnach gestorben.

Die Sterberate (in der Einheit „Bienen pro Tag“) der Sommerbienen wird für 35≤t≤21635 \le t \le 216 mit der Funktion gg mit

g(t)=1800 000t4−130 000t3−518t2+59,25t−1733,t∈R,g(t) = \frac{1}{800\,000}t^4 - \frac{1}{30\,000}t^3 - \frac{5}{18}t^2 + 59{,}25t - 1733, \quad t \in \mathbb{R},

modelliert. Für 35≤t≤21635 \le t \le 216 beschreibt die Differenzfunktion dd mit d(t)=f(t)−g(t)d(t) = f(t) - g(t) die Änderungsrate der Bienenanzahl.

Bienen, die ungefähr ab dem 1. September schlüpfen („Winterbienen“), haben im Herbst und Winter kaum Arbeit und leben daher deutlich länger. Viele von ihnen überstehen den Winter gemeinsam mit ihrer Königin und kümmern sich im folgenden Frühjahr um die erste Brut, ehe sie sterben. Ab dem Ende des 5. Oktober (t=216t = 216) besteht das Volk in diesem Modell aus Winterbienen und einigen spät geschlüpften Sommerbienen mit erhöhter Lebenserwartung.

Die Sterberate der Bienen ab dem 6. Oktober soll durch eine Funktion hh modelliert werden. Die Funktion hh soll für t≥216t \ge 216 ausschließlich positive Funktionswerte aufweisen. Ihr Graph soll streng monoton fallen und sich dabei langfristig dem Graphen der konstanten Funktion ll mit der Gleichung l(t)=20l(t) = 20 annähern.

Bei passender Wahl der Parameter aa und bb eignet sich der Ansatz

h(t)=a⋅eb⋅t+20,t≥216,h(t) = a \cdot \mathrm{e}^{b\cdot t} + 20, \quad t \ge 216,

zur Bestimmung einer Funktion hh, die die obigen Anforderungen erfüllt.

a)

(1) Geben Sie an, wie groß die Zuwachsrate zum Ende des 22. April (t=50t = 50) ist.

Bienen pro Tag

b)

(1) Ermitteln Sie für Ansatz A, in welchem Zeitraum die Bienen Gefahr laufen zu schwärmen.

von t≈t \approx bis t≈t \approx

d)

(1) Wählt man die Parameter aa und bb passend, so kann man mit dem Ansatz h(t)=a⋅eb⋅t+20,t≥216h(t) = a \cdot \mathrm{e}^{b \cdot t} + 20, \quad t \ge 216 eine Funktion hh bestimmen, welche die obigen Anforderungen erfüllt.

Geben Sie an, welche Vorzeichen aa und bb dafür haben müssen, und begründen Sie, dass die Funktion hh mit dieser Vorzeichenwahl alle obigen Anforderungen erfüllt.

Aufgabe B2 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Im Sommer setzt sich ein Bienenvolk aus mehreren zehntausend Arbeiterinnen, wenigen hundert Drohnen und einer Königin zusammen. Eier legt allein die Königin; aus ihnen gehen neue Bienen hervor.

Für ein bestimmtes Bienenvolk wurde der Verlauf des Jahres 2019 sorgfältig beobachtet und anschließend durch ein Modell beschrieben. Weil fast alle Eier zu Arbeiterinnen werden, bleiben Drohnen und Königinnen im Modell unberücksichtigt. Vereinfachend heißen die Arbeiterinnen „Bienen“.

Die ersten jungen Bienen schlüpften am 4. März.

Die Zunahme der Bienenanzahl vom 4. März bis zum 21. Oktober durch schlüpfende Bienen wird für 0≤t≤2320 \le t \le 232 durch die Funktion ff mit

f(t)=1800 000t4+17000t3−311t2+40t,t∈R,f(t) = \frac{1}{800\,000}t^4 + \frac{1}{7000}t^3 - \frac{3}{11}t^2 + 40t, \quad t \in \mathbb{R},

modelliert. Dabei entspricht t=0t = 0 dem Beginn des 4. März. Bei t=1t = 1 endet der 4. März und beginnt der 5. März usw. Der 21. Oktober endet somit bei t=232t = 232.

f(t)f(t) ist die (momentane) Zuwachsrate durch schlüpfende Bienen zum Zeitpunkt tt in der Einheit „Bienen pro Tag“. Sterbende Bienen werden zunächst nicht berücksichtigt.

Abbildung 1 zeigt den Graphen von ff im Intervall [0;232][0; 232].

Für die gesamte Aufgabe gilt: Eine Umrechnung in Datumsangaben ist nicht erforderlich!

Ist ein Bienenvolk zu groß geworden oder fehlt ihm der Platz im Nest, spaltet es sich auf und sucht neue Nistplätze – man spricht vom Schwärmen. Die meisten Imkerinnen und Imker wollen das verhindern.

Um vorherzusagen, wann ein Schwärmen der Bienen droht („Schwarmzeit“), nutzt ein Imker zwei unterschiedliche Ansätze:

Bei Ansatz A geht der Imker davon aus, dass die Bienen schwärmen könnten, wenn die Zuwachsrate mehr als 1300 Bienen pro Tag beträgt.

Bei Ansatz B geht der Imker davon aus, dass die Bienen schwärmen könnten, wenn in den nächsten 21 Tagen mindestens 30 000 Bienen schlüpfen werden.

Die Lebenszeit einer Biene nach dem Schlüpfen beträgt im Frühjahr und Sommer wegen ihrer hohen Arbeitsbelastung durch die Brutpflege, die Wachsproduktion und das Sammeln von Nahrung durchschnittlich nur ca. 35 Tage („Sommerbienen“). Diese Lebenserwartung gilt für fast alle Bienen, die vor dem 1. September (t≤181t \le 181) schlüpfen. Am Ende des 5. Oktober (t=216t = 216) sind die meisten Sommerbienen demnach gestorben.

Die Sterberate (in der Einheit „Bienen pro Tag“) der Sommerbienen wird für 35≤t≤21635 \le t \le 216 mit der Funktion gg mit

g(t)=1800 000t4−130 000t3−518t2+59,25t−1733,t∈R,g(t) = \frac{1}{800\,000}t^4 - \frac{1}{30\,000}t^3 - \frac{5}{18}t^2 + 59{,}25t - 1733, \quad t \in \mathbb{R},

modelliert. Für 35≤t≤21635 \le t \le 216 beschreibt die Differenzfunktion dd mit d(t)=f(t)−g(t)d(t) = f(t) - g(t) die Änderungsrate der Bienenanzahl.

Bienen, die ungefähr ab dem 1. September schlüpfen („Winterbienen“), haben im Herbst und Winter kaum Arbeit und leben daher deutlich länger. Viele von ihnen überstehen den Winter gemeinsam mit ihrer Königin und kümmern sich im folgenden Frühjahr um die erste Brut, ehe sie sterben. Ab dem Ende des 5. Oktober (t=216t = 216) besteht das Volk in diesem Modell aus Winterbienen und einigen spät geschlüpften Sommerbienen mit erhöhter Lebenserwartung.

Die Sterberate der Bienen ab dem 6. Oktober soll durch eine Funktion hh modelliert werden. Die Funktion hh soll für t≥216t \ge 216 ausschließlich positive Funktionswerte aufweisen. Ihr Graph soll streng monoton fallen und sich dabei langfristig dem Graphen der konstanten Funktion ll mit der Gleichung l(t)=20l(t) = 20 annähern.

Bei passender Wahl der Parameter aa und bb eignet sich der Ansatz

h(t)=a⋅eb⋅t+20,t≥216,h(t) = a \cdot \mathrm{e}^{b\cdot t} + 20, \quad t \ge 216,

zur Bestimmung einer Funktion hh, die die obigen Anforderungen erfüllt.

(2)

Ermitteln Sie, zu welchen Zeitpunkten die Zuwachsrate jeweils am stärksten ansteigt bzw. am stärksten fällt.

(3)

Bestimmen Sie durch Rechnung die Koordinaten des absoluten Hochpunktes des Graphen von ff im Intervall [0;232][0; 232] und interpretieren Sie diese im Sachzusammenhang.

Aufgabe B2 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Im Sommer setzt sich ein Bienenvolk aus mehreren zehntausend Arbeiterinnen, wenigen hundert Drohnen und einer Königin zusammen. Eier legt allein die Königin; aus ihnen gehen neue Bienen hervor.

Für ein bestimmtes Bienenvolk wurde der Verlauf des Jahres 2019 sorgfältig beobachtet und anschließend durch ein Modell beschrieben. Weil fast alle Eier zu Arbeiterinnen werden, bleiben Drohnen und Königinnen im Modell unberücksichtigt. Vereinfachend heißen die Arbeiterinnen „Bienen“.

Die ersten jungen Bienen schlüpften am 4. März.

Die Zunahme der Bienenanzahl vom 4. März bis zum 21. Oktober durch schlüpfende Bienen wird für 0≤t≤2320 \le t \le 232 durch die Funktion ff mit

f(t)=1800 000t4+17000t3−311t2+40t,t∈R,f(t) = \frac{1}{800\,000}t^4 + \frac{1}{7000}t^3 - \frac{3}{11}t^2 + 40t, \quad t \in \mathbb{R},

modelliert. Dabei entspricht t=0t = 0 dem Beginn des 4. März. Bei t=1t = 1 endet der 4. März und beginnt der 5. März usw. Der 21. Oktober endet somit bei t=232t = 232.

f(t)f(t) ist die (momentane) Zuwachsrate durch schlüpfende Bienen zum Zeitpunkt tt in der Einheit „Bienen pro Tag“. Sterbende Bienen werden zunächst nicht berücksichtigt.

Abbildung 1 zeigt den Graphen von ff im Intervall [0;232][0; 232].

Für die gesamte Aufgabe gilt: Eine Umrechnung in Datumsangaben ist nicht erforderlich!

Ist ein Bienenvolk zu groß geworden oder fehlt ihm der Platz im Nest, spaltet es sich auf und sucht neue Nistplätze – man spricht vom Schwärmen. Die meisten Imkerinnen und Imker wollen das verhindern.

Um vorherzusagen, wann ein Schwärmen der Bienen droht („Schwarmzeit“), nutzt ein Imker zwei unterschiedliche Ansätze:

Bei Ansatz A geht der Imker davon aus, dass die Bienen schwärmen könnten, wenn die Zuwachsrate mehr als 1300 Bienen pro Tag beträgt.

Bei Ansatz B geht der Imker davon aus, dass die Bienen schwärmen könnten, wenn in den nächsten 21 Tagen mindestens 30 000 Bienen schlüpfen werden.

Die Lebenszeit einer Biene nach dem Schlüpfen beträgt im Frühjahr und Sommer wegen ihrer hohen Arbeitsbelastung durch die Brutpflege, die Wachsproduktion und das Sammeln von Nahrung durchschnittlich nur ca. 35 Tage („Sommerbienen“). Diese Lebenserwartung gilt für fast alle Bienen, die vor dem 1. September (t≤181t \le 181) schlüpfen. Am Ende des 5. Oktober (t=216t = 216) sind die meisten Sommerbienen demnach gestorben.

Die Sterberate (in der Einheit „Bienen pro Tag“) der Sommerbienen wird für 35≤t≤21635 \le t \le 216 mit der Funktion gg mit

g(t)=1800 000t4−130 000t3−518t2+59,25t−1733,t∈R,g(t) = \frac{1}{800\,000}t^4 - \frac{1}{30\,000}t^3 - \frac{5}{18}t^2 + 59{,}25t - 1733, \quad t \in \mathbb{R},

modelliert. Für 35≤t≤21635 \le t \le 216 beschreibt die Differenzfunktion dd mit d(t)=f(t)−g(t)d(t) = f(t) - g(t) die Änderungsrate der Bienenanzahl.

Bienen, die ungefähr ab dem 1. September schlüpfen („Winterbienen“), haben im Herbst und Winter kaum Arbeit und leben daher deutlich länger. Viele von ihnen überstehen den Winter gemeinsam mit ihrer Königin und kümmern sich im folgenden Frühjahr um die erste Brut, ehe sie sterben. Ab dem Ende des 5. Oktober (t=216t = 216) besteht das Volk in diesem Modell aus Winterbienen und einigen spät geschlüpften Sommerbienen mit erhöhter Lebenserwartung.

Die Sterberate der Bienen ab dem 6. Oktober soll durch eine Funktion hh modelliert werden. Die Funktion hh soll für t≥216t \ge 216 ausschließlich positive Funktionswerte aufweisen. Ihr Graph soll streng monoton fallen und sich dabei langfristig dem Graphen der konstanten Funktion ll mit der Gleichung l(t)=20l(t) = 20 annähern.

Bei passender Wahl der Parameter aa und bb eignet sich der Ansatz

h(t)=a⋅eb⋅t+20,t≥216,h(t) = a \cdot \mathrm{e}^{b\cdot t} + 20, \quad t \ge 216,

zur Bestimmung einer Funktion hh, die die obigen Anforderungen erfüllt.

Teilaufgabe a)

(4)

Der Wert des Integrals ∫910f(t) dt\int_{9}^{10} f(t)\,\mathrm{d}t entspricht der Zahl der Bienen, die am 13. März schlüpfen.

[Begründung nicht erforderlich.]

Ermitteln Sie diese Zahl rechnerisch.

(5)

Bestimmen Sie, wie viele Bienen im Mittel pro Tag schlüpfen, und zwar vom Beginn des 4. März (t=0t = 0) bis zum Ende des 21. Oktober (t=232t = 232).

Teilaufgabe b)

(2)

Ermitteln Sie eine Gleichung, die es erlaubt, Anfang und Ende der Schwarmzeit nach Ansatz B zu berechnen.

Zeigen Sie, dass die Schwarmzeit nach Ansatz B von t1≈47t_1 \approx 47 bis t2≈104t_2 \approx 104 dauert.

Teilaufgabe c)

(1)

Begründen Sie, dass sich für 35≤t≤21635 \le t \le 216 die Änderungsrate der Bienenanzahl (in der Einheit „Bienen pro Tag“) durch die Funktion dd mit d(t)=f(t)−g(t)d(t) = f(t) - g(t) beschreiben lässt.

(2)

Geben Sie anhand des Graphen von dd in Abbildung 2 näherungsweise den Zeitpunkt an, zu dem das Bienenvolk die größte Bienenanzahl hat, und begründen Sie Ihre Angabe.

(3)

Bis zum Ende des 7. April (t=35t = 35) sind schon 240 Bienen gestorben.

Zeigen Sie, dass am Ende des 5. Oktober (t=216t = 216) noch nicht alle Bienen tot sind, die vor dem 1. September (also bis t=181t = 181) geschlüpft sind.

Aufgabe B2 - Funktionsterme bestimmen · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben)

Im Sommer setzt sich ein Bienenvolk aus mehreren zehntausend Arbeiterinnen, wenigen hundert Drohnen und einer Königin zusammen. Eier legt allein die Königin; aus ihnen gehen neue Bienen hervor.

Für ein bestimmtes Bienenvolk wurde der Verlauf des Jahres 2019 sorgfältig beobachtet und anschließend durch ein Modell beschrieben. Weil fast alle Eier zu Arbeiterinnen werden, bleiben Drohnen und Königinnen im Modell unberücksichtigt. Vereinfachend heißen die Arbeiterinnen „Bienen“.

Die ersten jungen Bienen schlüpften am 4. März.

Die Zunahme der Bienenanzahl vom 4. März bis zum 21. Oktober durch schlüpfende Bienen wird für 0≤t≤2320 \le t \le 232 durch die Funktion ff mit

f(t)=1800 000t4+17000t3−311t2+40t,t∈R,f(t) = \frac{1}{800\,000}t^4 + \frac{1}{7000}t^3 - \frac{3}{11}t^2 + 40t, \quad t \in \mathbb{R},

modelliert. Dabei entspricht t=0t = 0 dem Beginn des 4. März. Bei t=1t = 1 endet der 4. März und beginnt der 5. März usw. Der 21. Oktober endet somit bei t=232t = 232.

f(t)f(t) ist die (momentane) Zuwachsrate durch schlüpfende Bienen zum Zeitpunkt tt in der Einheit „Bienen pro Tag“. Sterbende Bienen werden zunächst nicht berücksichtigt.

Abbildung 1 zeigt den Graphen von ff im Intervall [0;232][0; 232].

Für die gesamte Aufgabe gilt: Eine Umrechnung in Datumsangaben ist nicht erforderlich!

Ist ein Bienenvolk zu groß geworden oder fehlt ihm der Platz im Nest, spaltet es sich auf und sucht neue Nistplätze – man spricht vom Schwärmen. Die meisten Imkerinnen und Imker wollen das verhindern.

Um vorherzusagen, wann ein Schwärmen der Bienen droht („Schwarmzeit“), nutzt ein Imker zwei unterschiedliche Ansätze:

Bei Ansatz A geht der Imker davon aus, dass die Bienen schwärmen könnten, wenn die Zuwachsrate mehr als 1300 Bienen pro Tag beträgt.

Bei Ansatz B geht der Imker davon aus, dass die Bienen schwärmen könnten, wenn in den nächsten 21 Tagen mindestens 30 000 Bienen schlüpfen werden.

Die Lebenszeit einer Biene nach dem Schlüpfen beträgt im Frühjahr und Sommer wegen ihrer hohen Arbeitsbelastung durch die Brutpflege, die Wachsproduktion und das Sammeln von Nahrung durchschnittlich nur ca. 35 Tage („Sommerbienen“). Diese Lebenserwartung gilt für fast alle Bienen, die vor dem 1. September (t≤181t \le 181) schlüpfen. Am Ende des 5. Oktober (t=216t = 216) sind die meisten Sommerbienen demnach gestorben.

Die Sterberate (in der Einheit „Bienen pro Tag“) der Sommerbienen wird für 35≤t≤21635 \le t \le 216 mit der Funktion gg mit

g(t)=1800 000t4−130 000t3−518t2+59,25t−1733,t∈R,g(t) = \frac{1}{800\,000}t^4 - \frac{1}{30\,000}t^3 - \frac{5}{18}t^2 + 59{,}25t - 1733, \quad t \in \mathbb{R},

modelliert. Für 35≤t≤21635 \le t \le 216 beschreibt die Differenzfunktion dd mit d(t)=f(t)−g(t)d(t) = f(t) - g(t) die Änderungsrate der Bienenanzahl.

Bienen, die ungefähr ab dem 1. September schlüpfen („Winterbienen“), haben im Herbst und Winter kaum Arbeit und leben daher deutlich länger. Viele von ihnen überstehen den Winter gemeinsam mit ihrer Königin und kümmern sich im folgenden Frühjahr um die erste Brut, ehe sie sterben. Ab dem Ende des 5. Oktober (t=216t = 216) besteht das Volk in diesem Modell aus Winterbienen und einigen spät geschlüpften Sommerbienen mit erhöhter Lebenserwartung.

Die Sterberate der Bienen ab dem 6. Oktober soll durch eine Funktion hh modelliert werden. Die Funktion hh soll für t≥216t \ge 216 ausschließlich positive Funktionswerte aufweisen. Ihr Graph soll streng monoton fallen und sich dabei langfristig dem Graphen der konstanten Funktion ll mit der Gleichung l(t)=20l(t) = 20 annähern.

Bei passender Wahl der Parameter aa und bb eignet sich der Ansatz

h(t)=a⋅eb⋅t+20,t≥216,h(t) = a \cdot \mathrm{e}^{b\cdot t} + 20, \quad t \ge 216,

zur Bestimmung einer Funktion hh, die die obigen Anforderungen erfüllt.

d) (2)

An der Stelle t=216t = 216 soll der Graph von hh ohne Knick an den Graphen der Funktion gg anschließen.

Geben Sie Gleichungen an, mit deren Hilfe sich die Parameter aa und bb bestimmen lassen.

[Hinweis: Es ist nicht erforderlich, die Parameter zu bestimmen.]

Aufgabe B3 - Geraden und Ebenen · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen

Der größte Saal eines Kinokomplexes bietet mehr als 500 Sitzplätze und wird in vereinfachter Form als Quader ABCDEFGHABCDEFGH modelliert. Abbildung 1 zeigt diesen Quader in einem kartesischen Koordinatensystem, wobei Folgendes gilt:

A(0∣0∣0)A(0|0|0), B(20∣0∣0)B(20|0|0), D(0∣23∣0)D(0|23|0), E(0∣0∣9)E(0|0|9), G(20∣23∣9)G(20|23|9), H(0∣23∣9)H(0|23|9), J(20∣5∣0)J(20|5|0), K(20∣23∣6)K(20|23|6), L(0∣23∣6)L(0|23|6).

Eine Längeneinheit entspricht im gewählten Koordinatensystem einem Meter. Die Leinwand des Kinos ist an der Wandfläche AEFBAEFB angebracht.

b) Die Punkte II, JJ, KK und LL befinden sich in einer gemeinsamen Ebene EJKLE_{JKL}, die modellhaft die Position der Kinositze beschreibt.

(1)

Begründen Sie, dass EJKL:x⃗=(2050)+r⋅(100)+s⋅(031)mit r,s∈RE_{JKL}: \vec{x} = \begin{pmatrix} 20 \\ 5 \\ 0 \end{pmatrix} + r \cdot \begin{pmatrix} 1 \\ 0 \\ 0 \end{pmatrix} + s \cdot \begin{pmatrix} 0 \\ 3 \\ 1 \end{pmatrix} \quad \text{mit } r,s \in \mathbb{R} eine Parameterdarstellung der Ebene EJKLE_{JKL} ist.

(2)

Bestimmen Sie durch Rechnung eine Gleichung der Ebene EJKLE_{JKL} in Koordinatenform. [Mögliche Lösung: EJKL:2x2−6x3=10E_{JKL}: 2x_2 - 6x_3 = 10]

Im Kinosaal sind für eine Lasershow zwei Projektoren installiert, die im Modell den Punkten GG und HH entsprechen.

c) Ausgehend von HH werden Laserstrahlen in Richtung der Vektoren (a3bb)\begin{pmatrix} a \\ 3b \\ b \end{pmatrix} mit a,b∈Ra,b \in \mathbb{R}, a≥0a \ge 0, b≤0b \le 0, ausgesendet.

(1)

Zeigen Sie, dass alle Laserstrahlen, die diese Bedingung erfüllen, in der Ebene ELaser:x2−3x3=−4E_{\text{Laser}}: x_2 - 3x_3 = -4 verlaufen.

(2)

Begründen Sie, dass EJKLE_{JKL} und ELaserE_{\text{Laser}} zueinander parallel, aber nicht identisch sind.

Aufgabe B3 - Längen, Winkel und Abstände · Längen, Winkel und Abstände im Raum

Der größte Saal eines Kinokomplexes bietet mehr als 500 Sitzplätze und wird in vereinfachter Form als Quader ABCDEFGHABCDEFGH modelliert. Abbildung 1 zeigt diesen Quader in einem kartesischen Koordinatensystem, wobei Folgendes gilt:

A(0∣0∣0)A(0|0|0), B(20∣0∣0)B(20|0|0), D(0∣23∣0)D(0|23|0), E(0∣0∣9)E(0|0|9), G(20∣23∣9)G(20|23|9), H(0∣23∣9)H(0|23|9), J(20∣5∣0)J(20|5|0), K(20∣23∣6)K(20|23|6), L(0∣23∣6)L(0|23|6).

Eine Längeneinheit entspricht im gewählten Koordinatensystem einem Meter. Die Leinwand des Kinos ist an der Wandfläche AEFBAEFB angebracht.

a)

Geben Sie die Koordinaten von Punkt FF an.

b)(3)

Berechnen Sie, wie lang die Kante JK‾\overline{JK} ist.

c)(3)

Bestimmen Sie rechnerisch, welchen Abstand die Ebene EJKLE_{JKL} von der Ebene ELaserE_{\text{Laser}} hat.

c)(4)

Es werden Laserstrahlen in Richtung der Vektoren v⃗a=(a−3−1),a≥0\vec{v}_a = \begin{pmatrix} a \\ -3 \\ -1 \end{pmatrix}, a \ge 0, abgegeben.

Bestimmen Sie rechnerisch, für welches aa ein Laserstrahl entsteht, der mit der Kante HG‾\overline{HG} einen Winkel von 60∘60^\circ einschließt.

d) Von Punkt GG aus verlaufen Laserstrahlen entlang der Geraden gk:x⃗=(20239)+t⋅(k−15−234−k2−4),t∈R,k∈R mit −2≤k≤2g_k: \vec{x} = \begin{pmatrix} 20 \\ 23 \\ 9 \end{pmatrix} + t \cdot \begin{pmatrix} k-15 \\ -23 \\ \sqrt{4-k^2}-4 \end{pmatrix}, \quad t \in \mathbb{R}, k \in \mathbb{R} \text{ mit } -2 \le k \le 2 ausgesandt. Diese Strahlen gelangen zur Wandfläche AEFBAEFB mit EAEFB:x2=0E_{AEFB}: x_2 = 0.

(1)

Bestimmen Sie die von kk abhängigen Koordinaten der Punkte SkS_k, in denen die Laserstrahlen die Wandfläche AEFBAEFB erreichen.

Zeigen Sie, dass der Abstand der Punkte SkS_k vom Punkt M(5∣0∣5)M(5|0|5) nicht von kk abhängt.

(2)

Für −2≤k≤2-2 \le k \le 2 bilden die Punkte SkS_k, in denen die Laserstrahlen die Leinwand erreichen, eine geometrische Figur. Begründen Sie, dass diese ein nach unten geöffneter Halbkreis ist.

Aufgabe B4 - Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeit… · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

In Deutschland werden E-Scooter (Elektro-Roller) immer beliebter. Wie lange ein einzelner E-Scooter im Einsatz ist, hängt jedoch stark davon ab, ob er verliehen oder privat genutzt wird. Ersten Studien zufolge ist ein Leihfahrzeug im Mittel nur 30 Tage in Gebrauch, ein privat genutzter E-Scooter dagegen durchschnittlich 365 Tage.

In dieser Aufgabe heißen alle Personen, die ab und zu einen E-Scooter fahren, E-Scooter-Nutzende. Zur Vereinfachung sei im Folgenden angenommen, dass die Zufallsgröße XX, welche die Anzahl der E-Scooter-Nutzenden in einer zufällig gewählten Personengruppe beschreibt, binomialverteilt ist.

Vor allem in Großstädten sind E-Scooter im Einsatz. In einer deutschen Großstadt nutzt eine zufällig ausgewählte Person mit einer Wahrscheinlichkeit von 10 %10\,\% gelegentlich einen E-Scooter. Dort werden 200 zufällig ausgewählte Personen gefragt, ob sie gelegentlich einen E-Scooter nutzen.

Die folgende Abbildung zeigt die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße XX für n=200n = 200 und p=0,1p = 0{,}1:

Ein E-Scooter-Hersteller möchte bekannter werden und den Anteil der E-Scooter-Nutzenden steigern. Dazu lässt er in vielen Städten Gutscheine für eine kostenlose Probefahrt verteilen. Eine Gruppe von acht Freunden bekommt insgesamt 20 Gutscheine, die folgendermaßen aufgeteilt werden:

Jeder der acht Freunde notiert seinen Namen auf einem Zettel, und alle Zettel werden in eine Lostrommel gegeben. Daraus wird 20-mal mit Zurücklegen gezogen. Bei jedem Zug erhält die Person, deren Name gezogen wurde, einen Gutschein.

Nach diesem Verfahren kann also jeder der Freunde keinen oder bis zu 20 Gutscheine bekommen.

Es sei EE das Ereignis: „Eine ausgewählte Person erhält genau einen Gutschein.“

Die Werbekampagne soll auch in einer weiteren deutschen Großstadt stattfinden, in der die Wahrscheinlichkeit pp, dass eine zufällig ausgewählte Person gelegentlich einen E-Scooter nutzt, derzeit nur 6 %6\,\% beträgt. Nach der Kampagne sollen 150 zufällig ausgewählte Personen dieser Stadt befragt werden, um zu testen, ob die Kampagne erfolgreich war. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass man fälschlicherweise eine erhöhte Wahrscheinlichkeit p>0,06p > 0{,}06 und damit einen Erfolg der Kampagne annimmt, soll höchstens 5 %5\,\% betragen.

Aufgabenstellung:

a)

In Deutschland werden E-Scooter (Elektro-Roller) immer beliebter. Wie lange ein einzelner E-Scooter im Einsatz ist, hängt jedoch stark davon ab, ob er verliehen oder privat genutzt wird. Ersten Untersuchungen zufolge ist ein Leihfahrzeug durchschnittlich nur 30 Tage in Gebrauch, ein privater E-Scooter dagegen durchschnittlich 365 Tage.

(1)

Ein Hersteller liefert 90 % seiner produzierten E-Scooter an Leihfirmen; die übrigen E-Scooter dieses Herstellers werden privat genutzt.

Bestimmen Sie die mittlere Nutzungsdauer aller E-Scooter, die dieser Hersteller herstellt.

(2)

Für die E-Scooter eines anderen Herstellers liegt die mittlere Nutzungsdauer bei 120 Tagen.

Ermitteln Sie den Anteil der E-Scooter, die dieser Hersteller für den privaten Gebrauch herstellt.

b)

Personen, die gelegentlich einen E-Scooter fahren, heißen in dieser Aufgabe E-Scooter-Nutzende. Zur Vereinfachung sei angenommen, dass die Zufallsgröße XX, welche die Anzahl der E-Scooter-Nutzenden in einer zufällig gewählten Personengruppe beschreibt, binomialverteilt ist.

Vor allem in Großstädten sind E-Scooter verbreitet. In einer deutschen Großstadt nutzt eine zufällig gewählte Person mit einer Wahrscheinlichkeit von 10 % gelegentlich einen E-Scooter. Dort werden 200 zufällig gewählte Personen gefragt, ob sie gelegentlich einen E-Scooter nutzen.

(1)

Ermitteln Sie für jedes der folgenden Ereignisse die Wahrscheinlichkeit:

E1E1: Weniger als 17 der Befragten sind E-Scooter-Nutzende.

E2E2: Die Anzahl der E-Scooter-Nutzenden liegt mehr als eine halbe Standardabweichung vom Erwartungswert der Zufallsgröße XX entfernt.

(2)

In der Abbildung ist die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße XX für n=200n = 200 und p=0,1p = 0{,}1 dargestellt.

Ermitteln Sie anhand der Abbildung einen möglichen Wert für kk, sodass P200;0,1(k≤X≤k+2)≈0,15P_{200;0{,}1}(k \le X \le k+2) \approx 0{,}15 gilt, und erläutern Sie Ihre Vorgehensweise.

(3)

Vier Studierende führen die Befragung durch. Dazu wird die Stichprobe von 200 Personen zufällig in vier unabhängige Gruppen mit je 50 Personen geteilt.

Ermitteln Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass in mindestens zwei der vier Gruppen mindestens 5 Personen E-Scooter-Nutzende sind.

c)

Ein E-Scooter-Hersteller möchte bekannter werden und mehr E-Scooter-Nutzende gewinnen und lässt deshalb in vielen Städten Gutscheine für eine kostenlose Probefahrt verteilen. Eine Gruppe von acht Freunden bekommt zusammen 20 Gutscheine, die folgendermaßen verteilt werden:

Jeder der acht Freunde notiert seinen Namen auf einem Zettel, und alle Zettel werden in eine Lostrommel gelegt. Daraus wird 20-mal mit Zurücklegen gezogen. Wessen Name gezogen wird, erhält jeweils einen Gutschein.

Bei diesem Verfahren kann also jeder Freund keinen oder bis zu 20 Gutscheine bekommen.

Das Ereignis EE sei: „Eine bestimmte Person erhält genau einen Gutschein.“

Nur einer der folgenden Ansätze eignet sich zur Berechnung der Wahrscheinlichkeit von EE.

Entscheiden Sie, welcher Ansatz zutrifft, und erläutern Sie Ihre Entscheidung.

Aufgabe B4 - Beurteilende Statistik · Beurteilende Statistik: Tests und Intervalle

In Deutschland werden E-Scooter (Elektro-Roller) immer beliebter. Wie lange ein einzelner E-Scooter im Einsatz ist, hängt jedoch stark davon ab, ob er verliehen oder privat genutzt wird. Ersten Studien zufolge ist ein Leihfahrzeug im Mittel nur 30 Tage in Gebrauch, ein privat genutzter E-Scooter dagegen durchschnittlich 365 Tage.

In dieser Aufgabe heißen alle Personen, die ab und zu einen E-Scooter fahren, E-Scooter-Nutzende. Zur Vereinfachung sei im Folgenden angenommen, dass die Zufallsgröße XX, welche die Anzahl der E-Scooter-Nutzenden in einer zufällig gewählten Personengruppe beschreibt, binomialverteilt ist.

Vor allem in Großstädten sind E-Scooter im Einsatz. In einer deutschen Großstadt nutzt eine zufällig ausgewählte Person mit einer Wahrscheinlichkeit von 10 %10\,\% gelegentlich einen E-Scooter. Dort werden 200 zufällig ausgewählte Personen gefragt, ob sie gelegentlich einen E-Scooter nutzen.

Die folgende Abbildung zeigt die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße XX für n=200n = 200 und p=0,1p = 0{,}1:

Ein E-Scooter-Hersteller möchte bekannter werden und den Anteil der E-Scooter-Nutzenden steigern. Dazu lässt er in vielen Städten Gutscheine für eine kostenlose Probefahrt verteilen. Eine Gruppe von acht Freunden bekommt insgesamt 20 Gutscheine, die folgendermaßen aufgeteilt werden:

Jeder der acht Freunde notiert seinen Namen auf einem Zettel, und alle Zettel werden in eine Lostrommel gegeben. Daraus wird 20-mal mit Zurücklegen gezogen. Bei jedem Zug erhält die Person, deren Name gezogen wurde, einen Gutschein.

Nach diesem Verfahren kann also jeder der Freunde keinen oder bis zu 20 Gutscheine bekommen.

Es sei EE das Ereignis: „Eine ausgewählte Person erhält genau einen Gutschein.“

Die Werbekampagne soll auch in einer weiteren deutschen Großstadt stattfinden, in der die Wahrscheinlichkeit pp, dass eine zufällig ausgewählte Person gelegentlich einen E-Scooter nutzt, derzeit nur 6 %6\,\% beträgt. Nach der Kampagne sollen 150 zufällig ausgewählte Personen dieser Stadt befragt werden, um zu testen, ob die Kampagne erfolgreich war. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass man fälschlicherweise eine erhöhte Wahrscheinlichkeit p>0,06p > 0{,}06 und damit einen Erfolg der Kampagne annimmt, soll höchstens 5 %5\,\% betragen.

Die in c) dargestellte Werbekampagne wird auch in einer weiteren deutschen Großstadt umgesetzt. Dort liegt die Wahrscheinlichkeit pp, dass eine zufällig gewählte Person gelegentlich einen E-Scooter nutzt, aktuell nur bei 6 %. Nach der Kampagne werden 150 zufällig ausgewählte Personen dieser Stadt befragt, um zu prüfen, ob die Kampagne Erfolg hatte. Die Wahrscheinlichkeit, dass man irrtümlich eine erhöhte Wahrscheinlichkeit p>0,06p > 0{,}06 annimmt und damit einen Erfolg der Kampagne unterstellt, darf höchstens 5 % betragen.

Gesucht ist das größtmögliche Intervall, in dem die Anzahl der E-Scooter-Nutzenden unter den befragten Personen liegen darf, damit man unter Einhaltung der 5 %-Vorgabe von einer erhöhten Wahrscheinlichkeit p>0,06p > 0{,}06 sprechen kann.

(1)

Ermitteln Sie das Intervall, nach dem gefragt ist.

Angenommen, die Maßnahme möge erfolgreich gewesen sein und für die Wahrscheinlichkeit pp, dass eine zufällig ausgewählte Person gelegentlich einen E-Scooter benutzt, gelte p>0,06p > 0{,}06. Darüber hinaus betrage die Wahrscheinlichkeit, dass man mit dem in (1) ermittelten Intervall fälschlicherweise auf einen Misserfolg der Werbekampagne schließt, höchstens 20 %.

(2)

Bestimmen Sie den kleinsten Wert von pp mit zwei Nachkommastellen mit 0,06<p≤1,000{,}06 < p \leq 1{,}00, für den diese Annahmen zutreffen.

Aufgabe B5 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Aufgabenstellung:

Wenn Muskeln stark beansprucht werden, bildet sich dort Laktat (Milchsäure). Mit einem Laktattest misst man den Laktatgehalt im Blut und beurteilt so die Fitness eines Sportlers. Beim Laktatstufentest erhöht der Sportler dafür in gleichmäßigen Zeitabständen seine Leistung, etwa auf einem Fahrrad-Ergometer.

Zur Modellierung des Laktatwertes eines bestimmten Sportlers bei einem Laktatstufentest (im Folgenden kurz als Laktatwert bezeichnet) wird für 0≤x≤450 \leq x \leq 45 die Funktion ff mit

f(x)=1100(−0,01x2+x−19)⋅e0,11x+1,3,x∈R,f(x) = \frac{1}{100}(-0{,}01x^2 + x - 19)\cdot e^{0{,}11x} + 1{,}3, \quad x \in \mathbb{R}, verwendet. Dabei ist xx die Zeit in Minuten und f(x)f(x) der Laktatwert in mmol/l\text{mmol/l} (Millimol pro Liter). Der Laktatstufentest startet zum Zeitpunkt x=0x = 0 und dauert 45 Minuten. Der Graph von ff ist in Abbildung 1 dargestellt.

a)

(1) Ermitteln Sie den Laktatwert zu Beginn und am Ende des Laktatstufentests.

(2) Weisen Sie nach: Die 1. Ableitung von ff ist f′(x)=1100(−0,0011x2+0,09x−1,09)⋅e0,11xf'(x) = \frac{1}{100}(-0{,}0011x^2 + 0{,}09x - 1{,}09)\cdot e^{0{,}11x}.

(3) Ermitteln Sie die momentane Zuwachsrate des Laktatwerts zum Zeitpunkt 30 Minuten nach Teststart.

(4) Bestimmen Sie rechnerisch, wann der Laktatwert sein Minimum annimmt, und geben Sie diesen minimalen Laktatwert an.

Aus den Laktatwerten lässt sich ermitteln, zu welchem Zeitpunkt beim Laktatstufentest ein Sportler die sogenannte individuelle anaerobe Schwelle (kurz IAS) erreicht. Dann liegt die Leistung vor, die der Sportler über einen längeren Zeitraum höchstens erbringen kann. Zur Ermittlung dieses Zeitpunkts gibt es vielfältige Verfahren.

Zwei Verfahren werden im Folgenden näher betrachtet. Dabei bezeichnen S(0∣f(0))S(0\mid f(0)) und E(45∣f(45))E(45\mid f(45)) die zum Start und Ende des Laktatstufentests gehörenden Punkte des Graphen von ff.

b)

Bei Verfahren A wird zunächst eine Gerade gg durch die Punkte SS und EE gezeichnet. Anschließend wird eine Tangente an den Graphen von ff gelegt, die parallel zu gg verläuft. Als Zeitpunkt, zu dem die IAS erreicht wird, ergibt sich bei diesem Verfahren der xx-Wert des Berührpunkts zwischen dem Graphen von ff und dieser Tangente.

Ermitteln Sie, zu welchem Zeitpunkt nach Verfahren A die IAS erreicht wird.

Bei Verfahren B wird jeweils in SS und in EE eine Tangente an den Graphen von ff gelegt. Als Zeitpunkt, zu dem die IAS erreicht wird, ergibt sich bei diesem Verfahren der xx-Wert desjenigen Punktes auf dem Graphen von ff, welcher den kürzesten Abstand zum Schnittpunkt der beiden Tangenten hat (vgl. Abbildung 2).

c)

Die Gleichung der Tangente tSt_S im Punkt SS kann ohne Nachweis verwendet werden. Es gilt: tS:y=−0,0109x+1,11t_S: y = -0{,}0109x + 1{,}11.

(1) Ermitteln Sie rechnerisch eine Funktionsgleichung der Tangente im Punkt EE und bestimmen Sie den Schnittpunkt TT der beiden Tangenten auf zwei Nachkommastellen gerundet.

[Gerundete Kontrolllösung mit einer Nachkommastelle: T(36,6∣0,7)T(36{,}6\mid 0{,}7).]

T(T( ∣\mid ))

(2) Bestimmen Sie eine Zielfunktion, mit deren Hilfe der Abstand eines Punktes auf dem Graphen von ff zum Punkt TT berechnet werden kann, und ermitteln Sie den Zeitpunkt, zu dem nach Verfahren B die IAS erreicht ist.

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