Abitur NRW Mathematik 2021 · GK · Haupttermin · CAS · Weiterbildungskolleg

Abiturprüfung Mathematik in Nordrhein-Westfalen 2021, GK · Haupttermin · CAS · Weiterbildungskolleg: 23 Aufgaben mit Lösungen. Mit automatischer Korrektur.

Themen der Prüfung: Funktionen und ihre Eigenschaften · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte · Graphen von f, f′ und F deuten · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben) · Integralrechnung: Flächen und Bestände · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen · Längen, Winkel und Abstände im Raum · Mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

Aufgabe a (1) - Funktionen und ihre Eigenschaften · Funktionen und ihre Eigenschaften

Betrachtet wird die auf R\mathbb{R} definierte Funktion ff mit der Funktionsgleichung f(x)=x3−xf(x) = x^3 - x.

(1) Von den folgenden Graphen I, II und III ist einer der Graph von ff.

Geben Sie an, welche der Graphen dafür nicht in Betracht kommen, und begründen Sie Ihre Auswahl.

Aufgabe a (2) - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Betrachtet wird die auf R\mathbb{R} definierte Funktion ff mit der Funktionsgleichung f(x)=x3−xf(x) = x^3 - x.

(2) Berechnen Sie den Flächeninhalt des Bereichs, der vom Graphen von ff und der xx-Achse begrenzt wird.

Hinweis: Die Nullstellen können Sie der obigen Abbildung 1 entnehmen.

Aufgabe b (1) - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

b) Betrachtet wird die Funktion ff mit f(x)=(x+2)⋅e−x+4, x∈Rf(x)=(x+2)\cdot e^{-x+4},\, x \in \mathbb{R}.

Abbildung 2 zeigt den Graphen von ff.

(1)

Die Funktion ff hat genau eine Extremstelle.

Ermitteln Sie die Extremstelle von ff.

Hinweis: Die hinreichende Bedingung muss nicht nachgewiesen werden.

x=x =

Aufgabe b (2) - Graphen von f und f' deuten · Graphen von f, f′ und F deuten

b) Betrachtet wird die Funktion ff mit f(x)=(x+2)⋅e−x+4, x∈Rf(x)=(x+2)\cdot e^{-x+4},\, x \in \mathbb{R}.

Abbildung 2 zeigt den Graphen von ff.

(2)

Skizzieren Sie in Abbildung 2 den Verlauf des Graphen der Ableitungsfunktion von ff.

Hinweis: Auf die genauen yy-Werte kommt es dabei nicht an.

Aufgabe c (1)-(2) - Funktionen und ihre Eigenscha… · Funktionen und ihre Eigenschaften

Jedem a∈Ra \in \mathbb{R} wird durch die Gleichung fa(x)=(x+2)(2x+a)ex,x∈R,f_a(x) = (x+2)(2x+a)e^x, \quad x \in \mathbb{R}, eine Funktion faf_a zugeordnet.

(1)

Geben Sie die Stellen an, an denen die Funktion f1f_1 mit f1(x)=(x+2)(2x+1)exf_1(x) = (x+2)(2x+1)e^x den Wert null annimmt.

(2)

In Abbildung 3 wird der Graph der Funktion faf_a für einen bestimmten Wert von aa dargestellt. Begründen Sie, dass für den in Abbildung 3 gezeigten Graphen a=0a = 0 gilt.

Aufgabe c (3) - Funktionsterme bestimmen · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben)

Jedem a∈Ra \in \mathbb{R} wird durch die Gleichung fa(x)=(x+2)(2x+a)ex,x∈R,f_a(x) = (x+2)(2x+a)e^x, \quad x \in \mathbb{R}, eine Funktion faf_a zugeordnet.

(3)

Ermitteln Sie den Wert von aa, für den der Punkt P(3∣40e3)P(3 \mid 40e^3) auf dem Graphen von faf_a liegt.

Aufgabe d · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

d) Die Zufallsgröße XX besitzt eine Binomialverteilung mit den Parametern n=100n = 100 und p=0,5p = 0{,}5. Die Wahrscheinlichkeitsverteilung von XX verläuft symmetrisch um den Erwartungswert.

(1)

Berechnen Sie sowohl den Erwartungswert als auch die Standardabweichung der Zufallsgröße XX.

(2)

Für die Wahrscheinlichkeit P(X≥61)P(X \ge 61) gilt näherungsweise 2 %2\,\%. Bestimmen Sie mithilfe dieses Wertes die Wahrscheinlichkeit P(40≤X≤60)P(40 \le X \le 60).

Aufgabe e (1) - Mehrstufige Zufallsexperimente · Mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten

In den folgenden Aufgaben werden immer zwei Würfel zugleich geworfen. Die Seiten jedes Würfels tragen die Zahlen 1 bis 6.

(1)

Man wirft die beiden Würfel ein Mal. Begründen Sie, dass die Wahrscheinlichkeit, dabei keine „6“ zu erhalten, 2536\frac{25}{36} beträgt.

Aufgabe e (2) - Zufallsgrößen und Wahrscheinlichk… · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

In den folgenden Aufgaben werden immer zwei Würfel zugleich geworfen. Die Seiten jedes Würfels tragen die Zahlen 1 bis 6.

(2)

Man wirft die beiden Würfel insgesamt 36-mal. Die binomialverteilte Zufallsgröße XX beschreibt, bei wie vielen Würfen keine „6“ fällt. Begründen Sie für jede der Abbildungen 4, 5 und 6 jeweils, warum sie nicht die Wahrscheinlichkeitsverteilung von XX darstellt.

Aufgabe B1 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Aufgabenstellung:

Gegeben ist die Funktion ff mit der Gleichung

f(x)=10⋅(x−1)⋅e−x,x∈Rf(x) = 10 \cdot (x - 1) \cdot e^{-x}, \quad x \in \mathbb{R}

Abbildung 1 zeigt den Graphen von ff.

Teilaufgabe b)

Der Punkt Pu(u∣f(u))P_u(u \mid f(u)) liegt beliebig auf dem Graphen von ff.

Zusammen mit N(1∣0)N(1 \mid 0) und Fu(u∣0)F_u(u \mid 0) bildet PuP_u das Dreieck NFuPuNF_uP_u.

(1)

Zeichnen Sie in Abbildung 1 das Dreieck NFuPuNF_uP_u ein, das entsteht, wenn PuP_u der Hochpunkt von ff ist.

(2)

Bestimmen Sie den Flächeninhalt des Dreiecks, das Sie in b) (1) gezeichnet haben.

(3)

Untersuchen Sie, ob sich PuP_u auf dem Graphen von ff so wählen lässt, dass das Dreieck NFuPuNF_uP_u einen Flächeninhalt von 2 FE besitzt.

Teilaufgabe c)

Betrachtet werden die Funktion tt mit t(x)=−10⋅e−3⋅x+50⋅e−3t(x) = -10\cdot e^{-3}\cdot x + 50\cdot e^{-3}, x∈Rx \in \mathbb{R}, sowie der Wendepunkt W(3∣f(3))W(3 \mid f(3)) des Graphen von ff.

(1)

Weisen Sie rechnerisch nach, dass der Graph von tt im Punkt WW den Graphen von ff tangiert.

(2)

Die in c) (1) gegebene Tangente schneidet beide Koordinatenachsen; diese Schnittpunkte bilden mit dem Ursprung O(0∣0)O(0 \mid 0) ein Dreieck.

Berechnen Sie dessen Umfang.

(3)

Im Intervall [1;5][1; 5] schließen der Graph von ff, die in c) (1) gegebene Tangente und die xx-Achse eine Fläche FF ein (siehe Abbildung 2).

Bestimmen Sie den Flächeninhalt von FF.

Teilaufgabe d)

Die Gerade y=xy = x heißt „1. Winkelhalbierende“. Auf dem Graphen von ff gibt es genau einen Punkt RR, in dem die Tangente tRt_R an den Graphen von ff zur 1. Winkelhalbierenden parallel verläuft.

(1)

Ermitteln Sie rechnerisch eine Gleichung der Tangente tRt_R.

[Mögliche Lösung: Falls man auf vier Stellen nach dem Komma rundet, ergibt sich für die Tangente tRt_R als Gleichung y=x−0,3823y = x - 0{,}3823.]

(2)

Die Gerade y=−xy = -x heißt „2. Winkelhalbierende“.

Bestimmen Sie den Schnittpunkt von tRt_R mit der 2. Winkelhalbierenden.

(3)

Ermitteln Sie rechnerisch den Abstand zwischen der Tangente tRt_R und der 1. Winkelhalbierenden.

Aufgabe B1 - Funktionen und ihre Eigenschaften · Funktionen und ihre Eigenschaften

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Aufgabenstellung:

Gegeben ist die Funktion ff mit der Gleichung

f(x)=10⋅(x−1)⋅e−x,x∈Rf(x) = 10 \cdot (x - 1) \cdot e^{-x}, \quad x \in \mathbb{R}

Abbildung 1 zeigt den Graphen von ff.

a) (1)

Begründen Sie, weshalb ff ausschließlich an der Stelle x=1x = 1 eine Nullstelle besitzt.

a) (3)

Ermitteln Sie, für welche x∈Rx \in \mathbb{R} gilt: ∣f(x)∣<0,1|f(x)| < 0{,}1.

Geben Sie die Werte auf 4 Nachkommastellen gerundet an.

x1≈x_1 \approx

und x2≈x_2 \approx

x3≈x_3 \approx

Aufgabe B1 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Aufgabenstellung:

Gegeben ist die Funktion ff mit der Gleichung

f(x)=10⋅(x−1)⋅e−x,x∈Rf(x) = 10 \cdot (x - 1) \cdot e^{-x}, \quad x \in \mathbb{R}

Abbildung 1 zeigt den Graphen von ff.

c) Gegeben ist die Funktion tt mit t(x)=−10⋅e−3⋅x+50⋅e−3, x∈Rt(x) = -10\cdot e^{-3}\cdot x + 50\cdot e^{-3},\ x \in \mathbb{R}, und der Wendepunkt W(3∣f(3))W(3 \mid f(3)) des Graphen von ff.

(3)

Im Intervall [1;5][1; 5] schließen der Graph von ff, die in c) (1) angegebene Tangente und die xx-Achse eine Fläche FF ein (siehe Abbildung 2).

Bestimmen Sie den Inhalt der Fläche FF.

FE

Aufgabe B2 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Aufgabenstellung:

In der Abbildung ist der Graph der auf R\mathbb{R} definierten Funktion ff mit folgender Funktionsgleichung dargestellt:

f(x)=−516x4+5x3.f(x)=-\frac{5}{16}x^4 + 5x^3.

Teilaufgabe a)

a) (1)

Zeigen Sie durch Rechnung, dass (12∣2160)(12 \mid 2160) ein Hochpunkt des Graphen von ff ist und dass die Tangente an den Graphen von ff in (0∣0)(0 \mid 0) parallel zur xx-Achse liegt.

a) (2)

Bestimmen Sie eine Gleichung der Geraden gg, welche die beiden Wendepunkte des Graphen von ff verbindet.

Zeichnen Sie in die Abbildung eine zu gg parallele Gerade ein, die im Bereich 0≤x≤80 \leq x \leq 8 genau einen gemeinsamen Punkt mit dem Graphen von ff besitzt.

a) (3)

Für jede reelle Zahl bb mit 0<b<160 < b < 16 legen die Punkte O(0∣0)O(0 \mid 0), B(b∣0)B(b \mid 0) und C(b∣f(b))C(b \mid f(b)) ein Dreieck OBCOBC fest.

Ermitteln Sie den Wert von bb, bei dem das Dreieck OBCOBC den größten Flächeninhalt hat, und geben Sie diesen Flächeninhalt an.

[Hinweis: Die Randwerte müssen nicht untersucht werden.]

Aufgabe B2 - Funktionen und ihre Eigenschaften · Funktionen und ihre Eigenschaften

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Aufgabenstellung:

In der Abbildung ist der Graph der auf R\mathbb{R} definierten Funktion ff mit folgender Funktionsgleichung dargestellt:

f(x)=−516x4+5x3.f(x)=-\frac{5}{16}x^4 + 5x^3.

Teilaufgabe b)

Zu jeder reellen Zahl aa gehört die auf R\mathbb{R} definierte Funktion hah_a mit ha(x)=5ax2h_a(x) = 5ax^2.

b) (1)

Beschreiben Sie, auf welche Weise sich der Graph von h4h_4 aus dem Graphen von h3h_3 ergibt.

b) (4)

Ermitteln Sie die Stellen im Intervall [0;16][0; 16], an denen die Graphen von ff und h3h_3 in vertikaler Richtung 250250 Längeneinheiten voneinander entfernt sind.

Geben Sie die gefundenen Stellen, auf eine Nachkommastelle gerundet, der Größe nach aufsteigend an:

Aufgabe B2 - Funktionsterme bestimmen · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben)

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Aufgabenstellung:

In der Abbildung ist der Graph der auf R\mathbb{R} definierten Funktion ff mit folgender Funktionsgleichung dargestellt:

f(x)=−516x4+5x3.f(x)=-\frac{5}{16}x^4 + 5x^3.

Teilaufgabe b) (2)

Zu jeder reellen Zahl aa gehört eine auf R\mathbb{R} definierte Funktion hah_a mit ha(x)=5ax2h_a(x) = 5ax^2.

Bestimmen Sie den Wert von aa, bei dem der Punkt (4∣f(4))(4 \mid f(4)) auf dem Graphen von hah_a liegt.

Aufgabe B2 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Aufgabenstellung:

In der Abbildung ist der Graph der auf R\mathbb{R} definierten Funktion ff mit folgender Funktionsgleichung dargestellt:

f(x)=−516x4+5x3.f(x)=-\frac{5}{16}x^4 + 5x^3.

b)

Zu jeder reellen Zahl aa gehört die auf R\mathbb{R} definierte Funktion hah_a mit ha(x)=5ax2h_a(x) = 5ax^2.

(3)

Die Gleichung f(x)=h3,75(x)f(x) = h_{3{,}75}(x) besitzt genau die drei Lösungen x1=0x_1 = 0, x2=6x_2 = 6 und x3=10x_3 = 10; außerdem gilt ∫010(f(x)−h3,75(x)) dx=0\int_0^{10} (f(x) - h_{3{,}75}(x))\,\mathrm{d}x = 0.

Erläutern Sie, was diese Aussage geometrisch für die Graphen von ff und h3,75h_{3{,}75} bedeutet.

c)

Ein Unternehmen bewahrt Glyzerin in einem Tank auf. Für 0≤x≤200 \leq x \leq 20 wird die momentane Änderungsrate des Tankinhalts durch die Funktion ff (aus a)) modelliert. Hierbei bezeichnet xx die Zeit in Stunden seit Beobachtungsbeginn und f(x)f(x) die momentane Änderungsrate in Kilogramm pro Stunde. Anfangs enthält der Tank 1200 kg1200\text{ kg} Glyzerin.

(1)

Der Graph von ff enthält den Punkt (4∣240)(4 \mid 240).

Interpretieren Sie die beiden Koordinaten dieses Punktes im Kontext der Aufgabe.

(2)

Beurteilen Sie diese Aussage: „Zwölf Stunden nach Beobachtungsbeginn befindet sich die maximale Menge Glyzerin im Tank.“

(3)

Bestimmen Sie, um wie viel der Tankinhalt zwischen acht und zehn Stunden nach Beobachtungsbeginn zunimmt.

(4)

Berechnen Sie die Glyzerinmenge, die sich 20 Stunden nach Beobachtungsbeginn im Tank befindet.

Aufgabe B3 - Geraden und Ebenen · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen

Aufgabenstellung:

Beim Secret Sharing wird ein Geheimnis in Teilgeheimnisse zerlegt und auf mehrere Personen verteilt, sodass die Verantwortung nicht bei einer einzelnen Person liegt. Dies ist etwa bei einem geheimen Code, z. B. für das Öffnen eines Tresors, sinnvoll: Er soll nicht einer einzelnen Person bekannt sein, sondern sich nur durch das Zusammenwirken mehrerer Personen bestimmen lassen.

Ein Unternehmen kann ein derartiges Verfahren z. B. geometrisch umsetzen. Dabei bestimmt eine Gruppe von Mitarbeitenden, die die erforderlichen Teilgeheimnisse kennen, den geheimen Code, indem sie diese in ein Computersystem eingibt. Das System löst mit den Eingaben geometrische Probleme.

Zur Vereinfachung soll gelten, dass der gesuchte geheime Code stets drei Ziffern hat.

Dem Computersystem ist die Gerade gg bekannt: g:x⃗=(134)+t⋅(4−2−1),t∈Rg: \vec{x} = \begin{pmatrix} 1 \\ 3 \\ 4 \end{pmatrix} + t \cdot \begin{pmatrix} 4 \\ -2 \\ -1 \end{pmatrix}, \quad t \in \mathbb{R}

Teilaufgabe a)

Die Punkte A(0∣−3∣−1)A(0|-3|-1), B(4∣2∣1)B(4|2|1) und C(1∣−1∣−1)C(1|-1|-1) befinden sich in einer Ebene HH. Je ein Punkt davon ist einem von drei eingeweihten Mitarbeitenden als Teilgeheimnis bekannt, und zwar in Form seiner Koordinaten. Den geheimen Code bilden die Koordinaten des Schnittpunktes SS der Geraden gg mit der Ebene HH.

(1)

Im System werden die Koordinaten der Punkte AA, BB und CC eingegeben.

Berechnen Sie den geheimen Code.

(2)

Der Punkt SS liegt nicht auf der Geraden durch AA und BB. Einem vierten Mitarbeitenden wird der Punkt D(12∣12∣5)D(12|12|5) als Teilgeheimnis anvertraut. Dieser Punkt DD liegt in der Ebene HH.

Begründen Sie, weshalb das System den geheimen Code dennoch nicht ermitteln kann, wenn die Koordinaten der Punkte AA, BB und DD eingegeben werden.

(3)

Bestimmen Sie rechnerisch die Koordinaten eines Punktes EE, der weder mit CC noch mit SS übereinstimmt, sodass der geheime Code aus den eingegebenen Koordinaten der Punkte AA, BB und EE ermittelt werden kann.

Teilaufgabe b)

Gegeben ist für ein a∈Ra \in \mathbb{R} die Gerade ha:x⃗=(−78−1)+s⋅(3a−7a)h_a: \vec{x} = \begin{pmatrix} -7 \\ 8 \\ -1 \end{pmatrix} + s \cdot \begin{pmatrix} 3a \\ -7 \\ a \end{pmatrix}, s∈Rs \in \mathbb{R}. Der geheime Code besteht aus den Koordinaten des Schnittpunktes S(5∣1∣3)S(5|1|3) der Geraden gg aus a) und der Geraden hah_a.

(1)

Bestimmen Sie a∈Ra \in \mathbb{R} so, dass SS der Schnittpunkt von gg und hah_a ist.

(2)

Als Teilgeheimnisse sollen eingeweihte Mitarbeitende jeweils die Koordinaten eines Punktes der Geraden h4h_4 bekommen, der nicht SS ist.

Geben Sie die Koordinaten eines Punktes PP an, der sich von (−7∣8∣−1)(-7|8|-1) und von SS unterscheidet und als Teilgeheimnis infrage kommt.

Aufgabe B3 - Längen, Winkel und Abstände im Raum · Längen, Winkel und Abstände im Raum

Aufgabenstellung:

Beim Secret Sharing wird ein Geheimnis in Teilgeheimnisse zerlegt und auf mehrere Personen verteilt, sodass die Verantwortung nicht bei einer einzelnen Person liegt. Dies ist etwa bei einem geheimen Code, z. B. für das Öffnen eines Tresors, sinnvoll: Er soll nicht einer einzelnen Person bekannt sein, sondern sich nur durch das Zusammenwirken mehrerer Personen bestimmen lassen.

Ein Unternehmen kann ein derartiges Verfahren z. B. geometrisch umsetzen. Dabei bestimmt eine Gruppe von Mitarbeitenden, die die erforderlichen Teilgeheimnisse kennen, den geheimen Code, indem sie diese in ein Computersystem eingibt. Das System löst mit den Eingaben geometrische Probleme.

Zur Vereinfachung soll gelten, dass der gesuchte geheime Code stets drei Ziffern hat.

Dem Computersystem ist die Gerade gg bekannt: g:x⃗=(134)+t⋅(4−2−1),t∈Rg: \vec{x} = \begin{pmatrix} 1 \\ 3 \\ 4 \end{pmatrix} + t \cdot \begin{pmatrix} 4 \\ -2 \\ -1 \end{pmatrix}, \quad t \in \mathbb{R}

c) Eine andere Firma nutzt als geheimen Code die ersten drei Nachkommastellen der nicht gerundeten Länge der Höhe hIJ‾h_{\overline{IJ}} eines gleichschenkligen Dreiecks IJKIJK mit der Basis IJ‾\overline{IJ}.

Drei eingeweihte Beschäftigte kennen als Teilgeheimnisse jeweils die Koordinaten eines Eckpunktes des gleichschenkligen Dreiecks IJKIJK mit I(4∣3∣2)I(4|3|2), J(8∣6∣−1)J(8|6|-1) und K(6∣5∣1)K(6|5|1).

(1)

Zeigen Sie, dass II, JJ und KK ein gleichschenkliges Dreieck mit der Basis IJ‾\overline{IJ} bilden.

∣IK⃗∣=|\vec{IK}| = und ∣JK⃗∣=|\vec{JK}| =

(2)

Berechnen Sie den geheimen Code.

(3)

Eine weitere beschäftigte Person soll die Koordinaten eines Punktes LL erhalten, der sich von KK unterscheidet und wie KK mit II und JJ ein gleichschenkliges Dreieck IJLIJL mit der Basis IJ‾\overline{IJ} bildet. Auch aus den Koordinaten von II, JJ und LL soll sich auf die zuvor beschriebene Weise der in c) (2) berechnete geheime Code ergeben.

Ermitteln Sie rechnerisch die Koordinaten eines passenden Punktes LL.

L(L( ∣| ∣| ))

Aufgabe B4 · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Aufgabenstellung:

In Nordrhein-Westfalen fanden im Jahr 2018 rund 390000 praktische Führerscheinprüfungen statt. Etwa 70 % dieser Prüfungen wurden bestanden.

a)

Eine Fahrschulkette erwartet am Standort Düsseldorf für 2021 insgesamt 250 praktische Führerscheinprüfungen. Die Zufallsvariable XX gibt an, wie viele dieser 250 praktischen Prüfungen bestanden werden. Modellhaft wird XX als binomialverteilt mit p=0,7p = 0{,}7 angenommen.

(1) Ermitteln Sie die Wahrscheinlichkeit für jedes der folgenden Ereignisse:

(2) Dabei sei kk eine ganze Zahl mit 0≤k≤2500 \leq k \leq 250.

b)

Die Fahrschulkette will 2022 eine Filiale in Soest eröffnen. Als Qualitätsanspruch an die Ausbildung verlangt die Zentrale, dass im Schnitt mindestens 70 % der praktischen Prüfungen bestanden werden. Für Soest rechnet man 2022 mit 200 abgelegten praktischen Prüfungen. Werden davon mindestens 140 bestanden, geht die Zentrale davon aus, dass auch in Soest wegen der Ausbildungsqualität jede Prüfung mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 70 % bestanden wird. Modellhaft sei die Anzahl YY der bestandenen Prüfungen unter den 200 prognostizierten binomialverteilt.

(1) Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Zentrale annimmt, in Soest werde jede Prüfung mit mindestens 70 % Wahrscheinlichkeit bestanden, obwohl die tatsächliche Bestehenswahrscheinlichkeit je Prüfung nur 65 % beträgt.

(2) Die Abbildung stellt das Histogramm zu P200;0,7(Y=k)P_{200;0{,}7}(Y = k) dar, also für p=0,7p = 0{,}7.

Werden in Soest z. B. nur 130 der 200 prognostizierten praktischen Prüfungen bestanden, schließt die Zentrale, dass jede Prüfung dort mit einer Wahrscheinlichkeit von weniger als 70 % bestanden wird. Erklären Sie anhand des Histogramms, weshalb die Zentrale mit dieser Einschätzung möglicherweise falsch liegt.

Aufgabe B5 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Aufgabenstellung:

In der Abbildung ist modellhaft der Längsschnitt einer aus drei Teilen bestehenden Holzbrücke für eine Spielzeugeisenbahn dargestellt. Die Züge haben die Möglichkeit, sowohl über die Brücke als auch unter ihr hindurch zu fahren.

Den oberen Rand des Brückenlängsschnitts beschreibt der Graph der in R\mathbb{R} definierten Funktion ff mit f(x)=120x4−25x2+1f(x) = \frac{1}{20}x^4 - \frac{2}{5}x^2 + 1.

Die beiden Tiefpunkte des Graphen von ff stellen dabei die Endpunkte dieser Randlinie dar. Im zugrunde gelegten Koordinatensystem verläuft die xx-Achse horizontal; in der Realität entspricht eine Längeneinheit einem Dezimeter.

b)

Bestimmen Sie durch Rechnung, wie hoch und wie lang die Brücke ist (vgl. Abbildung).

[Kontrolllösung: Ein Tiefpunkt des Graphen von ff hat die xx-Koordinate 22.]

c)

Geben Sie an, was der Term f(2)−f(1)2−1\frac{f(2)-f(1)}{2-1} im Sachzusammenhang bedeutet, und bestimmen Sie seinen Wert.

d)

Bestimmen Sie die maximale Steigung, die beim Überqueren der Brücke bewältigt werden muss.

Aufgabe B5 - Funktionen und ihre Eigenschaften · Funktionen und ihre Eigenschaften

Aufgabenstellung:

In der Abbildung ist modellhaft der Längsschnitt einer aus drei Teilen bestehenden Holzbrücke für eine Spielzeugeisenbahn dargestellt. Die Züge haben die Möglichkeit, sowohl über die Brücke als auch unter ihr hindurch zu fahren.

Den oberen Rand des Brückenlängsschnitts beschreibt der Graph der in R\mathbb{R} definierten Funktion ff mit f(x)=120x4−25x2+1f(x) = \frac{1}{20}x^4 - \frac{2}{5}x^2 + 1.

Die beiden Tiefpunkte des Graphen von ff stellen dabei die Endpunkte dieser Randlinie dar. Im zugrunde gelegten Koordinatensystem verläuft die xx-Achse horizontal; in der Realität entspricht eine Längeneinheit einem Dezimeter.

a)

Begründen Sie, warum die obere Randlinie symmetrisch bezüglich der yy-Achse verläuft.

f)

Begründen Sie im Sachzusammenhang, weshalb sich beliebig große Werte von aa nicht zur Beschreibung der unteren Randlinie eignen.

Aufgabe B5 - Funktionsterme bestimmen · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben)

Aufgabenstellung:

In der Abbildung ist modellhaft der Längsschnitt einer aus drei Teilen bestehenden Holzbrücke für eine Spielzeugeisenbahn dargestellt. Die Züge haben die Möglichkeit, sowohl über die Brücke als auch unter ihr hindurch zu fahren.

Den oberen Rand des Brückenlängsschnitts beschreibt der Graph der in R\mathbb{R} definierten Funktion ff mit f(x)=120x4−25x2+1f(x) = \frac{1}{20}x^4 - \frac{2}{5}x^2 + 1.

Die beiden Tiefpunkte des Graphen von ff stellen dabei die Endpunkte dieser Randlinie dar. Im zugrunde gelegten Koordinatensystem verläuft die xx-Achse horizontal; in der Realität entspricht eine Längeneinheit einem Dezimeter.

Der parabelförmige Teil der unteren Randlinie des Längsschnitts der Brücke kann mithilfe des Graphen einer in R\mathbb{R} definierten Funktion qaq_a mit qa(x)=0,8−a⋅x2q_a(x) = 0{,}8 - a\cdot x^2 mit a∈R, a>0a \in \mathbb{R},\, a > 0 beschrieben werden.

e)

Die Länge einer der zwei Bodenflächen des mittleren Bauteils ist in der Abbildung mit ss gekennzeichnet.

Bestimmen Sie diejenige Zahl aa, für die sich s=0,1 dms = 0{,}1\text{ dm} ergibt.

Aufgabe B5 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Aufgabenstellung:

In der Abbildung ist modellhaft der Längsschnitt einer aus drei Teilen bestehenden Holzbrücke für eine Spielzeugeisenbahn dargestellt. Die Züge haben die Möglichkeit, sowohl über die Brücke als auch unter ihr hindurch zu fahren.

Den oberen Rand des Brückenlängsschnitts beschreibt der Graph der in R\mathbb{R} definierten Funktion ff mit f(x)=120x4−25x2+1f(x) = \frac{1}{20}x^4 - \frac{2}{5}x^2 + 1.

Die beiden Tiefpunkte des Graphen von ff stellen dabei die Endpunkte dieser Randlinie dar. Im zugrunde gelegten Koordinatensystem verläuft die xx-Achse horizontal; in der Realität entspricht eine Längeneinheit einem Dezimeter.

Betrachtet wird die Brücke mit a=1,25a = 1{,}25. Ihre drei Bauteile bestehen aus massivem Holz, wobei 1 dm31\text{ dm}^3 dieses Holzes 800 Gramm800\text{ Gramm} wiegt. Die Breite der Brücke beträgt 0,4 dm0{,}4\text{ dm}.

g)

Bestimmen Sie die Nullstellen von q1,25q_{1{,}25} und ermitteln Sie anschließend die Masse des mittleren Bauteils.

x1=x_1 =

x2=x_2 =

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