Abitur NRW Mathematik 2021 · LK · Haupttermin · GTR · Weiterbildungskolleg (Kolleg)

Abiturprüfung Mathematik in Nordrhein-Westfalen 2021, LK · Haupttermin · GTR · Weiterbildungskolleg (Kolleg): 18 Aufgaben mit Lösungen. Kostenlos.

Themen der Prüfung: Funktionen und ihre Eigenschaften · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte · Graphen von f, f′ und F deuten · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben) · Integralrechnung: Flächen und Bestände · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen · Längen, Winkel und Abstände im Raum · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen · Beurteilende Statistik: Tests und Intervalle

Aufgabe a · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Betrachtet wird die Funktion ff mit der Gleichung f(x)=3x⋅e−12x2f(x)=3x\cdot e^{-\frac{1}{2}x^2}, x∈Rx \in \mathbb{R}.

Für die Ableitung der Funktion ff gilt f′(x)=(3−3x2)⋅e−12x2f'(x)=(3-3x^2)\cdot e^{-\frac{1}{2}x^2}.

(1)

Bestimmen Sie f′′(x)f''(x).

(2)

Untersuchen Sie, an welchen Stellen die Funktion ff lokale Extrema besitzt.

Aufgabe b(1) - Nullstelle · Funktionen und ihre Eigenschaften

Betrachtet wird die Funktionenschar ftf_t mit der Funktionsgleichungft(x)=4x2−4⋅t⋅x+t2, x∈R, t∈R.f_t(x) = 4x^2 - 4\cdot t\cdot x + t^2,\ x \in \mathbb{R},\ t \in \mathbb{R}.

(1)

Zeigen Sie, dass der Graph von ftf_t exakt eine Nullstelle hat.

Aufgabe b(2) - Bestimmtes Integral · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Betrachtet wird die Funktionenschar ftf_t mit der Funktionsgleichungft(x)=4x2−4⋅t⋅x+t2, x∈R, t∈R.f_t(x) = 4x^2 - 4\cdot t\cdot x + t^2,\ x \in \mathbb{R},\ t \in \mathbb{R}.

(2)

Bestimmen Sie den Wert von tt derart, dass ∫0tft(x) dx=9\int_0^t f_t(x)\,\mathrm{d}x = 9 erfüllt ist.

Aufgabe c · Graphen von f, f′ und F deuten

c) Die nebenstehende Abbildung 1 zeigt den Graphen einer ganzrationalen Funktion ff.

Einer der Graphen in den folgenden Abbildungen 2.1 bis 2.3 stellt die Funktion I2I_2 mit I2(x)=∫2xf(t) dtI_2(x) = \int_2^x f(t)\,\mathrm{d}t dar.

(1)

Entscheiden Sie begründet, welche der Graphen in den Abbildungen 2.1 bis 2.3 nicht der Graph von I2I_2 sein können.

[Hinweis: Pro Graph genügt ein Gegenargument.]

(2)

Skizzieren Sie in diejenige Abbildung, die den Graphen von I2I_2 zeigt, zusätzlich den Graphen der Funktion I6I_6 mit I6(x)=∫6xf(t) dtI_6(x) = \int_6^x f(t)\,\mathrm{d}t ein.

Aufgabe d · Integralrechnung: Flächen und Bestände

d) Betrachtet werden die Funktionen faf_a und gag_a mit fa(x)=−a⋅x2+4⋅a⋅xf_a(x) = -a\cdot x^2 + 4\cdot a\cdot x und ga(x)=a⋅xg_a(x) = a\cdot x, x∈Rx \in \mathbb{R}, a>0a > 0.

Zwischen dem Graphen von faf_a und der xx-Achse liegt eine Fläche EaE_a mit dem Inhalt 323a\frac{32}{3}a FE.

Durch den Graphen von gag_a wird die Fläche EaE_a in zwei Teilflächen zerlegt (vgl. Abbildung 3).

(1)

Bestimmen Sie rechnerisch den Inhalt der Fläche, die die beiden Graphen miteinander einschließen.

(2)

Zeigen Sie, dass die Fläche aus (1) stets denselben Anteil an der Fläche EaE_a hat.

Aufgabe e · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

e) Die Zufallsgröße XX folgt einer Binomialverteilung mit n=25n = 25 und p=0,5p = 0{,}5.

(1)

Berechnen Sie für XX sowohl den Erwartungswert als auch die Standardabweichung.

(2)

Gegeben ist: P25; 0,5(X≤10)≈0,2122P_{25;\,0{,}5}(X \le 10) \approx 0{,}2122.

Ermitteln Sie mithilfe dieses Werts die Wahrscheinlichkeiten P25; 0,5(X≥11)P_{25;\,0{,}5}(X \ge 11) und P25; 0,5(11≤X≤12)P_{25;\,0{,}5}(11 \le X \le 12).

Aufgabe f · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

f) Betrachtet werden die folgenden drei mathematischen Ansätze I, II und III:

I 0,7n≤0,30{,}7^n \le 0{,}3

II (1−p)12+12⋅p⋅(1−p)11≤0,3(1-p)^{12} + 12\cdot p\cdot (1-p)^{11} \le 0{,}3

III 0,712+12⋅0,3⋅0,711+(122)⋅0,32⋅0,7100{,}7^{12} + 12\cdot 0{,}3\cdot 0{,}7^{11} + \begin{pmatrix} 12 \\ 2 \end{pmatrix}\cdot 0{,}3^2\cdot 0{,}7^{10}

Zwei der drei Ansätze lassen sich jeweils einem der folgenden Arbeitsaufträge A, B bzw. C zuordnen. In allen drei Arbeitsaufträgen geht es um eine binomialverteilte Zufallsgröße. Ein Ansatz hat keinen passenden Arbeitsauftrag, und ein Arbeitsauftrag hat keinen passenden Ansatz.

A Gegeben sind die Parameter n=12n = 12 und p=0,7p = 0{,}7. Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit für höchstens zwei Erfolge.

B Gegeben ist der Parameter p=0,3p = 0{,}3. Die Wahrscheinlichkeit, keinen Erfolg zu erzielen, soll maximal 30 %30\,\% betragen. Ermitteln Sie die Anzahl der Versuche.

C Gegeben sind die Parameter n=12n = 12 und p=0,3p = 0{,}3. Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit für höchstens zwei Erfolge.

(1)

Entscheiden Sie, welcher Arbeitsauftrag zu welchem der mathematischen Ansätze passt.

(2)

Geben Sie für den Arbeitsauftrag ohne zugeordneten Ansatz einen passenden Ansatz an.

(3)

Geben Sie für den Ansatz ohne zugeordneten Arbeitsauftrag einen passenden Arbeitsauftrag an.

Aufgabe B1 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Aufgabenstellung:

Hormone steuern unterschiedliche Vorgänge im Körper. Bei manchen Hormonen ändert sich die Blutkonzentration im Lauf der Zeit. Betrachtet wird ein Hormon, dessen Konzentration im Blut vom Alter und von der Tageszeit abhängt. Der größte Wert der Hormonkonzentration im Blut innerhalb eines Tages heißt im Folgenden Tageshöchstkonzentration.

Zuerst wird untersucht, wie die Tageshöchstkonzentration dieses Hormons vom Alter abhängt. Dafür wird für 0≤x≤700 \le x \le 70 die Funktion ff mit

f(x)=(58x2+10 000x+208)⋅e−0,1x−5,7+7,x∈R,f(x) = (58x^2 + 10\,000x + 208)\cdot e^{-0,1x - 5,7} + 7,\quad x \in \mathbb{R}, verwendet. Hierbei steht xx für das Alter in Jahren und f(x)f(x) für die Tageshöchstkonzentration in Picogramm pro Milliliter (pg/ml). Der Wert x=0x = 0 entspricht der Geburt. Abbildung 1 zeigt den Graphen von ff.

Im Verlauf eines Tages schwankt die Hormonkonzentration im Blut stark. Um die Änderungsrate der Konzentration zwischen 22:00 Uhr abends und 6:00 Uhr morgens zu beschreiben, dienen für 0≤t≤80 \le t \le 8 die Funktionen hah_a mit

ha(t)=−10a⋅(t−4)⋅e−(0,5t−2)2,t∈R, a∈R, a≥1h_a(t) = -10a\cdot (t-4)\cdot e^{-(0,5t-2)^2},\quad t \in \mathbb{R},\ a \in \mathbb{R},\ a \ge 1 als Modell. Dabei steht tt für die Uhrzeit in Stunden und ha(t)h_a(t) für die Änderungsrate der Hormonkonzentration im Blut in Picogramm pro Milliliter pro Stunde. Zu t=0t = 0 gehört 22:00 Uhr. Der Parameter aa hängt vom Alter ab. In Abbildung 2 sind die Graphen von hah_a für a=1a = 1, a=2a = 2 und a=4a = 4 gezeigt.

Ohne Beweis darf verwendet werden: ha′(t)=−10a⋅(−0,5t2+4t−7)⋅e−(0,5t−2)2h_a'(t) = -10a\cdot (-0,5t^2 + 4t - 7)\cdot e^{-(0,5t-2)^2}.

Teilaufgabe a)

a) (1)

Bestimmen Sie den Funktionswert f(3)f(3) und interpretieren Sie diesen Wert im Kontext der Anwendung.

a) (2)

Bestimmen Sie das Intervall, in dem die Tageshöchstkonzentration größer als 80 pg/ml80\text{ pg/ml} ist.

Von x1≈x_1 \approx bis x2≈x_2 \approx Jahren.

a) (3)

Bestimmen Sie die durchschnittliche Änderungsrate der Tageshöchstkonzentration zwischen dem Alter von 2020 und 4040 Jahren.

a) (4)

Ermitteln Sie, in welchem Alter die Tageshöchstkonzentration nach dem Modell ihr Maximum erreicht, und geben Sie diesen Maximalwert an. [Zur Kontrolle: xmax⁡≈10,6x_{\max} \approx 10{,}6.]

a) (5)

Die mittlere Tageshöchstkonzentration im Intervall [a;b][a;b] lässt sich mit 1b−a∫abf(x) dx\frac{1}{b-a}\int_a^b f(x)\,\mathrm{d}x berechnen.

Bestimmen Sie die mittlere Tageshöchstkonzentration zwischen dem Alter von 55 und 1515 Jahren.

Ermitteln Sie, um wie viel Prozent sie vom Maximalwert der Tageshöchstkonzentration abweicht.

Teilaufgabe b)

Ohne Nachweis darf verwendet werden: ha′(t)=−10a⋅(−0,5t2+4t−7)⋅e−(0,5t−2)2h_a'(t) = -10a \cdot (-0{,}5t^2 + 4t - 7) \cdot e^{-(0{,}5t-2)^2}.

b) (1)

Begründen Sie mithilfe des Funktionsterms, dass die Null- und Extremstellen nicht vom Parameter aa abhängen.

b) (2)

Die globalen Extremstellen von hah_a sind identisch mit den lokalen Extremstellen im Intervall [0;8][0;8]. [Ein Nachweis ist nicht nötig.]

Bestimmen Sie rechnerisch die lokalen Extremstellen aller Funktionen hah_a mit a≥1a \ge 1 und interpretieren Sie sie im Sachzusammenhang. Geben Sie die Extremstellen dabei als Uhrzeiten in Stunden und Minuten an.

Lokales Maximum bei tE1≈t_{E1} \approx, entspricht Uhrzeit: Uhr.

Lokales Minimum bei tE2≈t_{E2} \approx, entspricht Uhrzeit: Uhr.

b) (3)

Begründen Sie, dass die Hormonkonzentration um 2:00 Uhr ihr Maximum erreicht.

Aufgabe B1 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Aufgabenstellung:

Hormone steuern unterschiedliche Vorgänge im Körper. Bei manchen Hormonen ändert sich die Blutkonzentration im Lauf der Zeit. Betrachtet wird ein Hormon, dessen Konzentration im Blut vom Alter und von der Tageszeit abhängt. Der größte Wert der Hormonkonzentration im Blut innerhalb eines Tages heißt im Folgenden Tageshöchstkonzentration.

Zuerst wird untersucht, wie die Tageshöchstkonzentration dieses Hormons vom Alter abhängt. Dafür wird für 0≤x≤700 \le x \le 70 die Funktion ff mit

f(x)=(58x2+10 000x+208)⋅e−0,1x−5,7+7,x∈R,f(x) = (58x^2 + 10\,000x + 208)\cdot e^{-0,1x - 5,7} + 7,\quad x \in \mathbb{R}, verwendet. Hierbei steht xx für das Alter in Jahren und f(x)f(x) für die Tageshöchstkonzentration in Picogramm pro Milliliter (pg/ml). Der Wert x=0x = 0 entspricht der Geburt. Abbildung 1 zeigt den Graphen von ff.

Im Verlauf eines Tages schwankt die Hormonkonzentration im Blut stark. Um die Änderungsrate der Konzentration zwischen 22:00 Uhr abends und 6:00 Uhr morgens zu beschreiben, dienen für 0≤t≤80 \le t \le 8 die Funktionen hah_a mit

ha(t)=−10a⋅(t−4)⋅e−(0,5t−2)2,t∈R, a∈R, a≥1h_a(t) = -10a\cdot (t-4)\cdot e^{-(0,5t-2)^2},\quad t \in \mathbb{R},\ a \in \mathbb{R},\ a \ge 1 als Modell. Dabei steht tt für die Uhrzeit in Stunden und ha(t)h_a(t) für die Änderungsrate der Hormonkonzentration im Blut in Picogramm pro Milliliter pro Stunde. Zu t=0t = 0 gehört 22:00 Uhr. Der Parameter aa hängt vom Alter ab. In Abbildung 2 sind die Graphen von hah_a für a=1a = 1, a=2a = 2 und a=4a = 4 gezeigt.

Ohne Beweis darf verwendet werden: ha′(t)=−10a⋅(−0,5t2+4t−7)⋅e−(0,5t−2)2h_a'(t) = -10a\cdot (-0,5t^2 + 4t - 7)\cdot e^{-(0,5t-2)^2}.

b)(4)

Bestimmen Sie diejenige Zahl aa, bei der die Hormonkonzentration innerhalb der ersten drei Stunden um 30,42 pg/ml30{,}42\text{ pg/ml} ansteigt.

Teilaufgabe c

Nun sollen die Funktionen H2;CH_{2;C} mit H2;C(t)=40⋅e−(0,5t−2)2+CH_{2;C}(t) = 40\cdot \mathrm{e}^{-(0{,}5t-2)^2} + C, C∈RC\in \mathbb{R}, untersucht werden.

(1)

Weisen Sie nach, dass es sich bei jeder Funktion H2;CH_{2;C} um eine Stammfunktion von h2h_2 handelt.

(2)

Weisen Sie nach, dass in diesem Modell für jedes CC die Hormonkonzentration zum Ende des Beobachtungszeitraums (t=8t = 8) dem Wert zu Beginn (t=0t = 0) entspricht.

(3)

Bestimmen Sie CC auf zwei Nachkommastellen gerundet so, dass die von H2;CH_{2;C} beschriebene Hormonkonzentration zum Zeitpunkt t=6t = 6 den Wert 44,7 pg/ml44{,}7\text{ pg/ml} hat.

[Kontrolllösung: C≈30C \approx 30.]

(4)

Die Tageshöchstkonzentration tritt im Beobachtungszeitraum von 22:00 Uhr abends bis 6:00 Uhr morgens auf (0≤t≤80 \leq t \leq 8). Ermitteln Sie unter Verwendung von H2;30H_{2;30} die maximale Hormonkonzentration (Tageshöchstkonzentration).

Bestimmen Sie mit der Funktion ff das Alter, das eine Person mit dieser Tageshöchstkonzentration haben könnte.

Aufgabe B2 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Für jede reelle Zahl k>0k > 0 ist durch die Gleichung

fk(x)=1k⋅x3−6⋅x2+9⋅k⋅x,x∈R,f_k(x)=\frac{1}{k}\cdot x^3 - 6\cdot x^2 + 9\cdot k\cdot x, \quad x \in \mathbb{R},

eine Funktion fkf_k festgelegt.

Teilaufgabe a)

a) (1)

Jeder der in Abbildung 1 gezeigten Graphen I, II und III entspricht genau einem der Werte k=0,5k = 0{,}5, k=1k = 1 und k=1,5k = 1{,}5.

Entscheiden Sie, welchem Graphen welcher Wert zuzuordnen ist.

Graph I:

Graph II:

Graph III:

a) (2)

Bestimmen Sie die Nullstellen von fkf_k rechnerisch in Abhängigkeit vom Parameter kk.

[Zur Kontrolle: Die Nullstellen von fkf_k sind x=0x = 0 und x=3⋅kx = 3\cdot k.]

a) (3)

Weisen Sie nach, dass an den Stellen x=kx = k und x=3⋅kx = 3\cdot k lokale Extremstellen von fkf_k vorliegen, und ermitteln Sie, um welche Art von Extremstellen es sich handelt.

Teilaufgabe d)

Abbildung 4 zeigt den Graphen der Funktion gg mit der Gleichung

g(x)=f1(x)⋅e−x,x∈R,g(x) = f_1(x)\cdot e^{-x},\quad x\in\mathbb{R},

dargestellt.

Zu jeder reellen Zahl uu mit 0<u<30 < u < 3 bilden die Punkte P(0∣0)P(0\mid 0), Qu(u∣0)Q_u(u\mid 0) und Ru(u∣g(u))R_u(u\mid g(u)) ein Dreieck PQuRuPQ_uR_u.

d) (1)

Zeichnen Sie das Dreieck PQ1,5R1,5PQ_{1{,}5}R_{1{,}5} in Abbildung 4 ein.

d) (2)

Weisen Sie nach, dass sich der Flächeninhalt A(u)A(u) des Dreiecks PQuRuPQ_uR_u so darstellen lässt:

A(u)=(12⋅u4−3⋅u3+92⋅u2)⋅e−u.A(u) = \left(\frac{1}{2}\cdot u^4 - 3\cdot u^3 + \frac{9}{2}\cdot u^2\right)\cdot e^{-u}.

d) (3)

Weisen Sie nach, dass gilt:

A′(u)=(−12⋅u4+5⋅u3−272⋅u2+9⋅u)⋅e−u.A'(u) = \left(-\frac{1}{2}\cdot u^4 + 5\cdot u^3 - \frac{27}{2}\cdot u^2 + 9\cdot u\right)\cdot e^{-u}.

d) (4)

Ermitteln Sie rechnerisch, für welchen Wert uu mit 0<u<30 < u < 3 das zugehörige Dreieck PQuRuPQ_uR_u den größten Flächeninhalt besitzt.

Gesuchter Wert uu:

Aufgabe B2 - Funktionsterme bestimmen · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben)

Für jede reelle Zahl k>0k > 0 ist durch die Gleichung

fk(x)=1k⋅x3−6⋅x2+9⋅k⋅x,x∈R,f_k(x)=\frac{1}{k}\cdot x^3 - 6\cdot x^2 + 9\cdot k\cdot x, \quad x \in \mathbb{R},

eine Funktion fkf_k festgelegt.

c) Für jede reelle Zahl k>0k > 0 ist pkp_k eine quadratische Funktion mit den folgenden Eigenschaften:

pkp_k und fkf_k haben dieselben Nullstellen.

Der Scheitelpunkt des Graphen von pkp_k ist ein Punkt des Graphen von fkf_k.

(1)

Ermitteln Sie auf rechnerischem Weg eine Gleichung der Funktion pkp_k.

[Zur Kontrolle: pk(x)=−32⋅x2+92⋅k⋅xp_k(x) = -\frac{3}{2}\cdot x^2 + \frac{9}{2}\cdot k\cdot x.]

Aufgabe B2 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Für jede reelle Zahl k>0k > 0 ist durch die Gleichung

fk(x)=1k⋅x3−6⋅x2+9⋅k⋅x,x∈R,f_k(x)=\frac{1}{k}\cdot x^3 - 6\cdot x^2 + 9\cdot k\cdot x, \quad x \in \mathbb{R},

eine Funktion fkf_k festgelegt.

Teilaufgabe b

Abbildung 2 zeigt ein Verfahren, mit dem sich ein Näherungswert für das Integral ∫03f1(x) dx\int_0^3 f_1(x)\,\mathrm{d}x bestimmen lässt.

Auf drei Nachkommastellen gerundet haben die schraffierten Flächen folgende Inhalte:

A1≈0,781 FEA_1 \approx 0{,}781\text{ FE},

A2≈1,781 FEA_2 \approx 1{,}781\text{ FE},

A4≈1,344 FEA_4 \approx 1{,}344\text{ FE},

A5≈0,656 FEA_5 \approx 0{,}656\text{ FE},

A6≈0,156 FEA_6 \approx 0{,}156\text{ FE}.

(1)

Zeigen Sie: A3≈1,844 FEA_3 \approx 1{,}844\text{ FE}.

(2)

Ermitteln Sie, wie viel Prozent der exakte Wert des Integrals ∫03f1(x) dx\int_0^3 f_1(x)\,\mathrm{d}x und der mit dem gezeigten Verfahren erhaltene Näherungswert voneinander abweichen, bezogen auf den exakten Wert.

%

Teilaufgabe c

Zu jeder reellen Zahl k>0k > 0 gehört eine quadratische Funktion pkp_k mit diesen Eigenschaften: Die Funktionen pkp_k und fkf_k haben jeweils dieselben Nullstellen.

Der Scheitelpunkt des Graphen von pkp_k ist ein Punkt des Graphen von fkf_k.

[Zur Kontrolle: pk(x)=−32x2+92kxp_k(x) = -\frac{3}{2}x^2 + \frac{9}{2}kx.]

(2)

Für alle reellen k>0k > 0 gilt: Die Fläche zwischen dem Graphen von fkf_k und der xx-Achse im Bereich der Nullstellen x=0x = 0 und x=3kx = 3k hat den Inhalt 274k3 FE\frac{27}{4}k^3\text{ FE}.

Zeigen Sie rechnerisch, dass die vom Graphen von pkp_k und der xx-Achse zwischen den Nullstellen x=0x = 0 und x=3kx = 3k begrenzte Fläche denselben Inhalt hat.

(3)

Abbildung 3 zeigt die Graphen von f1f_1 und p1p_1.

(i) Bestimmen Sie den Inhalt AlinksA_{\text{links}} der linken schraffierten Fläche.

(ii) Begründen Sie ohne zusätzliche Rechnung, welchen Inhalt ArechtsA_{\text{rechts}} die rechte schraffierte Fläche hat.

Aufgabe B3 - Längen, Winkel und Abstände im Raum · Längen, Winkel und Abstände im Raum

Aufgabenstellung:

Im Landschaftspark Hoheward befindet sich auf einer Plattform eine Sonnenuhr, die einem antiken Vorbild nachempfunden ist. Als „Zeiger“ fungiert der Schatten eines Obelisken (siehe Abbildung 1).

Der Obelisk setzt sich aus einem Pyramidenstumpf und einer darauf sitzenden kleineren Pyramide zusammen. Die auf dem Foto sichtbare Kugel über der Spitze sowie der Sockel bleiben im Weiteren unberücksichtigt.

Im Modell steht der Obelisk daher unmittelbar auf der Plattform.

Für die Modellierung des Obelisken wird ein Koordinatensystem verwendet, in dem die quadratische Grundfläche des Pyramidenstumpfs in der x1x2x_1x_2-Ebene liegt und die x2x_2-Achse in Richtung Norden weist (siehe Abbildung 2).

In der Realität entspricht eine Längeneinheit dieses Koordinatensystems einem Meter.

Die Punkte A1(0,44∣0,44∣0)A_1(0{,}44|0{,}44|0), A2(−0,44∣0,44∣0)A_2(-0{,}44|0{,}44|0) sind Eckpunkte der Grundfläche des Pyramidenstumpfs.

Die Punkte B1(0,32∣0,32∣7,25)B_1(0{,}32|0{,}32|7{,}25),

B2(−0,32∣0,32∣7,25)B_2(-0{,}32|0{,}32|7{,}25),

B3(−0,32∣−0,32∣7,25)B_3(-0{,}32|-0{,}32|7{,}25),

B4(0,32∣−0,32∣7,25)B_4(0{,}32|-0{,}32|7{,}25)

sind die Eckpunkte der Deckfläche des Pyramidenstumpfs.

Diese Deckfläche bildet zugleich die Grundfläche der kleinen aufgesetzten Pyramide, die im Weiteren kurz Pyramide genannt wird.

Die Spitze der Pyramide liegt im Punkt C(0∣0∣8)C(0|0|8).

a)

(1) Geben Sie für die Grundfläche des Pyramidenstumpfs die Koordinaten der Eckpunkte A3A_3 und A4A_4 an.

(2) Bestimmen Sie rechnerisch sowohl das Volumen des Pyramidenstumpfs als auch das der Pyramide und geben Sie anschließend das Volumen des Obelisken an.

[Hinweis: Die benötigten Höhen lassen sich aus den Koordinaten entnehmen.]

b)

Bestimmen Sie rechnerisch die Größen aller Innenwinkel des gleichschenkligen Dreiecks B1B2CB_1B_2C.

c)

Eine Kamera ist nördlich des Obelisken und oberhalb von ihm angebracht. Im Modell liegt sie im Punkt K(0∣5∣15)K(0|5|15).

Untersuchen Sie, ob die Kamera von der Pyramidenspitze weniger weit entfernt ist als von der ihr nächstgelegenen Kante der Pyramidengrundfläche.

Aufgabe B3 - Geraden und Ebenen · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen

Aufgabenstellung:

Im Landschaftspark Hoheward befindet sich auf einer Plattform eine Sonnenuhr, die einem antiken Vorbild nachempfunden ist. Als „Zeiger“ fungiert der Schatten eines Obelisken (siehe Abbildung 1).

Der Obelisk setzt sich aus einem Pyramidenstumpf und einer darauf sitzenden kleineren Pyramide zusammen. Die auf dem Foto sichtbare Kugel über der Spitze sowie der Sockel bleiben im Weiteren unberücksichtigt.

Im Modell steht der Obelisk daher unmittelbar auf der Plattform.

Für die Modellierung des Obelisken wird ein Koordinatensystem verwendet, in dem die quadratische Grundfläche des Pyramidenstumpfs in der x1x2x_1x_2-Ebene liegt und die x2x_2-Achse in Richtung Norden weist (siehe Abbildung 2).

In der Realität entspricht eine Längeneinheit dieses Koordinatensystems einem Meter.

Die Punkte A1(0,44∣0,44∣0)A_1(0{,}44|0{,}44|0), A2(−0,44∣0,44∣0)A_2(-0{,}44|0{,}44|0) sind Eckpunkte der Grundfläche des Pyramidenstumpfs.

Die Punkte B1(0,32∣0,32∣7,25)B_1(0{,}32|0{,}32|7{,}25),

B2(−0,32∣0,32∣7,25)B_2(-0{,}32|0{,}32|7{,}25),

B3(−0,32∣−0,32∣7,25)B_3(-0{,}32|-0{,}32|7{,}25),

B4(0,32∣−0,32∣7,25)B_4(0{,}32|-0{,}32|7{,}25)

sind die Eckpunkte der Deckfläche des Pyramidenstumpfs.

Diese Deckfläche bildet zugleich die Grundfläche der kleinen aufgesetzten Pyramide, die im Weiteren kurz Pyramide genannt wird.

Die Spitze der Pyramide liegt im Punkt C(0∣0∣8)C(0|0|8).

d)

Die Punkte A1A_1, A2A_2, B1B_1 und B2B_2 befinden sich alle in der Ebene EE.

Ermitteln Sie für die Ebene EE eine Gleichung in Koordinatenform. [4 Punkte]

e)

Wenn die Sonne genau im Süden steht, fallen die Sonnenstrahlen entlang des Vektors h⃗=(01−h),h∈R,h>0\vec{h} = \begin{pmatrix} 0 \\ 1 \\ -h \end{pmatrix}, h \in \mathbb{R}, h > 0 ein. Dabei ist der Wert des Parameters hh von der Jahreszeit abhängig. Der Schattenpunkt der Spitze der Pyramide ist nur dann am Boden zu sehen, wenn die Sonne nicht zu hoch am Himmel steht.

Für hinreichend kleine Werte von hh ist der Schattenpunkt der Spitze ein Punkt der Geradenschar ghg_h mit gh:x⃗=(008)+t⋅(01−h), t∈R,h∈R,h>0g_h: \vec{x} = \begin{pmatrix} 0 \\ 0 \\ 8 \end{pmatrix} + t \cdot \begin{pmatrix} 0 \\ 1 \\ -h \end{pmatrix},\ t \in \mathbb{R}, h \in \mathbb{R}, h > 0.

(1)

Ermitteln Sie, für welche Werte von hh man den Schattenpunkt der Spitze auf dem Boden erkennen kann. [3 Punkte]

[Hinweis: Die Abmessungen der Plattform können außer Acht gelassen werden.]

(2)

Ermitteln Sie die von hh abhängigen Koordinaten eines Punktes ShS_h, an dem der Schatten der Spitze auf der Plattform erscheint. [2 Punkte]

[Hinweis: Eine Beschränkung für hh, etwa aus (1), braucht nicht beachtet zu werden.]

Am 22. September 2021 dauern Tag und Nacht gleich lang. An diesem Tag bewegt sich der Schattenpunkt der Spitze ganztägig geradlinig von West nach Ost, das heißt parallel zur x1x_1-Achse. Steht die Sonne an diesem Tag mittags genau im Süden, hat sie über der Plattform der Sonnenuhr einen Winkel von 38,4∘38{,}4^\circ.

(3)

Ermitteln Sie den Wert von hh, bei dem die Sonne unter einem Winkel von 38,4∘38{,}4^\circ über der Plattform der Sonnenuhr steht, und geben Sie eine Gleichung in Parameterform für die Gerade an, auf der sich der Schattenpunkt der Spitze am 22. September 2021 bewegt. [3 + 1 = 4 Punkte]

Aufgabe B4 - Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeit… · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

Firmen geben viel Geld für Internetwerbung aus und schalten oft eine Anzeige bei einer Suchmaschine. Je nach Suchanfrage der Nutzer wird die Anzeige angezeigt. Wer die Anzeige anklickt, gelangt auf die Webseite des Unternehmens.

Im Weiteren geht es ausschließlich um Aufrufe der Unternehmenswebseite, die durch eine Anzeige bei einem Suchmaschinenanbieter zustande kommen. Zur Vereinfachung soll gelten, dass die Anzeige jeder Person nur ein einziges Mal gezeigt wird.

Eine Anzeige wird nn-mal gezeigt. Die Zufallsvariable XX gibt die Anzahl der daraus resultierenden Webseitenaufrufe an. Als Modell wird angenommen, dass XX binomialverteilt ist.

Firma A hat bei einem Suchmaschinenanbieter eine Anzeige platziert. Innerhalb eines Monats wurde sie 800-mal eingeblendet. Dabei wird angenommen, dass XX binomialverteilt mit p=0,2p = 0{,}2 ist.

Firma A hat bei einem Suchmaschinenanbieter eine Anzeige platziert. Im Lauf eines Monats wurde diese Anzeige 800-mal angezeigt. Man nimmt an, dass XX binomialverteilt mit p=0,2p = 0{,}2 ist.

a)

(1)

(i)

Ermitteln Sie die Wahrscheinlichkeit für höchstens 180 Webseitenaufrufe.

(ii)

Ermitteln Sie die Wahrscheinlichkeit für mehr als 170 Webseitenaufrufe.

(2)

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Zahl der Webseitenaufrufe mehr als 5 vom Erwartungswert entfernt liegt.

(3)

Bestimmen Sie die kleinste Anzahl an Einblendungen der Anzeige, bei der mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 90 % mindestens ein Webseitenaufruf stattfindet.

b)

Für 800 eingeblendete Anzeigen bietet der Suchmaschinenanbieter Firma A zwei Bezahlmodelle an. Bei Option 1 zahlt Firma A 0,06 € für jede Einblendung. Bei Option 2 werden nur die Webseitenaufrufe berechnet, dafür aber 0,28 € je Aufruf.

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass Option 2 für die Firma die geringeren Kosten verursacht.

Aufgabe B4 - Beurteilende Statistik · Beurteilende Statistik: Tests und Intervalle

Firmen geben viel Geld für Internetwerbung aus und schalten oft eine Anzeige bei einer Suchmaschine. Je nach Suchanfrage der Nutzer wird die Anzeige angezeigt. Wer die Anzeige anklickt, gelangt auf die Webseite des Unternehmens.

Im Weiteren geht es ausschließlich um Aufrufe der Unternehmenswebseite, die durch eine Anzeige bei einem Suchmaschinenanbieter zustande kommen. Zur Vereinfachung soll gelten, dass die Anzeige jeder Person nur ein einziges Mal gezeigt wird.

Eine Anzeige wird nn-mal gezeigt. Die Zufallsvariable XX gibt die Anzahl der daraus resultierenden Webseitenaufrufe an. Als Modell wird angenommen, dass XX binomialverteilt ist.

Firma A hat bei einem Suchmaschinenanbieter eine Anzeige platziert. Innerhalb eines Monats wurde sie 800-mal eingeblendet. Dabei wird angenommen, dass XX binomialverteilt mit p=0,2p = 0{,}2 ist.

Nach Angaben des Suchmaschinenanbieters kann er Anzeigen jetzt besser auf Zielgruppen abstimmen. Durchschnittlich soll nun mehr als jede fünfte eingeblendete Anzeige (über 20 %) einen Webseitenaufruf auslösen. Wegen dieser verbesserten Qualität plant der Anbieter, seine Preise anzuheben.

Firma A möchte diese Aussage überprüfen und wählt als Nullhypothese H0H_0: „Die Wahrscheinlichkeit eines Webseitenaufrufs beträgt höchstens 20 %.“

c) (1)

Begründen Sie, warum Firma A diese Nullhypothese wählt.

[2 Punkte]

(2)

Firma A möchte die Hypothese anhand von 400 eingeblendeten Anzeigen prüfen.

Ermitteln Sie eine Entscheidungsregel bei einem Signifikanzniveau von 2,5 %.

[3 Punkte]

mindestens

Webseitenaufrufe

Bei einem Signifikanzniveau von 5 % gilt hier folgende Entscheidungsregel: Die Nullhypothese wird abgelehnt, sobald mindestens 94 Webseitenaufrufe erfolgen.

Nun sei angenommen, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Webseitenaufruf über die Anzeige tatsächlich auf 25 % gestiegen ist.

(3)

Bestimmen Sie für diese Situation die Wahrscheinlichkeit des Fehlers 2. Art und interpretieren Sie ihn im Sachzusammenhang.

[4 Punkte]

P(Fehler 2. Art)≈P(\text{Fehler 2. Art}) \approx

(4)

Firma A überlegt, die Nullhypothese H0H_0 anhand einer geänderten Stichprobe von 50 eingeblendeten Anzeigen zu überprüfen. Für das Signifikanzniveau von 5 % gilt dann die folgende Entscheidungsregel: „Die Nullhypothese wird verworfen, wenn mindestens 16 Webseitenaufrufe erfolgen.“

Stellen Sie die Wahrscheinlichkeit des Fehlers 2. Art für die geänderte Stichprobe in der folgenden Abbildung grafisch dar.

Laden Sie ein Foto der bearbeiteten Abbildung hoch:

Beurteilen Sie aus der Perspektive des Suchmaschinenanbieters, ob es sinnvoll ist, den Stichprobenumfang zu ändern.

[3 Punkte]

Aufgabe B5 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

In Abbildung 1 ist ein Modell einer Schwenkbrücke zu sehen, das anhand von Originalzeichnungen Leonardo da Vincis nachgebaut wurde.

Die in Abbildung 2 gezeigte Seitenansicht der Brücke wird als Trägerkonstruktion bezeichnet. In Abbildung 2 ist deren obere Randlinie schwarz markiert.

Der Graph der Funktion ff mit f(x)=11000x3−671000x2+xf(x) = \frac{1}{1000}x^3 - \frac{67}{1000}x^2 + x, x∈Rx \in \mathbb{R}, beschreibt im mathematischen Modell für 0≤x≤xn0 \le x \le x_n die obere Randlinie der Trägerkonstruktion. Dabei ist xnx_n eine Nullstelle der Funktion ff (siehe Abbildung 3). Im gewählten Koordinatensystem verläuft die untere Horizontale der Trägerkonstruktion entlang der xx-Achse.

Im Brückenmodell steht eine Längeneinheit des Koordinatensystems für 1 cm1\text{ cm}. Die Dicke des Materials der Träger bleibt bei der mathematischen Modellierung unberücksichtigt.

Abbildung 3 zeigt den Graphen der Funktion ff.

Ein weiterer Bogen liegt zwischen der oberen Randlinie und der unteren Horizontalen.

Der Graph der Funktion gg mit g(x)=1500⋅(x−2)⋅(x−19)⋅(x−29)g(x) = \frac{1}{500}\cdot(x-2)\cdot(x-19)\cdot(x-29), x∈Rx \in \mathbb{R}, beschreibt für 2≤x≤192 \le x \le 19 den Verlauf dieses Bogens.

a)

(1) Bestimmen Sie die Nullstelle xnx_n der Funktion.

[Zur Kontrolle: Auf zwei Nachkommastellen gerundet ist xn≈22,44x_n \approx 22{,}44.]

(2) Bestimmen Sie rechnerisch, wie groß der vertikale Abstand zwischen der oberen Randlinie und der unteren Horizontalen höchstens wird.

b)

(1) Ermitteln Sie jeweils die Stelle, an der die obere Randlinie am stärksten ansteigt und am stärksten abfällt.

(2) Prüfen Sie, ob die obere Randlinie an irgendeiner Stelle einen Anstieg oder ein Gefälle von mehr als 45∘45^\circ aufweist.

c)

(1) Die in Abbildung 3 dargestellte Strebe S1S_1 trifft in einer Höhe von 3 cm3\text{ cm} auf die obere Randlinie.

Ermitteln Sie die Stelle dieser Verbindung.

(2) Eine weitere Strebe S2S_2 liegt auf einer Geraden durch den Punkt P1(6∣0)P_1(6\mid 0) der xx-Achse. Sie trifft im Punkt P2P_2 genau dann senkrecht auf die obere Randlinie, wenn der Abstand von P1P_1 und P2P_2 minimal ist.

Leiten Sie einen Term her, mit dem sich der Abstand von P1P_1 und P2P_2 berechnen lässt.

Ermitteln Sie den Punkt P2P_2, an dem S2S_2 senkrecht auf die obere Randlinie stößt.

d)

Abbildung 2 zeigt rechts über der oberen Randlinie der Brücke eine Rampe, die zum Ufer führt. Im mathematischen Modell wird sie durch die Tangente an die obere Randlinie an der Stelle x=17x = 17 dargestellt.

Ermitteln Sie eine Gleichung dieser Tangente.

e)

Ein weiterer Bogen liegt zwischen der oberen Randlinie und der unteren Horizontalen.

Der Graph der Funktion gg mit g(x)=1500⋅(x−2)⋅(x−19)⋅(x−29),  x∈Rg(x) = \frac{1}{500}\cdot(x-2)\cdot(x-19)\cdot(x-29),\; x \in \mathbb{R}, gibt für 2≤x≤192 \le x \le 19 den Verlauf dieses Bogens an.

Bestimmen Sie für das Intervall [2;19][2; 19] sowohl den kleinsten als auch den größten vertikalen Abstand zwischen der oberen Randlinie und dem durch gg beschriebenen Bogen.

Aufgabe B5 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

In Abbildung 1 ist ein Modell einer Schwenkbrücke zu sehen, das anhand von Originalzeichnungen Leonardo da Vincis nachgebaut wurde.

Die in Abbildung 2 gezeigte Seitenansicht der Brücke wird als Trägerkonstruktion bezeichnet. In Abbildung 2 ist deren obere Randlinie schwarz markiert.

Der Graph der Funktion ff mit f(x)=11000x3−671000x2+xf(x) = \frac{1}{1000}x^3 - \frac{67}{1000}x^2 + x, x∈Rx \in \mathbb{R}, beschreibt im mathematischen Modell für 0≤x≤xn0 \le x \le x_n die obere Randlinie der Trägerkonstruktion. Dabei ist xnx_n eine Nullstelle der Funktion ff (siehe Abbildung 3). Im gewählten Koordinatensystem verläuft die untere Horizontale der Trägerkonstruktion entlang der xx-Achse.

Im Brückenmodell steht eine Längeneinheit des Koordinatensystems für 1 cm1\text{ cm}. Die Dicke des Materials der Träger bleibt bei der mathematischen Modellierung unberücksichtigt.

Abbildung 3 zeigt den Graphen der Funktion ff.

Ein weiterer Bogen liegt zwischen der oberen Randlinie und der unteren Horizontalen.

Der Graph der Funktion gg mit g(x)=1500⋅(x−2)⋅(x−19)⋅(x−29)g(x) = \frac{1}{500}\cdot(x-2)\cdot(x-19)\cdot(x-29), x∈Rx \in \mathbb{R}, beschreibt für 2≤x≤192 \le x \le 19 den Verlauf dieses Bogens.

f) Die in Abbildung 4 schraffiert abgebildete Fläche, die von der oberen Randlinie, der unteren Horizontalen und dem durch gg beschriebenen Bogen begrenzt wird, soll mit Stoff bespannt werden.

Bestimmen Sie den Flächeninhalt dieser Fläche.

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