Abitur NRW Mathematik 2023 · LK · Nachtermin · CAS

Abiturprüfung Mathematik in Nordrhein-Westfalen 2023, LK · Nachtermin · CAS: 23 Aufgaben mit Lösungen. Themen: Funktionen und ihre Eigenschaften. Kostenlos.

Themen der Prüfung: Funktionen und ihre Eigenschaften · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte · Integralrechnung: Flächen und Bestände · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen · Längen, Winkel und Abstände im Raum · Mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen · Beurteilende Statistik: Tests und Intervalle

Teilaufgabe a · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Betrachtet wird die Funktion ff mit f(x)=16⋅x3−2⋅x2+283f(x) = \frac{1}{6}\cdot x^3 - 2\cdot x^2 + \frac{28}{3}, x∈Rx \in \mathbb{R}.

(1)

Weisen Sie nach, dass der Graph von ff an der Stelle x=0x = 0 einen lokalen Hochpunkt besitzt.

(2)

Begründen Sie, dass die Tangente an den Graphen von ff an der Stelle x=0x = 0 den Punkt P(43∣283)P\left(\frac{4}{3} \Big| \frac{28}{3}\right) enthält.

(3)

Der Punkt Q(4∣−12)Q(4|-12) ist ein Punkt des Graphen von ff. Zeigen Sie, dass die Gerade durch PP und QQ den Graphen von ff im Punkt QQ tangential berührt.

Teilaufgabe b · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Betrachtet wird die Funktion ff mit f(x)=−x2⋅(x−k)f(x) = -x^2\cdot (x - k), x∈Rx \in \mathbb{R}, k∈Rk \in \mathbb{R}, k>0k > 0.

(1)

Geben Sie in Abhängigkeit von kk die Nullstellen der Funktion ff an.

(2)

Bestimmen Sie den Wert von kk, für den die Fläche zwischen dem Graphen von ff und der xx-Achse den Flächeninhalt 43\frac{4}{3} FE hat.

Teilaufgabe c(1) · Funktionen und ihre Eigenschaften

Betrachtet wird die Funktion ff mit der Funktionsgleichung f(x)=(x2+4⋅x−5)⋅exf(x) = (x^2 + 4 \cdot x - 5) \cdot e^x und x∈Rx \in \mathbb{R}.

(1)

Berechnen Sie sämtliche Nullstellen von ff.

x1=x_1 =

x2=x_2 =

Teilaufgabe c(2) · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Betrachtet wird die Funktion ff mit der Funktionsgleichung f(x)=(x2+4⋅x−5)⋅exf(x) = (x^2 + 4 \cdot x - 5) \cdot e^x und x∈Rx \in \mathbb{R}.

(2) Gegeben sind a,b,c∈Ra, b, c \in \mathbb{R} und die Funktion FF mit der GleichungF(x)=(a⋅x2+b⋅x+c)⋅ex,  x∈R.F(x) = (a\cdot x^2 + b\cdot x + c)\cdot e^x, \; x \in \mathbb{R}.Berechnen Sie F′(x)F'(x) und ermitteln Sie anhand eines Vergleichs mit f(x)f(x) die Gleichung einer Stammfunktion der Funktion ff.

F′(x)=(F'(x) = ( )⋅ex)\cdot e^x

F(x)=F(x) =

Teilaufgabe d · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Gegeben sind die Funktionen ff und gg mitf(x)=(2⋅x−1)⋅e2x,  x∈R,f(x) = (2\cdot x - 1)\cdot e^{2x}, \; x \in \mathbb{R},undg(x)=−x⋅e2x,  x∈R.g(x) = -x\cdot e^{2x}, \; x \in \mathbb{R}.Die Graphen der beiden Funktionen sind in Abbildung 1 dargestellt.

(1)

Weisen Sie rechnerisch nach, dass die beiden Funktionsgraphen sich nur an der Stelle x=13x = \frac{1}{3} schneiden.

x=x =

Außerdem ist die Funktion DD mit D(x)=(−32⋅x+54)⋅e2x,  x∈RD(x) = \left(-\frac{3}{2}\cdot x + \frac{5}{4}\right)\cdot e^{2x}, \; x \in \mathbb{R}, vorgegeben.

(2)

Weisen Sie nach, dass DD eine Stammfunktion zur Differenzfunktion dd mit d(x)=g(x)−f(x)d(x) = g(x) - f(x) darstellt.

D′(x)=D'(x) =

(3)

Berechnen Sie den Inhalt der in Abbildung 1 schraffierten Fläche.

A=A =

Teilaufgabe e (Geometrie) · Längen, Winkel und Abstände im Raum

Gegeben sind die Vektoren u⃗=(0pq)\vec{u} = \begin{pmatrix} 0 \\ p \\ q \end{pmatrix} und v⃗=(−221)\vec{v} = \begin{pmatrix} -2 \\ 2 \\ 1 \end{pmatrix} mit p,q∈Rp, q \in \mathbb{R}.

(1)

Für passende Werte von pp und qq spannen die Vektoren u⃗\vec{u} und v⃗\vec{v} ein Rechteck auf.

Geben Sie dafür ein mögliches Wertepaar an.

p=p =

q=q =

(2)

Für bestimmte Werte von pp und qq ist das von u⃗\vec{u} und v⃗\vec{v} aufgespannte Rechteck sogar ein Quadrat.

Ermitteln Sie sämtliche möglichen Werte von pp und qq.

p1=p_1 =

q1=q_1 =

p2=p_2 =

q2=q_2 =

Teilaufgabe f (Geometrie) · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen

f) Gegeben ist die Ebene E:x⃗=u⃗+r⋅v⃗+s⋅w⃗, r,s∈RE: \vec{x} = \vec{u} + r \cdot \vec{v} + s \cdot \vec{w},\ r, s \in \mathbb{R}.

Abbildung 2 zeigt einen Teil der Ebene EE.

(1) (i)

In Abbildung 2 sieht man ein Parallelogramm, das in der Ebene EE liegt. Es lässt sich darstellen durch x⃗=u⃗+r⋅v⃗+s⋅w⃗, a≤r≤b, c≤s≤d,\vec{x} = \vec{u} + r \cdot \vec{v} + s \cdot \vec{w},\ a \le r \le b,\ c \le s \le d, wobei a,b,ca, b, c und dd ganzzahlig sind.

Geben Sie anhand von Abbildung 2 die Werte a,b,ca, b, c und dd an.

(ii)

Zeichnen Sie in Abbildung 2 alle Punkte der Ebene EE ein, die man erhält, wenn man in die Parametergleichung von EE für rr und ss jeweils sämtliche Werte mit r≥0, s≥0r \ge 0,\ s \ge 0 und r+s=1r + s = 1 einsetzt.

(2)

Gegeben sei: E:x⃗=(−67−8)+r⋅(2−10)+s⋅(001), r,s∈RE: \vec{x} = \begin{pmatrix} -6 \\ 7 \\ -8 \end{pmatrix} + r \cdot \begin{pmatrix} 2 \\ -1 \\ 0 \end{pmatrix} + s \cdot \begin{pmatrix} 0 \\ 0 \\ 1 \end{pmatrix},\ r, s \in \mathbb{R}.

Ermitteln Sie für EE eine Gleichung in Normalenform.

Teilaufgabe e (Stochastik) · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

e) Für eine neue Mandarinensorte gilt: Eine zufällig gewählte Mandarine enthält nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 10 %10\,\% Kerne. Die Zufallsgröße XX beschreibt, wie viele Mandarinen in einer Kiste mit 100100 Mandarinen Kerne enthalten.

(1)

Berechnen Sie sowohl den Erwartungswert als auch die Standardabweichung von XX.

(2)

Geben Sie im Sachzusammenhang ein Ereignis an, dessen Wahrscheinlichkeit sich mit dem Term (1004)⋅0,14⋅0,996\begin{pmatrix} 100 \\ 4 \end{pmatrix} \cdot 0{,}1^4 \cdot 0{,}9^{96} bestimmen lässt.

(3)

Begründen Sie mithilfe eines passenden Terms, dass es nahezu sicher ist, dass in einer Kiste mit 100100 Mandarinen mindestens eine Mandarine keine Kerne hat; die Wahrscheinlichkeit hierfür beträgt also nahezu 11.

Teilaufgabe f (Stochastik) · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

An einer Würfelbude auf einem Schulfest wird das folgende Spiel angeboten:

Wer 0,50 € einsetzt, darf dreimal mit einem handelsüblichen Würfel werfen. Jede geworfene 6 wird mit 1 € ausgezahlt. Die Zufallsgröße XX beschreibt den ausgezahlten Betrag.

(1)

Geben Sie in der nachstehenden Tabelle die Wahrscheinlichkeiten P(X=k)P(X = k) an:

kk

0 €0\text{ €}

1 €1\text{ €}

2 €2\text{ €}

3 €3\text{ €}

P(X=k)P(X = k)

(2)

Ermitteln Sie den minimalen Einsatz pro Spiel, bei dem die Betreiber der Würfelbude langfristig einen Gewinn erzielen.

Aufgabe B1 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Betrachtet wird die Funktion ff mit der Gleichungf(x)=(x+0,5)⋅(x−0,5)⋅ex,x∈R.f(x) = (x + 0{,}5) \cdot (x - 0{,}5) \cdot \mathrm{e}^x, \quad x \in \mathbb{R}.

Gegeben ist eine Schar von Funktionen gag_a durch die Gleichungga(x)=(x+a)⋅(x−a)⋅ex,x∈R,  a>0.g_a(x) = (x + a) \cdot (x - a) \cdot \mathrm{e}^x, \quad x \in \mathbb{R}, \; a > 0.

Die Abbildung zeigt den Graphen der Funktion g1g_1.

Betrachtet wird die Funktion hh mit der Gleichungh(x)=(x−1)⋅x⋅ex−0,5,x∈R.h(x) = (x - 1) \cdot x \cdot \mathrm{e}^{x - 0{,}5}, \quad x \in \mathbb{R}.

Teilaufgabe a)

a) (1)

Der Graph von ff besitzt zwei lokale Extrempunkte.

Bestimmen Sie die Koordinaten dieser beiden Punkte.

Hochpunkt:

E1(E_1(

∣|

))

Tiefpunkt:

E2(E_2(

∣|

))

a) (2)

Untersuchen Sie ff rechnerisch auf Wendestellen, wobei Sie keine aus Funktionsgraphen entnommenen Werte oder Zusammenhänge heranziehen dürfen, und berechnen Sie anschließend die Koordinaten der Wendepunkte des Graphen von ff.

Erster Wendepunkt:

W1(W_1(

∣|

))

Zweiter Wendepunkt:

W2(W_2(

∣|

))

a) (3)

Zeigen Sie rechnerisch, dass t:y=−e−1,5⋅x+0,5⋅e−1,5t: y = -e^{-1,5} \cdot x + 0,5 \cdot e^{-1,5} die Tangente an den Graphen von ff im Punkt (−1,5∣f(−1,5))(-1,5 \mid f(-1,5)) ist.

Teilaufgabe b)

b) (1) (i)

Zeigen Sie:

Der Graph jeder Funktion der Schar besitzt genau einen Hochpunkt sowie genau einen Tiefpunkt.

b) (1) (ii)

Zeigen Sie:

Sämtliche Extrempunkte der Graphen der Schar liegen auf dem Graphen der Funktion oo mit o(x)=−2⋅x⋅exo(x) = -2 \cdot x \cdot e^x.

b) (3) (i)

Für −a<z<a-a < z < a spannen die Punkte P(−a∣0)P(-a \mid 0), Qz(z∣ga(z))Q_z(z \mid g_a(z)) und Rz(z∣0)R_z(z \mid 0) das Dreieck PQzRzPQ_zR_z auf.

Begründen Sie, dass der Flächeninhalt BaB_a des Dreiecks PQzRzPQ_zR_z in Abhängigkeit von zz mit der Gleichung

Ba(z)=−0,5⋅(z+a)2⋅(z−a)⋅ezB_a(z) = -0,5 \cdot (z + a)^2 \cdot (z - a) \cdot e^z

berechnen lässt.

b) (3) (ii)

Bestimmen Sie für a=1a = 1 den größtmöglichen Flächeninhalt des Dreiecks PQzRzPQ_zR_z.

Aufgabe B1 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Betrachtet wird die Funktion ff mit der Gleichungf(x)=(x+0,5)⋅(x−0,5)⋅ex,x∈R.f(x) = (x + 0{,}5) \cdot (x - 0{,}5) \cdot \mathrm{e}^x, \quad x \in \mathbb{R}.

Gegeben ist eine Schar von Funktionen gag_a durch die Gleichungga(x)=(x+a)⋅(x−a)⋅ex,x∈R,  a>0.g_a(x) = (x + a) \cdot (x - a) \cdot \mathrm{e}^x, \quad x \in \mathbb{R}, \; a > 0.

Die Abbildung zeigt den Graphen der Funktion g1g_1.

Betrachtet wird die Funktion hh mit der Gleichungh(x)=(x−1)⋅x⋅ex−0,5,x∈R.h(x) = (x - 1) \cdot x \cdot \mathrm{e}^{x - 0{,}5}, \quad x \in \mathbb{R}.

a) (4) (i)

Bestimmen Sie den Inhalt der Fläche AA, die vom Graphen der Funktion ff und der Tangente tt begrenzt wird.

FE

a) (4) (ii)

Die Fläche AA erstreckt sich teilweise unter die xx-Achse.

Bestimmen Sie, wie viel Prozent des Inhalts der Fläche AA auf diese Teilfläche entfallen.

%

b) (2)

Der Graph von gag_a und die xx-Achse begrenzen eine Fläche, die von der yy-Achse in zwei Teilflächen geteilt wird.

Untersuchen Sie, ob ein Parameter a>0a > 0 existiert, für den die Teilfläche rechts der yy-Achse doppelt so groß ist wie die Teilfläche links der yy-Achse.

Aufgabe B1 - Transformationen · Funktionen und ihre Eigenschaften

Betrachtet wird die Funktion ff mit der Gleichungf(x)=(x+0,5)⋅(x−0,5)⋅ex,x∈R.f(x) = (x + 0{,}5) \cdot (x - 0{,}5) \cdot \mathrm{e}^x, \quad x \in \mathbb{R}.

Gegeben ist eine Schar von Funktionen gag_a durch die Gleichungga(x)=(x+a)⋅(x−a)⋅ex,x∈R,  a>0.g_a(x) = (x + a) \cdot (x - a) \cdot \mathrm{e}^x, \quad x \in \mathbb{R}, \; a > 0.

Die Abbildung zeigt den Graphen der Funktion g1g_1.

Betrachtet wird die Funktion hh mit der Gleichungh(x)=(x−1)⋅x⋅ex−0,5,x∈R.h(x) = (x - 1) \cdot x \cdot \mathrm{e}^{x - 0{,}5}, \quad x \in \mathbb{R}.

c) Gegeben ist die Funktion hh mit der Gleichungh(x)=(x−1)⋅x⋅ex−0,5,x∈R.h(x) = (x - 1) \cdot x \cdot e^{x - 0{,}5}, \quad x \in \mathbb{R}.

(1)

Der Graph von hh geht durch eine Transformation aus dem Graphen der Funktion ff hervor. Geben Sie an, welche Transformation das ist. [2 Punkte]

(2)

Die Graphen der Funktionen g1g_1 und hh haben den Schnittpunkt S(1∣0)S(1 \mid 0) und einen weiteren Schnittpunkt TT. Bestimmen Sie die Koordinaten des Punktes TT. [2 Punkte]

T(T( ∣\mid ))

(3)

Der Graph von ff soll so transformiert werden, dass der entstehende Graph den Graphen von g1g_1 ebenfalls im Punkt S(1∣0)S(1 \mid 0) schneidet, aber nicht mit dem Graphen von hh übereinstimmt. Beschreiben Sie eine passende Transformation und geben Sie die zugehörige Funktionsgleichung an. [3 Punkte]

Aufgabe B2 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Aufgabenstellung:

Abbildung 1 stellt eine Holzliege dar, deren geschwungene Liegefläche auf zwei Seitenteilen ruht. Für die Seitenteile wird Holz der Dicke 4 cm4\text{ cm} verwendet. Ein Kubikzentimeter (1 cm31\text{ cm}^3) dieses Holzes wiegt 0,75 g0{,}75\text{ g}.

Abbildung 2 zeigt ein Modell des Längsschnitts eines Seitenteils dieser Liege. Dabei wird der obere Rand vom Graphen einer Funktion gg und der untere Rand vom Graphen einer Funktion hh modelliert.

Die Funktionen gg und hh, deren Graphen den oberen und unteren Rand in einem passenden Intervall beschreiben, sind gegeben durch:

g(x)=23x3−3x2+4x−710,x∈Rundh(x)=0,06x4−0,30x2+0,38,x∈R.g(x) = \frac{2}{3}x^3 - 3x^2 + 4x - \frac{7}{10}, \quad x \in \mathbb{R} \quad \text{und} \quad h(x) = 0{,}06x^4 - 0{,}30x^2 + 0{,}38, \quad x \in \mathbb{R}. In der Realität steht eine Längeneinheit des Modells für 40 cm40\text{ cm}.

Normalerweise liegt man so auf der Liege, dass sich im Längsschnitt die Kniekehlen etwa in dem Punkt befinden, der im Modell dem lokalen Hochpunkt HH des Graphen von gg entspricht. Das Gesäß liegt dann etwa im Punkt, der im Modell durch den lokalen Tiefpunkt TT des Graphen von gg gegeben ist (siehe Abbildung 2). Eine Liege ist bequem, wenn die Oberschenkellänge ungefähr dem Abstand dieser beiden Punkte entspricht (erste Bedingung) und zudem die Steigung zwischen diesen Punkten stets zwischen −0,7-0{,}7 und 0,70{,}7 liegt (zweite Bedingung).

Bei der Optimierung der Liegenform zeigte sich, dass eine gerade Liegefläche im Kopfbereich vorteilhafter ist. Daher ersetzt man für x≥2,4x \ge 2{,}4 den Graphen von gg durch die Tangente tt an den Graphen von gg im Punkt P(2,4∣g(2,4))P(2{,}4 \mid g(2{,}4)) (siehe Abbildung 3).

Die Hersteller möchten zukünftig auch Liegen anbieten, die individuell an die jeweilige Körpergröße angepasst sind. Sie benutzen zur Modellierung des oberen Randes des Seitenteils für geeignete k>0k > 0 Funktionen gkg_k mit

gk(x)=23k2x3−3kx2+4x−710k,x∈R.g_k(x) = \frac{2}{3}k^2x^3 - 3kx^2 + 4x - \frac{7}{10k}, \quad x \in \mathbb{R}.

In der Regel liegt eine Person so auf der Liege, dass im Längsschnitt die Kniekehlen etwa an dem Punkt liegen, den im Modell der lokale Hochpunkt HH des Graphen von gg darstellt. Das Gesäß liegt dann etwa an dem Punkt, der im Modell dem lokalen Tiefpunkt TT des Graphen von gg entspricht (siehe Abbildung 2). Eine Liege ist bequem, wenn die Oberschenkellänge ungefähr so groß ist wie der Abstand dieser beiden Punkte (erste Bedingung). Zudem soll die Steigung zwischen diesen beiden Punkten stets zwischen −0,7-0{,}7 und 0,70{,}7 liegen (zweite Bedingung).

a)

(1) Ermitteln Sie die Koordinaten des Hoch- und des Tiefpunkts des Graphen von gg.

[Zur Kontrolle: Die Extremstellen sind x=1x=1 und x=2x=2.]

(2) Berechnen Sie, wie weit Hoch- und Tiefpunkt voneinander entfernt sind.

(3) Bestimmen Sie rechnerisch die Steigung des Graphen von gg an der Wendestelle, ohne Werte oder Zusammenhänge zu nutzen, die aus Funktionsgraphen abgelesen wurden.

(4) Menschen mit einer Körpergröße von 172 cm172\text{ cm} haben im Mittel eine Oberschenkellänge von 40 cm40\text{ cm}. Beurteilen Sie, ob die Liege für eine solche Person beide Bedingungen einer bequemen Liege erfüllt.

Bei dem Versuch, die Form der Liege zu optimieren, wurde festgestellt, dass es besser ist, die Form der Liegefläche im Kopfbereich gerade zu gestalten. Deshalb wird nun für x≥2,4x \ge 2{,}4 der Graph der Funktion gg durch die Tangente tt an den Graphen von gg im Punkt P(2,4∣g(2,4))P(2{,}4 \mid g(2{,}4)) ersetzt (siehe Abbildung 3).

b)

(1) Bestimmen Sie rechnerisch eine Gleichung der Tangente tt.

[Zur Kontrolle: t:y=1,12x−1,852t: y = 1{,}12x - 1{,}852.]

(2) Ermitteln Sie den Inhalt der schraffierten Fläche (siehe Abbildung 3) unter Angabe der benötigten Integrale.

[Zur Kontrolle: Der Inhalt der schraffierten Fläche beträgt ungefähr 1,25 FE1{,}25\text{ FE}.]

(3) Berechnen Sie die Masse eines Seitenteils der optimierten Liege.

c)

Am Seitenteil soll eine Leiste vv angebracht werden, die parallel zur yy-Achse verläuft (siehe Abbildung 3). Die Leiste soll an der Stelle xvx_v mit 0,34<xv<2,400{,}34 < x_v < 2{,}40 angebracht werden, an der die vertikale Entfernung (Entfernung in yy-Richtung) zwischen dem oberen Rand und dem unteren Rand des Seitenteils maximal ist.

Ermitteln Sie die maximale vertikale Entfernung zwischen dem oberen und dem unteren Rand des Seitenteils.

Die Hersteller möchten zukünftig auch Liegen anbieten, die individuell an die jeweilige Körpergröße angepasst sind. Sie benutzen zur Modellierung des oberen Randes des Seitenteils für geeignete k>0k > 0 Funktionen gkg_k mitgk(x)=23k2x3−3kx2+4x−710k,x∈R.g_k(x) = \frac{2}{3}k^2x^3 - 3kx^2 + 4x - \frac{7}{10k}, \quad x \in \mathbb{R}.

d)

(1) Bestimmen Sie rechnerisch die Koordinaten der lokalen Extrempunkte und die Art der Extrempunkte des Graphen von gkg_k in Abhängigkeit von kk.

[Zur Kontrolle: Die Extremstellen von gkg_k sind x=1kx = \frac{1}{k} und x=2kx = \frac{2}{k}.]

(2) Bestimmen Sie kk so, dass bei Modellierung der Liegefläche mit der Funktion gkg_k die erste Bedingung für eine bequeme Liege für ein zehnjähriges Kind der Körpergröße 140 cm140\text{ cm} mit der Oberschenkellänge von ca. 30 cm30\text{ cm} erfüllt ist.

(3) Erläutern Sie, wie die Werte von kk variiert werden müssen, um bei Modellierung der Liegefläche mit gkg_k eine Liege für große bzw. kleine Menschen zu bekommen.

(4) Zeigen Sie, dass für die Funktion gkg_k die Steigung an der Wendestelle unabhängig von kk ist und dass alle mit einer Funktion gkg_k modellierten Liegen die zweite Bedingung für bequeme Liegen erfüllen.

Aufgabe B2 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Aufgabenstellung:

Abbildung 1 stellt eine Holzliege dar, deren geschwungene Liegefläche auf zwei Seitenteilen ruht. Für die Seitenteile wird Holz der Dicke 4 cm4\text{ cm} verwendet. Ein Kubikzentimeter (1 cm31\text{ cm}^3) dieses Holzes wiegt 0,75 g0{,}75\text{ g}.

Abbildung 2 zeigt ein Modell des Längsschnitts eines Seitenteils dieser Liege. Dabei wird der obere Rand vom Graphen einer Funktion gg und der untere Rand vom Graphen einer Funktion hh modelliert.

Die Funktionen gg und hh, deren Graphen den oberen und unteren Rand in einem passenden Intervall beschreiben, sind gegeben durch:

g(x)=23x3−3x2+4x−710,x∈Rundh(x)=0,06x4−0,30x2+0,38,x∈R.g(x) = \frac{2}{3}x^3 - 3x^2 + 4x - \frac{7}{10}, \quad x \in \mathbb{R} \quad \text{und} \quad h(x) = 0{,}06x^4 - 0{,}30x^2 + 0{,}38, \quad x \in \mathbb{R}. In der Realität steht eine Längeneinheit des Modells für 40 cm40\text{ cm}.

Normalerweise liegt man so auf der Liege, dass sich im Längsschnitt die Kniekehlen etwa in dem Punkt befinden, der im Modell dem lokalen Hochpunkt HH des Graphen von gg entspricht. Das Gesäß liegt dann etwa im Punkt, der im Modell durch den lokalen Tiefpunkt TT des Graphen von gg gegeben ist (siehe Abbildung 2). Eine Liege ist bequem, wenn die Oberschenkellänge ungefähr dem Abstand dieser beiden Punkte entspricht (erste Bedingung) und zudem die Steigung zwischen diesen Punkten stets zwischen −0,7-0{,}7 und 0,70{,}7 liegt (zweite Bedingung).

Bei der Optimierung der Liegenform zeigte sich, dass eine gerade Liegefläche im Kopfbereich vorteilhafter ist. Daher ersetzt man für x≥2,4x \ge 2{,}4 den Graphen von gg durch die Tangente tt an den Graphen von gg im Punkt P(2,4∣g(2,4))P(2{,}4 \mid g(2{,}4)) (siehe Abbildung 3).

Die Hersteller möchten zukünftig auch Liegen anbieten, die individuell an die jeweilige Körpergröße angepasst sind. Sie benutzen zur Modellierung des oberen Randes des Seitenteils für geeignete k>0k > 0 Funktionen gkg_k mit

gk(x)=23k2x3−3kx2+4x−710k,x∈R.g_k(x) = \frac{2}{3}k^2x^3 - 3kx^2 + 4x - \frac{7}{10k}, \quad x \in \mathbb{R}.

Bei dem Versuch, die Form der Liege zu optimieren, wurde festgestellt, dass es besser ist, die Form der Liegefläche im Kopfbereich gerade zu gestalten. Deshalb wird nun für x≥2,4x \geq 2{,}4 der Graph der Funktion gg durch die Tangente tt an den Graphen von gg im Punkt P(2,4∣g(2,4))P(2{,}4 \mid g(2{,}4)) ersetzt (siehe Abbildung 3).

b)

(2)

Ermitteln Sie den Flächeninhalt des schraffierten Bereichs (siehe Abbildung 3) und geben Sie dabei die dafür erforderlichen Integrale an.

[Zur Kontrolle: Die schraffierte Fläche hat einen Inhalt von etwa 1,25 FE1{,}25\text{ FE}.]

(3)

Berechnen Sie die Masse eines einzelnen Seitenteils der optimierten Liege.

Aufgabe B3 - Geraden und Ebenen · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen

Abbildung 1 zeigt einen Pyramidenstumpf. Das Koordinatensystem ist so festgelegt, dass die quadratische Grundfläche A1A2A3A4A_1A_2A_3A_4 in der x1x_1-x2x_2-Ebene liegt, während sich die quadratische Deckfläche in einer zur x1x_1-x2x_2-Ebene parallelen Ebene auf der Höhe 10 befindet. Zudem geht die x3x_3-Achse durch die Diagonalenschnittpunkte beider Quadrate. Die Seitenlänge der quadratischen Deckfläche beträgt 4.

Es gilt A1(4∣4∣0)A_1(4|4|0), A2(−4∣4∣0)A_2(-4|4|0), A4(4∣−4∣0)A_4(4|-4|0) und D(2∣2∣10)D(2|2|10).

Abbildung 2 zeigt einen Körper, der entsteht, wenn man die Deckfläche um 90∘90^\circ um die x3x_3-Achse dreht und die Grundfläche A1A2A3A4A_1A_2A_3A_4 dabei unverändert lässt. In Abbildung 3 ist dieser Körper in der Draufsicht zu sehen. Für den in den Abbildungen 2 und 3 gezeigten Körper, auf den sich die folgenden Aufgaben beziehen, gilt:

A1(4∣4∣0)A_1(4|4|0), A2(−4∣4∣0)A_2(-4|4|0), A4(4∣−4∣0)A_4(4|-4|0),

B1(−2∣2∣10)B_1(-2|2|10), B2(−2∣−2∣10)B_2(-2|-2|10), B3(2∣−2∣10)B_3(2|-2|10), B4(2∣2∣10)B_4(2|2|10).

b) (1) Die Punkte A1A_1, A2A_2 und B1B_1 liegen in der Ebene EE.

(i)

Ermitteln Sie für die Ebene EE eine Gleichung in Koordinatenform.

(ii)

Untersuchen Sie durch eine Rechnung, ob B2B_2 auf der Ebene EE liegt.

(2)

Berechnen Sie, welchen Winkel die Kante A1B1‾\overline{A_1B_1} mit der Grundfläche A1A2A3A4A_1A_2A_3A_4 des Körpers einschließt.

°

c) Die Kante A3B3‾\overline{A_3B_3} liegt in der Geraden A3B3:x⃗=(−4−40)+r⋅(6210),r∈RA_3B_3: \vec{x} = \begin{pmatrix} -4 \\ -4 \\ 0 \end{pmatrix} + r \cdot \begin{pmatrix} 6 \\ 2 \\ 10 \end{pmatrix}, r \in \mathbb{R}, und die Kante A4B4‾\overline{A_4B_4} liegt in der Geraden A4B4:x⃗=(4−40)+s⋅(−2610),s∈RA_4B_4: \vec{x} = \begin{pmatrix} 4 \\ -4 \\ 0 \end{pmatrix} + s \cdot \begin{pmatrix} -2 \\ 6 \\ 10 \end{pmatrix}, s \in \mathbb{R}.

(1)

Weisen Sie durch eine Rechnung nach, dass die Geraden A3B3A_3B_3 und A4B4A_4B_4 zueinander windschief sind.

Aufgabe B3 - Längen, Winkel und Abstände · Längen, Winkel und Abstände im Raum

Aufgabe B3 - Längen, Winkel und Abstände

Abbildung 1 zeigt einen Pyramidenstumpf. Das Koordinatensystem ist so festgelegt, dass die quadratische Grundfläche A1A2A3A4A_1A_2A_3A_4 in der x1x_1-x2x_2-Ebene liegt, während sich die quadratische Deckfläche in einer zur x1x_1-x2x_2-Ebene parallelen Ebene auf der Höhe 10 befindet. Zudem geht die x3x_3-Achse durch die Diagonalenschnittpunkte beider Quadrate. Die Seitenlänge der quadratischen Deckfläche beträgt 4.

Es gilt A1(4∣4∣0)A_1(4|4|0), A2(−4∣4∣0)A_2(-4|4|0), A4(4∣−4∣0)A_4(4|-4|0) und D(2∣2∣10)D(2|2|10).

Abbildung 2 zeigt einen Körper, der entsteht, wenn man die Deckfläche um 90∘90^\circ um die x3x_3-Achse dreht und die Grundfläche A1A2A3A4A_1A_2A_3A_4 dabei unverändert lässt. In Abbildung 3 ist dieser Körper in der Draufsicht zu sehen. Für den in den Abbildungen 2 und 3 gezeigten Körper, auf den sich die folgenden Aufgaben beziehen, gilt:

A1(4∣4∣0)A_1(4|4|0), A2(−4∣4∣0)A_2(-4|4|0), A4(4∣−4∣0)A_4(4|-4|0),

B1(−2∣2∣10)B_1(-2|2|10), B2(−2∣−2∣10)B_2(-2|-2|10), B3(2∣−2∣10)B_3(2|-2|10), B4(2∣2∣10)B_4(2|2|10).

a) (1)

Geben Sie an, welche Koordinaten der Punkt A3A_3 besitzt.

a) (2)

Berechnen Sie, welches Volumen der Pyramidenstumpf hat.

a) (3)

Berechnen Sie den Flächeninhalt FSF_S der quadratischen Fläche SS, die entsteht, wenn der Pyramidenstumpf in der Höhe 5 von einer zur x1x_1-x2x_2-Ebene parallelen Ebene geschnitten wird.

b) (1) (i)

Die Punkte A1A_1, A2A_2 und B1B_1 liegen in der Ebene EE. Ermitteln Sie für EE eine Gleichung in Koordinatenform.

b) (1) (ii)

Untersuchen Sie durch eine Rechnung, ob B2B_2 ein Punkt der Ebene EE ist.

b) (2)

Berechnen Sie die Größe des Winkels, den die Kante A1B1‾\overline{A_1B_1} mit der Grundfläche A1A2A3A4A_1A_2A_3A_4 des Körpers einschließt.

°

c) (1)

Weisen Sie durch eine Rechnung nach, dass die Geraden A3B3A_3B_3 und A4B4A_4B_4 zueinander windschief sind.

c) (2) (i)

Bestimmen Sie mithilfe von (I), (II) und (III) die Werte von rr und ss.

c) (2) (ii)

Interpretieren Sie, was der Wert 4⋅63\frac{4\cdot\sqrt{6}}{3} geometrisch bedeutet.

d) (1)

Weisen Sie nach: H1(4−610⋅h  |  4−210⋅h  |  h)H_1\left(4 - \frac{6}{10}\cdot h \;\middle|\; 4 - \frac{2}{10}\cdot h \;\middle|\; h\right).

d) (2)

Zeigen Sie: Der Flächeninhalt F(h)F(h) des Quadrates H1H2H3H4H_1H_2H_3H_4 in der Höhe hh beträgt F(h)=45⋅h2−645⋅h+64F(h) = \frac{4}{5}\cdot h^2 - \frac{64}{5}\cdot h + 64.

d) (3)

Ermitteln Sie diejenige Höhe hh, für die das Quadrat H1H2H3H4H_1H_2H_3H_4 den kleinsten Flächeninhalt hat.

d) (4)

In einer bestimmten Höhe hh gilt α=45∘\alpha = 45^\circ. Ermitteln Sie diese Höhe hh.

Aufgabe B3 - Extremwertaufgabe · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Abbildung 1 zeigt einen Pyramidenstumpf. Das Koordinatensystem ist so festgelegt, dass die quadratische Grundfläche A1A2A3A4A_1A_2A_3A_4 in der x1x_1-x2x_2-Ebene liegt, während sich die quadratische Deckfläche in einer zur x1x_1-x2x_2-Ebene parallelen Ebene auf der Höhe 10 befindet. Zudem geht die x3x_3-Achse durch die Diagonalenschnittpunkte beider Quadrate. Die Seitenlänge der quadratischen Deckfläche beträgt 4.

Es gilt A1(4∣4∣0)A_1(4|4|0), A2(−4∣4∣0)A_2(-4|4|0), A4(4∣−4∣0)A_4(4|-4|0) und D(2∣2∣10)D(2|2|10).

Abbildung 2 zeigt einen Körper, der entsteht, wenn man die Deckfläche um 90∘90^\circ um die x3x_3-Achse dreht und die Grundfläche A1A2A3A4A_1A_2A_3A_4 dabei unverändert lässt. In Abbildung 3 ist dieser Körper in der Draufsicht zu sehen. Für den in den Abbildungen 2 und 3 gezeigten Körper, auf den sich die folgenden Aufgaben beziehen, gilt:

A1(4∣4∣0)A_1(4|4|0), A2(−4∣4∣0)A_2(-4|4|0), A4(4∣−4∣0)A_4(4|-4|0),

B1(−2∣2∣10)B_1(-2|2|10), B2(−2∣−2∣10)B_2(-2|-2|10), B3(2∣−2∣10)B_3(2|-2|10), B4(2∣2∣10)B_4(2|2|10).

d) H1H_1 ist der Punkt auf der Kante A1B1‾\overline{A_1B_1} in der Höhe hh, 0<h≤100 < h \le 10.

Die Punkte H1H2H3H4H_1H_2H_3H_4 bilden in jeder Höhe hh, 0<h≤100 < h \le 10, ein Quadrat. Der Flächeninhalt F(h)F(h) des Quadrates H1H2H3H4H_1H_2H_3H_4 in der Höhe hh beträgt

F(h)=45h2−645h+64.F(h) = \frac{4}{5}h^2 - \frac{64}{5}h + 64.

(3)

Ermitteln Sie diejenige Höhe hh, für die das Quadrat H1H2H3H4H_1H_2H_3H_4 den kleinsten Flächeninhalt besitzt.

Aufgabe B4 - Mehrstufige Zufallsexperimente · Mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten

Mit Gesichtserkennungssystemen lassen sich Personen auf Fotos, in Videos oder live identifizieren. Das System gleicht dazu bestimmte Gesichtsmerkmale mit bereits vorhandenen Fotos ab. Ist die Ähnlichkeit ausreichend hoch, bewertet das System zwei Gesichter als dieselbe Person.

Eine Gesichtserkennungssoftware wird anhand von Aufnahmen freiwilliger Personen getestet. Von einem Teil dieser Personen werden Fotos in einer Datenbank hinterlegt; sie heißen im Folgenden Zielpersonen. Freiwillige, deren Fotos nicht in der Datenbank liegen, heißen Kontrollpersonen.

Während einer Testphase vergleicht die Software Videos einzelner Personen (Zielpersonen ebenso wie Kontrollpersonen) mit den in der Datenbank gespeicherten Fotos.

a) In der Testphase erkennt die Software eine Zielperson in einem Video mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 %80\,\% korrekt als Zielperson. Im Weiteren wird diese Wahrscheinlichkeit Trefferwahrscheinlichkeit genannt.

Eine Kontrollperson wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,1 %0{,}1\,\% irrtümlich als Zielperson klassifiziert.

10 %10\,\% der in der Testphase verwendeten Videos zeigen Zielpersonen.

(1)

Erstellen Sie für die geschilderte Situation ein beschriftetes Baumdiagramm mit zwei Stufen.

(2)

(i)

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Software die Person in einem zufällig gewählten Video als Zielperson einstuft.

(ii)

Die Software stuft die Person in einem zufällig gewählten Video als Zielperson ein.

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass es sich bei dieser Person in Wirklichkeit um eine Kontrollperson handelt.

Aufgabe B4 - Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeit… · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

Mit Gesichtserkennungssystemen lassen sich Personen auf Fotos, in Videos oder live identifizieren. Das System gleicht dazu bestimmte Gesichtsmerkmale mit bereits vorhandenen Fotos ab. Ist die Ähnlichkeit ausreichend hoch, bewertet das System zwei Gesichter als dieselbe Person.

Eine Gesichtserkennungssoftware wird anhand von Aufnahmen freiwilliger Personen getestet. Von einem Teil dieser Personen werden Fotos in einer Datenbank hinterlegt; sie heißen im Folgenden Zielpersonen. Freiwillige, deren Fotos nicht in der Datenbank liegen, heißen Kontrollpersonen.

Während einer Testphase vergleicht die Software Videos einzelner Personen (Zielpersonen ebenso wie Kontrollpersonen) mit den in der Datenbank gespeicherten Fotos.

b) Für eine Werbebroschüre will die Softwarefirma Aussagen über die Qualität ihrer Gesichtserkennungssoftware sammeln. Hierfür sind Wahrscheinlichkeiten bestimmter Ereignisse erforderlich. Unter anderem wird angenommen, dass wie in der Testphase die Trefferwahrscheinlichkeit 80 %80\,\% beträgt.

(1)

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit für das folgende Ereignis:

Die Software stuft bei 50 zufällig gewählten Videos von Zielpersonen in mehr als 40 Videos die abgebildete Person korrekt als Zielperson ein.

(2)

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass bei 100 zufällig gewählten Videos von Zielpersonen die Anzahl der Videos mit korrekter Einstufung der abgebildeten Person als Zielperson höchstens um 1,5 Standardabweichungen vom Erwartungswert abweicht.

(3)

Bestimmen Sie die kleinste Anzahl zufällig gewählter Videos von Zielpersonen, die die Software mit der Datenbank abgleichen muss, damit mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 95 %95\,\% in mindestens zehn dieser Videos die abgebildete Person korrekt als Zielperson eingestuft wird.

c) Eine binomialverteilte Zufallsgröße XX mit den Parametern n=100n = 100 und p=0,8p = 0{,}8 hat den Erwartungswert μ=80\mu = 80 und die Standardabweichung σ=4\sigma = 4.

Die folgende Abbildung zeigt einen Ausschnitt des Histogramms der Wahrscheinlichkeitsverteilung von XX. Zusätzlich ist der Graph der Dichtefunktion φ80;4\varphi_{80;4} der Normalverteilung mit μ=80\mu = 80 und σ=4\sigma = 4 eingezeichnet.

Mit der Dichtefunktion φ80;4\varphi_{80;4} lassen sich Wahrscheinlichkeiten der Zufallsgröße XX abschätzen.

Näherungsweise lässt sich die Wahrscheinlichkeit P100;0,8(74≤X≤86)P_{100;0{,}8}(74 \le X \le 86) mit

∫73,586,5φ80;4(k) dk\int_{73{,}5}^{86{,}5} \varphi_{80;4}(k)\,\mathrm{d}k

berechnen.

Erklären Sie mithilfe der Abbildung, warum diese Integrationsgrenzen gewählt werden.

Aufgabe B4 - Beurteilende Statistik · Beurteilende Statistik: Tests und Intervalle

Mit Gesichtserkennungssystemen lassen sich Personen auf Fotos, in Videos oder live identifizieren. Das System gleicht dazu bestimmte Gesichtsmerkmale mit bereits vorhandenen Fotos ab. Ist die Ähnlichkeit ausreichend hoch, bewertet das System zwei Gesichter als dieselbe Person.

Eine Gesichtserkennungssoftware wird anhand von Aufnahmen freiwilliger Personen getestet. Von einem Teil dieser Personen werden Fotos in einer Datenbank hinterlegt; sie heißen im Folgenden Zielpersonen. Freiwillige, deren Fotos nicht in der Datenbank liegen, heißen Kontrollpersonen.

Während einer Testphase vergleicht die Software Videos einzelner Personen (Zielpersonen ebenso wie Kontrollpersonen) mit den in der Datenbank gespeicherten Fotos.

d) Ein weiterer Anbieter vertreibt ebenfalls eine Gesichtserkennungssoftware. Nach Angabe des Anbieters liegt die Trefferwahrscheinlichkeit dieser Software bei 90 %90\,\%.

Eine Sicherheitsingenieurin will die Angabe des Anbieters mit einem Hypothesentest zum Signifikanzniveau 10 %10\,\% überprüfen. Sie will dabei möglichst ausschließen, dem Anbieter zu Unrecht vorzuwerfen, die Trefferwahrscheinlichkeit liege unter dem angegebenen Wert, obwohl sie in Wirklichkeit 90 %90\,\% beträgt oder höher ist.

(1)

Entscheiden Sie begründet, ob sich die Sicherheitsingenieurin für die Nullhypothese H0:p<0,9H_0: p < 0{,}9 oder die Nullhypothese H0:p≥0,9H_0: p \ge 0{,}9 entscheiden sollte.

H0:p≥0,9H_0: p \ge 0{,}9

H0:p<0,9H_0: p < 0{,}9

Zur Überprüfung ihrer Nullhypothese lässt die Sicherheitsingenieurin 200200 zufällig ausgewählte Videos von Zielpersonen durch die Software überprüfen.

(2)

Bestimmen Sie für den zuvor beschriebenen Hypothesentest eine Entscheidungsregel.

Aufgabe B5 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Skoliose ist eine Erkrankung der Wirbelsäule, bei der diese nicht gerade verläuft, sondern bei der mehrere Wirbel eine bogenförmige Krümmung aufweisen (siehe Abbildung 1). Auf Röntgenbildern lässt sich diese Krümmung sehen, und anhand dieser Aufnahmen wird über die weitere Behandlung entschieden.

Ein Abschnitt der Wirbelsäule eines Skoliose-Patienten wird für −2≤x≤2-2 \le x \le 2 durch die Funktion ff beschrieben mit

f(x)=0,8⋅e−x2,x∈R.f(x) = 0{,}8 \cdot \mathrm{e}^{-x^2}, \quad x \in \mathbb{R}.

Eine Einheit im Koordinatensystem steht für einen Dezimeter (dm).

Die xx-Achse stellt den geraden Wirbelsäulenverlauf einer gesunden Person ohne Skoliose dar.

In Abbildung 2 sind das um 90∘90^\circ gedrehte Röntgenbild der Wirbelsäule und der Graph von ff zu sehen.

Teilaufgabe a)

a) (1)

Bestimmen Sie durch Rechnung die Koordinaten des Hochpunkts am Graphen von ff.

Deuten Sie die yy-Koordinate des Hochpunkts im Kontext der Aufgabe.

H(H(

∣\mid

))

a) (2)

(i) Zeigen Sie durch Rechnung, dass der Graph von ff symmetrisch zur yy-Achse verläuft.

Der Punkt W1(−12  |  f(−12))W_1\left(-\frac{1}{\sqrt{2}} \;\middle|\; f\left(-\frac{1}{\sqrt{2}}\right)\right) ist der Wendepunkt des Graphen von ff im II. Quadranten.

(ii) Zeigen Sie, dass die Gerade t1t_1 mit t1:y=0,8⋅2⋅e−0,5⋅x+1,6⋅e−0,5t_1: y = 0{,}8 \cdot \sqrt{2} \cdot e^{-0{,}5} \cdot x + 1{,}6 \cdot e^{-0{,}5} die Tangente an den Graphen von ff im Punkt W1W_1 ist.

(iii) Geben Sie den zweiten Wendepunkt W2W_2 und eine Gleichung der Tangente t2t_2 an den Graphen von ff im Punkt W2W_2 an.

W2(W_2(

∣\mid

))

a) (3)

Cobb-Winkel von mehr als 70∘70^\circ können als Nebenwirkung zu Kurzatmigkeit führen. Laut einer Studie ist bei einem Cobb-Winkel von kleiner als 70∘70^\circ nicht von einer Beeinträchtigung der Atemwege auszugehen.

Der Cobb-Winkel kann mit der Formel

α=∢(t1,t2)=tan⁡−1(m1−m21+m1⋅m2)\alpha = \sphericalangle(t_1, t_2) = \tan^{-1}\left(\frac{m_1 - m_2}{1 + m_1 \cdot m_2}\right)

aus den Steigungen m1m_1 bzw. m2m_2 der Wendetangenten t1t_1 bzw. t2t_2 berechnet werden.

Berechnen Sie den Cobb-Winkel und beurteilen Sie, ob bei dieser Skoliose von einer Beeinträchtigung der Atemwege auszugehen ist.

°

Teilaufgabe c)

Für einige weitere Skoliose-Patienten konnte der Verlauf der Wirbelsäule durch eine Funktion hkh_k mit

hk(x)=0,8⋅e−k⋅x2,k>0,  x∈Rh_k(x) = 0{,}8 \cdot e^{-k \cdot x^2}, \quad k > 0, \; x \in \mathbb{R}

beschrieben werden.

In einem vereinfachten Ansatz zur Analyse der Skoliose soll die maximale Steigung des Graphen der Funktion hkh_k betrachtet werden. Wenn die maximale Steigung größer ist als 0,840{,}84, ist ein besonderes Therapieprogramm erforderlich.

c) (1)

Bestimmen Sie die maximale Steigung des Graphen von hkh_k abhängig von kk.

c) (2)

Ermitteln Sie, für welche Werte von k>0k > 0 die maximale Steigung größer ist als 0,840{,}84.

k>k >

Teilaufgabe d)

Ein Arzt überlegt, nicht den Cobb-Winkel zwischen den Tangenten in den Wendepunkten zu verwenden, sondern stattdessen den Winkel zwischen den Tangenten an den äußeren Kanten der Wirbel, auf denen die Wendepunkte liegen.

Das bedeutet: Statt der Tangente im Punkt W1W_1 wird die Tangente im Punkt P1P_1 verwendet, der weiter links auf dem Graphen von ff liegt. Ebenso wird statt der Tangente im Punkt W2W_2 die Tangente im Punkt P2P_2 verwendet, der weiter rechts auf dem Graphen von ff liegt (siehe Abbildung 6).

d)

Beurteilen Sie, ohne weiter zu rechnen, ob diese Änderung zu einem größeren oder einem kleineren Winkel führt.

Aufgabe B5 - Symmetrie · Funktionen und ihre Eigenschaften

Skoliose ist eine Erkrankung der Wirbelsäule, bei der diese nicht gerade verläuft, sondern bei der mehrere Wirbel eine bogenförmige Krümmung aufweisen (siehe Abbildung 1). Auf Röntgenbildern lässt sich diese Krümmung sehen, und anhand dieser Aufnahmen wird über die weitere Behandlung entschieden.

Ein Abschnitt der Wirbelsäule eines Skoliose-Patienten wird für −2≤x≤2-2 \le x \le 2 durch die Funktion ff beschrieben mit

f(x)=0,8⋅e−x2,x∈R.f(x) = 0{,}8 \cdot \mathrm{e}^{-x^2}, \quad x \in \mathbb{R}.

Eine Einheit im Koordinatensystem steht für einen Dezimeter (dm).

Die xx-Achse stellt den geraden Wirbelsäulenverlauf einer gesunden Person ohne Skoliose dar.

In Abbildung 2 sind das um 90∘90^\circ gedrehte Röntgenbild der Wirbelsäule und der Graph von ff zu sehen.

a) (2) (i)

Zeigen Sie durch eine Rechnung, dass der Graph von ff symmetrisch zur yy-Achse verläuft.

Aufgabe B5 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Skoliose ist eine Erkrankung der Wirbelsäule, bei der diese nicht gerade verläuft, sondern bei der mehrere Wirbel eine bogenförmige Krümmung aufweisen (siehe Abbildung 1). Auf Röntgenbildern lässt sich diese Krümmung sehen, und anhand dieser Aufnahmen wird über die weitere Behandlung entschieden.

Ein Abschnitt der Wirbelsäule eines Skoliose-Patienten wird für −2≤x≤2-2 \le x \le 2 durch die Funktion ff beschrieben mit

f(x)=0,8⋅e−x2,x∈R.f(x) = 0{,}8 \cdot \mathrm{e}^{-x^2}, \quad x \in \mathbb{R}.

Eine Einheit im Koordinatensystem steht für einen Dezimeter (dm).

Die xx-Achse stellt den geraden Wirbelsäulenverlauf einer gesunden Person ohne Skoliose dar.

In Abbildung 2 sind das um 90∘90^\circ gedrehte Röntgenbild der Wirbelsäule und der Graph von ff zu sehen.

b) Skoliosen können unter anderem mit einem Korsett 1 behandelt werden.

Bei der Herstellung eines Korsetts kommt für den größten Teil des Bereichs, in dem die Wirbelsäule seitlich verschoben ist, ein spezielles Material zum Einsatz. In Abbildung 4 ist die Fläche, auf der dieses spezielle Material eingesetzt wird, schraffiert eingezeichnet.

1 Ein Korsett ist eine stabile oder stabilisierende Stützkonstruktion für den Rumpf und die Wirbelsäule. Es wird meist nach Verletzungen oder bei bestimmten Erkrankungen getragen.

Bestimmen Sie den Inhalt der Fläche, auf der das spezielle Material eingesetzt wird.

[4 Punkte]

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