Abitur NRW Mathematik 2023 · GK · Nachtermin · GTR · Weiterbildungskolleg

Abiturprüfung Mathematik in Nordrhein-Westfalen 2023, GK · Nachtermin · GTR · Weiterbildungskolleg: 20 Aufgaben mit Lösungen. Mit automatischer Korrektur.

Themen der Prüfung: Funktionen und ihre Eigenschaften · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte · Graphen von f, f′ und F deuten · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben) · Integralrechnung: Flächen und Bestände · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen · Längen, Winkel und Abstände im Raum · Mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen · Beurteilende Statistik: Tests und Intervalle

Aufgabe a · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Betrachtet wird die Funktion ff mit f(x)=x3−2⋅x2, x∈Rf(x)=x^3-2\cdot x^2,\ x\in\mathbb{R}.

(1)

Bestimmen Sie alle Stellen, an denen die Funktion den Wert null annimmt.

(2)

Berechnen Sie den Flächeninhalt des Bereichs, der vom Graphen von ff und der xx-Achse begrenzt wird.

FE

Aufgabe b · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Gegeben ist die Funktion ff mit f(x)=16⋅x3−2⋅x2+283, x∈Rf(x)=\frac{1}{6}\cdot x^3 - 2\cdot x^2 + \frac{28}{3},\ x\in\mathbb{R}.

(1)

Weisen Sie nach, dass der Graph der Funktion ff an der Stelle x=0x=0 einen Hochpunkt im lokalen Sinne aufweist.

(2)

Begründen Sie, dass die Tangente an den Graphen von ff an der Stelle x=0x=0 den Punkt P(43∣283)P\left(\frac{4}{3}\Big|\frac{28}{3}\right) enthält.

(3)

Der Graph von ff enthält den Punkt Q(4∣−12)Q(4|-12).

Zeigen Sie: Die Gerade, die durch PP und QQ verläuft, tangiert den Graphen von ff im Punkt QQ.

Aufgabe c · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Betrachtet wird die Funktion ff mit f(x)=(2x−1)⋅e2x, x∈R.f(x)=(2x-1)\cdot\mathrm{e}^{2x},\ x\in\mathbb{R}. In Abbildung 1 ist der Graph von ff zu sehen.

Außerdem betrachtet man die Funktion FF mit F(x)=(x−1)⋅e2x, x∈R, gegeben.F(x)=(x-1)\cdot\mathrm{e}^{2x},\ x\in\mathbb{R},\text{ gegeben.}

(1)

Weisen Sie nach, dass die Funktion FF eine Stammfunktion von ff darstellt.

(2)

Die xx-Achse wird vom Graphen der Funktion ff nur an der Stelle x=12x=\frac{1}{2} geschnitten. Berechnen Sie den Inhalt der in Abbildung 1 schraffierten Fläche.

FE

Aufgabe d · Längen, Winkel und Abstände im Raum

Gegeben sind die Vektoren u⃗=(4pq)\vec{u} = \begin{pmatrix} 4 \\ p \\ q \end{pmatrix} und v⃗=(−221)\vec{v} = \begin{pmatrix} -2 \\ 2 \\ 1 \end{pmatrix} mit p,q∈Rp, q \in \mathbb{R}.

(1)

Geben Sie diejenigen Werte von pp und qq an, bei denen u⃗\vec{u} und v⃗\vec{v} kollinear zueinander sind.

(2)

Für passende Werte von pp und qq spannen die Vektoren u⃗\vec{u} und v⃗\vec{v} ein Rechteck auf. Geben Sie dafür ein Beispiel an.

(3)

Prüfen Sie, ob sich Werte für pp und qq finden lassen, für die der Vektor u⃗\vec{u} die Länge 9 [LE] besitzt.

Aufgabe e · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen

e) Gegeben ist die Ebene E:x⃗=u⃗+r⋅v⃗+s⋅w⃗E: \vec{x} = \vec{u} + r \cdot \vec{v} + s \cdot \vec{w}, r,s∈Rr, s \in \mathbb{R}.

Abbildung 2 zeigt einen Teil der Ebene E.

(1) (i)

Der in Abbildung 2 markierte Punkt AA liegt in der Ebene EE. Man erhält ihn, indem man ganzzahlige Werte für die Parameter rr und ss in die Parametergleichung von EE einsetzt.

Geben Sie anhand von Abbildung 2 Werte für rr und ss an, für die u⃗+r⋅v⃗+s⋅w⃗=OA⃗\vec{u} + r \cdot \vec{v} + s \cdot \vec{w} = \vec{OA} erfüllt ist.

(1) (ii)

Zeichnen Sie in Abbildung 2 den Bereich ein, den man erhält, wenn in die Parametergleichung von EE für rr und ss sämtliche Werte mit 0≤r≤20 \le r \le 2 und −1≤s≤1-1 \le s \le 1 eingesetzt werden.

(2)

Es gilt: E:x⃗=(123)+r⋅(2−10)+s⋅(0−11)E: \vec{x} = \begin{pmatrix} 1 \\ 2 \\ 3 \end{pmatrix} + r \cdot \begin{pmatrix} 2 \\ -1 \\ 0 \end{pmatrix} + s \cdot \begin{pmatrix} 0 \\ -1 \\ 1 \end{pmatrix}, r,s∈Rr, s \in \mathbb{R}.

Untersuchen Sie, ob die Ebene EE den Punkt P(5∣0∣2)P(5|0|2) enthält.

Aufgabe B1 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Aufgabenstellung:

Die Funktion ff sei durch die folgende Gleichung festgelegt:

f(x)=(x+0,5)⋅(x−0,5)⋅ex=(x2−0,25)⋅ex,x∈Rf(x)=(x+0,5)\cdot (x-0,5)\cdot\mathrm{e}^x = (x^2 - 0,25)\cdot\mathrm{e}^x,\quad x\in\mathbb{R}

Die Funktion gg ist durch folgende Gleichung festgelegt:

g(x)=(x+1)⋅(x−1)⋅ex,x∈Rg(x)=(x+1)\cdot (x-1)\cdot\mathrm{e}^x,\quad x\in\mathbb{R}

Abbildung 1 zeigt den Graphen der Funktion gg.

Aufgabenstellung:

Die Funktion ff ist durch folgende Gleichung definiert:

f(x)=(x+0,5)⋅(x−0,5)⋅ex=(x2−0,25)⋅ex,x∈R.f(x) = (x+0{,}5)\cdot(x-0{,}5)\cdot\mathrm{e}^x = (x^2 - 0{,}25)\cdot\mathrm{e}^x,\quad x\in\mathbb{R}.

a)

(1)

Der Graph von ff besitzt zwei lokale Extrempunkte. Bestimmen Sie die Koordinaten dieser Punkte.

(( ∣\mid

))

(( ∣\mid

))

(2)

Gegeben ist f′′(x)=(x2+4⋅x+1,75)⋅exf''(x) = (x^2 + 4\cdot x + 1{,}75)\cdot\mathrm{e}^x. Untersuchen Sie die Funktion ff rechnerisch auf Wendestellen; Werte oder Zusammenhänge, die an Funktionsgraphen abgelesen wurden, dürfen dabei nicht verwendet werden.

xw1=x_{w1} =

xw2=x_{w2} =

(3)

(i) Weisen Sie nach, dass gilt: f′(x)=(x2+2⋅x−0,25)⋅exf'(x) = (x^2 + 2\cdot x - 0{,}25)\cdot\mathrm{e}^x.

(ii) Zeigen Sie rechnerisch, dass t:y=−e−1,5⋅x+0,5⋅e−1,5t: y = -\mathrm{e}^{-1{,}5}\cdot x + 0{,}5\cdot\mathrm{e}^{-1{,}5} die Tangente an den Graphen von ff im Punkt (−1,5∣f(−1,5))(-1{,}5\mid f(-1{,}5)) ist.

b)

Für −1<z<1-1 < z < 1 bilden die Punkte P(−1∣0)P(-1\mid 0), Qz(z∣g(z))Q_z(z\mid g(z)) und Rz(z∣0)R_z(z\mid 0) das Dreieck PQzRzPQ_zR_z.

(1)

Zeichnen Sie in Abbildung 1 das Dreieck PQzRzPQ_zR_z für z=0,75z = 0{,}75 ein.

(2)

Begründen Sie, dass der Flächeninhalt BB des Dreiecks PQzRzPQ_zR_z abhängig von zz durch die Gleichung

B(z)=−0,5⋅(z+1)2⋅(z−1)⋅ezB(z) = -0{,}5\cdot(z+1)^2\cdot(z-1)\cdot\mathrm{e}^z

berechnen lässt.

(3)

Bestimmen Sie den größtmöglichen Flächeninhalt des Dreiecks PQzRzPQ_zR_z.

[FE]

Aufgabe B1 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Aufgabenstellung:

Die Funktion ff sei durch die folgende Gleichung festgelegt:

f(x)=(x+0,5)⋅(x−0,5)⋅ex=(x2−0,25)⋅ex,x∈Rf(x)=(x+0,5)\cdot (x-0,5)\cdot\mathrm{e}^x = (x^2 - 0,25)\cdot\mathrm{e}^x,\quad x\in\mathbb{R}

Die Funktion gg ist durch folgende Gleichung festgelegt:

g(x)=(x+1)⋅(x−1)⋅ex,x∈Rg(x)=(x+1)\cdot (x-1)\cdot\mathrm{e}^x,\quad x\in\mathbb{R}

Abbildung 1 zeigt den Graphen der Funktion gg.

a) (4) Neben dem bereits bekannten Punkt haben der Graph von ff und die Tangente tt einen zweiten gemeinsamen Punkt.

(i)

Bestimmen Sie den Inhalt der Fläche AA, die vom Graphen der Funktion ff und der Tangente tt begrenzt wird.

(ii)

Die Fläche AA reicht teilweise unter die xx-Achse.

Bestimmen Sie, welchen prozentualen Anteil der Inhalt dieser Teilfläche am Inhalt der gesamten Fläche AA ausmacht.

%

Aufgabe B1 - Transformationen und Eigenschaften · Funktionen und ihre Eigenschaften

Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln

Aufgabenstellung:

Die Funktion ff sei durch die folgende Gleichung festgelegt:

f(x)=(x+0,5)⋅(x−0,5)⋅ex=(x2−0,25)⋅ex,x∈Rf(x)=(x+0,5)\cdot (x-0,5)\cdot\mathrm{e}^x = (x^2 - 0,25)\cdot\mathrm{e}^x,\quad x\in\mathbb{R}

Die Funktion gg ist durch folgende Gleichung festgelegt:

g(x)=(x+1)⋅(x−1)⋅ex,x∈Rg(x)=(x+1)\cdot (x-1)\cdot\mathrm{e}^x,\quad x\in\mathbb{R}

Abbildung 1 zeigt den Graphen der Funktion gg.

c) Gegeben ist die Funktion hh mit der Gleichung h(x)=(x−1)⋅x⋅ex−0,5,x∈R.h(x) = (x - 1) \cdot x \cdot e^{x - 0{,}5}, \quad x \in \mathbb{R}.

(1)

Der Graph von hh geht durch eine Transformation aus dem Graphen von ff hervor. Geben Sie diese Transformation an. [2 Punkte]

(2)

Die Graphen von gg und hh haben den Schnittpunkt S(1∣0)S(1 \mid 0) sowie einen weiteren Schnittpunkt TT. Bestimmen Sie die Koordinaten von TT. [2 Punkte]

x:

y:

(3)

Der Graph von ff soll so transformiert werden, dass er den Graphen von gg ebenfalls in S(1∣0)S(1 \mid 0) schneidet, jedoch nicht mit dem Graphen von hh übereinstimmt. Beschreiben Sie eine passende Transformation und geben Sie die zugehörige Funktionsgleichung an. [3 Punkte]

Aufgabe B2 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

In Abbildung 1 ist eine Holzliege zu sehen, deren geschwungene Liegefläche auf zwei Seitenteilen ruht. Für die Seitenteile wird Holz mit einer Dicke von 4 cm4\text{ cm} verwendet. 1 cm31\text{ cm}^3 dieses Holzes besitzt eine Masse von 0,75 g0{,}75\text{ g}.

Abbildung 2 zeigt modellhaft den Längsschnitt eines Seitenteils dieser Liege. Der Graph einer Funktion gg beschreibt den oberen Rand, der Graph einer Funktion hh den unteren Rand.

Der obere Rand wird in einem geeigneten Intervall durch den Graphen der Funktion gg dargestellt. Dabei gilt:

g(x)=23x3−3x2+4x−710,x∈Rg(x) = \frac{2}{3}x^3 - 3x^2 + 4x - \frac{7}{10}, \quad x \in \mathbb{R} In der Realität steht eine Längeneinheit des Modells für 40 cm40\text{ cm}.

Bei der Optimierung der Liegenform zeigte sich, dass eine gerade Liegefläche im Kopfbereich vorteilhafter ist. Daher wird für x≥2,4x \ge 2{,}4 der Graph von gg durch die Tangente tt an den Graphen von gg im Punkt P(2,4∣g(2,4))P(2{,}4 \mid g(2{,}4)) ersetzt (siehe Abbildung 3).

In der Regel liegt eine Person so auf der Liege, dass sich im Längsschnitt die Kniekehlen etwa in dem Punkt befinden, den im Modell der lokale Hochpunkt HH des Graphen von gg darstellt. Das Gesäß liegt dann etwa in dem Punkt, der im Modell dem lokalen Tiefpunkt TT des Graphen von gg entspricht (siehe Abbildung 2). Eine Liege ist bequem, wenn die Oberschenkellänge ungefähr so groß ist wie der Abstand dieser beiden Punkte (erste Bedingung). Zudem soll die Steigung zwischen diesen beiden Punkten stets zwischen −0,7-0,7 und 0,70,7 liegen (zweite Bedingung).

Teilaufgabe a

a) (1)

Geben Sie g′(x)g'(x) an und berechnen Sie die Koordinaten der Extrempunkte des Graphen von gg; Werte oder Zusammenhänge, die aus Funktionsgraphen abgelesen wurden, dürfen dabei nicht genutzt werden.

[Zur Kontrolle: Die Extremstellen liegen bei x=1x = 1 und x=2x = 2.]

a) (2)

Berechnen Sie, wie weit Hochpunkt und Tiefpunkt im Modell voneinander entfernt sind.

a) (3)

Ermitteln Sie, welche Steigung der Graph von gg an der Wendestelle besitzt.

a) (4)

Bei einer Körpergröße von 172 cm beträgt die Oberschenkellänge im Mittel 40 cm.

Beurteilen Sie, ob die Liege für eine solche Person beide Bedingungen an eine bequeme Liege erfüllt.

Teilaufgabe c (1)

Bei dem Versuch, die Form der Liege zu optimieren, wurde festgestellt, dass es besser ist, die Form der Liegefläche im Kopfbereich gerade zu gestalten. Deshalb wird nun für x≥2,4x \ge 2{,}4 der Graph der Funktion gg durch die Tangente tt an den Graphen von gg im Punkt P(2,4∣g(2,4))P(2{,}4 \mid g(2{,}4)) ersetzt (siehe Abbildung 3).

c) (1)

Bestimmen Sie durch Rechnung eine Gleichung der Tangente tt.

[Zur Kontrolle: t:y=1,12x−1,852t: y = 1{,}12x - 1{,}852.]

Teilaufgabe d

d)

Am Seitenteil wird eine Leiste vv parallel zur yy-Achse befestigt (siehe Abbildung 3). Sie wird an der Stelle xvx_v mit 0,34<xv<2,400{,}34 < x_v < 2{,}40 angebracht, an der der vertikale Abstand (Abstand in yy-Richtung) zwischen oberem und unterem Rand des Seitenteils am größten ist.

Ermitteln Sie den größten vertikalen Abstand zwischen dem oberen und dem unteren Rand des Seitenteils.

Aufgabe B2 - Funktionsterme bestimmen · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben)

In Abbildung 1 ist eine Holzliege zu sehen, deren geschwungene Liegefläche auf zwei Seitenteilen ruht. Für die Seitenteile wird Holz mit einer Dicke von 4 cm4\text{ cm} verwendet. 1 cm31\text{ cm}^3 dieses Holzes besitzt eine Masse von 0,75 g0{,}75\text{ g}.

Abbildung 2 zeigt modellhaft den Längsschnitt eines Seitenteils dieser Liege. Der Graph einer Funktion gg beschreibt den oberen Rand, der Graph einer Funktion hh den unteren Rand.

Der obere Rand wird in einem geeigneten Intervall durch den Graphen der Funktion gg dargestellt. Dabei gilt:

g(x)=23x3−3x2+4x−710,x∈Rg(x) = \frac{2}{3}x^3 - 3x^2 + 4x - \frac{7}{10}, \quad x \in \mathbb{R} In der Realität steht eine Längeneinheit des Modells für 40 cm40\text{ cm}.

Bei der Optimierung der Liegenform zeigte sich, dass eine gerade Liegefläche im Kopfbereich vorteilhafter ist. Daher wird für x≥2,4x \ge 2{,}4 der Graph von gg durch die Tangente tt an den Graphen von gg im Punkt P(2,4∣g(2,4))P(2{,}4 \mid g(2{,}4)) ersetzt (siehe Abbildung 3).

b)

Der untere Rand des Seitenteils wird in einem passenden Intervall durch den Graphen der Funktion hh dargestellt. Dabei gilt:

hh ist eine ganzrationale Funktion vierten Grades, und ihr Graph verläuft symmetrisch zur yy-Achse. Der Graph von hh schneidet die yy-Achse im Punkt (0∣0,375)(0 \mid 0{,}375). Außerdem ist der Punkt (102 | 0)\left(\frac{\sqrt{10}}{2} \,\middle|\, 0\right) ein lokaler Tiefpunkt des Graphen von hh.

Ermitteln Sie eine Funktionsgleichung von hh.

[Zur Kontrolle: h(x)=0,06x4−0,3x2+0,375h(x) = 0{,}06x^4 - 0{,}3x^2 + 0{,}375]

h(x)=h(x) =

Aufgabe B2 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

In Abbildung 1 ist eine Holzliege zu sehen, deren geschwungene Liegefläche auf zwei Seitenteilen ruht. Für die Seitenteile wird Holz mit einer Dicke von 4 cm4\text{ cm} verwendet. 1 cm31\text{ cm}^3 dieses Holzes besitzt eine Masse von 0,75 g0{,}75\text{ g}.

Abbildung 2 zeigt modellhaft den Längsschnitt eines Seitenteils dieser Liege. Der Graph einer Funktion gg beschreibt den oberen Rand, der Graph einer Funktion hh den unteren Rand.

Der obere Rand wird in einem geeigneten Intervall durch den Graphen der Funktion gg dargestellt. Dabei gilt:

g(x)=23x3−3x2+4x−710,x∈Rg(x) = \frac{2}{3}x^3 - 3x^2 + 4x - \frac{7}{10}, \quad x \in \mathbb{R} In der Realität steht eine Längeneinheit des Modells für 40 cm40\text{ cm}.

Bei der Optimierung der Liegenform zeigte sich, dass eine gerade Liegefläche im Kopfbereich vorteilhafter ist. Daher wird für x≥2,4x \ge 2{,}4 der Graph von gg durch die Tangente tt an den Graphen von gg im Punkt P(2,4∣g(2,4))P(2{,}4 \mid g(2{,}4)) ersetzt (siehe Abbildung 3).

c) (2)

Ermitteln Sie den Flächeninhalt des schraffierten Bereichs (siehe Abbildung 3) und geben Sie dabei die dafür erforderlichen Integrale an.

[Zur Kontrolle: Der schraffierte Bereich hat einen Flächeninhalt von etwa 1,25 FE.]

FE

c) (3)

Berechnen Sie, welche Masse ein Seitenteil der optimierten Liege hat.

Aufgabe B2 - Transformationen und Eigenschaften · Funktionen und ihre Eigenschaften

In Abbildung 1 ist eine Holzliege zu sehen, deren geschwungene Liegefläche auf zwei Seitenteilen ruht. Für die Seitenteile wird Holz mit einer Dicke von 4 cm4\text{ cm} verwendet. 1 cm31\text{ cm}^3 dieses Holzes besitzt eine Masse von 0,75 g0{,}75\text{ g}.

Abbildung 2 zeigt modellhaft den Längsschnitt eines Seitenteils dieser Liege. Der Graph einer Funktion gg beschreibt den oberen Rand, der Graph einer Funktion hh den unteren Rand.

Der obere Rand wird in einem geeigneten Intervall durch den Graphen der Funktion gg dargestellt. Dabei gilt:

g(x)=23x3−3x2+4x−710,x∈Rg(x) = \frac{2}{3}x^3 - 3x^2 + 4x - \frac{7}{10}, \quad x \in \mathbb{R} In der Realität steht eine Längeneinheit des Modells für 40 cm40\text{ cm}.

Bei der Optimierung der Liegenform zeigte sich, dass eine gerade Liegefläche im Kopfbereich vorteilhafter ist. Daher wird für x≥2,4x \ge 2{,}4 der Graph von gg durch die Tangente tt an den Graphen von gg im Punkt P(2,4∣g(2,4))P(2{,}4 \mid g(2{,}4)) ersetzt (siehe Abbildung 3).

e)

Die Hersteller möchten zukünftig auch Liegen anbieten, die individuell an die jeweilige Körpergröße angepasst sind. Sie benutzen zur Modellierung des oberen Randes des Seitenteils für geeignete k>0k > 0 Funktionen ff mit

f(x)=g(k⋅x)=23(k⋅x)3−3(k⋅x)2+4(k⋅x)−0,7,x∈R.f(x) = g(k\cdot x) = \frac{2}{3}(k\cdot x)^3 - 3(k\cdot x)^2 + 4(k\cdot x) - 0{,}7,\quad x \in \mathbb{R}. Durch die Wahl eines passenden Wertes von kk soll mit der Funktion ff die Liegefläche einer Kinderliege beschrieben werden.

Begründen Sie, warum Werte von k<1k < 1 dafür nicht geeignet sind. (3 Punkte)

Aufgabe B3 - Längen, Winkel und Körper · Längen, Winkel und Abstände im Raum

Aufgabenstellung

Abbildung 1 zeigt einen Pyramidenstumpf. Das Koordinatensystem ist dabei so festgelegt, dass die quadratische Grundfläche A1A2A3A4A_1A_2A_3A_4 in der x1x_1-x2x_2-Ebene liegt, während sich die quadratische Deckfläche in einer zur x1x_1-x2x_2-Ebene parallelen Ebene in der Höhe 10 befindet. Die x3x_3-Achse geht zudem durch die Schnittpunkte der Diagonalen beider Quadrate. Die Seitenlänge der Deckfläche beträgt 4.

Gegeben sind A1(4∣4∣0)A_1(4|4|0), A2(−4∣4∣0)A_2(-4|4|0), A4(4∣−4∣0)A_4(4|-4|0) und D(2∣2∣10)D(2|2|10).

Abbildung 2 zeigt einen Körper, der entsteht, wenn man die Deckfläche um 90∘90^\circ um die x3x_3-Achse dreht und die Grundfläche A1A2A3A4A_1A_2A_3A_4 dabei unverändert lässt. In Abbildung 3 ist dieser Körper von oben zu sehen. Für den in den Abbildungen 2 und 3 abgebildeten Körper, auf den sich die folgenden Aufgaben beziehen, gilt:

A1(4∣4∣0),  A2(−4∣4∣0),  A4(4∣−4∣0),A_1(4|4|0),\; A_2(-4|4|0),\; A_4(4|-4|0),

B1(−2∣2∣10),  B2(−2∣−2∣10),  B3(2∣−2∣10),  B4(2∣2∣10).B_1(-2|2|10),\; B_2(-2|-2|10),\; B_3(2|-2|10),\; B_4(2|2|10).

a)

(1) Geben Sie die Koordinaten von A3A_3 an.

(2) Berechnen Sie das Volumen dieses Pyramidenstumpfes.

VE

(3) Berechnen Sie den Flächeninhalt FSF_S der quadratischen Fläche SS, in der der Pyramidenstumpf von der zur x1-x2x_1\text{-}x_2-Ebene parallelen Ebene in der Höhe 5 geschnitten wird.

[Zur Kontrolle: FS=36 FEF_S = 36\text{ FE}]

FE

b)

(2) Berechnen Sie die Größe des Winkels, den die Kanten A1B1‾\overline{A_1B_1} und A1A2‾\overline{A_1A_2} einschließen.

°

(3) Der Punkt H1(1∣3∣5)H_1(1|3|5) liegt auf der Kante A1B1‾\overline{A_1B_1} in der Höhe 5. Ebenso liegen H2(−3∣1∣5)H_2(-3|1|5), H3H_3 und H4H_4 in der Höhe 5 auf den Kanten A2B2‾\overline{A_2B_2}, A3B3‾\overline{A_3B_3} bzw. A4B4‾\overline{A_4B_4}. Diese vier Punkte bilden das Quadrat H1H2H3H4H_1H_2H_3H_4, dessen Flächeninhalt kleiner ist als FSF_S.

Bestimmen Sie rechnerisch, um wie viel Prozent der Flächeninhalt abgenommen hat.

%

c)

(2) Für die Geraden A3B3A_3B_3 und A4B4A_4B_4 liegt die folgende, nur teilweise dokumentierte Rechnung vor:

(I) OP⃗=(−4−40)+r⋅(6210),OQ⃗=(4−40)+s⋅(−2610),r,s∈R\vec{OP} = \begin{pmatrix} -4 \\ -4 \\ 0 \end{pmatrix} + r\cdot \begin{pmatrix} 6 \\ 2 \\ 10 \end{pmatrix}, \quad \vec{OQ} = \begin{pmatrix} 4 \\ -4 \\ 0 \end{pmatrix} + s\cdot \begin{pmatrix} -2 \\ 6 \\ 10 \end{pmatrix}, \quad r, s \in \mathbb{R}.

(II) PQ⃗=OQ⃗−OP⃗=(8−6r−2s−2r+6s−10r+10s)\vec{PQ} = \vec{OQ} - \vec{OP} = \begin{pmatrix} 8 - 6r - 2s \\ -2r + 6s \\ -10r + 10s \end{pmatrix}.

(III) {PQ⃗⋅(6210)=0PQ⃗⋅(−2610)=0⇔{(8−6r−2s−2r+6s−10r+10s)⋅(6210)=0(8−6r−2s−2r+6s−10r+10s)⋅(−2610)=0⇔{r=…s=…\begin{cases} \vec{PQ} \cdot \begin{pmatrix} 6 \\ 2 \\ 10 \end{pmatrix} = 0 \\ \vec{PQ} \cdot \begin{pmatrix} -2 \\ 6 \\ 10 \end{pmatrix} = 0 \end{cases} \Leftrightarrow \begin{cases} \begin{pmatrix} 8 - 6r - 2s \\ -2r + 6s \\ -10r + 10s \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 6 \\ 2 \\ 10 \end{pmatrix} = 0 \\ \begin{pmatrix} 8 - 6r - 2s \\ -2r + 6s \\ -10r + 10s \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} -2 \\ 6 \\ 10 \end{pmatrix} = 0 \end{cases} \Leftrightarrow \begin{cases} r = \dots \\ s = \dots \end{cases}

(IV) Einsetzen von r=…r = \dots und s=…s = \dots in PQ⃗\vec{PQ} liefert den Vektor 13(48−4)\frac{1}{3} \begin{pmatrix} 4 \\ 8 \\ -4 \end{pmatrix}.

(V) ∣13(48−4)∣=4⋅63≈3,27\left| \frac{1}{3} \begin{pmatrix} 4 \\ 8 \\ -4 \end{pmatrix} \right| = \frac{4\cdot\sqrt{6}}{3} \approx 3{,}27.

(i) Bestimmen Sie rr und ss mithilfe von (I), (II) und (III).

(ii) Interpretieren Sie den Wert 4⋅63\frac{4\cdot\sqrt{6}}{3} geometrisch.

Aufgabe B3 - Geraden und Ebenen · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen

Aufgabenstellung

Abbildung 1 zeigt einen Pyramidenstumpf. Das Koordinatensystem ist dabei so festgelegt, dass die quadratische Grundfläche A1A2A3A4A_1A_2A_3A_4 in der x1x_1-x2x_2-Ebene liegt, während sich die quadratische Deckfläche in einer zur x1x_1-x2x_2-Ebene parallelen Ebene in der Höhe 10 befindet. Die x3x_3-Achse geht zudem durch die Schnittpunkte der Diagonalen beider Quadrate. Die Seitenlänge der Deckfläche beträgt 4.

Gegeben sind A1(4∣4∣0)A_1(4|4|0), A2(−4∣4∣0)A_2(-4|4|0), A4(4∣−4∣0)A_4(4|-4|0) und D(2∣2∣10)D(2|2|10).

Abbildung 2 zeigt einen Körper, der entsteht, wenn man die Deckfläche um 90∘90^\circ um die x3x_3-Achse dreht und die Grundfläche A1A2A3A4A_1A_2A_3A_4 dabei unverändert lässt. In Abbildung 3 ist dieser Körper von oben zu sehen. Für den in den Abbildungen 2 und 3 abgebildeten Körper, auf den sich die folgenden Aufgaben beziehen, gilt:

A1(4∣4∣0),  A2(−4∣4∣0),  A4(4∣−4∣0),A_1(4|4|0),\; A_2(-4|4|0),\; A_4(4|-4|0),

B1(−2∣2∣10),  B2(−2∣−2∣10),  B3(2∣−2∣10),  B4(2∣2∣10).B_1(-2|2|10),\; B_2(-2|-2|10),\; B_3(2|-2|10),\; B_4(2|2|10).

b)

(1) Die Punkte A1A_1, A2A_2 und B1B_1 liegen in der Ebene EE.

(i)

Stellen Sie für die Ebene EE eine Gleichung in Parameterform auf.

(ii)

Untersuchen Sie durch Rechnung, ob B2B_2 ein Punkt der Ebene EE ist.

Ja

Nein

c)

Die Kante A3B3‾\overline{A_3B_3} liegt in der Geraden A3B3:x⃗=(−4−40)+r⋅(6210),r∈RA_3B_3: \vec{x} = \begin{pmatrix} -4 \\ -4 \\ 0 \end{pmatrix} + r \cdot \begin{pmatrix} 6 \\ 2 \\ 10 \end{pmatrix}, r \in \mathbb{R}, und die Kante A4B4‾\overline{A_4B_4} liegt in der Geraden A4B4:x⃗=(4−40)+s⋅(−2610),s∈RA_4B_4: \vec{x} = \begin{pmatrix} 4 \\ -4 \\ 0 \end{pmatrix} + s \cdot \begin{pmatrix} -2 \\ 6 \\ 10 \end{pmatrix}, s \in \mathbb{R}.

(1)

Weisen Sie durch eine Rechnung nach, dass A3B3A_3B_3 und A4B4A_4B_4 zueinander windschief sind.

Aufgabe B4 - Mehrstufige Zufallsexperimente · Mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten

Mit Gesichtserkennungssystemen lassen sich Personen auf Fotos, in Videos oder live identifizieren. Das System gleicht dazu bestimmte Gesichtsmerkmale mit bereits vorliegenden Fotos ab. Ist die Ähnlichkeit hinreichend groß, bewertet das System zwei Gesichter als dieselbe Person.

Eine Gesichtserkennungssoftware wird anhand von Aufnahmen freiwilliger Teilnehmender getestet. Von manchen dieser Personen liegen Fotos in einer Datenbank vor; sie heißen im Folgenden Zielpersonen. Teilnehmende ohne gespeichertes Foto in der Datenbank bezeichnet man als Kontrollpersonen.

Während einer Testphase vergleicht die Software Videos einzelner Personen, und zwar von Zielpersonen ebenso wie von Kontrollpersonen, mit den Fotos der Datenbank.

a) Während dieser Testphase erkennt die Software eine Zielperson in einem Video mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 %80\,\% korrekt als Zielperson. Im Weiteren wird diese Wahrscheinlichkeit Trefferwahrscheinlichkeit genannt.

Eine Kontrollperson wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,1 %0{,}1\,\% irrtümlich als Zielperson klassifiziert.

10 %10\,\% der in der Testphase verwendeten Videos zeigen Zielpersonen.

(1)

Erstellen Sie für die beschriebene Situation ein zweistufiges Baumdiagramm mit Beschriftung.

(2) (i)

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Software die Person in einem zufällig gewählten Video als Zielperson einstuft.

(2) (ii)

Die Software stuft die Person in einem zufällig gewählten Video als Zielperson ein.

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass es sich bei dieser Person in Wirklichkeit um eine Kontrollperson handelt.

Aufgabe B4 - Binomialverteilung · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

Mit Gesichtserkennungssystemen lassen sich Personen auf Fotos, in Videos oder live identifizieren. Das System gleicht dazu bestimmte Gesichtsmerkmale mit bereits vorliegenden Fotos ab. Ist die Ähnlichkeit hinreichend groß, bewertet das System zwei Gesichter als dieselbe Person.

Eine Gesichtserkennungssoftware wird anhand von Aufnahmen freiwilliger Teilnehmender getestet. Von manchen dieser Personen liegen Fotos in einer Datenbank vor; sie heißen im Folgenden Zielpersonen. Teilnehmende ohne gespeichertes Foto in der Datenbank bezeichnet man als Kontrollpersonen.

Während einer Testphase vergleicht die Software Videos einzelner Personen, und zwar von Zielpersonen ebenso wie von Kontrollpersonen, mit den Fotos der Datenbank.

b) Für eine Werbebroschüre will die Softwarefirma Aussagen über die Qualität ihrer Gesichtserkennungssoftware sammeln. Hierfür sind Wahrscheinlichkeiten bestimmter Ereignisse erforderlich. Unter anderem wird angenommen, dass wie in der Testphase die Trefferwahrscheinlichkeit 80 %80\,\% beträgt.

(1)

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit für das folgende Ereignis:

Durch die Software wird in 50 zufällig ausgewählten Videos von Zielpersonen in mehr als 40 Videos die gezeigte Person richtig als Zielperson eingestuft.

(2)

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich bei 100 zufällig gewählten Videos von Zielpersonen die Zahl der Videos mit richtig als Zielperson erkannter Person um höchstens 1,5 Standardabweichungen vom Erwartungswert unterscheidet.

(3)

Bestimmen Sie die kleinste Anzahl zufällig gewählter Videos von Zielpersonen, die die Software mit der Datenbank abgleichen muss, damit mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 95 %95\,\% in mindestens zehn dieser Videos die gezeigte Person korrekt als Zielperson erkannt wird.

d)

Ermitteln Sie die minimale Trefferwahrscheinlichkeit – in Prozent ohne Nachkommastelle –, die eine Gesichtserkennungssoftware haben muss, damit mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 95 %95\,\% bei mindestens 90 von 100 zufällig gewählten Videos von Zielpersonen die gezeigte Person korrekt als Zielperson erkannt wird.

%

Aufgabe B4 - Beurteilende Statistik · Beurteilende Statistik: Tests und Intervalle

Mit Gesichtserkennungssystemen lassen sich Personen auf Fotos, in Videos oder live identifizieren. Das System gleicht dazu bestimmte Gesichtsmerkmale mit bereits vorliegenden Fotos ab. Ist die Ähnlichkeit hinreichend groß, bewertet das System zwei Gesichter als dieselbe Person.

Eine Gesichtserkennungssoftware wird anhand von Aufnahmen freiwilliger Teilnehmender getestet. Von manchen dieser Personen liegen Fotos in einer Datenbank vor; sie heißen im Folgenden Zielpersonen. Teilnehmende ohne gespeichertes Foto in der Datenbank bezeichnet man als Kontrollpersonen.

Während einer Testphase vergleicht die Software Videos einzelner Personen, und zwar von Zielpersonen ebenso wie von Kontrollpersonen, mit den Fotos der Datenbank.

c)

Auch ein weiterer Hersteller vertreibt eine Gesichtserkennungssoftware. Nach dessen Angabe liegt die Trefferwahrscheinlichkeit dieser Software bei 90 %.

Eine Sicherheitsingenieurin möchte diese Herstellerangabe untersuchen. Hierzu lässt sie 100 zufällig ausgewählte Videos von Zielpersonen durch die Software überprüfen. Wenn hierbei in mindestens 95 Videos die gezeigte Person richtig als Zielperson eingestuft wird, wird die Sicherheitsingenieurin davon ausgehen, dass die Herstellerangabe zutrifft.

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Ingenieurin die Herstellerangabe als zutreffend ansieht, obwohl die tatsächliche Trefferwahrscheinlichkeit der Software lediglich 86 % beträgt.

[2 Punkte]

Aufgabe B5 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Skoliose ist eine Erkrankung der Wirbelsäule, bei der diese nicht gerade verläuft, sondern einige Wirbel eine Krümmung bilden (siehe Abbildung 1). Auf Röntgenbildern ist diese Krümmung zu sehen. Anhand der Aufnahmen wird entschieden, wie die Behandlung fortgesetzt wird.

Ein Abschnitt der Wirbelsäule eines Skoliose-Patienten wird für 0≤x≤50 \le x \le 5 durch die Funktion ff beschrieben mit

f(x)=0,5⋅x2⋅e−1,2x+1,2,x∈R.f(x) = 0{,}5 \cdot x^2 \cdot \mathrm{e}^{-1{,}2x + 1{,}2}, \quad x \in \mathbb{R}.

Eine Einheit im Koordinatensystem steht für einen Dezimeter (dm).

Der gerade Verlauf der Wirbelsäule einer gesunden Person wird durch die xx-Achse dargestellt.

In Abbildung 2 sieht man das um 90∘90^\circ gedrehte Röntgenbild der Wirbelsäule zusammen mit dem Graphen von ff.

a)

(1)

Zeigen Sie: f′(x)=(−0,6x2+x)⋅e−1,2x+1,2f'(x) = (-0{,}6x^2 + x) \cdot e^{-1{,}2x + 1{,}2}.

Bestimmen Sie auf rechnerischem Weg die Koordinaten beider Extrempunkte des Graphen von ff und deren Art; Werte oder Zusammenhänge, die an Funktionsgraphen abgelesen wurden, dürfen dabei nicht benutzt werden.

Deuten Sie die y-Koordinate des Hochpunkts im Zusammenhang mit der Sachsituation.

(2)

Berechnen Sie eine Gleichung der Tangente t1t_1, die den Graphen von ff im Wendepunkt W1(0,49∣0,22)W_1(0{,}49|0{,}22) berührt.

[Zur Kontrolle: t1:y=0,64x−0,09t_1: y = 0{,}64x - 0{,}09 (Werte auf zwei Nachkommastellen gerundet).]

Die Tangente t2t_2 an den Graphen von ff im Wendepunkt W2(2,85∣0,44)W_2(2{,}85|0{,}44) hat die Gleichung t2:y=−0,22x+1,07t_2: y = -0{,}22x + 1{,}07 (Werte auf zwei Nachkommastellen gerundet).

(3)

Zur Entscheidung über das weitere Vorgehen bei der Behandlung ermittelt man den Winkel α\alpha zwischen den beiden Wendetangenten t1t_1 und t2t_2, den sogenannten Cobb-Winkel (siehe Abbildung 3).

Einer Studie zufolge wird üblicherweise zu einer Operation geraten, wenn der Cobb-Winkel über 50∘50^\circ liegt; ansonsten ist das Tragen eines Korsetts angezeigt.

Der Cobb-Winkel α\alpha kann mit der Formel

α=∢(t1,t2)=tan⁡−1(m1−m21+m1⋅m2)\alpha = \sphericalangle(t_1, t_2) = \tan^{-1}\left(\frac{m_1 - m_2}{1 + m_1 \cdot m_2}\right)

berechnet werden, wobei m1m_1 bzw. m2m_2 die Steigungen der Tangenten t1t_1 bzw. t2t_2 sind.

Berechnen Sie den Cobb-Winkel und beurteilen Sie, ob bei dieser Skoliose eine Operation als Behandlung empfohlen wird.

Aufgabe B5 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Skoliose ist eine Erkrankung der Wirbelsäule, bei der diese nicht gerade verläuft, sondern einige Wirbel eine Krümmung bilden (siehe Abbildung 1). Auf Röntgenbildern ist diese Krümmung zu sehen. Anhand der Aufnahmen wird entschieden, wie die Behandlung fortgesetzt wird.

Ein Abschnitt der Wirbelsäule eines Skoliose-Patienten wird für 0≤x≤50 \le x \le 5 durch die Funktion ff beschrieben mit

f(x)=0,5⋅x2⋅e−1,2x+1,2,x∈R.f(x) = 0{,}5 \cdot x^2 \cdot \mathrm{e}^{-1{,}2x + 1{,}2}, \quad x \in \mathbb{R}.

Eine Einheit im Koordinatensystem steht für einen Dezimeter (dm).

Der gerade Verlauf der Wirbelsäule einer gesunden Person wird durch die xx-Achse dargestellt.

In Abbildung 2 sieht man das um 90∘90^\circ gedrehte Röntgenbild der Wirbelsäule zusammen mit dem Graphen von ff.

b) Für den größten Teil des Bereichs, in dem die Wirbelsäule seitlich verschoben ist, wird bei der Herstellung eines Korsetts ein spezielles Material eingesetzt. Die Fläche, auf der dieses spezielle Material zum Einsatz kommt, ist in Abbildung 4 schraffiert gekennzeichnet.

(1)

Berechnen Sie, in welchen Punkten die Tangenten t1t_1 bzw. t2t_2 die xx-Achse schneiden.

S1(S_1(

∣0)| 0)

S2(S_2(

∣0)| 0)

(2)

Bestimmen Sie den Inhalt der Fläche, auf der das spezielle Material zum Einsatz kommt.

Aufgabe B5 - Graphen deuten · Graphen von f, f′ und F deuten

Skoliose ist eine Erkrankung der Wirbelsäule, bei der diese nicht gerade verläuft, sondern einige Wirbel eine Krümmung bilden (siehe Abbildung 1). Auf Röntgenbildern ist diese Krümmung zu sehen. Anhand der Aufnahmen wird entschieden, wie die Behandlung fortgesetzt wird.

Ein Abschnitt der Wirbelsäule eines Skoliose-Patienten wird für 0≤x≤50 \le x \le 5 durch die Funktion ff beschrieben mit

f(x)=0,5⋅x2⋅e−1,2x+1,2,x∈R.f(x) = 0{,}5 \cdot x^2 \cdot \mathrm{e}^{-1{,}2x + 1{,}2}, \quad x \in \mathbb{R}.

Eine Einheit im Koordinatensystem steht für einen Dezimeter (dm).

Der gerade Verlauf der Wirbelsäule einer gesunden Person wird durch die xx-Achse dargestellt.

In Abbildung 2 sieht man das um 90∘90^\circ gedrehte Röntgenbild der Wirbelsäule zusammen mit dem Graphen von ff.

c)

Ein Arzt erwägt, anstelle des Cobb-Winkels zwischen den Tangenten in den Wendepunkten den Winkel zwischen den Tangenten an den äußeren Rändern der Wirbel zu betrachten, auf denen die Wendepunkte liegen.

Dabei wird anstelle der Tangente in W1W_1 die Tangente im Punkt P1P_1 genommen, der weiter links auf dem Graphen von ff liegt. Entsprechend dient anstelle der Tangente in W2W_2 die Tangente im Punkt P2P_2, der weiter rechts auf dem Graphen von ff liegt (siehe Abbildung 5).

Beurteilen Sie ohne zusätzliche Rechnung, ob der Winkel durch diese Änderung größer oder kleiner wird.

[2 Punkte]

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