Abitur NRW Mathematik 2023 · GK · Nachtermin · CAS

Abiturprüfung Mathematik in Nordrhein-Westfalen 2023, GK · Nachtermin · CAS: 21 Aufgaben mit Lösungen. Themen: Funktionen und ihre Eigenschaften. Kostenlos.

Themen der Prüfung: Funktionen und ihre Eigenschaften · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben) · Integralrechnung: Flächen und Bestände · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen · Längen, Winkel und Abstände im Raum · Mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen · Beurteilende Statistik: Tests und Intervalle

Teil A - Aufgabe a · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Gegeben ist die Funktion ff mit f(x)=x3−2⋅x2f(x)=x^3-2\cdot x^2, x∈Rx\in\mathbb{R}.

(1)

Bestimmen Sie die Nullstellen der Funktion.

x1=x_1 =

x2=x_2 =

(2)

Berechnen Sie den Flächeninhalt des Bereichs, der vom Graphen von ff und der xx-Achse begrenzt wird.

Teil A - Aufgabe b · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Betrachtet wird die Funktion ff mit f(x)=16⋅x3−2⋅x2+283f(x)=\frac{1}{6}\cdot x^3-2\cdot x^2+\frac{28}{3}, x∈Rx\in\mathbb{R}.

(1)

Weisen Sie nach, dass der Graph der Funktion ff an der Stelle x=0x=0 einen lokalen Hochpunkt aufweist.

(2)

Begründen Sie, dass der Punkt P(43|283)P\left(\frac{4}{3}\middle|\frac{28}{3}\right) auf der Tangente an den Graphen von ff an der Stelle x=0x=0 liegt.

(3)

Der Punkt Q(4∣−12)Q(4|-12) ist ein Punkt des Graphen von ff.

Zeigen Sie, dass die Gerade durch PP und QQ den Graphen von ff im Punkt QQ tangiert.

Teil A - Aufgabe c · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Gegeben ist die Funktion ff mit f(x)=(2x−1)⋅e2x, x∈R.f(x)=(2x-1)\cdot e^{2x},\ x\in\mathbb{R}. Der Graph von ff ist in Abbildung 1 dargestellt.

Weiterhin ist die Funktion FF mit F(x)=(x−1)⋅e2x, x∈R,F(x)=(x-1)\cdot e^{2x},\ x\in\mathbb{R}, gegeben.

(1)

Weisen Sie nach, dass es sich bei FF um eine Stammfunktion von ff handelt.

(2)

Die xx-Achse wird vom Graphen der Funktion ff ausschließlich an der Stelle x=12x = \frac{1}{2} geschnitten.

Berechnen Sie den Inhalt der in Abbildung 1 schraffierten Fläche.

Teil A - Aufgabe d (Vektorgeometrie) · Längen, Winkel und Abstände im Raum

d) Gegeben sind die Vektoren u⃗=(4pq)\vec{u} = \begin{pmatrix} 4 \\ p \\ q \end{pmatrix} und v⃗=(−221)\vec{v} = \begin{pmatrix} -2 \\ 2 \\ 1 \end{pmatrix} mit p,q∈Rp, q \in \mathbb{R}.

(1)

Geben Sie diejenigen Werte von pp und qq an, bei denen die Vektoren u⃗\vec{u} und v⃗\vec{v} kollinear zueinander sind.

(2)

Für passende Werte von pp und qq spannen die Vektoren u⃗\vec{u} und v⃗\vec{v} ein Rechteck auf.

Geben Sie dafür ein Beispiel an.

(3)

Prüfen Sie, ob es Werte für pp und qq gibt, bei denen der Vektor u⃗\vec{u} die Länge 9 [LE] besitzt.

Teil A - Aufgabe e (Ebene) · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen

e) Gegeben ist die Ebene E:x⃗=u⃗+r⋅v⃗+s⋅w⃗E: \vec{x} = \vec{u} + r \cdot \vec{v} + s \cdot \vec{w}, r,s∈Rr, s \in \mathbb{R}.

In Abbildung 2 ist ein Ausschnitt der Ebene EE dargestellt.

(1) (i)

Der in Abbildung 2 markierte Punkt AA liegt in der Ebene EE. Man erhält ihn, indem man ganzzahlige Werte für die Parameter rr und ss in die Parametergleichung von EE einsetzt.

Geben Sie anhand von Abbildung 2 die Werte für rr und ss an, für die u⃗+r⋅v⃗+s⋅w⃗=OA⃗\vec{u} + r \cdot \vec{v} + s \cdot \vec{w} = \vec{OA} erfüllt ist.

r=r =

s=s =

(1) (ii)

Zeichnen Sie in Abbildung 2 den Bereich ein, den man erhält, wenn man in die Parametergleichung von EE für rr und ss sämtliche Werte mit 0≤r≤20 \le r \le 2 und −1≤s≤1-1 \le s \le 1 einsetzt.

(2)

Es gilt:

E:x⃗=(123)+r⋅(2−10)+s⋅(0−11),r,s∈R.E: \vec{x} = \begin{pmatrix} 1 \\ 2 \\ 3 \end{pmatrix} + r \cdot \begin{pmatrix} 2 \\ -1 \\ 0 \end{pmatrix} + s \cdot \begin{pmatrix} 0 \\ -1 \\ 1 \end{pmatrix}, \quad r, s \in \mathbb{R}.

Untersuchen Sie, ob der Punkt P(5∣0∣2)P(5|0|2) zur Ebene EE gehört.

Teil A - Aufgabe d (Würfelspiel) · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

Bei einem Schulfest gibt es das folgende Würfelspiel:

Wer 0,50 € Einsatz zahlt, würfelt dreimal mit einem regulären Würfel. Jede geworfene 6 wird mit 1 € ausgezahlt. Die Zufallsgröße XX beschreibt den Auszahlungsbetrag.

(1)

Geben Sie in der nachstehenden Tabelle die Wahrscheinlichkeiten P(X=k)P(X=k) an:

kk · 0 €0\text{ €} · 1 €1\text{ €} · 2 €2\text{ €} · 3 €3\text{ €}

P(X=k)P(X=k)

(2)

Zeigen Sie, dass es sich um ein faires Spiel handelt.

€

Teil A - Aufgabe e (Mandarinen) · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

Für eine neu gezüchtete Mandarinensorte gilt: Eine zufällig herausgegriffene Mandarine enthält nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 10 %10\,\% Kerne. Die Zufallsgröße XX beschreibt, wie viele Mandarinen mit Kernen sich in einer Kiste mit 100100 Mandarinen befinden.

(1)

Berechnen Sie sowohl den Erwartungswert als auch die Standardabweichung der Zufallsgröße XX.

(2)

Zur Berechnung der Wahrscheinlichkeit eines jeden der folgenden Ereignisse A, B und C eignet sich jeweils genau einer der Terme (i) bis (vi).

A: Genau vier von den 100100 Mandarinen in einer Kiste haben Kerne.

B: Mindestens eine von den 100100 Mandarinen in einer Kiste hat Kerne.

C: Von 100100 Mandarinen in einer Kiste hat mindestens eine Mandarine keine Kerne.

(i) (1004)⋅0,94⋅0,196\dbinom{100}{4}\cdot 0{,}9^4\cdot 0{,}1^{96}

(ii) (1004)⋅0,14⋅0,996\dbinom{100}{4}\cdot 0{,}1^4\cdot 0{,}9^{96}

(iii) (1001)⋅0,11⋅0,999\dbinom{100}{1}\cdot 0{,}1^1\cdot 0{,}9^{99}

(iv) 1−(100100)⋅0,1100⋅0,901-\dbinom{100}{100}\cdot 0{,}1^{100}\cdot 0{,}9^0

(v) 1−0,91001-0{,}9^{100}

(vi) 1−(1001)⋅0,11⋅0,9991-\dbinom{100}{1}\cdot 0{,}1^1\cdot 0{,}9^{99}

Ordnen Sie jedem Ereignis den Term zu, mit dem sich seine Wahrscheinlichkeit berechnen lässt.

Ereignis A:

Ereignis B:

Ereignis C:

Aufgabe B1 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Aufgabe B1: Gegebene Funktionen

Die Funktion ff ist durch die folgende Gleichung festgelegt:

f(x)=(x+0,5)⋅(x−0,5)⋅ex,x∈Rf(x) = (x + 0{,}5) \cdot (x - 0{,}5) \cdot \mathrm{e}^x, \quad x \in \mathbb{R}

Die Funktion gg ist durch die folgende Gleichung festgelegt:

g(x)=(x+1)⋅(x−1)⋅ex,x∈Rg(x) = (x + 1) \cdot (x - 1) \cdot \mathrm{e}^x, \quad x \in \mathbb{R}

Die Funktion hh ist durch die folgende Gleichung festgelegt:

h(x)=(x−1)⋅x⋅ex−0,5,x∈Rh(x) = (x - 1) \cdot x \cdot \mathrm{e}^{x - 0{,}5}, \quad x \in \mathbb{R}

Aufgabenstellung:

Gegeben ist die Funktion ff mit der Gleichung f(x)=(x+0,5)⋅(x−0,5)⋅ex,x∈R.f(x)=(x+0{,}5)\cdot(x-0{,}5)\cdot \mathrm{e}^x,\quad x\in\mathbb{R}.

a) (1)

Der Graph von ff besitzt zwei lokale Extrempunkte. Bestimmen Sie ihre Koordinaten.

( |)

( |)

a) (2)

Untersuchen Sie rechnerisch, ob die Funktion ff Wendestellen besitzt; Werte oder Zusammenhänge, die an Funktionsgraphen abgelesen wurden, dürfen dabei nicht benutzt werden.

xw1=x_{w1} =

xw2=x_{w2} =

a) (3)

Zeigen Sie rechnerisch, dass t:y=−e−1,5⋅x+0,5⋅e−1,5t: y = -\mathrm{e}^{-1{,}5}\cdot x + 0{,}5\cdot \mathrm{e}^{-1{,}5} die Tangente an den Graphen von ff im Punkt (−1,5∣f(−1,5))(-1{,}5 \mid f(-1{,}5)) ist.

Gegeben ist die Funktion gg mit der Gleichung g(x)=(x+1)⋅(x−1)⋅ex,x∈R.g(x)=(x+1)\cdot(x-1)\cdot \mathrm{e}^x,\quad x\in\mathbb{R}. Der Graph der Funktion gg ist in Abbildung 1 dargestellt.

Für −1<z<1-1 < z < 1 legen die Punkte P(−1∣0)P(-1\mid 0), Qz(z∣g(z))Q_z(z\mid g(z)) und Rz(z∣0)R_z(z\mid 0) das Dreieck PQzRzPQ_zR_z fest.

b) (1)

Zeichnen Sie in Abbildung 1 das Dreieck PQzRzPQ_zR_z für z=0,75z = 0{,}75 ein.

b) (2)

Begründen Sie, dass der Flächeninhalt BB des Dreiecks PQzRzPQ_zR_z abhängig von zz durch die Gleichung B(z)=−0,5⋅(z+1)2⋅(z−1)⋅ezB(z)=-0{,}5\cdot(z+1)^2\cdot(z-1)\cdot \mathrm{e}^z berechnen lässt.

b) (3)

Ermitteln Sie sämtliche Werte von zz, für die das Dreieck PQzRzPQ_zR_z einen Flächeninhalt von 0,50{,}5 Flächeneinheiten hat.

z1=z_1 =

z2=z_2 =

b) (4)

Bestimmen Sie den größtmöglichen Flächeninhalt des Dreiecks PQzRzPQ_zR_z.

Maximaler Flächeninhalt Bmax⁡=B_{\max} = [FE]

Aufgabe B1 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Aufgabe B1: Gegebene Funktionen

Die Funktion ff ist durch die folgende Gleichung festgelegt:

f(x)=(x+0,5)⋅(x−0,5)⋅ex,x∈Rf(x) = (x + 0{,}5) \cdot (x - 0{,}5) \cdot \mathrm{e}^x, \quad x \in \mathbb{R}

Die Funktion gg ist durch die folgende Gleichung festgelegt:

g(x)=(x+1)⋅(x−1)⋅ex,x∈Rg(x) = (x + 1) \cdot (x - 1) \cdot \mathrm{e}^x, \quad x \in \mathbb{R}

Die Funktion hh ist durch die folgende Gleichung festgelegt:

h(x)=(x−1)⋅x⋅ex−0,5,x∈Rh(x) = (x - 1) \cdot x \cdot \mathrm{e}^{x - 0{,}5}, \quad x \in \mathbb{R}

a) (4) (i)

Bestimmen Sie den Inhalt der Fläche AA, die vom Graphen der Funktion ff und der Tangente tt begrenzt wird.

FE

a) (4) (ii)

Die Fläche AA reicht teilweise unter die xx-Achse.

Bestimmen Sie, wie viel Prozent des Inhalts von AA auf diese Teilfläche entfallen.

%

Aufgabe B1 - Funktionen und Transformationen · Funktionen und ihre Eigenschaften

Aufgabe B1: Gegebene Funktionen

Die Funktion ff ist durch die folgende Gleichung festgelegt:

f(x)=(x+0,5)⋅(x−0,5)⋅ex,x∈Rf(x) = (x + 0{,}5) \cdot (x - 0{,}5) \cdot \mathrm{e}^x, \quad x \in \mathbb{R}

Die Funktion gg ist durch die folgende Gleichung festgelegt:

g(x)=(x+1)⋅(x−1)⋅ex,x∈Rg(x) = (x + 1) \cdot (x - 1) \cdot \mathrm{e}^x, \quad x \in \mathbb{R}

Die Funktion hh ist durch die folgende Gleichung festgelegt:

h(x)=(x−1)⋅x⋅ex−0,5,x∈Rh(x) = (x - 1) \cdot x \cdot \mathrm{e}^{x - 0{,}5}, \quad x \in \mathbb{R}

c) Gegeben ist die Funktion hh mit der Gleichungh(x)=(x−1)⋅x⋅ex−0,5,x∈R.h(x) = (x-1) \cdot x \cdot e^{x-0,5}, \quad x \in \mathbb{R}.

(1)

Aus dem Graphen der Funktion ff lässt sich der Graph der Funktion hh durch eine Transformation gewinnen.

Geben Sie die Art dieser Transformation an.

(2)

Die Graphen von gg und hh haben den Schnittpunkt S(1∣0)S(1|0) sowie einen zweiten Schnittpunkt TT.

Bestimmen Sie die Koordinaten von TT.

T(T(

∣|

))

(3)

Der Graph von ff soll so transformiert werden, dass der entstehende Graph den Graphen von gg ebenfalls in S(1∣0)S(1|0) schneidet, jedoch nicht mit dem Graphen von hh übereinstimmt.

Beschreiben Sie eine passende Transformation und geben Sie die zugehörige Funktionsgleichung an.

Aufgabe B2 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Aufgabenstellung:

In Abbildung 1 ist eine Holzliege dargestellt, deren geschwungene Liegefläche auf zwei Seitenteilen ruht. Für die Seitenteile wird Holz der Dicke 4 cm4\text{ cm} verwendet. Ein Volumen von 1 cm31\text{ cm}^3 dieses Holzes hat die Masse 0,75 g0{,}75\text{ g}.

Abbildung 2 zeigt modellhaft den Längsschnitt eines Seitenteils dieser Liege. Dabei wird der obere Rand durch den Graphen einer Funktion gg, der untere Rand durch den Graphen einer Funktion hh beschrieben.

Der obere Rand wird in einem geeigneten Intervall durch den Graphen der Funktion gg beschrieben. Es gilt:

g(x)=23x3−3x2+4x−710,x∈R.g(x)=\frac{2}{3}x^3 - 3x^2 + 4x - \frac{7}{10}, \quad x \in \mathbb{R}.

In der Realität steht eine Längeneinheit des Modells für 40 cm40\text{ cm}.

Bei der Optimierung der Liegenform zeigte sich, dass eine gerade Liegefläche im Kopfbereich vorteilhafter ist. Daher wird für x≥2,4x \ge 2{,}4 der Graph von gg durch die Tangente tt an den Graphen von gg im Punkt P(2,4∣g(2,4))P(2{,}4 \mid g(2{,}4)) ersetzt (siehe Abbildung 3).

a)

In der Regel liegt eine Person so auf der Liege, dass im Längsschnitt die Kniekehlen etwa in dem Punkt liegen, den im Modell der lokale Hochpunkt HH des Graphen von gg darstellt. Das Gesäß liegt dann etwa in dem Punkt, der im Modell dem lokalen Tiefpunkt TT des Graphen von gg entspricht (siehe Abbildung 2). Eine Liege ist bequem, wenn die Oberschenkellänge ungefähr dem Abstand dieser beiden Punkte entspricht (erste Bedingung). Zudem soll die Steigung zwischen diesen beiden Punkten stets zwischen −0,7-0,7 und 0,70,7 liegen (zweite Bedingung).

(1)

Geben Sie g′(x)g'(x) an und berechnen Sie die Koordinaten der Extrempunkte des Graphen von gg; Werte oder Zusammenhänge, die an Funktionsgraphen abgelesen wurden, dürfen dabei nicht benutzt werden.

[Zur Kontrolle: Die Extremstellen liegen bei x=1x = 1 und x=2x = 2.]

(

&mid;

)

(

&mid;

)

(2)

Berechnen Sie, wie weit Hochpunkt und Tiefpunkt voneinander entfernt sind.

(3)

Ermitteln Sie, welche Steigung der Graph von gg an seiner Wendestelle hat.

(4)

Bei einer Körpergröße von 172 cm172\text{ cm} beträgt die Oberschenkellänge im Mittel 40 cm40\text{ cm}.

Beurteilen Sie, ob die Liege für eine solche Person beide Bedingungen einer bequemen Liege erfüllt.

c)

Bei dem Versuch, die Liege zu optimieren, zeigte sich, dass es günstiger ist, die Liegefläche im Kopfbereich gerade zu gestalten. Daher wird nun für x≥2,4x \ge 2{,}4 der Graph der Funktion gg durch die Tangente tt an den Graphen von gg im Punkt P(2,4∣g(2,4))P(2{,}4 \mid g(2{,}4)) ersetzt (siehe Abbildung 3).

(1)

Bestimmen Sie eine Gleichung der Tangente tt rechnerisch.

[Zur Kontrolle: t:y=1,12x−1,852t: y = 1{,}12x - 1{,}852.]

d)

Am Seitenteil wird eine Leiste vv parallel zur yy-Achse befestigt (siehe Abbildung 3). Sie wird an der Stelle xvx_v mit 0,34<xv<2,400{,}34 < x_v < 2{,}40 angebracht, an der der vertikale Abstand (Abstand in yy-Richtung) zwischen oberem und unterem Rand des Seitenteils am größten ist.

Ermitteln Sie den maximalen vertikalen Abstand zwischen dem oberen und dem unteren Rand des Seitenteils.

Aufgabe B2 - Funktionsterme bestimmen · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben)

Aufgabenstellung:

In Abbildung 1 ist eine Holzliege dargestellt, deren geschwungene Liegefläche auf zwei Seitenteilen ruht. Für die Seitenteile wird Holz der Dicke 4 cm4\text{ cm} verwendet. Ein Volumen von 1 cm31\text{ cm}^3 dieses Holzes hat die Masse 0,75 g0{,}75\text{ g}.

Abbildung 2 zeigt modellhaft den Längsschnitt eines Seitenteils dieser Liege. Dabei wird der obere Rand durch den Graphen einer Funktion gg, der untere Rand durch den Graphen einer Funktion hh beschrieben.

Der obere Rand wird in einem geeigneten Intervall durch den Graphen der Funktion gg beschrieben. Es gilt:

g(x)=23x3−3x2+4x−710,x∈R.g(x)=\frac{2}{3}x^3 - 3x^2 + 4x - \frac{7}{10}, \quad x \in \mathbb{R}.

In der Realität steht eine Längeneinheit des Modells für 40 cm40\text{ cm}.

Bei der Optimierung der Liegenform zeigte sich, dass eine gerade Liegefläche im Kopfbereich vorteilhafter ist. Daher wird für x≥2,4x \ge 2{,}4 der Graph von gg durch die Tangente tt an den Graphen von gg im Punkt P(2,4∣g(2,4))P(2{,}4 \mid g(2{,}4)) ersetzt (siehe Abbildung 3).

b) Der untere Rand des Seitenteils wird in einem passenden Intervall durch den Graphen der Funktion hh beschrieben. Dabei gilt:

hh ist eine ganzrationale Funktion vierten Grades, und ihr Graph ist symmetrisch zur yy-Achse. Der Graph von hh geht durch den Punkt (0∣0,375)(0 \mid 0{,}375) auf der yy-Achse. Außerdem ist der Punkt (102  |  0)\left(\frac{\sqrt{10}}{2} \;\middle|\; 0\right) ein lokaler Tiefpunkt des Graphen von hh.

Ermitteln Sie eine Gleichung der Funktion hh.

[Zur Kontrolle: h(x)=0,06x4−0,3x2+0,375h(x) = 0{,}06 x^4 - 0{,}3 x^2 + 0{,}375]

Aufgabe B2 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Aufgabenstellung:

In Abbildung 1 ist eine Holzliege dargestellt, deren geschwungene Liegefläche auf zwei Seitenteilen ruht. Für die Seitenteile wird Holz der Dicke 4 cm4\text{ cm} verwendet. Ein Volumen von 1 cm31\text{ cm}^3 dieses Holzes hat die Masse 0,75 g0{,}75\text{ g}.

Abbildung 2 zeigt modellhaft den Längsschnitt eines Seitenteils dieser Liege. Dabei wird der obere Rand durch den Graphen einer Funktion gg, der untere Rand durch den Graphen einer Funktion hh beschrieben.

Der obere Rand wird in einem geeigneten Intervall durch den Graphen der Funktion gg beschrieben. Es gilt:

g(x)=23x3−3x2+4x−710,x∈R.g(x)=\frac{2}{3}x^3 - 3x^2 + 4x - \frac{7}{10}, \quad x \in \mathbb{R}.

In der Realität steht eine Längeneinheit des Modells für 40 cm40\text{ cm}.

Bei der Optimierung der Liegenform zeigte sich, dass eine gerade Liegefläche im Kopfbereich vorteilhafter ist. Daher wird für x≥2,4x \ge 2{,}4 der Graph von gg durch die Tangente tt an den Graphen von gg im Punkt P(2,4∣g(2,4))P(2{,}4 \mid g(2{,}4)) ersetzt (siehe Abbildung 3).

c) (2)

Ermitteln Sie den Flächeninhalt des schraffierten Bereichs (siehe Abbildung 3) und geben Sie dabei die dafür erforderlichen Integrale an.

[Zur Kontrolle: Die schraffierte Fläche hat einen Inhalt von etwa 1,25 FE.]

FE

c) (3)

Berechnen Sie, welche Masse ein Seitenteil der optimierten Liege hat.

Aufgabe B2 - Transformationen · Funktionen und ihre Eigenschaften

Aufgabenstellung:

In Abbildung 1 ist eine Holzliege dargestellt, deren geschwungene Liegefläche auf zwei Seitenteilen ruht. Für die Seitenteile wird Holz der Dicke 4 cm4\text{ cm} verwendet. Ein Volumen von 1 cm31\text{ cm}^3 dieses Holzes hat die Masse 0,75 g0{,}75\text{ g}.

Abbildung 2 zeigt modellhaft den Längsschnitt eines Seitenteils dieser Liege. Dabei wird der obere Rand durch den Graphen einer Funktion gg, der untere Rand durch den Graphen einer Funktion hh beschrieben.

Der obere Rand wird in einem geeigneten Intervall durch den Graphen der Funktion gg beschrieben. Es gilt:

g(x)=23x3−3x2+4x−710,x∈R.g(x)=\frac{2}{3}x^3 - 3x^2 + 4x - \frac{7}{10}, \quad x \in \mathbb{R}.

In der Realität steht eine Längeneinheit des Modells für 40 cm40\text{ cm}.

Bei der Optimierung der Liegenform zeigte sich, dass eine gerade Liegefläche im Kopfbereich vorteilhafter ist. Daher wird für x≥2,4x \ge 2{,}4 der Graph von gg durch die Tangente tt an den Graphen von gg im Punkt P(2,4∣g(2,4))P(2{,}4 \mid g(2{,}4)) ersetzt (siehe Abbildung 3).

e)

Die Hersteller möchten zukünftig auch Liegen anbieten, die individuell an die jeweilige Körpergröße angepasst sind. Sie benutzen zur Modellierung des oberen Randes des Seitenteils für geeignete k>0k > 0 Funktionen ff mit f(x)=g(k⋅x)=23(k⋅x)3−3(k⋅x)2+4(k⋅x)−0,7,x∈R.f(x) = g(k\cdot x) = \frac{2}{3}(k\cdot x)^3 - 3(k\cdot x)^2 + 4(k\cdot x) - 0{,}7,\quad x \in \mathbb{R}. Durch die Wahl eines passenden Wertes von kk für die Funktion ff soll die Liegefläche einer Kinderliege beschrieben werden.

Begründen Sie, warum Werte von k<1k < 1 dafür nicht geeignet sind.

Aufgabe B3 - Geraden und Ebenen · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen

Abbildung 1 zeigt einen Pyramidenstumpf. Das Koordinatensystem ist so festgelegt, dass die quadratische Grundfläche A1A2A3A4A_1A_2A_3A_4 in der x1x_1-x2x_2-Ebene liegt, während sich die quadratische Deckfläche in einer zur x1x_1-x2x_2-Ebene parallelen Ebene auf der Höhe 1010 befindet. Zudem geht die x3x_3-Achse durch die Diagonalenschnittpunkte dieser beiden Quadrate. Die Seitenlänge der quadratischen Deckfläche beträgt 44.

Es gilt A1(4∣4∣0)A_1(4 \mid 4 \mid 0), A2(−4∣4∣0)A_2(-4 \mid 4 \mid 0), A4(4∣−4∣0)A_4(4 \mid -4 \mid 0) und D(2∣2∣10)D(2 \mid 2 \mid 10).

Abbildung 2 zeigt einen Körper, der entsteht, wenn die Deckfläche um 90∘90^\circ um die x3x_3-Achse gedreht wird und die Grundfläche A1A2A3A4A_1A_2A_3A_4 dabei unverändert bleibt. In Abbildung 3 ist dieser Körper von oben zu sehen. Für den in den Abbildungen 2 und 3 abgebildeten Körper, auf den sich die folgenden Aufgaben beziehen, gilt:

A1(4∣4∣0)A_1(4 \mid 4 \mid 0), A2(−4∣4∣0)A_2(-4 \mid 4 \mid 0), A4(4∣−4∣0)A_4(4 \mid -4 \mid 0),

B1(−2∣2∣10)B_1(-2 \mid 2 \mid 10), B2(−2∣−2∣10)B_2(-2 \mid -2 \mid 10), B3(2∣−2∣10)B_3(2 \mid -2 \mid 10), B4(2∣2∣10)B_4(2 \mid 2 \mid 10).

Teilaufgabe b (1)

Die Punkte A1A_1, A2A_2 und B1B_1 liegen in der Ebene EE.

(i)

Stellen Sie für die Ebene EE eine Gleichung in Parameterform auf.

(ii)

Untersuchen Sie durch Rechnung, ob B2B_2 ein Punkt der Ebene EE ist.

Ja

Nein

Teilaufgabe c (1)

Die Kante A3B3‾\overline{A_3B_3} verläuft auf der Geraden A3B3:x⃗=(−4−40)+r⋅(6210), r∈RA_3B_3: \vec{x} = \begin{pmatrix} -4 \\ -4 \\ 0 \end{pmatrix} + r \cdot \begin{pmatrix} 6 \\ 2 \\ 10 \end{pmatrix},\ r \in \mathbb{R}, und die Kante A4B4‾\overline{A_4B_4} verläuft auf der Geraden A4B4:x⃗=(4−40)+s⋅(−2610), s∈RA_4B_4: \vec{x} = \begin{pmatrix} 4 \\ -4 \\ 0 \end{pmatrix} + s \cdot \begin{pmatrix} -2 \\ 6 \\ 10 \end{pmatrix},\ s \in \mathbb{R}.

Weisen Sie durch Rechnung nach, dass die Geraden A3B3A_3B_3 und A4B4A_4B_4 zueinander windschief sind.

Aufgabe B3 - Längen, Winkel und Abstände · Längen, Winkel und Abstände im Raum

Abbildung 1 zeigt einen Pyramidenstumpf. Das Koordinatensystem ist so festgelegt, dass die quadratische Grundfläche A1A2A3A4A_1A_2A_3A_4 in der x1x_1-x2x_2-Ebene liegt, während sich die quadratische Deckfläche in einer zur x1x_1-x2x_2-Ebene parallelen Ebene auf der Höhe 1010 befindet. Zudem geht die x3x_3-Achse durch die Diagonalenschnittpunkte dieser beiden Quadrate. Die Seitenlänge der quadratischen Deckfläche beträgt 44.

Es gilt A1(4∣4∣0)A_1(4 \mid 4 \mid 0), A2(−4∣4∣0)A_2(-4 \mid 4 \mid 0), A4(4∣−4∣0)A_4(4 \mid -4 \mid 0) und D(2∣2∣10)D(2 \mid 2 \mid 10).

Abbildung 2 zeigt einen Körper, der entsteht, wenn die Deckfläche um 90∘90^\circ um die x3x_3-Achse gedreht wird und die Grundfläche A1A2A3A4A_1A_2A_3A_4 dabei unverändert bleibt. In Abbildung 3 ist dieser Körper von oben zu sehen. Für den in den Abbildungen 2 und 3 abgebildeten Körper, auf den sich die folgenden Aufgaben beziehen, gilt:

A1(4∣4∣0)A_1(4 \mid 4 \mid 0), A2(−4∣4∣0)A_2(-4 \mid 4 \mid 0), A4(4∣−4∣0)A_4(4 \mid -4 \mid 0),

B1(−2∣2∣10)B_1(-2 \mid 2 \mid 10), B2(−2∣−2∣10)B_2(-2 \mid -2 \mid 10), B3(2∣−2∣10)B_3(2 \mid -2 \mid 10), B4(2∣2∣10)B_4(2 \mid 2 \mid 10).

Teilaufgabe a

a) (1)

Geben Sie an, welche Koordinaten der Punkt A3A_3 besitzt.

a) (2)

Berechnen Sie den Rauminhalt des Pyramidenstumpfes.

a) (3)

Der Pyramidenstumpf wird in der Höhe 5 von einer zur x1x_1-x2x_2-Ebene parallelen Ebene geschnitten, wobei die quadratische Schnittfläche SS entsteht. Berechnen Sie deren Flächeninhalt FSF_S.

[Zur Kontrolle: FS=36 FEF_S = 36\text{ FE}]

Teilaufgabe b

b) (2)

Berechnen Sie die Größe des Winkels, den die Kanten A1B1‾\overline{A_1B_1} und A1A2‾\overline{A_1A_2} einschließen.

°

b) (3)

Der Punkt H1(1∣3∣5)H_1(1|3|5) liegt in der Höhe 5 auf der Kante A1B1‾\overline{A_1B_1}. Ebenso liegen H2(−3∣1∣5)H_2(-3|1|5), H3H_3 und H4H_4 in der Höhe 5 auf den Kanten A2B2‾\overline{A_2B_2}, A3B3‾\overline{A_3B_3} bzw. A4B4‾\overline{A_4B_4}. Sie bilden das Quadrat H1H2H3H4H_1H_2H_3H_4, dessen Flächeninhalt kleiner ist als FSF_S.

Bestimmen Sie rechnerisch, um wie viel Prozent der Flächeninhalt kleiner geworden ist.

%

Teilaufgabe c

Für die Geraden A3B3A_3B_3 und A4B4A_4B_4 liegt die folgende Berechnung vor, die nur unvollständig dokumentiert ist:

(I) OP→=(−4−40)+r⋅(6210),OQ→=(4−40)+s⋅(−2610),r,s∈R\overrightarrow{OP} = \begin{pmatrix} -4 \\ -4 \\ 0 \end{pmatrix} + r \cdot \begin{pmatrix} 6 \\ 2 \\ 10 \end{pmatrix},\quad \overrightarrow{OQ} = \begin{pmatrix} 4 \\ -4 \\ 0 \end{pmatrix} + s \cdot \begin{pmatrix} -2 \\ 6 \\ 10 \end{pmatrix}, \quad r,s \in \mathbb{R}.

(II) PQ→=OQ→−OP→=(8−6r−2s−2r+6s−10r+10s)\overrightarrow{PQ} = \overrightarrow{OQ} - \overrightarrow{OP} = \begin{pmatrix} 8 - 6r - 2s \\ -2r + 6s \\ -10r + 10s \end{pmatrix}.

(III) (PQ→⋅(6210)=0PQ→⋅(−2610)=0)⇔((8−6r−2s−2r+6s−10r+10s)⋅(6210)=0(8−6r−2s−2r+6s−10r+10s)⋅(−2610)=0)⇔(r=…s=…)\begin{pmatrix} \overrightarrow{PQ} \cdot \begin{pmatrix} 6 \\ 2 \\ 10 \end{pmatrix} = 0 \\ \overrightarrow{PQ} \cdot \begin{pmatrix} -2 \\ 6 \\ 10 \end{pmatrix} = 0 \end{pmatrix} \Leftrightarrow \begin{pmatrix} \begin{pmatrix} 8-6r-2s \\ -2r+6s \\ -10r+10s \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 6 \\ 2 \\ 10 \end{pmatrix} = 0 \\ \begin{pmatrix} 8-6r-2s \\ -2r+6s \\ -10r+10s \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} -2 \\ 6 \\ 10 \end{pmatrix} = 0 \end{pmatrix} \Leftrightarrow \begin{pmatrix} r = \dots \\ s = \dots \end{pmatrix}.

(IV) Einsetzen von r=…r = \dots und s=…s = \dots in PQ→\overrightarrow{PQ} liefert den Vektor 13(48−4)\frac{1}{3}\begin{pmatrix} 4 \\ 8 \\ -4 \end{pmatrix}.

(V) ∣13(48−4)∣=4⋅63≈3,27\left|\frac{1}{3}\begin{pmatrix} 4 \\ 8 \\ -4 \end{pmatrix}\right| = \frac{4\cdot\sqrt{6}}{3} \approx 3{,}27.

c) (2) (i)

Bestimmen Sie mithilfe von (I), (II) und (III) die Werte von rr und ss.

c) (2) (ii)

Interpretieren Sie, was der Wert 4⋅63\frac{4\cdot\sqrt{6}}{3} geometrisch bedeutet.

Aufgabe B4 - Mehrstufige Zufallsexperimente · Mehrstufige Zufallsexperimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten

Aufgabenstellung

Mit Gesichtserkennungssystemen lassen sich Personen auf Fotos, in Videos oder live identifizieren. Das System gleicht dazu bestimmte Gesichtsmerkmale mit bereits vorhandenen Fotos ab. Ist die Übereinstimmung ausreichend hoch, bewertet das System zwei Gesichter als dieselbe Person.

Eine Gesichtserkennungssoftware wird anhand von Aufnahmen freiwilliger Personen getestet. Von einem Teil dieser Personen liegen Fotos in einer Datenbank vor; sie heißen im Folgenden Zielpersonen. Freiwillige, deren Fotos nicht in der Datenbank abgelegt sind, bezeichnet man als Kontrollpersonen.

Während einer Testphase vergleicht die Software Videos einzelner Personen (Zielpersonen und Kontrollpersonen) mit den Fotos der Datenbank.

In der Testphase erkennt die Software eine Zielperson in einem Video mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 %80\,\% korrekt als Zielperson. Diese Wahrscheinlichkeit heißt im Folgenden Trefferwahrscheinlichkeit.

Eine Kontrollperson wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,1 %0{,}1\,\% irrtümlich als Zielperson klassifiziert.

Auf 10 %10\,\% der in der Testphase genutzten Videos sind Zielpersonen zu sehen.

a)

(1)

Erstellen Sie für die geschilderte Situation ein zweistufiges Baumdiagramm mit Beschriftung.

(2)

(i)

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Software die Person in einem zufällig gewählten Video als Zielperson klassifiziert.

(ii)

Die Software stuft die Person in einem zufällig gewählten Video als Zielperson ein.

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass es sich bei dieser Person in Wirklichkeit um eine Kontrollperson handelt.

Aufgabe B4 - Binomialverteilung · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

Aufgabenstellung

Mit Gesichtserkennungssystemen lassen sich Personen auf Fotos, in Videos oder live identifizieren. Das System gleicht dazu bestimmte Gesichtsmerkmale mit bereits vorhandenen Fotos ab. Ist die Übereinstimmung ausreichend hoch, bewertet das System zwei Gesichter als dieselbe Person.

Eine Gesichtserkennungssoftware wird anhand von Aufnahmen freiwilliger Personen getestet. Von einem Teil dieser Personen liegen Fotos in einer Datenbank vor; sie heißen im Folgenden Zielpersonen. Freiwillige, deren Fotos nicht in der Datenbank abgelegt sind, bezeichnet man als Kontrollpersonen.

Während einer Testphase vergleicht die Software Videos einzelner Personen (Zielpersonen und Kontrollpersonen) mit den Fotos der Datenbank.

In der Testphase erkennt die Software eine Zielperson in einem Video mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 %80\,\% korrekt als Zielperson. Diese Wahrscheinlichkeit heißt im Folgenden Trefferwahrscheinlichkeit.

Eine Kontrollperson wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,1 %0{,}1\,\% irrtümlich als Zielperson klassifiziert.

Auf 10 %10\,\% der in der Testphase genutzten Videos sind Zielpersonen zu sehen.

Teilaufgabe b

Für eine Werbebroschüre will die Softwarefirma Aussagen über die Güte ihrer Gesichtserkennungssoftware sammeln. Hierfür sind Wahrscheinlichkeiten bestimmter Ereignisse erforderlich. Unter anderem wird angenommen, dass die Trefferwahrscheinlichkeit wie in der Testphase 80 % beträgt.

b) (1)

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit für das folgende Ereignis:

Unter 50 zufällig ausgewählten Videos von Zielpersonen stuft die Software in mehr als 40 Videos die gezeigte Person richtig als Zielperson ein.

b) (2)

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich bei 100 zufällig ausgewählten Videos von Zielpersonen die Anzahl der richtig als Zielperson eingestuften Videos um höchstens 1,5 Standardabweichungen vom Erwartungswert unterscheidet.

b) (3)

Bestimmen Sie die Mindestanzahl zufällig ausgewählter Videos von Zielpersonen, die die Software mit der Datenbank abgleichen muss, damit in mindestens zehn dieser Videos mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 95 % die gezeigte Person richtig als Zielperson eingestuft wird.

Teilaufgabe d

d)

Ermitteln Sie die minimale Trefferwahrscheinlichkeit – in Prozent ohne Nachkommastelle –, die eine Gesichtserkennungssoftware haben muss, damit sie bei 100 zufällig ausgewählten Videos von Zielpersonen mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 95 % in mindestens 90 Videos die gezeigte Person richtig als Zielperson einstuft.

%

Aufgabe B4 - Beurteilende Statistik · Beurteilende Statistik: Tests und Intervalle

Aufgabenstellung

Mit Gesichtserkennungssystemen lassen sich Personen auf Fotos, in Videos oder live identifizieren. Das System gleicht dazu bestimmte Gesichtsmerkmale mit bereits vorhandenen Fotos ab. Ist die Übereinstimmung ausreichend hoch, bewertet das System zwei Gesichter als dieselbe Person.

Eine Gesichtserkennungssoftware wird anhand von Aufnahmen freiwilliger Personen getestet. Von einem Teil dieser Personen liegen Fotos in einer Datenbank vor; sie heißen im Folgenden Zielpersonen. Freiwillige, deren Fotos nicht in der Datenbank abgelegt sind, bezeichnet man als Kontrollpersonen.

Während einer Testphase vergleicht die Software Videos einzelner Personen (Zielpersonen und Kontrollpersonen) mit den Fotos der Datenbank.

In der Testphase erkennt die Software eine Zielperson in einem Video mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 %80\,\% korrekt als Zielperson. Diese Wahrscheinlichkeit heißt im Folgenden Trefferwahrscheinlichkeit.

Eine Kontrollperson wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,1 %0{,}1\,\% irrtümlich als Zielperson klassifiziert.

Auf 10 %10\,\% der in der Testphase genutzten Videos sind Zielpersonen zu sehen.

Ein weiterer Hersteller vertreibt ebenfalls eine Gesichtserkennungssoftware. Nach dessen Angabe liegt die Trefferwahrscheinlichkeit dieser Software bei 90 %.

Eine Sicherheitsingenieurin möchte die Angabe des Herstellers untersuchen. Dazu lässt sie 100 zufällig ausgewählte Videos von Zielpersonen durch die Software überprüfen. Wird dabei in mindestens 95 Videos die gezeigte Person korrekt als Zielperson eingestuft, geht die Sicherheitsingenieurin davon aus, dass die Herstellerangabe zutrifft.

c)

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Ingenieurin die Herstellerangabe für zutreffend hält, obwohl die tatsächliche Trefferwahrscheinlichkeit der Software lediglich 86 % beträgt. [2 Punkte]

Aufgabe B5 - Differentialrechnung · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Aufgabenstellung:

Skoliose ist eine Erkrankung der Wirbelsäule, bei der diese nicht gradlinig verläuft, sondern ein Teil der Wirbel eine bogenförmige Krümmung aufweist (siehe Abbildung 1). Auf Röntgenbildern ist diese Krümmung sichtbar und dient als Grundlage dafür, wie die Behandlung fortgesetzt wird.

Der Verlauf eines Abschnitts der Wirbelsäule eines Skoliose-Patienten wird für 0≤x≤50 \leq x \leq 5 durch die Funktion ff modelliert mitf(x)=0,5⋅x2⋅e−1,2x+1,2,x∈R.f(x) = 0{,}5 \cdot x^2 \cdot \mathrm{e}^{-1{,}2x+1{,}2}, \quad x \in \mathbb{R}.

Eine Einheit im Koordinatensystem steht für einen Dezimeter (dm).

Der gerade Verlauf der Wirbelsäule einer gesunden Person ohne Skoliose wird durch die xx-Achse dargestellt.

Abbildung 2 zeigt das um 90∘90^\circ gedrehte Röntgenbild der Wirbelsäule zusammen mit dem Graphen von ff.

Für die Entscheidung über das weitere Vorgehen bei der Behandlung bestimmt man den Winkel α\alpha zwischen den beiden Wendetangenten t1t_1 und t2t_2; dieser heißt Cobb-Winkel (siehe Abbildung 3).

Einer Studie zufolge wird meist zu einer Operation geraten, falls der Cobb-Winkel 50∘50^\circ übersteigt; ansonsten soll ein Korsett 1 getragen werden.

1 Ein Korsett ist eine stabile oder stabilisierende Stützkonstruktion für den Rumpf und die Wirbelsäule. Es wird meist nach Verletzungen oder bei bestimmten Erkrankungen getragen.

a)

(1) Bestimmen Sie durch Rechnung die Koordinaten der zwei Extrempunkte des Graphen von ff und geben Sie deren Art an; Werte oder Zusammenhänge, die aus Funktionsgraphen abgelesen wurden, dürfen dabei nicht benutzt werden.

Deuten Sie die yy-Koordinate des Hochpunkts bezogen auf den Sachzusammenhang.

(2) (i) Ermitteln Sie die Koordinaten der Wendepunkte des Graphen von ff und runden Sie dabei auf vier Nachkommastellen.

(ii) Berechnen Sie eine Gleichung der Tangente t1t_1, die den Graphen von ff im Wendepunkt W1(0,49∣f(0,49))W_1(0{,}49|f(0{,}49)) berührt.

[Zur Kontrolle: t1:y=0,64x−0,09t_1: y = 0{,}64x - 0{,}09 (Werte auf zwei Nachkommastellen gerundet).]

Im Wendepunkt W2(2,85∣0,44)W_2(2{,}85|0{,}44) besitzt die Tangente t2t_2 an den Graphen von ff die Gleichung t2:y=−0,22x+1,07t_2: y = -0{,}22x + 1{,}07 (Werte auf zwei Nachkommastellen gerundet).

Für die Entscheidung über das weitere Vorgehen bei der Behandlung wird der Winkel α\alpha zwischen den Wendetangenten t1t_1 und t2t_2 herangezogen, der sogenannte Cobb-Winkel (siehe Abbildung 3).

Einer Studie zufolge wird üblicherweise zu einer Operation geraten, falls der Cobb-Winkel über 50∘50^\circ liegt; sonst sollte ein Korsett getragen werden.

(3) Der Cobb-Winkel α\alpha kann mit der Formel

α=∢(t1,t2)=tan⁡−1(m1−m21+m1⋅m2)\alpha = \sphericalangle(t_1, t_2) = \tan^{-1}\left(\frac{m_1 - m_2}{1 + m_1 \cdot m_2}\right)

ermittelt werden, wobei m1m_1 bzw. m2m_2 die Steigungen der Tangenten t1t_1 bzw. t2t_2 sind.

Berechnen Sie den Cobb-Winkel und beurteilen Sie, ob bei dieser Skoliose eine Operation empfohlen wird.

c)

Ein Arzt erwägt, anstelle des Cobb-Winkels zwischen den Wendepunkttangenten den Winkel zwischen den Tangenten an den äußeren Kanten der Wirbel zu nutzen, auf denen die Wendepunkte liegen.

Konkret heißt das: Anstelle der Tangente in W1W_1 dient die Tangente im Punkt P1P_1, der auf dem Graphen von ff weiter links liegt. Entsprechend wird statt der Tangente in W2W_2 die Tangente im Punkt P2P_2 genommen, der auf dem Graphen von ff weiter rechts liegt (siehe Abbildung 5).

Beurteilen Sie ohne zusätzliche Rechnung, ob der Winkel durch diese Änderung größer oder kleiner wird.

Aufgabe B5 - Integralrechnung · Integralrechnung: Flächen und Bestände

Aufgabenstellung:

Skoliose ist eine Erkrankung der Wirbelsäule, bei der diese nicht gradlinig verläuft, sondern ein Teil der Wirbel eine bogenförmige Krümmung aufweist (siehe Abbildung 1). Auf Röntgenbildern ist diese Krümmung sichtbar und dient als Grundlage dafür, wie die Behandlung fortgesetzt wird.

Der Verlauf eines Abschnitts der Wirbelsäule eines Skoliose-Patienten wird für 0≤x≤50 \leq x \leq 5 durch die Funktion ff modelliert mitf(x)=0,5⋅x2⋅e−1,2x+1,2,x∈R.f(x) = 0{,}5 \cdot x^2 \cdot \mathrm{e}^{-1{,}2x+1{,}2}, \quad x \in \mathbb{R}.

Eine Einheit im Koordinatensystem steht für einen Dezimeter (dm).

Der gerade Verlauf der Wirbelsäule einer gesunden Person ohne Skoliose wird durch die xx-Achse dargestellt.

Abbildung 2 zeigt das um 90∘90^\circ gedrehte Röntgenbild der Wirbelsäule zusammen mit dem Graphen von ff.

Für die Entscheidung über das weitere Vorgehen bei der Behandlung bestimmt man den Winkel α\alpha zwischen den beiden Wendetangenten t1t_1 und t2t_2; dieser heißt Cobb-Winkel (siehe Abbildung 3).

Einer Studie zufolge wird meist zu einer Operation geraten, falls der Cobb-Winkel 50∘50^\circ übersteigt; ansonsten soll ein Korsett 1 getragen werden.

1 Ein Korsett ist eine stabile oder stabilisierende Stützkonstruktion für den Rumpf und die Wirbelsäule. Es wird meist nach Verletzungen oder bei bestimmten Erkrankungen getragen.

Vorgegebene Wendetangenten (aus früheren Teilaufgaben):

t1:y=0,64x−0,09t_1: y = 0{,}64x - 0{,}09 im Wendepunkt W1(0,49∣f(0,49))W_1(0{,}49 \mid f(0{,}49))

t2:y=−0,22x+1,07t_2: y = -0{,}22x + 1{,}07 im Wendepunkt W2(2,85∣0,44)W_2(2{,}85 \mid 0{,}44)

b) Bei der Herstellung eines Korsetts kommt im größten Teil des Bereichs, in dem die Wirbelsäule seitlich verschoben ist, ein Spezialmaterial zum Einsatz. In Abbildung 4 ist die Fläche, die aus diesem Spezialmaterial besteht, schraffiert markiert.

(1)

Berechnen Sie die Punkte, in denen die Tangenten t1t_1 bzw. t2t_2 die xx-Achse schneiden. [2 Punkte]

(2)

Bestimmen Sie den Flächeninhalt des Bereichs, der aus dem Spezialmaterial gefertigt wird. [4 Punkte]

Du kannst auch nach Themen lernen

Übe ein Thema mit gemischten Aufgaben aus den Prüfungen und dem IQB-Pool aller Jahre.

Alle 12 Themen ansehen

Andere Prüfungen und Aufgaben 2023

GK · Haupttermin · CAS (2023) · GK · Haupttermin · CAS · Weiterbildungskolleg (2023) · GK · Haupttermin · GTR (2023) · GK · Haupttermin · GTR · Weiterbildungskolleg (2023) · GK · Nachtermin · CAS · Weiterbildungskolleg (2023) · GK · Nachtermin · GTR (2023) · GK · Nachtermin · GTR · Weiterbildungskolleg (2023) · GK · Teil A · Analysis (2023) · GK · Teil A · Analytische Geometrie (2023) · GK · Teil A · Lineare Algebra (2023) · GK · Teil A · Stochastik (2023) · GK · Teil B · Analysis (CAS) (2023) · GK · Teil B · Analysis (WTR) (2023) · GK · Teil B · Analytische Geometrie (CAS) (2023) · GK · Teil B · Analytische Geometrie (WTR) (2023) · GK · Teil B · Lineare Algebra (CAS) (2023) · GK · Teil B · Lineare Algebra (WTR) (2023) · GK · Teil B · Stochastik (CAS) (2023) · GK · Teil B · Stochastik (WTR) (2023) · LK · Haupttermin · CAS (2023) · LK · Haupttermin · CAS · Weiterbildungskolleg (2023) · LK · Haupttermin · GTR (2023) · LK · Haupttermin · GTR · Weiterbildungskolleg (2023) · LK · Nachtermin · CAS (2023) · LK · Nachtermin · CAS · Weiterbildungskolleg (2023) · LK · Nachtermin · GTR (2023) · LK · Nachtermin · GTR · Weiterbildungskolleg (2023) · LK · Teil A · Analysis (2023) · LK · Teil A · Analytische Geometrie (2023) · LK · Teil A · Lineare Algebra (2023) · LK · Teil A · Stochastik (2023) · LK · Teil B · Analysis (CAS) (2023) · LK · Teil B · Analysis (WTR) (2023) · LK · Teil B · Analytische Geometrie (CAS) (2023) · LK · Teil B · Analytische Geometrie (WTR) (2023) · LK · Teil B · Lineare Algebra (CAS) (2023) · LK · Teil B · Lineare Algebra (WTR) (2023) · LK · Teil B · Stochastik (CAS) (2023) · LK · Teil B · Stochastik (WTR) (2023)