Aufgabe B2 - Integralrechnung · Abitur NRW Mathematik GK · Nachtermin · GTR · Weiterbildungsko 2021

Thema: Integralrechnung: Flächen und Bestände · Aus der Prüfung GK · Nachtermin · GTR · Weiterbildungskolleg (2021)

Aufgabenstellung

Aufgabe B2 - Integralrechnung

Im Sommer setzt sich ein Bienenvolk aus mehreren zehntausend Arbeiterinnen, wenigen hundert Drohnen und einer Königin zusammen. Eier, aus denen neue Bienen hervorgehen, legt allein die Königin.

Ein bestimmtes Bienenvolk wurde im Jahr 2019 über das Jahr hinweg genau beobachtet, anschließend wurde seine Entwicklung modelliert. Weil fast alle Eier zu Arbeiterinnen werden, bleiben Drohnen und Königinnen im Modell unberücksichtigt. Vereinfachend heißen die Arbeiterinnen „Bienen".

Die ersten jungen Bienen schlüpften am 4. März.

Die Zunahme der Bienenanzahl vom 4. März bis zum 21. Oktober durch schlüpfende Bienen wird für 0≤t≤2320 \leq t \leq 232 durch die Funktion ff mit

f(t)=1800000t4+17000t3−311t2+40t,t∈R,f(t) = \frac{1}{800000}t^4 + \frac{1}{7000}t^3 - \frac{3}{11}t^2 + 40t, \quad t \in \mathbb{R},

modelliert. Dabei entspricht t=0t=0 dem Beginn des 4. März. Bei t=1t=1 endet der 4. März und beginnt der 5. März usw. Der 21. Oktober endet somit bei t=232t=232.

f(t)f(t) ist die (momentane) Zuwachsrate durch schlüpfende Bienen zum Zeitpunkt tt in der Einheit „Bienen pro Tag". Sterbende Bienen werden zunächst nicht berücksichtigt.

Abbildung 1 zeigt den Graphen von ff im Intervall [0;232][0;232].

In der ganzen Aufgabe müssen Ergebnisse nicht in Datumsangaben umgerechnet werden!

a) (4)

Das Integral ∫910f(t) dt\displaystyle\int_{9}^{10} f(t)\,\mathrm{d}t beschreibt, wie viele Bienen am 13. März schlüpfen. [Eine Begründung ist nicht nötig.] Ermitteln Sie diese Anzahl rechnerisch.

a) (5)

Bestimmen Sie, wie viele Bienen im Mittel pro Tag schlüpfen, und zwar vom Beginn des 4. März (t=0t=0) bis zum Ende des 21. Oktober (t=232t=232).

b) (2)

Die Gleichung ∫tt+21f(x) dx=30000\displaystyle\int_{t}^{t+21} f(x)\,\mathrm{d}x = 30000 besitzt im Beobachtungszeitraum die Lösungen t1≈47t_1 \approx 47 und t2≈104t_2 \approx 104. Außerdem gilt für 47≤t≤10447 \le t \le 104: ∫tt+21f(x) dx≥30000\displaystyle\int_{t}^{t+21} f(x)\,\mathrm{d}x \ge 30000.

Erläutern Sie, was das Integral im Sachzusammenhang bedeutet. Interpretieren Sie die in Teilaufgabe b) (2) angegebenen Informationen im Zusammenhang der Teilaufgabe b).

c) (1)

Begründen Sie, dass sich im Bereich 35≤t≤21635 \le t \le 216 die Änderungsrate der Bienenzahl (in der Einheit „Bienen pro Tag") durch die Funktion dd mit d(t)=f(t)−g(t)d(t) = f(t) - g(t) beschreiben lässt.

c) (2)

Geben Sie anhand des Graphen von dd in Abbildung 2 näherungsweise den Zeitpunkt an, zu dem das Bienenvolk die größte Bienenanzahl erreicht, und begründen Sie Ihre Angabe.

c) (3)

Bis zum Ende des 7. April (t=35t=35) sind schon 240 Bienen gestorben. Zeigen Sie, dass am Ende des 5. Oktober (t=216t=216) noch nicht alle Bienen tot sind, die vor dem 1. September (also bis t=181t=181) geschlüpft sind.

Aufgabenstellung: Aufgabe B2 - Integralrechnung · Abitur NRW Mathematik GK · Nachtermin · GTR · Weiterbildungsko 2021

Lösung

Nach den offiziellen Korrekturhinweisen

(4) Ermitteln Sie die Anzahl der am 13. März schlüpfenden Bienen durch Rechnung.

Lösung: ∫910f(t) dt=[14000000t5+128000t4−111t3+20t2]910≈355\displaystyle\int_{9}^{10} f(t)\,\mathrm{d}t = \left[\frac{1}{4000000}t^5+\frac{1}{28000}t^4-\frac{1}{11}t^3+20t^2\right]_9^{10} \approx 355 (Bienen)

(5) Bestimmen Sie, wie viele Bienen im Mittel pro Tag schlüpfen, und zwar vom Beginn des 4. März (t=0t=0) bis zum Ende des 21. Oktober (t=232t=232).

Lösung: ∫0232f(t) dt≈212775\displaystyle\int_{0}^{232} f(t)\,\mathrm{d}t \approx 212775. Durchschnittlich schlüpfen etwa 212775232≈917\frac{212775}{232} \approx 917 Bienen pro Tag.

b) (2) Erläutern Sie, was das Integral im Sachzusammenhang bedeutet. Interpretieren Sie die in Teilaufgabe b) (2) angegebenen Informationen im Zusammenhang der Teilaufgabe b).

Lösung: Mit dem Integral ∫tt+21f(x) dx\int_t^{t+21} f(x)\,\mathrm{d}x lässt sich berechnen, wie viele Bienen innerhalb der nächsten 21 Tage ab dem Zeitpunkt tt schlüpfen werden. Für t1≈47t_1 \approx 47 und t2≈104t_2 \approx 104 ergibt die Gleichung, dass jeweils genau 30000 Bienen in den folgenden 21 Tagen schlüpfen werden. Da im Intervall [47;104][47;104] die Anzahl der in den folgenden 21 Tagen schlüpfenden Bienen mindestens 30000 beträgt, beginnt die Schwarmzeit nach Ansatz B bei t1≈47t_1 \approx 47 und endet bei t2≈104t_2 \approx 104.

c) (1) Begründen Sie, dass sich im Bereich 35≤t≤21635 \le t \le 216 die Änderungsrate der Bienenzahl durch die Funktion dd mit d(t)=f(t)−g(t)d(t)=f(t)-g(t) beschreiben lässt.

Lösung: Das Bienenvolk wird durch schlüpfende Bienen verstärkt und durch sterbende Bienen dezimiert. Die Funktionen ff und gg modellieren die zugehörigen Änderungsraten durch schlüpfende bzw. sterbende Bienen.

c) (2) Geben Sie anhand des Graphen von dd in Abbildung 2 näherungsweise den Zeitpunkt an, zu dem das Bienenvolk die größte Bienenanzahl erreicht, und begründen Sie Ihre Angabe.

Lösung: Das Bienenvolk erreicht seine maximale Stärke bei t≈105t \approx 105 [tN≈102,7t_N \approx 102{,}7].

c) (3) Zeigen Sie, dass am Ende des 5. Oktober (t=216t=216) noch nicht alle Bienen tot sind, die vor dem 1. September (also bis t=181t=181) geschlüpft sind.

Lösung: Geschlüpft sind ∫0181f(t) dt≈203050\int_0^{181} f(t)\,\mathrm{d}t \approx 203050 Bienen, gestorben sind ab t=35t=35 jedoch nur ∫35216g(t) dt≈202476\int_{35}^{216} g(t)\,\mathrm{d}t \approx 202476 Bienen. Da vor Ende des 7. April nur 240 Bienen gestorben sind, müssen am Ende des 5. Oktober noch etwa 203050−202476−240=334203050-202476-240=334 Bienen leben, die vor dem 1. September geschlüpft sind.

Die ausführliche Erklärung Schritt für Schritt (mit KI) gibt es mit Premium. Premium

Löse sie direkt hier: automatische Korrektur, Hinweise und Lösung Schritt für Schritt.

‹ Aufgabe B1 - Integralrechnung · GK · Nachtermin · GTR · Weiterbildungsko 2021 · Aufgabengruppe 1 - Aufgabe 1 · GK · Teil A · Analysis 2021 ›

Mehr Aufgaben zu Integralrechnung: Flächen und Bestände