Aufgabe B4 - Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeit… · Abitur NRW Mathematik GK · Nachtermin · GTR · Weiterbildungsko 2021

Thema: Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen · Aus der Prüfung GK · Nachtermin · GTR · Weiterbildungskolleg (2021)

Aufgabenstellung

E-Scooter (Elektro-Roller) werden in Deutschland immer beliebter. Wie lange ein einzelner E-Scooter im Einsatz ist, hängt jedoch stark davon ab, ob er verliehen oder privat genutzt wird. Erste Untersuchungen zeigen, dass ein Leih-E-Scooter durchschnittlich nur 30 Tage genutzt wird, ein privater E-Scooter dagegen durchschnittlich 365 Tage.

a) (1)

Ein Hersteller liefert 90 % seiner E-Scooter an Verleihfirmen, die übrigen E-Scooter werden privat genutzt. Bestimmen Sie die mittlere Nutzungsdauer der E-Scooter dieses Herstellers.

a) (2)

Bei einem anderen Hersteller liegt die mittlere Nutzungsdauer seiner E-Scooter bei 120 Tagen. Ermitteln Sie den Anteil der E-Scooter, die dieser Hersteller für private Haushalte herstellt.

In dieser Aufgabe heißen alle Personen, die gelegentlich einen E-Scooter fahren, E-Scooter-Nutzende. Vereinfachend sei angenommen, dass die Zufallsgröße XX, welche die Anzahl der E-Scooter-Nutzenden in einer zufällig gewählten Personengruppe beschreibt, binomialverteilt ist.

b) E-Scooter fährt man vor allem in Großstädten. In einer deutschen Großstadt nutzt eine zufällig gewählte Person mit einer Wahrscheinlichkeit von 10 % gelegentlich einen E-Scooter. In dieser Stadt werden 200 zufällig gewählte Personen gefragt, ob sie gelegentlich einen E-Scooter nutzen.

b) (1)

Mit dem folgenden unvollständigen Ansatz wird die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses im Sachzusammenhang der oben beschriebenen Stichprobe bestimmt:

P(X=__)=_____⋅0,115⋅_____P(X = \_\_) = \_\_\_\_\_ \cdot 0{,}1^{15} \cdot \_\_\_\_\_

b) (2) (i)

b) (2) (ii)

b) (2) (iii)

c) In einer anderen deutschen Großstadt liegt die Wahrscheinlichkeit pp, dass eine zufällig gewählte Person gelegentlich einen E-Scooter nutzt, derzeit nur bei 6 %. Ein E-Scooter-Hersteller will pp mit einer gezielten Werbekampagne steigern. Nach der Kampagne sollen 150 zufällig gewählte Personen dieser Stadt befragt werden, um zu prüfen, ob die Kampagne erfolgreich war. Das Unternehmen wertet die Kampagne als erfolgreich, wenn unter den 150 Befragten mindestens 12 E-Scooter-Nutzende sind.

c) (1)

c) (2)

Nach der Werbekampagne hat sich die Wahrscheinlichkeit pp, dass eine zufällig ausgewählte Person gelegentlich einen E-Scooter benutzt, verändert. Die Wahrscheinlichkeit, dass unter 50 zufällig ausgewählten Personen höchstens eine Person gelegentlich einen E-Scooter benutzt, beträgt nun 5 %. Der Wert von pp lässt sich über den folgenden Ansatz berechnen:

(1−p)50+50⋅p⋅(1−p)49=0,05(1-p)^{50} + 50 \cdot p \cdot (1-p)^{49} = 0{,}05

c) (3)

Aufgabenstellung: Aufgabe B4 - Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeit… · Abitur NRW Mathematik GK · Nachtermin · GTR · Weiterbildungsko 2021

Lösung

Nach den offiziellen Korrekturhinweisen

(1) Bestimmen Sie die mittlere Nutzungsdauer der E-Scooter dieses Herstellers.

Lösung: 63,5 Tage

(2) Ermitteln Sie den Anteil der E-Scooter, die dieser Hersteller für private Haushalte herstellt.

Lösung: x=1867≈0,269x = \frac{18}{67} \approx 0{,}269, also ca. 26,9 %

E1: Unter den befragten Personen sind weniger als 17 E-Scooter-Nutzende. Ermitteln Sie die Wahrscheinlichkeit von E1.

Lösung: P200;0,1(X≤16)≈0,207P_{200;0{,}1}(X \le 16) \approx 0{,}207

E2: Unter den befragten Personen sind mindestens so viele E-Scooter-Nutzende, wie zu erwarten ist. Ermitteln Sie die Wahrscheinlichkeit von E2.

Lösung: P200;0,1(X≥20)≈0,534P_{200;0{,}1}(X \ge 20) \approx 0{,}534

Geben Sie den Ansatz in vollständiger Form an.

Lösung: P(X=15)=(20015)⋅0,115⋅0,9185P(X=15) = \binom{200}{15}\cdot 0{,}1^{15}\cdot 0{,}9^{185}

Nennen Sie ein Ereignis im Sachzusammenhang der oben beschriebenen Stichprobe, dessen Wahrscheinlichkeit sich mit diesem Ansatz berechnen lässt.

Lösung: Unter den 200 Befragten befinden sich genau 15 E-Scooter-Nutzende.

Interpretieren Sie die Bestandteile der rechten Seite des Ansatzes im Sachzusammenhang.

Lösung: (20015)\binom{200}{15} ist die Anzahl der Möglichkeiten, unter 200 befragten Personen 15 E-Scooter-Nutzende zu finden; 0,10{,}1 ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine befragte Person gelegentlich einen E-Scooter benutzt, und 0,90{,}9 die Gegenwahrscheinlichkeit dazu; jede der verschiedenen Möglichkeiten hat die Wahrscheinlichkeit 0,115⋅0,91850{,}1^{15}\cdot 0{,}9^{185}.

(1) Ermitteln Sie, mit welcher Wahrscheinlichkeit das Unternehmen auf Grundlage der Befragung dennoch davon ausgehen würde, dass die Werbekampagne erfolgreich gewesen sei.

Lösung: P150;0,06(X≥12)≈0,191P_{150;0{,}06}(X \ge 12) \approx 0{,}191

(2) Ermitteln Sie, mit welcher Wahrscheinlichkeit das Unternehmen in diesem Fall auf Grundlage der Befragung darauf schließen würde, dass die Kampagne nicht erfolgreich war.

Lösung: P150;0,12(X≤11)≈0,045P_{150;0{,}12}(X \le 11) \approx 0{,}045

Geben Sie an, was die beiden Summanden auf der linken Seite der Gleichung im Sachzusammenhang bedeuten.

Lösung: (1−p)50(1-p)^{50}: Wahrscheinlichkeit, dass sich unter den 50 Befragten niemand befindet, der gelegentlich einen E-Scooter benutzt. 50⋅p⋅(1−p)4950\cdot p\cdot (1-p)^{49}: Wahrscheinlichkeit, dass sich unter den 50 Befragten genau eine Person befindet, die gelegentlich einen E-Scooter benutzt.

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