Abitur Hessen Mathematik 2022 · LK · CAS

Abiturprüfung Mathematik in Hessen 2022, LK · CAS: 7 Aufgaben mit Lösungen. Themen: Funktionen und ihre Eigenschaften. Mit automatischer Korrektur.

Themen der Prüfung: Funktionen und ihre Eigenschaften · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben) · Integralrechnung: Flächen, Bestände und Volumina · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen · Längen, Winkel und Abstände im Raum · Mehrstufige Zufallsexperimente, Kombinatorik und bedingte Wahrscheinlichkeiten · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen · Beurteilende Statistik: Hypothesentests und Intervalle

Aufgabe 1.1 - Symmetrie · Funktionen und ihre Eigenschaften

Analysis – Niveau 1

Gegeben sind die in R\mathbb{R} definierten ganzrationalen Funktionen fk:x↦x4+(2−k)⋅x3−k⋅x2f_k: x \mapsto x^4 + (2-k)\cdot x^3 - k\cdot x^2 mit k∈Rk \in \mathbb{R}.

1.1 Begründen Sie, dass der Graph von f2f_2 symmetrisch bezüglich der y-Achse ist. [1 BE]

Aufgabe 1.2 - Wendestelle · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Analysis – Niveau 1

Gegeben sind die in R\mathbb{R} definierten ganzrationalen Funktionen fk:x↦x4+(2−k)⋅x3−k⋅x2f_k: x \mapsto x^4 + (2-k)\cdot x^3 - k\cdot x^2 mit k∈Rk \in \mathbb{R}.

1.2 Es gibt einen Wert von kk, für den 11 eine Wendestelle von fkf_k ist. Berechnen Sie diesen Wert von kk. [4 BE]

Aufgabe 2 · Mehrstufige Zufallsexperimente, Kombinatorik und bedingte Wahrscheinlichkeiten

In einem Behälter befinden sich Gummibärchen.

2.1

Es befinden sich 4 rote und 2 grüne Gummibärchen im Behälter. Paula nimmt zufällig drei Gummibärchen heraus und isst sie auf. Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass sie dabei mindestens zwei rote Gummibärchen isst. [3 BE]

Als Bruch (z. B. 4/5) oder Dezimalzahl angeben.

2.2

Es befinden sich nn Gummibärchen im Behälter, von denen genau eines orange ist. Max nimmt zufällig zwei Gummibärchen heraus und isst sie auf. Die Wahrscheinlichkeit, dass er dabei das orangene Gummibärchen isst, beträgt 0,2. Ermitteln Sie die Anzahl nn der Gummibärchen im Behälter. [2 BE]

Aufgabe 3 · Längen, Winkel und Abstände im Raum

Lineare Algebra/Analytische Geometrie – Niveau 1

Wird der Punkt P(1∣2∣3)P(1|2|3) an der Ebene EE gespiegelt, so ergibt sich der Punkt Q(7∣2∣11)Q(7|2|11).

3.1

Bestimmen Sie eine Gleichung von EE in Koordinatenform. [3 BE]

3.2

Auf der Gerade durch PP und QQ liegen die Punkte RR und SS symmetrisch bezüglich EE; dabei liegt RR bezüglich EE auf der gleichen Seite wie PP. Der Abstand von RR und SS ist doppelt so groß wie der Abstand von PP und QQ. Bestimmen Sie die Koordinaten von RR. [2 BE]

Aufgabe 4 · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben)

Analysis – Niveau 2

4 Ermitteln Sie eine Gleichung der quadratischen Funktion gg, die die beiden folgenden Eigenschaften hat:

Der Graph von gg schneidet die Gerade mit der Gleichung y=14x+1y = \frac{1}{4}x + 1 im Punkt (0∣1)(0|1) unter einem rechten Winkel.

Die x- und die y-Koordinate des Extrempunkts des Graphen von gg stimmen überein.

g(x)=g(x) =

Aufgabe B1 - Aufgabe 1 · Funktionen und ihre Eigenschaften

Analysis – Vorschlag B1

1 Ein Schnellzug der Deutschen Bahn vom Typ ICE startet um 14 Uhr am Frankfurter Hauptbahnhof. Die Entwicklung der Geschwindigkeit des ICE kann für x≥0x \ge 0 zunächst modellhaft durch die Funktion vv mit

v(x)=2501+24⋅e−0,9x−10v(x) = \frac{250}{1 + 24 \cdot \mathrm{e}^{-0{,}9x}} - 10

beschrieben werden. Dabei ist xx die seit 14:00 Uhr vergangene Zeit in Minuten und v(x)v(x) die Geschwindigkeit in Kilometer pro Stunde.

1.1

Zeigen Sie, dass der ICE mit einer Geschwindigkeit von 0 km/h0\text{ km/h} startet und langfristig eine Reisegeschwindigkeit von vR=240 km/hv_R = 240\text{ km/h} erreicht. [4 BE]

1.2

Berechnen Sie den Zeitpunkt xx, zu dem der ICE 90 %90\,\% der Geschwindigkeit vRv_R erreicht. [4 BE]

Die Abbildung im Material 1 zeigt den Graphen von vv. Beschriften Sie die Koordinatenachsen mit der fehlenden Skalierung. [2 BE]

Aufgabe B1 - Aufgabe 2 (Differentialrechnung) · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Der ICE fährt im weiteren Verlauf seiner Fahrt von 14:30 Uhr bis 15:00 Uhr mit konstanter Geschwindigkeit. Von 15:00 Uhr bis 15:02 Uhr nimmt seine Geschwindigkeit ab. Ab 15:02 Uhr fährt der ICE wieder mit konstanter Geschwindigkeit. Zur modellhaften Beschreibung der Entwicklung der Geschwindigkeit des ICE im Zeitraum von 15:00 Uhr bis 15:02 Uhr wird eine Schar ganzrationaler Funktionen betrachtet.

2.1.1

Bestimmen Sie die Geschwindigkeit, die der ICE eine halbe Minute nach 15:00 Uhr hat.

Zeigen Sie, dass die Geschwindigkeit in der ersten halben Minute nach 15:00 Uhr um einen kleineren Betrag abnimmt als in der darauf folgenden halben Minute.

2.1.2

Ermitteln Sie den Zeitpunkt, zu dem die Geschwindigkeit am stärksten abnimmt.

2.2

Nun werden alle in R\mathbb{R} definierten Funktionen fpf_p der Schar mit

fp(x)=p4⋅x4+(30−p)⋅x3+(p−90)⋅x2+240undp∈Rf_p(x) = \frac{p}{4}\cdot x^4 + (30-p)\cdot x^3 + (p-90)\cdot x^2 + 240 \quad \text{und} \quad p \in \mathbb{R}

daraufhin untersucht, ob sie für 0≤x≤20 \leq x \leq 2 die Entwicklung der Geschwindigkeit des ICE von 15:00 Uhr bis 15:02 Uhr passend beschreiben könnten.

2.2.1

Der Übergang von der Fahrt mit konstanter Geschwindigkeit kurz vor 15:00 Uhr zur Fahrt nach 15:00 Uhr erfolgt sowohl hinsichtlich der Geschwindigkeit als auch hinsichtlich der momentanen Änderungsrate der Geschwindigkeit ohne Sprung. Die Funktionen fpf_p werden diesen beiden Anforderungen gerecht.

Geben Sie die zugehörigen Bedingungen an, die die Funktionen fpf_p erfüllen.

2.2.2

Geben Sie denjenigen Wert von pp an, für den fp(x)f_p(x) mit dem Term der Funktion ff übereinstimmt.

Beurteilen Sie für jede der Funktionen f−80f_{-80} und f250f_{250} mithilfe des zugehörigen Graphen, ob die Funktion die Geschwindigkeitsentwicklung innerhalb des Zeitraums von 15:00 Uhr bis 15:02 Uhr passend beschreiben könnte.

Hinweis: Eine Skizze der Graphen ist nicht erforderlich.

2.2.3

Gegeben sind die folgenden Informationen:

Für p≠0p \neq 0 liefert fp′(x)=0f_p'(x) = 0 neben x1=0x_1 = 0 und x2=2x_2 = 2 die Lösung x3=1−90px_3 = 1 - \frac{90}{p}.

Es gilt x3≤0  ⟺  0<p≤90x_3 \leq 0 \iff 0 < p \leq 90 und x3≥2  ⟺  −90≤p<0x_3 \geq 2 \iff -90 \leq p < 0.

Beurteilen Sie auch unter Verwendung dieser Informationen die Funktionen fpf_p mit p≠0p \neq 0 im Hinblick auf ihre Eignung zur Beschreibung der angenommenen Geschwindigkeitsentwicklung innerhalb des Zeitraums von 15:00 Uhr bis 15:02 Uhr.

Aufgabe B1 - Aufgabe 2 (Integralrechnung) · Integralrechnung: Flächen, Bestände und Volumina

Der ICE fährt im weiteren Verlauf seiner Fahrt von 14:30 Uhr bis 15:00 Uhr mit konstanter Geschwindigkeit. Von 15:00 Uhr bis 15:02 Uhr nimmt seine Geschwindigkeit ab. Ab 15:02 Uhr fährt der ICE wieder mit konstanter Geschwindigkeit. Zur modellhaften Beschreibung der Entwicklung der Geschwindigkeit des ICE im Zeitraum von 15:00 Uhr bis 15:02 Uhr wird eine Schar ganzrationaler Funktionen betrachtet.

2.1.3

Bestimmen Sie einen Zeitraum, der frühestens um 14:59 Uhr beginnt und spätestens um 15:03 Uhr endet, in dem der ICE eine Strecke mit einer Länge von genau 7 km7\text{ km} zurücklegt.

[5 BE]

2.1.4

Untersuchen Sie, ob die folgende Aussage richtig ist:

„Wenn sich die Abnahme der Geschwindigkeit von 15:01 Uhr an nicht mehr verändern würde, dann käme der ICE von diesem Zeitpunkt an nach drei Kilometern zum Stehen.“

[4 BE]

Aufgabe B1 - Aufgabe 3.1 - Parameter bestimmen · Funktionsterme bestimmen (Steckbriefaufgaben)

Betrachtet wird die in R\mathbb{R} definierte Funktion ss mit s(x)=a⋅sin⁡(b⋅x)+cs(x) = a \cdot \sin(b \cdot x) + c. Die Punkte E1(−2∣−1)E_1(-2|-1) und E2(2∣3)E_2(2|3) sind direkt aufeinanderfolgende Extrempunkte des Graphen von ss.

3.1

Bestimmen Sie die passenden Werte von aa, bb und cc.

[zur Kontrolle: a=2a = 2, b=π4b = \frac{\pi}{4}, c=1c = 1]

Aufgabe B1 - Aufgabe 3.2 - Integralwert · Integralrechnung: Flächen, Bestände und Volumina

Betrachtet wird die in R\mathbb{R} definierte Funktion ss mit s(x)=a⋅sin⁡(b⋅x)+cs(x) = a \cdot \sin(b \cdot x) + c. Die Punkte E1(−2∣−1)E_1(-2|-1) und E2(2∣3)E_2(2|3) sind direkt aufeinanderfolgende Extrempunkte des Graphen von ss.

3.2

Geben Sie den Wert des Terms ∫−22s(x) dx\int_{-2}^{2} s(x)\,\mathrm{d}x an.

Beschreiben Sie mithilfe der Abbildung in Material 3, wie man zu diesem Wert mit geometrischen Überlegungen gelangen kann.

Hinweis: Zur Erleichterung der Beschreibung kann die Abbildung in Material 3 geeignet beschriftet werden.

[6 BE]

Aufgabe B1 - Aufgabe 3.3-3.4 - Wendepunkte und Tangenten · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Betrachtet wird die in R\mathbb{R} definierte Funktion ss mit s(x)=a⋅sin⁡(b⋅x)+cs(x) = a \cdot \sin(b \cdot x) + c. Die Punkte E1(−2∣−1)E_1(-2|-1) und E2(2∣3)E_2(2|3) sind direkt aufeinanderfolgende Extrempunkte des Graphen von ss.

Die Punkte des Graphen von ss mit der yy-Koordinate 11 sind die Wendepunkte des Graphen.

3.3

Zeigen Sie, dass jeder Wendepunkt des Graphen von ss eine ganzzahlige xx-Koordinate hat und dass der Graph von ss in jedem seiner Wendepunkte entweder die Steigung −π2-\frac{\pi}{2} oder die Steigung +π2+\frac{\pi}{2} hat.

[2 BE]

3.4

Für jeden Wendepunkt des Graphen von ss wird die Gerade betrachtet, die durch diesen Wendepunkt und den Punkt P(2022∣2022)P(2022|2022) verläuft. Untersuchen Sie, ob eine dieser Geraden im jeweiligen Wendepunkt Tangente an den Graphen von ss ist.

[3 BE]

Aufgabe B2 - Aufgabe 1 (Nullstellen und Grenzverhalten) · Funktionen und ihre Eigenschaften

Gegeben sei die Funktionenschar fbf_b mit fb(t)=1100⋅(0,5t2+2t)⋅b⋅e−0,02t,b∈R,  b>0.f_b(t) = \frac{1}{100} \cdot (0{,}5t^2 + 2t) \cdot b \cdot \mathrm{e}^{-0{,}02t}, \quad b \in \mathbb{R}, \; b > 0.

1.1

Berechnen Sie die Nullstellen der Funktionen der Schar.

[3 BE]

1.3

Untersuchen Sie das Grenzverhalten der Funktionen der Schar für t→+∞t \to +\infty und t→−∞t \to -\infty.

[4 BE]

Aufgabe B2 - Aufgabe 1.2 - Extrempunkte · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Gegeben sei die Funktionenschar fbf_b mit fb(t)=1100⋅(0,5t2+2t)⋅b⋅e−0,02t,b∈R,  b>0.f_b(t) = \frac{1}{100} \cdot (0{,}5t^2 + 2t) \cdot b \cdot \mathrm{e}^{-0{,}02t}, \quad b \in \mathbb{R}, \; b > 0.

1.2

Beschreiben Sie die Bedeutung des Parameters bb für die Graphen der Schar.

Berechnen Sie alle Extrempunkte der Graphen der Schar.

Die Funktionsgleichung der zweiten Ableitung fb′′(t)=(1100)3⋅(2t2−392t+9200)⋅b⋅e−0,02tf_b''(t) = \left(\frac{1}{100}\right)^3 \cdot (2t^2 - 392t + 9200) \cdot b \cdot e^{-0{,}02t} darf ohne Nachweis verwendet werden.

[zur Kontrolle: Die Hochpunkte der Schar haben die gerundeten Koordinaten H(98,04∣7,04b)H(98{,}04 \mid 7{,}04b).]

[8 BE]

Tiefpunkt T(tT∣yT)T(t_T \mid y_T):

Hochpunkt H(tH∣yH)H(t_H \mid y_H):

Aufgabe B2 - Aufgabe 2.1 - Eingangsrate · Differentialrechnung: Tangenten, Extrem- und Wendepunkte

Ein hessischer Radiosender startet anlässlich einer Naturkatastrophe eine Spendenaktion. Die Zuschauer haben bei dieser Spendenaktion die Möglichkeit, über eine Spendenhotline telefonisch einen Betrag von 50 € zu spenden. Die Spendenhotline ist für einen Zeitraum von acht Stunden erreichbar.

Die Eingangsrate (in Anrufen pro Minute) lässt sich in guter Näherung durch eine Funktion der Funktionenschar fbf_b aus Aufgabe 1 modellieren. Dabei beschreibt tt die Zeit in Minuten seit Beginn der Spendenaktion:

fb(t)=1100⋅(0,5t2+2t)⋅b⋅e−0,02t,b∈R, b>0f_b(t) = \frac{1}{100} \cdot (0{,}5t^2 + 2t) \cdot b \cdot \mathrm{e}^{-0{,}02t}, \quad b \in \mathbb{R}, \ b > 0

Im Folgenden soll die Eingangsrate (in Anrufen pro Minute) in Abhängigkeit von der Zeit tt (in Minuten seit Beginn der Spendenaktion) durch die Funktion ff mit

f(t)=0,03⋅(0,5t2+2t)⋅e−0,02t=f3(t)f(t) = 0{,}03 \cdot (0{,}5t^2 + 2t) \cdot \mathrm{e}^{-0{,}02t} = f_3(t)

der Funktionenschar aus Aufgabe 1 modelliert werden. Der Graph der Funktion ff ist für t≥0t \ge 0 im Material 1 dargestellt.

Material 1

Graph der Näherungsfunktion ff

Die Eingangsrate (in Anrufen pro Minute) lässt sich in guter Näherung durch eine Funktion der Funktionenschar fbf_b aus Aufgabe 1 modellieren: fb(t)=1100(0,5t2+2t)⋅b⋅e−0,02t, b>0f_b(t) = \frac{1}{100}(0{,}5t^2 + 2t)\cdot b\cdot e^{-0{,}02t},\ b > 0. Dabei beschreibt tt die Zeit in Minuten seit Beginn der Spendenaktion.

2.1.1

Nach einer Stunde beträgt die Eingangsrate 17 Anrufe pro Minute.

Bestimmen Sie, gerundet auf zwei Nachkommastellen, den zugehörigen Wert des Parameters bb.

Im Folgenden soll die Eingangsrate (in Anrufen pro Minute) in Abhängigkeit von der Zeit tt (in Minuten seit Beginn der Spendenaktion) durch die Funktion ff mit

f(t)=0,03⋅(0,5t2+2t)⋅e−0,02t=f3(t)f(t) = 0{,}03\cdot (0{,}5t^2 + 2t)\cdot e^{-0{,}02t} = f_3(t)

der Funktionenschar aus Aufgabe 1 modelliert werden. Der Graph der Funktion ff ist für t≥0t \ge 0 im Material 1 dargestellt.

2.1.2

Vergleichen Sie die Eingangsraten nach zwei Stunden und nach acht Stunden im Sachzusammenhang.

2.1.3

Ermitteln Sie ohne Verwendung des Graphen die maximale Eingangsrate gemäß der vorgenommenen Modellierung.

2.1.4

Bestimmen Sie, gerundet auf zwei Nachkommastellen, den Wert von tt, für welchen die Krümmung des Graphen der Funktion ff von einer Rechts- in eine Linkskrümmung wechselt.

Erläutern Sie die Bedeutung dieses Werts im Sachzusammenhang.

2.1.5

Bestimmen Sie die minimale Eingangsrate im Zeitraum [40;240][40; 240].

Aufgabe B2 - Aufgabe 2.2 - Stammfunktion und Gesamtspenden · Integralrechnung: Flächen, Bestände und Volumina

Ein hessischer Radiosender startet anlässlich einer Naturkatastrophe eine Spendenaktion. Die Zuschauer haben bei dieser Spendenaktion die Möglichkeit, über eine Spendenhotline telefonisch einen Betrag von 50 € zu spenden. Die Spendenhotline ist für einen Zeitraum von acht Stunden erreichbar.

Die Eingangsrate (in Anrufen pro Minute) lässt sich in guter Näherung durch eine Funktion der Funktionenschar fbf_b aus Aufgabe 1 modellieren. Dabei beschreibt tt die Zeit in Minuten seit Beginn der Spendenaktion:

fb(t)=1100⋅(0,5t2+2t)⋅b⋅e−0,02t,b∈R, b>0f_b(t) = \frac{1}{100} \cdot (0{,}5t^2 + 2t) \cdot b \cdot \mathrm{e}^{-0{,}02t}, \quad b \in \mathbb{R}, \ b > 0

Im Folgenden soll die Eingangsrate (in Anrufen pro Minute) in Abhängigkeit von der Zeit tt (in Minuten seit Beginn der Spendenaktion) durch die Funktion ff mit

f(t)=0,03⋅(0,5t2+2t)⋅e−0,02t=f3(t)f(t) = 0{,}03 \cdot (0{,}5t^2 + 2t) \cdot \mathrm{e}^{-0{,}02t} = f_3(t)

der Funktionenschar aus Aufgabe 1 modelliert werden. Der Graph der Funktion ff ist für t≥0t \ge 0 im Material 1 dargestellt.

Material 1

Graph der Näherungsfunktion ff

2.2.1

Berechnen Sie mithilfe eines geeigneten Formansatzes eine Stammfunktion FF von ff.

[zur Kontrolle: F(t)=(−0,75t2−78t−3900)⋅e−0,02tF(t) = (-0{,}75t^2 - 78t - 3900) \cdot \mathrm{e}^{-0{,}02t} ist die Gleichung einer möglichen Stammfunktion FF.]

2.2.2

Bestimmen Sie den Wert des Terms 50⋅∫0480f(t) dt50 \cdot \int_{0}^{480} f(t)\,\mathrm{d}t.

Erläutern Sie die Bedeutungen des Terms und des Werts im Sachzusammenhang.

2.2.3

Für jede Stammfunktion FF von ff und für jede reelle Zahl k>600k > 600 gilt: F(k)−F(0)≈∫0600f(t) dtF(k) - F(0) \approx \int_{0}^{600} f(t)\,\mathrm{d}t.

Deuten Sie diesen Sachverhalt geometrisch.

Aufgabe B2 - Aufgabe 3 · Integralrechnung: Flächen, Bestände und Volumina

Bei der Spendenaktion aus Aufgabe 2 können in der Hotline ohne entstehende Wartezeiten maximal 15 Anrufe pro Minute bearbeitet werden. Wird diese Maximalzahl überschritten, werden die eingehenden Telefonnummern registriert. Sobald wieder freie Apparate zur Verfügung stehen, werden die Anrufer mittels einer automatischen Rückruffunktion kontaktiert. Im Modell wird davon ausgegangen, dass alle mittels Rückruffunktion kontaktierten Anrufer direkt erreichbar sind.

Material 2

Ausschnitt aus dem Graphen der Näherungsfunktion

3.1

Erläutern Sie die Bedeutung der im Material 2 eingezeichneten Fläche im Sachzusammenhang. Bestimmen Sie den Inhalt dieser Fläche.

[6 BE]

3.2

Ab dem Zeitpunkt t=50t = 50 werden Anrufer für automatische Rückrufe registriert. Bestimmen Sie, bis zu welchem Zeitpunkt es anschließend dauert, alle Rückrufe zu tätigen.

[3 BE]

Aufgabe C1.1 - Aufgabe 1 - Symmetrie und Länge · Längen, Winkel und Abstände im Raum

Lineare Algebra/Analytische Geometrie

Die Abbildung in Material 1 zeigt das sogenannte Saarpolygon, ein im Inneren begehbares Denkmal zur Erinnerung an den stillgelegten Kohlebergbau im Saarland. Das Saarpolygon kann in einem Koordinatensystem modellhaft durch den Streckenzug dargestellt werden, der aus den drei Strecken AB‾\overline{\text{AB}}, BC‾\overline{\text{BC}} und CD‾\overline{\text{CD}} mit A(11∣11∣0)A(11|11|0), B(−11∣11∣28)B(-11|11|28), C(11∣−11∣28)C(11|-11|28) und D(−11∣−11∣0)D(-11|-11|0) besteht (Material 2). A, B, C und D sind Eckpunkte eines Quaders. Eine Längeneinheit im Koordinatensystem entspricht einem Meter in der Wirklichkeit.

Material 1

Material 2

Material 3

Material 4

1.1

Begründen Sie, dass die Punkte B und C symmetrisch bezüglich der x3x_3-Achse liegen. [2 BE]

1.2

Berechnen Sie die Länge des Streckenzugs in der Wirklichkeit. [3 BE]

Aufgabe C1.1 - Aufgabe 2 - Ebenen und Winkel · Längen, Winkel und Abstände im Raum

Lineare Algebra/Analytische Geometrie

Die Abbildung in Material 1 zeigt das sogenannte Saarpolygon, ein im Inneren begehbares Denkmal zur Erinnerung an den stillgelegten Kohlebergbau im Saarland. Das Saarpolygon kann in einem Koordinatensystem modellhaft durch den Streckenzug dargestellt werden, der aus den drei Strecken AB‾\overline{\text{AB}}, BC‾\overline{\text{BC}} und CD‾\overline{\text{CD}} mit A(11∣11∣0)A(11|11|0), B(−11∣11∣28)B(-11|11|28), C(11∣−11∣28)C(11|-11|28) und D(−11∣−11∣0)D(-11|-11|0) besteht (Material 2). A, B, C und D sind Eckpunkte eines Quaders. Eine Längeneinheit im Koordinatensystem entspricht einem Meter in der Wirklichkeit.

Material 1

Material 2

Material 3

Material 4

Die Ebene EE enthält die Punkte AA, BB und CC, die Ebene FF die Punkte BB, CC und DD.

2.1

Bestimmen Sie eine Gleichung von EE in Koordinatenform.

[zur Kontrolle: 14x1+14x2+11x3=30814x_1 + 14x_2 + 11x_3 = 308 ist eine mögliche Koordinatengleichung der Ebene EE.] [3 BE]

2.2

Berechnen Sie die Größe φ\varphi des Winkels, unter dem EE die x1x_1-x2x_2-Ebene schneidet.

Geben Sie einen Term an, mit dem aus φ\varphi die Größe des Winkels zwischen den Ebenen EE und FF berechnet werden kann. [5 BE]

2.3

Die Ebene EE teilt den Quader in zwei Teilkörper. Bestimmen Sie das Verhältnis der Volumina der beiden Teilkörper, ohne die Volumina zu berechnen. [4 BE]

Aufgabe C1.1 - Aufgabe 3 - Blickrichtungen und Abstand · Längen, Winkel und Abstände im Raum

Lineare Algebra/Analytische Geometrie

Die Abbildung in Material 1 zeigt das sogenannte Saarpolygon, ein im Inneren begehbares Denkmal zur Erinnerung an den stillgelegten Kohlebergbau im Saarland. Das Saarpolygon kann in einem Koordinatensystem modellhaft durch den Streckenzug dargestellt werden, der aus den drei Strecken AB‾\overline{\text{AB}}, BC‾\overline{\text{BC}} und CD‾\overline{\text{CD}} mit A(11∣11∣0)A(11|11|0), B(−11∣11∣28)B(-11|11|28), C(11∣−11∣28)C(11|-11|28) und D(−11∣−11∣0)D(-11|-11|0) besteht (Material 2). A, B, C und D sind Eckpunkte eines Quaders. Eine Längeneinheit im Koordinatensystem entspricht einem Meter in der Wirklichkeit.

Material 1

Material 2

Material 3

Material 4

3.1

Das Saarpolygon wird aus verschiedenen Blickrichtungen betrachtet. Die Abbildungen 1 und 2 in Material 3 stellen das Saarpolygon für zwei Blickrichtungen schematisch dar.

Geben Sie zu jeder der beiden Abbildungen 1 und 2 einen möglichen Vektor an, der die zugehörige Blickrichtung beschreibt.

v⃗1=\vec{v}_1 =

v⃗2=\vec{v}_2 =

Stellen Sie das Saarpolygon schematisch für eine Betrachtung von oben dar.

3.2

Der Punkt P(0∣0∣h)P(0|0|h) liegt innerhalb des Quaders und hat von den drei Strecken AB‾\overline{AB}, BC‾\overline{BC} und CD‾\overline{CD} den gleichen Abstand.

Das folgende Gleichungssystem liefert den Wert von h:

I OQ⃗=(11110)+r⋅(−22028),r∈[0;1]\text{I } \vec{OQ} = \begin{pmatrix} 11 \\ 11 \\ 0 \end{pmatrix} + r\cdot \begin{pmatrix} -22 \\ 0 \\ 28 \end{pmatrix},\quad r\in [0;1]

II PQ⃗∘AB⃗=0\text{II } \vec{PQ}\circ \vec{AB} = 0

III ∣PQ⃗∣=28−h\text{III } |\vec{PQ}| = 28 - h

Erläutern Sie die Überlegungen, die diesem Vorgehen zur Bestimmung des Werts von h zugrunde liegen.

Aufgabe C1.1 - Aufgabe 4 - Drohne und Schattenwurf · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen

Lineare Algebra/Analytische Geometrie

Die Abbildung in Material 1 zeigt das sogenannte Saarpolygon, ein im Inneren begehbares Denkmal zur Erinnerung an den stillgelegten Kohlebergbau im Saarland. Das Saarpolygon kann in einem Koordinatensystem modellhaft durch den Streckenzug dargestellt werden, der aus den drei Strecken AB‾\overline{\text{AB}}, BC‾\overline{\text{BC}} und CD‾\overline{\text{CD}} mit A(11∣11∣0)A(11|11|0), B(−11∣11∣28)B(-11|11|28), C(11∣−11∣28)C(11|-11|28) und D(−11∣−11∣0)D(-11|-11|0) besteht (Material 2). A, B, C und D sind Eckpunkte eines Quaders. Eine Längeneinheit im Koordinatensystem entspricht einem Meter in der Wirklichkeit.

Material 1

Material 2

Material 3

Material 4

Aufgabe 4: Flugbahn der Drohne und Schattenwurf

Eine Drohne (unbemanntes Luftfahrzeug mit Kamera) fliegt geradlinig. Im Modell liegt ihre Flugbahn auf der Geraden

g:x⃗=(8−100)+t⋅(−314)g: \vec{x} = \begin{pmatrix} 8 \\ -10 \\ 0 \end{pmatrix} + t \cdot \begin{pmatrix} -3 \\ 1 \\ 4 \end{pmatrix}

Der Parameter tt beschreibt die Zeit in Sekunden nach dem Start bei t=0t = 0. Der Erdboden liegt im Modell in der x1x_1-x2x_2-Ebene.

4.1

Erläutern Sie, warum die Drohne vom Erdboden startet und sich im Steigflug befindet.

Bestimmen Sie den Steigungswinkel der Flugbahn.

4.2

Untersuchen Sie rechnerisch, ob die Drohne mit der Seitenkante AB‾\overline{AB} des Saarpolygons kollidiert.

4.3

Zeigen Sie rechnerisch, dass die Drohne in einer Sekunde eine Strecke von ungefähr 5,15{,}1 Metern zurücklegt, und berechnen Sie die Geschwindigkeit der Drohne in der Einheit Kilometer pro Stunde.

4.4 Die Sonne scheint zu einer bestimmten Uhrzeit in Richtung des Vektors v⃗=(10−2)\vec{v} = \begin{pmatrix} 1 \\ 0 \\ -2 \end{pmatrix}.

4.4.1

Ermitteln Sie die Gleichung der Schattengeraden g′g', auf welcher sich der Schatten der Drohne in der x1x_1-x2x_2-Ebene bewegt.

4.4.2

Begründen Sie, dass der Schatten der Strecke BC‾\overline{BC} des Saarpolygons auf dem Erdboden genau so lang ist wie die Strecke BC‾\overline{BC} selbst.

4.4.3

In der Abbildung in Material 4 sind in der x1x_1-x2x_2-Ebene die Eckpunkte eines Trapezes GHIJGHIJ sowie der Schatten des Saarpolygons dargestellt.

Geben Sie für jeden der Punkte A,B,C,DA, B, C, D des Saarpolygons an, welcher der Eckpunkte des Trapezes den zugehörigen Schattenpunkt darstellt.

Schattenpunkt zu A:

Schattenpunkt zu B:

Schattenpunkt zu C:

Schattenpunkt zu D:

Aufgabe C1.2 - Aufgabe 1 · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen

Lineare Algebra/Analytische Geometrie

In einem kartesischen Koordinatensystem sind die Punkte A(0∣0∣0)A(0|0|0), B(2∣0∣0)B(2|0|0), C(2∣3∣0)C(2|3|0), D(0∣3∣0)D(0|3|0), E(0∣0∣3)E(0|0|3), F(2∣0∣2)F(2|0|2) und H(0∣3∣1)H(0|3|1) die Eckpunkte eines Körpers KK mit rechteckiger Grundfläche (Material). Alle diesen Körper KK begrenzende Flächen sind eben.

1.1

Zeigen Sie, dass das Viereck EFCHEFCH ein Parallelogramm, aber kein Rechteck ist.

[4 BE]

1.2

Geben Sie eine Parametergleichung der Ebene JJ an, in der die Fläche EFCHEFCH liegt. Bestimmen Sie eine zugehörige Koordinatengleichung.

[zur Kontrolle: Eine mögliche Koordinatengleichung lautet J:3x+4y+6z=18J: 3x + 4y + 6z = 18.]

[5 BE]

1.3

Berechnen Sie den Neigungswinkel der Ebene JJ gegenüber der xx-yy-Ebene.

[3 BE]

1.4

Ein Schnittpunkt der Ebene JJ mit den Koordinatenachsen ist der Punkt EE. Die anderen beiden Schnittpunkte haben die Koordinaten Sx(6∣0∣0)S_x(6|0|0) und Sy(0∣4,5∣0)S_y(0|4{,}5|0).

Beschreiben Sie, wie man die Koordinaten des Punktes SyS_y berechnen kann.

Zeichnen Sie die Punkte SxS_x und SyS_y sowie die Kanten der Pyramide ASxSyEAS_xS_yE in das Material ein.

[4 BE]

1.5

Der Körper KK ist ein Teilkörper der Pyramide ASxSyEAS_xS_yE. Berechnen Sie den prozentualen Anteil des Volumens des Körpers KK am Volumen der Pyramide ASxSyEAS_xS_yE.

[5 BE]

Gegeben ist die Geradenschar ga:x⃗=(003)+t⋅[(20−1)+a⋅(−23−1)]g_a: \vec{x} = \begin{pmatrix} 0 \\ 0 \\ 3 \end{pmatrix} + t \cdot \left[ \begin{pmatrix} 2 \\ 0 \\ -1 \end{pmatrix} + a \cdot \begin{pmatrix} -2 \\ 3 \\ -1 \end{pmatrix} \right] mit a∈Ra \in \mathbb{R}.

1.6

Zeigen Sie rechnerisch, dass alle Geraden der Schar in der Ebene JJ liegen.

[3 BE]

1.7

Berechnen Sie den Wert des Parameters aa, für den die zugehörige Gerade der Schar durch den Punkt CC verläuft.

Begründen Sie, dass für den berechneten Wert des Parameters aa die zugehörige Gerade der Schar die gesamte Strecke EC‾\overline{EC} enthält.

[zur Kontrolle: a=0,5a = 0{,}5]

[4 BE]

1.8

Bestimmen Sie alle Werte des Parameters aa, für welche die zugehörigen Geraden der Schar mehr als einen Punkt mit dem Parallelogramm EFCHEFCH gemeinsam haben.

[4 BE]

1.9

Erläutern Sie die Ansätze und deren geometrische Bedeutungen in den Zeilen (I) und (II) und geben Sie die geometrische Bedeutung des Ergebnisses in Zeile (III) an.

(I) (2−2a3a−1−a)⋅(−64,50)=0  ⟺  a=817\text{(I) } \begin{pmatrix} 2 - 2a \\ 3a \\ -1 - a \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} -6 \\ 4{,}5 \\ 0 \end{pmatrix} = 0 \iff a = \frac{8}{17}

(II) (003)+t⋅[(20−1)+817(−23−1)]=(600)+r⋅(−64,50)  ⟹  t=5125\text{(II) } \begin{pmatrix} 0 \\ 0 \\ 3 \end{pmatrix} + t \cdot \left[ \begin{pmatrix} 2 \\ 0 \\ -1 \end{pmatrix} + \frac{8}{17} \begin{pmatrix} -2 \\ 3 \\ -1 \end{pmatrix} \right] = \begin{pmatrix} 6 \\ 0 \\ 0 \end{pmatrix} + r \cdot \begin{pmatrix} -6 \\ 4{,}5 \\ 0 \end{pmatrix} \implies t = \frac{51}{25}

(III) d=∣5125[(20−1)+817(−23−1)]∣=∣(2,162,88−3)∣=21,96≈4,69\text{(III) } d = \left| \frac{51}{25} \left[ \begin{pmatrix} 2 \\ 0 \\ -1 \end{pmatrix} + \frac{8}{17} \begin{pmatrix} -2 \\ 3 \\ -1 \end{pmatrix} \right] \right| = \left| \begin{pmatrix} 2{,}16 \\ 2{,}88 \\ -3 \end{pmatrix} \right| = \sqrt{21{,}96} \approx 4{,}69

[6 BE]

Aufgabe C1.2 - Aufgabe 2 - Sonnenuhr · Geraden und Ebenen: Gleichungen und Lagebeziehungen

Lineare Algebra/Analytische Geometrie

In einem kartesischen Koordinatensystem sind die Punkte A(0∣0∣0)A(0|0|0), B(2∣0∣0)B(2|0|0), C(2∣3∣0)C(2|3|0), D(0∣3∣0)D(0|3|0), E(0∣0∣3)E(0|0|3), F(2∣0∣2)F(2|0|2) und H(0∣3∣1)H(0|3|1) die Eckpunkte eines Körpers KK mit rechteckiger Grundfläche (Material). Alle diesen Körper KK begrenzende Flächen sind eben.

2

Ein Künstler will eine auf ebenem Boden stehende Betoninstallation herstellen, die als Sonnenuhr fungiert. Der Betonkörper entspricht dabei dem oben beschriebenen Körper K.

Die Sonnenuhr besteht neben dem Betonkörper aus einer massiven Stange, die einen Schatten auf den Betonkörper bzw. auf den Boden wirft. Die Stange wird im Folgenden als Strecke modelliert.

Der ebene Boden wird durch die x-y-Ebene dargestellt; eine Einheit entspricht einem Meter.

2.1

Die Stange ist insgesamt 3 m3\text{ m} lang und wird senkrecht zur Fläche EFCH\text{EFCH} im Betonkörper verankert, ein Teil der Stange steckt also im Betonkörper. Die Stange endet im Modell im Punkt Q(1,5∣2∣3)Q(1{,}5|2|3) außerhalb des Betonkörpers.

Berechnen Sie die Koordinaten des anderen Endpunktes der Stange, der innerhalb des Betonkörpers liegt. [5 BE]

((

∣|

∣|

))

2.2

Zu einem bestimmten Zeitpunkt fällt der Schatten des Punktes QQ auf den Punkt HH.

Ermitteln Sie einen Vektor, der zum betrachteten Zeitpunkt die Richtung der parallel einfallenden Sonnenstrahlen beschreibt. [1 BE]

(xyz)=(\begin{pmatrix} x \\ y \\ z \end{pmatrix} = ($

\\

\\

))

2.3

Zu einem anderen Zeitpunkt kann die Richtung der parallel einfallenden Sonnenstrahlen durch den Vektor v⃗=(−1,50−1)\vec{v} = \begin{pmatrix} -1{,}5 \\ 0 \\ -1 \end{pmatrix} beschrieben werden. Der Schatten des Punktes QQ fällt nun auf den Boden.

Berechnen Sie die Koordinaten des Schattenpunktes Q′Q'. [2 BE]

Q′(Q'(

∣|

∣|

))

Bestimmen Sie die Koordinaten des Punktes der Kante EH‾\overline{EH}, der im Schatten der Stange liegt. [4 BE]

((

∣|

∣|

))

Aufgabe C2 - Aufgabe 1 - Kombinatorik · Mehrstufige Zufallsexperimente, Kombinatorik und bedingte Wahrscheinlichkeiten

Stochastik

Die Speisekarte in Material 1 zeigt die angebotenen Speisen einer Mitarbeiter-Kantine an einem Freitag. Man kann sich täglich ein Drei-Gänge-Menü zusammenstellen, indem man eine Vorspeise, eine Hauptspeise und ein Dessert auswählt. Die Gäste haben nach ihrer Auswahl alle Speisen auf einem Tablett, so dass die Reihenfolge der Auswahl keine Rolle spielt.

Material 1: Menükarte Freitag

Vorspeisen:

Gemüsesuppe (v)

Kleiner Salat (v)

Lachsröllchen

Hauptspeisen:

Spaghetti mit Tomatensauce (v)

Käsespätzle (v)

Schnitzel mit Pommes Frites

Panierter Fisch mit Kartoffelsalat

Desserts:

Fruchtsalat (v)

Schokopudding (v)

Apfelstrudel (v)

Gemischtes Eis (v)

(v) vegetarisch

Die folgenden Anteile beziehen sich auf die Gesamtheit der Besucher der Kantine. Der Anteil der Vegetarier beträgt 30 %30\,\%. Alle in Material 1 genannten Vorspeisen und alle Desserts sind gleich beliebt. Bei den Hauptspeisen wählen 20 %20\,\% die Spaghetti, 25 %25\,\% die Käsespätzle, 35 %35\,\% das Schnitzel und der Rest den Fisch. Es werden im Folgenden nur die Personen betrachtet, die aus jedem Gang eine Speise wählen. Vegetarier wählen ausschließlich aus den mit (v) gekennzeichneten Gerichten. Die Kantine wird täglich von mehr als 10001000 Personen besucht.

Aufgaben

1

Berechnen Sie die Anzahl

N1N_1 aller möglichen Menüs,

N2N_2 der möglichen Menüs, wenn man die Hauptspeise durch eine Vorspeise ersetzt (die beiden so gewählten Vorspeisen sollen unterschiedlich sein),

N3N_3 der möglichen vegetarischen Menüs, wenn entweder eine Vorspeise, eine Hauptspeise und ein Dessert oder zwei unterschiedliche Vorspeisen und eine Hauptspeise gewählt werden.

(3 BE)

Aufgabe C2 - Aufgabe 2 - Wahrscheinlichkeitsverteilungen · Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen

Stochastik

Die Speisekarte in Material 1 zeigt die angebotenen Speisen einer Mitarbeiter-Kantine an einem Freitag. Man kann sich täglich ein Drei-Gänge-Menü zusammenstellen, indem man eine Vorspeise, eine Hauptspeise und ein Dessert auswählt. Die Gäste haben nach ihrer Auswahl alle Speisen auf einem Tablett, so dass die Reihenfolge der Auswahl keine Rolle spielt.

Material 1: Menükarte Freitag

Vorspeisen:

Gemüsesuppe (v)

Kleiner Salat (v)

Lachsröllchen

Hauptspeisen:

Spaghetti mit Tomatensauce (v)

Käsespätzle (v)

Schnitzel mit Pommes Frites

Panierter Fisch mit Kartoffelsalat

Desserts:

Fruchtsalat (v)

Schokopudding (v)

Apfelstrudel (v)

Gemischtes Eis (v)

(v) vegetarisch

Die folgenden Anteile beziehen sich auf die Gesamtheit der Besucher der Kantine. Der Anteil der Vegetarier beträgt 30 %30\,\%. Alle in Material 1 genannten Vorspeisen und alle Desserts sind gleich beliebt. Bei den Hauptspeisen wählen 20 %20\,\% die Spaghetti, 25 %25\,\% die Käsespätzle, 35 %35\,\% das Schnitzel und der Rest den Fisch. Es werden im Folgenden nur die Personen betrachtet, die aus jedem Gang eine Speise wählen. Vegetarier wählen ausschließlich aus den mit (v) gekennzeichneten Gerichten. Die Kantine wird täglich von mehr als 10001000 Personen besucht.

2 Die folgenden Anteile beziehen sich auf die Gesamtheit der Besucher der Kantine. Der Anteil der Vegetarier beträgt 30 %. Alle in Material 1 genannten Vorspeisen und alle Desserts sind gleich beliebt. Bei den Hauptspeisen wählen 20 % die Spaghetti, 25 % die Käsespätzle, 35 % das Schnitzel und der Rest den Fisch. Es werden im Folgenden nur die Personen betrachtet, die aus jedem Gang eine Speise wählen. Vegetarier wählen ausschließlich aus den mit (v) gekennzeichneten Gerichten. Die Kantine wird täglich von mehr als 1000 Personen besucht.

2.1

Erläutern Sie allgemein, unter welchen Bedingungen man bei der Bestimmung von Wahrscheinlichkeiten von Bernoulliketten ausgehen kann.

[2 BE]

2.2

Bestimmen Sie unter der Voraussetzung, dass es sich jeweils um eine Bernoullikette handelt, die Wahrscheinlichkeiten der folgenden Ereignisse:

[10 BE]

P(A) =

P(B) =

P(C) =

P(D) =

2.3

Die beiden vegetarischen Hauptspeisen sind bei den Vegetariern gleich beliebt. Betrachtet werden die Merkmale V: Besucher ist Vegetarier und K: Besucher wählt Käsespätzle.

2.3.1

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeiten der folgenden Ereignisse:

[9 BE]

P(E) =

P(F) =

P(G) =

2.3.2

Untersuchen Sie die Merkmale V und K auf stochastische Unabhängigkeit.

[3 BE]

Aufgabe C2 - Aufgabe 3 - Hypothesentest · Beurteilende Statistik: Hypothesentests und Intervalle

Stochastik

Die Speisekarte in Material 1 zeigt die angebotenen Speisen einer Mitarbeiter-Kantine an einem Freitag. Man kann sich täglich ein Drei-Gänge-Menü zusammenstellen, indem man eine Vorspeise, eine Hauptspeise und ein Dessert auswählt. Die Gäste haben nach ihrer Auswahl alle Speisen auf einem Tablett, so dass die Reihenfolge der Auswahl keine Rolle spielt.

Material 1: Menükarte Freitag

Vorspeisen:

Gemüsesuppe (v)

Kleiner Salat (v)

Lachsröllchen

Hauptspeisen:

Spaghetti mit Tomatensauce (v)

Käsespätzle (v)

Schnitzel mit Pommes Frites

Panierter Fisch mit Kartoffelsalat

Desserts:

Fruchtsalat (v)

Schokopudding (v)

Apfelstrudel (v)

Gemischtes Eis (v)

(v) vegetarisch

Die folgenden Anteile beziehen sich auf die Gesamtheit der Besucher der Kantine. Der Anteil der Vegetarier beträgt 30 %30\,\%. Alle in Material 1 genannten Vorspeisen und alle Desserts sind gleich beliebt. Bei den Hauptspeisen wählen 20 %20\,\% die Spaghetti, 25 %25\,\% die Käsespätzle, 35 %35\,\% das Schnitzel und der Rest den Fisch. Es werden im Folgenden nur die Personen betrachtet, die aus jedem Gang eine Speise wählen. Vegetarier wählen ausschließlich aus den mit (v) gekennzeichneten Gerichten. Die Kantine wird täglich von mehr als 10001000 Personen besucht.

Der Betreiber der Kantine hat die Vermutung, dass der Anteil der Vegetarier nicht mehr 30 %30\,\% beträgt, sondern gestiegen sein könnte, da die vegetarischen Gerichte stärker nachgefragt werden. Um das Angebot gegebenenfalls anpassen zu können, werden 150150 zufällig ausgewählte Besucher der Kantine gefragt, ob sie Vegetarier sind. Bei der Befragung geben 5757 Personen an, Vegetarier zu sein.

3.1

Entwickeln Sie anhand der Angaben einen Hypothesentest mit einem Signifikanzniveau von 5 %5\,\% und formulieren Sie eine Entscheidungsregel im Sachzusammenhang. Entscheiden Sie, ob davon auszugehen ist, dass der Anteil der Vegetarier gestiegen ist. [7 BE]

3.2

Erläutern Sie die Fehler 1. und 2. Art und deren mögliche Konsequenzen im Sachzusammenhang. [4 BE]

3.3

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit für einen Fehler 2. Art, wenn sich der Anteil der Vegetarier tatsächlich auf 40 %40\,\% erhöht hat. [3 BE]

3.4

In Material 2 sind die Wahrscheinlichkeitsverteilungen für einen Anteil der Vegetarier von p0=0,3p_0 = 0{,}3 und p1=0,4p_1 = 0{,}4 dargestellt. Begründen Sie die Lage des Maximums der zu p1=0,4p_1 = 0{,}4 gehörigen Verteilung. Zeichnen Sie die Fläche ein, deren Inhalt ein Maß für die Wahrscheinlichkeit eines Fehlers 2. Art darstellt, wobei die Annahme aus Aufgabe 3.3 weiterhin zugrunde gelegt wird. [4 BE]

3.5

Erläutern Sie anhand des Diagramms in Material 2, wie sich die Wahrscheinlichkeit für einen Fehler 2. Art entwickelt, wenn der tatsächliche Anteil pp der Vegetarier von 40 %40\,\% kontinuierlich bis auf 100 %100\,\% steigt. Begründen Sie, dass für p≤0,3p \le 0{,}3 die Wahrscheinlichkeit, H0H_0 beizubehalten, mindestens 95,29 %95{,}29\,\% ist, wenn beim Hypothesentest aus Aufgabe 3.1 die Wahrscheinlichkeit für einen Fehler 1. Art höchstens 4,71 %4{,}71\,\% beträgt. Begründen Sie, warum man für p≤0,3p \le 0{,}3 den Fehler 2. Art nicht begehen kann. [5 BE]

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