Abitur Hessen Ernährungslehre 2022 · LK
Abiturprüfung Ernährungslehre in Hessen 2022, LK: 17 Aufgaben mit Lösungen. Themen: Verdauung, Resorption und Erkrankungen des Verdauungstrakts. Kostenlos.
Themen der Prüfung: Verdauung, Resorption und Erkrankungen des Verdauungstrakts · Hunger, Sättigung und Essverhalten · Getreide, Mehl und Brot · Chemie der Nährstoffe und Enzyme · Energiestoffwechsel und Intermediärstoffwechsel · Vollwertige Ernährung und Beurteilung von Ernährungsformen · Übergewicht und ernährungsbedingte Krankheiten · Ernährung und Sport
Aufgabe Vorschlag A - Aufgabe 1 · Übergewicht und ernährungsbedingte Krankheiten
Dick und krank durch falsche Ernährung
Weltweit sind mehr als 120 Millionen Kinder und Jugendliche extrem übergewichtig, 1975 waren es nur etwa elf Millionen. Die WHO (World Health Organization) nennt die neuen Zahlen „erschütternd“.
1.1
Analysieren Sie die Grafik in Material 1. [10 BE]
Material 1: Anzahl von übergewichtigen Erwachsenen in % in Ländern der OECD 2010
Hinweis: OECD bedeutet Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
1.2
Max ist ein 11-jähriger Junge mit einem Körpergewicht von 48 Kilogramm und einer Größe von 1,36 Metern. Untersuchen Sie diese Werte mithilfe von Material 2, Abbildungen 2.1 und 2.2. [8 BE]
Material 2: Entwicklung von Kindern
Abbildung 2.1: Körpergröße – Gewicht (DGE): Referenzmaße für Kinder
Kinder
Körpergröße (cm)
Körpergewicht (kg)
m
w
m
w
1 - 3 Jahre
93
91
13,9
13,2
4 - unter 7 Jahre
115
114
20,2
20,1
7 - unter 10 Jahre
137
132
29,3
28,7
10 - unter 13 Jahre
149
151
41,0
42,1
13 - unter 15 Jahre
167
163
54,0
50,3
Abbildung 2.2: Perzentilenkurven für den Body Mass Index von Jungen von 0 bis 18 Jahren
Hinweise:
Übergewicht: > P 90
Adipositas: > P 97
Eine Perzentile ist eine statistische Größe, die die Position eines Wertes innerhalb der Werte einer größeren Stichprobe beschreibt.
Beispiel: Liegt der BMI eines 12 Monate alten Babys auf der 90. Perzentile, bedeutet dies, dass nur 10% der Kinder seines Alters und Geschlechts einen höheren BMI und 90% einen niedrigeren BMI haben.
kg/m²
1.3
In der Kindheit werden die Weichen für einen gesunden Lebensstil im späteren Leben gestellt. Nennen und begründen Sie fünf Empfehlungen, die geeignet sind, die Entstehung von Übergewicht bei Kindern zu vermeiden. [10 BE]
Aufgabe Vorschlag A - Aufgabe 2 · Chemie der Nährstoffe und Enzyme
Der Erfolg zahlreicher Diäten wird heutzutage auf die Wirkung von Enzymen zurückgeführt.
2.1
Beschreiben Sie die Mechanismen der Enzymwirkung am Beispiel der Saccharase (Material 3). (8 BE)
Material 3: Ablauf einer Enzymreaktion am Beispiel des Enzyms Saccharase
2.2
Beschreiben und begründen Sie die in Material 4 dargestellte Enzymaktivität der menschlichen Speichelamylase. (8 BE)
Material 4: Enzymaktivität der menschlichen Speichelamylase
2.3
Deuten Sie die Versuchsergebnisse und entwickeln Sie eine Hypothese zur Wirkungsweise und Einsatzmöglichkeit von Acarbose im Rahmen einer Diät (Material 5, Abbildungen 5.1 bis 5.3). (11 BE)
Material 5: Wirkungsweise von Acarbose
Abbildung 5.1: Versuchsdurchführung
Etwas Acarbose wird in Wasser gelöst. Dann werden fünf Reagenzgläser mit je 0,1-%iger Stärkelösung befüllt. Weiterhin werden folgende Reagenzien zugegeben: 1. nichts, 2. Mundspeichel ohne Acarbose, 3. bis 5. erhalten neben Mundspeichel zusätzlich ansteigende Mengen an Acarbose. Alle Ansätze stellt man für 10 Minuten in ein 35 °C warmes Wasserbad. Dann gibt man einige Tropfen Iodkaliumiodidlösung zu.
Abbildung 5.2: Versuchsergebnisse
Reagenzglas 1
Reagenzglas 2
Reagenzglas 3
Reagenzglas 4
Reagenzglas 5
Farbreaktion
tiefdunkelblau
Entfärbung
zartblau
blau
dunkelblau
Hinweis: Iodkaliumiodidlösung bewirkt in Anwesenheit von Stärke eine Blaufärbung.
Abbildung 5.3: Ausschnitt der Struktur von Stärke und Acarbose
Aufgabe Vorschlag A - Aufgabe 3 · Vollwertige Ernährung und Beurteilung von Ernährungsformen
3 Im breiten Angebot der Ernährungstrends gibt es auch das Sirtfood-Konzept.
Material 6: Das Sirtfood-Konzept
Abbildung 6.1: Sirtfood. Einfach abnehmen und jung bleiben?
Bringt Nahrungsverknappung [...] ein hohes Alter? Altersforscher fanden bereits in den 1930er-Jahren heraus, dass Ratten deutlich länger leben, wenn sie weniger zu fressen bekommen. In den 1980er-Jahren wurden diese Untersuchungen wieder aufgegriffen und überprüft. In neuen Studien zeigte sich, dass verschiedene Organismen – von der Bäckerhefe bis zum Rhesusaffen – von einer Kalorienrestriktion profitierten. Allerdings muss dazu die Kalorienmenge um 30 bis 40 Prozent reduziert werden, ohne dass es zu einer unausgewogenen Ernährung kommt. [...]
Auch Menschen wurden zu Versuchszwecken auf Diät gesetzt oder setzten sich freiwillig selbst auf Diät. Eine Reihe von Studien wurde zum Beispiel in den USA an Mitgliedern der Calory Restriction Society durchgeführt. Das ist eine Gruppe von Anwendern, die ihre Energieaufnahme um rund 30 Prozent gegenüber einer üblichen westlichen Ernährung reduzierten. Die Untersuchungen an diesen Personen zeigten ebenfalls günstige Veränderungen im Metabolismus: geringeres Körperfett, niedrigerer systolischer und diastolischer Blutdruck, [...] deutlich verbesserte Blutfettwerte, erhöhte Insulinempfindlichkeit. [...]
Laut dem Genetiker und Altersforscher David Sinclair und seinen Kollegen übt der Kalorienmangel Stress auf den betroffenen Organismus aus. Dieser stößt physiologische Gegenmaßnahmen an, um die Überlebenschancen zu verbessern. Die verbleibenden Kräfte werden offenbar gezielt verwendet, um freie Radikale abzufangen und Schäden an der DNA zu reparieren. Hier spielen bestimmte Enzyme, die unter dem Sammelbegriff Sirtuine zusammengefasst werden, eine Rolle. Sie werden vermutlich immer dann angeschaltet, wenn es Zeit lang keine Nahrung gibt.
Sirtuine sind Enzyme, die Stoffwechsel- und Alterungsprozesse steuern. [...] Sie befinden sich in allen Körperzellen und dort in verschiedenen Bereichen – im Zytoplasma, in den Mitochondrien und auch im Zellkern.
Sirtuine spalten Acetylgruppen lebenswichtiger Proteine ab. Diese Deacetylierung wirkt als Signal für den Aufbau neuer Proteine oder die schnellere Verstoffwechselung von Nährstoffen. Das ist der Effekt, der in den Schlagzeilen als „Stoffwechselturbo“ bezeichnet wird. Darüber hinaus kontrollieren Sirtuine diverse Schutz- und Reparaturmaßnahmen des Körpers, die aber noch nicht alle entschlüsselt sind.
Aktiviert werden die Sirtuine durch Nahrungspausen, Hungerphasen und einen niedrigen Insulinspiegel. Doch die Studien von Sinclair und weiteren Forschern zeigen, dass offenbar auch bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe in der Lage sind, Sirtuine zu aktivieren und zu unterstützen (Tabelle). Hier setzt das so genannte Sirtfood-Konzept an: Durch gezielte Auswahl von Lebensmitteln, die Sirtuinaktivatoren enthalten, soll ein ähnlicher Effekt erreicht werden wie durch Kalorienrestriktion. Als „moderate Gifte“ lösen die Sirtuinaktivatoren im Organismus Stress aus, der die oben beschriebenen Überlebens- und Reparaturmechanismen in Gang setzt.
geändert nach: www.bzfe.de/_data/files/eifonline_sirtfood_082018_final.pdf (abgerufen am 10.01.2019).
Hinweis: Der Begriff Acetylgruppe bezeichnet die chemische Struktur -C(O)CH3. Sie ist der Acyl-Rest der Essigsäure.
Abbildung 6.2: Sirtuinaktivatoren im Überblick
Sirtuinaktivator · diskutierte Wirkungen · Vorkommen
Allicin · antibakteriell, cholesterinsenkend, antibiotisch · Knoblauch
Anacardsäure · antibakteriell, antibiotisch · Cashewkerne
Anthocyan · antioxidativ, zellschützend, genschützend, krebshemmend · Heidelbeeren, Himbeeren, Auberginen
Capsaicin · entzündungssenkend, krebshemmend, blutverdünnend, zellschützend, stoffwechselaktivierend · Chilis
Catechine · zell- und gefäßschützend, cholesterinsenkend, krebshemmend, stoffwechselaktivierend, fettabbauend · grüner Tee, dunkle Schokolade, Apfel, Aprikosen, Kirschen, Pflaumen, Bohnen
Cumarin · durchblutungsfördernd, entzündungshemmend · Zimt
Glukoraphan/Sulforaphan · antioxidativ, krebshemmend, entzündungshemmend, antibakteriell, antiviral · alle Kreuzblütlerpflanzen wie Brokkoli und Blumenkohl
Hesperidin · durchblutungsfördernd, blutdrucksenkend, gehirnschützend · Zitrusfrüchte
Indol- 3-Carbinol · antioxidativ, krebsvorbeugend, hormonausgleichend, immunstärkend, entgiftend · grünes Gemüse, Kohl
Isoflavone · günstige Wirkung auf Blutfette, Blutzucker, Blutdruck, hormonähnliche Wirkung (Phytoöstrogen) · Sojabohnen und daraus hergestellte Produkte (Sojamilch, Tofu, Miso, Tempeh), Bohnen, Erbsen
Quercetin · antioxidativ, krebshemmend, neuroaktiv, beugt Arteriosklerose vor · Apfel, rote Trauben, Zitrusfrüchte, v. a. Orangen, Brokkoli, Zwiebeln, Liebstöckel
Resveratrol · lebensverlängernd, krebshemmend, antidiabetisch, fettabbauend · Rotwein, Heidel-, Erd- und Himbeeren, Kakao/dunkle Schokolade, grüner Tee, Erdnüsse
geändert nach: www.bzfe.de/_data/files/eifonline_sirtfood_082018_final.pdf (abgerufen am 10.01.2019).
3.1
Fassen Sie die Informationen über Sirtuine und ihre Wirkung zusammen (Material 6, Abbildung 6.1). Nennen Sie fünf Grundsätze der Vollwert-Ernährung, die in einigen Bereichen eine ähnliche Lebensmittelauswahl empfiehlt wie das Sirtfood-Konzept (Material 6, Abbildungen 6.1 und 6.2). [12 BE]
3.2
Beurteilen Sie das Sirtfood-Konzept als dauerhafte Ernährungsform unter Berücksichtigung der Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. mithilfe von Material 6, Abbildungen 6.1 und 6.2. [9 BE]
Aufgabe Vorschlag A - 4.1: Atmungskette · Energiestoffwechsel und Intermediärstoffwechsel
Überernährung führt in den Zellen zu oxidativem Stress. Dies hängt mit Vorgängen in der Atmungskette zusammen.
Material 7
Energiegewinnung in der Atmungskette
4.1
Erklären Sie die Vorgänge in der Atmungskette mithilfe von Material 7.
(12 BE)
Aufgabe Vorschlag A - 4.2: Oxidativer Stress · Übergewicht und ernährungsbedingte Krankheiten
Überernährung führt in den Zellen zu oxidativem Stress. Dies hängt mit Vorgängen in der Atmungskette zusammen.
4.2 In einer Studie wurde der Zusammenhang zwischen einer hochkalorischen, fettreichen Mahlzeit und oxidativem Stress nachgewiesen. Analysieren Sie das Versuchsergebnis und entwickeln Sie eine Hypothese zur Wirkung des Orangensaftes (Material 6, Abbildung 6.2 sowie Material 8, Abbildungen 8.1 und 8.2).
[12 BE]
Material 6
Abbildung 6.2: Sirtuinaktivatoren im Überblick (Auszug)
Sirtuinaktivator
diskutierte Wirkungen
Vorkommen
Allicin
antibakteriell, cholesterinsenkend, antibiotisch
Knoblauch
Anacardsäure
antibakteriell, antibiotisch
Cashewkerne
Anthocyan
antioxidativ, zellschützend, genschützend, krebshemmend
Heidelbeeren, Himbeeren, Auberginen
Capsaicin
entzündungssenkend, krebshemmend, blutverdünnend, zellschützend, stoffwechselaktivierend
Chilis
Catechine
zell- und gefäßschützend, cholesterinsenkend, krebshemmend, stoffwechselaktivierend, fettabbauend
grüner Tee, dunkle Schokolade, Apfel, Aprikosen, Kirschen, Pflaumen, Bohnen
Cumarin
durchblutungsfördernd, entzündungshemmend
Zimt
Glukoraphan/Sulforaphan
Antioxidativ, krebshemmend, entzündungshemmend, antibakteriell, antiviral
alle Kreuzblütlerpflanzen wie Brokkoli und Blumenkohl
Hesperidin
durchblutungsfördernd, blutdrucksenkend, gehirnschützend
Zitrusfrüchte
Indol-3-Carbinol
antioxidativ, krebsvorbeugend, hormonausgleichend, immunstärkend, entgiftend
grünes Gemüse, Kohl
Isoflavone
günstige Wirkung auf Blutfette, Blutzucker, Blutdruck, hormonähnliche Wirkung (Phytoöstrogen)
Sojabohnen und daraus hergestellte Produkte, Bohnen, Erbsen
Quercetin
antioxidativ, krebshemmend, neuroaktiv, beugt Arteriosklerose vor
Apfel, rote Trauben, Zitrusfrüchte, v. a. Orangen, Brokkoli, Zwiebeln, Liebstöckel
Resveratrol
lebensverlängernd, krebshemmend, antidiabetisch, fettabbauend
Rotwein, Beeren, Kakao, dunkle Schokolade, Erdnüsse
Material 8: Hochkalorische, fettreiche Mahlzeit und oxidativer Stress
Hinweise: Der Entzündungsfaktor MMP-9 signalisiert die vermehrte Bildung von ROS. ROS sind Reaktive-Sauerstoff-Spezies, hierzu zählen Sauerstoffradikale. Sie zählen zu den freien Radikalen und entstehen bei der Energiegewinnung im Mitochondrium.
Hinweis: R• bedeutet Radikal.
a)
b)
Aufgabe Vorschlag B - 1.1: Vollwertige Ernährung · Vollwertige Ernährung und Beurteilung von Ernährungsformen
Sport und Nährstoffversorgung
Ernährungswissenschaftlerinnen und Ernährungswissenschaftler sind sich einig: Die zehn Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) für eine vollwertige Kost stellen eine ausreichende und bedarfsdeckende Ernährung für körperlich aktive Menschen dar.
1.1
Geben Sie die zehn Regeln der DGE an. [5 BE]
Aufgabe Vorschlag B - 1.2: Ernährung und Sport · Ernährung und Sport
Sport und Nährstoffversorgung
Ernährungswissenschaftlerinnen und Ernährungswissenschaftler sind sich einig: Die zehn Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) für eine vollwertige Kost stellen eine ausreichende und bedarfsdeckende Ernährung für körperlich aktive Menschen dar.
1.2
Nennen Sie acht positive Auswirkungen von Sport auf die Gesundheit. [8 BE]
Aufgabe Vorschlag B - Aufgabe 2 · Ernährung und Sport
Sport und Nährstoffversorgung
2 Die Energie- und Nährstoffversorgung hat eine große Bedeutung für Sporttreibende.
2.1
Beschreiben Sie die stoffwechselphysiologischen Vorgänge der Energiebereitstellung in der Muskulatur mithilfe von Material 1. [12 BE]
Material 1: Bereitstellung von Energie für die Muskelarbeit
2.2
Erklären Sie die Art der Energiebereitstellung bei hoher Belastungsintensität in Abhängigkeit von der Belastungsdauer anhand von Material 2. Ordnen Sie den unterschiedlichen Arten der Energiebereitstellung jeweils eine Sportart bzw. Sportdisziplin zu. [14 BE]
Material 2: Energiebereitstellung bei Belastung
2.3
Erläutern Sie die Funktionen der Vitamine im Energiestoffwechsel der Sportlerin oder des Sportlers mithilfe von Material 3. [8 BE]
Material 3: Direkte und indirekte Beeinflussung des Stoffwechsels durch Vitamine
Aufgabe Vorschlag B - Aufgabe 3 · Ernährung und Sport
Beim Marathonlauf kommt es immer wieder zu Problemen, weil die Läuferinnen und Läufer die Bedeutung der Getränke und der Flüssigkeitsaufnahme unterschätzen. Im Durchschnitt verliert ein Marathonläufer fünf Liter Schweiß.
geändert nach: Christoph Raschka, Stefanie Ruf: Sport und Ernährung, Stuttgart 4. Auflage 2018, S. 132.
Material 4
Zusammensetzung des Schweißes, Auswahl
Mineralstoff
Nichtintensivsportler: Bedarf pro Tag
Verluste pro Liter Schweiß
Kochsalz (NaCl)
6 g
2–3 g (700–1500 mg Na)
Kalium
2000 mg
200–400 mg
Kalzium
1000 mg
20–40 mg
Magnesium
350 mg
2–10 mg
geändert nach: Christoph Raschka, Stefanie Ruf: Sport und Ernährung, Stuttgart 4. Auflage 2018, S. 132.
Material 5
Beispielmischung Apfelschorle und Isogetränk im Vergleich
Zucker (g/L)
Natrium (mg/L)
Kalium (mg/L)
Kalzium (mg/L)
Magnesium (mg/L)
Apfel-Schorle 1:2 (S:M)
37
283
430
90
107
Isogetränk
56
680
180
320
120
S: Saft; M: Mineralwasser
geändert nach: Christoph Raschka, Stefanie Ruf: Sport und Ernährung, Stuttgart 4. Auflage 2018, S. 91f.
3.1
Erklären Sie die Anforderungen an Sportgetränke und die physiologische Bedeutung einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr unter Berücksichtigung von Material 4 und 5. [10 BE]
3.2
Beurteilen Sie die Eignung der Getränke aus Material 5 für die Läuferinnen und Läufer während eines Marathonlaufs mithilfe von Material 4. [9 BE]
Aufgabe Vorschlag B - 4.1: Proteinstoffwechsel · Energiestoffwechsel und Intermediärstoffwechsel
Aufgabe 4
Viele Sporttreibende legen Wert auf eine hohe Proteinzufuhr.
4.1
Beschreiben Sie den Proteinstoffwechsel mithilfe von Material 6. [10 BE]
Material 6: Stoffwechselwege der Proteine im Körper
geändert nach: Cornelia Schlieper: Grundfragen der Ernährung, Hamburg 22. Auflage, 2017, S. 362.
Aufgabe Vorschlag B - 4.2: Resorption von Aminosäuren · Verdauung, Resorption und Erkrankungen des Verdauungstrakts
Aufgabe 4
Viele Sporttreibende legen Wert auf eine hohe Proteinzufuhr.
4.2 Erklären Sie die Stationen 1 bis 6 bei der Resorption der Aminosäuren und Peptide mithilfe von Material 7.
[10 BE]
Material 7: Resorption der Aminosäuren
Aufgabe Vorschlag B - 4.3: Proteinbedarf im Sport · Ernährung und Sport
Aufgabe 4
Viele Sporttreibende legen Wert auf eine hohe Proteinzufuhr.
4.3
Proteinpräparate werden häufig für mehr Leistungsfähigkeit im Kraftsport empfohlen. Entwickeln Sie unter Berücksichtigung der Empfehlungen der DGE zur Nährstoff- und Energiezufuhr und der Materialien 8, 9 und 10 einen Informationstext für ratsuchende Kraftsportlerinnen und Kraftsportler. (14 BE)
Material 8
Material 9
https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Ernaehrung/NVS_ErgebnisberichtTeil2.pdf?__blob=publicationFile (abgerufen am 30.05.2018).
Material 10
https://www.eucell.de/shop/praeparate/sport/39/eucell-protein-plus (abgerufen am 02.07.2020).
Aufgabe Vorschlag C - Aufgabe 1 · Hunger, Sättigung und Essverhalten
Entscheidungen bei der Lebensmittelauswahl
1 Ein Blick in die gefüllten Einkaufswagen im Supermarkt zeigt, dass die Kaufentscheidungen der Konsumentinnen und Konsumenten sehr unterschiedlich ausfallen.
Material 1: Argumente von Konsumentinnen und Konsumenten für ihre Lebensmittelauswahl
„Ich kaufe bevorzugt Produkte, die gerade im Sonderangebot sind.“
„Da ich berufstätig bin, habe ich wenig Zeit zum Kochen, deshalb gibt es bei mir in der Woche meist Fertigprodukte.“
„Erdbeeren habe ich gekauft, weil die jetzt im Mai frisch geerntet doch am besten schmecken. Sie stammen vom Bauern aus der Region und die Verpackung ist nur ein Pappkarton, der verrottet.“
„Heute habe ich Blumenkohl eingekauft, weil er makellos aussieht und so gut riecht. Da freue ich mich jetzt schon drauf.“
„Wenn es Produkte mit dem Fair Trade – Siegel gibt, kaufe ich sie, auch wenn sie etwas teurer sind. Ich möchte, dass kleine Bauern in Entwicklungsländern auch von ihrer Arbeit leben können.“
„Ich schaue genau auf die Zutatenliste und kaufe nur Produkte mit geringem Zuckergehalt und wenig Zusatzstoffen.“
„Diese Schokoriegel möchten meine Kinder in die Schule mitnehmen. Die sind gerade bei den Kids angesagt, wahrscheinlich wegen der Werbung.“
1.1
Um die Gründe für die Lebensmittelauswahl zu erheben, wurden verschiedene Personen befragt. Geben Sie mithilfe von Material 1 sieben Kriterien für die Lebensmittelauswahl an. [7 BE]
Material 2: Steuerung des Essverhaltens im Laufe des Lebens
1.2
Erläutern Sie die Bedeutung der in Material 2 dargestellten Einflussfaktoren auf das Essverhalten im Laufe des Lebens. [10 BE]
Aufgabe Vorschlag C - Aufgabe 2 · Hunger, Sättigung und Essverhalten
Eine sehr einfache Empfehlung gegen Übergewicht lautet, nur zu essen, wenn man hungrig ist.
2.1
Erklären Sie unter Berücksichtigung von Material 3 die Entstehung des Hungergefühls. (12 BE)
Material 3: Magen und Darm sind an der Entstehung von Hunger beteiligt
2.2
Beschreiben Sie die unterschiedlichen Blutzuckerverläufe nach dem Verzehr von Haushaltszucker, Weißmehl und Vollkorn (Material 4) und begründen Sie die unterschiedlichen Sättigungswirkungen auch unter Berücksichtigung von Material 3. (12 BE)
Material 4: Blutzuckerverläufe nach der Aufnahme kohlenhydrathaltiger Lebensmittel
Aufgabe Vorschlag C - 3.1: Proteinstrukturen · Chemie der Nährstoffe und Enzyme
Die Masse an glutenfreien Produkten und die auffällige Werbung kann bei Personen, die keine Unverträglichkeit haben, den Eindruck erwecken, es handele sich bei,glutenfrei‘ um ein besonderes Qualitätsmerkmal. Als glutenfrei können Produkte bezeichnet werden, die höchstens 20 Milligramm Gluten pro Kilogramm enthalten.
geändert nach: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/kennzeichnung-und-inhaltsstoffe/glutenfreie-lebensmittelboomender-markt-10939 (abgerufen am 26.02.2021).
Material 5
Proteinstrukturen
geändert nach: Andreas Christian u.a.: Stoffwechselphysiologie. Grüne Reihe Materialien S II, Braunschweig 2006, S. 9.
3.1
Erläutern Sie die Proteinstrukturen mithilfe von Material 5, Ziffern 1–3. (8 BE)
Aufgabe Vorschlag C - 3.2-3.3: Gluten und Teigbildung · Getreide, Mehl und Brot
Die Masse an glutenfreien Produkten und die auffällige Werbung kann bei Personen, die keine Unverträglichkeit haben, den Eindruck erwecken, es handele sich bei,glutenfrei‘ um ein besonderes Qualitätsmerkmal. Als glutenfrei können Produkte bezeichnet werden, die höchstens 20 Milligramm Gluten pro Kilogramm enthalten.
geändert nach: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/kennzeichnung-und-inhaltsstoffe/glutenfreie-lebensmittelboomender-markt-10939 (abgerufen am 26.02.2021).
3.2
Beschreiben Sie die Glutenbildung mithilfe von Material 6. [8 BE]
3.3
Erklären Sie den Zusammenhang zwischen Knetzeit und Teigfestigkeit/Knetwiderstand mithilfe von Material 7. Leiten Sie zwei Folgen für die Backqualität eines Teiges her, der zu lange geknetet wurde. [12 BE]
Aufgabe Vorschlag C - Aufgabe 4 · Verdauung, Resorption und Erkrankungen des Verdauungstrakts
Aufgabe 4
Die Zöliakie – auch Glutenunverträglichkeit, einheimische Sprue oder glutensensitive Enteropathie genannt – ist eine Erkrankung, die in den letzten Jahren zugenommen hat. Bei den betroffenen Personen führt die Aufnahme des in verschiedenen Getreiden enthaltenen Klebereiweißes Gluten zu einer Entzündung des Dünndarms.
4.1
Beschreiben Sie den Aufbau der Dünndarmschleimhaut mithilfe von Material 8, Ziffern 1–7 sowie drei Transportmechanismen auch mithilfe von Material 9. [10 BE]
4.2
Analysieren Sie die Veränderungen im Dünndarm bei Zöliakie mithilfe von Material 10 und leiten Sie eine Folge dieser Veränderungen her. [7 BE]
4.3
Die von einer Glutenunverträglichkeit Betroffenen weisen eine Vielzahl von Symptomen auf, die nicht immer eindeutig die Erkrankung erkennen lassen.
Erklären Sie die Entstehung und die ernährungsphysiologischen Folgen nachfolgender Symptome: [14 BE]
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- Hunger, Sättigung und Essverhalten · 6 Aufgaben
- Vollwertige Ernährung und Beurteilung von Ernährungsformen · 5 Aufgaben
- Verdauung, Resorption und Erkrankungen des Verdauungstrakts · 4 Aufgaben
- Getreide, Mehl und Brot · 4 Aufgaben
- Energiestoffwechsel und Intermediärstoffwechsel · 4 Aufgaben
- Ernährung und Sport · 4 Aufgaben