Aufgabe B4 - Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeit… · Abitur NRW Mathematik LK · Nachtermin · CAS · Weiterbildungsko 2023
Thema: Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen · Aus der Prüfung LK · Nachtermin · CAS · Weiterbildungskolleg (2023)
Aufgabenstellung
Aufgabenstellung:
Mithilfe von Gesichtserkennungssystemen lassen sich Personen auf Fotos, in Videoaufnahmen oder live identifizieren. Das System vergleicht dazu bestimmte Gesichtsmerkmale mit bereits vorhandenen Fotos. Ist die Ähnlichkeit hinreichend groß, bewertet das System zwei Gesichter als dieselbe Person.
Die Leistung einer Gesichtserkennungssoftware wird anhand von Aufnahmen freiwilliger Personen getestet. Von einem Teil dieser Freiwilligen liegen Fotos in einer Datenbank vor; sie heißen im Folgenden Zielpersonen. Freiwillige ohne Foto in der Datenbank bezeichnet man als Kontrollpersonen.
Während einer Testphase gleicht die Software Videos einzelner Personen (Zielpersonen ebenso wie Kontrollpersonen) mit den Fotos der Datenbank ab.
b) Für eine Werbebroschüre will die Softwarefirma Aussagen über die Güte der Gesichtserkennungssoftware sammeln. Hierfür sind Wahrscheinlichkeiten bestimmter Ereignisse erforderlich. Unter anderem wird angenommen, dass wie in der Testphase die Trefferwahrscheinlichkeit beträgt.
(1)
Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit für das nachstehende Ereignis:
Von zufällig gewählten Videos von Zielpersonen stuft die Software in mehr als Videos die gezeigte Person korrekt als Zielperson ein.
(2)
Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass bei zufällig gewählten Videos von Zielpersonen die Anzahl der Videos mit korrekt als Zielperson eingestufter Person höchstens um Standardabweichungen vom Erwartungswert abweicht.
(3)
Bestimmen Sie die kleinste Anzahl zufällig gewählter Videos von Zielpersonen, die die Software mit der Datenbank abgleichen muss, damit mit mindestens Wahrscheinlichkeit in mindestens zehn dieser Videos die gezeigte Person korrekt als Zielperson erkannt wird.
c) Für eine binomialverteilte Zufallsgröße mit und gilt: Der Erwartungswert ist , die Standardabweichung ist .
In der folgenden Abbildung ist ein Ausschnitt aus dem Histogramm der Wahrscheinlichkeitsverteilung von dargestellt. Darüber hinaus ist auch der Graph der Dichtefunktion der Normalverteilung mit und abgebildet.
Die Dichtefunktion kann zur Abschätzung von Wahrscheinlichkeiten für die Zufallsgröße genutzt werden.
Die Wahrscheinlichkeit kann näherungsweise durchberechnet werden.
Erklären Sie mithilfe der Abbildung, warum die Integrationsgrenzen so gewählt werden.
e) Ermitteln Sie die Mindest-Trefferwahrscheinlichkeit einer Gesichtserkennungssoftware – in Prozent ohne Nachkommastelle –, damit bei zufällig gewählten Videos von Zielpersonen mit mindestens Wahrscheinlichkeit in mindestens Videos die gezeigte Person korrekt als Zielperson erkannt wird.
%

Lösung
Nach den offiziellen Korrekturhinweisen
b) (1) Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit für das nachstehende Ereignis: Von 50 zufällig gewählten Videos von Zielpersonen stuft die Software in mehr als 40 Videos die gezeigte Person korrekt als Zielperson ein.
Lösung: /
b) (2) Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass bei 100 zufällig gewählten Videos von Zielpersonen die Anzahl der Videos mit korrekt als Zielperson eingestufter Person höchstens um 1,5 Standardabweichungen vom Erwartungswert abweicht.
Lösung: /
b) (3) Bestimmen Sie die kleinste Anzahl zufällig gewählter Videos von Zielpersonen, die die Software mit der Datenbank abgleichen muss, damit mit mindestens 95 % Wahrscheinlichkeit in mindestens zehn dieser Videos die gezeigte Person korrekt als Zielperson erkannt wird.
Lösung: 16
c) Erklären Sie mithilfe der Abbildung, warum die Integrationsgrenzen so gewählt werden.
Lösung: Wahrscheinlichkeiten von Ereignissen entsprechen im Histogramm der Summe der Flächeninhalte der zugehörigen Rechtecke. Diese Summe kann näherungsweise durch den Inhalt der Fläche zwischen dem Graphen der Dichtefunktion und der x-Achse im gezeigten Intervall abgeschätzt werden. Die Grundseiten der zu k = 74 bis k = 86 gehörenden Rechtecke reichen von k = 73,5 bis k = 86,5. Daher eignet sich zur Abschätzung der Summe der Flächeninhalte der Rechtecke die Fläche, die im Intervall von 73,5 bis 86,5 zwischen dem Graphen der Dichtefunktion und der x-Achse liegt.
e) Ermitteln Sie die Mindest-Trefferwahrscheinlichkeit einer Gesichtserkennungssoftware – in Prozent ohne Nachkommastelle –, damit bei 100 zufällig gewählten Videos von Zielpersonen mit mindestens 95 % Wahrscheinlichkeit in mindestens 90 Videos die gezeigte Person korrekt als Zielperson erkannt wird.
Lösung: 94
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