Aufgabe B4 · Abitur NRW Mathematik LK · Haupttermin · CAS · Weiterbildungsk 2023
Thema: Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen · Aus der Prüfung LK · Haupttermin · CAS · Weiterbildungskolleg (2023)
Aufgabenstellung
Prüfungsteil B: Aufgaben mit Hilfsmitteln
Aufgabenstellung:
Ein Betrieb produziert Olivenöl und füllt dieses in Flaschen. Auf jeder Flasche ist als Füllmenge angegeben.
a) Je zwölf Flaschen werden zu einem Karton zusammengepackt. Ein Karton wird als fehlerhaft bezeichnet, wenn darin mehr als eine Flasche mit weniger als Öl enthalten ist. Jede Flasche enthält mit einer Wahrscheinlichkeit von weniger als Öl.
(1)
Im Sachzusammenhang liefert die Rechnung die Lösung einer Aufgabe.
Formulieren Sie dazu eine geeignete Aufgabenstellung und erläutern Sie, wie die Rechnung angesetzt wird.
(2)
Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass von Flaschen genau drei weniger als Öl enthalten.
(3)
Nacheinander werden Flaschen geöffnet und ihre Füllmenge kontrolliert.
Ermitteln Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass erst die vierte geöffnete Flasche die erste kontrollierte ist, die weniger als Öl enthält.
(4)
Ein Supermarkt bekommt regelmäßig eine gleich große Anzahl Flaschen geliefert. Im Mittel enthalten dabei mehr als Flaschen mindestens Öl.
Ermitteln Sie, wie viele Flaschen eine regelmäßige Lieferung mindestens enthält.
(5)
Ein Supermarkt wird mit Kartons beliefert.
Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit, mit der mehr als der Kartons fehlerhaft sind.
b) Für die Füllmenge der Flaschen soll eine Normalverteilung mit dem Erwartungswert und der Standardabweichung zugrunde gelegt werden.
(1)
Es wird zufällig eine Flasche gewählt.
Ermitteln Sie die Wahrscheinlichkeit der folgenden Ereignisse:
: „Die Flasche enthält mehr als Öl.“
: „Die Füllmenge der Flasche weicht höchstens um vom Erwartungswert ab.“
(2)
Eine Füllmenge kann nicht negativ sein. Die zur Modellierung genutzte Normalverteilung ist dagegen auch für negative reelle Zahlen definiert und liefert dort stets positive Werte.
Begründen Sie, warum die Normalverteilung trotzdem sinnvoll verwendet werden kann.
(3)
Der Betrieb will erreichen, dass seltener eine Flasche weniger als Öl enthält. Zur dafür nötigen Anpassung der Abfüllmaschine liegen zwei Vorschläge vor:
Vorschlag 1: Die eingestellte Füllmenge von wird heraufgesetzt.
Vorschlag 2: Die eingestellte Füllmenge von wird künftig genauer eingehalten.
Der Erwartungswert der Zufallsgröße ist immer die eingestellte Füllmenge.
Die Abbildungen 1 und 2 zeigen jeweils den Graphen der Dichtefunktion, welche die Füllmenge der Flaschen vor der Anpassung der Maschine beschreibt:
Skizzieren Sie in Abbildung 1 einen möglichen Graphen einer Dichtefunktion nach Vorschlag 1 sowie in Abbildung 2 einen passenden Graphen nach Vorschlag 2.
Begründen Sie für beide Vorschläge anhand Ihrer Skizze, dass das Ziel des Unternehmens erreicht wird.

Lösung
Nach den offiziellen Korrekturhinweisen
a) (1) Formulieren Sie dazu eine geeignete Aufgabenstellung und erläutern Sie, wie die Rechnung angesetzt wird.
Lösung: Aufgabenstellung: „Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass in einem Karton alle Flaschen mindestens 600 ml Öl enthalten.“
a) (2) Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass von 100 Flaschen genau drei weniger als 600 ml Öl enthalten.
Lösung: /
a) (3) Ermitteln Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass erst die vierte geöffnete Flasche die erste kontrollierte ist, die weniger als 600 ml Öl enthält.
Lösung: /
a) (4) Ermitteln Sie, wie viele Flaschen eine regelmäßige Lieferung mindestens enthält.
Lösung:
a) (5) Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit, mit der mehr als 3 % der Kartons fehlerhaft sind.
Lösung: / / / / /
b) (1) A: „Die Flasche enthält mehr als 601 ml Öl.“
Lösung: /
b) (1) B: „Die Füllmenge der Flasche weicht höchstens um 0,5 ml vom Erwartungswert ab.“
Lösung: / / /
b) (2) Begründen Sie, warum die Normalverteilung trotzdem sinnvoll verwendet werden kann.
Lösung: Die Wahrscheinlichkeit für negative Werte ist verschwindend gering.
b) (3) Begründen Sie für beide Vorschläge anhand Ihrer Skizze, dass das Ziel des Unternehmens erreicht wird.
Lösung: Die Wahrscheinlichkeit entspricht der Fläche unter der Dichtefunktion für X ≤ 600. Beide Vorschläge verkleinern diese Fläche.
b) (3) Skizzieren Sie in Abbildung 1 einen möglichen Graphen einer Dichtefunktion nach Vorschlag 1 sowie in Abbildung 2 einen passenden Graphen nach Vorschlag 2.
Lösung: Abbildung 1: Der Graph wird nach rechts verschoben (Hochpunkt liegt rechts von 600,5 bei gleicher Höhe und Breite). Abbildung 2: Der Graph wird schmaler und höher (gleicher Hochpunkt bei x = 600,5, aber größere Maximalhöhe und steilere Flanken).
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