Aufgabe B4 - Zufallsgrößen und Verteilungen · Abitur NRW Mathematik LK · Haupttermin · GTR 2022

Thema: Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen · Aus der Prüfung LK · Haupttermin · GTR (2022)

Aufgabenstellung

Aufgabenstellung:

Das Unternehmen „Schraubenwind“ fertigt Schrauben und Muttern, die in Windkraftanlagen verbaut werden. Da diese Verbindungselemente extrem stark beansprucht werden, gelten für sie besonders hohe Anforderungen. Eine Schraube von hoher Güte erkennt man sowohl an der Qualität ihres Schraubenkörpers als auch an der Qualität der darauf aufgebrachten Beschichtung.

Im Folgenden gilt eine Schraube als fehlerfrei, wenn sowohl der Schraubenkörper als auch die Beschichtung fehlerfrei sind. Qualitätskontrollen bei der Firma „Schraubenwind“ zeigen, dass im Durchschnitt 4,5 %4{,}5\,\% der Schrauben fehlerhaft die Produktion verlassen. Im Folgenden wird modellhaft davon ausgegangen, dass die Anzahl an fehlerhaften Schrauben in der Produktion binomialverteilt mit p=0,045p = 0{,}045 ist.

Teilaufgabe b)

b) (1)

Für eine Untersuchung entnimmt man der Produktion zufällig 500500 Schrauben.

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau 1515 der entnommenen Schrauben fehlerhaft sind.

%

b) (2)

Ermitteln Sie die kleinste Anzahl an Schrauben, die entnommen werden muss, damit mindestens 200200 davon mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 95 %95\,\% fehlerfrei sind.

Teilaufgabe c)

„Wind 24“, ein Hersteller von Windkraftanlagen, benötigt 50005000 fehlerfreie Schrauben. „Wind 24“ gibt bei der Firma „Schraubenwind“ eine Bestellung auf.

c) (1)

Ermitteln Sie die kleinste Anzahl zu produzierender Schrauben, für die der Erwartungswert der fehlerfreien Schrauben mindestens 50005000 beträgt.

c) (2)

Produziert werden 52365236 Schrauben.

Ermitteln Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die fehlerfreien Schrauben dieser Produktion den Bedarf von „Wind 24“ decken.

%

Teilaufgabe e)

„Schraubenwind“ stellt noch einen zweiten Schraubentyp her. Die Schichtdicke (gemessen in μm\mu\mathrm{m}) einer zufällig ausgewählten Schraube dieses Typs lässt sich näherungsweise durch eine Normalverteilung mit μ=8,2\mu = 8{,}2 und σ=0,4\sigma = 0{,}4 (beides in μm\mu\mathrm{m}) beschreiben.

e) (1)

Ermitteln Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Schichtdicke (in μm\mu\mathrm{m}) einer zufällig gewählten Schraube zwischen 7,57{,}5 und 8,58{,}5 liegt.

%

e) (2)

Die Funktion Φ\Phi mit Φ(x)=∫−∞xφ(t) dt\Phi(x) = \int_{-\infty}^x \varphi(t)\,\mathrm{d}t heißt Verteilungsfunktion der Normalverteilung mit der Dichtefunktion φ\varphi.

In Abbildung 1 ist die Dichtefunktion einer Normalverteilung abgebildet, in Abbildung 2 die Verteilungsfunktion einer anderen Normalverteilung.

Entscheiden Sie für jede der beiden Abbildungen begründet, ob die dargestellte Normalverteilung die Parameter μ=8,2\mu = 8{,}2 und σ=0,4\sigma = 0{,}4 haben kann.

Ja

Nein

Ja

Nein

Aufgabenstellung: Aufgabe B4 - Zufallsgrößen und Verteilungen · Abitur NRW Mathematik LK · Haupttermin · GTR 2022

Lösung

Nach den offiziellen Korrekturhinweisen

b) (1) Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau 15 der entnommenen Schrauben fehlerhaft sind.

Lösung: 2,38 %2{,}38\,\% / 0,02380{,}0238

b) (2) Ermitteln Sie die kleinste Anzahl an Schrauben, die entnommen werden muss, damit mindestens 200 davon mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 95 % fehlerfrei sind.

Lösung: 215215

c) (1) Ermitteln Sie die kleinste Anzahl zu produzierender Schrauben, für die der Erwartungswert der fehlerfreien Schrauben mindestens 5000 beträgt.

Lösung: 52365236

c) (2) Ermitteln Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die fehlerfreien Schrauben dieser Produktion den Bedarf von „Wind 24“ decken.

Lösung: 52,74 %52{,}74\,\% / 0,52740{,}5274

e) (1) Ermitteln Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Schichtdicke (in µm) einer zufällig gewählten Schraube zwischen 7,5 und 8,5 liegt.

Lösung: 73,33 %73{,}33\,\% / 0,73330{,}7333

e) (2) Entscheiden Sie für jede der beiden Abbildungen begründet, ob die dargestellte Normalverteilung die Parameter μ = 8,2 und σ = 0,4 haben kann.

Lösung: Abbildung 1: Nein; Abbildung 2: Ja

e) (2) Begründung zu Abbildung 1

Lösung: Der Erwartungswert μ=8,2\mu = 8{,}2 stimmt mit dem Hochpunkt überein, jedoch ist die Standardabweichung deutlich größer als 0,40{,}4, da im Bereich außerhalb von [7;9,4][7; 9{,}4] (außerhalb der 3σ3\sigma-Umgebung) noch erkennbare Fläche unter der Kurve liegt.

e) (2) Begründung zu Abbildung 2

Lösung: Der Wendepunkt bzw. der Wert Φ(8,2)=0,5\Phi(8{,}2) = 0{,}5 passt zu μ=8,2\mu = 8{,}2. An der Stelle x=7,8=μ−σx = 7{,}8 = \mu - \sigma liest man einen Funktionswert von ca. 0,160{,}16 ab, was genau 1−0,8413≈0,161 - 0{,}8413 \approx 0{,}16 entspricht.

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