Aufgabe Vorschlag C2.1 · Abitur Hessen Mathematik LK · CAS 2021
Thema: Zufallsgrößen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen · Aus der Prüfung LK · CAS (2021)
Aufgabenstellung
Stochastik
Bei der Aussaat von Raps können Landwirte aus verschiedenen Sorten mit jeweils spezifischen Eigenschaften wählen. Zunächst wird der Fall betrachtet, dass ein Landwirt Saatgut einer Sorte A ausgebracht hat, die unter den vorliegenden Bedingungen mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % keimt.
Aufgabe 3
Bei der Aussaat von Raps gibt es die Varianten Drillsaat und Einzelkornsaat. Bei letzterer erhofft man sich neben einer Reduzierung der benötigten Menge an Saatgut durch eine gleichmäßige Verteilung des Saatguts auf das Feld besonders gute Erträge. Die Körner werden einzeln durch eine Maschine in Reihen auf dem Feld abgelegt. Im Untersuchungsbericht eines Modellversuchs wird festgestellt, dass die Zufallsgröße : „Abstand zwischen zwei benachbarten Körnern innerhalb einer Reihe“ normalverteilt sei. Ferner habe man ermittelt, dass der Mittelwert und die Standardabweichung beträgt.
Bestimmen Sie jeweils, mit welcher Wahrscheinlichkeit für einen zufällig ausgewählten und gemessenen Abstand zweier benachbarter Körner gemäß dieses Untersuchungsberichts Folgendes gilt: [5 BE]
A:
%
B:
%
Aufgabe 4
Bei einer genaueren Untersuchung der Resultate einer Drillsaatmaschine, welche die Körner ungenauer und im Mittel näher beieinander ablegt, hat man die im Material dargestellten Beobachtungen zu den Abständen benachbarter Körner gemacht. Es wird die Zufallsvariable : „Abstand zwischen zwei benachbarten Körnern innerhalb einer Reihe“ betrachtet.
Material: Häufigkeitsverteilung von Kornabständen bei Drillsaat ()
Abstand (in cm) im Intervall · Absolute Häufigkeit
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4.1
Stellen Sie die Daten aus dem Material unter Verwendung der zugehörigen relativen Häufigkeiten in Form eines Säulendiagramms dar. [4 BE]
4.2
Erläutern Sie anhand der Daten, warum zur Beschreibung der Verteilung des Kornabstands eine Exponentialfunktion der Form , , für als Dichtefunktion geeignet ist. [2 BE]
4.3
Es gilt und somit .
Begründen Sie, dass hieraus folgt, und bestätigen Sie mithilfe der relativen Häufigkeit für das Intervall , dass gilt. [4 BE]
4.4
Die Verteilung des Kornabstands wird nun für durch die Dichtefunktion mit modelliert. Es gilt beispielsweise .
Erläutern Sie die Bedeutung dieses Ergebnisses im Sachzusammenhang und prüfen Sie, ob dieser Wert in guter Näherung mit der Häufigkeitsverteilung im Material übereinstimmt. [3 BE]

Lösung
Nach den offiziellen Korrekturhinweisen
3. A: Der Abstand weicht um maximal 1 cm vom Mittelwert ab.
Lösung:
3. B: Der Abstand weicht um mindestens 2 cm vom Mittelwert ab.
Lösung:
4.1 Stellen Sie die Daten aus dem Material unter Verwendung der zugehörigen relativen Häufigkeiten in Form eines Säulendiagramms dar.
Lösung: Säulendiagramm der relativen Häufigkeiten über den Intervallen bis mit den Säulenhöhen ; ; ; ; ; ; ; ; ; ; .
4.2 Erläutern Sie anhand der Daten, warum zur Beschreibung der Verteilung des Kornabstands Z eine Exponentialfunktion f der Form f(z) = a · e^(-b·z) als Dichtefunktion geeignet ist.
Lösung: Kornabstände von weniger als 1 cm treten am häufigsten auf. Anschließend nehmen die Häufigkeiten mit wachsendem Kornabstand monoton ab (Abstände von 10 cm oder mehr kommen nicht vor). Dieses Monotonieverhalten bildet (für ) eine monoton fallende Exponentialfunktion, die sich für wachsende dem Wert 0 annähert, gut ab.
4.3 Begründen Sie, dass hieraus a = b folgt, und bestätigen Sie mithilfe der relativen Häufigkeit für das Intervall [0; 1), dass a = b ≈ 0,36 gilt.
Lösung: Lässt man die obere Grenze des Integrals beliebig groß werden, so werden alle möglichen Kornabstände erfasst. Der Integralwert gibt dann die Wahrscheinlichkeit dafür an, dass der Abstand zwischen null und unendlich ist. Da über alle Abstände integriert wird, ist die zugehörige Wahrscheinlichkeit 1. Somit muss der Quotient den Wert 1 annehmen, was nur für der Fall ist. Dies entspricht in etwa dem Anteil der Körner mit einem Abstand von weniger als 1 cm (relative Häufigkeit: ).
4.4 Erläutern Sie die Bedeutung dieses Ergebnisses im Sachzusammenhang und prüfen Sie, ob dieser Wert in guter Näherung mit der Häufigkeitsverteilung im Material übereinstimmt.
Lösung: Die Wahrscheinlichkeit, dass benachbarte Körner einen Abstand von maximal 3 cm besitzen, beträgt etwa 66,55 %. Dies entspricht sehr gut den beobachteten Häufigkeiten gemäß dem Material, denn es gilt:
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