Aufgabe HT 2 - Aufgabe 4 · Abitur NRW Französisch GK · Haupttermin · neu einsetzend · Weit 2023

Thema: Sprachmittlung Deutsch → Französisch (Médiation) · Aus der Prüfung GK · Haupttermin · neu einsetzend · Weiterbildungskolleg (2023)

Aufgabenstellung

Klausurteil B: Sprachmittlung isoliert

Klausurteil B

Wolfgang Thielmann

Deutschland braucht internationale Studierende

Internationale Studierende sind wichtig für den deutschen Arbeitsmarkt. Denn Deutschland

braucht Fachkräfte, die allein im Inland nicht zu finden sind. Der DAAD 1 spielt eine Schlüssel-

rolle bei ihrer Gewinnung.

„Wir haben ausgefeilte Instrumente, um internationale Studierende zu gewinnen“, sagt

5 Dr. Ursula Egyptien. „Vor allem möchten wir Studierende erreichen, die hier gute Chancen

haben – damit deren Erwartungen erfüllt werden und damit die deutschen Hochschulen gute

Leute finden, die ihr Studienziel erreichen.“ Egyptien leitet das Marketing des DAAD. Sie

macht auf eine Frage aufmerksam, die in den Debatten um Fachkräfte, Demografie und Glo-

balisierung schon bald eine Schlüsselrolle einnehmen wird.

10 Denn Deutschland braucht Fachkräfte. Im Inland allein sind sie nicht zu finden. Daher müssen

mehr Menschen aus anderen Ländern zum Studium und zur Arbeit in Deutschland gewonnen

werden. Auf den ersten Blick sieht die Lage zwar gut aus: Derzeit studieren in Deutschland

rund 2,9 Millionen Menschen, mehr als je zuvor. Doch in den nächsten 15 Jahren wird die

Bevölkerung im Schnitt um 15 Prozent zurückgehen, in einigen Gebieten in Westdeutschland

15 um 25 Prozent. Das wird auch Studierende betreffen. Schon jetzt verbuchen 41 der 263 staat-

lichen Hochschulstandorte, also ein Sechstel, sinkende Zahlen auch bei Studierenden. Zwei

Drittel dieser Standorte liegen in Ostdeutschland. Da hat der demografische Wandel schon

früher eingesetzt. Es wird also Zeit, jungen Menschen, auch aus anderen Ländern, Wege zum

Studium weiter zu ebnen. Hinzu kommt, dass sich der Wettbewerb globalisiert. Dadurch wer-

20 den Fachleute unentbehrlich, die die Situation in anderen Ländern kennen. „Wir haben gar

keine andere Wahl,“ sagt Egyptien, „als durch Austausch, Offenheit und Toleranz gegenüber

Menschen aus anderen Ländern nicht nur Arbeitskräfte, sondern auch Impulse zu gewinnen

für unsere Wirtschaft und Gesellschaft. Denn die ganze Gesellschaft muss sich öffnen und

lebenslang lernen. Da hilft Offenheit für Menschen, die aus anderen Kulturen stammen, zumal

25 für Studierende, die ihre Chance in Deutschland suchen.“ […]

Gerade die 41 Hochschulen mit sinkenden Zahlen zeigen, dass die Gewinnung von internatio-

nalen Studierenden hilft: Seit 2012 sind dort die Studierendenzahlen zwar um durchschnitt-

lich elf Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Studierenden aus anderen Ländern aber stieg

um 42 Prozent. Ihr Anteil ist mit 12 Prozent noch überschaubar, aber er liegt jetzt im Schnitt

30 aller Standorte. Die Studie sagt: Internationale Studierende „können den Schwund einheimi-

scher Studierender zum Teil ausgleichen und auf lange Sicht auch die internationale Sicht-

barkeit der betreffenden Standorte erhöhen“. […]

Deutschland hat also gute Voraussetzungen, um dem Fachkräftemangel 2 zu begegnen. Dazu

muss sich die Gesellschaft weiter öffnen, denn darin liegt ihre Zukunft. Der DAAD leistet

35 dazu an der Universität wichtige Beiträge. „An den Hochschulen herrscht ein offenes, freund-

liches Klima“, sagt Egyptien. „Da werden internationale Studierende aufgenommen. Die Hoch-

schulen sind zunehmend international ausgerichtet. Gesellschaftlich sind wir alle gefragt.

Wir werben für Toleranz und Offenheit, denn unsere Gesellschaft hat etwas davon.“

1 DAAD: Deutscher Akademischer Austauschdienst, vergibt Stipendien für Auslandsaufenthalte

2 Fachkräftemangel: la pénurie de main-d'œuvre qualifiée

4. Dans un e-mail, Agathe, votre correspondante française, vous a raconté que beaucoup d'étudiants étrangers viennent étudier en France. Elle voudrait savoir comment cela se passe en Allemagne.

Vous avez justement lu un article intéressant sur ce thème: « Deutschland braucht internationale Studierende ». À partir de cet article, vous écrivez à Agathe un e-mail dans lequel vous lui expliquez pourquoi les universités allemandes veulent attirer des étudiants venus de l'étranger. Rédigez cet e-mail. (médiation)

[18 Punkte]

Aufgabenstellung: Aufgabe HT 2 - Aufgabe 4 · Abitur NRW Französisch GK · Haupttermin · neu einsetzend · Weit 2023

Lösung

Nach den offiziellen Korrekturhinweisen

4. Dans un e-mail, Agathe, votre correspondante française, vous a raconté que beaucoup d'étudiants étrangers viennent étudier en France. Elle voudrait savoir comment cela se passe en Allemagne. Vous avez justement lu un article intéressant sur ce thème : « Deutschland braucht internationale Studierende ». À partir de cet article, vous écrivez à Agathe un e-mail dans lequel vous lui expliquez pourquoi les universités allemandes veulent attirer des étudiants venus de l'étranger. Rédigez cet e-mail. (médiation)

Lösung: Exemple de réponse : Chère Agathe, Merci pour ton dernier e-mail ! Tu me parlais du grand nombre d'étudiants étrangers en France, et tu te demandais quelle était la situation ici en Allemagne. Je viens justement de lire un article très intéressant à ce sujet (« Deutschland braucht internationale Studierende » de Wolfgang Thielmann), et je voulais t'expliquer pourquoi nos universités cherchent activement à attirer des étudiants internationaux. Tout d'abord, l'Allemagne fait face à un important manque de main-d'œuvre qualifiée (« Fachkräftemangel ») qui ne peut plus être comblé uniquement au niveau national. Cela s'explique en grande partie par le changement démographique : la population globale diminue (on prévoit une baisse moyenne de 15 % d'ici 15 ans), ce qui touche directement les universités. En fait, un sixième des sites universitaires enregistre déjà une baisse du nombre d'étudiants, tout particulièrement dans l'est de l'Allemagne. De plus, dans le contexte de mondialisation et de concurrence internationale accrue entre universités, l'Allemagne a besoin d'experts qui connaissent d'autres pays et d'autres cultures. Accueillir des étudiants étrangers est aussi perçu comme une opportunité essentielle pour encourager l'ouverture sociale, la tolérance et l'apprentissage tout au long de la vie. Enfin, des études récentes montrent que la venue de ces étudiants étrangers permet de compenser en partie la baisse des étudiants nationaux (leur part a augmenté de 42 % depuis 2012 dans les universités touchées) et renforce la visibilité internationale de ces établissements. Voilà, j'espère que cela répond à tes questions ! Et toi, comment se passe ta rentrée ? À très bientôt, (Signature)

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