Aufgabe NT 1 - Aufgabe 3 · Abitur NRW Sport LK · Nachtermin 2023

Thema: Regeln und Spielvermittlung · Aus der Prüfung LK · Nachtermin (2023)

Aufgabenstellung

M 1: Anforderungsprofil im Rugby

Die vier konditionellen Fähigkeiten Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Beweglichkeit bilden

die Grundlage für ein erfolgreiches sportartspezifisches Training. Beim Rugby werden auf-

grund der Belastungsstruktur unterschiedliche Anforderungen an die konditionellen Fähig-

keiten gestellt. Ein Rugbyspieler legt während eines 80-minütigen Rugbyspiels eine Lauf-

5 strecke von etwa 6 bis 8 Kilometern zurück. Es werden etwa 80 Zyklen mit unterschiedli-

cher Intensität gespielt. Dabei sind etwa 85 % Aktivitäten mit niedriger Intensität und 15 %

mit hoher Intensität (6 % Sprinten, 9 % Kampf um den Ball). Die Laufdistanzen mit maxi-

maler Geschwindigkeit (Sprinten) liegen je nach Autor bei 3 – 34 Metern, 10 – 20 Metern

oder einer Belastungszeit von 5 Sekunden. Die Angriffszyklen dauern zwischen 5 und 63

10 Sekunden.

Quelle: Volker Lange-Berlin: Anforderungsprofil für Rugbyspieler (17.03.2009)

http://www.totalrugby.de/content/view/1201/263/ (gekürzt, geändert; Zugriff: 25.01.2023)

M 2: Was ist Touch?

Touch ist ein schneller und spannender Ballsport aus Australien. Touch ist kontaktarm und konzentriert sich auf geschicktes Laufen, Ballzuspiel und strategisches Teamspiel. Ziel des Spiels ist, dass ein Team mehr Punkte erreicht als das andere. Ein Punkt (Touchdown) erfolgt, indem der Spieler mit Ballbesitz den Ball hinter der gegnerischen Punktlinie kontrolliert auf den Boden aufsetzt.

Quelle: Touch Deutschland e. V. (Hrsg.): Was ist Touch?

https://www.touchdeutschland.de/ (geändert; Zugriff: 25.01.2023)

M 3: Spielregeln von Rugby-Touch

Das Spiel

Ziel des Spiels ist, dass eine Mannschaft mehr Punkte, die sogenannten „Touchdowns“, macht, als die andere. Ein offizielles Spiel dauert 2 x 20 Minuten, [...]. Jedes Team hat sechs Spieler auf dem Feld. In der sogenannten „Sub-Box“ (Austauschbox) stehen jeweils bis zu acht weitere Spieler bereit. Die Spieler tauschen sich regelmäßig und in kurzen Abständen während des laufenden Spiels aus.

Das Team im Ballbesitz hat maximal sechs Versuche zu punkten, d. h. es darf maximal sechs „Touches“ (Berührungen) bekommen. Wenn alle sechs Touches erfolgt/aufgebraucht sind, erhält das gegnerische Team den Ball. Ein „Touch“ ist die Berührung des sich im Ballbesitz befindlichen Spielers an irgendeinem Körperteil oder der Kleidung – entweder aktiv am gegnerischen (verteidigenden) Spieler oder passiv durch den gegnerischen Spieler. Der Touch darf ausschließlich „sachte“ erfolgen – harte Touches werden bestraft, es kommt zum Wechsel des Ballbesitzes. Der Ball wird nicht geworfen (wie z. B. beim Handball), sondern gepasst. Das heißt mit beiden Händen angefasst, wird der Ball mit Schwung von der Seite heraus nach links oder rechts gespielt.

Doch was passiert nach einem Touch? Jedes Mal, wenn der Spieler im Ballbesitz vom gegnerischen Team berührt wird oder einen der gegnerischen Spieler selbst berührt, geschehen zwei Dinge:

Der berührte bzw. berührende Spieler in der Offensive muss einen sogenannten Rollball ausführen, d. h. den Ball unmittelbar auf den Boden legen und drüber steigen – und zwar an der Stelle, wo der Touch erfolgt ist. Ein Mitspieler nimmt den Ball als „aktive Hälfte“ („active half“, auch „dummy half“) auf und beginnt mit dem nächsten Versuch.

Das verteidigende Team muss unmittelbar nach einem Touch mindestens fünf Meter von der Stelle des Touches zurückgehen. Diese Position wird „on-side“ (Gegenteil „off-side“) genannt, und die Angreifer können wieder nach vorn laufen und den nächsten Touch spielen. Durch das Rückwärtslaufen wird dem angreifenden Team die Möglichkeit gegeben, mehr Raum auf dem Spielfeld zu gewinnen.

Das angreifende Team darf immer in das gegnerische Feld laufen und spielt sich dabei den Ball gegenseitig und so viel wie nötig zu. Dabei darf der im Ballbesitz befindliche Spieler seinen Teamspielern den Ball nur nach hinten zupassen. [...]

Die Verteidiger schützen ihre Punktelinie vor dem angreifenden Team durch das Berühren des Spielers der gegnerischen Mannschaft, der sich gerade im Ballbesitz befindet. Es geht also darum, dass das verteidigende Team schnell sechs „Touches“ macht, um selbst in Ballbesitz zu kommen und angreifen zu können. Aufgabe des Angriffs ist es, die Verteidigung so zurück oder zur Seite zu drängen, dass Platz genug ist, mit maximal fünf Touches den Ball hinter die Punktlinie zu legen.

Strafen gibt es auch. So muss zum Beispiel das Angriffsteam den Ball bei Ballverlust an die gegnerische Mannschaft abgeben. Das Gleiche gilt, wenn das Angriffs- oder Verteidigungsteam gegen eine Spielregel verstößt. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn ein sogenannter Vorwärtspass („forward pass“) gespielt wird oder der Ball gepasst wird, nachdem man bereits berührt wurde („touch and pass“). Ein Team kann den Ballbesitz auch aus folgenden Gründen verlieren:

wenn der Ball zu Boden geht („drop ball“),

wenn der Spieler im Ballbesitz über die Seitenlinien aus dem Spielfeld tritt („out“),

wenn das angreifende Team sechs Mal in Folge berührt wurde oder berührt hat, das heißt seine Touches aufgebraucht hat.

Das angreifende Team kann auch erneut sechs Touches bekommen, wenn die Verteidigung eine Regel missachtet. Bei folgendem Regelverstoß erhalten die Angreifer sehr häufig sechs neue Touches: wenn die Verteidigung „off-side“ (=Abseits) ist, das heißt, nach einem Touch nicht unverzüglich ihre fünf Meter zurückgelaufen ist.

Das Spiel selbst beginnt mit einem „Tap“. Dazu wird der Ball auf den Boden gelegt, der Spieler tippt ihn kurz mit einem Fuß an, nimmt ihn auf und beginnt zu spielen. Mit einem Tap wird auch immer nach einer Strafe begonnen. Ansonsten wird bei Ballverlust mit dem bereits beschriebenen Rollball begonnen.

Das Spielfeld

Das Spielfeld ist 50 Meter breit und 70 Meter lang. International wird auf Rasen gespielt. Um das Feld sollte Platz für die Ersatzspieler und den Trainer sein. Hinter der Punktlinie ist ein Raum von fünf Metern für die Touchdown-Zone bereitzuhalten – innerhalb dieser Zone kann gepunktet werden. An den Ecken werden in der Regel Plastikmarkierungen aufgestellt, um das Spielfeld zu begrenzen und die einzelnen Linien besser zu kennzeichnen. Bei Wettkämpfen werden die Linien üblicherweise gekreidet.

Der Ball

Gespielt wird mit einem oval geformten Ball, der eine Größe kleiner ist als ein gewöhnlicher Rugby-Ball. [...]

Schiedsrichter und Linienrichter

Benötigt werden drei Schiedsrichter – einer für das Spielfeld und zwei Linienrichter. Für den Anfang ist ein Schiedsrichter auf dem Feld ausreichend. Ausgestattet mit einer Pfeife und einer guten Stimme sorgt dieser vor allem dafür, die Verteidiger nach einem Touch fünf Meter zurückzurufen („on-side“). Hinzu kommt, für die Einhaltung der Spielregeln zu sorgen und ggf. Strafen zu vergeben, wenn der Ball vorwärts gepasst wird, ein zu harter Touch erfolgt oder der Rollball nicht korrekt ausgeführt wird. Die zwei Linienrichter am Rande unterstützen den Schiedsrichter auf dem Feld, zeigen z. B. Vorwärtspässe und achten darauf, dass das Auswechseln der Spieler korrekt erfolgt. Schiedsrichter helfen in der Regel auch neuen Spielern auf dem Feld, in dem sie nicht nur Signale anzeigen, sondern den Spielern auch die Gründe erklären. Die Signale und ihre Bedeutung gibt es bei uns auf Anforderung. [...]

Quelle: Touch Deutschland e. V. (Hrsg.): Spielregeln von Rugby Touch. https://www.touchdeutschland.de/vereine/spielregeln/ (geändert; Zugriff: 25.01.2023)

3. Arbeiten Sie unter Rückgriff auf das Konzept des genetischen Lernens nach Loibl und anhand des Regelwerks von Rugby-Touch (M 3) Problemstellungen heraus, mit denen man beim Vermitteln dieses Sportspiels in Ihrem Sport-Leistungskurs rechnen müsste. Entwerfen Sie danach für Ihren Sport-Leistungskurs eine Unterrichtseinheit, die an einer dieser herausgearbeiteten Problemstellungen ansetzt. [30 Punkte]

Aufgabenstellung: Aufgabe NT 1 - Aufgabe 3 · Abitur NRW Sport LK · Nachtermin 2023

Lösung

Nach den offiziellen Korrekturhinweisen

3. Arbeiten Sie unter Rückgriff auf das Konzept des genetischen Lernens nach Loibl und anhand des Regelwerks von Rugby-Touch (M 3) Problemstellungen heraus, mit denen man beim Vermitteln dieses Sportspiels in Ihrem Sport-Leistungskurs rechnen müsste. Entwerfen Sie danach für Ihren Sport-Leistungskurs eine Unterrichtseinheit, die an einer dieser herausgearbeiteten Problemstellungen ansetzt.

Lösung: Individuelle Ausarbeitung gemäß den didaktisch-methodischen Kriterien des genetischen Lernens nach Loibl und den Regeln des Rugby-Touch.

Die ausführliche Erklärung Schritt für Schritt (mit KI) gibt es mit Premium. Premium

Löse sie direkt hier: automatische Korrektur, Hinweise und Lösung Schritt für Schritt.

‹ Aufgabe NT 1 - Aufgabe 2 · LK · Nachtermin 2023 · Aufgabe HT 2 - Aufgabe 2 · LK · Haupttermin 2022 ›

Mehr Aufgaben zu Regeln und Spielvermittlung