Aufgabe HT 3 - Teilaufgabe 2 · Abitur NRW Sport LK · Haupttermin 2021

Thema: Regeln und Spielvermittlung · Aus der Prüfung LK · Haupttermin (2021)

Aufgabenstellung

M 2: Zehn einfache Regeln für „Ultimate“

Zehn einfache Regeln für „Ultimate“ des DFV (Deutscher Frisbeesportverband e.V.)

1. Spirit of the Game

Ultimate betont die Sportlichkeit, Anstand und Fair-Play. Kämpferischer Einsatz wird zwar gefördert, darf aber niemals auf Kosten des Respekts vor dem Gegner, der Regeln und dem Spaß am Spielen gehen.

2. Spielfeld

Ein offizielles Spielfeld ist 100 m lang und 37 m breit. Davon ist das Hauptspielfeld 64 m lang, und die jeweiligen Endzonen 18 m tief. Je nach Spieleranzahl kann das Spielfeld verkleinert werden. Die Relationen der Spielfeldteile sollten ungefähr 3/5 Spielfeld und je 1/5 Endzone betragen.

3. Spielbeginn

Jeder Punkt beginnt mit der Aufstellung der beiden Mannschaften mit je sieben Spielern an der Grundlinie (in der Halle fünf gegen fünf). Die verteidigende Mannschaft wirft die Scheibe zur angreifenden Mannschaft (Anwurf).

4. Bewegung der Scheibe

Die Scheibe darf in jede Richtung des Spielfeldes geworfen werden. Mit der Scheibe darf man nicht laufen. Der Werfer hat zehn Sekunden Zeit die Scheibe abzuwerfen. Der direkte Verteidiger des Werfers (Marker) zählt den Werfer laut im Sekundentakt an.

5. Punktgewinn

Die angreifende Mannschaft erzielt einen Punkt, wenn ein Mitspieler die Scheibe in der Endzone des Gegners fängt. Die Mannschaft mit dem Punktgewinn bleibt auf dieser Seite, die andere Mannschaft muss die Spielfeldseite wechseln.

6. Scheibenwechsel

Wenn ein Pass vom Mitspieler nicht gefangen werden kann (Scheibe berührt den Boden, fliegt ins Aus oder der Gegner fängt sie ab), kommt die verteidigende Mannschaft sofort in Scheibenbesitz und greift nun an.

7. Auswechseln

Spieler dürfen nur nach einem Punkt oder nach einer Verletzung ausgewechselt werden.

8. Körperkontakt

Zwischen Spielern ist kein Körperkontakt erlaubt. Darauf haben alle Spieler zu achten. Das Behindern der Verteidigung durch einen angreifenden Spieler wie im Basketball ist ebenfalls verboten („Pick“). Jede Körperberührung ist im Prinzip ein Foul.

9. Foulspiel

Wenn ein Spieler einen Gegenspieler berührt, ist das ein Foul. Foul ruft der Spieler, der gefoult wurde. Wenn die Scheibe dem Angreifer dabei verloren geht, wird das Spiel unterbrochen und nach einem „Check“ fortgesetzt, als wäre das Foul nicht passiert. Ist der foulende Spieler mit dem Foulruf nicht einverstanden, so wird der letzte Pass wiederholt.

10. Selbstverantwortung

Es gibt keine Schiedsrichter. Jeder Spieler ist selbst dafür verantwortlich, Fouls oder Linienverstöße (erster Bodenkontakt muss „in" sein, die Linie zählt zum Aus) anzuzeigen. Die Spieler regeln ihre Meinungsverschiedenheiten in fairer Weise.

Quelle: http://frisbeesportverband.de/images/dfv/dfv_verband/presse/pressemitteilungen/PM_10_Ultimate-Regeln.pdf (Zugriff: 15.01.2021)

2. Übertragen Sie die Regelsystematik nach Digel auf die 10-Ultimate-Regeln des Deutschen Frisbeesport-Verbandes (M 2) und prüfen Sie die Aussage: Wenn es ‚wirklich‘ um etwas geht (wie z. B. beim Fußball), reichen die 10-Ultimate-Regeln bei weitem nicht aus. (32 Punkte)

Aufgabenstellung: Aufgabe HT 3 - Teilaufgabe 2 · Abitur NRW Sport LK · Haupttermin 2021

Lösung

Nach den offiziellen Korrekturhinweisen

2. Übertragen Sie die Regelsystematik nach Digel auf die 10-Ultimate-Regeln des Deutschen Frisbeesport-Verbandes (M 2) und prüfen Sie die Aussage: Wenn es ‚wirklich‘ um etwas geht (wie z. B. beim Fußball), reichen die 10-Ultimate-Regeln bei weitem nicht aus.

Lösung: Ausführliche Übertragung der Ultimate-Regeln auf Digels Systematik und kritische Beurteilung des Reglements im Leistungssport.

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