Aufgabe HT 1 - Teilaufgabe 2: Der Photoeffekt · Abitur NRW Physik GK · Haupttermin · Weiterbildungskolleg 2023

Thema: Photonen und Photoeffekt · Aus der Prüfung GK · Haupttermin · Weiterbildungskolleg (2023)

Aufgabenstellung

Aufgabenstellung:

Aufgabe: Teilchen- und Welleneigenschaften von Licht

Teilaufgabe 1: Interferenz am Doppelspalt

In Abbildung 1 ist eine Versuchsanordnung dargestellt, mit der Interferenzerscheinungen bei der Beugung von monochromatischem Licht an einem Doppelspalt veranschaulicht werden.

Teilaufgabe 2: Der Photoeffekt

a)

In Abbildung 5 ist schematisch ein Versuchsaufbau dargestellt, mit dem der Photoeffekt qualitativ demonstriert wird.

Das Licht der Quecksilberdampflampe trifft auf die gesamte Zinkplatte. Zinkplatte und Anode sind durch eine Spannungsquelle und ein Stromstärkemessgerät leitend miteinander verbunden. Anfangs steht die Glasplatte nicht zwischen der Quecksilberdampflampe und der Anode.

Nun wird die Quecksilberdampflampe näher an die Anode gerückt; die Zinkplatte bleibt dabei vollständig beleuchtet.

Stellt man die Glasplatte zwischen Quecksilberdampflampe und Anode, lässt sich kein elektrischer Strom mehr messen.

b)

Unter anderem die Gleichung E=h⋅fE = h \cdot f beschreibt den Teilchencharakter des Lichts; dabei steht EE für die Photonenenergie, hh für das Planck'sche Wirkungsquantum und ff für die Lichtfrequenz.

c)

In Abbildung 6 ist ein Ausschnitt aus dem Emissionsspektrum von Quecksilber dargestellt. Spektrallinien mit nicht vernachlässigbarer Intensität sind durch Buchstaben gekennzeichnet.

Die Auslöseenergie von Zink beträgt EA=4,34 eVE_{\mathrm{A}} = 4{,}34\text{ eV}.

d)

Mit einer Photozelle lässt sich der Photoeffekt quantitativ untersuchen. Hierzu legt man zwischen Kathode und Anode eine Gegenspannung UGU_{\mathrm{G}} an und misst den Photostrom IPhI_{\mathrm{Ph}}. Abbildung 7 stellt eine Photozelle schematisch dar.

Zeichnen Sie die elektrische Beschaltung der Photozelle in Abbildung 7 ein (Spannungsquelle, Spannungsmessgerät und Stromstärkemessgerät).

Abbildung 8 stellt für zwei verschiedene monochromatische Lichtquellen dar, wie sich der Photostrom bei einem bestimmten Kathodenmaterial mit der Gegenspannung ändert.

Die Lichtquellen A und B senden in jeder Sekunde dieselbe Strahlungsenergie aus. Beim Photoeffekt setzt nicht zwangsläufig jedes Photon ein Elektron frei.

Aufgabenstellung: Aufgabe HT 1 - Teilaufgabe 2: Der Photoeffekt · Abitur NRW Physik GK · Haupttermin · Weiterbildungskolleg 2023

Lösung

Nach den offiziellen Korrekturhinweisen

Erklären Sie, warum in dem Experiment ein elektrischer Strom auftritt.

Lösung: Aus der Zinkplatte werden durch den Photoeffekt Elektronen herausgelöst, die sich in dem durch die angelegte Gleichspannung hervorgerufenen elektrischen Feld zur Anode bewegen. Diese bewegten Elektronen stellen einen elektrischen Strom dar, der von dem Stromstärkemessgerät registriert wird.

Erklären Sie, weshalb die gemessene Stromstärke zunimmt.

Lösung: Durch das Heranschieben der Quecksilberdampflampe erhöht sich die Intensität des auf der Zinkplatte auftreffenden Lichts. Folglich werden pro Zeiteinheit mehr Elektronen aus dieser herausgelöst. Dies hat eine höhere elektrische Stromstärke zur Folge.

Interpretieren Sie diesen Befund.

Lösung: Für das Einsetzen des Photoeffekts ist Licht einer hinreichend kleinen Wellenlänge nötig. Der kurzwellige Anteil des Spektrums der Quecksilberdampflampe wird durch die Glasplatte demnach absorbiert.

Erläutern Sie die Gleichung E = h·f vor dem Hintergrund der Lichtquantenhypothese.

Lösung: Der Energieaustausch von Licht mit Materie beim Photoeffekt ist quantisiert, er erfolgt in Form von Photonen. Ein einzelnes Elektron absorbiert dabei ein einzelnes Photon, wobei die von der Frequenz des Lichts abhängige Energie E=h⋅fE = h \cdot f übertragen wird.

Geben Sie die Spektrallinie an, deren Photonen die höchste Energie besitzen.

Lösung: P

Zeigen Sie rechnerisch, dass Quecksilber mindestens eine Spektrallinie mit einer Wellenlänge λ < 200 nm besitzen muss.

Lösung: 286 nm286\text{ nm} / 2,86⋅10−7 m2{,}86 \cdot 10^{-7}\text{ m}

Begründen Sie, dass Lichtquelle A Licht mit kleinerer Wellenlänge λ aussendet.

Lösung: Der kleinste Wert der Gegenspannung UGU_{\mathrm{G}}, bei der IPh=0I_{\mathrm{Ph}} = 0 ist, ist ein Maß für die maximale kinetische Energie Ekin,maxE_{\mathrm{kin,max}} der aus der Kathode herausgelösten Elektronen. Bei Verwendung der Lichtquelle A ist Ekin,maxE_{\mathrm{kin,max}} folglich größer (ca. 0,68 V gegenüber 0,44 V). Die von einem Photon auf ein Elektron beim Photoeffekt übertragene Energie EE ist bei der Lichtquelle A daher ebenfalls größer. Mit λ=h⋅cE\lambda = h \cdot \frac{c}{E} folgt, dass die Wellenlänge λ\lambda bei Lichtquelle A kleiner ist.

Entscheiden Sie begründet, bei welcher Lichtquelle ein größerer Anteil der Photonen Elektronen aus der Kathode freisetzt.

Lösung: Bei Lichtquelle A ist der Anteil größer. Da die pro Sekunde emittierte Strahlungsenergie laut Angabe bei beiden Lichtquellen gleich ist, werden bei der Lichtquelle A aufgrund der kleineren Wellenlänge λ\lambda (größeren Photonenenergie) weniger Photonen pro Sekunde emittiert (N=EgesEPhotonN = \frac{E_{\mathrm{ges}}}{E_{\mathrm{Photon}}}). Da der Photostrom bei UG=0U_{\mathrm{G}} = 0 jedoch bei beiden Lichtquellen gleich ist (beide 35 nA, also gleich viele herausgelöste Elektronen pro Sekunde), ist der Anteil der Photonen, die ein Elektron herauslösen, bei Lichtquelle A größer.

d) Entscheiden Sie begründet, bei welcher Lichtquelle ein größerer Anteil der Photonen Elektronen aus der Kathode freisetzt:

Lösung: Bei Lichtquelle B ist der Anteil der Photonen, die Elektronen auslösen, größer. Begründung: Beide Quellen besitzen die gleiche Gesamtenergie pro Sekunde (Leistung PP). Da Quelle B eine größere Wellenlänge bzw. kleinere Photonenenergie EPh=h⋅cλE_{\mathrm{Ph}} = \frac{h \cdot c}{\lambda} hat, emittiert sie insgesamt mehr Photonen pro Sekunde (N=EgesEPhN = \frac{E_{\mathrm{ges}}}{E_{\mathrm{Ph}}}). Gleichzeitig zeigt Abbildung 8 für Lichtquelle B einen höheren Sättigungsstrom IsatI_{\mathrm{sat}}, d. h. es werden pro Sekunde mehr Elektronen ausgelöst und registriert (ne=Ien_e = \frac{I}{e}). Der Anteil bzw. die Quantenausbeute neN\frac{n_e}{N} ist folglich bei Quelle B größer.

Zeichnen Sie die elektrische Beschaltung der Photozelle in Abbildung 7 ein (Spannungsquelle, Spannungsmessgerät und Stromstärkemessgerät).

Lösung: Schaltbild der Gegenfeldmethode: Anode und Kathode der Photozelle sind mit einer regelbaren Spannungsquelle verbunden, sodass an der Auffängerelektrode (Anode) der Minuspol anliegt (Gegenfeld). Ein Stromstärkemessgerät AA liegt in Reihe im Photozellenstromkreis, das Spannungsmessgerät VV parallel zur Photozelle bzw. zur Spannungsquelle.

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