Aufgabe 2 · Abitur NRW Physik LK · Wiegen im Weltraum 2025

Thema: Mechanische und elektromagnetische Schwingungen · Aus der Prüfung LK · Wiegen im Weltraum (2025)

Aufgabenstellung

2 Auswertung des fachpraktischen Teils

T0T_0 im Modellversuch entspricht der Schwingungsdauer des Stuhles ohne Astronauten. TgT_{\text{g}} entspricht der Schwingungsdauer des Astronauten mit dem Stuhl.

Damit das BMMD zu jeder Periodendauer TgT_{\text{g}} direkt die Masse des Astronauten zuordnen kann, sollen die Ergebnisse innerhalb eines Diagramms dargestellt werden.

Material 3: Theoretischer Hintergrund beim BMMD

Werden Körper der Masse mzm_{\text{z}} zusätzlich zur Anfangsmasse m0m_0 an denselben Federschwinger angehängt, so steigt die Periodendauer auf den Wert TgT_{\text{g}}. Setzt man die beiden quadrierten Periodendauern ins Verhältnis, erhält man die folgende Gleichung:

Tg2T02=m0+mzm0(1)\frac{T_{\text{g}}^2}{T_0^2} = \frac{m_0 + m_{\text{z}}}{m_0} \quad (1) · m0m_0: Anfangsmasse

mzm_{\text{z}}: Zusatzmasse

T0T_0: Periodendauer bei der Masse m0m_0

TgT_{\text{g}}: Periodendauer bei der Masse m0+mzm_0 + m_{\text{z}}

a)

Stellen Sie auf Basis Ihrer Messergebnisse den Quotienten Tg2T02\frac{T_{\text{g}}^2}{T_0^2} in Abhängigkeit von der jeweils zusätzlichen Masse in einem Diagramm dar. [5 BE]

Hinweis: Falls Sie keine eigenen Messwerte erhoben haben, nutzen Sie die Ersatzmesswerte aus Aufgabe 1 (T0=1,05 sT_0 = 1{,}05\,\text{s} bei m0=100 gm_0 = 100\,\text{g}, sowie Tg=1,15 sT_{\text{g}} = 1{,}15\,\text{s} für 50 g50\,\text{g}, 1,23 s1{,}23\,\text{s} für 100 g100\,\text{g}, 1,32 s1{,}32\,\text{s} für 150 g150\,\text{g}, 1,40 s1{,}40\,\text{s} für 200 g200\,\text{g}).

b)

Vergleichen Sie Ihre Messergebnisse mit dem in Material 3 dargestellten idealisierten Zusammenhang, der sich aus Gleichung (1) ergibt. [4 BE]

c)

Nennen Sie zwei mögliche Ursachen für die Messunsicherheiten bei Ihrem Experiment und die Auswirkungen auf die Interpretation der Messergebnisse. [3 BE]

Aufgabenstellung: Aufgabe 2 · Abitur NRW Physik LK · Wiegen im Weltraum 2025

Lösung

Nach den offiziellen Korrekturhinweisen

a) Stellen Sie auf Basis Ihrer Messergebnisse den Quotienten Tg2T02\frac{T_{\text{g}}^2}{T_0^2} in Abhängigkeit von der jeweils zusätzlichen Masse in einem Diagramm dar.

Lösung: Quadrate der Quotienten aus den ermittelten Messdaten (Beispielwerte): | Masse mzm_{\text{z}} in g | 0 | 50 | 100 | 150 | 200 | | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | | Tg2T02\frac{T_{\text{g}}^2}{T_0^2} | 1 | 1,20 | 1,37 | 1,58 | 1,78 |

b) Vergleichen Sie Ihre Messergebnisse mit dem in Material 3 dargestellten idealisierten Zusammenhang, der sich aus Gleichung (1) ergibt.

Lösung: Beim idealisierten Zusammenhang (Material 3) wird als Graph eine Gerade erwartet, die einen Schnittpunkt mit der Tg2T02\frac{T_{\text{g}}^2}{T_0^2}-Achse bei 1 hat. Diese theoretischen Überlegungen passen mit der Auswertung der Messergebnisse überein. Die Steigung der Gerade beträgt ca. 0,004 1g0{,}004\,\frac{1}{\text{g}}. Idealisiert wird eine Steigung von 0,01 1g0{,}01\,\frac{1}{\text{g}} erwartet.

c) Nennen Sie zwei mögliche Ursachen für die Messunsicherheiten bei Ihrem Experiment und die Auswirkungen auf die Interpretation der Messergebnisse.

Lösung: Eine große Messunsicherheit entsteht durch die Messung der Periodendauer mit der Stoppuhr. Durch die Messung über mehrere Perioden wird diese Unsicherheit verringert. Zusätzlich kann es passieren, dass die Feder nicht ganz in einer Linie schwingt, was auch zur Messunsicherheit der Periodendauer beiträgt. Eine fehlerhafte Bestimmung der Periodendauer führt zu einer fehlerhaften Berechnung der Masse. Dies wäre im Falle des Astronauten evtl. eine falsche Einschätzung der Masse des Astronauten.

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