Aufgabe 3 - Teilaufgabe 3 · Abitur NRW Physik GK · Haupttermin · Weiterbildungskolleg 2021

Thema: Mechanische und elektromagnetische Schwingungen · Aus der Prüfung GK · Haupttermin · Weiterbildungskolleg (2021)

Aufgabenstellung

Aufgabenstellung:

Teilaufgabe 1: Albert Einstein und der Photoeffekt

Albert Einstein konnte den Photoeffekt deuten, indem er Licht als aus Teilchen bestehend auffasste. Die Energiebilanz des Photoeffekts wird nach Einstein durch die folgende Gleichung beschrieben:

h⋅f=Ekin+EAh \cdot f = E_{\text{kin}} + E_{\text{A}}

Hierbei steht hh für das Planck'sche Wirkungsquantum, ff für die Frequenz des auftreffenden Lichts, EkinE_{\text{kin}} für die kinetische Energie eines Elektrons und EAE_{\text{A}} für dessen Austrittsenergie.

Teilaufgabe 3: Analyse eines senkrechten Sprungs

In Abbildung 4 sind schematisch fünf Momentaufnahmen eines senkrechten Sprungs aus der Hocke dargestellt. Anhand dieser Aufnahmen wird der Sprung in vier Phasen gegliedert. Vom Anfang der Phase 2 bis zum Ende der Phase 3 behält der Sportler seine Körperhaltung bei. Mit der Sprunghöhe hh ist im Folgenden der Abstand der Körperschwerpunkte am Anfang und am Ende von Phase 2 gemeint.

In Abbildung 5 ist das tt-aa-Diagramm des Hochsprungs eines Sportlers mit der Masse m=75,0 kgm = 75{,}0\text{ kg} dargestellt.

a)

• Bestimmen Sie, welche Geschwindigkeit v1v_1 der Sportler am Ende der ersten Hochsprungphase hat.

• Begründen Sie mithilfe von Abbildung 5, dass der Sportler ungefähr bei t=0,6 st = 0{,}6\text{ s} die Sprunghöhe hh erreicht.

• Ermitteln Sie die Sprunghöhe hh.

b)

Berechnen Sie den Betrag FBeineF_{\text{Beine}} der mittleren Kraft, die der Sportler in der ersten Hochsprungphase mit seinen Beinen vertikal aufwenden muss.

c)

Beim senkrechten Sprung aus Abbildung 5 setzte der Sportler nur einen Teil seiner maximalen Beinkraft FBeine,maxF_{\text{Beine,max}} vertikal ein. Bei einem zweiten Sprung unter sonst gleichen Bedingungen setzt er die maximale Beinkraft vertikal ein und erreicht am Ende der ersten Phase eine Geschwindigkeit v1,maxv_{1,\text{max}}, die doppelt so groß ist wie beim ersten Hochsprung.

Überprüfen Sie auf der Grundlage einer energetischen Betrachtung, ob die maximale Sprunghöhe hmaxh_{\text{max}} des Sportlers in diesem Fall doppelt so groß ausfällt wie beim ersten Sprung.

Aufgabenstellung: Aufgabe 3 - Teilaufgabe 3 · Abitur NRW Physik GK · Haupttermin · Weiterbildungskolleg 2021

Lösung

Nach den offiziellen Korrekturhinweisen

a) Bestimmen Sie, welche Geschwindigkeit v₁ der Sportler am Ende der ersten Hochsprungphase hat.

Lösung: 2 m/s2\text{ m/s} / 2,0 m/s2{,}0\text{ m/s}

a) Begründen Sie mithilfe von Abbildung 5, dass der Sportler ungefähr bei t = 0,6 s die Sprunghöhe h erreicht.

Lösung: Phase 2 beginnt bei t = 0,4 s und Phase 3 endet bei t = 0,8 s. In dieser Zeitspanne bewegt sich der Sportler näherungsweise gleichmäßig beschleunigt und erreicht daher seine maximale Sprunghöhe etwa zur Mitte des Intervalls, d. h. etwa bei t = 0,6 s.

a) Ermitteln Sie die Sprunghöhe h.

Lösung: 0,2 m0{,}2\text{ m} / 20 cm20\text{ cm}

b) Berechnen Sie den Betrag F_Beine der mittleren Kraft, die der Sportler in der ersten Hochsprungphase mit seinen Beinen vertikal aufwenden muss.

Lösung: 1100 N1100\text{ N} / 1111 N1111\text{ N} / 1,1 kN1{,}1\text{ kN} / 1,11 kN1{,}11\text{ kN}

c) Überprüfen Sie auf der Grundlage einer energetischen Betrachtung, ob die maximale Sprunghöhe h_max des Sportlers in diesem Fall doppelt so groß ausfällt wie beim ersten Sprung.

Lösung: Nein, die maximale Sprunghöhe ist nicht doppelt so groß, sondern viermal so groß (h_max = 4·h), da h proportional zum Quadrat der Geschwindigkeit ist.

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