Aufgabe 3 · Abitur NRW Physik GK · Massenbestimmung 2025

Thema: Mechanische und elektromagnetische Schwingungen · Aus der Prüfung GK · Massenbestimmung (2025)

Aufgabenstellung

Material 1: Das Body Mass Measurement Device (BMMD)

Das BMMD besteht aus einer Art Hocker (mit bekannter Masse mHm_{\text{H}}), auf den sich der Astronaut begibt und festhält. Der Hocker ist über eine Feder (mit bekannter Federkonstante DD) mit der Raumstation fest verbunden.

Wird das Gerät eingeschaltet, so wird der Astronaut zusammen mit dem Hocker in Schwingungen versetzt. Die Elektronik des Geräts misst die Periodendauer, mit der Astronaut und Hocker als gemeinsame schwingende Masse frei auf und ab schwingen. Aus dieser Periodendauer können dann die schwingende Masse und die Masse des Astronauten errechnet werden.

Material 2: Messdaten BMMD

Bevor ein solches Gerät zum Einsatz kommt, wurden Testmessungen durchgeführt und dabei folgende Messwerte ermittelt:

Tab. 1: Messdaten zum BMMD

schwingende Masse mm in kg

20

40

60

80

100

120

140

Periodendauer TT in s

0,63

0,89

1,09

1,26

1,40

1,54

1,66

Hinweis: Gehen Sie in den Aufgaben von einer Masse des Hockers von mH=15 kgm_{\text{H}} = 15\text{ kg} aus. Vernachlässigen Sie die Luftreibung sowie die Masse der Feder.

Material 3: Diagramme

Die folgenden beiden Diagramme veranschaulichen die idealisierte Bewegung jeweils für eine Periode für eine Astronautenmasse von 85 kg85\text{ kg}. Eines der Diagramme ① bzw. ② stellt die Geschwindigkeit der schwingenden Masse in Abhängigkeit von der Zeit und eines die momentane Auslenkung für die gleiche Zeitspanne dar. Zur Erstellung der Diagramme wurde angenommen, dass das BMMD zum Zeitpunkt t=0 st = 0\text{ s} bei einer maximalen Auslenkung von 30,0 cm30{,}0\text{ cm} zu schwingen beginnt.

Material 4: Messdaten bei defektem BMMD

Bei einem harmonischen Federpendel ist das Quadrat der Periodendauer proportional zur schwingenden Masse (T2∼mT^2 \sim m). Da das BMMD modellhaft als Federpendel betrachtet werden kann, ist davon auszugehen, dass dies auch für ein BMMD gilt.

Bei dem BMMD mit defekter Elektronik werden die folgenden Messdaten ausgegeben:

Tab. 2: Daten einer Testmessung

schwingende Masse mm in kg

15

25

35

Periodendauer TT in s

0,60

0,70

0,80

3 Im Folgenden wird das BMMD modellhaft als Federpendel betrachtet. Wie bei jedem Federpendel treten auch bei einem BMMD Beschleunigungen auf. Um zu beurteilen, ob diese eine Gefahr für den Benutzer darstellen, werden die in Material 3 gegebenen Diagramme betrachtet.

a

Berechnen Sie unter Nutzung der Daten aus Material 2 die Federkonstante für das BMMD. [Kontrollwert: D=2,0 kN/mD = 2{,}0\,\text{kN}/\text{m}] [2 BE]

b

Beschriften und skalieren Sie für die in Material 3 genannte Astronautenmasse die Koordinatenachsen der Diagramme in Material 3. [6 BE]

c

Bestimmen Sie die maximale Beschleunigung, die der Astronaut erfährt. Beurteilen Sie, ob hierdurch eine Gefahr für einen durchtrainierten Astronauten besteht. [5 BE]

Aufgabenstellung: Aufgabe 3 · Abitur NRW Physik GK · Massenbestimmung 2025

Lösung

Nach den offiziellen Korrekturhinweisen

3 a) Berechnen Sie unter Nutzung der Daten aus Material 2 die Federkonstante für das BMMD.

Lösung: 2,0 kN/m2{,}0\ \mathrm{kN/m} / 2000 N/m2000\ \mathrm{N/m}

3 b) Zuordnung und Bezeichnung der Ordinate von Diagramm ①

Lösung: Geschwindigkeit in cm/s / Geschwindigkeit in m/s

3 b) Zuordnung und Bezeichnung der Ordinate von Diagramm ②

Lösung: Elongation in cm / Auslenkung in cm

3 b) Skalierung der Abszisse (Periodendauer TT)

Lösung: 1,401{,}40 s

3 b) Skalierung der Ordinate in Diagramm ① (vmaxv_{\text{max}})

Lösung: 134134 cm/s / 1,341{,}34 m/s

3 b) Skalierung der Ordinate in Diagramm ② (smaxs_{\text{max}})

Lösung: 3030 cm / 0,300{,}30 m

3 c) Bestimmen Sie die maximale Beschleunigung, die der Astronaut erfährt.

Lösung: 6,06{,}0 m/s² / 600600 cm/s² / 6,06{,}0 N/kg

3 c) Beurteilen Sie, ob hierdurch eine Gefahr für einen durchtrainierten Astronauten besteht.

Lösung: Da die maximale Beschleunigung mit amax=6,0 m/s2a_{\text{max}} = 6{,}0\,\text{m/s}^2 geringer ist als die Erdbeschleunigung g=9,81 m/s2g = 9{,}81\,\text{m/s}^2, besteht für einen durchtrainierten Astronauten keine Gefahr.

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