Abitur NRW Kunst 2022 · LK · Nachtermin
Abiturprüfung Kunst in Nordrhein-Westfalen 2022, LK · Nachtermin: 6 Aufgaben mit Lösungen. Themen: Werkbeschreibung und Formanalyse mit analysierender Skizze.
Themen der Prüfung: Werkbeschreibung · Formanalyse mit analysierender Skizze · Vergleichende Interpretation zweier Werke
Aufgabe 1 - 1: Werkbeschreibung · Werkbeschreibung
Materialgrundlage
Bildmaterial
Abbildung 1: Louise Bourgeois, „Quarantania I“, 1947 – 1953 (zusammengefügt von der Künstlerin 1981), bemaltes Holz auf Holzsockel, Höhe: 206,4 cm einschließlich Sockel von 15,2 x 69,1 x 68,6 cm, Museum of Modern Art (MoMA), New York
Abbildung 2 (von schräg rechts): siehe oben
Abbildung 3 (von schräg links): siehe oben
Abbildung 4: Webschiffchen
Abbildung 5: Thomas Struth, „The Consolandi family I, Mailand 1996“, 1996/2014, Chromogenic Colour Print; 170 x 206,2 cm, Deutsche Börse Photography Foundation, Eschborn
Textmaterial
Zusatzinformation zum Werk „Quarantania I“ von Bourgeois:
Der Titel „Quarantania“ lässt sich vom Begriff Quarantäne (Isolation) ableiten.
Nach ihrem Umzug nach New York 1938 beginnt Bourgeois an indianische Totempfähle erinnernde Holzskulpturen anzufertigen, die sie später „Personnages“ [Personen/Figuren] nennt. [...] Diese abstrahierten Figuren, erklärt Bourgeois, haben nichts mit Skulptur zu tun, sie sind vielmehr Manifestationen von Heimweh.
Jedes der Elemente war ursprünglich ein autonomes Werk: die zentrale Figur, „Woman with Packages“ (engl. Frau mit Paketen, 1947 – 1949) wird umringt von vier Variationen von Bourgeois' Plastik Shuttle Woman [Weaving Shuttles = Webschiffchen, traditionelles Werkzeug des Weberhandwerks] (siehe Abbildung 4).
Autorentext
Zusatzinformation Zitat Thomas Struths zu den Familienportraits:
„Es hat einen beruhigenden Effekt, wenn man die Mitglieder einer Familie so nebeneinanderstellt, dass wir ihre Unterschiede betrachten können. Es ist, als würden sie sich von der Idee verabschieden, dass ihre Familie, was immer sie sein mag, etwas Bestimmtes, etwas Anderes hätte sein müssen. Wir sehen die Familienmitglieder in einem Moment, wo es ihnen gelingt, sich gegenseitig so zu akzeptieren, wie sie sind.“
Quelle: Konigsberg, Eric. „Blutsbande: Die Familienportraits von Thomas Struth“ (2008). aus: Texte zum Werk von Thomas Struth. Schirmer/Mosel, 2009. S. 254
1. Beschreiben Sie die beiden Arbeiten „Quarantania I“ von Louise Bourgeois sowie „The Consolandi family I, Mailand 1996“ von Thomas Struth. [14 Punkte]
a)
b)
Aufgabe 1 - 2: Formanalyse mit analysierender Ski… · Formanalyse mit analysierender Skizze
Materialgrundlage
Bildmaterial
Abbildung 1: Louise Bourgeois, „Quarantania I“, 1947 – 1953 (zusammengefügt von der Künstlerin 1981), bemaltes Holz auf Holzsockel, Höhe: 206,4 cm einschließlich Sockel von 15,2 x 69,1 x 68,6 cm, Museum of Modern Art (MoMA), New York
Abbildung 2 (von schräg rechts): siehe oben
Abbildung 3 (von schräg links): siehe oben
Abbildung 4: Webschiffchen
Abbildung 5: Thomas Struth, „The Consolandi family I, Mailand 1996“, 1996/2014, Chromogenic Colour Print; 170 x 206,2 cm, Deutsche Börse Photography Foundation, Eschborn
Textmaterial
Zusatzinformation zum Werk „Quarantania I“ von Bourgeois:
Der Titel „Quarantania“ lässt sich vom Begriff Quarantäne (Isolation) ableiten.
Nach ihrem Umzug nach New York 1938 beginnt Bourgeois an indianische Totempfähle erinnernde Holzskulpturen anzufertigen, die sie später „Personnages“ [Personen/Figuren] nennt. [...] Diese abstrahierten Figuren, erklärt Bourgeois, haben nichts mit Skulptur zu tun, sie sind vielmehr Manifestationen von Heimweh.
Jedes der Elemente war ursprünglich ein autonomes Werk: die zentrale Figur, „Woman with Packages“ (engl. Frau mit Paketen, 1947 – 1949) wird umringt von vier Variationen von Bourgeois' Plastik Shuttle Woman [Weaving Shuttles = Webschiffchen, traditionelles Werkzeug des Weberhandwerks] (siehe Abbildung 4).
Autorentext
Zusatzinformation Zitat Thomas Struths zu den Familienportraits:
„Es hat einen beruhigenden Effekt, wenn man die Mitglieder einer Familie so nebeneinanderstellt, dass wir ihre Unterschiede betrachten können. Es ist, als würden sie sich von der Idee verabschieden, dass ihre Familie, was immer sie sein mag, etwas Bestimmtes, etwas Anderes hätte sein müssen. Wir sehen die Familienmitglieder in einem Moment, wo es ihnen gelingt, sich gegenseitig so zu akzeptieren, wie sie sind.“
Quelle: Konigsberg, Eric. „Blutsbande: Die Familienportraits von Thomas Struth“ (2008). aus: Texte zum Werk von Thomas Struth. Schirmer/Mosel, 2009. S. 254
2. Analysieren Sie die formale Gestaltung der beiden Werke. Gehen Sie dabei vor allem auf die folgenden Gesichtspunkte ein:
bzgl. Bourgeois: Körper-Raum-Bezug, Oberflächenbeschaffenheit und Materialität, Farbe und Form, gestalterische Ausführung von Figuren und Umraum in Bezug auf deren Abbildhaftigkeit.
bzgl. Struth: Bildfläche und Bildraum (einschließlich der Richtungsbezüge), Kameraperspektive, Farbe, Lichtführung.
Untersuchen Sie zu Beginn mithilfe analysierender Skizzen die Aspekte „Körper-Raum-Bezug“ bei Bourgeois sowie „Bildfläche und Bildraum (einschließlich der Richtungsbezüge)“ bei Struth und beziehen Sie die so gewonnenen Erkenntnisse erläuternd in Ihre Analyse ein. [44 Punkte]
Skizzen
a)
b)
c)
d)
e)
f)
g)
h)
Aufgabe 1 - 3: Vergleichende Interpretation zweie… · Vergleichende Interpretation zweier Werke
Materialgrundlage
Bildmaterial
Abbildung 1: Louise Bourgeois, „Quarantania I“, 1947 – 1953 (zusammengefügt von der Künstlerin 1981), bemaltes Holz auf Holzsockel, Höhe: 206,4 cm einschließlich Sockel von 15,2 x 69,1 x 68,6 cm, Museum of Modern Art (MoMA), New York
Abbildung 2 (von schräg rechts): siehe oben
Abbildung 3 (von schräg links): siehe oben
Abbildung 4: Webschiffchen
Abbildung 5: Thomas Struth, „The Consolandi family I, Mailand 1996“, 1996/2014, Chromogenic Colour Print; 170 x 206,2 cm, Deutsche Börse Photography Foundation, Eschborn
Textmaterial
Zusatzinformation zum Werk „Quarantania I“ von Bourgeois:
Der Titel „Quarantania“ lässt sich vom Begriff Quarantäne (Isolation) ableiten.
Nach ihrem Umzug nach New York 1938 beginnt Bourgeois an indianische Totempfähle erinnernde Holzskulpturen anzufertigen, die sie später „Personnages“ [Personen/Figuren] nennt. [...] Diese abstrahierten Figuren, erklärt Bourgeois, haben nichts mit Skulptur zu tun, sie sind vielmehr Manifestationen von Heimweh.
Jedes der Elemente war ursprünglich ein autonomes Werk: die zentrale Figur, „Woman with Packages“ (engl. Frau mit Paketen, 1947 – 1949) wird umringt von vier Variationen von Bourgeois' Plastik Shuttle Woman [Weaving Shuttles = Webschiffchen, traditionelles Werkzeug des Weberhandwerks] (siehe Abbildung 4).
Autorentext
Zusatzinformation Zitat Thomas Struths zu den Familienportraits:
„Es hat einen beruhigenden Effekt, wenn man die Mitglieder einer Familie so nebeneinanderstellt, dass wir ihre Unterschiede betrachten können. Es ist, als würden sie sich von der Idee verabschieden, dass ihre Familie, was immer sie sein mag, etwas Bestimmtes, etwas Anderes hätte sein müssen. Wir sehen die Familienmitglieder in einem Moment, wo es ihnen gelingt, sich gegenseitig so zu akzeptieren, wie sie sind.“
Quelle: Konigsberg, Eric. „Blutsbande: Die Familienportraits von Thomas Struth“ (2008). aus: Texte zum Werk von Thomas Struth. Schirmer/Mosel, 2009. S. 254
3. Interpretieren Sie beide Werke im Vergleich und stützen Sie sich dabei auf die Ergebnisse Ihrer vorherigen Analysen.
Erläutern Sie in diesem Kontext mithilfe der Zusatzinformationen, wie sich die künstlerischen Sichtweisen von Louise Bourgeois und Thomas Struth auf das Motiv der Familie, das in den beiden Werken jeweils sichtbar wird, voneinander unterscheiden.
Berücksichtigen Sie dabei Ihr Wissen über die Arbeitsweisen von Bourgeois und Struth, auch im Hinblick auf weitere Werke der Künstlerin und des Künstlers, die Sie kennen. [32 Punkte]
a)
b)
c)
Aufgabe 2 - 1: Werkbeschreibung · Werkbeschreibung
Materialgrundlage
Bildmaterial
Abbildung 1: Max Ernst, „Die schwankende Frau“, 1923, Öl auf Leinwand, 130,5 x 97,5 cm, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
Abbildung 2: Hannah Höch, „Am Nil II“, 1940, Collage aus Reproduktionen auf Papier, 31 x 23,2 cm, Privatbesitz
Abbildung 3: Darstellungen aus dem französischen Magazin „La Nature“ von 1887 und 1890. Gaston, Tissandier (Autor), Masson, G. (Hrsg.), Paris
Textmaterial
Zusatzinformationen zum Werk „Die schwankende Frau“ von Max Ernst
zu Abbildung 1:
Das Gemälde „Die schwankende Frau“ ist eine versteckte Anspielung auf das klassische Thema der Glücksgöttin Fortuna.
In der Neuzeit wird Fortuna häufig als blinde, meist unbekleidete Frauengestalt dargestellt, die auf einer Kugel tänzelnd durch die Lüfte schwebt oder über das Meer gleitet. Als unberechenbare und wankelmütige Göttin lenkt Fortuna das Schicksal der Menschen und verteilt wahllos Glück oder Unglück. (Autorentext)
zur Abbildung 3 (Illustrationen aus dem Magazin La Nature):
Das Werk greift zwei Illustrationen der Zeitschrift La Nature auf. Zum einen wird eine amerikanische Artistin, die mittels Saugnapfschuhen an einer Decke geht, abgebildet. Zum anderen wird eine Maschine zur Ausbringung von Öl auf das Meer gezeigt, um den Seegang zu beruhigen. (Autorentext)
Biografisches:
Im Jahr 1921 lernten Max Ernst und seine Frau das Ehepaar Paul und Gala Éluard kennen. Ernst fühlte sich zu der schönen Gala stark hingezogen und beide kamen sich näher, was ihr Ehemann Paul zunächst tolerierte. Doch diese offen gelebte Liebesbeziehung, die zugleich das Ende von Ernsts Ehe bedeutete, wurde für alle Beteiligten zunehmend zur Belastung; die Affäre endete 1924. (Autorentext)
Zusatzinformationen zum Werk „Am Nil II“ von Hannah Höch
zu Abbildung 2 (Hannah Höch):
Die hier eingefügte Abbildung einer Frau geht auf eine Plastik einer Schutzgöttin aus dem alten Ägypten zurück. (Autorentext)
Biographisches:
Nach dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges im Jahre 1939 zog Hannah Höch an den Stadtrand von Berlin. Dort fand sie Schutz nicht nur für sich, sondern auch für ihre Kunst, die unter den Nationalsozialisten als „entartet“ galt. Sie versuchte während der NS-Zeit möglichst unauffällig zu leben, ohne jedoch dabei ihre eigene Gesinnung aufzugeben. Sie schätze an diesem Zufluchtsort besonders den Garten, der in den nächsten Jahren für Nahrung sorgte, ihr Lebensenergie gab und als Inspirationsquelle diente. (Autorentext)
1. Beschreiben Sie die beiden Werke „Die schwankende Frau“ von Max Ernst sowie „Am Nil II“ von Hannah Höch und ziehen Sie dabei die Zusatzinformationen heran. (13 Punkte)
a)
b)
Aufgabe 2 - 2: Formanalyse mit analysierender Ski… · Formanalyse mit analysierender Skizze
Materialgrundlage
Bildmaterial
Abbildung 1: Max Ernst, „Die schwankende Frau“, 1923, Öl auf Leinwand, 130,5 x 97,5 cm, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
Abbildung 2: Hannah Höch, „Am Nil II“, 1940, Collage aus Reproduktionen auf Papier, 31 x 23,2 cm, Privatbesitz
Abbildung 3: Darstellungen aus dem französischen Magazin „La Nature“ von 1887 und 1890. Gaston, Tissandier (Autor), Masson, G. (Hrsg.), Paris
Textmaterial
Zusatzinformationen zum Werk „Die schwankende Frau“ von Max Ernst
zu Abbildung 1:
Das Gemälde „Die schwankende Frau“ ist eine versteckte Anspielung auf das klassische Thema der Glücksgöttin Fortuna.
In der Neuzeit wird Fortuna häufig als blinde, meist unbekleidete Frauengestalt dargestellt, die auf einer Kugel tänzelnd durch die Lüfte schwebt oder über das Meer gleitet. Als unberechenbare und wankelmütige Göttin lenkt Fortuna das Schicksal der Menschen und verteilt wahllos Glück oder Unglück. (Autorentext)
zur Abbildung 3 (Illustrationen aus dem Magazin La Nature):
Das Werk greift zwei Illustrationen der Zeitschrift La Nature auf. Zum einen wird eine amerikanische Artistin, die mittels Saugnapfschuhen an einer Decke geht, abgebildet. Zum anderen wird eine Maschine zur Ausbringung von Öl auf das Meer gezeigt, um den Seegang zu beruhigen. (Autorentext)
Biografisches:
Im Jahr 1921 lernten Max Ernst und seine Frau das Ehepaar Paul und Gala Éluard kennen. Ernst fühlte sich zu der schönen Gala stark hingezogen und beide kamen sich näher, was ihr Ehemann Paul zunächst tolerierte. Doch diese offen gelebte Liebesbeziehung, die zugleich das Ende von Ernsts Ehe bedeutete, wurde für alle Beteiligten zunehmend zur Belastung; die Affäre endete 1924. (Autorentext)
Zusatzinformationen zum Werk „Am Nil II“ von Hannah Höch
zu Abbildung 2 (Hannah Höch):
Die hier eingefügte Abbildung einer Frau geht auf eine Plastik einer Schutzgöttin aus dem alten Ägypten zurück. (Autorentext)
Biographisches:
Nach dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges im Jahre 1939 zog Hannah Höch an den Stadtrand von Berlin. Dort fand sie Schutz nicht nur für sich, sondern auch für ihre Kunst, die unter den Nationalsozialisten als „entartet“ galt. Sie versuchte während der NS-Zeit möglichst unauffällig zu leben, ohne jedoch dabei ihre eigene Gesinnung aufzugeben. Sie schätze an diesem Zufluchtsort besonders den Garten, der in den nächsten Jahren für Nahrung sorgte, ihr Lebensenergie gab und als Inspirationsquelle diente. (Autorentext)
2. Analysieren Sie die formale Gestaltung der beiden Werke und gehen Sie dabei vor allem auf die folgenden Aspekte ein: Bildfläche,
Bildraum,
Farbe und Form,
gestalterische Ausführung von Figur und Umraum in Bezug auf deren Abbildhaftigkeit.
Untersuchen Sie als Erstes den Aspekt „Bildfläche“ anhand analysierender Skizzen und beziehen Sie die daraus gewonnenen Ergebnisse erläuternd in Ihre Analyse ein. (43 Punkte)
a)
b)
c)
d)
e)
Aufgabe 2 - 3: Vergleichende Interpretation zweie… · Vergleichende Interpretation zweier Werke
Materialgrundlage
Bildmaterial
Abbildung 1: Max Ernst, „Die schwankende Frau“, 1923, Öl auf Leinwand, 130,5 x 97,5 cm, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
Abbildung 2: Hannah Höch, „Am Nil II“, 1940, Collage aus Reproduktionen auf Papier, 31 x 23,2 cm, Privatbesitz
Abbildung 3: Darstellungen aus dem französischen Magazin „La Nature“ von 1887 und 1890. Gaston, Tissandier (Autor), Masson, G. (Hrsg.), Paris
Textmaterial
Zusatzinformationen zum Werk „Die schwankende Frau“ von Max Ernst
zu Abbildung 1:
Das Gemälde „Die schwankende Frau“ ist eine versteckte Anspielung auf das klassische Thema der Glücksgöttin Fortuna.
In der Neuzeit wird Fortuna häufig als blinde, meist unbekleidete Frauengestalt dargestellt, die auf einer Kugel tänzelnd durch die Lüfte schwebt oder über das Meer gleitet. Als unberechenbare und wankelmütige Göttin lenkt Fortuna das Schicksal der Menschen und verteilt wahllos Glück oder Unglück. (Autorentext)
zur Abbildung 3 (Illustrationen aus dem Magazin La Nature):
Das Werk greift zwei Illustrationen der Zeitschrift La Nature auf. Zum einen wird eine amerikanische Artistin, die mittels Saugnapfschuhen an einer Decke geht, abgebildet. Zum anderen wird eine Maschine zur Ausbringung von Öl auf das Meer gezeigt, um den Seegang zu beruhigen. (Autorentext)
Biografisches:
Im Jahr 1921 lernten Max Ernst und seine Frau das Ehepaar Paul und Gala Éluard kennen. Ernst fühlte sich zu der schönen Gala stark hingezogen und beide kamen sich näher, was ihr Ehemann Paul zunächst tolerierte. Doch diese offen gelebte Liebesbeziehung, die zugleich das Ende von Ernsts Ehe bedeutete, wurde für alle Beteiligten zunehmend zur Belastung; die Affäre endete 1924. (Autorentext)
Zusatzinformationen zum Werk „Am Nil II“ von Hannah Höch
zu Abbildung 2 (Hannah Höch):
Die hier eingefügte Abbildung einer Frau geht auf eine Plastik einer Schutzgöttin aus dem alten Ägypten zurück. (Autorentext)
Biographisches:
Nach dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges im Jahre 1939 zog Hannah Höch an den Stadtrand von Berlin. Dort fand sie Schutz nicht nur für sich, sondern auch für ihre Kunst, die unter den Nationalsozialisten als „entartet“ galt. Sie versuchte während der NS-Zeit möglichst unauffällig zu leben, ohne jedoch dabei ihre eigene Gesinnung aufzugeben. Sie schätze an diesem Zufluchtsort besonders den Garten, der in den nächsten Jahren für Nahrung sorgte, ihr Lebensenergie gab und als Inspirationsquelle diente. (Autorentext)
3. Interpretieren Sie die beiden Werke, indem Sie sich auf Ihre bisherigen Analyseergebnisse stützen und die Zusatzinformationen berücksichtigen. Ziehen Sie hierfür zudem Ihr Wissen über mögliche biografische sowie gesellschaftlich-historische Zusammenhänge heran.
Erläutern Sie in diesem Kontext, mit welchen künstlerischen Verfahren und Strategien die beiden vorliegenden Bilder entstanden sind und wie sich das jeweilige Werk zur Wirklichkeit verhält. (34 Punkte)
a)
b)
c)
Du kannst auch nach Themen lernen
Übe ein Thema mit gemischten Aufgaben aus den Prüfungen aller Jahre.
- Werkbeschreibung · 28 Aufgaben · 90 % Wahrscheinlichkeit
- Formanalyse mit analysierender Skizze · 28 Aufgaben · 90 % Wahrscheinlichkeit
- Vergleichende Interpretation zweier Werke · 18 Aufgaben · 65 % Wahrscheinlichkeit
- Interpretation am Einzelwerk · 10 Aufgaben · 50 % Wahrscheinlichkeit
- Künstlerische Verfahren und Positionen erläutern · 6 Aufgaben · 45 % Wahrscheinlichkeit
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