Aufgabe 2 - 2: Formanalyse mit analysierender Ski… · Abitur NRW Kunst LK · Nachtermin 2022
Thema: Formanalyse mit analysierender Skizze · Aus der Prüfung LK · Nachtermin (2022)
Aufgabenstellung
Materialgrundlage
Bildmaterial
Abbildung 1: Max Ernst, „Die schwankende Frau“, 1923, Öl auf Leinwand, 130,5 x 97,5 cm, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
Abbildung 2: Hannah Höch, „Am Nil II“, 1940, Collage aus Reproduktionen auf Papier, 31 x 23,2 cm, Privatbesitz
Abbildung 3: Darstellungen aus dem französischen Magazin „La Nature“ von 1887 und 1890. Gaston, Tissandier (Autor), Masson, G. (Hrsg.), Paris
Textmaterial
Zusatzinformationen zum Werk „Die schwankende Frau“ von Max Ernst
zu Abbildung 1:
Das Gemälde „Die schwankende Frau“ ist eine versteckte Anspielung auf das klassische Thema der Glücksgöttin Fortuna.
In der Neuzeit wird Fortuna häufig als blinde, meist unbekleidete Frauengestalt dargestellt, die auf einer Kugel tänzelnd durch die Lüfte schwebt oder über das Meer gleitet. Als unberechenbare und wankelmütige Göttin lenkt Fortuna das Schicksal der Menschen und verteilt wahllos Glück oder Unglück. (Autorentext)
zur Abbildung 3 (Illustrationen aus dem Magazin La Nature):
Das Werk greift zwei Illustrationen der Zeitschrift La Nature auf. Zum einen wird eine amerikanische Artistin, die mittels Saugnapfschuhen an einer Decke geht, abgebildet. Zum anderen wird eine Maschine zur Ausbringung von Öl auf das Meer gezeigt, um den Seegang zu beruhigen. (Autorentext)
Biografisches:
Im Jahr 1921 lernten Max Ernst und seine Frau das Ehepaar Paul und Gala Éluard kennen. Ernst fühlte sich zu der schönen Gala stark hingezogen und beide kamen sich näher, was ihr Ehemann Paul zunächst tolerierte. Doch diese offen gelebte Liebesbeziehung, die zugleich das Ende von Ernsts Ehe bedeutete, wurde für alle Beteiligten zunehmend zur Belastung; die Affäre endete 1924. (Autorentext)
Zusatzinformationen zum Werk „Am Nil II“ von Hannah Höch
zu Abbildung 2 (Hannah Höch):
Die hier eingefügte Abbildung einer Frau geht auf eine Plastik einer Schutzgöttin aus dem alten Ägypten zurück. (Autorentext)
Biographisches:
Nach dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges im Jahre 1939 zog Hannah Höch an den Stadtrand von Berlin. Dort fand sie Schutz nicht nur für sich, sondern auch für ihre Kunst, die unter den Nationalsozialisten als „entartet“ galt. Sie versuchte während der NS-Zeit möglichst unauffällig zu leben, ohne jedoch dabei ihre eigene Gesinnung aufzugeben. Sie schätze an diesem Zufluchtsort besonders den Garten, der in den nächsten Jahren für Nahrung sorgte, ihr Lebensenergie gab und als Inspirationsquelle diente. (Autorentext)
2. Analysieren Sie die formale Gestaltung der beiden Werke und gehen Sie dabei vor allem auf die folgenden Aspekte ein: Bildfläche,
Bildraum,
Farbe und Form,
gestalterische Ausführung von Figur und Umraum in Bezug auf deren Abbildhaftigkeit.
Untersuchen Sie als Erstes den Aspekt „Bildfläche“ anhand analysierender Skizzen und beziehen Sie die daraus gewonnenen Ergebnisse erläuternd in Ihre Analyse ein. (43 Punkte)
a)
b)
c)
d)
e)

Lösung
Nach den offiziellen Korrekturhinweisen
Untersuchen Sie als Erstes den Aspekt „Bildfläche“ anhand analysierender Skizzen.
Lösung: Schlüssige und aussagekräftige Skizzen als Analyseinstrument zu beiden Werken in Bezug auf den Teilaspekt „Bildfläche“.
Analysieren Sie beide Werke sachangemessen in Bezug auf den Aspekt „Bildfläche“ und erläutern Sie dabei die aus den Skizzen gewonnenen Ergebnisse.
Lösung: Vergleichende Analyse des Aspekts Bildfläche bei Max Ernst und Hannah Höch unter Nutzung der Skizzenergebnisse.
Analysieren Sie das Werk sachangemessen im Hinblick auf den Aspekt „Bildraum“.
Lösung: Analyse der Raumkonstruktion und Raumwirkung beider Werke.
Analysieren Sie das Werk sachangemessen im Hinblick auf die Aspekte „Farbe und Form“.
Lösung: Analyse von Farb- und Formbeziehungen, Kontrasten und Duktus beider Werke.
Analysieren Sie das Werk sachangemessen im Hinblick auf die gestalterische Ausführung von Figur und Umraum in Bezug auf deren Abbildhaftigkeit.
Lösung: Analyse des Abbildcharakters und Realitätsbezugs beider Werke.
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