Abitur NRW Kunst 2022 · LK · Haupttermin · Weiterbildungskolleg

Abiturprüfung Kunst in Nordrhein-Westfalen 2022, LK · Haupttermin · Weiterbildungskolleg: 7 Aufgaben mit Lösungen. Themen: Werkbeschreibung. Kostenlos.

Themen der Prüfung: Werkbeschreibung · Formanalyse mit analysierender Skizze · Vergleichende Interpretation zweier Werke · Künstlerische Verfahren und Positionen erläutern

Aufgabe 1 - Teilaufgabe 1 · Werkbeschreibung

Materialgrundlage

Bildmaterial

Abbildung 1: Max Ernst, „Die ganze Stadt“, 1936, Öl auf Leinwand, 97 x 160 cm, Spies/Metken, Privatsammlung, Nils Büttner, Geschichte der Landschaftsmalerei, München: Hirmer 2006

Abbildung 2: Thomas Struth, „Pasaje de 27 Setiembre, (Durchgang des 27. Septembers) Lima“, 2003, Farbfotografie, 44,7 x 57,9 cm

Textmaterial

Zusatzinformationen zu Abbildung 1:

zum Entstehungskontext

Das vorliegende Bild ist Teil einer Serie von zwölf Gemälden zum Motiv Stadt, die Ernst zwischen 1933 und 1937 erstellt hat. Dieses Bild gehört zu einem der beiden letzten Werke der Serie, in der er die Technik der Grattage nutzt. 1922 zog Max Ernst nach Frankreich. 1933 wird seine Kunst unter den Nationalsozialisten in Deutschland als entartet eingestuft. 1941 flieht er vor der Verfolgung in die USA.

Die Grattage ist eine Übertragung der Frottage auf die Malerei und insbesondere die Ölmalerei. (Autorentext)

Zusatzinformationen zu Abbildung 2:

zum Entstehungskontext

Im Jahr 2003 kam Thomas Struth erstmals nach Peru (Südamerika). Die vorliegende Fotografie „Pasaje de 27 Setiembre, Lima“ gehört zur neunteiligen Werkgruppe „unconscious places 2, unbewusste Orte 2“, die er bis heute ständig erweitert.

zum Titel

Am 25. September 1865 erklärte Chile Spanien den Krieg, am 27. September 1865 erklärte Peru sich mit Chile solidarisch. Im Verlauf der Auseinandersetzungen erlangte Südamerika die endgültige Unabhängigkeit von Spanien.

1. Beschreiben Sie die beiden Werke „Die ganze Stadt“ (Max Ernst) sowie „Pasaje de 27 Setiembre, Lima“ (Thomas Struth). [12 Punkte]

Aufgabe 1 - Teilaufgabe 2 · Formanalyse mit analysierender Skizze

Materialgrundlage

Bildmaterial

Abbildung 1: Max Ernst, „Die ganze Stadt“, 1936, Öl auf Leinwand, 97 x 160 cm, Spies/Metken, Privatsammlung, Nils Büttner, Geschichte der Landschaftsmalerei, München: Hirmer 2006

Abbildung 2: Thomas Struth, „Pasaje de 27 Setiembre, (Durchgang des 27. Septembers) Lima“, 2003, Farbfotografie, 44,7 x 57,9 cm

Textmaterial

Zusatzinformationen zu Abbildung 1:

zum Entstehungskontext

Das vorliegende Bild ist Teil einer Serie von zwölf Gemälden zum Motiv Stadt, die Ernst zwischen 1933 und 1937 erstellt hat. Dieses Bild gehört zu einem der beiden letzten Werke der Serie, in der er die Technik der Grattage nutzt. 1922 zog Max Ernst nach Frankreich. 1933 wird seine Kunst unter den Nationalsozialisten in Deutschland als entartet eingestuft. 1941 flieht er vor der Verfolgung in die USA.

Die Grattage ist eine Übertragung der Frottage auf die Malerei und insbesondere die Ölmalerei. (Autorentext)

Zusatzinformationen zu Abbildung 2:

zum Entstehungskontext

Im Jahr 2003 kam Thomas Struth erstmals nach Peru (Südamerika). Die vorliegende Fotografie „Pasaje de 27 Setiembre, Lima“ gehört zur neunteiligen Werkgruppe „unconscious places 2, unbewusste Orte 2“, die er bis heute ständig erweitert.

zum Titel

Am 25. September 1865 erklärte Chile Spanien den Krieg, am 27. September 1865 erklärte Peru sich mit Chile solidarisch. Im Verlauf der Auseinandersetzungen erlangte Südamerika die endgültige Unabhängigkeit von Spanien.

2. Analysieren und vergleichen Sie die formale Gestaltung der beiden Werke. Gehen Sie dabei vor allem auf folgende Aspekte ein: Bildfläche,

Bildraum (unter Einbezug des Betrachterstandpunkts bei Ernst und Struth),

Farbe (einschließlich Lichtführung),

Form,

malerisch-gestalterische bzw. fotografisch-gestalterische Ausführung der Bildgegenstände sowie des Umraums in Bezug auf deren Abbildhaftigkeit.

Untersuchen Sie als Erstes die Aspekte „Bildfläche“ und „Form“ anhand analysierender Skizzen. Beziehen Sie die so gewonnenen Ergebnisse erläuternd in Ihre Analyse ein. [44 Punkte]

Skizzen:

Analyse:

Aufgabe 1 - Teilaufgabe 3 · Vergleichende Interpretation zweier Werke

Materialgrundlage

Bildmaterial

Abbildung 1: Max Ernst, „Die ganze Stadt“, 1936, Öl auf Leinwand, 97 x 160 cm, Spies/Metken, Privatsammlung, Nils Büttner, Geschichte der Landschaftsmalerei, München: Hirmer 2006

Abbildung 2: Thomas Struth, „Pasaje de 27 Setiembre, (Durchgang des 27. Septembers) Lima“, 2003, Farbfotografie, 44,7 x 57,9 cm

Textmaterial

Zusatzinformationen zu Abbildung 1:

zum Entstehungskontext

Das vorliegende Bild ist Teil einer Serie von zwölf Gemälden zum Motiv Stadt, die Ernst zwischen 1933 und 1937 erstellt hat. Dieses Bild gehört zu einem der beiden letzten Werke der Serie, in der er die Technik der Grattage nutzt. 1922 zog Max Ernst nach Frankreich. 1933 wird seine Kunst unter den Nationalsozialisten in Deutschland als entartet eingestuft. 1941 flieht er vor der Verfolgung in die USA.

Die Grattage ist eine Übertragung der Frottage auf die Malerei und insbesondere die Ölmalerei. (Autorentext)

Zusatzinformationen zu Abbildung 2:

zum Entstehungskontext

Im Jahr 2003 kam Thomas Struth erstmals nach Peru (Südamerika). Die vorliegende Fotografie „Pasaje de 27 Setiembre, Lima“ gehört zur neunteiligen Werkgruppe „unconscious places 2, unbewusste Orte 2“, die er bis heute ständig erweitert.

zum Titel

Am 25. September 1865 erklärte Chile Spanien den Krieg, am 27. September 1865 erklärte Peru sich mit Chile solidarisch. Im Verlauf der Auseinandersetzungen erlangte Südamerika die endgültige Unabhängigkeit von Spanien.

3. Interpretieren Sie die Werke im Vergleich, indem Sie sich auf Ihre bisherigen Untersuchungsergebnisse stützen und die Zusatzinformationen berücksichtigen. Ziehen Sie dabei Ihr Wissen über wichtige individuell-biografische und gesellschaftliche Aspekte heran. [18 Punkte]

Aufgabe 1 - Teilaufgabe 4 · Künstlerische Verfahren und Positionen erläutern

Materialgrundlage

Bildmaterial

Abbildung 1: Max Ernst, „Die ganze Stadt“, 1936, Öl auf Leinwand, 97 x 160 cm, Spies/Metken, Privatsammlung, Nils Büttner, Geschichte der Landschaftsmalerei, München: Hirmer 2006

Abbildung 2: Thomas Struth, „Pasaje de 27 Setiembre, (Durchgang des 27. Septembers) Lima“, 2003, Farbfotografie, 44,7 x 57,9 cm

Textmaterial

Zusatzinformationen zu Abbildung 1:

zum Entstehungskontext

Das vorliegende Bild ist Teil einer Serie von zwölf Gemälden zum Motiv Stadt, die Ernst zwischen 1933 und 1937 erstellt hat. Dieses Bild gehört zu einem der beiden letzten Werke der Serie, in der er die Technik der Grattage nutzt. 1922 zog Max Ernst nach Frankreich. 1933 wird seine Kunst unter den Nationalsozialisten in Deutschland als entartet eingestuft. 1941 flieht er vor der Verfolgung in die USA.

Die Grattage ist eine Übertragung der Frottage auf die Malerei und insbesondere die Ölmalerei. (Autorentext)

Zusatzinformationen zu Abbildung 2:

zum Entstehungskontext

Im Jahr 2003 kam Thomas Struth erstmals nach Peru (Südamerika). Die vorliegende Fotografie „Pasaje de 27 Setiembre, Lima“ gehört zur neunteiligen Werkgruppe „unconscious places 2, unbewusste Orte 2“, die er bis heute ständig erweitert.

zum Titel

Am 25. September 1865 erklärte Chile Spanien den Krieg, am 27. September 1865 erklärte Peru sich mit Chile solidarisch. Im Verlauf der Auseinandersetzungen erlangte Südamerika die endgültige Unabhängigkeit von Spanien.

4. Erläutern Sie, welche künstlerischen Verfahren und Strategien in den beiden vorliegenden Werken jeweils zum Einsatz kommen, um Wirklichkeit zu konstruieren, und stellen Sie die Unterschiede heraus. [16 Punkte]

Aufgabe 2 - Teilaufgabe 1 · Werkbeschreibung

Abiturprüfung 2022 – Kunst, Leistungskurs

KU LK HT 2 (W1)

Materialgrundlage:

Bildmaterial:

Abbildung 1: Edvard Munch: Am Kaffeetisch, 1883; Öl auf Leinwand, 45 x 77,5 cm; Munch-Museum, Oslo

Abbildung 2: Thomas Struth: Eleonor und Giles Robertson, Edinburgh, 1987; Chromogener Abzug, 68 x 86,0 cm

Textmaterial:

Zusatzinformationen zu Abbildung 1:

Zur Biografie von Edvard Munch In den frühen 1880er Jahren widmet sich Edvard Munch (1863 – 1944) in seiner Malerei unter anderem der Wiedergabe von Szenen aus dem Alltag.

(Autorentext)

Zusatzinformationen zu Abbildung 2:

Zitat von Thomas Struth „Ja, der Unterschied [zum konventionell aufgenommenen Familienbild] daran ist, dass ich das [...] nach gewissen Regeln aufbaue und dass ich mir in dem Prozess, wo ich mit der Familie zu tun habe, irgendwie ein Bild mache, was an der Konstellation [...] irgendwie interessant sein könnte.“

Quelle: Harfensteller-Rufenach, Ann-Katrin: Dazwischen-Sein. Familienporträts von Thomas Struth und jüngere Positionen in der Fotokunst in Deutschland. Würzburg: Königshausen & Neumann 2020. S. 119

Zugelassene Hilfsmittel:

Wörterbuch zur deutschen Rechtschreibung

Skizzenpapier, Transparentpapier, Farbstifte, Bleistifte, Lineal

Herkunftssprachliches Wörterbuch für Studierende, deren Herkunftssprache nicht Deutsch ist

1.

Beschreiben Sie die beiden Werke „Am Kaffeetisch“ (Edvard Munch) und „Eleonor und Giles Robertson, Edinburgh“ (Thomas Struth). (12 Punkte)

Aufgabe 2 - Teilaufgabe 2 · Formanalyse mit analysierender Skizze

Abiturprüfung 2022 – Kunst, Leistungskurs

KU LK HT 2 (W1)

Materialgrundlage:

Bildmaterial:

Abbildung 1: Edvard Munch: Am Kaffeetisch, 1883; Öl auf Leinwand, 45 x 77,5 cm; Munch-Museum, Oslo

Abbildung 2: Thomas Struth: Eleonor und Giles Robertson, Edinburgh, 1987; Chromogener Abzug, 68 x 86,0 cm

Textmaterial:

Zusatzinformationen zu Abbildung 1:

Zur Biografie von Edvard Munch In den frühen 1880er Jahren widmet sich Edvard Munch (1863 – 1944) in seiner Malerei unter anderem der Wiedergabe von Szenen aus dem Alltag.

(Autorentext)

Zusatzinformationen zu Abbildung 2:

Zitat von Thomas Struth „Ja, der Unterschied [zum konventionell aufgenommenen Familienbild] daran ist, dass ich das [...] nach gewissen Regeln aufbaue und dass ich mir in dem Prozess, wo ich mit der Familie zu tun habe, irgendwie ein Bild mache, was an der Konstellation [...] irgendwie interessant sein könnte.“

Quelle: Harfensteller-Rufenach, Ann-Katrin: Dazwischen-Sein. Familienporträts von Thomas Struth und jüngere Positionen in der Fotokunst in Deutschland. Würzburg: Königshausen & Neumann 2020. S. 119

Zugelassene Hilfsmittel:

Wörterbuch zur deutschen Rechtschreibung

Skizzenpapier, Transparentpapier, Farbstifte, Bleistifte, Lineal

Herkunftssprachliches Wörterbuch für Studierende, deren Herkunftssprache nicht Deutsch ist

2.

Analysieren und vergleichen Sie die Werke hinsichtlich ihrer formalen Gestaltung. Gehen Sie dabei vor allem auf die folgenden Aspekte ein: Bildfläche,

Bildraum (unter Einbezug des Betrachterstandpunkts),

Farbe (einschließlich Lichtführung),

Form,

malerisch-gestalterische bzw. fotografisch-gestalterische Ausführung von Figur und Umraum.

Untersuchen Sie als Erstes den Aspekt „Bildfläche“ mithilfe analysierender Skizzen. Erläutern Sie in Ihrer Analyse, welche Erkenntnisse Sie daraus gewonnen haben, und beziehen Sie diese ein. (45 Punkte)

Aufgabe 2 - Teilaufgabe 3 · Vergleichende Interpretation zweier Werke

Abiturprüfung 2022 – Kunst, Leistungskurs

KU LK HT 2 (W1)

Materialgrundlage:

Bildmaterial:

Abbildung 1: Edvard Munch: Am Kaffeetisch, 1883; Öl auf Leinwand, 45 x 77,5 cm; Munch-Museum, Oslo

Abbildung 2: Thomas Struth: Eleonor und Giles Robertson, Edinburgh, 1987; Chromogener Abzug, 68 x 86,0 cm

Textmaterial:

Zusatzinformationen zu Abbildung 1:

Zur Biografie von Edvard Munch In den frühen 1880er Jahren widmet sich Edvard Munch (1863 – 1944) in seiner Malerei unter anderem der Wiedergabe von Szenen aus dem Alltag.

(Autorentext)

Zusatzinformationen zu Abbildung 2:

Zitat von Thomas Struth „Ja, der Unterschied [zum konventionell aufgenommenen Familienbild] daran ist, dass ich das [...] nach gewissen Regeln aufbaue und dass ich mir in dem Prozess, wo ich mit der Familie zu tun habe, irgendwie ein Bild mache, was an der Konstellation [...] irgendwie interessant sein könnte.“

Quelle: Harfensteller-Rufenach, Ann-Katrin: Dazwischen-Sein. Familienporträts von Thomas Struth und jüngere Positionen in der Fotokunst in Deutschland. Würzburg: Königshausen & Neumann 2020. S. 119

Zugelassene Hilfsmittel:

Wörterbuch zur deutschen Rechtschreibung

Skizzenpapier, Transparentpapier, Farbstifte, Bleistifte, Lineal

Herkunftssprachliches Wörterbuch für Studierende, deren Herkunftssprache nicht Deutsch ist

3.

Interpretieren Sie beide Werke, indem Sie sich auf Ihre bisherigen Untersuchungsergebnisse stützen und die Zusatzinformationen berücksichtigen. Ziehen Sie dabei auch Ihr Wissen über die Künstler und deren weitere Werke heran.

Nehmen Sie zum Schluss vergleichend Stellung dazu, welches künstlerische Darstellungsinteresse sich hinsichtlich des in dem jeweiligen Werk gezeigten Paarmotivs erkennen lässt.

Beachten Sie dabei vor allem den Aspekt der Konstruktion von Wirklichkeit in individuellen und gesellschaftlichen Kontexten. (33 Punkte)

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