Aufgabe 2 · Abitur NRW Physik LK · Spektroskopie 2026

Thema: Interferenz von Licht und Mikrowellen · Aus der Prüfung LK · Spektroskopie (2026)

Aufgabenstellung

2 Das kontinuierliche Spektrum der Sonne soll modellhaft behandelt werden. Durch die Bestrahlung eines optischen Gitters mit dem weißen Licht einer Experimentierleuchte entsteht das in Material 4 dargestellte Schirmbild.

Material 4: Interferenz von weißem Licht

Das Spektrum des weißen Lichts einer Experimentierleuchte wird in einem Versuchsaufbau mit einem optischen Gitter auf einem Schirm abgebildet. In der Abbildung 4 ist ein Abschnitt des dabei entstehenden Schirmbildes dargestellt, in dem die Bereiche A, B und C jeweils mit einem schwarzen Rahmen gekennzeichnet sind.

a)

Erklären Sie das Zustandekommen des Schirmbildes im Bereich A und das Zustandekommen des Schirmbildes in den Bereichen B.

b)

Im Bereich C des Schirmbildes beobachtet man eine Veränderung des Farbeindrucks, da sich zum Beispiel die Maxima 2. Ordnung roten Lichtes mit den Maxima 3. Ordnung grünen Lichtes überlagern. Somit ist die Bestimmung von Wellenlängen im Bereich C nicht mehr eindeutig.

Überprüfen Sie durch Betrachtung der Beugungswinkel, ob es bei der Verwendung eines Gitters der Gitterkonstante g=3,70⋅10−6 mg = 3{,}70\cdot 10^{-6}\text{ m} im Bereich C zur beschriebenen Überlagerung von rotem Licht mit grünem Licht der Wellenlänge λ=510 nm\lambda = 510\text{ nm} kommt.

Ja

Nein

c)

Beurteilen Sie, ob durch Tausch des Gitters mit einem Gitter anderer Gitterkonstante das Zusammenfallen von Maxima verschiedener Farben verhindert werden kann.

Ja

Nein

Aufgabenstellung: Aufgabe 2 · Abitur NRW Physik LK · Spektroskopie 2026

Lösung

Nach den offiziellen Korrekturhinweisen

a) Erklären Sie das Zustandekommen des Schirmbildes im Bereich A

Lösung: Im auf das Gitter auftreffenden weißen Licht kommen verschiedene Wellenlängen vor. Da gemäß der Winkelbeziehung die Winkel, unter denen die Maxima 0. Ordnung erscheinen, für alle Wellenlängen 0∘0^\circ betragen, fallen diese Maxima an einem Ort zusammen. Die Überlagerung aller Wellenlängen führt zum weißen Lichtstreifen.

a) Erklären Sie das Zustandekommen des Schirmbildes in den Bereichen B

Lösung: Der Winkel, unter dem ein Maximum erscheint, hängt gemäß sin⁡αk=k⋅λg\sin \alpha_k = \frac{k\cdot \lambda}{g} von der Wellenlänge ab. Dabei entstehen die Maxima 1. Ordnung verschiedener Spektralfarben nicht am gleichen Ort, sondern nebeneinander. Der Beugungswinkel ist umso größer, je größer die Wellenlänge ist. Die Spektralfarben des sichtbaren Lichts erstrecken sich von Rot bis Violett, wobei rotes Licht die größte und violettes Licht die kleinste Wellenlänge hat. Daher erscheint an den inneren Rändern der Bereiche B Violett und an den äußeren Rändern Rot. Die beiden Kontinua des Bereiches B sind folglich zueinander gespiegelt.

b) Beugungswinkel für das Maximum 3. Ordnung des grünen Lichtes (510 nm)

Lösung: 24,4∘24{,}4^\circ

b) Maximaler Beugungswinkel für das Maximum 2. Ordnung roten Lichtes

Lösung: 24,9∘24{,}9^\circ

b) Überprüfen Sie, ob es im Bereich C zur Überlagerung von rotem Licht mit grünem Licht kommt

Lösung: Ja, es kommt zur Überlagerung, da α2,rot=24,9∘>α3,gru¨n=24,4∘\alpha_{2,\text{rot}} = 24{,}9^\circ > \alpha_{3,\text{grün}} = 24{,}4^\circ.

c) Beurteilen Sie, ob durch Tausch des Gitters das Zusammenfallen von Maxima verschiedener Farben verhindert werden kann

Lösung: Nein, das Zusammenfallen kann nicht verhindert werden, da die Bedingung für das Zusammenfallen unabhängig von der Gitterkonstante gg ist: λrot=32λ\lambda_\text{rot} = \frac{3}{2}\lambda.

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