Aufgabe 1 · Abitur NRW Physik GK · Laserpointer 2025

Thema: Interferenz von Licht und Mikrowellen · Aus der Prüfung GK · Laserpointer (2025)

Aufgabenstellung

Untersuchung eines grünen Laserpointers

Laserpointer werden häufig bei Präsentationen genutzt. Während qualitativ hochwertige Laserpointer in der Regel ungefährlich sind, gibt es leider auch minderwertige Laserpointer, von denen Gefahren ausgehen können.

Der Strahl eines Laserpointers wird senkrecht auf einen Doppelspalt gerichtet. Hinter dem Doppelspalt befindet sich ein Schirm.

a)

Beschreiben Sie das Muster auf dem Schirm in Material 1 und erläutern Sie die Entstehung des Musters mit einer geeigneten Modellvorstellung von Licht.

[5 BE]

Material 1: Interferenzmuster des grünen Laserpointers

Die folgende Abbildung zeigt das auf dem Schirm sichtbare Lichtmuster sowie einen Zentimetermaßstab. Der Abstand zwischen Doppelspalt und Schirm beträgt a=7,5 ma = 7{,}5\text{ m}. Der Abstand der Spaltmitten beträgt g=0,40 mmg = 0{,}40\text{ mm}.

b)

Erläutern Sie die Gleichung k⋅λ=g⋅sin⁡(αk)k \cdot \lambda = g \cdot \sin(\alpha_k) zur mathematischen Beschreibung des Maximums kk-ter Ordnung. Ergänzen Sie dazu die Skizze in Material 2 und stellen Sie die Zusammenhänge in einem Text dar.

[6 BE]

Material 2: Beschreibung der konstruktiven Interferenz von Wellen

In der folgenden Skizze bezeichnen gg den Abstand der beiden Spaltmitten, aa den Abstand zwischen Doppelspalt und einer Projektionsfläche, dkd_k den Abstand des kk-ten Maximums vom Maximum 0. Ordnung und αk\alpha_k den Winkel, unter dem das Maximum kk-ter Ordnung erscheint.

Der Abstand gg der beiden Spaltmitten ist bei einem Doppelspaltversuch mit sichtbarem Licht üblicherweise deutlich kleiner als der Abstand aa zwischen Doppelspalt und Schirm.

Aufgabenstellung: Aufgabe 1 · Abitur NRW Physik GK · Laserpointer 2025

Lösung

Nach den offiziellen Korrekturhinweisen

a) Beschreiben Sie das Muster auf dem Schirm in Material 1 und erläutern Sie die Entstehung des Musters mit einer geeigneten Modellvorstellung von Licht.

Lösung: Auf dem Schirm sind mehrere Lichtflecken zu sehen, zwischen denen sich dunkle Bereiche befinden. Es handelt sich um ein Interferenzmuster. Der Abstand je zwei benachbarter Lichtflecken ist in etwa gleich. Jede der Spaltmitten kann jeweils als Ausgangspunkt einer sich (in der Ebene) kreisförmig ausbreitenden Elementarwelle aufgefasst werden. Auf dem Schirm treten Orte maximaler Helligkeit dort auf, wo beide Elementarwellen konstruktiv interferieren. Dazwischen findet man Orte minimaler Helligkeit dort, wo beide Elementarwellen destruktiv interferieren.

b) Erläutern Sie die Gleichung k · λ = g · sin(α_k) zur mathematischen Beschreibung des Maximums k-ter Ordnung und stellen Sie die Zusammenhänge in einem Text dar.

Lösung: Für das Maximum kk-ter Ordnung muss der in der Zeichnung mit Δs\Delta s bezeichnete Gangunterschied ein ganzzahliges Vielfaches der Wellenlänge betragen, d. h. Δs=k⋅λ\Delta s = k \cdot \lambda. Da der Abstand aa viel größer ist als der Abstand gg, hat das grau unterlegte Dreieck (näherungsweise) den Winkel αk\alpha_k im Punkt S1S_1 und einen rechten Winkel im Punkt PP. Damit ist: Δs=g⋅sin⁡(αk)\Delta s = g \cdot \sin(\alpha_k) bzw.: k⋅λ=g⋅sin⁡(αk)k \cdot \lambda = g \cdot \sin(\alpha_k)

b) Ergänzen Sie dazu die Skizze in Material 2.

Lösung: Ergänzung der Skizze: - Einzeichnen des Lotes von S1S_1 auf den Lichtweg von S2S_2 mit dem Fußpunkt PP (rechter Winkel bei PP). - Kennzeichnung des Gangunterschieds Δs\Delta s zwischen S2S_2 und PP. - Kennzeichnung des Winkels αk\alpha_k am Scheitelpunkt S1S_1 im grau hinterlegten rechtwinkligen Dreieck.

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