Aufgabe 1 · Abitur NRW Physik GK · Zuckergehalt von Weintrauben 2026
Thema: Interferenz von Licht und Mikrowellen · Aus der Prüfung GK · Zuckergehalt von Weintrauben (2026)
Aufgabenstellung
2 Material
Material 1: Versuch zur Erzeugung eines Interferenzmusters mit einem Doppelspalt
Monochromatisches Laserlicht trifft senkrecht auf den im Becken befindlichen Doppelspalt.
Der Abstand zwischen Doppelspalt und Schirm beträgt .
Der Spaltmittenabstand beträgt .
Die Beugungswinkel () zu den beobachteten Maxima -ter Ordnung können als klein betrachtet werden.
Material 2: Das Gitter
Ein Gitter ist vereinfacht gesagt eine Aneinanderreihung vieler Doppelspalte, wobei der Abstand der Spaltmitten jeweils beträgt. Für die Lage der Maxima im Interferenzmuster hinter dem Gitter gilt dieselbe Formel wie beim Doppelspalt:
Material 3: Interferenz in Wasser
a) Beugung in Wasser
Das Gitter besitzt den Spaltmittenabstand .
Der Abstand zwischen Gitter und Schirm beträgt .
b) Versuchsergebnis
Material 4: Die Brechzahl
Licht einer bestimmten Frequenz hat in verschiedenen Stoffen verschiedene Wellenlängen.
Das Verhältnis der Wellenlänge des Lichtes in Luft zu der Wellenlänge des Lichtes im Stoff nennt man die Brechzahl des Stoffes:
Material 5: Zuckergehalt von Traubensaft
Die Traubenernte zur Produktion von Wein kann beginnen, wenn sich in den Weintrauben genügend Zucker befindet. Der Zuckergehalt wird in der Einheit „Grad Oechsle“ angegeben. Um einen maximalen Preis für den hergestellten Wein zu erzielen, muss hierfür der ideale Zeitpunkt der Traubenernte gefunden werden. Hierfür muss unter anderem der Zuckergehalt der Weintrauben auf wenige Grad Oechsle genau bestimmt werden können (siehe Tab. 1).
Nimmt der Zuckergehalt (und damit der Oechsle-Grad) des Traubensaftes zu, so steigt auch seine Brechzahl (vgl. M 4) mit der Zuckerkonzentration an (siehe Abb. 6).
Material 6: Ermittlung der Lage der Maxima 1. Ordnung
(i) Aus 73 Grad Oechsle folgt .
(ii) Somit ist .
(iii) Mit folgt .
(iv) Auf dem Schirm liegen die Maxima 1. Ordnung somit ca. entfernt voneinander.
1 Als Vorversuch (siehe M 1) wird das Schirmbild hinter einem Doppelspalt beobachtet, der an der Innenseite eines zunächst luftgefüllten Glasbeckens befestigt ist. Auf dem Schirm entsteht ein Interferenzmuster.
a
Erklären Sie die Entstehung der Maxima des Interferenzmusters auf dem Schirm.
Auf dem Schirm (M 1) misst die Schülergruppe mithilfe eines Geodreiecks für das Maximum 3. Ordnung eine Entfernung von zum Maximum 0. Ordnung. Die Ablesegenauigkeit der Schülergruppe ist auf ganze Millimeter begrenzt.
b
Bestätigen Sie mithilfe einer Rechnung das Ergebnis der Schülergruppe von für die Wellenlänge des verwendeten Lichts.
c
Im Datenblatt des Lasers findet man die Angabe , was vom Wert der Teilaufgabe b abweicht. Beurteilen Sie, ob ein Fehler im Datenblatt vorliegen muss, falls die Messunsicherheit bei der Bestimmung des Maximums 3. Ordnung bei liegt.

Lösung
Nach den offiziellen Korrekturhinweisen
a Erklären Sie die Entstehung der Maxima des Interferenzmusters auf dem Schirm.
Lösung: Licht wird an den beiden Spalten gebeugt. Von jedem Spalt breitet sich eine kreisförmige Welle aus. Diese Wellen überlagern sich anschließend ungestört. Betrachtet man einen Punkt auf dem Schirm, so kann man den Unterschied der Laufwege der beiden, von den Spalten ausgehenden, Wellen bestimmen: den Gangunterschied . Ist der Gangunterschied Null oder ein ganzzahliges Vielfaches der Wellenlänge, so überlagern sich beide Wellen konstruktiv. Dies nimmt man als helle Punkte auf dem Schirm wahr.
b Bestätigen Sie mithilfe einer Rechnung das Ergebnis der Schülergruppe von 0,7 µm für die Wellenlänge des verwendeten Lichts. (Rechnung)
Lösung:
b Bestätigen Sie mithilfe einer Rechnung das Ergebnis der Schülergruppe von 0,7 µm für die Wellenlänge des verwendeten Lichts. (Berechnete Wellenlänge)
Lösung:
c Im Datenblatt des Lasers findet man die Angabe 633 nm, was vom Wert der Teilaufgabe b abweicht. Beurteilen Sie, ob ein Fehler im Datenblatt vorliegen muss, falls die Messunsicherheit bei der Bestimmung des Maximums 3. Ordnung bei +/- 0,5 mm liegt.
Lösung: Aufgrund der vorliegenden Messunsicherheit kann der Wert des Maximums 3. Ordnung zwischen und liegen. Mit diesen Werten würde man folgende Wellenlängen berechnen: Da im Intervall (bzw. ) liegt, muss kein Fehler im Datenblatt vorliegen.
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