Aufgabe 1 - Teilaufgabe 3 (b, c) - Bragg-Reflexion · Abitur NRW Physik LK · Haupttermin · Weiterbildungskolleg 2023

Thema: Interferenz von Licht und Mikrowellen · Aus der Prüfung LK · Haupttermin · Weiterbildungskolleg (2023)

Aufgabenstellung

Teilaufgabe 3: hh-Bestimmung mit einer Röntgenröhre

Röntgenstrahlung wird mithilfe einer Röntgenröhre erzeugt. Abbildung 2 stellt deren schematischen Aufbau dar.

In Abbildung 3 ist schematisch der Versuchsaufbau zu sehen, mit dem die Röntgenstrahlung durch das Drehkristallverfahren nach Bragg genauer untersucht wird.

b)

Erläutern Sie unter Verwendung von Abbildung 3, wie beim Drehkristallverfahren nach Bragg zur Untersuchung von Röntgenstrahlung konstruktive Interferenz zustande kommt.

c)

Leiten Sie anhand der Zeichnung in Abbildung 4 die Bragg-Gleichung 2⋅d⋅sin⁡ϑ=n⋅λ2 \cdot d \cdot \sin\vartheta = n \cdot \lambda her.

Dabei steht dd für den Netzebenenabstand, nn für die Ordnung des Maximums, λ\lambda für die Wellenlänge der Röntgenstrahlung und ϑ\vartheta für den Glanzwinkel, bei dem konstruktive Interferenz auftritt.

Aufgabenstellung: Aufgabe 1 - Teilaufgabe 3 (b, c) - Bragg-Reflexion · Abitur NRW Physik LK · Haupttermin · Weiterbildungskolleg 2023

Lösung

Nach den offiziellen Korrekturhinweisen

b) Erläutern Sie unter Verwendung von Abbildung 3, wie beim Drehkristallverfahren nach Bragg zur Untersuchung von Röntgenstrahlung konstruktive Interferenz zustande kommt.

Lösung: Trifft Röntgenstrahlung auf die Atomrümpfe des Gitters, so wirken die Atomrümpfe als Elementarzentren; die von ihnen ausgehenden Elementarwellen sind (untereinander kohärent und deshalb) interferenzfähig. Sie werden am Beobachtungsort konstruktiv interferieren, wenn ihre Gangunterschiede ganzzahlige Vielfache der Wellenlänge sind. Konstruktive Interferenz tritt unter Winkeln ϑ\vartheta auf, wenn die Gleichung 2⋅d⋅sin⁡ϑ=n⋅λ2 \cdot d \cdot \sin\vartheta = n \cdot \lambda erfüllt ist.

c) Leiten Sie anhand der Zeichnung in Abbildung 4 die Bragg-Gleichung 2 · d · sinϑ = n · λ her.

Lösung: Beugungsmaxima der Ordnung n=1,2,…n = 1, 2, \dots entstehen, wenn der Gangunterschied Δs\Delta s ein ganzzahliges Vielfaches der Wellenlänge λ\lambda ist: Δs=n⋅λ\Delta s = n \cdot \lambda. In der Zeichnung ist Δs=AB‾+BC‾\Delta s = \overline{AB} + \overline{BC}. Weiter gilt für die rechtwinkligen Dreiecke: sin⁡ϑ=AB‾d=BC‾d⇒AB‾=BC‾=d⋅sin⁡ϑ\sin\vartheta = \frac{\overline{AB}}{d} = \frac{\overline{BC}}{d} \Rightarrow \overline{AB} = \overline{BC} = d \cdot \sin\vartheta. Zusammenfassend folgt die Bragg-Gleichung: 2⋅d⋅sin⁡ϑ=n⋅λ2 \cdot d \cdot \sin\vartheta = n \cdot \lambda.

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