Aufgabe 1 - Teilaufgabe 2: Interferenz von Lichtw… · Abitur NRW Physik GK · Haupttermin 2022
Thema: Interferenz von Licht und Mikrowellen · Aus der Prüfung GK · Haupttermin (2022)
Aufgabenstellung
Aufgabenstellung:
Aufgabe: Interferenz von Wasser-, Licht- und Materiewellen
Teilaufgabe 1: Interferenz von Wasserwellen
In einer Wellenwanne werden Wasserwellen betrachtet. Zwei punktförmige Erreger in und senden kreisförmige Wellen aus. Beide Erreger schwingen gleichphasig, haben dieselbe Frequenz und dieselbe Amplitude . In Abbildung 1 sind die Wellenfronten der Wellenberge und Wellentäler für einen bestimmten Zeitpunkt schematisch dargestellt.
Teilaufgabe 2: Interferenz von Lichtwellen
a)
In Abbildung 2 ist ein Versuchsaufbau dargestellt: Laserlicht beleuchtet einen Doppelspalt mit dem Spaltabstand . Auf einem Schirm, der den Abstand vom Doppelspalt hat, entsteht ein Interferenzmuster.
• Nennen Sie, was das Huygens’sche Prinzip aussagt.
• Erklären Sie unter Verwendung des Huygens’schen Prinzips, wie das Interferenzmuster auf dem Schirm zustande kommt.
b)
Der Winkel , unter dem das Maximum -ter Ordnung zu beobachten ist, lässt sich mit den folgenden beiden Gleichungen beschreiben:
Hierbei ist der Abstand zwischen dem Maximum -ter Ordnung und dem Maximum nullter Ordnung.
Erläutern Sie beide Gleichungen anhand einer oder mehrerer aussagekräftiger Skizzen und zeichnen Sie dabei vor allem den Gangunterschied ein.
c)
Der Laser in Abbildung 2 emittiert monochromatisches Licht mit unbekannter Wellenlänge . Die Spaltmitten liegen auseinander, der Schirm ist vom Doppelspalt entfernt. Die beiden Maxima erster Ordnung haben voneinander den Abstand .
Bestimmen Sie die Wellenlänge des Lasers unter Verwendung der Gleichungen aus Aufgabenteil b).
d)
Nun ersetzt man den Doppelspalt durch ein Beugungsgitter und nutzt statt einer monochromatischen Lichtquelle eine Glühlampe. Das Interferenzmuster, das sich auf dem Schirm zeigt, ist in Abbildung 3 dargestellt (Farbausdruck siehe Anlage).
Begründen Sie, warum ein Beugungsgitter das weiße Licht der Glühlampe in ein Farbspektrum zerlegt.
e)
Abbildung 3 zeigt, dass die Farbspektren erster und zweiter Ordnung einander nicht überlappen, während sich die Spektren zweiter und dritter Ordnung überlagern.
• Geben Sie allgemein die Bedingung an, unter der eine solche Überlagerung auftritt.
Mit einem speziellen Messgerät wird im dunklen Bereich zwischen dem Spektrum erster und dem Spektrum zweiter Ordnung die Intensität der auftreffenden Strahlung bestimmt; das Gerät zeigt dabei einen deutlich von null verschiedenen Wert an.
• Interpretieren Sie dieses Ergebnis der Messung.

Lösung
Nach den offiziellen Korrekturhinweisen
b) Erläutern Sie beide Gleichungen anhand einer oder mehrerer aussagekräftiger Skizzen und zeichnen Sie dabei vor allem den Gangunterschied ein.
Lösung: Skizze zur Interferenz am Doppelspalt mit Spaltabstand , Schirmabstand , Abstand und Gangunterschied .
a) • Nennen Sie, was das Huygens’sche Prinzip aussagt. • Erklären Sie unter Verwendung des Huygens’schen Prinzips, wie das Interferenzmuster auf dem Schirm zustande kommt.
Lösung: Jeder Punkt einer bestehenden Wellenfront ist Ausgangspunkt einer Elementarwelle, die sich mit derselben Geschwindigkeit und Frequenz ausbreitet wie die ursprüngliche Wellenfront. Die Einhüllende aller Elementarwellen ergibt die neue Wellenfront. Jede der beiden Spaltmitten kann jeweils als Ausgangspunkt einer sich (in der Ebene) kreisförmig ausbreitenden Elementarwelle aufgefasst werden. Auf dem Schirm treten Orte maximaler Helligkeit dort auf, wo beide Elementarwellen konstruktiv interferieren. Dazwischen findet man Orte minimaler Helligkeit dort, wo beide Elementarwellen destruktiv interferieren.
b) Erläuterung der beiden Gleichungen:
Lösung: tan(α_n) = d_n / a ergibt sich aus dem rechtwinkligen Dreieck zwischen Doppelspalt, Schirmmitte und n-tem Maximum. sin(α_n) = Δs / g ergibt sich aus dem rechtwinkligen Dreieck am Doppelspalt mit Gangunterschied Δs. Mit der Bedingung für konstruktive Interferenz Δs = n·λ folgt g·sin(α_n) = n·λ.
c) Bestimmen Sie die Wellenlänge des Lasers unter Verwendung der Gleichungen aus Aufgabenteil b).
Lösung: m / nm
d) Begründen Sie, warum ein Beugungsgitter das weiße Licht der Glühlampe in ein Farbspektrum zerlegt.
Lösung: Weißes Licht ist ein aus Anteilen aller Wellenlängen des sichtbaren Spektralbereichs gemischtes Licht. Da beim Beugungsgitter (ebenso wie beim Doppelspalt) für der Winkel , unter dem das Maximum -ter Ordnung beobachtet werden kann, von der Wellenlänge abhängig ist, gibt es für jede Wellenlänge einen unterschiedlichen Winkel und damit eine unterschiedliche Position des -ten Maximums auf dem Schirm.
e) • Geben Sie allgemein die Bedingung an, unter der eine solche Überlagerung auftritt.
Lösung: Eine derartige Überlagerung tritt dann auf, wenn der Winkel aus der zweiten Ordnung für die kleinste Wellenlänge des Farbspektrums kleiner ist als der Winkel aus der ersten Ordnung für die größte Wellenlänge des Farbspektrums (allgemein: ).
e) • Interpretieren Sie dieses Ergebnis der Messung.
Lösung: Das Messergebnis deutet darauf hin, dass die Quelle nicht nur sichtbares Licht, sondern auch Infrarot- und/oder UV-Licht emittiert. In dem dunklen Bereich befinden sich dann die Maxima des Infrarotlichts der ersten Ordnung und/oder die Maxima des UV-Lichts der zweiten Ordnung.
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