Aufgabe 1 (e, f) - Beurteilende Statistik: Tests und Inte… · Abitur NRW Mathematik LK · Teil B · Stochastik (WTR) 2021
Thema: Beurteilende Statistik: Tests und Intervalle · Aus der Prüfung LK · Teil B · Stochastik (WTR) (2021)
Aufgabenstellung
Ein Unternehmen produziert Stahlkugeln für Kugellager. Erfahrungsgemäß sind 4 % aller Kugeln fehlerhaft.
Aufgrund zunehmender Reklamationen wird vermutet, dass der Anteil der fehlerhaften Kugeln auf über 4 % angestiegen ist. Um diese Vermutung zu prüfen, soll die Nullhypothese „Der Anteil der fehlerhaften Kugeln beträgt höchstens 4 %.“ auf der Grundlage einer Stichprobe von 500 Kugeln getestet werden. Wenn das Ergebnis des Tests die Vermutung nicht entkräftet, soll die Produktion unterbrochen werden, um die Maschinen zu warten. Das Risiko, die Produktion irrtümlich zu unterbrechen, soll höchstens 3 % betragen.
e)
Beschreiben Sie für diesen Test im Sachzusammenhang den Fehler zweiter Art. Geben Sie die Konsequenz an, die sich aus diesem Fehler für die Produktion ergeben würde.
[3 BE]
f)
Für den beschriebenen Test wird der Ablehnungsbereich betrachtet. Eine der beiden Grenzen dieses Ablehnungsbereichs ist größer als 0 und kleiner als 500; diese Grenze wird mit bezeichnet. Zur Bestimmung des Werts von soll die binomialverteilte Zufallsgröße mit den Parametern und verwendet werden. Begründen Sie, dass keine der beiden Ungleichungen I und II den korrekten Wert von liefert.
[4 BE]
Vergleichen Sie Ihre Antworten mit dem offiziellen Erwartungshorizont.

Lösung
Nach den offiziellen Korrekturhinweisen
e) Beschreiben Sie für diesen Test im Sachzusammenhang den Fehler zweiter Art. Geben Sie die Konsequenz an, die sich aus diesem Fehler für die Produktion ergeben würde.
Lösung: Fehler zweiter Art: Das Unternehmen geht irrtümlich davon aus, dass der Anteil der fehlerhaften Kugeln nicht auf über 4 % angestiegen ist. Konsequenz: Die Produktion wird nicht unterbrochen.
f) Begründen Sie, dass keine der beiden Ungleichungen I und II den korrekten Wert von k liefert.
Lösung: Unter der Annahme, dass die Nullhypothese zutrifft, soll die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Anzahl fehlerhafter Kugeln mindestens k beträgt, höchstens 3 % betragen bzw. die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Anzahl fehlerhafter Kugeln kleiner als k ist, größer als 97 % sein. Damit müsste in der Ungleichung I „Y ≥ k“ anstelle von „Y ≤ k“ und in der Ungleichung II „Y < k“ anstelle von „Y ≤ k“ stehen.
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