Abitur NRW Geographie 2021 · LK · Haupttermin
Abiturprüfung Geographie in Nordrhein-Westfalen 2021, LK · Haupttermin: 1 Aufgabe mit Lösungen. Themen: Weltmarktorientierte Landwirtschaft in den Tropen.
Themen der Prüfung: Weltmarktorientierte Landwirtschaft in den Tropen · Strukturwandel und Tertiärisierung · Stadtentwicklung und Stadtumbau · Disparitäten und Entwicklungsstrategien
Aufgabe 1 · Disparitäten und Entwicklungsstrategien
Thema: Raumplanungskonzepte in Entwicklungsländern – Das Beispiel des Entwicklungsprogramms „SAGCOT“ in Tansania
Materialgrundlage
M 1: Atlaskarten nach Wahl
M 2: Tansania – sozioökonomische Daten
M 3: Tansania – Raumstrukturen um 2005
M 4: Entwicklungsprogramm SAGCOT – Informationen
M 5: Entwicklungsprogramm SAGCOT – Projektbeispiele aus dem Hauptentwicklungsgebiet Ihemi
M 6: Entwicklungskorridor SAGCOT – Bevölkerung und Wirtschaft
M 7: Modell der Polarisationsumkehr
M 8: Entwicklungsprogramm SAGCOT – Zwischenbilanz und Perspektiven
M 9: Entwicklungsprogramm SAGCOT – Pressestimmen
Materialien
M 2: Tansania – sozioökonomische Daten
M 3: Tansania – Raumstrukturen um 2005
M 4: Entwicklungsprogramm SAGCOT – Informationen
SAGCOT = Southern Agricultural Growth Corridor Of Tanzania
2010/2011 von der tansanischen Regierung initiiert; Laufzeit bis 2030
Projektgebiet ist der Kern der nationalen Agenda „Landwirtschaft zuerst“
Investitionsvolumen: 3,4 Mrd. US- direkt in landwirtschaftliche Betriebe, 1,3 Mrd. US-$ in Infrastruktur (u. a. Bau eines Hafenterminals zum Import von Dünger in Daressalam zusammen mit norwegischem Düngemittelhersteller)
Public Private Partnership (Kooperationen von Staat und privater Wirtschaft)
M 5: Entwicklungsprogramm SAGCOT – Projektbeispiele aus dem Hauptentwicklungsgebiet Ihemi
Aktueller Stand in Ihemi
Bau von Zubringerstraßen
Aufbau neuer und Ausbau bestehender Stromnetze, u. a. Anbindung der Firma Unilever (britisch-niederländischer Lebensmittel- und Konsumgüterkonzern)
Bau von Gewächshäusern für die Saatgutherstellung
Errichtung von Versuchsfeldern, u. a. für Sonnenblumen, Mais und Sorghum (Hirse)
Projektbeispiel: „Potato Value Chain Partnership“
Projektkoordination Mtanga Foods Ltd (Sitz in Iringa und in Daressalam) in finanzieller Kooperation mit US-amerikanischen und europäischen Konzernen; größter privater Investor im Kartoffelanbau in Tansania:
Unternehmen besitzt exklusive Landnutzungsrechte
Züchtung und Produktion von hochertragreichen Saatgutsorten, die dann von Vertragsbauern angebaut werden
Ziel: 15 Tonnen Ertrag/Hektar (dreifache Menge des aktuellen Durchschnitts in Tansania)
Projektbeispiel: „Tomato Value Chain Partnership“
Projektkoordination: DARSH Industries Ltd mit Sitz in Arusha; führender Vermarkter für Obst und Gemüse zusammen mit u. a. YARA, Syngenta (= multinationales Unternehmen in den Bereichen der Agrartechnologie, Saatgut und Agrarchemie mit Sitz in Basel, Schweiz), WWF als NGO
seit Projektbeginn im Jahr 2015 Aufbau von 8 Sammelstellen für Tomaten in den Bezirken Iringa und Kilolo sowie Aufbau eines Informationssystems zur Vermarktung von frischen Tomaten
Investition von bisher mehr als 6,7 Millionen US-$ in den Aufbau von Verarbeitungsbetrieben
M 6: Entwicklungskorridor SAGCOT – Bevölkerung und Wirtschaft
M 7: Modell der Polarisationsumkehr
M 8: Entwicklungsprogramm SAGCOT – Zwischenbilanz und Perspektiven
Umsetzungen (Stand 2017) und Ziele* · Ziele* für 2018 · Ziele* für 2030 · erreichter Stand 2017
ausländische und inländische Investitionen aus Privatsektor seit Projektbeginn (US-$) · 0,525 Mrd. · 2,1 Mrd. · 0,456 Mrd.
landwirtschaftliche Produktion – Umsatz (US-$) · 22,8 Mio. · ca. 1,2 Mrd. · 33,95 Mio.
Anzahl der Kleinbauern, die für SAGCOT-Projektfirmen tätig sind · 100.000 · 230.000 · 96.278
Neue indirekte Arbeitsplätze · 1.500 · 420.000 · 1.221
* Ziele des Entwicklungsprojektes aus 2010/2011
M 9: Entwicklungsprogramm SAGCOT – Pressestimmen
Frank Ademba, Programmkoordinator bei der Bauernorganisation MVIWATA in Tansania:
„Der Landvergabeprozess in Tansania ist komplex, im Idealfall läuft er so ab: Die Bewohner werden in einer Dorfversammlung durch den Investor über sein Vorhaben informiert und befragt und die Dorfräte einbezogen. Jeder Dorfbewohner muss mit der Landvergabe einverstanden sein, erst dann wird ein Vertrag abgeschlossen, der vor allem die soziale Verantwortung des Investors herausstellt. Doch die Realität sieht anders aus. In Lipokela wurden Dorfbewohner ausgeschlossen oder vorab nicht befragt, viele verloren ihr Land, andere profitierten und nur wenige wurden auf der Kaffeeplantage vor Ort angestellt. Außerdem machten die Investoren den Menschen in Lipokela sehr viele Versprechen. Dass sie Schulen oder eine Krankenstation für die Dorfgemeinschaft bauen, die Infrastruktur verbessern, Arbeitsplätze schaffen – dass sich das Leben der Menschen zum Positiven verändert. Das hat sich nicht bewahrheitet.“
„Tansania und die Niederlande haben letzte Woche ein Abkommen unterzeichnet, in dem die beiden Länder bei der Produktion von irischen Kartoffeln zusammenarbeiten werden. Herr Kandege dankte der niederländischen Regierung dafür, dass sie vier Unternehmen mit Erfahrung im Kartoffelanbau nach Tansania gebracht hat.“
„Die Regierung hat ein Projekt gestrichen, das 43 Mio. US-$ zur Finanzierung von Kleinbauern unter der SAGCOT zur Verfügung stellen sollte. Dieser Beschluss folgte nach dem Scheitern von Verhandlungen mit der Weltbank in einem anderen Investitionsprogramm, …“
1.
Lokalisieren Sie Tansania und kennzeichnen Sie die Raumstrukturen und die sozioökonomische Lage des Landes um 2005. (22 Punkte)
2.
Erläutern Sie das Entwicklungsprogramm „SAGCOT“ in Tansania hinsichtlich seiner räumlichen Dimensionen, Ziele und Merkmale sowie seiner bisherigen Umsetzung. (30 Punkte)
3.
Ordnen Sie die bisherigen Entwicklungen in das Modell der Polarisationsumkehr ein und nehmen Sie auf dieser Grundlage Stellung zu den Chancen und Risiken des Entwicklungsprogramms „SAGCOT“. (28 Punkte)
Hinweis zur Bewertung: Weitere 20 Punkte werden für die Darstellungsleistung nach den Abiturvorgaben NRW vergeben (Gesamt: 100 Punkte).
Aufgabe 2 · Stadtentwicklung und Stadtumbau
Abiturprüfung 2021 – Geographie, Leistungskurs
Aufgabenstellung: Aufgabe 2
Thema: Neugründung multifunktionaler Zentren im Randbereich von Metropolen als Beitrag zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung? – Das Projekt Seestadt Aspern, Wien
Materialgrundlage
M 1: Atlaskarten nach Wahl
M 2: Wien – administrative Gliederung
M 3: Wien – Wirtschaftsstandort
1991
2000
2010
2018
Wien – BIP/Kopf (in €)
24.871
37.200
46.100
51.000
zum Vergleich: Österreich
18.820
26.660
35.390
43.640
Anteil Wiens an der Bruttowertschöpfung Österreichs 2017 (%)
Wien gesamt
Private Dienstleistungen
Öffentliche Dienstleistungen
Produzierender Bereich
25,4
31,3
28,7
13,4
Wirtschaftsstandort
rund 100.000 Unternehmen, davon ca. 1.000 im Bereich Forschung und Entwicklung
über 200 internationale Firmenzentralen, häufig mit Zuständigkeit für Zentral- und Osteuropa
20 Universitäten mit ca. 200.000 Studierenden
Internationale Bedeutung
seit 1989 Brückenfunktion Wiens zwischen West- und Osteuropa
seit 1994 Sitz der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa)
seit 2003 Bestandteil der grenzüberschreitenden Europaregion CENTROPE
M 4: Wien – Demografie
M 5: Seestadt Aspern – Daten der Stadtteilentwicklung
Vornutzung
1912 – 1977: Flughafen Wien-Aspern, einst größter österreichischer Flughafen und Vorgänger des heutigen Flughafens Wien-Schwechat
Fläche
ca. 223 ha
Investitionsvolumen
5 Mrd. Euro
Bevölkerungsdichte
Seestadt Aspern: ca. 8.333 EW/km² (geplant)
Stadt Wien: 4.574 EW/km² (2019)
Klima- und Umweltschutzziele u. a.
Reduktion des Energieverbrauchs der Gebäude durch energiesparenden Stadtgrundriss und höchstmögliche Energieeffizienz
Steigerung des Anteils des Bruttoendenergieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen
Schaffung eines positiven Mikroklimas
Stärkung CO₂-armer Mobilität
Zeitliche Entwicklung des Projektes
1992: erste Pläne für einen „innovativen Stadtteil“ auf dem alten Flughafengelände
2004: Gründung der Asperner Flugfeld Süd Entwicklungs- und Verwertungs-AG
2009: Abbruch der Roll- und Landebahnen
2012: Eröffnung des aspern IQ (Technologiezentrum) als erstes energieautarkes Gebäude in der Seestadt
2013: Baustart für die ersten Quartiere südlich des Sees; Anteil an geförderten Mietwohnungen: 94 %; Anteil an geförderten Eigentumswohnungen: 6 %; Gründung der Forschungsgesellschaft Aspern Smart City Research
2014: erste Bewohner ziehen in die Seestadt ein
2015: Eröffnung Seepark, Einkaufsstraße im Süden, Bildungscampus
2016: Auszeichnung des Forschungsprojektes Aspern Smart City Research mit dem World Smart City Award
2017: Eröffnung Que[e]rbau-Seestadt-Haus
2019: Baubeginn der ersten Ausbauphase nördlich des Sees mit 1.250 Wohnungen für 2.500 Menschen (davon 2/3 gefördert), Gewerbehof mit Lehrwerkstätten, Schulcampus, „Campus der Religionen“, Jugend- und Kultureinrichtungen, 5.000 m² Büroflächen sowie weiteren Gewerbe- und Einzelhandelsflächen; Teil der IBA Wien 2022, Leitthema: „Neues soziales Wohnen“
Bruttokaltmieten (2019)
Seestadt Aspern: 12 – 14 EUR/m²
22. Bezirk: 16 EUR/m²
Wiener Innenstadt: 19 EUR/m²
M 6: Seestadt Aspern – Planung und Entwicklungsetappen
M 7: Seestadt Aspern – physiognomische Merkmale
M 8: Seestadt Aspern – Bevölkerungsstruktur
Haushaltstyp
Seestadt Aspern
Wien
Haushaltstyp
Seestadt Aspern
Wien
Einpersonen-Haushalt
22 %
45 %
Eltern mit Kind/ern
25 %
k. A.
Zweipersonen-Haushalt
42 %
30 %
Wohngemeinschaft
3 %
k. A.
Alleinerziehende
7 %
k. A.
Sonstige
1 %
k. A.
M 9: Seestadt Aspern – Mobilitätskonzept
1.
Lokalisieren Sie Wien und kennzeichnen Sie sowohl die wirtschaftliche Bedeutung als auch die demografische Entwicklung der Stadt sowie die sich daraus ergebenden Aufgaben für die Stadtentwicklung. [25 Punkte]
2.
Erläutern Sie auf dieser Grundlage die Lage, die Entwicklung und die Strukturen des neuen Stadtteils Seestadt Aspern. [30 Punkte]
3.
Nehmen Sie kritisch Stellung zu der Leitfrage: „Neugründung multifunktionaler Zentren im Randbereich von Metropolen als Beitrag zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung? – Das Projekt Seestadt Aspern, Wien“. [25 Punkte]
Hinweis: Für die Darstellungsleistung können bis zu 20 Punkte erzielt werden (Gliederung, Stringenz, Fachsprache, Zitate/Materialbezug, sprachliche Korrektheit).
Aufgabe 3 · Strukturwandel und Tertiärisierung
Abiturprüfung 2021 – Geographie, Leistungskurs
Thema: Zukunftsfähige Regionalentwicklung unter dem Einfluss sich wandelnder Industriebranchen? – Das Beispiel der Automobilproduktion in Zwickau-Mosel
Materialgrundlage
M 1: Atlaskarten nach Wahl
M 2: Automobilstandort Zwickau-Mosel (Verkehrsanbindung und Chronik)
M 3: Zwickau-Mosel 1988/2018 (Kartenausschnitte)
M 4: Volkswagen Zwickau-Mosel (Fahrzeugproduktion und Beschäftigung)
M 5: Zwickau – Daten und Fakten
M 6: Sachsen – Automobilindustrie und Automobilzulieferer
M 7: Sachsen – Industriestruktur
M 8: Volkswagen Zwickau-Mosel – aktuelle Standortentwicklung
M 9: Entwicklung der Elektromobilität
M 10: Pressemeldung (Automobilindustrie: Mehr Elektroautos, weniger Jobs?)
M 2: Automobilstandort Zwickau-Mosel
Verkehrsanbindung
Chronik
1904 · Beginn des Automobilbaus in Zwickau
seit 1948 · Automobilbau durch Audi Zwickau und Volkseigenen Betrieb (VEB) Horch Zwickau
1958 – 1989 · VEB Sachsenring Automobilwerke Zwickau (Bau des wichtigsten Automobils der DDR, des „Trabant“); Ansiedlung zahlreicher Zulieferer in der Region
Juli 1990 · Abwicklung des VEB Sachsenring und Ausgründung von Sachsenring Automobilwerke GmbH; Weiterbau des Trabant, nach 7 Monaten Produktionseinstellung
September 1990 · Gründung des Volkswagenwerkes Sachsen GmbH in Zwickau-Mosel; Bau eines neuen Automobilwerks; Lohnkosten in der Automobilindustrie in Ostdeutschland: 12 €/Std. (in Westdeutschland: 29 €/Std.)
15.02.1991 · Beginn der Fahrzeugproduktion des Modells Golf im neuen Automobilwerk
1991 – 2006 · Zufluss von ca. 100 Mrd. Euro öffentlicher Fördermittel in die ostdeutschen Bundesländer, insbesondere zum Aufbau von Industrie und Infrastruktur
2018 · VW beschließt die Umstellung der Fahrzeugproduktion in Zwickau vom Verbrennungsmotor auf Elektromobilität; Zwickau soll das größte und leistungsfähigste E-Auto-Werk des Konzerns werden; Investitionsvolumen: 1,2 Mrd. EUR
04.11.2019 · Produktionsstart des Elektroautos ID.3
M 3: Zwickau-Mosel 1988/2018
M 4: Volkswagen Zwickau-Mosel
Fahrzeugproduktion
Beschäftigung
Anmerkung: insgesamt 9.850 Beschäftigte an den drei sächsischen VW-Standorten Zwickau, Dresden und Chemnitz (2018); ca. 30.000 weitere indirekt Beschäftigte (Zulieferindustrie, Handel und Service).
M 5: Zwickau – Daten und Fakten
· 1990 · 2001 · 2006 · 2018
Bevölkerung · 123.641 · 101.726 · 96.786 · 90.105
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte · k. A. · 52.831 · 44.362 · 52.492
Bruttoinlandsprodukt je Einwohner (EUR)
Steuereinnahmen / Einwohner 2017: 994 €; zum Vergleich: Sachsen 834 €
Öffentliche Einrichtungen
Bildungseinrichtungen: Westsächsische Hochschule Zwickau (FH-Neugründung 1992, Ausbildungsschwerpunkte: Kraftfahrzeugtechnik, Maschinenbau, Verkehrssystemtechnik, Wirtschafts-Ingenieurwesen); berufliche Schulzentren; Schulen aller Schulformen
Gesundheits- und Sozialwesen: Städtisches Klinikum (bis 2017 Ausbau zum überregionalen medizinischen Zentrum); 48 Kindertagesstätten und Horte, 3 Kinderheime; 8 Senioren- und Pflegeheime
Kultur, Sport, Freizeit und Erholung: Stadthalle mit 6.000 Plätzen (Neubau 2000); mehrere Theater; Konzerthaus (Sanierung 2016 – 2020 für 14 Mio. €); 7 Kinos; Museen (u. a. Automobilmuseum, Neueröffnung 2004), Bibliotheken; Parkanlagen; 3 Freibäder, 2 Schwimmhallen; Sportanlagen u. a. für Pferdesport, Tennis, Golf, Kanu
M 6 & M 7: Raum Sachsen
M 6: Sachsen – Automobilindustrie und Automobilzulieferer (Stand 2018)
M 7: Sachsen – Industriestruktur (Stand 2018)
M 8, M 9 & M 10: Wandel zur Elektromobilität
M 8: Volkswagen Zwickau-Mosel – aktuelle Standortentwicklung
«Der VW-Konzern will Elektroautos für die Massen verkaufen und beginnt jetzt in Zwickau die Serienproduktion seines ersten vollelektrischen Fahrzeugs. [...] Im Zwickauer VW-Werk hat am Montag im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel offiziell die Großserienproduktion von Elektroautos mit dem Modell ID.3 begonnen.» (Pressemeldung 04.11.2019)
M 9: Entwicklung der Elektromobilität
M 10: Pressemeldung Automobilindustrie (02.02.2020) – Mehr Elektroautos, weniger Jobs?
1.
Lokalisieren Sie Zwickau-Mosel und kennzeichnen Sie, inwiefern sich die Stadt als Standort für die Neuansiedlung eines Automobilwerks Anfang der 1990er Jahre eignete. (22 Punkte)
2.
Erläutern Sie, wie sich die Automobilindustrie in der Region Zwickau-Mosel seit den 1990er Jahren entwickelt hat, welche Strukturen sie aufweist und welche Bedeutung sie besitzt. (30 Punkte)
3.
Nehmen Sie zur Themenfrage kritisch Stellung und beziehen Sie dabei aktuelle Produktinnovationen der Automobilindustrie ein. (28 Punkte)
Hinweis: Zusätzliche 20 Punkte werden für die Darstellungsleistung laut Bewertungsbogen vergeben (Gesamt: 100 Punkte).
Aufgabe 4 · Weltmarktorientierte Landwirtschaft in den Tropen
Abiturprüfung 2021 – Geographie, Leistungskurs
Aufgabenstellung:
Thema: Agrarwirtschaftliche Entwicklungen unter dem Einfluss des Weltmarktes – Das Beispiel des Sojaanbaus in Brasilien
Materialgrundlage
M 1: Atlaskarten nach Wahl
M 2: Brasilien – Sojaanbau
M 3: Ausgewählte Klimadaten
M 4: Informationen zum brasilianischen Sojaanbau
M 5: Sojaanbau in Brasilien – Flächenentwicklung und Betriebsgrößen
M 6: Brasilien – Anbauflächen verschiedener Agrarprodukte
M 7: Brasilien – Arbeitsplätze im Agrarsektor
M 8: Soja – globales Handelsgut
M 9: Verbreitung der brasilianischen Cerrado
M 10: Fleischproduktion und Fleischkonsum weltweit
Materialien
M 2: Brasilien – Sojaanbau
M 3: Ausgewählte Klimadaten
M 4: Informationen zum brasilianischen Sojaanbau
Eigenschaften · Hülsenfrucht mit 3 – 5 Bohnen; hoher Fett- (18 %) und Eiweißgehalt (38 %); leichter Anbau und hohe Ertragsleistung
natürliche Klimaansprüche · Klimazone: immerfeuchte Subtropen; die Sojabohne hat hohe Wärmeansprüche (optimale Temperatur 25 °C) und reagiert auf Kälteeinbrüche und Trockenheit mit empfindlichen Ertragseinbußen
Anteil Soja am Gesamtexportwert Brasiliens · 1994: 4 %
2018: 11,6 %
Verwendung
Forschung und Entwicklung · 1973 Gründung des brasilianischen landwirtschaftlichen Forschungszentrums Empresa Brasileira de Pesquisa Agropecuária (EMBRAPA); seit Mitte der 1980er Jahre Entwicklung neuer (genveränderter) Sojasorten, die u. a. den klimatischen Verhältnissen in tropischen Regionen Brasiliens angepasst sind.
M 5: Sojaanbau in Brasilien – Flächenentwicklung und Betriebsgrößen
M 6: Brasilien – Anbauflächen verschiedener Agrarprodukte
M 7: Brasilien – Arbeitsplätze im Agrarsektor
M 8: Soja – globales Handelsgut
M 9: Verbreitung der brasilianischen Cerrado
Anmerkung: Als Cerrado bezeichnet man die Savannen in Südost-Brasilien mit einer Fläche von ursprünglich zwei Millionen Quadratkilometern. Die Cerrados gelten als eine der artenreichsten Savannen der Welt.
M 10: Fleischproduktion und Fleischkonsum weltweit
Teilaufgaben
1.
Lokalisieren und kennzeichnen Sie die brasilianischen Anbauregionen für Soja unter Berücksichtigung der naturräumlichen Bedingungen. (21 Punkte)
2.
Erläutern Sie, wie sich der Sojaanbau in Brasilien entwickelt hat. (31 Punkte)
3.
Nehmen Sie zu dieser landwirtschaftlichen Entwicklung kritisch Stellung. (28 Punkte)
Du kannst auch nach Themen lernen
Übe ein Thema mit gemischten Aufgaben aus den Prüfungen aller Jahre.
- Stadtentwicklung und Stadtumbau · 16 Aufgaben · 65 % Wahrscheinlichkeit
- Wirtschaftsfaktor Tourismus · 17 Aufgaben · 60 % Wahrscheinlichkeit
- Weltmarktorientierte Landwirtschaft in den Tropen · 14 Aufgaben · 55 % Wahrscheinlichkeit
- Wachstumsimpulse durch Großprojekte und Infrastruktur · 10 Aufgaben · 30 % Wahrscheinlichkeit
- Strukturwandel und Tertiärisierung · 10 Aufgaben · 30 % Wahrscheinlichkeit
- Rohstoffförderung als Entwicklungsimpuls · 5 Aufgaben · 30 % Wahrscheinlichkeit
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