Aufgabe 3 · Abitur NRW Physik GK · Elektrobus 2026
Thema: Magnetfeld und elektromagnetische Induktion · Aus der Prüfung GK · Elektrobus (2026)
Aufgabenstellung
Material 4: Daten zur Planung der Ladestellen eines Elektrobusses
Der Elektrobus soll nachts einmal maximal geladen werden und dann tagsüber im Dauerbetrieb fahren, wobei der Bus nach jeder Runde kurz zum Zwischenladen an der Endhaltestelle hält.
Tab. 2: Daten eines konkreten Elektrobusses, der bisher nur an der Endhaltestelle induktiv geladen werden soll
Fahrtstrecke einer Runde
13 km
Fahrtdauer einer Runde
39 Minuten
Ladezeit am Ende einer Runde an der Endhaltestelle
ca. 11 Minuten
Ladeleistung an der Endhaltestelle
180 kW
Maximale Energie in der Lithium-Ionen-Batterie
90 kWh
Benötigte Energie pro Kilometer (Jahresmittelwert)
1,6 kWh
1 kWh entspricht 3,6 MJ.
Die Reichweite eines Elektrofahrzeugs wird unter anderem durch das Heizen bzw. Kühlen des Fahrzeuginnenraums und der Batterie beeinflusst.
Lithium-Ionen-Batterien werden bei niedrigen Temperaturen beheizt, um sie im optimalen Temperaturbereich zu halten.
Es kann angenommen werden, dass sich die Reichweite von Elektrobussen wie in Abb. 4 verhält.
a)
Begründen Sie mithilfe einer Rechnung anhand der Daten aus Tabelle 2, dass der Ladepunkt an der Endhaltestelle ausreicht, um den Bus den gesamten Tag fahren zu lassen.
b)
Diskutieren Sie unter Berücksichtigung von Material 4, ob die Maßnahme, eine weitere Ladestelle an einer Zwischenhaltestelle zu bauen, sinnvoll ist. Berücksichtigen Sie dabei zwei Argumente für und zwei Argumente gegen dieses Vorhaben.

Lösung
Nach den offiziellen Korrekturhinweisen
3 a) Reichweite, die durch 11 Minuten Nachladen gewonnen wird:
Lösung: km / km
3 a) Begründen Sie mithilfe einer Rechnung anhand der Daten aus Tabelle 2, dass der Ladepunkt an der Endhaltestelle ausreicht, um den Bus den gesamten Tag fahren zu lassen.
Lösung: Die nachgeladene Reichweite von ca. 21 km übersteigt die Fahrtstrecke einer Runde von 13 km (Verbrauch: 20,8 kWh). Somit reicht der Ladepunkt an der Endhaltestelle vollkommen aus.
3 b) Zwei Argumente für den Bau einer weiteren Ladestelle an einer Zwischenhaltestelle:
Lösung: 1. Absicherung bei unplanbaren Ereignissen (z. B. Stau oder erhöhter Energiebedarf für Klimatisierung/Heizung). 2. Bei niedrigen Außentemperaturen sinkt die Reichweite deutlich (laut Abb. 4 bei -10 °C auf ca. 60 %, also nur noch ca. 12,6 km Nachladung pro 11 min), sodass die Ladung an der Endhaltestelle knapp werden könnte.
3 b) Zwei Argumente gegen den Bau einer weiteren Ladestelle an einer Zwischenhaltestelle:
Lösung: 1. Hohe Investitions- und Baukosten für eine zusätzliche Ladestation. 2. Die nächtliche Vollladung (90 kWh = 56 km Reichweite) bietet bereits einen großen Puffer für den gesamten Betriebstag. 3. Das Zwischenladen verlängert ggf. die Haltezeit an der Zwischenhaltestelle.
3 b) Abwägung / Fazit:
Lösung: In den meisten Regionen Deutschlands sind Extremtemperaturen unter -10 °C selten. An solchen Tagen könnte alternativ eine längere Zwischenladung an der Endhaltestelle eingeplant werden. Der nächtliche Puffer reicht in der Regel aus, sodass die hohen Zusatzkosten für eine Zwischenladestelle eingespart werden können.
Die ausführliche Erklärung Schritt für Schritt (mit KI) gibt es mit Premium. Premium
Löse sie direkt hier: automatische Korrektur, Hinweise und Lösung Schritt für Schritt.
‹ Aufgabe 2 · GK · Elektrobus 2026 · Aufgabe 4 · GK · Erdbebenwellen 2026 ›
Mehr Aufgaben zu Magnetfeld und elektromagnetische Induktion
- Aufgabe 1 · GK · Elektrobus 2026
- Aufgabe 2 · GK · Elektrobus 2026
- Aufgabe 4 · GK · Erdbebenwellen 2026
- Aufgabe 1 · GK · Induktionsherd 2026
- Aufgabe 2 · GK · Induktionsherd 2026
- Aufgabe 3 · GK · Induktionsherd 2026
- Aufgabe 1 · LK · Induktives Laden von Elektrofahrzeu 2026
- Aufgabe 2 · LK · Induktives Laden von Elektrofahrzeu 2026
- Aufgabe 3 · LK · Induktives Laden von Elektrofahrzeu 2026
- Aufgabe 4 · LK · Induktives Laden von Elektrofahrzeu 2026