Aufgabe 2 - Kernphysik und ionisierende Strahlung · Abitur NRW Physik GK · Nachtermin 2021

Thema: Kernphysik und ionisierende Strahlung · Aus der Prüfung GK · Nachtermin (2021)

Aufgabenstellung

Aufgabe: Erkenntnisse über den Aufbau der Materie

Teilaufgabe 1: Atomspektren

In seinem Buch „Atombau und Spektrallinien“ schreibt der Physiker Arnold Sommerfeld im Jahr 1919:

„Seit der Entdeckung der Spektralanalyse konnte kein Kundiger zweifeln, daß das Problem des Atoms gelöst sein würde, wenn man gelernt hätte, die Sprache der Spektren zu verstehen.“

Abbildung 1 zeigt zwei Teilbereiche (400 nm≤λ≤500 nm400\text{ nm} \le \lambda \le 500\text{ nm} sowie 650 nm≤λ≤700 nm650\text{ nm} \le \lambda \le 700\text{ nm}) des Emissionsspektrums von Helium. Der dazwischenliegende Bereich von 500 nm500\text{ nm} bis 650 nm650\text{ nm} wurde bei der Aufnahme des Spektrums nicht erfasst.

Erst 1895 – noch vor dem Wissen um den radioaktiven Zerfall – gab es erste Hinweise für die Existenz von Helium auf der Erde. Das Spektrum des Gases, welches von Uraninit (einem uranhaltigen Mineral) abgegeben wurde, zeigte die für Helium typischen Linien. Überraschend war jedoch für die Forscher, dass Uraninit-Proben von unterschiedlichen Abbaugebieten auf der Erde das Helium nicht in gleichen Mengen abgaben.

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Erklären Sie, weshalb das Gasgemisch in der Umgebung des Uraninits nach einiger Zeit auch Helium enthält.

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Begründen Sie, weshalb Uraninit aus verschiedenen Abbaugebieten unterschiedlich hohe Heliumkonzentrationen zur Folge haben kann.

Aufgabenstellung: Aufgabe 2 - Kernphysik und ionisierende Strahlung · Abitur NRW Physik GK · Nachtermin 2021

Lösung

Nach den offiziellen Korrekturhinweisen

Erklären Sie, weshalb das Gasgemisch in der Umgebung des Uraninits nach einiger Zeit auch Helium enthält.

Lösung: Das Uraninit enthält Uran, welches ein radioaktives Element ist. Uran-Isotope, die bei der Bildung der irdischen Materie entstanden sind, zerfallen unter Aussendung von Alpha-Strahlung, welche aus Heliumkernen besteht. Sobald diese Heliumkerne mit der umgebenen Materie wechselwirken, fangen diese freie Elektronen ein und rekombinieren zu neutralen Heliumatomen.

Begründen Sie, weshalb Uraninit aus verschiedenen Abbaugebieten unterschiedlich hohe Heliumkonzentrationen zur Folge haben kann.

Lösung: Innerhalb einer Uraninit-Probe werden immer unterschiedliche Uran-Isotope vorhanden sein. Die Zusammensetzung der Probe und insbesondere der Anteil verschiedener Uran-Isotope, welche unterschiedliche Aktivitäten haben, hängen vom Ort der Probenentnahme ab. Somit hängt mittelbar auch die Heliumkonzentration vom Entnahmeort ab.

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