Abitur NRW Kunst 2023 · LK · Nachtermin

Abiturprüfung Kunst in Nordrhein-Westfalen 2023, LK · Nachtermin: 7 Aufgaben mit Lösungen. Themen: Werkbeschreibung und Formanalyse mit analysierender Skizze.

Themen der Prüfung: Werkbeschreibung · Formanalyse mit analysierender Skizze · Vergleichende Interpretation zweier Werke · Künstlerische Verfahren und Positionen erläutern

Aufgabe NT 1 - Teilaufgabe 1 · Werkbeschreibung

Materialgrundlage

Bildmaterial

Abbildung 1: Edvard Munch: Der gelbe Baumstamm, 1911 – 1912, Öl auf Leinwand, 131 x 160 cm, Munch-Museum, Oslo

Abbildung 2: Thomas Struth: Paradise 20, Bayerischer Wald, 1999, C-Print unter Plexiglas (Diasec), 138,5 x 178,5 cm, Auflage 10

Textmaterial

Zusatzinformationen zu Abbildung 1:

• zum Entstehungskontext:

Im Herbst 1908 erleidet Munch einen Nervenzusammenbruch und bleibt ein halbes Jahr in einer Nervenklinik.

1909 kehrt Munch nach vielen Jahren in Frankreich und Deutschland endgültig nach Norwegen zurück, wo er sich erholt.

Zu dieser Zeit entstehen zahlreiche Gemälde norwegischer, häufig winterlicher Landschaften.

(Autorentext auf Grundlage folgender Quellen: Matthias Arnold: Edvard Munch. Bildmonographien. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Verlag 2012; Jean Selz: Edvard Munch. Gondrom Verlag, Vaduz 1977)

Zitat über Munchs Werk:

„[...] man kann in Munchs Werken Innenwelt und Außenwelt nicht auseinanderhalten.“

(von: Karl Ove Knausgård, norwegischer Schriftsteller und Kurator einer Munch-Ausstellung in Düsseldorf 2019)

Quelle: https://www.dw.com/de/norwegisches-spitzentreffen-karl-ove-knausg%C3%A5rd-zeigt-edvard-munch-in-d%C3%BCsseldorf/a-50795209 (Zugriff: 12.06.2020)

Zusatzinformationen zu Abbildung 2:

• zur Serie „Paradise“:

Thomas Struth fotografierte von 1998 – 2007 Wälder und Dschungel auf der ganzen Welt und wählte insgesamt 36 Fotos für seine Serie „Paradise“ aus.

Neben Fotos aus Australien, Südamerika, China, Japan und USA entstanden auch zwei aus Deutschland, hier aus den Wäldern Bayerns („Paradise“ 19 und 20).

• zur Arbeitsweise:

Vor allen Aufnahmen der o. g. Serie wartete Struth nach eigenen Angaben auf einen bedeckten Himmel. Er verwendete eine Großformatkamera (deren großes Aufnahmeformat eine besonders hohe Abbildungsqualität, z. B. in Bezug auf Tiefenschärfe und Detailgenauigkeit, ermöglicht).

(Autorentext auf Grundlage folgender Quellen: http://www.thomasstruth32.com/smallsize/photographs/new_pictures_from_paradise/index.html (Zugriff: 04.06.2020) und Thomas Struth: New Pictures from Paradise. München: Schirmer/Mosel Verlag 2017)

1. Beschreiben Sie die beiden Arbeiten „Der gelbe Baumstamm“ von Edvard Munch sowie „Paradise 20, Bayerischer Wald“ von Thomas Struth. (12 Punkte)

Aufgabe NT 1 - Teilaufgabe 2 · Formanalyse mit analysierender Skizze

Materialgrundlage

Bildmaterial

Abbildung 1: Edvard Munch: Der gelbe Baumstamm, 1911 – 1912, Öl auf Leinwand, 131 x 160 cm, Munch-Museum, Oslo

Abbildung 2: Thomas Struth: Paradise 20, Bayerischer Wald, 1999, C-Print unter Plexiglas (Diasec), 138,5 x 178,5 cm, Auflage 10

Textmaterial

Zusatzinformationen zu Abbildung 1:

• zum Entstehungskontext:

Im Herbst 1908 erleidet Munch einen Nervenzusammenbruch und bleibt ein halbes Jahr in einer Nervenklinik.

1909 kehrt Munch nach vielen Jahren in Frankreich und Deutschland endgültig nach Norwegen zurück, wo er sich erholt.

Zu dieser Zeit entstehen zahlreiche Gemälde norwegischer, häufig winterlicher Landschaften.

(Autorentext auf Grundlage folgender Quellen: Matthias Arnold: Edvard Munch. Bildmonographien. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Verlag 2012; Jean Selz: Edvard Munch. Gondrom Verlag, Vaduz 1977)

Zitat über Munchs Werk:

„[...] man kann in Munchs Werken Innenwelt und Außenwelt nicht auseinanderhalten.“

(von: Karl Ove Knausgård, norwegischer Schriftsteller und Kurator einer Munch-Ausstellung in Düsseldorf 2019)

Quelle: https://www.dw.com/de/norwegisches-spitzentreffen-karl-ove-knausg%C3%A5rd-zeigt-edvard-munch-in-d%C3%BCsseldorf/a-50795209 (Zugriff: 12.06.2020)

Zusatzinformationen zu Abbildung 2:

• zur Serie „Paradise“:

Thomas Struth fotografierte von 1998 – 2007 Wälder und Dschungel auf der ganzen Welt und wählte insgesamt 36 Fotos für seine Serie „Paradise“ aus.

Neben Fotos aus Australien, Südamerika, China, Japan und USA entstanden auch zwei aus Deutschland, hier aus den Wäldern Bayerns („Paradise“ 19 und 20).

• zur Arbeitsweise:

Vor allen Aufnahmen der o. g. Serie wartete Struth nach eigenen Angaben auf einen bedeckten Himmel. Er verwendete eine Großformatkamera (deren großes Aufnahmeformat eine besonders hohe Abbildungsqualität, z. B. in Bezug auf Tiefenschärfe und Detailgenauigkeit, ermöglicht).

(Autorentext auf Grundlage folgender Quellen: http://www.thomasstruth32.com/smallsize/photographs/new_pictures_from_paradise/index.html (Zugriff: 04.06.2020) und Thomas Struth: New Pictures from Paradise. München: Schirmer/Mosel Verlag 2017)

2. Analysieren und vergleichen Sie die Werke hinsichtlich ihrer formalen Gestaltung. Gehen Sie dabei vor allem auf folgende Aspekte ein:

Bildfläche,

Bildraum (einschließlich des Betrachterstandpunktes bei Munch bzw. der Kameraperspektive bei Struth),

Farbe (einschließlich Lichtführung),

Form,

malerische bzw. fotografische Gestaltung und Ausführung von Figur und Umraum.

Untersuchen Sie als Erstes den Aspekt „Bildfläche“ mithilfe analysierender Skizzen. Erläutern Sie die daraus gewonnenen Ergebnisse im Rahmen Ihrer Analyse. (45 Punkte)

Aufgabe NT 1 - Teilaufgabe 3 · Vergleichende Interpretation zweier Werke

Materialgrundlage

Bildmaterial

Abbildung 1: Edvard Munch: Der gelbe Baumstamm, 1911 – 1912, Öl auf Leinwand, 131 x 160 cm, Munch-Museum, Oslo

Abbildung 2: Thomas Struth: Paradise 20, Bayerischer Wald, 1999, C-Print unter Plexiglas (Diasec), 138,5 x 178,5 cm, Auflage 10

Textmaterial

Zusatzinformationen zu Abbildung 1:

• zum Entstehungskontext:

Im Herbst 1908 erleidet Munch einen Nervenzusammenbruch und bleibt ein halbes Jahr in einer Nervenklinik.

1909 kehrt Munch nach vielen Jahren in Frankreich und Deutschland endgültig nach Norwegen zurück, wo er sich erholt.

Zu dieser Zeit entstehen zahlreiche Gemälde norwegischer, häufig winterlicher Landschaften.

(Autorentext auf Grundlage folgender Quellen: Matthias Arnold: Edvard Munch. Bildmonographien. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Verlag 2012; Jean Selz: Edvard Munch. Gondrom Verlag, Vaduz 1977)

Zitat über Munchs Werk:

„[...] man kann in Munchs Werken Innenwelt und Außenwelt nicht auseinanderhalten.“

(von: Karl Ove Knausgård, norwegischer Schriftsteller und Kurator einer Munch-Ausstellung in Düsseldorf 2019)

Quelle: https://www.dw.com/de/norwegisches-spitzentreffen-karl-ove-knausg%C3%A5rd-zeigt-edvard-munch-in-d%C3%BCsseldorf/a-50795209 (Zugriff: 12.06.2020)

Zusatzinformationen zu Abbildung 2:

• zur Serie „Paradise“:

Thomas Struth fotografierte von 1998 – 2007 Wälder und Dschungel auf der ganzen Welt und wählte insgesamt 36 Fotos für seine Serie „Paradise“ aus.

Neben Fotos aus Australien, Südamerika, China, Japan und USA entstanden auch zwei aus Deutschland, hier aus den Wäldern Bayerns („Paradise“ 19 und 20).

• zur Arbeitsweise:

Vor allen Aufnahmen der o. g. Serie wartete Struth nach eigenen Angaben auf einen bedeckten Himmel. Er verwendete eine Großformatkamera (deren großes Aufnahmeformat eine besonders hohe Abbildungsqualität, z. B. in Bezug auf Tiefenschärfe und Detailgenauigkeit, ermöglicht).

(Autorentext auf Grundlage folgender Quellen: http://www.thomasstruth32.com/smallsize/photographs/new_pictures_from_paradise/index.html (Zugriff: 04.06.2020) und Thomas Struth: New Pictures from Paradise. München: Schirmer/Mosel Verlag 2017)

3. Interpretieren Sie die beiden Werke, indem Sie sich auf Ihre bisherigen Untersuchungsergebnisse stützen und die Zusatzinformationen berücksichtigen. Ziehen Sie hierbei auch Ihr Wissen über die Künstler und deren weitere Werke heran.

Nehmen Sie zum Schluss vergleichend Stellung zu der Frage, welches künstlerische Darstellungsinteresse sich am Motiv des Waldes, das in beiden Werken zum Ausdruck kommt, erkennen lässt, insbesondere im Hinblick auf die Konstruktion von Wirklichkeit in individuellen und gesellschaftlichen Kontexten. (33 Punkte)

Aufgabe NT 2 - Teilaufgabe 1 · Werkbeschreibung

Materialgrundlage

Bildmaterial:

Abbildung 1: Max Ernst: Napoleon in der Wildnis, 1941, Öl auf Leinwand, 46,3 x 38,1 cm, The Museum of Modern Art, New York

Abbildung 2: Hannah Höch: Flucht, 1931, Collage aus Reproduktionen auf Papier, 23 x 18,4 cm, Institut für Auslandsbeziehungen, Stuttgart

Textmaterial:

Zusatzinformationen zu Abbildung 1:

Biografisches:

Während des Zweiten Weltkriegs wurde der in Frankreich lebende Max Ernst – seine Werke galten schon seit 1933 unter den Nationalsozialisten als „entartet“ – als feindlicher Ausländer mehrmals inhaftiert. Peggy Guggenheim, eine befreundete amerikanische Kunstsammlerin, ermöglichte ihm im Jahre 1941 die Flucht aus seiner Wahlheimat in die USA und beide heirateten. Für den politischen Flüchtling im Exil waren die USA eine fremde „Neue Welt“. Dabei kam Max Ernst in Kontakt mit der indigenen Kultur der Pueblo-Indianer und er lernte die Musik des Jazz kennen. (Autorentext)

Zum Titel:

Napoleon Bonaparte (1769 – 1821) war ein französischer General, der die Errungenschaften der Französischen Revolution in Europa verbreiten wollte und sich selbst zum Kaiser der Franzosen krönte. Trotz militärischer Erfolge scheiterte er letztlich in der Schlacht bei Waterloo und wurde bis zu seinem Lebensende ins Exil auf die Insel St. Helena verbannt. (Autorentext)

Zusatzinformationen zu Abbildung 2:

Biografisches:

Mit der Rückkehr 1929 von Holland nach Berlin mit ihrer Lebensgefährtin Til Brugman berichtete Hannah Höch von einer zunehmenden Vereinsamung. Bereits vor der Machtübernahme Hitlers 1933 hatten zahlreiche Freundinnen und Freunde von Hannah Höch Deutschland verlassen und waren ins Ausland gegangen. Sie und ihre Lebensgefährtin überlegten immer wieder das Land zu verlassen, wovon sie aber letztendlich absahen. Im Jahr 1931 beteiligte sie sich an der Ausstellung „Fotomontage“, bei der Fotomontagen zum ersten Mal als autonome Kunstform anerkannt wurden. In dieser Zeit entwickelte sie auch verstärktes Interesse an „primitiver“ Kunst. (Autorentext auf der Grundlage von: Cara Schweitzer: Schrankenlose Freiheit für Hannah Höch. Hamburg: Osburg Verlag 2014 und https://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/hannah-hoech/; (Zugriff: 24.05.2021))

1. Beschreiben Sie die beiden Werke „Napoleon in der Wildnis“ (Max Ernst) und „Flucht“ (Hannah Höch) und beziehen Sie dabei die Zusatzinformationen ein. [12 Punkte]

Aufgabe NT 2 - Teilaufgabe 2 · Formanalyse mit analysierender Skizze

Materialgrundlage

Bildmaterial:

Abbildung 1: Max Ernst: Napoleon in der Wildnis, 1941, Öl auf Leinwand, 46,3 x 38,1 cm, The Museum of Modern Art, New York

Abbildung 2: Hannah Höch: Flucht, 1931, Collage aus Reproduktionen auf Papier, 23 x 18,4 cm, Institut für Auslandsbeziehungen, Stuttgart

Textmaterial:

Zusatzinformationen zu Abbildung 1:

Biografisches:

Während des Zweiten Weltkriegs wurde der in Frankreich lebende Max Ernst – seine Werke galten schon seit 1933 unter den Nationalsozialisten als „entartet“ – als feindlicher Ausländer mehrmals inhaftiert. Peggy Guggenheim, eine befreundete amerikanische Kunstsammlerin, ermöglichte ihm im Jahre 1941 die Flucht aus seiner Wahlheimat in die USA und beide heirateten. Für den politischen Flüchtling im Exil waren die USA eine fremde „Neue Welt“. Dabei kam Max Ernst in Kontakt mit der indigenen Kultur der Pueblo-Indianer und er lernte die Musik des Jazz kennen. (Autorentext)

Zum Titel:

Napoleon Bonaparte (1769 – 1821) war ein französischer General, der die Errungenschaften der Französischen Revolution in Europa verbreiten wollte und sich selbst zum Kaiser der Franzosen krönte. Trotz militärischer Erfolge scheiterte er letztlich in der Schlacht bei Waterloo und wurde bis zu seinem Lebensende ins Exil auf die Insel St. Helena verbannt. (Autorentext)

Zusatzinformationen zu Abbildung 2:

Biografisches:

Mit der Rückkehr 1929 von Holland nach Berlin mit ihrer Lebensgefährtin Til Brugman berichtete Hannah Höch von einer zunehmenden Vereinsamung. Bereits vor der Machtübernahme Hitlers 1933 hatten zahlreiche Freundinnen und Freunde von Hannah Höch Deutschland verlassen und waren ins Ausland gegangen. Sie und ihre Lebensgefährtin überlegten immer wieder das Land zu verlassen, wovon sie aber letztendlich absahen. Im Jahr 1931 beteiligte sie sich an der Ausstellung „Fotomontage“, bei der Fotomontagen zum ersten Mal als autonome Kunstform anerkannt wurden. In dieser Zeit entwickelte sie auch verstärktes Interesse an „primitiver“ Kunst. (Autorentext auf der Grundlage von: Cara Schweitzer: Schrankenlose Freiheit für Hannah Höch. Hamburg: Osburg Verlag 2014 und https://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/hannah-hoech/; (Zugriff: 24.05.2021))

2. Analysieren Sie, wie beide Werke formal gestaltet sind. Gehen Sie dabei vor allem auf folgende Aspekte ein:

Bildfläche,

Bildraum,

Farbe und Form,

gestalterische Umsetzung von Figur und Umraum im Hinblick auf deren Abbildhaftigkeit.

Untersuchen Sie als Erstes den Aspekt „Bildfläche“ anhand analysierender Skizzen und binden Sie die daraus gewonnenen Ergebnisse erläuternd in Ihre Analyse ein. [44 Punkte]

Aufgabe NT 2 - Teilaufgabe 3 · Vergleichende Interpretation zweier Werke

Materialgrundlage

Bildmaterial:

Abbildung 1: Max Ernst: Napoleon in der Wildnis, 1941, Öl auf Leinwand, 46,3 x 38,1 cm, The Museum of Modern Art, New York

Abbildung 2: Hannah Höch: Flucht, 1931, Collage aus Reproduktionen auf Papier, 23 x 18,4 cm, Institut für Auslandsbeziehungen, Stuttgart

Textmaterial:

Zusatzinformationen zu Abbildung 1:

Biografisches:

Während des Zweiten Weltkriegs wurde der in Frankreich lebende Max Ernst – seine Werke galten schon seit 1933 unter den Nationalsozialisten als „entartet“ – als feindlicher Ausländer mehrmals inhaftiert. Peggy Guggenheim, eine befreundete amerikanische Kunstsammlerin, ermöglichte ihm im Jahre 1941 die Flucht aus seiner Wahlheimat in die USA und beide heirateten. Für den politischen Flüchtling im Exil waren die USA eine fremde „Neue Welt“. Dabei kam Max Ernst in Kontakt mit der indigenen Kultur der Pueblo-Indianer und er lernte die Musik des Jazz kennen. (Autorentext)

Zum Titel:

Napoleon Bonaparte (1769 – 1821) war ein französischer General, der die Errungenschaften der Französischen Revolution in Europa verbreiten wollte und sich selbst zum Kaiser der Franzosen krönte. Trotz militärischer Erfolge scheiterte er letztlich in der Schlacht bei Waterloo und wurde bis zu seinem Lebensende ins Exil auf die Insel St. Helena verbannt. (Autorentext)

Zusatzinformationen zu Abbildung 2:

Biografisches:

Mit der Rückkehr 1929 von Holland nach Berlin mit ihrer Lebensgefährtin Til Brugman berichtete Hannah Höch von einer zunehmenden Vereinsamung. Bereits vor der Machtübernahme Hitlers 1933 hatten zahlreiche Freundinnen und Freunde von Hannah Höch Deutschland verlassen und waren ins Ausland gegangen. Sie und ihre Lebensgefährtin überlegten immer wieder das Land zu verlassen, wovon sie aber letztendlich absahen. Im Jahr 1931 beteiligte sie sich an der Ausstellung „Fotomontage“, bei der Fotomontagen zum ersten Mal als autonome Kunstform anerkannt wurden. In dieser Zeit entwickelte sie auch verstärktes Interesse an „primitiver“ Kunst. (Autorentext auf der Grundlage von: Cara Schweitzer: Schrankenlose Freiheit für Hannah Höch. Hamburg: Osburg Verlag 2014 und https://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/hannah-hoech/; (Zugriff: 24.05.2021))

3. Interpretieren Sie die beiden Werke im Vergleich miteinander, indem Sie sich auf Ihre bisherigen Ergebnisse der Analyse stützen und die zusätzlichen Informationen berücksichtigen. Ziehen Sie hierbei auch Ihr Wissen über mögliche biografische sowie gesellschaftlich-historische Zusammenhänge heran. [22 Punkte]

Aufgabe NT 2 - Teilaufgabe 4 · Künstlerische Verfahren und Positionen erläutern

Materialgrundlage

Bildmaterial:

Abbildung 1: Max Ernst: Napoleon in der Wildnis, 1941, Öl auf Leinwand, 46,3 x 38,1 cm, The Museum of Modern Art, New York

Abbildung 2: Hannah Höch: Flucht, 1931, Collage aus Reproduktionen auf Papier, 23 x 18,4 cm, Institut für Auslandsbeziehungen, Stuttgart

Textmaterial:

Zusatzinformationen zu Abbildung 1:

Biografisches:

Während des Zweiten Weltkriegs wurde der in Frankreich lebende Max Ernst – seine Werke galten schon seit 1933 unter den Nationalsozialisten als „entartet“ – als feindlicher Ausländer mehrmals inhaftiert. Peggy Guggenheim, eine befreundete amerikanische Kunstsammlerin, ermöglichte ihm im Jahre 1941 die Flucht aus seiner Wahlheimat in die USA und beide heirateten. Für den politischen Flüchtling im Exil waren die USA eine fremde „Neue Welt“. Dabei kam Max Ernst in Kontakt mit der indigenen Kultur der Pueblo-Indianer und er lernte die Musik des Jazz kennen. (Autorentext)

Zum Titel:

Napoleon Bonaparte (1769 – 1821) war ein französischer General, der die Errungenschaften der Französischen Revolution in Europa verbreiten wollte und sich selbst zum Kaiser der Franzosen krönte. Trotz militärischer Erfolge scheiterte er letztlich in der Schlacht bei Waterloo und wurde bis zu seinem Lebensende ins Exil auf die Insel St. Helena verbannt. (Autorentext)

Zusatzinformationen zu Abbildung 2:

Biografisches:

Mit der Rückkehr 1929 von Holland nach Berlin mit ihrer Lebensgefährtin Til Brugman berichtete Hannah Höch von einer zunehmenden Vereinsamung. Bereits vor der Machtübernahme Hitlers 1933 hatten zahlreiche Freundinnen und Freunde von Hannah Höch Deutschland verlassen und waren ins Ausland gegangen. Sie und ihre Lebensgefährtin überlegten immer wieder das Land zu verlassen, wovon sie aber letztendlich absahen. Im Jahr 1931 beteiligte sie sich an der Ausstellung „Fotomontage“, bei der Fotomontagen zum ersten Mal als autonome Kunstform anerkannt wurden. In dieser Zeit entwickelte sie auch verstärktes Interesse an „primitiver“ Kunst. (Autorentext auf der Grundlage von: Cara Schweitzer: Schrankenlose Freiheit für Hannah Höch. Hamburg: Osburg Verlag 2014 und https://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/hannah-hoech/; (Zugriff: 24.05.2021))

4. Erläutern Sie, mit welchen unterschiedlichen künstlerischen Verfahren und Strategien die beiden vorliegenden Werke entstanden sind und welches Verhältnis zur Wirklichkeit sich jeweils zeigt. [12 Punkte]

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