Aufgabe NT 2 - Teilaufgabe 4 · Abitur NRW Kunst LK · Nachtermin 2023

Thema: Künstlerische Verfahren und Positionen erläutern · Aus der Prüfung LK · Nachtermin (2023)

Aufgabenstellung

Materialgrundlage

Bildmaterial:

Abbildung 1: Max Ernst: Napoleon in der Wildnis, 1941, Öl auf Leinwand, 46,3 x 38,1 cm, The Museum of Modern Art, New York

Abbildung 2: Hannah Höch: Flucht, 1931, Collage aus Reproduktionen auf Papier, 23 x 18,4 cm, Institut für Auslandsbeziehungen, Stuttgart

Textmaterial:

Zusatzinformationen zu Abbildung 1:

Biografisches:

Während des Zweiten Weltkriegs wurde der in Frankreich lebende Max Ernst – seine Werke galten schon seit 1933 unter den Nationalsozialisten als „entartet“ – als feindlicher Ausländer mehrmals inhaftiert. Peggy Guggenheim, eine befreundete amerikanische Kunstsammlerin, ermöglichte ihm im Jahre 1941 die Flucht aus seiner Wahlheimat in die USA und beide heirateten. Für den politischen Flüchtling im Exil waren die USA eine fremde „Neue Welt“. Dabei kam Max Ernst in Kontakt mit der indigenen Kultur der Pueblo-Indianer und er lernte die Musik des Jazz kennen. (Autorentext)

Zum Titel:

Napoleon Bonaparte (1769 – 1821) war ein französischer General, der die Errungenschaften der Französischen Revolution in Europa verbreiten wollte und sich selbst zum Kaiser der Franzosen krönte. Trotz militärischer Erfolge scheiterte er letztlich in der Schlacht bei Waterloo und wurde bis zu seinem Lebensende ins Exil auf die Insel St. Helena verbannt. (Autorentext)

Zusatzinformationen zu Abbildung 2:

Biografisches:

Mit der Rückkehr 1929 von Holland nach Berlin mit ihrer Lebensgefährtin Til Brugman berichtete Hannah Höch von einer zunehmenden Vereinsamung. Bereits vor der Machtübernahme Hitlers 1933 hatten zahlreiche Freundinnen und Freunde von Hannah Höch Deutschland verlassen und waren ins Ausland gegangen. Sie und ihre Lebensgefährtin überlegten immer wieder das Land zu verlassen, wovon sie aber letztendlich absahen. Im Jahr 1931 beteiligte sie sich an der Ausstellung „Fotomontage“, bei der Fotomontagen zum ersten Mal als autonome Kunstform anerkannt wurden. In dieser Zeit entwickelte sie auch verstärktes Interesse an „primitiver“ Kunst. (Autorentext auf der Grundlage von: Cara Schweitzer: Schrankenlose Freiheit für Hannah Höch. Hamburg: Osburg Verlag 2014 und https://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/hannah-hoech/; (Zugriff: 24.05.2021))

4. Erläutern Sie, mit welchen unterschiedlichen künstlerischen Verfahren und Strategien die beiden vorliegenden Werke entstanden sind und welches Verhältnis zur Wirklichkeit sich jeweils zeigt. [12 Punkte]

Aufgabenstellung: Aufgabe NT 2 - Teilaufgabe 4 · Abitur NRW Kunst LK · Nachtermin 2023

Lösung

Nach den offiziellen Korrekturhinweisen

4. Erläutern Sie, mit welchen unterschiedlichen künstlerischen Verfahren und Strategien die beiden vorliegenden Werke entstanden sind und welches Verhältnis zur Wirklichkeit sich jeweils zeigt.

Lösung: Vergleichende Erläuterung der surrealistischen aleatorisch-kombinatorischen Verfahren bei Ernst sowie der dadaistischen Montage- und Dekontextualisierungsstrategien bei Höch.

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