Abitur Hessen Erziehungswissenschaft 2022 · LK

Abiturprüfung Erziehungswissenschaft in Hessen 2022, LK: 6 Aufgaben mit Lösungen. Themen: Klassiker der Pädagogik und Reformpädagogische Ansätze. Kostenlos.

Themen der Prüfung: Klassiker der Pädagogik · Reformpädagogische Ansätze · Sozialisation in Lebensaltern, Entwicklungsaufgaben und Identität · Öffentliches Bildungssystem, Schule und Schulabsentismus · System der Kinder- und Jugendhilfe

Aufgabe Vorschlag A - Aufgabe 1 · Reformpädagogische Ansätze

Reggio-Pädagogik und das System der Kinder- und Jugendhilfe

Aufgaben

1. Reformpädagogischer Ansatz

1.1

Beschreiben Sie fünf Grundideen der Reggio-Pädagogik. (15 BE)

Material 1

Auszug aus dem Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan 1 (2015):

Bildungsprozesse mit Kindern kooperativ gestalten (Ko-Konstruktion) [...]

Ko-Konstruktion als pädagogischer Ansatz heißt, dass Lernen durch Zusammenarbeit stattfindet, also von pädagogischen Bezugspersonen 2 und Kindern gemeinsam konstruiert wird. Der Schlüssel der Ko-Konstruktion ist die soziale Interaktion, sie fördert die geistige, sprachliche und soziale Entwicklung. Das Kind lernt, in dem es seine eigenen Ideen und sein Verständnis von der Welt zum Ausdruck bringt, sich mit anderen austauscht und Bedeutungen aushandelt. Es hat eigene Ideen und Theorien, denen es sich lohnt, zuzuhören, die aber auch in Frage gestellt werden können.

Pädagogische Bezugspersonen können mit Kindern Wissen ko-konstruieren, indem sie die Erforschung von Bedeutung stärker betonen als den Erwerb von Fakten. Für den Erwerb von Fakten müssen Kinder beobachten, zuhören und sich etwas merken. Die Erforschung von Bedeutung dagegen heißt, Bedeutungen zu entdecken, auszudrücken und mit anderen zu teilen ebenso wie die Ideen anderer anzuerkennen.

Ko-Konstruktion wird durch den Einsatz von Gestaltung, Dokumentation und Diskurs unterstützt. Gestaltung (z. B. Bilder) und Dokumentation (z. B. Aufzeichnungen und Notizen der Fachkraft, Lerntagebücher) ermöglichen es Kindern, ihre eigenen Ideen auszudrücken, sie mit anderen zu teilen und die Ideen anderer kennen zu lernen. Im Diskurs wird mit den Kindern über die Bedeutungen gesprochen und diese werden untereinander ausgehandelt, d. h. jeder versucht, die Gestaltungen und Dokumentationen der anderen zu begreifen. Pädagogische Bezugspersonen sollten dabei auf die Theorien der Kinder, ihre Vermutungen, Widersprüche und Missverständnisse achten und diese diskutieren. Dadurch können sie sicherstellen, dass sie die Kinder bei der Erforschung der Bedeutungen unterstützen.

Ko-Konstruktion erweitert das Verständnis- und Ausdrucksniveau in allen Entwicklungsbereichen des Kindes. Dieser Prozess ist besonders nachhaltig, wenn Kinder dazu angeregt werden, mit einer Vielzahl von Ausdrucksmitteln darzustellen, wie sie die Welt begreifen.

Durch die Ko-Konstruktion lernt das Kind, dass Ideen ausgetauscht, verwandelt und ausgeweitet werden können. Dadurch lernt es, dass die Welt auf viele Arten erklärt werden kann und bereichert und vertieft somit sein Verständnis hierfür. Der Prozess der Ko-Konstruktion trägt entscheidend dazu bei, dass das Kind Achtung gegenüber individuellen Unterschieden bezüglich Herkunft, Geschlecht oder körperlicher Beeinträchtigung entwickelt, denn es lernt, dass es verschiedene Wege gibt, sich auszudrücken, die Welt wahrzunehmen und zu erleben. Es lernt auch, diese Sichtweisen der anderen zu verstehen, zu respektieren und sie wertzuschätzen.

geändert nach: Hessisches Ministerium für Soziales und Integration und Hessisches Kultusministerium (Hrsg.): Bildung von Anfang an – Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen. Wiesbaden 7. Auflage 2015, S. 89 f.

1 Hessen hat das Thema „Frühe Bildung“ schon sehr früh aufgenommen und sich den Herausforderungen gestellt, die die gesamtgesellschaftlichen Veränderungen mit sich bringen. Hierzu hat Hessen in den vergangenen Jahren mit dem Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder im Alter von 0 bis 10 Jahren in Hessen, (BEP) die notwendigen Voraussetzungen geschaffen.

2 Im Folgenden sind unter der Bezeichnung „Pädagogische Bezugspersonen“ bzw. „Fachkräfte“ Erziehungspersonen aller Bildungsorte des Kindes gemeint (Familie, Tagespflege, Kindertageseinrichtungen, Schule).

1.2

Untersuchen Sie, inwieweit die Reggio-Pädagogik den pädagogischen Ansatz der Ko-Konstruktion im Auszug aus dem Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan „Bildungsprozesse mit Kindern kooperativ gestalten (Ko-Konstruktion)“ (Material 1) erfüllt. (20 BE)

1.3

Überprüfen Sie, inwieweit die beiden Elemente „Partizipation“ und „Kooperation“ in der Reggio-Pädagogik modernen Bildungsanforderungen gerecht werden. (15 BE)

Aufgabe Vorschlag A - Aufgabe 2 · System der Kinder- und Jugendhilfe

2 Das System der Kinder- und Jugendhilfe

2.1

Stellen Sie die rechtlichen Grundlagen und die strukturelle Organisation der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland dar. Bei Ihren Ausführungen ist die Zusammenarbeit freier und öffentlicher Träger der Kinder- und Jugendhilfe zu berücksichtigen. (20 BE)

2.2

Skizzieren Sie wesentliche Ergebnisse aus dem Text von Andreas Mairhofer et al. „Kinder- und Jugendhilfe in Zeiten der Corona-Pandemie“ (Material 2). (15 BE)

Material 2: Andreas Mairhofer et al.: Kinder- und Jugendhilfe in Zeiten der Corona-Pandemie (2020)

1 Die Corona-Pandemie und die ab Mitte März 2020 zu deren Eindämmung verhängten Maßnahmen haben Auswirkungen auf zahlreiche Lebens- und Gesellschaftsbereiche. Auch die Kinder- und Jugendhilfe ist hiervon betroffen. Um einen ersten empirischen Eindruck zu gewinnen, wie sich die Corona-Pandemie auf bestimmte Bereiche der kommunalen Kinder- und Jugendhilfe auswirkt, wurde

5 vom Deutschen Jugendinstitut e.V. eine bundesweite Onlinebefragung bei allen 575 Jugendämtern durchgeführt, an der sich 371 Ämter beteiligt haben (Rücklaufquote 65%). Im Fokus der Erhebung stehen Fragen zum Kinderschutz, zur Bereitstellung von Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe und zur Kommunikation mit den Adressaten. Die empirischen Ergebnisse beziehen sich auf den Zeitraum der Erhebung zwischen 23. April und 12. Mai 2020.

10 Der überwiegende Anteil der Jugendämter gibt an, dass sich die Anzahl von Gefährdungsmeldungen und Inobhutnahmen im Erhebungszeitraum entweder nicht verändert hat (55% und 66%) oder gesunken ist (25% und 19%). Aus ergänzenden Kommentaren geht hervor, dass diese Zahlen von den Jugendämtern unterschiedlich interpretiert werden. Als einen Grund benennen Jugendämter eine Unterbrechung von Kommunikationswegen, etwa aufgrund der Schließung von Schulen und Kitas.

15 Ein Teil der Jugendämter äußert die Sorge, dass während des Lockdowns Fälle von Missbrauch, Gewalt und Vernachlässigung junger Menschen möglicherweise nicht ausreichend erkannt werden und auch zusätzliche Unterstützungsbedarfe von Kindern, Jugendlichen und Familien entstehen könnten. Aus Sicht der Jugendämter stellt die Aufgabe, aktuelle Hilfebedarfe zu erkennen und zu priorisieren, zurzeit der Befragung die größte mit der Corona-Pandemie verknüpfte Herausforderung dar.

20 Die Jugendämter messen dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gefahren für deren Wohl eine zentrale Bedeutung zu. Alle befragten Jugendämter nehmen trotz der bestehenden Beschränkungen Aufgaben im Kontext des Kinderschutzes wahr und zwar prioritär. Fast alle Jugendämter (99%) geben an, dass vorläufige Schutzmaßnahmen (Inobhutnahmen) von Kindern und Jugendlichen weiterhin begonnen werden. Um mögliche Gefährdungen von Kindern abzuschätzen, nutzen 98 Prozent der

25 Ämter trotz Kontaktbeschränkungen weiterhin Hausbesuche bei den Familien.

Die allgemeinen Sozialen Dienste der Jugendämter – ASD – nehmen weiterhin auch Aufgaben neben dem Kinderschutz wahr: Zwei von fünf Jugendämtern (39%) geben sogar an, keine Einschränkungen des Aufgabenspektrums des ASD vorgenommen zu haben. Nur in wenigen Jugendamtsbezirken kommt es vor, dass keine stationären oder ambulanten Hilfen begonnen werden. Häufiger ist dies der

30 Fall bei den präventiven Angeboten der Frühen Hilfen (25%), beim Jugendwohnen (31%) oder in der Jugendhilfe im Strafverfahren (32%), wobei die Gründe dafür teilweise außerhalb des Einflussbereichs der Jugendämter liegen.

Sieben von acht Jugendämtern (87%) geben an, trotz der Einschränkungen während des Erhebungszeitraums weiterhin Hilfeplanungen durchzuführen. Dieses wesentliche Instrument der fachlichen

35 Steuerung von erzieherischen Hilfen wird jedoch in der Mehrheit der Jugendämter in angepasster Weise (z.B. andere Kommunikationswege, Fokussierung auf bestimmte Fälle) umgesetzt. 37 Prozent der Jugendämter führen nur bei Hinweisen auf eine Kindeswohlgefährdung Hilfeplanung durch.

Die Jugendämter halten über viele Kanäle den Kontakt mit den Adressaten. In einem von drei Jugendämtern wird im ASD kein direkter, persönlicher Kontakt aufrechterhalten. Diejenigen Jugendämter,

40 die keine direkten persönlichen Kontakte ermöglichen, haben allerdings nach eigener Einschätzung auch mit größeren Herausforderungen z.B. bei der Ausstattung zu kämpfen und sie sehen noch stärker die Risiken der fehlenden Kommunikation (Hilfebedarfe zu erkennen, Kinderschutz sicherzustellen, Partizipation der Adressaten aufrecht zu erhalten). Ein Viertel gibt zudem an, mit den Adressaten im ASD auch bildgestützt zu kommunizieren. Bei Beratungsstellen und in den ambulanten Hilfen fällt

45 dieser Anteil höher aus.

Auf die veränderte Kommunikationssituation und mögliche zusätzliche Beratungsbedarfe reagieren 89 Prozent der Jugendämter mit verstärkten Bemühungen, auf bestehende Beratungs- und Krisenangebote hinzuweisen. Die Hälfte der Jugendämter (47%) hat auf die veränderte Kommunikationssituation reagiert, indem sie zusätzliche Kapazitäten für Online-, Telefon- und Chatberatung bereitgestellt habe.

geändert nach: Andreas Mairhofer, Christian Peucker, Liane Pluto, Eric van Santen, Mike Seckingerunter: Kinder- und Jugendhilfe in Zeiten der Corona-Pandemie. DJI Jugendhilfebarometer bei Jugendämtern, Deutsches Jugendinstitut e.V., München 2020, S. 7 f.

2.3

Diskutieren Sie das Spannungsfeld des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) zwischen der Funktion als Dienstleister einerseits und der Funktion als Eingriffsbehörde andererseits. (15 BE)

Aufgabe Vorschlag B - Aufgabe 1 · Sozialisation in Lebensaltern, Entwicklungsaufgaben und Identität

Sozialisationsprozesse in unterschiedlichen Lebensaltern und das System der Kinder- und Jugendhilfe

Aufgabe 1: Sozialisationsprozesse in unterschiedlichen Lebensaltern

Material 1

Albert Scherr: „Doing Gender“: Darstellung und Herstellung des sozialen Geschlechts (2009)

Im Jugendalter gewinnt die Klärung des eigenen geschlechtsbezogenen Selbstverständnisses aus unterschiedlichen Gründen eine gesteigerte Bedeutung: Mit der Sexualität gewinnt das soziale Geschlecht […] für die Fremd- und Selbstwahrnehmung an Bedeutung, Jugendliche werden von der Werbung und generell in den Medien geschlechtsdifferenzierend angesprochen. In Gleichaltrigengruppen und Freundschaftsbeziehungen finden vielfältige Inszenierungen von Männlichkeit und Weiblichkeit statt; auch Fragen der schulischen und beruflichen Orientierungen sind auf gesellschaftliche Geschlechtermodelle bezogen […]. Geschlecht wird zu einem zentralen Bezugspunkt des Alltagshandelns, das insofern auch als wiederkehrende Darstellung und Herstellung von Geschlecht zu betrachten ist […]. Entsprechend ist die Pubertät als „heiße Phase der Produktion von Geschlechtlichkeit“ bezeichnet worden […].

Vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Geschlechterordnung sind Jugendliche veranlasst, sich mit Geschlechternormen und Geschlechteridealen auseinanderzusetzen. Dies geschieht unter der Vorgabe, dass eine geschlechtsbezogene Vereindeutigung und eine Festlegung der sexuellen Orientierung erwartet werden. […]

Die gesellschaftliche Geschlechterordnung sowie die geschlechtsbezogenen Normen und Ideale sind im Jugendalter hoch folgenreich: Sie führen vielfach zu Entscheidungen für als männlich oder weiblich geltende Bildungsgänge und Berufe und auch zu einer historisch und aktuell engen Verknüpfung von Männlichkeit und Gewalt […]. Die tradierte Vorstellung, dass Männer primär für die Erwerbsarbeit und den gewaltgestützten Schutz der Eigengruppe, Frauen primär für den Haushalt und die Kindererziehung zuständig sind, ist auch gegenwärtig noch einflussreich; verändert hat sich jedoch, dass das bürgerliche Ideal der Frau, die nicht arbeiten muss, durch die Vorstellung der Frau ersetzt wurde, die eine berufliche Karriere und die Sorge um die Familie in den eigenen Lebensentwurf integriert. […]

Für die künftige geschlechtsbezogene Jugendforschung ist es von zentraler Bedeutung, einerseits die Fortschreibung der tradierten Geschlechterordnung in den für Jugendliche bedeutsamen Institutionen und in den Alltagspraktiken Jugendlicher zu untersuchen; andererseits aber auch die Praktiken, mit denen auch Jugendliche tradierte Geschlechterbilder in Frage stellen und überwinden […]. Die Eroberung des klassischen männlichen Terrains Fußball durch Mädchen und Frauen ist ebenso ein Ausdruck solcher Tendenzen wie die Selbstinszenierungen von weiblichen Jugendlichen als gewaltbereit oder als sexistisch, wie z.B. bei der inzwischen dadurch prominent gewordenen Rapperin ‚Lady Bitch Ray‘. Auf institutioneller Ebene werden solche Veränderungen u.a. darin deutlich, dass junge Frauen inzwischen auch Soldatinnen werden können.

geändert nach: Albert Scherr: Jugendsoziologie, Eine Einführung in die Grundlagen und Theorien, Wiesbaden 9. erweiterte und umfassend überarbeitete Auflage 2009, S. 122–124.

1.1

Skizzieren Sie die Identitätsentwicklung sowie die vier Entwicklungsaufgaben im Jugendalter nach Klaus Hurrelmann. [15 BE]

1.2

Beschreiben Sie die Entwicklung der Geschlechtsidentität im Jugendalter basierend auf dem Text von Albert Scherr „‚Doing Gender‘: Darstellung und Herstellung des sozialen Geschlechts“ (Material 1). [15 BE]

1.3

Erörtern Sie den Einfluss der von Albert Scherr (Material 1) beschriebenen Aspekte der Entwicklung einer Geschlechtsidentität im Rahmen der Bewältigung der Entwicklungsaufgaben im Jugendalter. [20 BE]

Aufgabe Vorschlag B - Aufgabe 2 · System der Kinder- und Jugendhilfe

2 System der Kinder- und Jugendhilfe

2.1

Stellen Sie das Handlungsfeld der Jugendsozialarbeit dar. [20 BE]

Material 2 – Angela Werner: Diskriminierung entgegenwirken – junge Menschen qualifiziert beraten und unterstützen!

Das Leben in Deutschland ist für viele junge Menschen, insbesondere für junge Menschen mit Migrationsgeschichte eng mit Diskriminierungserfahrungen verbunden. Die Jugendmigrationsdienste unterstützen und begleiten als Teil der Jugendsozialarbeit aktiv die notwendigen Bewältigungsprozesse.

5 Junge Menschen benötigen für die Auseinandersetzung mit den Themen Rassismus und Diskriminierung einen Raum und Ansprechpersonen, die ihre Erfahrungen anerkennen, ihnen zuhören und sie ernst nehmen. Die Jugendsozialarbeit schafft in ihren vielfältigen Angeboten diesen Raum und setzt sich immer wieder kritisch mit Diskriminierungserfahrungen von jungen Menschen auseinander.

10 Insbesondere zum Aufgabengebiet der Jugendmigrationsdienste (JMD) als spezifisches Beratungsangebot für junge Menschen mit Migrationsgeschichte zählen das Aufarbeiten von Diskriminierungserfahrungen und die Unterstützung der betroffenen jungen Menschen bei der Entwicklung von Handlungsmöglichkeiten. Der JMD bietet mit seinem Beratungs- und Unterstützungsangebot den Raum für ein diskriminierungssensibles Miteinander, der die Wahrnehmung von Diskriminierungserfahrungen von Ratsuchenden und deren Anerkennung ermöglicht und befördert. Mit Gruppenarbeit stellt der JMD betroffenen jungen Menschen Empowerment-Räume 1 und Ressourcen zur Verfügung. Sofern von Ratsuchenden gewünscht, ist auch die Unterstützung bei rechtlichen Schritten gegen Diskriminierung möglich.

17 Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit setzt sich aber auch gegen strukturelle Diskriminierung im Gemeinwesen ein. Die Thematisierung von Diskriminierung in der Netzwerkarbeit und die Erweiterung des Netzwerks um geeignete Bündnispartner*innen ist eine wichtige Aufgabe für die Fachkräfte der Jugendsozialarbeit. Sowohl auf der lokalen [Ebene] als auch auf den übergeordneten Ebenen werben sie für aktive Bündnisarbeit und neue Allianzen. Gemeinsam setzen sie sich aktiv und solidarisch für eine rassismus- und diskriminierungskritische Jugendsozialarbeit sowie Kinder- und Jugendpolitik ein. […]

24 Als Handlungsfeld der Jugendsozialarbeit verstehen sich die Jugendmigrationsdienste mit ihrem Beratungs- und Unterstützungsangebot als Teil einer umfassenden Strategie im Rahmen des Nationalen Aktionsplan Integration (NAP-I). Sie sind sensibilisiert für diskriminierungskritische Beratung und erkennen entsprechende Bedarfe bei den jungen Menschen. In Einzelfällen begleiten sie auch betroffene Jugendliche während des Bewältigungsprozesses.

29 Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit setzt sich dafür ein, dass alle jungen Menschen diskriminierungsfrei aufwachsen können. In der Kinder- und Jugendhilfe muss diskriminierungsfreies Arbeiten gesichert und die Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe hier stetig fortgebildet werden.

32 Die Bundespolitik ist gefordert, Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass diskriminierungsfreies Aufwachsen ermöglicht wird und junge Menschen, die diskriminiert wurden oder diskriminiert haben, eine qualifizierte Beratung und Unterstützung wohnortnah und niedrigschwellig wahrnehmen können.

1 Empowerment-Räume des JMD geben Jugendlichen mit Migrationshintergrund einen Ort, an dem sie sich über ihre Problemlagen und Bedürfnisse austauschen und gemeinsam aktiv werden können, um diese öffentlich zu machen. Ein Beispiel ist die Gruppe „Jugendliche ohne Grenzen“, eine Initiative von jungen Geflüchteten für Geflüchtete.

geändert nach: Angela Werner: Diskriminierung entgegenwirken – junge Menschen qualifiziert beraten und unterstützen! Berlin 16.06.2021. https://jugendsozialarbeit.de/wp-content/uploads/2021/06/Pressemitteilung_Diskriminierungentgegenwirken_062021.pdf (abgerufen am 28.06.2021).

2.2

Arbeiten Sie die Aufgaben des Jugendmigrationsdienstes aus dem Text von Angela Werner „Diskriminierung entgegenwirken – junge Menschen qualifiziert beraten und unterstützen!“ (Material 2) heraus und setzen Sie diese in Beziehung zu den Handlungsfeldern der Jugendsozialarbeit. [15 BE]

2.3

Entwickeln Sie drei konkrete Ideen für die praktische Arbeit mit jungen Geflüchteten mit Diskriminierungserfahrung. [15 BE]

Aufgabe Vorschlag C - Aufgabe 1 · Klassiker der Pädagogik

Klassiker der Pädagogik und das System öffentlicher Bildung und Erziehung

Aufgabe 1: Ausgewählte Klassiker der Pädagogik

Material 1

Die Bedeutung des Spiels nach Friedrich Fröbel (2015)

1 Friedrich Fröbel (1782–1852) gilt als der Vater des Kindergartens. Nach dem Studium der Naturwissenschaften und Sprachen war er erst Schüler, später Lehrer bei Pestalozzi.

3 Er betätigte sich zunächst als Schulpädagoge und wandte sich im späteren Alter der Kleinkindpädagogik zu. Die Erkenntnisse aus seinen früheren Tätigkeiten veranlassten ihn, das Spiel als das 5 dem Wesen des kleinen Kindes gemäße Bildungs- und Erziehungsmittel in den Mittelpunkt seines pädagogischen Ansatzes zu stellen.

7 1840 gründete er den „allgemeinen Kindergarten“ und bildete kurz darauf die ersten Kindergärtnerinnen aus. So gesehen hat Fröbel als erster Pädagoge ein Ausbildungskonzept für den Beruf der Erzieherin entwickelt. Die Zeit war jedoch noch nicht reif für demokratische Erziehungsmethoden und Fröbels 10 Bild von einem dem Erwachsenen „ebenbürtigen Kind“ [...]. Der Kindergarten wurde 1851 verboten. Erst Jahre später, nach Fröbels Tod, wurde dieses Verbot aufgehoben.

12 Das Kind wird von Anfang an als ein kreativer, selbsttätiger und relativ autonomer Mensch gesehen. Fröbel geht davon aus, dass jedes Kind ein Geschöpf Gottes ist, das danach strebt, seine Bestimmung zu leben. Für Fröbel ist Gott auch Urgrund und letztes Ziel aller Menschenerziehung. Jeder Mensch ist 15 in jeder Lebensphase und Verfasstheit eine eigenständige Einheit im Rahmen der Vielfalt, die letztendlich wiederum auf eine absolute Einheit (Gott) bezogen ist. Alles ist mit allem verknüpft, in allen Bereichen des Natur- und Menschendaseins wiederholen sich dieselben Gesetze.

18 Der Begriff „Kindergarten“ ist leitend für Fröbels Konzept: Das Bild vom Kinder-Garten (Garten = Paradies) meint das dem Kind wiedergegebene Paradies, wo es Geschöpf und zugleich Schöpfer sein 20 kann (Kind als Akteur). Leitgedanke der Fröbel-Pädagogik ist die freie Selbsttätigkeit und Selbstbestimmung des jungen Menschen. Alle Erfahrungen des Kindes sollen durch eigene Anschauung erworben werden: erst greifen, dann begreifen, erst anfassen, dann erfassen! Eine ganzheitliche Erziehung mit Platz für soziales, musiches, manuelles, schöpferisches und kognitives Lernen und Tun war für Fröbel ein Grundprinzip.

25 Dabei ist das Spiel die wirksamste Selbstbildung kleiner Kinder, wenn es durch Erziehung im Rahmen der sogenannten „Spielpflege“ von (aus)gebildeten Erwachsenen begleitet wird: „Spielen, Spiel ist die höchste Stufe der Kindesentwicklung dieser Zeit; denn es ist freitätige Darstellung des Inneren, die Darstellung des Inneren aus Notwendigkeit und Bedürfnis des Inneren selbst, was auch das Wort Spiel selbst sagt“ [...]. So gesehen führte Fröbel das „Freie Spielen“ in die Pädagogik ein.

30 Fröbels Vorstellung vom Kindergarten war getragen von der Idee, durch das gemeinsame Spiel von Eltern und Kindern eine Verbesserung der familiären Beziehungen zu erwirken. Der Bildungsprozess geschieht in einem vom Kind gesteuerten und vom Erziehenden begleiteten und unterstützten Wechselwirkungsprozess. Grundlage für diesen Dialog ist eine persönlichkeits-, sozial- und sachkompetenzzentrierte Ausbildung der pädagogischen Fachkraft.

35 Fröbel hat als erster Pädagoge auf den Zusammenhang von Bindung an eine erwachsene Bezugsperson und die Bedeutung dieser emotionalen Beziehung für die frühkindlichen Bildungsprozesse verwiesen. Das Spiel- und Beschäftigungsmaterial, das Fröbel entwickelt hat, unterstützt die eigenständigen Bildungsleistungen des Kindes. Medien seiner Spielpflege (das gewollte und begleitete freie Spiel der Kinder) sind das sogenannte Spielgaben- und das Spielmittelsystem (heute Fröbel-Material 40 genannt), einschließlich der „Mutter-, Spiel- und Koselieder“. Folgende Spielgaben, deren Reihenfolge sorgfältig durchdacht ist, bilden den Mittelpunkt kindlichen Spiels:

42 Die von ihm als pädagogische Grundformen bezeichneten dreidimensionalen Formen Kugel, Zylinder und Würfel kennzeichnen sein Weltverständnis, nach dem scheinbar Gegensätzliches nicht widersprüchlich ist, sondern einander ergänzt.

45 Großes Interesse schenkte Fröbel auch den Kreis- und Bewegungsspielen, die wie die Spielgaben einer Reihenfolge unterliegen.

47 Zur Vollständigkeit eines Kindergartens war für Fröbel auch ein Garten unverzichtbar, in dem jedes Kind sein eigenes Beet zum Bearbeiten hat.

geändert nach: Landesverband Katholischer Kindertagesstätten (Hg.): Pädagogische Ansätze und Handlungskonzepte, in: Tacheles Expertise Themenheft, Stuttgart 2. Aufl. 2015, S. 8 f.

Material 2

Hans Scheuerl, Was ist ein pädagogischer Klassiker? (1995)

1 Klassiker wären dann diejenigen, die in ihren Erfahrungswelten, Gründungen und Konzepten eine Idee, eine Position, eine Tradition oder Traditionskritik, eine Vision oder „Bewegung“ besonders deutlich und eindringlich repräsentieren. Sie müssen nicht die ersten sein, die eine Position vertreten – 5 Vorläufer sind erlaubt. Sie müssen aber eine pädagogische Position oder Idee möglichst präzise und prägnant (das heißt zu Deutsch: treffsicher und gleichsam schwanger mit weiterführenden Impulsen) darstellen. Wir müssen von ihnen noch lernen, in ihrem Werk noch Entdeckungen machen können. Dabei brauchen sie keine fehlerfreien, gar vollkommenen Menschen zu sein. Ihr Werk kann oder Teile 10 davon können gescheitert, mit Hohn und Spott bedacht werden, in Vergessenheit geraten und später vielleicht gerade deshalb wiederentdeckt worden sein, weil sie in ihrem Scheitern noch uneingelöste Hoffnungen und Versprechungen enthalten, wie sie unsere Geschichte manchmal an unerwarteten Stellen uns bietet. Weder der „Erfolg“ in der eigenen Zeit, sei es der praktische, sei es der literarische, noch die Erfolgskontinuität in der Wirkungsgeschichte sind zwingende Kriterien für Klassizität.

geändert nach: Hans Scheuerl: Was ist ein pädagogischer Klassiker?, in: Zeitschrift für Pädagogik, Jahrgang 41, Heft 2, März/April 1995, S. 158 f.

1.1

Geben Sie die Vorstellungen zu Erziehung und Bildung von Friedrich Fröbel aus dem Text des Landesverbandes Katholischer Kindertagesstätten „Die Bedeutung des Spiels nach Friedrich Fröbel“ (Material 1) wieder. [15 BE]

1.2

Vergleichen Sie biografische Aspekte sowie Ideen und Ziele zu Bildung und Erziehung der beiden Klassiker Jean-Jacques Rousseau und Johann Pestalozzi mit denen von Friedrich Fröbel. [20 BE]

1.3

Überprüfen Sie anhand des Textes „Klassiker der Pädagogik“ (Material 2), inwieweit es sich bei Jean Jacques Rousseau oder bei Johann Pestalozzi um einen Klassiker der Pädagogik handelt. [15 BE]

Aufgabe Vorschlag C - Aufgabe 2 · Öffentliches Bildungssystem, Schule und Schulabsentismus

2 Das System öffentlicher Bildung und Erziehung

2.1

Beschreiben Sie fünf Merkmale der Unterrichtsgestaltung, die einen qualitätsvollen und erfolgreichen Unterricht erzeugen können. [15 BE]

Material 3: Die Vorzüge von Homeschooling sind eng begrenzt (2020)

Auch als Ruheständler ist der Oldenburger Erziehungswissenschaftler Hilbert Meyer noch viel unterwegs in deutschen Schulen und hält engen Kontakt zu vielen Lehrkräften und Schulleitungen. Wie beurteilt er die Erfahrungen aus der Coronakrise? Ein Gespräch.

[...] PÄDAGOGIK: Reines Homeschooling gibt es ja kaum mehr. Mittelfristig dürfte die Frage wichtiger sein, wie gut wir mit dem Blended Learning, also mit der Kombination von Präsenz- und Fernunterricht, klargekommen sind. Könnte diese Kombination zum Zukunftsmodell werden?

Hilbert Meyer: Meine Skepsis ist groß! Natürlich ist Blended Learning möglich – das hat die Pandemie gezeigt. Aber es ist sehr schwer, dabei didaktisch-methodische Qualitätsansprüche an Unterricht aufrechtzuerhalten, z. B. die Ausbalancierung von offenen und geschlossenen Aufgabenstellungen, die Nutzung von Feedback, die Stärkung des selbstgesteuerten Lernens, Hilfen beim Aufbau von Medienmündigkeit, die gezielte Unterstützung von Schüler*innen in prekären Lebensverhältnissen und so weiter. Es überrascht ja nicht, dass es an vielen Schulen einen Rückfall in die Steinzeit-Didaktik gab: Die Schüler*innen kamen einmal pro Woche in die Klasse, die Lehrperson erläuterte das Lernpaket für die nächste Woche, beantwortete Rückfragen, sprach ein wenig Mut zu und schickte alle wieder nach Hause. Lernpaket – was für ein schrecklicher Begriff! Oft genug bestand das Päckchen nur aus den Seitenangaben zu den Aufgaben in den Deutsch- und Mathebüchern und aus Arbeitsblättern, deren Problematik seit Langem bekannt ist, die nun aber immer deutlicher wird. Eine engagierte Gymnasiallehrerin kommentierte das so: „Ich unterrichte nicht mehr Französisch, ich stelle nur noch Aufgaben.“ Und ein Schulleiter sagte mir am Telefon: „Jetzt wird deutlich, wie gut die eine Kollegin ihr Geschäft versteht und wie schlecht die andere.“ Die Stärke der Schule war seit jeher das sinnstiftende Kommunizieren in einer Lerngemeinschaft – und das ist in digitalen Settings nur in seltenen Glücksfällen möglich. Deshalb geht es für mich in der Coronapandemie um Schadensbegrenzung – mehr ist nicht drin!

PÄDAGOGIK: Einige sehen einen deutlichen Vorteil des Fernunterrichts darin, dass die Schüler*innen im eigenen Takt lernen und den Tagesablauf selbstständig gestalten können. Wie siehst du das?

Hilbert Meyer: Das stimmt natürlich ein Stück weit. Aber wer profitiert davon? Es gibt Schüler*innen, die schnell, selbstständig und gut arbeiten; andere, die schnell und schludrig sind; und dritte, die langsam arbeiten, die zögerlich sind, die die Aufgaben vor sich herschieben und von ihren Eltern zur Arbeit gezwungen werden müssen. Leistungsstarke und gut strukturierte Schüler*innen haben Vorteile davon, im eigenen Takt zu arbeiten und nicht durch Mitschüler*innen abgelenkt zu werden. Aber was passiert mit jenen Schüler*innen, die die unverzichtbare klare Struktur nicht herzustellen vermögen, deren Erziehungsberechtigte keine Helikoptereltern sind, sondern so mit eigenen Problemen zu tun haben, dass sie gar nicht dazu kommen, ihre Kinder beim Lernen zu begleiten, einen vernünftigen Arbeitsplatz einzurichten und nachzuschauen, ob die Aufgaben erledigt worden sind? Die Heterogenität der Schülerschaft war schon immer groß. Aber beim Blended Learning wird sie unauffällig auffälliger, weil die Lehrpersonen das Arbeitsverhalten ja nicht mehr beobachten und auch nicht helfend eingreifen können. Sie verlieren Schüler*innen aus dem Blick, manche tauchen regelrecht ab, liefern keine Hausaufgaben ab oder tricksen, z. B. indem sie leere Dateien abgeben und behaupten, beim Abschicken seien sie noch voll gewesen. [...]

PÄDAGOGIK: Du hast vorhin schon den Aspekt der ungenügenden Chancengerechtigkeit unseres Schulsystems angesprochen: Die ohnehin sozial benachteiligten Kinder und Jugendlichen könnten durch Homeschooling noch weiter abgehängt werden. Was tun, damit die Bildungsgerechtigkeit durch die Coronakrise nicht noch weiter verstärkt wird?

Hilbert Meyer: Ich sehe keine Chancen, durch Digitalisierung das Problem der Bildungsgerechtigkeit zu beheben – im Gegenteil, die soziale Kopplung des Lernerfolgs wird durch Digitalisierung und Blended Learning größer! Ich habe gelesen, dass z. B. Jörg Dräger, der Leiter der Bertelsmann-Abteilung für Bildung, in seinem Buch „Die Digitale Bildungsrevolution“ (2017) angekündigt hat, dass nun endlich – gut 200 Jahre nach der in der Französischen Revolution geborenen Idee der „Bildung als Menschenrecht“ – eine nachhaltige Demokratisierung der Bildung möglich werde, weil jeder, der das will, kostenlosen Zugriff zu den Vorlesungen in Princeton und Harvard hätte und sich seine Lernerfolge online testieren lassen könne. Solche Vorstellungen gehen meines Erachtens völlig an der Wirklichkeit vorbei. Schüler*innen, die sowieso auf der Überholspur sind, können damit klarkommen. Schüler*innen aus prekären Lebenslagen, z. B. mit Lernbeeinträchtigungen oder fehlender Sprachkompetenz, erreicht man so nicht. Sie brauchen – mehr als alle anderen – persönliche und direkte Zuwendung, Ermutigung und Kritik. Was tun? Um diese Risikoschüler*innen wirklich nachhaltig unterstützen zu können, benötigen wir eine inklusive Schule für alle und eine Didaktik der Vielfalt, in der gemeinsames Lernen und individuelle Profilbildung von der ersten Klasse an miteinander verknüpft werden können. In dem mit vier Koautor*innen verfassten Buch „Bildung gegen Spaltung“ [...] haben wir das Konzept einer solchen inklusiven Schule beschrieben, in der an die Stelle von Bildungsstandards und Kompetenzkatalogen „Stufenkoffer der Bildung“ treten, die definieren, welche Lernmöglichkeiten den Schüler*innen auf jeder Schulstufe geboten werden sollten. Die Umsetzung eines solchen Konzepts erfordert viel Arbeit und eine klare pädagogische Haltung – aber alles, was wir dort vorschlagen, ist schon irgendwo in Deutschland erfolgreich realisiert worden.

geändert nach: Die Vorzüge von Homeschooling sind eng begrenzt, in: PÄDAGOGIK Kooperation im Kollegium. Weinheim, Jahrgang 72, Heft 12/2020, S. 44 ff.

2.2

Arbeiten Sie aus dem Interview „Die Vorzüge von Homeschooling sind eng begrenzt“ (Material 3) die Position von Hilbert Meyer zum Blended Learning heraus. [20 BE]

2.3

Diskutieren Sie ausgehend von Material 3 die Vor- und Nachteile, die mit Blended Learning einhergehen. [15 BE]

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