Ejercicio Option A - 1 · Alemán PAU País Vasco Extraordinaria 2024
Tema: Preguntas sobre el texto con tus propias palabras (Fragen zum Text) · Del examen Extraordinaria (2024)
Enunciado
OPTION A
Atommüll in Deutschland
Etwa fünf Minuten dauert die Fahrt in den Schacht “Konrad” in Salzgitter im Südosten Niedersachsens. In etwa 1000 Meter Tiefe zeigt sich eine ungewohnte Welt: Nach ein paar Schritten weiten sich die Gänge des Bergwerks. Es ist warm und windstill. Die Mitarbeiter tragen Helme, Schutzbekleidung und Notfall-Sauerstoffgeräte. So auch der niedersächsische Umweltminister Christian Meier bei seinem Besuch im Schacht Konrad im Frühjahr dieses Jahres. Bis 1976 wurde im Schacht Konrad Eisenerz abgebaut. Mit dem Ende des Abbaus kam die Idee, hier ein Endlager zu bauen für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll. Hausherr im Schacht Konrad ist, wie auch in den beiden schon bestehenden Endlagern Asse und Morsleben, die Bundesgesellschaft für Endlagerung, kurz BGE. Der Bergingenieur Thomas Lautsch ist der Geschäftsführer der BGE. Er führt beim Besuch des Umweltministers durch den Staub des Bergwerks in einen Bereich, der eher an einen Eisenbahntunnel erinnert. “Wir befinden uns hier in der zukünftigen Betonfabrik des Bergwerks. Diesen Raum haben wir fertiggestellt, die Fundamente sind gebaut, hier kommen die Maschinen drauf in den nächsten zwölf Monaten, und dann haben wir einen weiteren Baustein für das Endlager dann auch fertig”, so die Planung im April, kurz vor der Abschaltung der letzten noch laufenden Atomkraftwerke in Deutschland. Deren Überreste sind es, die einmal hier in das alte Bergwerk gebracht werden sollen. Für 303000 Kubikmeter Atommüll haben sie im Schacht Konrad die Genehmigung, eingefahren und für immer verschlossen. Es sind die Überreste eines Zeitalters, das in den 1950er Jahren begann: die Nutzung der Atomkraft. Begleitet von einer Euphorie und dem Glauben an eine saubere, sichere Energieversorgung. An die strahlenden Überreste hat man damals nicht so richtig gedacht, sagt Michael Seiler, Ingenieur für Technische Chemie. Er ist jetzt im Ruhestand und berät als Experte die Bundesgesellschaft für Endlagerung. “Der schwach- und mittelradioaktive Abfall entsteht in nuklearen Betrieben dadurch, dass die radioaktiven Stoffe sich mit allen anderen Stoffen vermischen, mit denen sie zusammen kommen. Wenn Sie ein Kernkraftwerk betreiben, dann haben Sie auch Rohrleitungen, in denen sich Radioaktivität im Laufe der Jahre absetzt, und dann haben Sie an den Rohrleitungen radioaktive Ablagerungen, das heißt, der radioaktive Müll sieht aus wie Müll aller Art.” 60 % der Abfälle, die im Konrad eingelagert werden sollen, kommen aus den Atomkraftwerken, der große Rest kommt aus Forschungsreaktoren und aus der Nutzung von Radioaktivität in der Industrie und in der Medizin.
nach: Bastian Brandau, Hintergrund, Deutschlandfunk, 17.08.2023
1. Beantworten Sie die folgenden Fragen. Gehen Sie dabei vom Text aus, aber verwenden Sie nach Möglichkeit nicht die Formulierungen des Textes! [4P]
a)
Was erhoffte man sich von der Atomenergie?
b)
Wozu diente der Schacht “Konrad” ursprünglich?
c)
Warum sind viele verschiedene Materialien radioaktiv?
d)
Wer ist Christian Meier?

Solución
Según los criterios oficiales de corrección
a. Was erhoffte man sich von der Atomenergie?
Solución: Man erhoffte sich eine saubere und sichere Energieversorgung.
b. Wozu diente der Schacht “Konrad” ursprünglich?
Solución: Zum Abbau von Eisenerz (als Eisenerzbergwerk).
c. Warum sind viele verschiedene Materialien radioaktiv?
Solución: Weil sich radioaktive Stoffe mit allen anderen Stoffen, mit denen sie in Kontakt kommen, vermischen bzw. sich an ihnen (z. B. an Rohrleitungen) absetzen.
d. Wer ist Christian Meier?
Solución: Er ist der niedersächsische Umweltminister.
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