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Examen de Alemán PAU País Vasco 2024 · Extraordinaria
Examen de Alemán de Selectividad de Euskadi (PAU/EAU) 2024, Extraordinaria (julio): 4 problemas con solución. Con corrección al momento.
Temas del examen: Preguntas sobre el texto con tus propias palabras (Fragen zum Text) · Verdadero o falso con cita del texto (Richtig oder falsch) · Vocabulario: sinónimos en el texto (Wortschatz) · Resumen y opinión o texto de 80-120 palabras (Zusammenfassung, Stellungnahme, Textproduktion)
Ejercicio Option A - 1 · Preguntas sobre el texto con tus propias palabras (Fragen zum Text)
OPTION A
Atommüll in Deutschland
Etwa fünf Minuten dauert die Fahrt in den Schacht “Konrad” in Salzgitter im Südosten Niedersachsens. In etwa 1000 Meter Tiefe zeigt sich eine ungewohnte Welt: Nach ein paar Schritten weiten sich die Gänge des Bergwerks. Es ist warm und windstill. Die Mitarbeiter tragen Helme, Schutzbekleidung und Notfall-Sauerstoffgeräte. So auch der niedersächsische Umweltminister Christian Meier bei seinem Besuch im Schacht Konrad im Frühjahr dieses Jahres. Bis 1976 wurde im Schacht Konrad Eisenerz abgebaut. Mit dem Ende des Abbaus kam die Idee, hier ein Endlager zu bauen für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll. Hausherr im Schacht Konrad ist, wie auch in den beiden schon bestehenden Endlagern Asse und Morsleben, die Bundesgesellschaft für Endlagerung, kurz BGE. Der Bergingenieur Thomas Lautsch ist der Geschäftsführer der BGE. Er führt beim Besuch des Umweltministers durch den Staub des Bergwerks in einen Bereich, der eher an einen Eisenbahntunnel erinnert. “Wir befinden uns hier in der zukünftigen Betonfabrik des Bergwerks. Diesen Raum haben wir fertiggestellt, die Fundamente sind gebaut, hier kommen die Maschinen drauf in den nächsten zwölf Monaten, und dann haben wir einen weiteren Baustein für das Endlager dann auch fertig”, so die Planung im April, kurz vor der Abschaltung der letzten noch laufenden Atomkraftwerke in Deutschland. Deren Überreste sind es, die einmal hier in das alte Bergwerk gebracht werden sollen. Für 303000 Kubikmeter Atommüll haben sie im Schacht Konrad die Genehmigung, eingefahren und für immer verschlossen. Es sind die Überreste eines Zeitalters, das in den 1950er Jahren begann: die Nutzung der Atomkraft. Begleitet von einer Euphorie und dem Glauben an eine saubere, sichere Energieversorgung. An die strahlenden Überreste hat man damals nicht so richtig gedacht, sagt Michael Seiler, Ingenieur für Technische Chemie. Er ist jetzt im Ruhestand und berät als Experte die Bundesgesellschaft für Endlagerung. “Der schwach- und mittelradioaktive Abfall entsteht in nuklearen Betrieben dadurch, dass die radioaktiven Stoffe sich mit allen anderen Stoffen vermischen, mit denen sie zusammen kommen. Wenn Sie ein Kernkraftwerk betreiben, dann haben Sie auch Rohrleitungen, in denen sich Radioaktivität im Laufe der Jahre absetzt, und dann haben Sie an den Rohrleitungen radioaktive Ablagerungen, das heißt, der radioaktive Müll sieht aus wie Müll aller Art.” 60 % der Abfälle, die im Konrad eingelagert werden sollen, kommen aus den Atomkraftwerken, der große Rest kommt aus Forschungsreaktoren und aus der Nutzung von Radioaktivität in der Industrie und in der Medizin.
nach: Bastian Brandau, Hintergrund, Deutschlandfunk, 17.08.2023
1. Beantworten Sie die folgenden Fragen. Gehen Sie dabei vom Text aus, aber verwenden Sie nach Möglichkeit nicht die Formulierungen des Textes! [4P]
a)
Was erhoffte man sich von der Atomenergie?
b)
Wozu diente der Schacht “Konrad” ursprünglich?
c)
Warum sind viele verschiedene Materialien radioaktiv?
d)
Wer ist Christian Meier?
Ejercicio Option A - 2 · Verdadero o falso con cita del texto (Richtig oder falsch)
OPTION A
Atommüll in Deutschland
Etwa fünf Minuten dauert die Fahrt in den Schacht “Konrad” in Salzgitter im Südosten Niedersachsens. In etwa 1000 Meter Tiefe zeigt sich eine ungewohnte Welt: Nach ein paar Schritten weiten sich die Gänge des Bergwerks. Es ist warm und windstill. Die Mitarbeiter tragen Helme, Schutzbekleidung und Notfall-Sauerstoffgeräte. So auch der niedersächsische Umweltminister Christian Meier bei seinem Besuch im Schacht Konrad im Frühjahr dieses Jahres. Bis 1976 wurde im Schacht Konrad Eisenerz abgebaut. Mit dem Ende des Abbaus kam die Idee, hier ein Endlager zu bauen für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll. Hausherr im Schacht Konrad ist, wie auch in den beiden schon bestehenden Endlagern Asse und Morsleben, die Bundesgesellschaft für Endlagerung, kurz BGE. Der Bergingenieur Thomas Lautsch ist der Geschäftsführer der BGE. Er führt beim Besuch des Umweltministers durch den Staub des Bergwerks in einen Bereich, der eher an einen Eisenbahntunnel erinnert. “Wir befinden uns hier in der zukünftigen Betonfabrik des Bergwerks. Diesen Raum haben wir fertiggestellt, die Fundamente sind gebaut, hier kommen die Maschinen drauf in den nächsten zwölf Monaten, und dann haben wir einen weiteren Baustein für das Endlager dann auch fertig”, so die Planung im April, kurz vor der Abschaltung der letzten noch laufenden Atomkraftwerke in Deutschland. Deren Überreste sind es, die einmal hier in das alte Bergwerk gebracht werden sollen. Für 303000 Kubikmeter Atommüll haben sie im Schacht Konrad die Genehmigung, eingefahren und für immer verschlossen. Es sind die Überreste eines Zeitalters, das in den 1950er Jahren begann: die Nutzung der Atomkraft. Begleitet von einer Euphorie und dem Glauben an eine saubere, sichere Energieversorgung. An die strahlenden Überreste hat man damals nicht so richtig gedacht, sagt Michael Seiler, Ingenieur für Technische Chemie. Er ist jetzt im Ruhestand und berät als Experte die Bundesgesellschaft für Endlagerung. “Der schwach- und mittelradioaktive Abfall entsteht in nuklearen Betrieben dadurch, dass die radioaktiven Stoffe sich mit allen anderen Stoffen vermischen, mit denen sie zusammen kommen. Wenn Sie ein Kernkraftwerk betreiben, dann haben Sie auch Rohrleitungen, in denen sich Radioaktivität im Laufe der Jahre absetzt, und dann haben Sie an den Rohrleitungen radioaktive Ablagerungen, das heißt, der radioaktive Müll sieht aus wie Müll aller Art.” 60 % der Abfälle, die im Konrad eingelagert werden sollen, kommen aus den Atomkraftwerken, der große Rest kommt aus Forschungsreaktoren und aus der Nutzung von Radioaktivität in der Industrie und in der Medizin.
nach: Bastian Brandau, Hintergrund, Deutschlandfunk, 17.08.2023
2. Wählen Sie zwei der folgenden Sätze aus. Sind diese Aussagen RICHTIG oder FALSCH? Zitieren Sie die entsprechende Textstelle! [2P]
a)
Deutschland nutzt weiterhin Atomenergie.
RICHTIG
FALSCH
b)
Früher hielt man Atomenergie für besonders gut.
RICHTIG
FALSCH
c)
Michael Seiler arbeitet noch in Vollzeit.
RICHTIG
FALSCH
Ejercicio Option A - 3 · Vocabulario: sinónimos en el texto (Wortschatz)
OPTION A
Atommüll in Deutschland
Etwa fünf Minuten dauert die Fahrt in den Schacht “Konrad” in Salzgitter im Südosten Niedersachsens. In etwa 1000 Meter Tiefe zeigt sich eine ungewohnte Welt: Nach ein paar Schritten weiten sich die Gänge des Bergwerks. Es ist warm und windstill. Die Mitarbeiter tragen Helme, Schutzbekleidung und Notfall-Sauerstoffgeräte. So auch der niedersächsische Umweltminister Christian Meier bei seinem Besuch im Schacht Konrad im Frühjahr dieses Jahres. Bis 1976 wurde im Schacht Konrad Eisenerz abgebaut. Mit dem Ende des Abbaus kam die Idee, hier ein Endlager zu bauen für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll. Hausherr im Schacht Konrad ist, wie auch in den beiden schon bestehenden Endlagern Asse und Morsleben, die Bundesgesellschaft für Endlagerung, kurz BGE. Der Bergingenieur Thomas Lautsch ist der Geschäftsführer der BGE. Er führt beim Besuch des Umweltministers durch den Staub des Bergwerks in einen Bereich, der eher an einen Eisenbahntunnel erinnert. “Wir befinden uns hier in der zukünftigen Betonfabrik des Bergwerks. Diesen Raum haben wir fertiggestellt, die Fundamente sind gebaut, hier kommen die Maschinen drauf in den nächsten zwölf Monaten, und dann haben wir einen weiteren Baustein für das Endlager dann auch fertig”, so die Planung im April, kurz vor der Abschaltung der letzten noch laufenden Atomkraftwerke in Deutschland. Deren Überreste sind es, die einmal hier in das alte Bergwerk gebracht werden sollen. Für 303000 Kubikmeter Atommüll haben sie im Schacht Konrad die Genehmigung, eingefahren und für immer verschlossen. Es sind die Überreste eines Zeitalters, das in den 1950er Jahren begann: die Nutzung der Atomkraft. Begleitet von einer Euphorie und dem Glauben an eine saubere, sichere Energieversorgung. An die strahlenden Überreste hat man damals nicht so richtig gedacht, sagt Michael Seiler, Ingenieur für Technische Chemie. Er ist jetzt im Ruhestand und berät als Experte die Bundesgesellschaft für Endlagerung. “Der schwach- und mittelradioaktive Abfall entsteht in nuklearen Betrieben dadurch, dass die radioaktiven Stoffe sich mit allen anderen Stoffen vermischen, mit denen sie zusammen kommen. Wenn Sie ein Kernkraftwerk betreiben, dann haben Sie auch Rohrleitungen, in denen sich Radioaktivität im Laufe der Jahre absetzt, und dann haben Sie an den Rohrleitungen radioaktive Ablagerungen, das heißt, der radioaktive Müll sieht aus wie Müll aller Art.” 60 % der Abfälle, die im Konrad eingelagert werden sollen, kommen aus den Atomkraftwerken, der große Rest kommt aus Forschungsreaktoren und aus der Nutzung von Radioaktivität in der Industrie und in der Medizin.
nach: Bastian Brandau, Hintergrund, Deutschlandfunk, 17.08.2023
3. Wählen Sie vier Wörter aus der folgenden Liste und suchen Sie im Text nach Synonymen! [1P]
Tragen Sie für mindestens vier der Wörter das entsprechende Synonym aus dem Text ein (0,25 Punkte pro richtige Zuordnung).
a. wenige
b. Gedanke
c. zu Ende gebaut
d. Abfall
e. existierend
f. ein Jahr
Ejercicio Option A - 4 · Resumen y opinión o texto de 80-120 palabras (Zusammenfassung, Stellungnahme, Textproduktion)
OPTION A
Atommüll in Deutschland
Etwa fünf Minuten dauert die Fahrt in den Schacht “Konrad” in Salzgitter im Südosten Niedersachsens. In etwa 1000 Meter Tiefe zeigt sich eine ungewohnte Welt: Nach ein paar Schritten weiten sich die Gänge des Bergwerks. Es ist warm und windstill. Die Mitarbeiter tragen Helme, Schutzbekleidung und Notfall-Sauerstoffgeräte. So auch der niedersächsische Umweltminister Christian Meier bei seinem Besuch im Schacht Konrad im Frühjahr dieses Jahres. Bis 1976 wurde im Schacht Konrad Eisenerz abgebaut. Mit dem Ende des Abbaus kam die Idee, hier ein Endlager zu bauen für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll. Hausherr im Schacht Konrad ist, wie auch in den beiden schon bestehenden Endlagern Asse und Morsleben, die Bundesgesellschaft für Endlagerung, kurz BGE. Der Bergingenieur Thomas Lautsch ist der Geschäftsführer der BGE. Er führt beim Besuch des Umweltministers durch den Staub des Bergwerks in einen Bereich, der eher an einen Eisenbahntunnel erinnert. “Wir befinden uns hier in der zukünftigen Betonfabrik des Bergwerks. Diesen Raum haben wir fertiggestellt, die Fundamente sind gebaut, hier kommen die Maschinen drauf in den nächsten zwölf Monaten, und dann haben wir einen weiteren Baustein für das Endlager dann auch fertig”, so die Planung im April, kurz vor der Abschaltung der letzten noch laufenden Atomkraftwerke in Deutschland. Deren Überreste sind es, die einmal hier in das alte Bergwerk gebracht werden sollen. Für 303000 Kubikmeter Atommüll haben sie im Schacht Konrad die Genehmigung, eingefahren und für immer verschlossen. Es sind die Überreste eines Zeitalters, das in den 1950er Jahren begann: die Nutzung der Atomkraft. Begleitet von einer Euphorie und dem Glauben an eine saubere, sichere Energieversorgung. An die strahlenden Überreste hat man damals nicht so richtig gedacht, sagt Michael Seiler, Ingenieur für Technische Chemie. Er ist jetzt im Ruhestand und berät als Experte die Bundesgesellschaft für Endlagerung. “Der schwach- und mittelradioaktive Abfall entsteht in nuklearen Betrieben dadurch, dass die radioaktiven Stoffe sich mit allen anderen Stoffen vermischen, mit denen sie zusammen kommen. Wenn Sie ein Kernkraftwerk betreiben, dann haben Sie auch Rohrleitungen, in denen sich Radioaktivität im Laufe der Jahre absetzt, und dann haben Sie an den Rohrleitungen radioaktive Ablagerungen, das heißt, der radioaktive Müll sieht aus wie Müll aller Art.” 60 % der Abfälle, die im Konrad eingelagert werden sollen, kommen aus den Atomkraftwerken, der große Rest kommt aus Forschungsreaktoren und aus der Nutzung von Radioaktivität in der Industrie und in der Medizin.
nach: Bastian Brandau, Hintergrund, Deutschlandfunk, 17.08.2023
4. Fassen Sie den Text kurz zusammen und drücken Sie Ihre Meinung dazu aus (Empfehlung: 80-120 Wörter). Sie können sich dabei an folgenden Fragen orientieren [3P]:
Was ist das Problem der Atomenergie?
Was hat man sich früher von ihr versprochen?
Was ist alles radioaktiv kontaminiert?
Was ist Ihre Meinung zu dem Thema?
...
Ejercicio Option B - 1 · Preguntas sobre el texto con tus propias palabras (Fragen zum Text)
OPTION B
Wer profitiert vom Strand? Italien streitet mit der EU
Winter an Liguriens Küste. Wo im Sommer auf geharktem Sand Liegestuhl an Liegestuhl steht, die Parzellen der Strandbäder durch die Farben ihrer Sonnenschirme voneinander getrennt sind, da laufen heute wenige einsame Spaziergänger über naturbelassenen Strand. Die Umkleidekabinen sind abgebaut und warten in winterfesten Schuppen auf die nächste Saison. Die Duschen sind abmontiert, Wasserhähne mit Kabelbinder fixiert. Und auch die dazu gehörigen Strandbars sind vielfach, mit Brettern vernagelt, im Winterschlaf. Nur wenige Barbetreiber halten ihre Bar auf, wenn die Saison vorbei ist. Roberto Costato ist einer dieser wenigen. “Oasi”, “Oase”, heißt sein Betrieb zwischen Bordighera und Ventimiglia nahe der italienisch-französischen Grenze. “Mein Vater hat diesen Strandabschnitt 1973 übernommen. Wir sind ein traditioneller Familienbetrieb, auch wenn wir in der Hochsaison weitere Leute einstellen. Diesen Sommer hatten wir sieben, acht zusätzliche Mitarbeitende.” 55 Sonnenschirme, doppelt so viele Strandstühle und Liegen für insgesamt 110 Badegäste. Das “Oasi” ist ein typisches Stabilimento balneare, wie die kostenpflichtigen Strandbäder in Italien heißen. An den Adria-Stränden in Nord- und Mittelitalien reiht sich eines ans andere. Touristisch weniger erschlossene Regionen, wie die Basilicata oder Kalabrien im Süden, haben deutlich mehr kostenlose, öffentliche Strände. Die italienische Handelskammer beziffert die Zahl der Strandbetriebe auf etwas mehr als 7000. Sie sind seit Jahren ein Grund für Streit zwischen Italien und Europa, genauer zwischen der italienischen Regierung und der Wettbewerbskommission der Europäischen Union. Sie will Italien nämlich zwingen, die Betriebsgenehmigungen für die Strandbäder europaweit auszuschreiben, damit sie nicht, wie bisher üblich, ohne jede Prüfung automatisch verlängert werden. Denn so bekommen Jahr für Jahr die gleichen Strandbetreiber die Lizenzen. Wettbewerb gibt es kaum. Die Vorstellung, künftig mit Unternehmern aus dem gesamten EU-Raum konkurrieren zu müssen, treibt deshalb vielen Lizenznehmern die Schweißperlen auf die Stirn. “Wenn hier jetzt eine internationale Unternehmensgruppe auftaucht, wie sähe das aus, könnte die vielleicht den gesamten Küstenstreifen übernehmen?”, fragt sich Roberto Costato, der das ligurische Strandbad “Oasi” schon in zweiter Generation führt. Betreiber wie Costato sind nicht Eigentümer des Strandabschnitts, den sie wirtschaftlich nutzen, indem sie Badegästen Liegestühle, Umkleidekabinen oder Wasserhähne tage- oder wochenweise vermieten, sondern die Betreiber brauchen für die Nutzung eine Lizenz des italienischen Staates.
nach: Kirstin Hausen, Hintergrund, Deutschlandfunk, 16.12.2023
1. Beantworten Sie die folgenden Fragen. Gehen Sie dabei vom Text aus, aber verwenden Sie nach Möglichkeit nicht die Formulierungen des Textes! (4P)
a)
Was ist typisch für Strandbäder in Italien?
b)
Wo liegt Ligurien?
c)
Muss man überall in Italien für den Strandbesuch zahlen?
d)
Was will die Europäische Kommission ändern?
Ejercicio Option B - 2 · Verdadero o falso con cita del texto (Richtig oder falsch)
OPTION B
Wer profitiert vom Strand? Italien streitet mit der EU
Winter an Liguriens Küste. Wo im Sommer auf geharktem Sand Liegestuhl an Liegestuhl steht, die Parzellen der Strandbäder durch die Farben ihrer Sonnenschirme voneinander getrennt sind, da laufen heute wenige einsame Spaziergänger über naturbelassenen Strand. Die Umkleidekabinen sind abgebaut und warten in winterfesten Schuppen auf die nächste Saison. Die Duschen sind abmontiert, Wasserhähne mit Kabelbinder fixiert. Und auch die dazu gehörigen Strandbars sind vielfach, mit Brettern vernagelt, im Winterschlaf. Nur wenige Barbetreiber halten ihre Bar auf, wenn die Saison vorbei ist. Roberto Costato ist einer dieser wenigen. “Oasi”, “Oase”, heißt sein Betrieb zwischen Bordighera und Ventimiglia nahe der italienisch-französischen Grenze. “Mein Vater hat diesen Strandabschnitt 1973 übernommen. Wir sind ein traditioneller Familienbetrieb, auch wenn wir in der Hochsaison weitere Leute einstellen. Diesen Sommer hatten wir sieben, acht zusätzliche Mitarbeitende.” 55 Sonnenschirme, doppelt so viele Strandstühle und Liegen für insgesamt 110 Badegäste. Das “Oasi” ist ein typisches Stabilimento balneare, wie die kostenpflichtigen Strandbäder in Italien heißen. An den Adria-Stränden in Nord- und Mittelitalien reiht sich eines ans andere. Touristisch weniger erschlossene Regionen, wie die Basilicata oder Kalabrien im Süden, haben deutlich mehr kostenlose, öffentliche Strände. Die italienische Handelskammer beziffert die Zahl der Strandbetriebe auf etwas mehr als 7000. Sie sind seit Jahren ein Grund für Streit zwischen Italien und Europa, genauer zwischen der italienischen Regierung und der Wettbewerbskommission der Europäischen Union. Sie will Italien nämlich zwingen, die Betriebsgenehmigungen für die Strandbäder europaweit auszuschreiben, damit sie nicht, wie bisher üblich, ohne jede Prüfung automatisch verlängert werden. Denn so bekommen Jahr für Jahr die gleichen Strandbetreiber die Lizenzen. Wettbewerb gibt es kaum. Die Vorstellung, künftig mit Unternehmern aus dem gesamten EU-Raum konkurrieren zu müssen, treibt deshalb vielen Lizenznehmern die Schweißperlen auf die Stirn. “Wenn hier jetzt eine internationale Unternehmensgruppe auftaucht, wie sähe das aus, könnte die vielleicht den gesamten Küstenstreifen übernehmen?”, fragt sich Roberto Costato, der das ligurische Strandbad “Oasi” schon in zweiter Generation führt. Betreiber wie Costato sind nicht Eigentümer des Strandabschnitts, den sie wirtschaftlich nutzen, indem sie Badegästen Liegestühle, Umkleidekabinen oder Wasserhähne tage- oder wochenweise vermieten, sondern die Betreiber brauchen für die Nutzung eine Lizenz des italienischen Staates.
nach: Kirstin Hausen, Hintergrund, Deutschlandfunk, 16.12.2023
2. Wählen Sie zwei der folgenden Sätze aus. Sind diese Aussagen RICHTIG oder FALSCH? Zitieren Sie die entsprechende Textstelle! (2P)
a.
Die Strandbars sind in Italien das ganze Jahr über geöffnet.
RICHTIG
FALSCH
b.
Im Sommer brauchen die Strandbäder mehr Personal.
RICHTIG
FALSCH
c.
Roberto Costato besitzt seinen Strandabschnitt.
RICHTIG
FALSCH
Ejercicio Option B - 3 · Vocabulario: sinónimos en el texto (Wortschatz)
OPTION B
Wer profitiert vom Strand? Italien streitet mit der EU
Winter an Liguriens Küste. Wo im Sommer auf geharktem Sand Liegestuhl an Liegestuhl steht, die Parzellen der Strandbäder durch die Farben ihrer Sonnenschirme voneinander getrennt sind, da laufen heute wenige einsame Spaziergänger über naturbelassenen Strand. Die Umkleidekabinen sind abgebaut und warten in winterfesten Schuppen auf die nächste Saison. Die Duschen sind abmontiert, Wasserhähne mit Kabelbinder fixiert. Und auch die dazu gehörigen Strandbars sind vielfach, mit Brettern vernagelt, im Winterschlaf. Nur wenige Barbetreiber halten ihre Bar auf, wenn die Saison vorbei ist. Roberto Costato ist einer dieser wenigen. “Oasi”, “Oase”, heißt sein Betrieb zwischen Bordighera und Ventimiglia nahe der italienisch-französischen Grenze. “Mein Vater hat diesen Strandabschnitt 1973 übernommen. Wir sind ein traditioneller Familienbetrieb, auch wenn wir in der Hochsaison weitere Leute einstellen. Diesen Sommer hatten wir sieben, acht zusätzliche Mitarbeitende.” 55 Sonnenschirme, doppelt so viele Strandstühle und Liegen für insgesamt 110 Badegäste. Das “Oasi” ist ein typisches Stabilimento balneare, wie die kostenpflichtigen Strandbäder in Italien heißen. An den Adria-Stränden in Nord- und Mittelitalien reiht sich eines ans andere. Touristisch weniger erschlossene Regionen, wie die Basilicata oder Kalabrien im Süden, haben deutlich mehr kostenlose, öffentliche Strände. Die italienische Handelskammer beziffert die Zahl der Strandbetriebe auf etwas mehr als 7000. Sie sind seit Jahren ein Grund für Streit zwischen Italien und Europa, genauer zwischen der italienischen Regierung und der Wettbewerbskommission der Europäischen Union. Sie will Italien nämlich zwingen, die Betriebsgenehmigungen für die Strandbäder europaweit auszuschreiben, damit sie nicht, wie bisher üblich, ohne jede Prüfung automatisch verlängert werden. Denn so bekommen Jahr für Jahr die gleichen Strandbetreiber die Lizenzen. Wettbewerb gibt es kaum. Die Vorstellung, künftig mit Unternehmern aus dem gesamten EU-Raum konkurrieren zu müssen, treibt deshalb vielen Lizenznehmern die Schweißperlen auf die Stirn. “Wenn hier jetzt eine internationale Unternehmensgruppe auftaucht, wie sähe das aus, könnte die vielleicht den gesamten Küstenstreifen übernehmen?”, fragt sich Roberto Costato, der das ligurische Strandbad “Oasi” schon in zweiter Generation führt. Betreiber wie Costato sind nicht Eigentümer des Strandabschnitts, den sie wirtschaftlich nutzen, indem sie Badegästen Liegestühle, Umkleidekabinen oder Wasserhähne tage- oder wochenweise vermieten, sondern die Betreiber brauchen für die Nutzung eine Lizenz des italienischen Staates.
nach: Kirstin Hausen, Hintergrund, Deutschlandfunk, 16.12.2023
3. Wählen Sie vier Wörter aus der folgenden Liste und suchen Sie im Text nach Synonymen! (1P)
a.
b.
c.
d.
e.
f.
Ejercicio Option B - 4 · Resumen y opinión o texto de 80-120 palabras (Zusammenfassung, Stellungnahme, Textproduktion)
OPTION B
Wer profitiert vom Strand? Italien streitet mit der EU
Winter an Liguriens Küste. Wo im Sommer auf geharktem Sand Liegestuhl an Liegestuhl steht, die Parzellen der Strandbäder durch die Farben ihrer Sonnenschirme voneinander getrennt sind, da laufen heute wenige einsame Spaziergänger über naturbelassenen Strand. Die Umkleidekabinen sind abgebaut und warten in winterfesten Schuppen auf die nächste Saison. Die Duschen sind abmontiert, Wasserhähne mit Kabelbinder fixiert. Und auch die dazu gehörigen Strandbars sind vielfach, mit Brettern vernagelt, im Winterschlaf. Nur wenige Barbetreiber halten ihre Bar auf, wenn die Saison vorbei ist. Roberto Costato ist einer dieser wenigen. “Oasi”, “Oase”, heißt sein Betrieb zwischen Bordighera und Ventimiglia nahe der italienisch-französischen Grenze. “Mein Vater hat diesen Strandabschnitt 1973 übernommen. Wir sind ein traditioneller Familienbetrieb, auch wenn wir in der Hochsaison weitere Leute einstellen. Diesen Sommer hatten wir sieben, acht zusätzliche Mitarbeitende.” 55 Sonnenschirme, doppelt so viele Strandstühle und Liegen für insgesamt 110 Badegäste. Das “Oasi” ist ein typisches Stabilimento balneare, wie die kostenpflichtigen Strandbäder in Italien heißen. An den Adria-Stränden in Nord- und Mittelitalien reiht sich eines ans andere. Touristisch weniger erschlossene Regionen, wie die Basilicata oder Kalabrien im Süden, haben deutlich mehr kostenlose, öffentliche Strände. Die italienische Handelskammer beziffert die Zahl der Strandbetriebe auf etwas mehr als 7000. Sie sind seit Jahren ein Grund für Streit zwischen Italien und Europa, genauer zwischen der italienischen Regierung und der Wettbewerbskommission der Europäischen Union. Sie will Italien nämlich zwingen, die Betriebsgenehmigungen für die Strandbäder europaweit auszuschreiben, damit sie nicht, wie bisher üblich, ohne jede Prüfung automatisch verlängert werden. Denn so bekommen Jahr für Jahr die gleichen Strandbetreiber die Lizenzen. Wettbewerb gibt es kaum. Die Vorstellung, künftig mit Unternehmern aus dem gesamten EU-Raum konkurrieren zu müssen, treibt deshalb vielen Lizenznehmern die Schweißperlen auf die Stirn. “Wenn hier jetzt eine internationale Unternehmensgruppe auftaucht, wie sähe das aus, könnte die vielleicht den gesamten Küstenstreifen übernehmen?”, fragt sich Roberto Costato, der das ligurische Strandbad “Oasi” schon in zweiter Generation führt. Betreiber wie Costato sind nicht Eigentümer des Strandabschnitts, den sie wirtschaftlich nutzen, indem sie Badegästen Liegestühle, Umkleidekabinen oder Wasserhähne tage- oder wochenweise vermieten, sondern die Betreiber brauchen für die Nutzung eine Lizenz des italienischen Staates.
nach: Kirstin Hausen, Hintergrund, Deutschlandfunk, 16.12.2023
4. Fassen Sie den Text kurz zusammen und drücken Sie Ihre Meinung dazu aus (Empfehlung: 80-120 Wörter). Sie können sich dabei an folgenden Fragen orientieren (3P):
Wie funktionieren die Strände in Italien?
Was und warum will die Europäische Kommission?
Wer besitzt die Strandbäder und wer arbeitet dort?
Was ist Ihre Meinung zu dem Thema?
...
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