Aufgabe HT 1 - b) Sequenzielle Schaltungen · Abitur NRW Technik GK · Haupttermin 2023
Thema: Speicher, Zähler und sequenzielle Schaltungen · Aus der Prüfung GK · Haupttermin (2023)
Aufgabenstellung
Aufgabenstellung: Steuerung einer Lüftungsanlage in einem Vereinshaus
Ein Sportverein lässt sein Gebäude (Sporthalle, Umkleiden, Duschen und Sanitärräume) mit Mitteln des NRW-Programms „Gute Sportstätte 2020“ sanieren. Wegen der Erfahrungen der vergangenen Jahre mit der Sars-COV-2-Pandemie soll eine gute Durchlüftung sichergestellt werden. Dem steht das Ziel der Energieeinsparung entgegen.
M 1: Anforderungen an die Lüftungssteuerung
Die Lüftungsanlage des Duschbereichs besitzt 2 Lüfter. Lüfter 1 (Ausgang X, HIGH-aktiv) liefert den Grundvolumenstrom. Zusätzlich lässt sich Lüfter 2 (Ausgang Y, HIGH-aktiv) zuschalten, wodurch der Volumenstrom steigt und die Luft noch besser ausgetauscht wird.
Lüfter 1 soll aktiviert werden, wenn die Duschen verwendet werden (wird erkannt über „Licht eingeschaltet“: Sensor A gibt ein HIGH-Signal) oder wenn die Zeitschaltung (Sensor B) regulären Trainingsbetrieb anzeigt (Training: HIGH-Signal). Dies soll nur erfolgen, wenn die Fenster im Duschbereich geschlossen sind (wird erkannt über „Fenster geschlossen“: Sensor C gibt ein LOW-Signal).
Sobald der Feuchtigkeitssensor (Sensor D, LOW-Aktiv) eine zu hohe Luftfeuchtigkeit im Nasszellenbereich erfasst, soll auf jeden Fall – unabhängig von den sonstigen Rahmenbedingungen – für einen maximalen Luftstrom gesorgt werden.
Sensor · Name
Lichtschalter · A · HIGH-aktiv
Zeitschaltung · B · HIGH-aktiv
Fenstersensor · C · LOW-Aktiv
Feuchtigkeitssensor · D · LOW-Aktiv
Aktor · Name
Lüfter 1 · X · HIGH-aktiv
Lüfter 2 · Y · HIGH-aktiv
M 2: Anforderungen an die Nachlaufsteuerung
Um eine gute Durchlüftung zu gewährleisten, soll die Lüftungsanlage eine Nachlaufsteuerung erhalten. Der Lüfter 1 soll 10 Minuten nachlaufen, wenn das Fenster geschlossen ist. Der Fensterzustand wird ignoriert, wenn auch Lüfter 2 laufen soll. Eine manuelle Steuerung soll über einen Ein- und einen Austaster ( und ) realisiert werden. Das manuelle Einschalten der Lüftung hat Vorrang vor der Automatik.
Verfügbare Eingänge:
Minutentaktgeber T mit
Lüftersignale X und Y
Fenstersensor C
Verfügbare Ausgänge:
M 3: Anforderungen an die Nachlaufsteuerung mit SPS
Ein moderner Lüfter steht im Duschbereich zur Verfügung. Dieser Lüfter verfügt über drei unabhängige Ventilatoren (Q1, Q2, Q3).
Um unnötige Schaltzyklen zu vermeiden und eine gute Mindestlüftung zu garantieren, soll der Ventilator Q1 mindestens 5 Minuten laufen, auch wenn jemand den Raum nur kurz betritt. Dies wird durch einen digitalen Präsenzmelder I1 angezeigt. Befindet sich jemand länger als 5 Minuten im Raum, soll der Lüfter Q1 noch für 15 Minuten nach Verlassen des Raumes nachlaufen.
b) Entwicklung einer sequenziellen Schaltlogik für die erweiterte Lüftungssteuerung
Entwickeln Sie für die Lüftungsanlage eine erweiterte Steuerschaltung, welche die in den Materialien M 1 und M 2 genannten Anforderungen erfüllt. Erläutern Sie die von Ihnen entworfene Schaltung. Ermitteln Sie die zur Nachlaufzeit passende Binärdarstellung. [17 Punkte]
1.
2.
3.

Lösung
Nach den offiziellen Korrekturhinweisen
Ermitteln Sie die zur Nachlaufzeit passende Binärdarstellung.
Lösung: /
Erläutern Sie die von Ihnen entworfene Schaltung.
Lösung: Der 4-Bit-Asynchronvorwärtszähler aus J-K-Flipflops zählt bis . Der Zählvorgang wird nur dann gestartet, wenn der Lüfter einmal lief (Speicherung im R-S-Flipflop) und dann nicht mehr läuft. Der Zähler wird deaktiviert (Reset des Zählers und Reset des gespeicherten Startsignals), sobald die erreicht wurde oder das Fenster bei geringer Luftfeuchtigkeit geöffnet wird. Das im R-S-Flipflop gespeicherte Signal des An-Tasters lässt den Lüfter unabhängig von der vorherigen Schaltung laufen.
Entwickeln Sie für die Lüftungsanlage eine erweiterte Steuerschaltung.
Lösung: Der Schaltplan zeigt: - 4 kaskadierte JK-Master-Slave-Flipflops als Asynchron-Vorwärtszähler - Startlogik mit RS-Flipflop für den Nachlauf - Erkennung des Zählerstandes 10 ( und über ein UND-Gatter auf die Clear-Eingänge) - RS-Flipflop für den manuellen Vorrang ( und ), verknüpft über ein ODER-Gatter mit dem Ausgang .
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