Aufgabe 3 · Abitur NRW Chemie GK · Das Döbereiner-Feuerzeug – eines de 2026

Thema: Reaktionsgeschwindigkeit und chemisches Gleichgewicht · Aus der Prüfung GK · Das Döbereiner-Feuerzeug – eines der ersten modernen Feu-erzeuge (2026)

Aufgabenstellung

2 Material

Material 1: Döbereiner-Feuerzeug [1], [2]

Im Jahre 1823 stellte Döbereiner fest, dass feinverteiltes Platin in der Lage ist, ein Wasserstoff-Sauerstoff-Gemisch bei Raumtemperatur zur Reaktion zu bringen. Mit dieser Entdeckung eröffnete Döbereiner ein neues Forschungsfeld für die Chemie und die Physik - die Katalyse.

Das Döbereiner-Feuerzeug besteht aus einem zylinderförmigen Glas, welches mit verdünnter Schwefelsäure gefüllt ist. In dem Gefäß hängt eine nach unten offene Glasglocke (je nach Bauart mit unterschiedlichem Fassungsvermögen), in deren Innenraum ein Stück Zink mit einem Draht befestigt ist. Die Glasglocke ist mit einem Hahn verschlossen. Direkt gegenüber diesem befindet sich ein Platinschwamm (feinverteiltes Platin), welcher beim Betrieb des Feuerzeugs als Katalysator wirkt. Wird der Hahn geöffnet, kommt das Zink mit der sauren Lösung in Berührung und es entwickelt sich Wasserstoff (Reaktion 1). Dieser strömt zur Öffnung, kommt in Kontakt mit dem Platinschwamm und reagiert mit dem Sauerstoff aus der Luft (Reaktion 2). Dabei wird der Platinschwamm zum Glühen gebracht und der nachströmende Wasserstoff entzündet sich.

Standardbildungsenthalpie von Wasserdampf (bei T=298,15 KT = 298{,}15\text{ K} und p=101,325 kPap = 101{,}325\text{ kPa}):

ΔfH∘=−241,83 kJmol\Delta_{\text{f}}H^\circ = -241{,}83\ \frac{\text{kJ}}{\text{mol}}

Material 2: Schematische Darstellung der Vorgänge an der Platin-Oberfläche [3]

Material 3: Modellexperiment zum Döbereiner-Feuerzeug

In einem Modellexperiment wird der Einfluss der Stoffmengenkonzentration einer sauren Lösung auf die Reaktionsgeschwindigkeit untersucht. Dazu wird jeweils die gleiche Masse an Zink mit Salzsäure unterschiedlicher Stoffmengenkonzentrationen (c1=0,1 molLc_1 = 0{,}1\ \frac{\text{mol}}{\text{L}}, c2=0,01 molLc_2 = 0{,}01\ \frac{\text{mol}}{\text{L}}) versetzt.

3.1

Beschreiben Sie mithilfe von Abbildung 3 die Vorgänge an der Platin-Oberfläche auf der Teilchenebene (M 2).

3.2

Begründen Sie die Notwendigkeit des Platinschwamms für die Funktionsweise des Döbereiner-Feuerzeugs (M 1).

Aufgabenstellung: Aufgabe 3 · Abitur NRW Chemie GK · Das Döbereiner-Feuerzeug – eines de 2026

Lösung

Nach den offiziellen Korrekturhinweisen

Beschreiben Sie mithilfe von Abbildung 3 die Vorgänge an der Platin-Oberfläche auf der Teilchenebene (M 2).

Lösung: • Wasserstoff- und Sauerstoff-Moleküle diffundieren zur Platin-Oberfläche. • Bindungen in den Wasserstoff- und Sauerstoff-Molekülen werden gelockert und die Atome lagern sich unter Aufspaltung der Elektronenpaarbindungen an der Katalysator-Oberfläche an (Adsorption). • Wasserstoff-Atome lagern sich unter Bildung von Elektronenpaarbindungen an Sauerstoff-Atome und bilden Wasser-Moleküle. • Gebildete Wasser-Moleküle lösen sich (desorbieren) von der Platin-Oberfläche.

Begründen Sie die Notwendigkeit des Platinschwamms für die Funktionsweise des Döbereiner-Feuerzeugs (M 1).

Lösung: • Platin wirkt als Katalysator und setzt die Aktivierungsenergie herab; Wasserstoff und Sauerstoff reagieren dadurch bereits bei Zimmertemperatur. • Dabei wird Energie in Form von Wärme abgegeben und der Platinschwamm beginnt zu glühen. Durch die erhöhte Temperatur steht genügend Aktivierungsenergie für das Entzünden des nachströmenden Wasserstoffs zur Verfügung.

Die ausführliche Erklärung Schritt für Schritt (mit KI) gibt es mit Premium. Premium

Löse sie direkt hier: automatische Korrektur, Hinweise und Lösung Schritt für Schritt.

Aufgabe 4 · GK · Das Döbereiner-Feuerzeug – eines de 2026 ›

Mehr Aufgaben zu Reaktionsgeschwindigkeit und chemisches Gleichgewicht