Aufgabe 5 · Abitur NRW Biologie LK · Tomaten-EN 2026
Thema: Nahrungsbeziehungen und Populationen · Aus der Prüfung LK · Tomaten-EN (2026)
Aufgabenstellung
Material 3: Tuta absoluta - ein bedeutender Tomatenschädling und seine Bekämpfung
Die Tomatenminiermotte ( Tuta absoluta) ist eine ursprünglich aus Lateinamerika stammende Schmetterlingsart, die Anfang der 2000er Jahre nach Europa eingeschleppt wurde. Sie gilt als invasive Art. Ausgewachsene Individuen sind 6 bis 7 mm groß und besitzen eine braun-silbrige Färbung sowie schwarz gefleckte Flügel. Während ihrer Lebensspanne kann eine weibliche Tomatenminiermotte bis zu 250 Eier legen. Diese werden auf der Unterseite der Blätter von Tomatenpflanzen abgelegt. Die Tomatenminiermotte durchläuft in ihrer Entwicklung eine vollständige Verwandlung mit vier Larvenstadien und einem Puppenstadium. Unter günstigen Bedingungen, knapp unter 30 °C, dauert ein vollständiger Entwicklungszyklus weniger als einen Monat. Im Gegensatz zu vielen anderen Insektenarten können so mehrere Generationen pro Jahr entstehen. Die Lebensspanne der ausgewachsenen Tiere beträgt dann zwischen 10 und 20 Tage und ist stark von Futterangebot und Umgebungstemperatur abhängig. Fraßschäden werden vor allem durch die Larven verursacht und können an Blättern, Sprossachse und Früchten der Tomatenpflanzen entstehen. Sie können ohne Bekämpfung Ernteausfälle von bis zu 100 % hervorrufen.
Neben der chemischen Bekämpfung der Tomatenminiermotte durch Pflanzenschutzmittel wird auch der Einsatz natürlicher Fressfeinde wie der räuberisch lebenden Wanzenart Macrolophus pygmaeus zur Beseitigung eines Schädlingsbefalls diskutiert. Diese erbeutet sowohl Eier als auch alle vier Larvenstadien der Tomatenminiermotte. Um die Effektivität eines solchen Einsatzes abschätzen zu können, untersuchten Forschende in Frankreich im Jahr 2013 das Beutefangverhalten von Macrolophus pygmaeus. Als Beute wurden ihr die invasive Tomatenminiermotte im Vergleich zu einer anderen, heimischen Beuteart, der Tabakmottenschildlaus ( Bemisia tabaci), angeboten, die ebenfalls ein Tomatenschädling ist. Im Rahmen der Studie wurde die folgende Fragestellung untersucht: Welche Nahrungspräferenzen zeigt die Raubwanze Macrolophus pygmaeus, wenn beide Beutearten in unterschiedlichen Populationsdichten an Tomatenpflanzen verfügbar sind?
5 Planen Sie ein Laborexperiment, mit dem die formulierte Fragestellung unter kontrollierten Bedingungen untersucht werden kann (M 3). [10 BE]

Lösung
Nach den offiziellen Korrekturhinweisen
5 Planen Sie ein Laborexperiment, mit dem die formulierte Fragestellung unter kontrollierten Bedingungen untersucht werden kann (M 3).
Lösung: Versuchsplanung mit systematischer Variation des Beuteverhältnisses bei konstanter Räuberanzahl und Kontrollvariablen.
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